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Aaaargh - meine 14jährige sieht aus wie ein Klobesen

11. März 2015 um 11:44

Hallo!

Hat hier jemand zufällig auch einen Teenie daheim? Bräuchte mal guten Zuspruch und eine zündende Idee.

Es geht darum, dass ihr eine Mitschülerin nach der Schule ihre langen Haare abgeschnitten hat.
Ausgangsfrisur war ein Sidecut, die 'lange Seite' ging bis unter die Brust.
Jetzt: die 2. Seite auch teilweise abrasiert, oben und hinten etwa kinnlang.
Hoffe, man kann sich das irgendwie vorstellen, wie ne Art Iro, nur total verschnitten und ungleichmäßig.

Ich weiß nicht, was meine Tochter und das Mädel sich dabei gedacht haben.
Meine Große findet's auch noch 'cool'.
Dabei sieht sie aus wie ein Klobesen, und das ist noch untertrieben!

Zu allem Übel hat sie am Freitag ein Vorstellungsgespräch für eine Schnupperlehre (Verkauf).
Sie sieht auch keinen Grund zum Frisör zu gehen, um das Missgeschick zu korrigieren. *heul*

Hat jemand eine Idee, wie ich sie dazu bringe, das Drama ausbessern zu lassen?
Wobei ich mir nicht mal sicher bin, was da noch zu retten ist oder ob es nur mehr geht wie Demi Moore in GI Jane.

Danke für's Lesen!
LG

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11. März 2015 um 11:50

Lass sie erst mal damit morgen zur schule gehen
vielleicht kriegt sie ja genug negative resonanz und will freiwillig dann zum friseur. was dann dabei rauskommt, wird dann hoffentlich nicht gi jane sein.vielleicht kann der friseur etwas retten.hat sie eine lieblingstante oder eine deiner freundinnen auf die sie hören würde? mütter sind ja immer so uncool oder haben keine ahnung.

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11. März 2015 um 11:52


Ähm ok...alle anderen Geschwister um Sie rumstehen lassen und auslachen???( ok da steckt keine Pädagogik dahinter)

Es ignorieren und Sie Ihre Erfahrungen machen lassen???

Es "cool" finden,so das die Rebellion abklingt? Und was neues her muss???

Mehr fällt mir jetzt auch nicht ein auf die schnell...

Aber du hast echt mein Mitgefühl!

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11. März 2015 um 11:54

Es wird
dir nicht weiter helfen, aber ich muss gerade soooo lachen!!! NOCH bin ich für den Haarschnitt meiner Tochter verantwortlich (10,5 Monate), ABER...
Meine Schülerinnen in dem Alter kommen auch mit Frisuren an, für die ich jeden Friseur verklagen würde, aber sie finden es cool, und ich hab NULL Ahnung und bin eh spießig!
Ich denke, dass Arbeitgeber die wildesten Outfits und Stylings gewöhnt sind: da solltest du dich entspannen, selbst wenn du deine Tochter nicht mehr dazu überredet bekommst, nachbessern zu lassen!
Nur die Ruhe...

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11. März 2015 um 11:57

Ich kann
mir das nur bedingt vorstellen. Wie weit haben sie es denn abrasiert? Es gibt doch schicke und freche Kurzhaarfrisuren, bei denen die Seiten und der Hinterkopf rasiert werden. Ich weiß nur nicht, wie man hier Bilder einfuegt. Das ist jetzt das Alter in dem die Maedels Dinge im Internet sehen, es ausprobieren und nicht kapieren wie schrecklich sie eigentlich aussehen. Das habe ich auch durch und fuer meine Teeniefotos koennte ich mich ohrfeigen. Vielleicht bietest du ihr an, dass sie sich beim Friseur austoben darf. Schnitt, Farbe, Straehnchen... das kostet ja und das hat bei mir auf jeden Fall gezogen.

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11. März 2015 um 12:13

Ad Schule
Hier in Ö hat man 9 Pflichtschuljahre.
4 Jahre Volks(Grund)schule
4 Jahre Gymnasium/Neue Mittelschule oder Hauptschule und dann entweder:
Gym Oberstufe
eine weiterführende Schule (entwd. 3 od. 5jährig)
oder eben PTS (Polytechnische Schule, 1 Jahr, danach Lehre).
Letzteres macht meine Große. Sprich: sie ist mit 15 mit der Schule fertig und ab Sept. fängt die Lehre an. Außer sie entscheidet sich dann doch noch spontan um und besucht eine weiterführende Schule.

Auch da rebelliert sie. Sie möchte arbeiten und ihr eigenes Geld verdienen.
Schulbank drücken, Matura (Abitur), Studium = nur was für Streber und uncool....

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11. März 2015 um 12:31


Habe zwar nicht wirklich einen Tipp für dich, aber deine Beschreibung hat mich gerade zum Lachen gebracht und an meine eigenen Frisuren- und Modesünden erinnert
Ich schließe mich aber den anderen an und denke, je mehr du nun auf sie einredest umso mehr wird sie auf stur schalten. Vielleicht mit ihr gemeinsam coole Sidecut Frisuren Bilder anschauen und dann hoffentlich doch zum Friseur deines Vertrauens
Viel Glück!

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11. März 2015 um 12:39
In Antwort auf ladeeluck13

Ad Schule
Hier in Ö hat man 9 Pflichtschuljahre.
4 Jahre Volks(Grund)schule
4 Jahre Gymnasium/Neue Mittelschule oder Hauptschule und dann entweder:
Gym Oberstufe
eine weiterführende Schule (entwd. 3 od. 5jährig)
oder eben PTS (Polytechnische Schule, 1 Jahr, danach Lehre).
Letzteres macht meine Große. Sprich: sie ist mit 15 mit der Schule fertig und ab Sept. fängt die Lehre an. Außer sie entscheidet sich dann doch noch spontan um und besucht eine weiterführende Schule.

Auch da rebelliert sie. Sie möchte arbeiten und ihr eigenes Geld verdienen.
Schulbank drücken, Matura (Abitur), Studium = nur was für Streber und uncool....

PS
Die Schnupperlehre oder auch berufsprakt. Woche genannt, ist verpflichtend, wenn man die PTS besucht.

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11. März 2015 um 12:48

Danke für die vielen Antworten!
Ich denke, Ihr habt recht.
Es ist wahrscheinlich wirklich so, dass sie 'auf die Nase fallen' muss und je mehr ich auf sie einrede, umso mehr wird sie auf stur schalten.

Mal sehen, was sie sagt, wenn sie heute Nachmittag heim kommt bzw. wie es sich in den nächsten Tagen so entwickelt.

