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1. geburt spontan, 2. geburt ks...

25. Februar 2015 um 14:57

bei wem wars so? Wie habt ihr den Ks empfunden?

Ich bin gerade etwas unsicher, sogar etwas traurig. Eigentlich hätte ich gerne wieder spontan geboren, aber mit all den "Umständen" die wir haben, wird es wohl nun auf eine Sektio rauslaufen, auch wenn diese aus medizinischer Sicht nicht zwingend notwendig wäre. Und auch wenn ich die Sektio zur Zeit als beste Lösung sehe, habe ich Angst es später zu bereuen. Ich versuchs möglichst kurz zu erklären:

Ich habe eine Tochter (3.75 Jahre alt). Ich habe sie spontan bekommen. Die Geburt war lange und anstrengend (24h regelmässige Wehen), das Schlimme folgte aber nach der Geburt. Sie war für alle unerwartet schwer krank, wurde sofort auf die Intensiv der Kinderklinik verlegt und die ersten Tage waren geprägt von Ängsten und Unsicherheiten. Heute ist sie gesund! Ich bin damals in einen Schockzustand gekommen, hatte sehr lange um die Geschichte zu verarbeiten, aber mich nach gründlichen Überlegungen irgendwann doch dafür entschieden, eine zweite Schwangerschaft zu wagen.

Irgendwie dachte ich "zweimal Pech wirst du schon nicht haben", aber irgendwie ist es nun doch anders gekommen. Die zweite Schwangerschaft verläuft sehr schwierig. Seit der 14. Woche habe ich mit "wilden Wehen" zu kämpfen. Irgendwann hat man dann Auffälligkeiten im Kopf des Babys gefunden und unschöne Versachtsdiagnosen gestellt... mittlerweile konnte man mit Hilfe eines MRIs viel ausschliessen, aber nicht alles, das wird erst nach der Geburt möglich sein. Beim nächsten Termin wurde dann plötzlich festgestellt, dass ich Diabetes habe. Beim übernächsten war da plötzlich viel zu viel Fruchtwasser... mittlerweile rechne ich bei jedem Termin (und ich werde sehr engmaschig betreut) mit einer neuen schlechten Nachricht. Die Termine dauern auch immer länger als erwartet etc... und ich werde mittlerweile nur noch vom Chefarzt der Klinik betreut.

Nun habe ich irgendwie das Vertrauen verloren. In mich und in die Welt... das Vertrauen, dass es schon gut kommen wird mit der Geburt. Wegen der Diabetes Und weil der Junge bereits jetzt sehr gross geschätzt wird, müsste eine Spontangeburt nun vor Termin eingeleitet werden. Das macht mir Angst und gegen eine Einleitung sträubt sich bei mir alles (hat auch mit der Geburt meiner Tochter zu tun). Daher habe ich nun, sollte sich der Kleine nicht in den nächsten zwei Wochen selbst auf den Weg machen, um einen KS gebeten. Arzt und auch meine Hebamme finden das eine gute Entscheidung, aber dennoch habe ich Angst es zu bereuen, es nicht versucht zu haben. ich habe Angst, dass es für mich nicht ein richtiges Geburtserlebnis wird. Wisst ihr wie ich das meine? Irgendwie fehlt mir der "Zauber"... ich habe Angst, die Sektio als zu technisch zu empfinden. Ich fühle mich "beraubt", es macht mich traurig, dass ich nicht EINMAL eine "schöne" Geburt erleben kann. ohne mir wirklich vorstellen zu können, wie eine Geburt per KS ist...

Kann das irgendwer nachvollziehen? Wer hat sowohl per KS wie auch spontan geboren und kann mir etwas gut zureden? Ich weiss gar nicht genau, was ich hören will... könnt ihr mir die Angst nehmen, es später zu bereuen? Daaanke

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25. Februar 2015 um 15:10

Ich kann dich sehr gut verstehen.
Das mit dem verlorenen Vertrauen in mich selbst und in die Welt habe ich auch empfunden.

Ich kann dir nur eines sagen:
wenn es Probleme gibt, seites Baby und/oder bei der Mutter, dann würde ich auf jeden Fall einen KS wählen.
Und zwar aus dem Grund, weil es die sicherste Art des Gebärens für das Baby ist und schnell geholfen werden kann.

Und ich sag dir was, ich hätte wahnsinnig gerne spontan entbunden und es hat zweimal nicht geklappt, aber, nach vielen Gesprächen und Gedanken....momentan werden Geburten als solche sooo gepusht, so aufgebauscht und es ist scheinbar sooo wichtig, dass die Geburt toll ist etc.....und das sehe ich nicht mehr so.
(eine Bekannte hat 4 Tage einleiten lassen und ihr Kind kam schließlich mithilfe der Saugglocke und hatte massive Stressanzeichen; das ist doch Wahnsinn, da wäre ein Kaiserschnitt zum Wohle des Kindes viel besser gewesen. Und was glaubst du, was sie sich für Vorwürfe gemacht hat.)

