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2jähriger und Erziehung

25. August 2015 um 12:39

Hallo Ihr lieben Mamis,

mich würde mal interesiieren, wie Ihr das so handhabt.
Mein kleiner Zwucki ist im Juli zwei geworden und eigentlich insgesamt ein recht liebes Kind.

Natürlich versucht aber trotzdem jetzt verstärkt, seinen Kopf durchzusetzen und sein eigenes Ding zu machen. Ist im grunde ja auch okay, aber manche Sachen gehen halt einfach nicht.

Ich versuche, keine inflationäre Neinsagerin zu sein, weil ich glaube, dass die Ohren dann irgendwann auf Durchzug stehen und außerdem sind viele Dinge ja auch in Ordnung, die die Kleinen so "anstellen" wollen, auch wenn es vielleicht für uns ein bißchen ungemütlich ist.

Ich möchte aber (nur als Beispiel) nicht, dass er sich beim Essen aus seinen Hochstuhl stellt. mache eine Ansage "setz Dich hin", Kind bleibt stehen und sagt "nein". Zweite Ansage "dann bist Du fertig mit Essen und mußt runter". Kind sagt "ich (f)ertig ge(g)essen" und steigt ab. Hab ich aber eigentlich verloren, denn ich wollte ja, dass er noch was isst.

Zweites Beispiel: Kind räumt alle Spielsachen aus. Holt noch ein Spiel raus, ich sage "räum bitte vorher xyz weg". Antwort "nein". Zweite Ansage "räume das und das bitte vorher weg sonst können wir mit dem neuen Spiel nicht spielen". "Nein."

Ich finde es einfach schwierig mich da durchzusetzen.
Egal, wo man liest, ist es immer das Gleiche, wie rede ich am besten mit meinem Kind, wie de-eskaliere ich etc.
Aber wie ich mich in konkreten Situationen wirklich durchsetze, wenn das Kind einfach nicht tut, was ich möchte, kann ich nirgends ersehen

Wie macht Ihr das?

Liebe Grüße
Katzus

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25. August 2015 um 12:51

Hallo, meine
Liebe! Schön, dich zu lesen!
Das mit der inflationären Nein-Sagerin find ich gut, denn du hast recht, dass Kinder dann irgendwann auf Durchzug stellen. Ich sag wirklich nur Nein, wenn es gefährlich wird! Zu der Situation beim Essen: 2 Ansagen reichen nicht! Lass die Konsequenz "dann bist du wohl fertig und musst aufstehen" weg, denn du möchtest ja, dass er noch etwas isst und sitzen bleibt.
Meine Tochter ist Weltmeisterin in Hochstuhlstunts, und ich inzwischen Weltmeisterin im "bleib bitte sitzen; das ist gefährlich" "setz dich hin und häng dich bitte nicht kopfüber vom Stuhl" Gesage.
Sie steht auf, ich setze sie wieder hin. Gefühlte 209 mal hintereinander. Aber sie isst und sitzt, und ich muss nicht befürchten, dass sie sich vom Stuhl ins Fleischfresser stürzt.
Bleib einfach beim Ball und nenn keine Konsequenzen, die du nicht durchziehen willst.

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25. August 2015 um 12:55
In Antwort auf kamala_11901399

Hallo, meine
Liebe! Schön, dich zu lesen!
Das mit der inflationären Nein-Sagerin find ich gut, denn du hast recht, dass Kinder dann irgendwann auf Durchzug stellen. Ich sag wirklich nur Nein, wenn es gefährlich wird! Zu der Situation beim Essen: 2 Ansagen reichen nicht! Lass die Konsequenz "dann bist du wohl fertig und musst aufstehen" weg, denn du möchtest ja, dass er noch etwas isst und sitzen bleibt.
Meine Tochter ist Weltmeisterin in Hochstuhlstunts, und ich inzwischen Weltmeisterin im "bleib bitte sitzen; das ist gefährlich" "setz dich hin und häng dich bitte nicht kopfüber vom Stuhl" Gesage.
Sie steht auf, ich setze sie wieder hin. Gefühlte 209 mal hintereinander. Aber sie isst und sitzt, und ich muss nicht befürchten, dass sie sich vom Stuhl ins Fleischfresser stürzt.
Bleib einfach beim Ball und nenn keine Konsequenzen, die du nicht durchziehen willst.

