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19 Monate alt will Namen schreiben!!!!

23. August 2010 um 23:58 Letzte Antwort: 24. August 2010 um 12:30

Guten Abend liebe Mamis und Papis-falls vorhanden

Vorsicht,ist echt lang,aber bitte lesen!!!

Es geht natürlich wieder um meine Prinzessin,es ist nix schlimmes passiert,aber ich muss zugeben dass ich noch etwas bin.

Und zwar entwickelt sich meine Tochter irgendwie zu schnell

Sie war zwar von Anfang an,motorisch wie geistig immer "weiter" als Altersgenossen und auch Ältere,aber das hat ja nichts zu sagen,jedes Kind entwickelt sich ja unterschiedlich!

Sie hat mit 7 1/2 Monaten angefangen zu sprechen,jetzt mit 19 Monaten kann man sich mit ihr besser unterhalten als mit den meisten 3 Jährigen!
Ihr Wortschatz hat die 500 Grenze auf jeden Fall schon geknackt,habe allerdings mit 16 Monaten bei 360 Wörtern aufgehört aufzuschreiben

Sie spricht meist klar uns verständlich(außer sie ist müde),
benutzt Plural,sämtliche Präpositionen,Konjunktionen übt sie im Moment.
Sie kennt alle Namen sämtlicher Freunde,Bekannte und Familie und sie benutzt die ich-Form

Worüber ich mich sehr freue ist,das sie seit über einem halben Jahr Bitte und Danke sagt und es natürlich immer im passenden Moment einsetzt.

Farben(gelb,rot,blau,grün,weiß und schwarz(Kontraste)) kann sie auch schon
Sie zählt von 1 bis 7,zählt aber manchmal ganz komisch!

Z.B. "1...7.........2.....7........ ...3..7........4.....7........ ...5....7.........6......7.... ....7..7"

So Sachen wundern mich schon manchmal,denke mir aber nix dabei.
Wenn es Mausi Spaß macht..soll sie doch

Ach ja,sie erzählt auch schon von ihren Träumen,heute Nacht hat sie von einer schnecke geträumt,die ihre Milch getrunken hat - fand sie aber nicht so witzig...

Sie war auch schon im ersten Fragealter mit:"Was ist das?"
Jetzt hat sie sich aber auf "waruuuuum?" spezialisiert,welches sie den ganzen Tag beliebig oft wiederholt,bis ich ihr alles Detailgetreu erklärt habe.


Kann Herzen,Strich-Enten.Blumen und sowas schon gut erkennbar malen.
Ach ja,Punkt Punkt komma strich-fertig ist das Mondgesicht kann sie auch.

Nora kann auch Tv,DvD-player etc. bedienen(also:mit Fernbedinung anschalten,dann auf,DvD rein,zu,play drücken)

Sie kann schon soooo viel und ich kann gar nicht alles aufschreiben....

Nur ist es jetzt so,das sie jetzt mit dem Schreiben anfangen will

Ich dachte erst,das sie sich das nur abguckt,aber Nora übt immer auf ihren Blättern zu schreiben und zu BUCHSTABIEREN!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!
Das macht sie den ganzen Tag,auch ohne Blatt!

Ihre Favoriten sind:

Mama
Opa
Nora
Papa

Als ich nach dem Malen eben ihre Blätter in die Malmappe machen wollte habe ich gesehen,das sie lauter M geschrieben hat.

Was soll ich denn nur tun?
Sollte ich das dem KiA mitteilen?
Wenn ja,was passiert dann?

Ich möchte einfach nur wissen,wie ich mit der Situation umgehen soll.
Ich habe ehrlich gesagt ein bischen Angst,warum weiß ich nicht.
Vielleicht das es in eine Richtung läuft,die für Nora nicht gut ist.
Und das möchte ich nicht.

Meine Mutter und Schwi-Mu haben heute mal wieder auf mich eingehämmert,ich würde mein Kind überfordern,deswegen hätte sie auch die Schlafstörungen etc. udn behaupten einfach ich würde mein Kind bedrängen sowas zu machen!

Was kann ich denn dafür????
das meiste hat sie sich selbst beigebracht und wenn mein Kind etwas wissen möchte,werde ich bestimmt nicht sagen:"du bist noch zu jung dafür,das darfst du noch nicht!"
Oder ich nehm ihr ihre Bauklötz weg,damit sie nicht mehr heimlich Farben üben kann

Und ablenken geht nicht und sehe ich auch irgendwo nicht ein.

Nora ist auch echt hartnäckig,gestern "musste" ich ewig lang Opa schreiben,immer und immer wieder.
Sie guckt dann immer genau wie ich den Stift halte und schreibe und sie malt die Sachen dann immer nach.