Wichtig ist, dass die Kinder gesund zur Welt kommen.
Meine Kinder sind per Kaiserschnitt zur Welt gekommen und das war gut und richtig so.
Mein zweiter Kaiserschnitt war planbar und er war so, wie ich es wollte.
Meine Kinder sind mein Sonnenschein und ich bin ihnen die bestmöglichste Mutter und das wirst du auch sein.

Manchmal läuft es nicht so wie man es sich vorstellt, aber lass auf keinen Fall zu, dass du an deinen eigenen Vorstellungen verzweifelst.
Du machst das!
Ein Kaiserschnitt ist wirklich nicht schlimm, er bietet deinem Kind mehr Sicherheit und dir bringt es wahrscheinlich mehr Frieden.
Vielleich musst du dich nur noch an den Gedanken gewöhnen.

Ich schicke dir ganz viel Zuversicht und vor allem wünsche ich dir den Glauben an dich selbst zurück.

Lg
Pupsigel

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25. Februar 2015 um 16:35

Hier!
Ich hatte beides. Erst eine spontane Geburt und dann ein KS.

Ich liebe meine Kinder gleichermaßen, hatte keine Bindungsprobleme mit meinem Sohn der eben per KS geboren wurde.

Vom Körperlichen empfinden her fühlte ich mich nach dem KS bedeutet besser als nach der Spontane Geburt.

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25. Februar 2015 um 20:49

Danke
vielmals für eure Antworten! Ich stehe eigentlich schon hinter der Entscheidung und ich denke auch, dass er viele Vorteile mit sich bringen wird und - in Anbetracht der Umstände - die beste Lösung ist. Dennoch traure ich der Spontangeburt hinter her. Ich habe irgendwie Angst "enttäuscht" zu sein, da ich die spontane Geburt (trotz Horrorende) als eine echt überwältigende Sache erlebt habe. Auch im positiven. Als ich bei meiner Tochter die ersten Wehen hatte, habe ich die ganze Nacht alleine auf dem Sofa verbracht. Mein Mann hat geschlafen und ich war wach und war ganz bei mir und meinem Baby... ich war selten so "im Reinen" mit der Welt wie in dieser Nacht... wenn ich davon schreibe oder erzähle bin ich immer am lächeln, es war irgendwie unspektakulär aber total schön

Genau einen solchen Moment wirds aber nicht geben, oder? Dieser Zauber... ist der auch da, wenn man in die Natur eingreift? Wahrscheinlich werde ich mich nach der Geburt fragen, wieso ich solche Zweifel habe/hatte und einfach nur happy sein. Aber zur Zeit habe ich einfach Angst irgendwie...

Dass die Bindung zum Kind "Schaden" nehmen könnte, davor fürchte ich mich nicht... und ich finde den Kaiserschnitt keine schlechte Sache... es ist wohl mehr die Enttäuschung, dass ich an den Punkt komme, wo ich mich für einen WUNSCHKaiserschnitt entscheide....

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26. Februar 2015 um 10:37

Hallo
Ich hatte auch beides.meine erste Tochter kam spontan zu Welt.die zweite ist der KS geholt worden.sie war ein extrem frühchen. Ich sollte sie eig.normal einbinden, bin aber echt froh über den KS gewiesen.die Vorstellung,dass mein Kind direkt auf intensiv kommt, oder wohl möglich stirbt war so schrecklich, dass ich froh war die Geburt "verschlafen" zu können.jetzt bin ich das 3 mal schwanger (!) und will versuchen normal zu entbinden. Mal gucken ob es klappt. Wie weit bist du denn jetzt?

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26. Februar 2015 um 11:30

Hallo!
Nachdem ich auch Deinen Text ein stückchen weiter unten gelesen habe, zweifle ich nun doch stark daran, ob ein geplanter KS sinnvoll ist.

Ich hatte auch beides und natürlich ist ein KS ein eher trockenerer Eingriff.
Ich vertstehe nicht ganz, weshalb Du Dir nun -gerade wegen der ganzen Sorgen- auch noch die Geburt nehmen lassen solltest.
Aus Deinen Erzählungen geht klar hervor, dass die Geburt für Dich wichtig ist.
Hol Dir doch noch weitere Meinungen ein bzgl. der Diabetes.

Alles alles Gute! Melde Dich!

