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Kanäle für Wut

17. Februar um 13:10

Hallo!

Meiner kommt mit 18 Monaten auch langsam in die Trotzphase und ich fürchte, was wir bisher mitmachen ist nur der Anfang. Also er schlägt sich auf den Kopf oder knallt ihn auf den Boden. Kreischen und steif machen ist auch oft dabei. Ich sage ihm dann, dass er das nicht machen soll und sage dann ganz übertrieben sein Gefühl "ich bin wütend, ich bin wütend". wenn sein Dino in der Nähe ist, hauen wir mit "ich bin wütend!" drauf. meist ist binnen Sekunden alles verflogen und er lacht. also er neigt (noch) nicht zu Dramatik und lässt sich gut ablenken. Jetzt zu meiner Frage. Was bietet ihr für Kanäle für Wut, wenn ihr unterwegs seid oder für ältere Kinder oder wenn meine aktuellen "Hilfen" nicht mehr fruchten? Ich erinnere mich, dass meine Mutter mit mir geschimpft hat, wenn ich als kleines Kind aufgestampft bin. Um ehrlich zu sein, kenne ich überhaupt keine gesellschaftliche Konvention, "richtig" mit Wut umzugehen, gerade im Kindesalter. Das war in meiner Kindheit immer ein Tabu. Also ich wurde erzogen nach "sei nicht so. mach dies nicht. mach jenes nicht." aber eben immer ohne Alternative.


Wie macht ihr das? Oder lasst ihr das Kind mit seiner Wut und tröstet dann hinterher? Wie gehen eure älteren Kinder mit Wut um?

17. Februar um 13:57

Gibt es dieses "grundlose Bocken" wirklich? Ich glaube ja, dass es immer einen Grund gibt, nur kann der vielleicht nicht immer benannt werden, schon gar nicht von einem Kind. Manchmal wissen ja nicht einmal Erwachsene, was mit ihnen los ist. Oder zielt dein Beitrag eher darauf ab, nicht so eine große Sache draus zu machen und dadurch dem Kind den Ausstieg aus dem Bock zu erleichtern? ​Grundsätzlich bleibt aber meine Frage noch, wie man die Wut kanalisieren lässt, wenn sie denn schon ausgebrochen ist. bleibt aber meine Frage noch, wie man die Wut kanalisieren lässt, wenn sie denn schon ausgebrochen ist.  

Ich mag

17. Februar um 13:58

Das Spiegeln das du schon machst ist super

Das hilft sogar bei meiner Tochter (entwicklungsverzögert, geistig "hinterher"

Hier gibts nen guten Artikel dazu :
http://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/2013/05/trotzphase-umgang-mit-wutanfallen-in.html

3 likes - Ich mag

17. Februar um 14:08
In response to septemberkindl

Gibt es dieses "grundlose Bocken" wirklich? Ich glaube ja, dass es immer einen Grund gibt, nur kann der vielleicht nicht immer benannt werden, schon gar nicht von einem Kind. Manchmal wissen ja nicht einmal Erwachsene, was mit ihnen los ist. Oder zielt dein Beitrag eher darauf ab, nicht so eine große Sache draus zu machen und dadurch dem Kind den Ausstieg aus dem Bock zu erleichtern? ​Grundsätzlich bleibt aber meine Frage noch, wie man die Wut kanalisieren lässt, wenn sie denn schon ausgebrochen ist. bleibt aber meine Frage noch, wie man die Wut kanalisieren lässt, wenn sie denn schon ausgebrochen ist.  

Hm also ich finde grundlose Wut gibt es bei Kindern nicht, auch wenn es für Erwachsene manchmal so aussieht!

Kinder sind eben noch keine gefestigten Persönlichkeiten (und das Gehirn ist auch noch nicht so entwickelt wie bei Erwachsenen) und schon das grüne statt dem blauen Shirt kann ein Weltuntergang sein, der zu Wut führt. Für uns große unverständlich, aber ist nun mal so. Mama wie kannst du mir nur das grüne T Shirt anziehen... grrr wah .. 

