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Abendlicher Stillterror

5. Oktober 2007 um 21:30

Meine Kleine ist am 18.09. geboren und quält mich seit wir zu Hause sind mit einem allabendlichen Stillterror. Das geht los, sobald die Große im Bett ist, also kurz nach sieben und zieht sich bis ca. ein Uhr nachts, mal auch bis zwei oder drei. Alle Stunde will sie an die Brust bzw. Brüste. Also ca. 19Uhr, 20Uhr, usw. und trinkt jedes Mal beide Seiten. Eigentlich würde ich ja gerne nach einem anstrengenden Tag mit zwei Kleinkindern gerne früh ins Bett, aber leider ist sie zwischen diesen Stillmahlzeiten nicht mal so gnädig mich kurz für 30min pennen zu lassen. Ne, dazwischen will sie auf meinem Bauch dösen, Löcher in die Luft starren, den Schnuller alle Minute neu in den Schnabel gesteckt bekommen etc. An meiner Wortwahl merkt man schon, dass ich langsam von fix und fertig auf aggressiv umgeschwenkt bin. Vorhin war ich so sauer, dass ich richtig mit der Kleinen geschimpft habe. Was ja logischerweise gar nix bringt mit einem nicht mal 3 Wochen alten Säugling, aber ich war einfach so deprimmiert. