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10-jährigen selbst über OP entscheiden lassen?

29. September 2011 um 11:41

mein Sohn ist 10 Jahre alt und hat von Geburt an einen Tierfellnaevus(behaartes Muttermal)an der Stirn und auf dem Kopf,er wurde mit 3 Monaten schonmal operiert(abgeschliffen),wäre aber damals fast gestorben(großer Blutverlust)deswegen haben wir bis jetzt Abstand von einer erneuten OP genommen!
nun haben wir lange überlegt und mein Mann und ich sind beide der festen Überzeugung,das eine erneute OP das richtige wäre,vor allem bevor er nächstes Jahr auf eine weiterführende Schule kommt!Kinder können sooo grausam sein!
man sieht es immer noch sehr gut und er wird oft angeglotzt

er selber möchte aber auf keinen Fall operiert werden!kann ein 10-jähriger die Tragweite einer solchen Entscheidung überhaupt schon überblicken?vielleicht wird er mich irgendwann hassen,wenn wirs nicht machen lassen!

bei der OP müsste ein Expander an der gesunden Seite der Stirn eingesetzt werden um die Haut zu weiten,welche dann später über das vorher entfernte Muttermal gezogen wird!d.h.er müsste einige Wochen mit einem Horn an der Stirn rumlaufen

es besteht auch immer noch die Gefahr einer Entartung!

was meint ihr?sollten wir als 'Eltern über den Kopf unseres Kindes hinweg entscheiden?

lg Becky

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29. September 2011 um 11:49

Das ist sehr schwierig....
Als meine große Tochter in diesem Alter war, regte unser Hals-Nasen-Ohrenarzt an, wir sollten über eine tonsillektomie nachdenken bevor sie auf eine weiterführende Schule geht... durch die ständigen Mandelentzündungen hat sie viel Schulstoff verpasst und es war keine besserung in Sicht...
Meine Tochter wollte die OP auf keinen Fall, vorallem nicht weil sie gehört hat das sie 'länger' nicht ins Fußballtraining darf...
Wir haben uns trotzdem für die OP entschieden... wir haben aber nochmal mit ihr geredet und so quasi doch ne teilweise einverständniss bekommen...
Gibt es einen speziellen grund warum er die OP nicht will?

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29. September 2011 um 11:53

Er hat Angst
vr den Schmerzen und wegen des Expanders,er sagt er möchte das Muttermal behalten,weil er damit etwas besonderes wäre.....wir haben schon versucht ihm zu erklären,das er auch ohne etwas besonderes ist!aber er lässt sich auf keine Diskussion ein,er iust da richtig stur....nur lasern würde er zulassen!aber ob das den gewünschten Effekt bringt?

wir werden uns bald auch nochmal in der Klinik mit ihm zusammen ausführlich beraten lassen!

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29. September 2011 um 13:14

Erstmal
ich finde es richtig gut das er so damit umgeht, ich finde es aber auch super wichtig dass ihr ihm klar macht das er nicht deswegen etwas besonderes ist... (was ihr ja schon getan habt)
auch wenn das jetzt nämlich super selbstbewusst wirkt, es macht nicht seinen Charkater aus, das er ein Muttermal hat, das im Verdacht steht vielleicht bösartig zu werden...
auch wenn es in diesem alter wohl noch nicht so ist, später könnte diese einstellung durchaus gefährlich werden, sowas kann gut und gerne mal als ausrede funkieren (dass ist nur so weil ich anders bin)...

Das er angst vor den Schmerzen und dem Expander hat, ist nur verständlich... Aber gerade bei Eingriffen bei Kindern ist die Medizin doch schon so weit das man ihm wahrscheinlich alle, oder zumindest fast alles schmerzen nehmen kann... macht ihm das noch mal klar...
Aber er sollte nicht aus Angst nein zu dem Eingriff sagen...

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29. September 2011 um 15:28


Wenn es nur aus kosmetischen Gründen ist, dann lieber ihn entscheiden lassen.
Aber: wenn es um seine Gesundheit geht, mit ihm in Ruhe sprechen und es machen lassen.
Wenn es zu einer Entartung kommen kann, dann wird die OP dann ja noch schlimmer als die, die jetzt kommt!

Ich kann schon verstehen, dass es eine schwere Entscheidung ist, vor allem wenn es so über den Kopf von deinem Jungen hinweg ist.
Aber es wäre ja zu seinem Besten!

Ach ja, bezüglich des "Horns": vllt lässt sich das ja während der Ferien machen?