Gebe ich ihr ein frisches Blatt und verweigere mich,hat sie 10 Minuten später schon alles vollgeschrieben.

Außerdem wird sie voll zornig wenn sie etwas nicht kann oder schafft und übt dann bis sie es drauf hat,war von Anfang an so.


Oh Man,ich möchte nichts falsch machen,sie nicht über- oder unterfordern,ich selbst weiß wie das ist,durch meine Eltern,die zwar äußersten Wert auf gute Noten legten,aber nie wahrhaben wollten,dass ich nur so schlechte Noten hatte,weil es mich dermaßen gelangweilt hat.

Ach ja,musste mit 14 einen iq test machen,war in der Schule versetzungsgefährdet.
Das ging aber nicht von der Schule aus,sondern von meiner damaligen Ärztin,die mich durch eien Therapie gegen depressionen behandelte.
Sie kannte mich ja und konnte sich nicht vorstellen,das ich sitzen bleiben sollte.

Bei diesem Test schnitt ich mit knapp 130 ab.

Und was machten meine Eltern?

Genau-

Sie ließen mich erst sitzen bleiben und stuften mich dann auf die Realschule runter,auf der es dann mit meiner schulischen Karriere ganz den Bach runter ging.

Tut mir Leid das ich so weit ausgeholt habe,möchte mich nur richtig erklären.

Meint ihr meine <Tochter liegt mit ihrer Entwicklung noch im Rahmen oder ist sie wirklich sooo weit?
Und wenn ja,ist das schlimm?
Ist es nicht in Ordnung wenn sie das doch von sich aus macht!?

ich hab echt kein Plan mehr,wo das hinführen soll.


Nora fordert und fordert,die Muttis mischen sich schon ein und ich hab einfach nur Angst Noras Bedürfnissen nicht mehr gerecht zu werden,da es mir so vorkommt,als ob sie Nora stoppen wollten anstatt zu helfen und es keinen interessiert was mit meinem Kind ist-deswegen habe ich ja kürzlich erst den KiA gewechselt!


Puuuh,also erstmal Vielen Dank an Alle die sich den Roman auch durchgelesen haben und ich hoffe sehr,dass es noch andere Muttis mit diesem "Problem" gibt.


Viele Grüße und vielen Dank,
Sabrina








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24. August 2010 um 0:20

Hallo, Sabrina!
Also, Du solltest ja selber wissen, daß Du mit einem IQ von knapp 130 an der Grenze zu Hochbegabt stehst.
Scheint, als ob Deine Tochter da nach Dir kommt.
Das falscheste was Du jetzt machen kannst ist, das runterzuspielen und zu ignorieren.

Ich habe selber einen IQ von 128, meine Mutter ist aber vergleichsweise unschlau und hat das immer irgendwie runtergemacht, so nach dem Motto "Du bist nix besonderes, also halt die Klappe!".
Mein Vater, der einen IQ von über 130 hat, hat das aber nicht mitbekommen und ich glaub der ist pädagogisch auch eher so daneben, daß der nicht geschaltet hätte.

Das hat bei mir auch in Depressionen ausgeartet, ich hab zwar ein Abi gemacht, aber nie eine Ausbildung beendet, obwohl ich vieles angefangen habe.

Ich kann Dir nur raten, das ernst zu nehmen und Dich zu informieren wie und wo man Kinder fördern kann.

Guck mal hier, das habe ich gerade gefunden:
http://www.bmbf.de/pub/begabte_kinder_finden_und_foerdern.pdf

Vielleicht hilft Dir das weiter.
Ansonsten sprich wirklich mit dem KiA darüber. Ich habe eine Kinderärztin die auch IQ-Tests mit Kindern durchführt, vielleicht gibts bei Euch auch sowas? Diese Kinderärzte sollten dann ja wissen wie man dann weiter verfährt.

LG

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24. August 2010 um 11:13


holla die waldfee..und ich dachte immer mein kind wäre weit...
das was du beschreibst ist ja der hammer...
hmm,was man da machen kann???was sagt dir dein gefühl?
mir haben auch immer alle gesagt ,ich würde mein kind überfordern....aber was kann ich dafür,wenn sie sich sachen schnell merken kann und nachredet/nachsingt? am besten nurnoch stumm in der wohnung sitzen?! lol
ich selber konnte mit 4 schon schreiben.nur wurde meine intelligenz nie weitergehend gefördert,sodass ich irgentwann zm schulversager wurde...
gib deiner tochter die chance was aus ihrer begabung zu machen....förder sie...frag doch mal onkel google,nach nem hochbegabgten forum...vllt können die dir noch tipps geben

vlg mya+victoria 26 mon+Lauren 2 mon

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24. August 2010 um 11:39

Du bist nicht allein...
Liebe Sabrina,

und @all: Ich staune grade, wie schnell sich hier mehrere hochbegabte Frauen finden, die in ihrer Kindheit und Jugend "verkannt" wurden! Eure Mädels haben wirklich Glück, denn ihr werdet die Fehler eurer Eltern nicht wiederholen! *solidarisch bin*