PS: Gelächter von den Geschwistern gab es schon als sie gestern so nach Hause kam. Hat sie nicht beeindruckt.

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11. März 2015 um 13:09

Mach auf jeden Fall
ein Foto!!! Dann kannst du es ihr in 10 Jahren zeigen und ihr lacht euch beide darüber kaputt ))

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11. März 2015 um 13:14

@ lise
Die beiden Seiten sind abrasiert, bis auf ca. 6 mm, oben und hinten lang - etwa Kinnlänge, allerdings nicht gleichmäßig - kein Wunder, wenn man mit einer Rasierklinge (!) rangeht.
Im Moment sieht es aus wie bei den Leningrad Cowboys. LOL

Sowas wie bei Miley Cyrus od. Pink müsste die Frisörin hinbekommen...

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11. März 2015 um 13:48

Wenn sie den Job
so nicht bekommt, muss sie da wohl durch.
LG

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11. März 2015 um 19:02

@primus
Tja, ich kann sie schlecht auf eine höhere Schule 'prügeln', wenn Du weißt, was ich meine.
Was bringt es, wenn ich sie - gegen ihren Willen - an einer höheren Schule anmelde, sie dann aber nicht hingeht?
Gut zugeredet haben ihr viele aus dem Freundes- und Bekanntenkreis, der Beratungslehrer, ich als Mama sowieso.
Sie hatte bisher immer Bestnoten, also definitiv das Potential mehr aus ihrem Leben zu machen.
Glaube mir, mir wäre es auch lieber, dass sie einen ähnlichen Weg wie ich geht (Matura, Studium)...

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11. März 2015 um 21:08

Zwingen bringt doch gar nichts!!
Dann lernt sie in der Schule eben nicht und fällt durch. Ein Jahr war für die Katz und der Frust ist groß.

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11. März 2015 um 21:19

Mein Gott primus
das Mädel ist 15 und nicht für alle Zeit verloren, nur weil es jetzt eine Lehre zur Verkäuferin machen will. Sie hat noch realistischerweise an die 50 Jahre Zeit, mehr zu erreichen. Vielleicht will sie auch nicht mehr und ist glücklich mit ihrer Verkäufer-Lehre. Wer weiß? Du kannst Teenies nicht zwingen oder einfach an einer Schule anmelden. Die haben auch einen eigenen Willen und eine feste eigene Meinung. So einfach wie du das hier hinstellst ist es nicht.

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11. März 2015 um 21:21

Primus wieder
Was ist denn das für eine beschissene Antwort

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11. März 2015 um 21:22

Lass sie
Sie wollen sich ausprobieren und rumtesten. Ist doch nichts schlimmes und Haare wachsen nach. Meine ist nun 21 und kann über ihre Frisursünden im Alter von 14-18 selbst lachen

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11. März 2015 um 21:28

Schöne Menschen sind nie hässlich!
Und wie viele anderen hier schon schrieben: Je mehr du dagegen redest, umso mehr Widerstand wird da in ihr wachsen.
Meine Große fände das auch cool, traut sich nur nicht richtig. Mich würde das echt nicht kratzen. Sie meint, dass es voll ätzend ist, dass sie nie ein richtiger Punk sein kann, weil wir als Eltern viel zu cool sind. Zu wenig Rebellionspotential
Kürzlich meinte sie: "Ich lass mir einen Iro schneiden!"
Mein Mann nur: "Mach mal! Hast einen schönen Hinterkopf, das sieht bei Dir bestimmt cool aus!"
Ich: "Jaaaa! Ich hätte das auch gerne mit 15 gedurft!"
Und irgendwo sind wir bei diesen Aussagen schon auch ehrlich, auch wenn die Vernunft sagt "Was sollen die Leute denken, verbau dir das nicht, etc."
Sie ging zum Friseur und kam ohne Iro wieder. Wir haben auch nicht darauf insistiert, um ja keine "Boah, die trauen mir das nicht zu, also mach ich das jetzt doch!"-Reaktion auszulösen. Was sollen denn die Leute denken???????????

Aber Fakt ist: Haare wachsen nach und wenn sie deshalb das Praktikum nicht bekommt, ist das doch im Hinblick auf den Verbleib auf der Schule gar nicht sooo verkehrt. Wird ja dann vielleicht als Alternative doch wieder interessant....
Und in der Hinsicht würde ich eben Druck machen: Entweder Lehre oder Schule oder hartes Brot zu Hause....
Du wirst die Frisur bald lieben! Da bin ich mir sicher!!!

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11. März 2015 um 23:15

Naja als ob es jetzt einfacher wäre,
Wenn man entgegen den Willen des Kindes handelt.
Und wie gesagt, vielleicht wird sie auch glücklich damit. Du tust gerade so, als sei man für immer verloren, wenn man nicht studiert und eine einfache Lehre macht, aber das ist doch Quatsch. Man braucht auch Menschen, die ganz normale Berufe lernen und ausüben. Es geht nicht immer ums große Geld und als Studierter hat man es wie gesagt nicht immer einfacher.

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12. März 2015 um 5:55

Mit 15 Jahren
Habe ich mir den Kopf abrasieren lassen... Ich tat es, weil ich immer sehr lange Haare hatte u es ausprobieren wollte. Als ich heim kam, hat mich mein Vater nicht erkannt u Mutter sagte: spitze! Du siehst wie ein Mann aus. Jetzt brauchen wir uns keine Sorgen mehr wegen Jungs zu machen... taktisch sehr klug. Ab dann ließ ich meine Haare wieder wachsen.
Ich würde ihr keine Lehre erlauben. Wenn Sie mit Abi fertig ist, dann bitte sehr. Ansonsten wenn man zu viel Energie hat, dann soll sie in aller Früh Regale einräumen und in den Ferien e Praktikum im Kinderheim etc. machen.

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12. März 2015 um 7:14

UDas mit den dummen Slrüchen
Erledigst du wie immer zuverlässig von selbst
Ansonsten gilt das, was ich schon zu dir gesagt habe. Das muss ich jetzt aber nicht jeder aufs Brot schmieren.

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12. März 2015 um 7:15
In Antwort auf kokomooo

UDas mit den dummen Slrüchen
Erledigst du wie immer zuverlässig von selbst
Ansonsten gilt das, was ich schon zu dir gesagt habe. Das muss ich jetzt aber nicht jeder aufs Brot schmieren.

Sprüche
....