2 likes - Ich mag

17. Februar um 14:16

danke für den tollen Link 

Ich mag

17. Februar um 14:18

Genau, am besten lässt du ihn eine 5-seitige Abhandlung über seine Gefühle schreiben und wenn Fehler zu korrigieren sind, sagst du ihm, dass er  nicht wütend sein darf, weil sich dies nicht gehört. Das wird er verstehen, schließlich ist er schon 18!

....
Ach gar nicht 18 Jahre? 18 MONATE?

Sorry, ich hab mich vom Admiraltipp irgendwie verwirren lassen

Zum Thema:
Spiegeln ist super, das machst du gut! Er muss seine Gefühle kennenlernen, einordnen lernen und Frustrationstoleranz erlernen. Das geht bei dem einen schneller, beim anderen dauert es etwas.

Dein Kind ist mittendrin in der Autonomiephase, er lernt sein eigenes Ich kennen und erfährt, dass er seine Umwelt beeinflussen kann. Und er hat Pläne die die Umwelt oder sein eigenes noch-nicht-können durchkreuzen. Das ist schwer zu ertragen für alle Beteiligten. Es ist ein Prozess.

Versuch dich selbst nicht mit aufzuregen (ich weiß, dass ist nicht so einfach), wenn er sich selbst verletzt, ist klar, das musst du unterbinden. Aber ansonsten, darf er seine Wut fühlen und kennenlernen, das ist gesund, es ihm zu verbieten bringt nichts- ausser es ist nur Show (ist gibt auch wunderbare Schauspieler, aber der Unterschied wird dir als Mutter geläufig sein).

Kleines Beispiel: eine Freundin von mir hat das Frühstückstoast ihres Kindes falsch geschnitten- Wutanfall vom Feinsten.

Es gibt auch eine schöne Seite, in der die ganzen, uns irrational erscheinenden, Wutanfälle der Kinder und deren Gründe im Bild festgehalten werden- du siehst, du bist nicht allein und hast noch was zu lachen
http://www.boredpanda.com/funny-asshole-parents-why-kids-cry/
 

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17. Februar um 14:19

Admiral: Ich sehe es prinzipiell auch so, dass das Kind lernen soll, dass Hinwerfen keine gewünschte Strategie ist. Bei dir fehlt mir allerdings das Angebot, anders mit der Wut umzugehen. Deine Strategie ist unterbinden, und das finde ich nicht richtig. 

1 likes - Ich mag

17. Februar um 14:27

danke Veilchen. dabei gelassen bleiben ist ja auch immer so ne Sache, vor allem wenn man wenig geschlafen hat oder Termindruck hat.

 Super Bilder! 

2 likes - Ich mag

17. Februar um 14:57

Kinder haben immer wieder Phasen, bei denen in ihnen neue Emotionen aufkommen, die sie noch nicht kennen und folglich nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen.

was hilft, ist von kind zu kind unterschiedlich. Schimpfen, weil ein Kind gerade mit sich selbst überfordert ist, halte ich für keine gute Option.

meiner großen hat es oft geholfen, sie einfach in den Arm zu nehmen und ganz fest zu halten. Natürlich nur so fest, dass sich keiner weh tut, meistens in situation wenn sie gefrustet war, weil etwas nicht klappte wie es sollte.
hat sie sich beim spazieren gehen auf den boden geworfen, dann durfte sie sich da meist austoben. Kam jemand fremdes entlang, hatte es sich meist sofort erledigt.
beim einkaufen wird versucht abzulenken. Das geht ganz gut, indem ich beim einpacken habe helfen lassen. Zb gezeigt, welches brot wir nehmen müssen und dann das kind in den wagen legen lassen. War der wutanfall ganz schlimm, wirds kind einfach hoch genommen und der einkauf schnell beendet.

Immer beobachten, in welcher Situation der wutausbruch kommt, dann kann man auch am besten herausfinden, wie man reagiert.
Dabei geht es dann sowohl um das Unterstützen, um mit den Gefühlen umzugehen, als auch Konsequenzen aufzuzeigen. 