- AAAlso: Liebe Sabrina, den Kinderarzt würde ich deswegen nicht extra aufsuchen, denn Hochbegabung ist erstmal keine Krankheit und muss auch als solche nicht therapiert werden. Wenn du einen Rat von mir willst: Nimm dein Kind, wie es ist, lass dich auf seinen Entwicklungsstand ein, und freu dich dran, solange es noch nicht in Kiga/Schule muss, denn da gehen die Probleme los (falls sie überhaupt losgehen; die allerüberwiegende Mehrheit der HBs kommt problemlos durch die Schule!!).

Schaff dir ein seeeehr dickes Fell an. Ganz gut gewirkt hat bei mir immer, wenn ich den allzu besorgten Mitmenschen mitgeteilt habe, dass ich ja nichts dafür kann, dass meine Kinder sind, wie sie sind. Dazu habe ich ein bemitleidenswertes Gesicht gemacht und geseufzt (und mir mein Teil gedacht). So konnte ich die Neiddiskussion ein bisschen eindämmen - denn es IST Neid und nichts anderes, wenn andere Leute dir zu verstehen geben, dein Kind sei "zu weit" und das sei "nicht gut".

Begabte Kinder geraten häufiger als andere in Konflikte mit ihrer Umwelt, weil sie das gefühl haben, nirgends dazuzugehören, einfach "nicht richtig" zu sein. Das KANN dann in Leistungsverweigerung, Depressionen etc. enden. Manche Faktoren hast du nicht in der hand. Du kannst für dein Kind aber ein "Rückzugsgebiet" sein, wo es sich verstanden und akzeptiert fühlen kann. Meinen Kindern tat und tut es gut, regelmäßig über ihre Position in der Gruppe zu reflektieren. Ich habe auch sehr früh mit ihnen über ihre Begabung gesprochen - ich finde, sie sollen wissen, warum sie "anders" sind, und ein gesundes Verhältnis dazu entwickeln, ohne in Überheblichkeit einerseits oder Selbstverleugnung andererseits abzudriften.

Noch ein Rat: Suche Kontakt zu "Gleichbetroffenen" im real life. Eine gute Adresse ist die DGhK (google), weil sie regional überall vertreten ist. Die haben auch Elternstammtische, die dir helfen werden - beim Verarbeiten, aber auch ganz praktisch bei der Suche nach Kindergärten, Schulen, Freizeitgruppen. Sie beraten dich auch, wann ein Test sinnvoll ist (jetzt noch nicht, vielleicht in 8 Jahren! Bis dahin gib das Geld für Bücher aus!!) Gönn deiner Tochter möglichst oft das vergnügen, mit "Gleichen" zusammenzusein, dann kann sie unverkrampft so sein, wie sie ist. (Sie ist zwar noch ziemlich jung, aber die Zeit vergeht schnell.) - Übrigens: An meinem Wohnort gibts via DGhK sogar einen Gesprächskreis für hb-Frauen zum Aufarbeiten der eigenen Vergangenheit, finde ich sehr wichtig.

Du siehst schon, ich könnte Romane darüber schreiben, ich habe mich im Laufe der Jahre sehr intensiv mit alledem auseinandergesetzt (bin selbst auch hb).

Ich wünsch dir alles Gute. Es gibt mehr HBs, als man denkt genauer gesagt (definitionsgemäß) 2 Prozent jedes Jahrgangs!

senecio

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24. August 2010 um 11:59

@chrissi
"ich hab mir dann immer eingeredet dumme menschen habens leichter, die machen sich nicht soviele gedanken...
" der satz könnte von mir sein...genau das hab ich mir auch immer eingeredet....

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24. August 2010 um 12:30


muhaha...ich konnte mich auch nie mit gleichaltrigen über "die wichtigen themen" des lebens unterhalten...
ich philosophierte über dinge wie:"sind aliens vllt menschen die ein loch im universum entdeckt haben und so in die weite vergangenheit reisen können?" (hab da so meine eigene ganz tolle theorie ^^)
da fingen gleichaltrige an ,sich für schminke und mode zu interessieren...naja...so what...

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