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Forum / Mein Baby

23+4

Letzte Nachricht: 18. September 2010 um 19:00
katharinaflorian
katharinaflorian
17.09.10 um 21:52

Hallo, es fällt mir nun wirklich sehr schwer etwas zu schreiben ohne gleich los zu weinen (Ich bin ein Mann aber ich habe nun zum erstenmal meine Gefühle seit der Geburt unserer Tochter gezeigt )

Es fing alles ganz Harmlos an, wir freuten uns das meine Frau schwanger war, und wo wir erwahren haben das es eine Tochter wurde habe ich mich noch mehr gefreut, ich hatte mir eine Tochter gewünscht. Aber Hauptsache sie soll gesund auf die Welt kommen.

Am 15.September schrieb meine Frau hier noch, dort hat sie gerade erfahren das sie eine Fruchtwasservergiftung hat. Außerdem (aber das wussten wir schon vorher) hatte sie Schwangerschaftdiabetes und leider das Help-Syndrom.

Am 16.September um 03:19Uhr kam unsere Tochter Ann-Sophie mit 490gr und 29cm auf die Welt. Sie liegt auf der Intensiv-Station und wird künstlich beatmet.
Man sprach uns zwar schon viel Mut zu und das sie es schaffen wird, aber die Angst kann uns keiner nehmen. Man weiß ja nie wann sie von uns gehen wird.

Ich habe meine wunderschöne Tochter bisher 2mal gesehen, meine Frau leider nur auf einem Foto.

Ich weiß echt nicht was ich tuen soll, wie soll ich bloß mit dieser Situation umgehen, wie soll ich mich gegenüber meiner Frau verhalten??
Ich bin sowas von am Ende, ich halte es einfach nicht lange im Krankenhaus aus, und habe Angst nicht nur meine Tochter sondern auch meine Frau zu verliehren.



Florian

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N
nada_12900785
18.09.10 um 19:00

Mut machen
lieber florian,

das tut mir leid für euch drei, daß ihr diese schwere zeit durchmachen müßt.

ich will dir und deiner frau aber ein bißchen mut machen:
meine tochter kam im juli auch als frühchen auf die welt. sie war zwar viel weiter und schwerer als eure ann-sophie, aber auf der frühchen-intensivstation waren ganz viele mäuse, die genauso klein und zart waren wie eure kleine.

und weißt du was? sie haben es ALLE (!!!) geschafft! die kleinen sind richtige kämpfer. was sie am meisten brauchen, sind eltern, die für sie da sind, an ihrem bettchen sitzen, mit ihnen reden (schon allen das hören der stimme von mama oder papa bringt da sehr sehr viel) - eltern, die an sie glauben und ihnen immer wieder mut zusprechen und viel geduld!

solang deine frau noch nicht kann, geh zu eurer kleinen, so oft du kannst, laß dich vom (wirklich sehr kompetenten und engagierten) pflegepersonal beraten was du tun kannst um eure kleine zu unterstützen und ihr gut zu tun.

nimm dir ruhig auch immer wieder mal eine auszeit für dich, geh mit freunden ein bier trinken, mal zum fußball oder tu einfach irgendwas, was dir gut tut - das gibt wieder kraft um danach von neuem für deine ann-sophie da zu sein.

ihr schafft das! die kleine ist medizinisch bestimmt in den allerbesten händen, und ihr beiden könnt ihr wunderbar beistehen - und das schafft eine bindung, die ihresgleichen sucht.

ich schicke euch mut und kraft!!!

tina mit nathalie carolina, geboren 27.7.10, 32+2, 1980 gramm

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