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12. März 2015 um 7:47
In Antwort auf ladeeluck13

@primus
Tja, ich kann sie schlecht auf eine höhere Schule 'prügeln', wenn Du weißt, was ich meine.
Was bringt es, wenn ich sie - gegen ihren Willen - an einer höheren Schule anmelde, sie dann aber nicht hingeht?
Gut zugeredet haben ihr viele aus dem Freundes- und Bekanntenkreis, der Beratungslehrer, ich als Mama sowieso.
Sie hatte bisher immer Bestnoten, also definitiv das Potential mehr aus ihrem Leben zu machen.
Glaube mir, mir wäre es auch lieber, dass sie einen ähnlichen Weg wie ich geht (Matura, Studium)...

Sag ihr,
Dass sie sonst für einen Hungerlohn schuften muss.
Hat sie schon mal einen Ferienjob gemacht?
LG

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12. März 2015 um 8:24

Soll sie mal erst praktikas machen
r haben und sehen wie das ist. danach kann man immer noch gut zureden, das frau mit abitur und studium besser bezahlte und auch bessere jobs kriegen kann.
in dem alter hat man nicht unbedingt ahnung von der arbeitswelt da draussen. vielleicht gefällt es ihr im verkauf doch nicht und sie kommt von allein darauf das schule doch die bessere wahl ist. in dem alter will man zu nichts gedrängt werden. du solltest deswegen schauen sie soweit schon entscheiden zu lassen , aber nur mit der voraussetzung das sie zb in den ferien jobben geht um sich überhaupt ein bild von arbeiten zu machen.grade wenn sie es drauf hat, solltest du sie motivieren...was man so alles mit abitur und studium machen kann. mit einfachem abschluss bleibt frau heutzutage in der regel immer im niedriglohnsektor bzw hat sie kaum noch aussichten auf einen guten ausbildungsplatz.
zb grundschullehrerin ...zeig ihr die vorzüge auf...gute arbeitszeiten, wochenende frei,ferien , recht gute bezahlung, gut mit familie vereinbar...im gegenzug verkäuferin....schlechter bezahlt, körperlich anstrengend, früh und spätdienste, auch samstags, urlaubsstopp zb zwischen weihnachten und sylvester, überhaupt muss man im verkauf oft am 24.12 und 31.1 arbeiten , wenn alle anderen frei haben.appelier an ihre vernunft und das sie auch weiter denken soll, wenn sie mal eigene kinder hat...ihnen ja auch vieles ermöglichen will...

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16. März 2015 um 8:31

Ach, noch so viele Antworten
Danke!

Update: Sie hat sich von meinem Lebensgefährten die Haare machen lassen. Er ist zwar kein Frisör, aber er hat das super hinbekommen und jetzt sieht die Frisur sogar gut aus.

Sie hatte Freitag ja das Vorstellungsgespräch für die berufspraktische Woche/Schnupperlehre und wurde genommen.
Mal sehen, ob ihr das gefällt, unentgeltlich zu arbeiten bzw. überhaupt die Arbeit an sich...

ad Schule/Abitur/Lehre:
Ich persönlich bin nicht der Meinung, dass sie sich ihre Zukunft versaut, falls sie jetzt 'nur' eine Lehre macht.
Sicherlich wäre mir es anders lieber, also Schule, Abitur und evt. Studium.
Zwingen kann und werde ich sie dazu jedoch nicht. Das bringt mM nach gar nichts und ist eher kontraproduktiv.

Sie hat jetzt mal von sich aus nachgefragt, wie das mit 'Lehre mit Matura' aussieht. Hat mich doch etwas überrascht.
Weiß nicht, ob es dieses Modell auch in DE gibt. Hier in Ö ist es seit ein paar Jahren möglich. Man macht die Lehre und nebenbei das Abitur (ist zwar nur in Deutsch, Mathe, Englisch sowie einem berufsbezogenen Fachgebiet, berechtigt aber wie das Abitur einer höheren Schule zum Studium an einer Fachhochschule oder Uni).
Das bedeutet zwar, dass man quasi im Dauereinsatz ist - Lehre, neben der Berufsschule noch an einer höheren Schule die Schulbank drücken, etc., aber dann hätte sie neben dem Lehrabschluss auch das Abitur in der Tasche.
Sie klang sehr interessiert.
Ist doch schon mal was!

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16. März 2015 um 18:58

Ach
gott wie dumm und was weiß ich was, ich und meine beiden Schwestern und mein fast gesamtes Umfeld sein müssen, da wir alle kein Abi haben und stellt euch vor wir verdienen zum Teil mehr als so manch einer mit Abi. Ein schlechtes Abi bringt dir nämlich auch herzlich wenig

Lass deine Tochter machen was sie machen will. Was bringts wenn man sie zum Abi prügelt und sies dann vermassselt oder mit ach und krach besteht und dann immer noch keine Lust aufs studieren hat oder eben keinen Platz findet. Auch ohne Abi kann aus einem was werden.

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16. März 2015 um 19:20
In Antwort auf toniama

Ach
gott wie dumm und was weiß ich was, ich und meine beiden Schwestern und mein fast gesamtes Umfeld sein müssen, da wir alle kein Abi haben und stellt euch vor wir verdienen zum Teil mehr als so manch einer mit Abi. Ein schlechtes Abi bringt dir nämlich auch herzlich wenig

Lass deine Tochter machen was sie machen will. Was bringts wenn man sie zum Abi prügelt und sies dann vermassselt oder mit ach und krach besteht und dann immer noch keine Lust aufs studieren hat oder eben keinen Platz findet. Auch ohne Abi kann aus einem was werden.

Auch mit einem
mittelmässigen Abi kann man gut verdienen. Kommt immer darauf an, was man daraus macht.
die meisten Realschüler, die ich kenne, krebsen gerade mal mit 1500,-- netto rum.
wenn man nicht gerade Papas Firma übernimmt, sieht es mit mittlerer Reife bei vielen Jobs nicht toll aus. nichtmal in eine Bank kommt man heutzutage ohne Abitur mehr rein.
LG

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16. März 2015 um 19:22

Spätestens nach Ende der Ausbildung
macht sie freiwillig mit der Schule weiter, war bei meinen Verwandten so

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16. März 2015 um 19:38
In Antwort auf strawberryfieldxxx

Auch mit einem
mittelmässigen Abi kann man gut verdienen. Kommt immer darauf an, was man daraus macht.
die meisten Realschüler, die ich kenne, krebsen gerade mal mit 1500,-- netto rum.
wenn man nicht gerade Papas Firma übernimmt, sieht es mit mittlerer Reife bei vielen Jobs nicht toll aus. nichtmal in eine Bank kommt man heutzutage ohne Abitur mehr rein.
LG

Naja
je nach dem welches Bundesland sind 1500 nicht soo schlecht. Man kann auch bei uns noch mit nem Realabschluss nen stink normalen Burokauffrau Beruf z.b. machen oder auch als Mechatroniker gibts hier auch noch ohne Abi. Frag mich was die zig 1000 Realschüler jedes Jahr bei uns machen, sind wohl kaum alle arbeitslos oder haben ne Lehre bekommen wo man nix verdient. Das man dann eben Fortbildungen machen muss wenn man was erreichen will muss man aber genauso mit Abi machen. Ich sehs an meiner einen Schwester, erst ne Ausbildung gemacht, dann umgeschult und Bilanzbuchhalter bei der IHK gemacht und sie hatte nur nen Hauptschulabschluss. Mag sein das es früher anders war, aber auch heute gibt es noch genug Berufe wo man kein Abi benötigt. Gibt aber auch Menschen, so wie ich, die gar keine Karriere machen wollen und mit nem normalen Job zufrieden sind und kein Abteilungsleiter sein wollen.