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17. Februar um 15:22
In response to septemberkindl

Hallo!

Meiner kommt mit 18 Monaten auch langsam in die Trotzphase und ich fürchte, was wir bisher mitmachen ist nur der Anfang. Also er schlägt sich auf den Kopf oder knallt ihn auf den Boden. Kreischen und steif machen ist auch oft dabei. Ich sage ihm dann, dass er das nicht machen soll und sage dann ganz übertrieben sein Gefühl "ich bin wütend, ich bin wütend". wenn sein Dino in der Nähe ist, hauen wir mit "ich bin wütend!" drauf. meist ist binnen Sekunden alles verflogen und er lacht. also er neigt (noch) nicht zu Dramatik und lässt sich gut ablenken. Jetzt zu meiner Frage. Was bietet ihr für Kanäle für Wut, wenn ihr unterwegs seid oder für ältere Kinder oder wenn meine aktuellen "Hilfen" nicht mehr fruchten? Ich erinnere mich, dass meine Mutter mit mir geschimpft hat, wenn ich als kleines Kind aufgestampft bin. Um ehrlich zu sein, kenne ich überhaupt keine gesellschaftliche Konvention, "richtig" mit Wut umzugehen, gerade im Kindesalter. Das war in meiner Kindheit immer ein Tabu. Also ich wurde erzogen nach "sei nicht so. mach dies nicht. mach jenes nicht." aber eben immer ohne Alternative.


Wie macht ihr das? Oder lasst ihr das Kind mit seiner Wut und tröstet dann hinterher? Wie gehen eure älteren Kinder mit Wut um?

Ich stand als meine Kleine in dem Alter war oftmals vor dieser Frage Vor Allem Wenn sie urplötzlich wütend wurde weil der Bus der vorbeifährt jetzt nicht rot sondern grün war, oder Schlitten fahren wollen wenn kein Schnee liegt etc......so Sachen haben mich tatsächlich an den Rand des Wahnsinns gebracht.
Frag mich nicht, ich konnte das nicht kanalisieren.
Konkrete Wut war viel einfacher durchzustehen, auch Alternativen aussuchen etc....
Aber Was machst du bei Der Bus Sache ?!.....
Fragen Warum das Kind jetzt wütend ist ?!.....bringt ja nix.
Jetzt ist sie 4,5 und auch sehr bockig oftmals, jetzt ist es aber schwieriger weil es ja für vieles keine wirklichen Alternativen gibt.
Ihre Wut resultiert ja nun mehr eher daraus dass Manchmal ihrem Handeln Grenzen gesetzt werden, also letzens wollte sie die halbe Küche unter Wasser setzen weil sie meinte Legomännchen baden zu müssen, und flippte vollkommen aus als ich es untersagt habe weiterhin Wasser auf meinen Küchenstisch zu kippen.
Badewanne war keine Alternative, es Musste die Küche sein.....
Lg
 

Ich mag

17. Februar um 15:49

Mein Sohn hat das auch gemacht, mit dem Kopf auf den Boden hauen. Das wurde erst besser, als ich es ignoriert habe (nicht das Kind, sondern nur das Verhalten: Kopf auf Boden). Natürlich die Hand zwischen Kopf und Boden gehalten, wenn es doll war, aber sonst nicht weiter drauf eingegangen. Vorher habe ich es mit Ablenkung, Trösten, etwas zum Draufhauen anbieten etc. versucht. Das half alles nicht. Aber das ist eben ein Verhalten, dass ich wirklich schwierig fand und unterbunden haben wollte.

Ansonsten war Ablenkung schon hilfreich.

Frustrationstoleranz kommt einfach mit der Zeit. Mit meinem Sohn hatte ich sonst keine großen Drama oder Probleme. Mit der Zeit wird das alles besser. Sie finden eigene Strategien.