Messer
Fleischmesser, nicht Fleischfresser...

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25. August 2015 um 13:01
In Antwort auf kamala_11901399

Hallo, meine
Liebe! Schön, dich zu lesen!
Das mit der inflationären Nein-Sagerin find ich gut, denn du hast recht, dass Kinder dann irgendwann auf Durchzug stellen. Ich sag wirklich nur Nein, wenn es gefährlich wird! Zu der Situation beim Essen: 2 Ansagen reichen nicht! Lass die Konsequenz "dann bist du wohl fertig und musst aufstehen" weg, denn du möchtest ja, dass er noch etwas isst und sitzen bleibt.
Meine Tochter ist Weltmeisterin in Hochstuhlstunts, und ich inzwischen Weltmeisterin im "bleib bitte sitzen; das ist gefährlich" "setz dich hin und häng dich bitte nicht kopfüber vom Stuhl" Gesage.
Sie steht auf, ich setze sie wieder hin. Gefühlte 209 mal hintereinander. Aber sie isst und sitzt, und ich muss nicht befürchten, dass sie sich vom Stuhl ins Fleischfresser stürzt.
Bleib einfach beim Ball und nenn keine Konsequenzen, die du nicht durchziehen willst.

Hallo Thilda
Jo, hab grad auf der Arbeit mal wieder ein bißchen Zeit

Genau das versuche ich, ben keine Konsequenzen anzudrohen, die ich nicht einhalte...
Aber WAS genau ist denn eine "androhbare" Konsequenz?

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25. August 2015 um 13:18
In Antwort auf katzus2010

Hallo Thilda
Jo, hab grad auf der Arbeit mal wieder ein bißchen Zeit

Genau das versuche ich, ben keine Konsequenzen anzudrohen, die ich nicht einhalte...
Aber WAS genau ist denn eine "androhbare" Konsequenz?

Ich muss
zugeben, dass ich nichts von angedrohten Konsequenzen halte. Also; ich finde dieses: "wenn, dann" nicht sinnvoll. Ich möchte, dass mein Kind etwas bleiben lässt; was auch immer. Dann überlege ich tatsächlich erstmal, warum ich das möchte. Ist es, weil es mich nervt, weil "man" das nicht macht, ist es gefährlich...und dann überleg ich, ob ich wirklich eingreifen muss.
So; bin ich zu der Überzeugung gelangt, ich muss eingreifen, dann nehme ich sie aus der Situation, erkläre und labere mich dusselig immer und immer wieder. Bei der Hochstuhlsituation klappt das inzwischen ganz gut. Durch mein permanentes Erklären und Eingreifen ( glaub mir, das geht auf die Nerven)reicht ein:" XY bitte", und sie setzt sich tatsächlich wieder hin.
Durch diese Konsequenzen gerätst du nur in Handlungsnot. Du willst ja gar keine durchführbare Konsequenz durchziehen, sondern du willst, dass dein Sohn sitzen bleibt. Verstehst du?

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25. August 2015 um 13:24
In Antwort auf kamala_11901399

Ich muss
zugeben, dass ich nichts von angedrohten Konsequenzen halte. Also; ich finde dieses: "wenn, dann" nicht sinnvoll. Ich möchte, dass mein Kind etwas bleiben lässt; was auch immer. Dann überlege ich tatsächlich erstmal, warum ich das möchte. Ist es, weil es mich nervt, weil "man" das nicht macht, ist es gefährlich...und dann überleg ich, ob ich wirklich eingreifen muss.
So; bin ich zu der Überzeugung gelangt, ich muss eingreifen, dann nehme ich sie aus der Situation, erkläre und labere mich dusselig immer und immer wieder. Bei der Hochstuhlsituation klappt das inzwischen ganz gut. Durch mein permanentes Erklären und Eingreifen ( glaub mir, das geht auf die Nerven)reicht ein:" XY bitte", und sie setzt sich tatsächlich wieder hin.
Durch diese Konsequenzen gerätst du nur in Handlungsnot. Du willst ja gar keine durchführbare Konsequenz durchziehen, sondern du willst, dass dein Sohn sitzen bleibt. Verstehst du?