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16. März 2015 um 20:27

Sorry
Für das kurze OT: aber mich regt es auf, dass so viele ihre Kinder unbedingt so aufs Abi trimmen. Natürlich ist es schön, wenn das Kind Spaß daran hat. Aber es können nun mal nicht alle Abi machen und auch nicht alle studieren. Es bringt keinem was wenn sich das Kind unglücklich mit ach und Krach durchs Abi schufftet oder ein Studium abbricht und unglücklich ist?

Es gibt genug Berufe, die genau so wichtig sind und auch Spaß machen. Was wären wir ohne Handwerker, Personal im Gesundheitswesen, in der Altenpflege, Einzelhandelskauffrauen/männer, Friseurinnen usw...?

Wenn jemand eben nicht weiter lernen will und arbeiten möchte dann ist das so! Und auch nach einer Lehre kann man das Abi nachholen und studieren.

Ich wünsche mir für meine Kinder, dass sie später Spaß an ihrem Job haben. Immer nur auf Karriere und Geld trimmen

Ich habe studiert und Spaß daran gehabt. Meine beste Freundin hat abgebrochen und einen genau so tollen Job und es gibt auch Studierte die Langzeitarbeitslos sind und denen der Job keinen Spaß macht.

Toi toi toi für das Praktikum. Meine haben mir dabei geholfen herauszufinden, was ich auf keinen Fall werden möchte

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16. März 2015 um 20:33

Aber
Wer soll denn diese Jobs machen wenn keiner mehr will? Das Problem sind nicht die Berufe an sich, sondern dass diese bei weitem unterbezahlt sind für die erbrachte Leistung. Da muss man ansetzen. In manchen Ländern hat man das schon erkannt und viele Sparten werden besser bezahlt. Aber wenn wir es einfach hinnehmen, wird die Spanne zwischen Gut und Normalverdiener immer größer

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16. März 2015 um 21:14

Mal ein anderer einwand!
Erstmal freut es mich für deine tochter!

Aber zum OT:

Ganz ehrlich! Mir als mutter ist es dich lieber, mein kind macht den abschluss, womit er auch lerntechnisch klar kommt. Was bringt es ihm und uns als familie wenn ich ihn immer zum
Lernen zwingen muss und die freizeit drauf geht, nur damit er abitur hat.
Ein kond was vermutlich näher am burnout steht als am abitur.

Wichtig ist doch, dass das kind das erlernt, was ihm spaß und freude bringt. Natürlich miss das geld auch irgendwie stimmen. Aber nur einen beruf des geldes wegen erlernen, macht auf dauer nicht glücklich und einen beruf erlerne uch ja um darin jahrelang zu arbeiten, nicht um darin zu leiden und zu malochen.

Manche sind eben nicht für ein gymnasium oder ein abitur geschaffen. Das sollte man auch akzeptierrn können.

Handwerkliche berufe wie schreiner etc. sind doch tolle bodenständige und kreative berufe und dafür braucht ew kein abitur.

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16. März 2015 um 21:16

Es
Können aber bei 80,6 Mio Einwohner eben nicht alle in die Leitung. Egal wie man es dreht und wendet

Vor allem Schweden und Norwegen suchen händeringend nach Nachwuchs im Gesundheitswesen aus dem Europäischen Ausland. Auch wenn es keiner will muss es gemacht werden. Auch dort wird es Probleme mit zu wenig Kindern und zuvielen Rentnern geben.

Man muss eben realistisch sein, dass nicht alle Leiter oder Bestverdiener sein können. Egal in welchem Land. Und auch in Norwegen und Schweden gibt es Leute, die an der Armutsgrenze leben. Auch wenn manche Jobs besser bezahlt werden. Das Preisniveau ist auch höher.

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16. März 2015 um 23:31

In deutschland
Will keiner mehr Hauptschüler.
Sogar für eine Bankausbildung brauchst du mittlerweile Abitur.
LG

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16. März 2015 um 23:37
In Antwort auf toniama

Naja
je nach dem welches Bundesland sind 1500 nicht soo schlecht. Man kann auch bei uns noch mit nem Realabschluss nen stink normalen Burokauffrau Beruf z.b. machen oder auch als Mechatroniker gibts hier auch noch ohne Abi. Frag mich was die zig 1000 Realschüler jedes Jahr bei uns machen, sind wohl kaum alle arbeitslos oder haben ne Lehre bekommen wo man nix verdient. Das man dann eben Fortbildungen machen muss wenn man was erreichen will muss man aber genauso mit Abi machen. Ich sehs an meiner einen Schwester, erst ne Ausbildung gemacht, dann umgeschult und Bilanzbuchhalter bei der IHK gemacht und sie hatte nur nen Hauptschulabschluss. Mag sein das es früher anders war, aber auch heute gibt es noch genug Berufe wo man kein Abi benötigt. Gibt aber auch Menschen, so wie ich, die gar keine Karriere machen wollen und mit nem normalen Job zufrieden sind und kein Abteilungsleiter sein wollen.

Hat halt jeder
Andere Ansprüche.
Ich hatte nie Lust, much von zig vorgesetzten rumkommandieren zu lassen.
LG

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17. März 2015 um 8:19
In Antwort auf strawberryfieldxxx

Hat halt jeder
Andere Ansprüche.
Ich hatte nie Lust, much von zig vorgesetzten rumkommandieren zu lassen.
LG

Ja
schön für dich, dann hast du ja sicher ne eigene Firma wo du der Chef bist als Angestellter hast du auch als leitender Angestellter irgendwo nen Chef noch...
Meine Chefs kommandieren mich auch nicht rum, klar sie haben das letzte Wort aber rumkommandiert werden doch die wenigsten von ihren Chefs.