Meine Tochter ist da die härtere Nuss. Kreischen, auf den Boden schmeißen... Bei ihr wirkt Ablenkung kaum. Es kommt dann auf die Situation an. Im Supermarkt nehme ich sie bspw. auf den Arm und warte ab oder gehe notfalls mit ihr raus. Zu Hause bleibe ich dabei und warte einfach ab was passiert. Bin da, wenn sie jemanden zum Trösten braucht, spiegele auch mal ihre Wut, aber lasse sie so weit wie möglich und solange sie niemanden (sich selbst oder andere) verletzt oder irgendwas rumschmeißt. Beides (verletzen oder verwüsten) kam aber auch (noch?) nicht vor.

Wie gesagt: Ich bin sehr zuversichtlich, dass sie ihre eigenen Strategien entwickeln. Da braucht jedes Kind etwas anderes. Und das müssen sie irgendwie selbst rausfinden.

Ich mag

17. Februar um 17:05

Yep Boxsack ist aber gut, auch Kissenschlacht/bzw. in Kissen hauen und solche Sachen......Lg

Ich mag

17. Februar um 18:27
In response to septemberkindl

Hallo!

Meiner kommt mit 18 Monaten auch langsam in die Trotzphase und ich fürchte, was wir bisher mitmachen ist nur der Anfang. Also er schlägt sich auf den Kopf oder knallt ihn auf den Boden. Kreischen und steif machen ist auch oft dabei. Ich sage ihm dann, dass er das nicht machen soll und sage dann ganz übertrieben sein Gefühl "ich bin wütend, ich bin wütend". wenn sein Dino in der Nähe ist, hauen wir mit "ich bin wütend!" drauf. meist ist binnen Sekunden alles verflogen und er lacht. also er neigt (noch) nicht zu Dramatik und lässt sich gut ablenken. Jetzt zu meiner Frage. Was bietet ihr für Kanäle für Wut, wenn ihr unterwegs seid oder für ältere Kinder oder wenn meine aktuellen "Hilfen" nicht mehr fruchten? Ich erinnere mich, dass meine Mutter mit mir geschimpft hat, wenn ich als kleines Kind aufgestampft bin. Um ehrlich zu sein, kenne ich überhaupt keine gesellschaftliche Konvention, "richtig" mit Wut umzugehen, gerade im Kindesalter. Das war in meiner Kindheit immer ein Tabu. Also ich wurde erzogen nach "sei nicht so. mach dies nicht. mach jenes nicht." aber eben immer ohne Alternative.


Wie macht ihr das? Oder lasst ihr das Kind mit seiner Wut und tröstet dann hinterher? Wie gehen eure älteren Kinder mit Wut um?

also bei uns wars wutrauslassen. entweder haben wir uns aufs trampolin gestellt und solange gehüpft bis sie weg war, geboxt oder geschrien...meistens dauerte das keine 2 min und ich hatte meinen sonnenschein wieder...ob das bei so kleinen aber schon geht, musste schauen wie er mitmacht...viel reden, finde ich, bringt in dem alter nichts....zumindest haben meine da ziemlich auf durchzug geschalten.
im laden haben sie sich zum glück nie hingeschmissen, aber meine nicht brachte das mal als sie mit meiner mum einkaufen war. da setzte sich meine mutte daneben und kuckte ihr zu, alle liefen um sie drumrum. sie sagte dann, xy wenn du nicht gleich aufhörst, dann wird die milch hier drin sauer und das leckere eis schmilzt, da war innerhalb von sekunden ruhe. warum das klappte, keinen schimmer, es kam auch nie wieder vor

Ich mag

17. Februar um 19:25

Also ich glaube solche Dinge wie: Auf einen Boxsack hauen, aufstampfen etc. ... das funktioniert bei so kleinen Kindern noch nicht. Oder ist das nur bei uns so? Wenn Kleinkind im "Trotzanfall" ist, dann würde sie auf sowas gar nicht reagieren....
Mit älteren Kindern kann ich mir das eher vorstellen, dass man sowas schon im Vorfeld zeigt und anbietet und sie dann nochmal daran erinnert, wenn sie wütend sind. Aber bei so kleinen Kindern...?

Ich mag

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