Kalzium und Süßi 6+0

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29. September 2011 um 16:19

Hi,
ich würde das Kind nicht entscheiden lassen.Klar,er hat angst vor den schmerzen.Aber das was Kinder psyschich machen können,ist viel schlimmer.Dessen kann er sich jetzt natürlich nicht bewußt sein. Auch wenn es sich gemein anhört(aber du weißt es wahrscheinlich selbst),wird er definitiv böse gehänselt werden.Gerade auf der Weiterführenden Schule fangen die fiesen Sachen erst an.Das würde ich meinem Kind ersparen!Ist zwar doof,es von hänseleien abhängig zu machen,aber er wird sicherlich leiden werden.
Ich hoffe,ihr findet eine richtige lösung.Vielleicht gibt es einige Methoden,die zur Auswahl stehen,wo er dann entscheiden kann...
Schöne Grüße!

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29. September 2011 um 20:39

Ohh
ein expander sieht natürlich nciht so schön aus

Aber ich würde es trotzdem machen.............später wird er auch dankbar sein!!

LG

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29. September 2011 um 20:40

Nachtrag!
Der junge ist 10

Also noch ein KIND!!

Natürlich kann man ihn NICHT selber entscheiden lassen!
Aber das ist meine meinung

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30. September 2011 um 8:36

Vielen Dank
für eure Meinungen!

hab gestern abend nochmal lange mit ihm gesprochen und er hat auch geweint er hat so Angst vor Schmerzen!
aber ich denke das lasern mehr wehtut!

wir werden uns wahrscheinlich in verschiedenen Kliniken beraten lassen,in Kassel soll ein sehr guter Arzt auf dem Gebiet sein!ist zwar ein weiter Weg,aber das ist es ja wert!der Expander könnte denk ich mal auch hier in Duisburg aufgefüllt werden!

werd euch auf dem laufenden halten

lg Becky

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30. September 2011 um 9:33

Bei meinem Sohn....
hatte ich eine ähnliche Situation.
Er hat stark abstehende Ohren und wurde oft gehänselt deswegen, sein Gesicht ist aber recht hübsch und die Haare sind lang.
Als es mit der Schule losging habe ich ihm das Angebot gemacht, seine Ohren operieren zu lassen. Er wollte es nicht. Er sagte, es sind seine Ohren und die sollen so bleiben wie sie sind. Ich habe es akzeptiert und war sogar stolz, dass er so kämpferisch war. Da war er 7 Jahre alt.
Damit war das Thema erstmal vom Tisch.
Es gab dann immer mal wieder Zeiten, wo er traurig war, dass seine Ohren so sind, aber er blieb bei seiner Meinung!
Jetzt ist er 14 und kommt in die Pubertät, vielmehr ist er mittendrin. Seit einem halben Jahr ist es nun wieder Thema, denn jetzt möchte er sie angelegt bekommen.
Er will wieder Kurzhaarschnitt tragen, er pflegt sich nun extrem ( ja, ja die Mädels ) und er ist jetzt bereit dafür, wie er selber sagt.
Am 2.11 ist nun OP Termin .

Mein Fazit aus dieser Situation: Wenn es sich um eine Schönheits-OP handelt, die eigentlich NICHT notwendig ist, sollte man sein Kind mit einbeziehen, in deinem Fall ist er ja schon 10, er kann sich ja jeder Zeit umentscheiden...

Ist die OP aber notwendig ( mögliche Entartung des Mals, etc) ist es wichtig, seine Zustimmung zu gewinnen, indem man ihn darüber aufklärt, schließlich wird ja an seinem Körper rumgeschnippelt.

Ich kann nur sagen, unterschätzt nie Kinder, die wissen meistens mehr, als sie uns vermitteln können . Mein Sohn hat es mir bestätigt, dass es gut war, wie wir das gehandelt haben und dass er diese Zeit bis zum Ja der OP einfach brauchte...

Vielleicht hilft es dir ja

Liebe Grüße

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30. September 2011 um 12:41

Also ich...
...bin bis vor einem jahr mit einer warze unter der linken augenbraue rumgelaufen. ich habe sie schon seit meiner pubertät (damals war sie ein wenig kleiner). ich habe immer damit leben können und auch mal nen spruch kassiert, aber es hat mich irgendwie nie getroffen. hab mich dann später immer mal wieder gefragt, ob ich's wegmachen lassen soll. irgendwie war mir das aber immer zu viel hantier. letztes jahr hab ich's dann doch machen lassen. hab echt ein paar tage gebraucht um den "verlust" zu verkraften. aber jetzt find ich's besser. zum punkt: lass es ihn selbst entscheiden. das ist ja schon ein ganz schön ätzender eingriff. und er muss das über sich ergehen lassen. wenn es ihn irgendwann wirklich stört, dann wird er schon kommen und den wunsch äussern!

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