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26. Februar 2015 um 15:02

Sumisumsum
der KS-Termin ist in 13 Tagen... wie weit bist Du? Warum musste dein zweites Kind denn früher geholt werden? Wie gehts ihr heute? Und wie erlebst du die erneute Schwangerschaft nachdem du bereits eine sehr schwierige hattest?

Florina... die Diabetes ist nicht die einzoge Auffälligkeit, es gibt noch eine Auffälligkeit im Kopf des Babys... muss nicht schlimm sein, kann aber. Ich bin nicht sicher, ob ich unter diesen Umständen eine spontane Geburt packe oder ob ich aus lauter Angst total verkrampft wäre... ich wurde nun die ganze Schwangerschaft immer und immer wieder verunsichert, mein grösster Wunsch ist nun einfach, dass der Kleine gesund bei mir ist... ich glaube eigentlich wirklich, dass der KS die richtige Entscheidung ist, aber ich bin halt traurig, dass die Schwangerschaft so verlaufen ist, dass ich das denke...

Vielleicht würde es auch schon helfen, wenn man mir einfach einige Hormone "abschalten" würde

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26. Februar 2015 um 17:18

Also...
Meine kleine musste geholt werden,weil ich wehen hatte, mumu war offen und vor allem wegen sehr starken Blutungen. Ich kam ja schon in der 22 SSW mit Blutungen ins kh.mein gmh war auf 1,5 cm verkürzt und Trichter war vorhanden. Nach über 4 Wochen in kh (3 durfte ich nur aufs Klo aufstehen und erst nach 2 Wochen 1 mal duschen) waren die Blutungen immer schlimmer, die wehen trotzt tokolyse immer stärker und der mumu offen. Die kleine ist in 25+ 4 SSW geholt worden. Es war ein Kampf,es geht ihr heute Gott sei dank gut.ist gesund und ein tolles Mädchen

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26. Februar 2015 um 20:12

Das problem bei der einleitung
ist, dass ich das Gefühl habe, das wäre für meinen Sohn einen Stress. Man würde ja etwas lostreten, das er noch nicht "will". Meine Tochter hat bei ihrer Geburt ganz heftig Mekonium (Kindspech) eingeatmet, das sie zuvor aufgrund von Stress ins Fruchtwasser abgegeben hatte. Bei meiner Tochter wurde zwar nicht eingeleitet, aber ich bekam damals einen Wehentropf. Nach der Geburt habe ich zweimal gehört, dass da vielleicht ein Zusammenhang bestehen könnte. Das ist nicht belegt oder so, aber ich mag einfach nicht mehr Wehen künstlich antreiben... das ist für mich NOCH schlimmer als ein KS... die Ideallösung gibts wohl einfach nicht mehr...

Leider wurde auch die Diabetes sehr spät entdeckt bei mir... ansonsten hätte ich vielleicht noch einige Tage länger auf eine Spontangeburt hoffen können

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26. Februar 2015 um 20:16

Das tut mir leid,
dass du das so schlimm empfunden hast... ich kanns aber auch verstehen. Ich glaube gerade ein Not-KS kann einen total überrumpeln. Ich bin auch in psychologischer Beratung wegen der ersten Geburt. Für mich war mit am schlimmsten, dass ich die Kontrolle über die Situation komplett verloren hatte und mich extrem ausgeliefert gefühlt habe... ich stelle mir das bei einem Not-KS ähnlich vor...

Ich hoffe du findest bald einen Weg um mit der Sache abzuschliessen...

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27. Februar 2015 um 8:02

Ich bin pro ks
eine spontan geburt wird ja oft von schwangeren bevorzugt. aber wenn es wie bei deiner ersten geburt schwierigkeiten gab und die jetzige geburt auch ein risiko darstellt, sollte man es minimieren und einen geplanten ks vorziehen.
du musst da anders ran gehen an das thema ks, es IST eine geburt und je eher du es als richtige geburt annimmst , je besser wird der ks sein.
als risikopatientin hat man mir auch einen ks nahegelegt, ich hab gar nicht groß überlegt und es wie selbstverständlich akzeptiert. dementsprechend hatte ich eine schöne geburt, schnell und komplikationslos(mir wurde nur etwas schlecht).
am ende zählt nur, das es dir und kind gut geht. wenn deine hebamme und die ärzte dir zum ks raten , würde ich da gar nicht mehr groß drüber nachdenken.
du wirst es nicht bereuen, weil du das kleinere risiko eingehst. so viele frauen entbinden mit einem ks, erleben nie eine spontangeburt und sind trotzdem mit sich im reinem...definier dich bitte nicht über eine schöne spontangeburt. das ist am ende wirklich nebensächlich.

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