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17. März 2015 um 11:39


möchte mal sehen, wie man einen teenie zum abitur zwingen will. ist schließlich kein kleinkind mehr, dass man schnappen und in der schule festhalten kann. spätestens zum studium macht der (bis dahin hoffentlich einigermaßen) selbstständige spross doch eh, was er will.

und mit den bombennoten, die jemand möglicherweise bockloses in der schule schreibt, wird man bei den heutigen uni-NCs ja geradezu mit kusshand genommen *ironie off*

ich weiß nicht, wie es in anderen bereichen ist, aber bei uns haben die absolventen, die vor dem studium eine entsprechende ausbildung gemacht haben, vorteile bei der jobbewerbung, weil leute mit berufserfahrung (nicht die paar popligen praktika während des studiums) sehr gern genommen werden. es kann also durchaus vorteile haben, keinen absolut geradlinigen lebenslauf zu haben. auch, was das abheben von der breiten masse angeht.

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31. März 2015 um 1:08

In der Gastronomie
ist das ohne Abi eher die Regel als die Ausnahme.
Stimmt, die Anforderungen an viele Ausbildungsberufe ist gestiegen - das bedeutet nicht dass ein Hauptschulabschluss nichts mehr wert ist.
Ich selber habe einen sehr guten Hauptschulabschluss mit Schnitt 1,0 machen können und habe eine Ausbildung gemacht und verdiene heute sehr gut und bin mit meinem Job als Kellnerin sehr zufrieden.
Natürlich gibts auch da "ungelernte Kräfte" wie Schüler und Studenten, die auch gerne bei uns eingestellt werden - dennoch liegt der Verdienst ohne einschlägige Ausbildung sehr viel niedriger als mit Ausbildung - jedenfalls bei uns ist das so.
Also : Ich würde lieber eine Kollegin oder einen Kollegen mit nem super Hauptschulabschluss einstellen... als jemand, der gerade so Abi hat ... aber das ist eigentlich gar kein Kriterium. Es kommt auf die persönliche Ausstrahlung und Selbstdarstellung an, wie ich schon anderswo schrieb und den Spaß bei der Arbeit...
Also : Es geht immer noch sehr gut mit Hauptschulabschluss und toller Persönlichkeit - und das ist richtig und sehr gut so, nicht nur weil ich davon profitieren konnte, sondern weil es einfach richtig ist und in manchen Tätigkeiten das gar nicht sooo wichtig oder ausschlaggebend ist.

Ich finde es nicht richtig, wenn alle immer auf unseren Hauptschülerinnen und Hauptschülern rumhacken... wir brauchen sie dringend - nicht nur in Handwerksberufen oder bei uns in der Gastronomie...
Und nicht zu vergessen:
Jede(r) kann das Abi auch später noch nachholen.
Genießt die Jugend, sie ist kurz genug....

Und außerdem : So ganz kurze Haare finde ich richtig supiiii....! ( Das geht auch in jeder Ausbildung, wird sogar gerne gesehen... z.B. so:

Grüße,

Silvy

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8. April 2015 um 23:39
In Antwort auf strawberryfieldxxx

In deutschland
Will keiner mehr Hauptschüler.
Sogar für eine Bankausbildung brauchst du mittlerweile Abitur.
LG

Soooon quatsch....
meinst Du nicht auch...?

lG,

Silvy

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8. April 2015 um 23:53
In Antwort auf silvygoldengirl

Soooon quatsch....
meinst Du nicht auch...?

lG,

Silvy

Das ist kein quatsch
es ist die realität... schon vor 20 jahren sahs schlecht aus für hauptschüler ...

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10. April 2015 um 16:38
In Antwort auf ano100

Das ist kein quatsch
es ist die realität... schon vor 20 jahren sahs schlecht aus für hauptschüler ...

Ich sehdas anders...
... und bei mir wars auch anders - habe selber Hauptschulabschluss und kein Abi o.ä. gemacht.
Ich finde das sehr gut so - für mich jedenfalls.

Meinst Du dann das sei ein Zufall ( also das auch Hauptschüler doch gelegentlich genommen werden ) ... ?
Wenn es schlecht für Hauptschüler aussieht ( das meinst Du ja sei die Realität ) dann liegt dass nicht nur an unseren Hauptschülerinnen und Hauptschülern - oder?
Ich meine damit dass auch schon der Ruf dieses Schulabschlusses vieles "herunterzieht" - wenn von vorne herein gesagt und angenommen wird "damit bekommst Du nichts vernünftiges....usw." dann gibt sich da auch niemand mehr mühe einen ordentlichen Abschluss zu bekommen, es entsteht ein unmögliches Lern- und Arbeitsklima in den Hauptschulen oder überall da wo dieser Abschluss gemacht werden soll eben weil diese Meinung verbreitet wird. Und ich glaube dass auch dass die Realität sein könnte - nämlich dass so viel zu viele Schulabbrecher oder Abschlüsse mit soooo schlechten Noten und unentschuldigten Fehlstunden entstehen, die ein " Ich habe keine Lust mehr (gehabt) " Haltung sehr ausführlich und nachhaltig dokumentieren, dass weiterführende Schulen, Ausbilder u.ä. dann wirklich nur noch den Kopf schütteln können.... die Gründe stehen ja nicht dafür da.... Diese haben dann gar keinen Schulabschluss und das ist dann wirklich schlecht.
Und leider gibt es viele die gar keinen Schulabschluss haben.

Das meinte und meine ich ja hier :
Es muss sich lohnen einen guten Hauptschulabschluss zu machen - ich jedenfalls habe mich meinerzeit seit der neunten sehr darum bemüht die qualifizierten Hauptschulabschluss zu machen - und es hat sich gelohnt, wie ich finde.
(Ich habe den qualifizierten Hauptschulabschluss mit 1*** gemacht und trotzdem nie Abi gemacht, und ich bin stolz darauf!)
Vielleicht müssen da auch mal die Anforderungen für die kleineren Schulabschlüsse den Ausbildungs- und Arbeitsverhältnisse angegelichen werden, wenn die Anforderungen so ansteigen und das nicht hinterfragt wird.
Ich wüßte nicht warum eine Friseurmeisterin oder eine PTA unbedingt Abitur haben sollte.
Das Abitur war mal der Abschluss für die schulisch besten, fleißigsten und ehrgeizigsten Schüler unseres Landes.
Und ja, es ist richtig, dass es Spätentwickler und alle die wollen noch nachmachen dürfen... nur dass Du und andere das nicht vielleicht falsch verstehen.