Verstehe ich total
genau so sehe ich das auch.

Bei ganz vielen Dingen sage ich gar nicht neien, weil ich weiß dass es eigentlich nicht verboten werden muss. Nur weil es mich nervt oder Unordnung macht etc. muss ich es nicht verbieten.

Und weill ich eben nicht in diesen zugzwang geraten will, würde ich auch so Dinge wie stille Treppe o.ä. gar nicht in Erwägung ziehen, weil das durchzusetzen noch schwieriger werden würde.

Ich frage mich nur manchmal, ob man völlig ohne Konsequenzen aus kommt...
Es gibt tatstächlich Situationen, wo Leo auch nach dem 672567832 Mal nicht hört. Und das nervt mich einfach.

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25. August 2015 um 13:41
In Antwort auf katzus2010

Verstehe ich total
genau so sehe ich das auch.

Bei ganz vielen Dingen sage ich gar nicht neien, weil ich weiß dass es eigentlich nicht verboten werden muss. Nur weil es mich nervt oder Unordnung macht etc. muss ich es nicht verbieten.

Und weill ich eben nicht in diesen zugzwang geraten will, würde ich auch so Dinge wie stille Treppe o.ä. gar nicht in Erwägung ziehen, weil das durchzusetzen noch schwieriger werden würde.

Ich frage mich nur manchmal, ob man völlig ohne Konsequenzen aus kommt...
Es gibt tatstächlich Situationen, wo Leo auch nach dem 672567832 Mal nicht hört. Und das nervt mich einfach.

Ich weiß, was
du meinst... Bei uns ist das "Blumenerde fressen" ja... Fressen!!! Nicht schädlich, nervig für mich, weil der ganze Schmodder um die Pflanze verteilt ist und die Kleine den ganzen Dreck im Mund hat und mit Spucke zu einem Brei vermanscht, der dekorativ auf ihrem Shirt klebt... Ätzend, aber eigentlich kein Drama.
Ich kann's aber nicht mehr ertragen!
Da handele ich nicht nach meiner Überzeugung und erkläre und mache und tue, sondern ich nehme ihr die Erde aus der Faust und hindere sie daran, das Zeug zu essen und halte sie fest, bis ihr Anfall vorbei ist.
Du legst Wert darauf, dass Spiel A weg geräumt wird, bevor Spiel B kommt, dann besteh drauf! Ganz entgegen deiner Überzeugung, dein Kind machen zu lassen. Demokratie bedeutet ausgewogene Verhältnisse, und dann bist du eben mal dran mit der Ansage!

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25. August 2015 um 16:59

Meiner ist gerade zwei geworden...
Wenn er auf dem Hochstuhl aufsteht, bitte ich ihn sich wieder zu setzen. Wenn er sich weigert, hat er halt fertig gegessen. Er versteht genau was ich sage und kennt die Konsequenz. Wenn er hunger hat, steht er nicht auf oder setzt sich wieder hin.

Und aufräumen muss er in dieser Situation nicht alleine, aber er muss mithelfen.

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27. August 2015 um 9:27

Danke für Eure Antworten
...ich glaube, ich habe mich ein wenig mißverständlich ausgedrückt.

Slebstverständlich sind alle Kinder anders und man kann keine Gebrauchsanleitung erwarten, ich dachte nur an ein paar Tips.

ich erwarte auch nicht, dass Leo seine Spielsachen alleine wegräumt, selbstverständlich helfe ich immer dabei und wir machen es zusammen. Wenn er es denn macht.

Und ja, ich habe mittlerweile auch festgestellt, dass die ganze Hampelei am Esstisch erst anfängt, wenn er eben nicht mehr so richtig Hunger hat. Und dasnn ist er jetzt eben einfach fertig.

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