Bemerkung dazu mal am Rand:
Unter dem Stichwort "Erfurt" (2002) wurde ja auch deutlich, was das dann heissen kann - soweit ich weiß gab es da im Gymnasium keine möglichkeit einen "kleineren" Schulabschluss zu machen - wer das Abi nicht schaffte hatte keinen Schulabschluss und gehörte mit zu den Abbrechern - mit den Folgen, die dann durch alle Medien gingen.

Ich meine dass es wirklich quatsch ist Hauptschülerinnen und Hauptschüler nicht mehr zu nehmen - und es ist auch nicht so.
Ohne diese Bildungsform hätten wir viele Berufe nicht die wir dringend brauchen - und später darfs gerne auch mehr sein - findest Du das nicht auch?

lG,

Silvy


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10. April 2015 um 23:55

Ja stimmt...
... Du hast es schon richtig gelesen, ich habe meinen Abschluss vor über 20 Jahren gemacht...
Wenn Du mit "der einen Person die es geschafft hat und die alle kennen" mich meinst : Klasse, vielen Dank dafür ich wusste nicht dass ich so bekannt bin - bis nach Norwegen....

Welche Ausbildungsberufe noch mit diesem Abschluss begonnen werden können - das sind eine ganze Menge, für die Friseurausbildung ( bis zum Meisterbrief ), viele Berufsfelder im Bereich Verkauf usw., Verwaltungsfachangestellte, und nicht zuletzt der Bereich in dem ich arbeite ( Gastronomie )... übernahme und Aufstiegsschancen möglich. Grundsätzliche Voraussetzung ist der Hauptschulabschluss und nicht mehr.
Im Handwerk und in technischen Berufen (Techniker/Meister) kenne ich mich nicht so aus, wie z.B. Elektromeister oder KFZ-Mechatroniker ( so heißt der KFZ-Meister heute wohl ... )

Trotzdem gratuliere ich an dieser Stelle jetzt mal Deiner Tochter Sarah zu Ihrem Schulabschluss - das verdient mal ein deutliches Lob dass Sie es durchgezogen ( ) hat, den "Unkenrufen" zum trotz ... oder?
Sie hat den Lob verdient!

Wenn Sie in meinem Ausbildungsbereich in der Gastronomie anfangen möchte - wir würden sie sofort einstellen mit diesem Abschluss, ganz ehrlich.
Wenn die persönlichen Voraussetzungen stimmen, ich denke Du hast ja mitgelesen, was ich damit meine sind Ihre Chancen sogar sehr gut hier übernommen zu werden - das ist heute nicht anders als vor 20 Jahren.

Aber wie ich gelesen habe schreibst Du ja aus Norwegen... und habe ich mich da verlesen?

Dass so viele Hauptschülerinnen und Hauptschüler erfolglos sind hängt nicht mit der Art des Schulabschlusses zusammen sondern mit - leider, leider - Fehlverhalten in der Ausbildung oder im schulischen Bereich, das heute nicht mehr korrigiert wird, wie noch bei mir üblich und mit der (meistens damit im Zusammenhang stehenden) Abschlussqualität, die oft eine Fehleinstellung der Bewerberin/ des Bewerbers bei der Einstellung / Auswahl vermuten lassen.
Du kannst ja niemandem hinter die Stirn schauen.
Und geänderte Rechtsverhältnisse bei jungen Erwachsenen lassen eine Korrektur von Fehlverhalten oder aber ein Austausch über Probleme und deren Hintergünde leider auch im Interesse der Bewerber nicht mehr zu.
Ein Beispiel ist, dass bei vielen Fehlstunden oft nicht Rückgefragt werden kann welche Ursache diese hatten, was z.B. zum Nachteil einer Bewerberin oder eines Bewerbers ausgehen kann, die viele Fehlstunden vermerkt hat. Auch die Ursache von schlechten Noten wird nicht in Gesprächen besprochen was sich auch bei den Möglichkeiten Bewerberinnen und Bewerbern eine Chance zu geben nachteilig auswirkt. Leider ist das so.
Die Bewwrbung wird dann kommentarlos zurückgeschickt - wo etwas nicht stimmt erfährt niemand - die Gerüchteküche unter den Betroffenen brodelt ... die Ursachen müssen erschlossen werden, weil eigentlich niemand was sagen will aus Angst vor Beanstandung.
Aber vor diesen Problemen sind heute selbst Abiturienten und Studierte nicht sicher - auch weil von diesen vieles "selbstverständlich" erwartet wird was die "kleineren" Schulabschlüsse auch mitbringen. Leider zeigt die Praxis dann, das dies nicht so ist und so manche(r) Abiturient(in) sich dann so darstellt als hätte sie/er keinen Schulabschluss sowie manche(r) Studiert(e) noch nicht mal eine normale Berufsausbildung.
Nur darüber wird dann nichts erzählt, denn das dauert lange, bis es ans die Öffentlichkeit kommt.

Unser Schulwesen ist allgemein sehr Reformunwillig - und das auf jeder Bildungsstufe.
Auch da liegen viele Ursachen.
Das ist ein buntes Gemisch von Ursachen - es stimmt aber tätsächlich.
Ich meine unsere Hauptschülerinnen und Hauptschüler sind doch oft viel besser als Ihr Ruf - schon weil dieser schlechte Ruf manche sehr anspornt sich zu entwickeln... aber nicht immer nimmt das gute Wege...

lG,

Silvia

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11. April 2015 um 12:26

Mißverstanden - entschuldige Bitte...
ich konnte es ja nicht wissen wie Du das meinst.
Und es gibt in der Tat viele Beispiele wie das von Dir erdachte.

Dass es den "Stempel" Hauptschule LEIDER gibt bestreite ich ja inzwischen gar nicht (mehr) - aber : Es ist eine Fehlentwickelung, wie so vieles. Und das (überwiegend) staatliche Schulsystem hat in den letzten 30 Jahren versäumt auf diese Fehlentwickelung zu reagieren.
Du hast sehr recht damit, dass vielleicht andere Schulformen eine weiterreichende Qualifikation bieten, die die Möglichkeit geben, diesem "Stempel" zu entrinnen - damit wird der Ehrgeiz teilweise zu einer Ausweichstrategie, weil das staatliche Schulsystem sich bestimmten entwickelungen leider nicht anpasst.
Die Entwickelung das heute alle oder viele gleich aufs Gymnasium ohne Expertise oder Gespräch geschickt werden ist vergleichbar mit folgender Situation im Straßenverkehr ( solche Beispiele sind sehr eingängig ) : Wer an einer Kreuzung mit Ampelschaltung "grün"= Die Vorfahrt hat, bremst trotz grüner Ampel und schaut mal vorsichtig in die Richtung der kreuzenden ( nicht vorfahrberechtigten ) Straße ob da nicht jemand "mit neunzig Sachen drauf" angerast kommt um die Vorfahrt zu nehmen.
("Da vorne steht ne Ampel ... und schnell, sie leuchtet rot ... alle Leute warten... doch wir sind schon längst fort... )

Klar, so ein Verhalten verstehe ich, so wie es teilweise in der Realität im Straßenverkehr zugeht. Selbschutz eben. ( Das sowas ( anhalten vor grüner Ampel ) ein Verkehrshindernis und darstellt weiss ich )
Ebenso im Bereich Schule / Ausbildung. Ich verstehe auch, das jede Schülerin und jeder Schüler heute auf das Gymnasium geht und Abitur macht - das inzwischen die neue Hauptschule ist - Individual entscheidung zur Selbstsicherung ( Jedes Leben ist einmalig! ) kontra den Regeln die eigentlich im Schulsystem gelten - inzwischen galten.
Denn das Gymnasium bzw. die Oberschule ist für diesen Ansturm nicht gedacht gewesen.
Denn das Abitur bescheinigt ja die studierfähigkeit in Form der allgemeinen Hochschulreife. Das haben aber viele Absolventen für die das beste gerade gut genug zu sein schien dann in der Realität nicht mehr.
Das "Verkehrshindernis" tritt dann an der grünen Ampel zur Bildungsautobahn dadurch auf, dass die Hochschulen und Universitäten immer mehr zu Massenbetrieben werden, die den Ansturm nicht mehr bewältigen können und dann mit Numerus Clausus, Studiengebühren, Zulassungstests ( alle haben ja einser und zweier Abi ) reagieren und die Bildungschancen anderer nachhaltig negativ beeinflussen.
Mit "gestiegenen Anforderungen" hat das nichts zu tun sondern mit "Ausweichbewegungen" die andere langfristig zu behindern drohen....
Jedenfalls sehe ich das so.
Der Nachstand im Handwerk z.B. aktuell spricht da aus meiner Sicht Bände... das ist auch ein Engpass der durch "Ausweichbewegungen in die höhere Bildung" entsteht.
Meine Bekannte/Freundin aus der Uni gibt mir das zudem im wesentlichen recht -
Nochmals: Wer Abitur haben möchte und wenn die Leistungen und Voraussetzungen dazu stimmen soll jede/jeder die Möglichkeit haben es zu machen. Aber Menschen gehören auch ausgezeichnet für das was sie leisten - und das ist sehr unterschiedlich.
Wir brauchen die kleineren Schulabschlüsse. Und : Wenn jemand sich weiterqualifizieren möchte, sollte es auch möglich sein damit zu studieren - wenn die Voraussetzungen ( Leistungsmäßig und Persönlich ) stimmen. Mit einer Einheitsschule ( die jeder mit "sehr gut" verläßt ) tun wir uns meine ich keinen Gefallen...

Trotzdem Grüße an alle,

Silvia



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11. April 2015 um 13:35

Die TE ist aber Österreicherin
und hier ist das Schulsystem nunmal ganz ein anderes. In ländlichen Gebieten muss man seine Kinder x-Kilometer mit Bus und Bahn durch die Provinz schicken um überhaupt ein Gymnasium zu erreichen.

Hier haben Hauptschulen im ländlichen Raum überhaupt keinen schlechten Ruf, meist sogar einen sehr guten bis besseren Ruf als so manches städtische Gymnasium.

Das System hier ist mit dem deutschen Schulsystem einfach nicht vergleichbar, ob es besser oder schlechter ist mag dahingestellt sein. Klar ist es schwierig wenn sich ein 15-jähriges Kind für den späteren Werdegang entscheiden muss, allerdings gibt es hier zahlreiche Möglichkeiten die Matura nachzuholen oder überhaupt parallel zur Lehre zu machen. Wenn ein Kind mit 15 partout nicht mehr zur Schule gehen will dann würde ich als Mutter auch wollen dass es einen Beruf erlernt, denn was ist die Alternative?

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11. April 2015 um 13:37

Regionale Unterschiede
... ja , sie sind durchaus vorhanden, schon weil die Bildungssysteme ja bei uns "Ländersache" sind.

Dennoch dokumentiert auch der Einwand der Modration hier ( wie ich meine ) klar die Ausweichbewegung ( die ich weiter unten beschrieben habe ) zu höheren Schulabschlüssen.
Als persönliche Entscheidung ( für jede und jeden Einzelne/n ) ist das verständlich und wie ich meine völlig normal so, in der Gruppe ( als einer Gesamtheit ) von Personen kann es sich aber fatal auswirken.
Ich finde dass hier auch oft in Diskussionen Ursachen und Wirkungen vertauscht werden...

Das dreigliedrige Schulsystem bekritisiere ich ebenfalls, das betriff weniger die (zu frühe ) Auswahl, als denn mehr die Anpassungsunwilligkeit / Anpassungsunfähigkeit des Schulsystems auf die ( richtig beschriebenen ) geänderten Anforderungen. Und durch Einheits- oder Zentralabitur sowie die Idee der Gemeinschafts- oder Gesamtschule wird das wie ich meine nicht so wirklich besser - der Trend zum Gymnasium für alle ( besonders in NRW ) verlagert die Auswahl und die Auszeichung nur weiter in spätere Jahre - Studiengebühren, Einstellungs- und Zulassungstests und Klausuren, NC und geforderte Berufspraxis in Jahren sind dann die verständlich Folge wenn die Schulbildung keinen Unterschied mehr bietet.
Das ist eine schleichende Gefahr, die nicht gerne gesehen wird und im Moment noch nicht aktuell ist - es also keinen Grund zur Klage gibt.
Ob es jemals welchen geben wird hoffe und wünsche ich nicht, weil dann alle verlieren würden.
Unser Bildungssystem ist seit einigen Versuchen in den siebziger Jahren im wesentlichen unverändert geblieben - die Reformunwilligkeit der öffentlichen Schule ist ein wesentlicher Grund für die "Ausweichbewegungen".

Jedenfalls meine ich das so. Es muß nicht richtig sein - wie jeder Blick in die Zukunft das Risiko hat völlig verfehlt zu sein... oder?

Grüße,

Silvia

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11. April 2015 um 13:57

Handwerksordnung etc.
Das ist zutreffend.
Bei der Diskussion um die Zünfte in den klassischen Handwerksberufen wurde (meistens damals noch von männlichen Teilnehmern) so manches "handfeste" Argument ausgetragen... (Will heißen: Es gab ne Schlägerei der so manche Einrichtung zum Opfer fiel... im neunzehnten Jahrhundert... zur Zeit der vielen Handwerker "auf der Walz".... )
Auch wenn das nun so endgültig wohl vorbei ist - die Ausgrenzung ist oft leider geblieben - wie sich schon an der strikten Trennung der Bezeichung der Ausbildungen dokumentiert "Meister IHK" und "Meister Handwerk" zB....
Gedacht war es auch zum Schutz der ausbildungspflichtigen Berufe - damit sich das Handwerk ja weiter lohnt.
Dennoch: Soweit ich mitbekommen habe sind auch hier "Öffnungsklauseln" usw. im Bereich des Handwerks im Gange, denn auch das Handwerk steht inzwischen nicht mehr alleine auf dem Markt.

Silvia

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11. April 2015 um 14:08
In Antwort auf peraancora

Die TE ist aber Österreicherin
und hier ist das Schulsystem nunmal ganz ein anderes. In ländlichen Gebieten muss man seine Kinder x-Kilometer mit Bus und Bahn durch die Provinz schicken um überhaupt ein Gymnasium zu erreichen.

Hier haben Hauptschulen im ländlichen Raum überhaupt keinen schlechten Ruf, meist sogar einen sehr guten bis besseren Ruf als so manches städtische Gymnasium.

Das System hier ist mit dem deutschen Schulsystem einfach nicht vergleichbar, ob es besser oder schlechter ist mag dahingestellt sein. Klar ist es schwierig wenn sich ein 15-jähriges Kind für den späteren Werdegang entscheiden muss, allerdings gibt es hier zahlreiche Möglichkeiten die Matura nachzuholen oder überhaupt parallel zur Lehre zu machen. Wenn ein Kind mit 15 partout nicht mehr zur Schule gehen will dann würde ich als Mutter auch wollen dass es einen Beruf erlernt, denn was ist die Alternative?

So wars bei mir auch...
... eine treffende Formulierung, denn im ländlichen Bereich war das ganz sicher auch in Deutschland lange Zeit noch so.
Bei uns gab es nur die Hauptschule bis zu zehnten.
Gymnasium oder Gesamtschule waren sehr weit weg damals und schlecht zu erreichen. Und unsere Schule hatte einen guten Ruf - jedenfalls was ich mitbekommen habe.

Deshalb sage ich ja auch: Wenn die nächste Schule zu weit weg ist, oder jemand wirklich keine Lust mehr hat hinzugehen - Ausbildung anfangen.
Ich finde auch wichtig in solchen Phasen sich mal eine "Auszeit" nehmen zu dürfen.
Das hatte ich ja in der neunten damals auch gemacht und das Jahr freiwillig wiederholt.
Wichtig finde ich nur sich dann zu bemühen den Hauptschulabschluss dann auch noch zu machen.
Und auf gute Noten und keine unentschuldigten Fehlstunden etc. im zweiten Anlauf zu achten.

Das Prügeln zum Abi ist in vielen Fällen Druck ohne Substanz - und scheitert meinstes dann auch.
Hängt aber vom Einzelfall ab.

Silvy

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11. April 2015 um 19:31

"Klobesen-Frisur" .....
Hi,
@ladeeluck13:

was für eine Beschreibung.....

Also ich bin auch der Meinung, dass Verhalten Deiner Tochter nichts wirklich besorgniserregendes mit vierzehn Jahren ist.

Das wächst sich noch raus ... sowohl der Haarschnitt als auch die Einstellung - Ohne Provozieren können doch Grenzen und die Folgen das Übertretens dieser Grenzen gar nicht erlebt werden... ich habmit vierzehn auch so einiges gemacht, wofür ich heute einen roten Lampion ( ) kriegen würde wenn mich jemand dran erinnern würde...... und immerhin hat sie ja auch noch den Rückhalt Ihrer Freundin - zumindest im Moment nachdem was Du schreibst.
Im Laufe der Zeit verändert sich dann auch der Umgang Deiner Tochter und auch vielleicht deren Einstellungen und solange Du das alles noch unter Beobachtung hast und mitbekommst was los ist - kein Problem!

Ich denke Sie möchte wirklich auffallen und durch die Frisur wahrgenommen werden.
Ich selber meine ja auch, dass kürzere oder kurze Haare mal eine interessante alternative sind oder sein können - und das in jedem Alter. Insbesondere wenn alle wieder länger tragen wie zur Zeit ja wieder....
Und was den Ausbildungsplatz oder Bewerbungen betrifft, sind kurze Haare sogar oft ein Vorteil, wie in meinem Beruf z.B. .... die müssen dann nicht zusammengebunden getragen werden ( wo sie eh nicht so zur Geltung kommen) und es sieht viel peppiger aus - findeich jedenfalls.
Um nicht nur Negativbeispiele zu geben:
Ich würde jede junge Dame zur Ausbildung und / oder auf eine freie Stelle bei uns einstellen und die Einstellung befürworten, die sich mit der nachfolgend als Beispiel abgebildeten Frisur bei mir vorstellt, halbwegs sauber und ordentlich angezogen ist ( Jeans und weiße Hemdbluse oder T-Shirt mit (Jeans-) Jacke oder Jackett wurde schon reichen ! ) freundlich "Guten Tag" sagt und sich sprachlich mit unseren Gästen und Mitarbeitern unterhalten und diese freundlich bedienen kann... egal welcher Schulabschluss... guter Hauptschulabschluss wird gerne gesehen ...

Das würde - wie ich meine - auch für Deine Tochter und für alle die sich bei uns Bewerben gleich gelten.

Solche kürzeren Frisuren finde / fände ich dazu vorbildlich weil es sehr ordentlich aussieht und eigentlich so immer und überall gut ankommt - und das gilt überregional - auch in Bayern:

http://imalbum.aufeminin.com/album/D20150411/1153796_I42VNXX58HWYTQ8S84I8NX62UKQ8WO _shortcut1_H172735_S.jpg

Findich jedenfalls - oder?

Silvia M.




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11. April 2015 um 19:40


... denn im wesentlichen sieht die Schule das heute genauso. Es wird auf Selbstorganisation statt auf Organisation gesetzt - da haben alle weniger Arbeit und es funktioniert sogar teilweise.

Ideen zu Frisuren für die Zeit nach der "Klobesen-Phase" habe ich oben schon vorgeschlagen - aber alles kann nichts muss... oder?
So gehts doch später dann auch:

http://imalbum.aufeminin.com/album/D20150411/1153796_I42VNXX58HWYTQ8S84I8NX62UKQ8WO _shortcut1_H172735_S.jpg



lG,

Silvia

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12. April 2015 um 16:45

Die Schreibfehler hier
... sind keine Absicht oder Unkenntnis der der Sprache... entschuldigt bitte...

Silvy

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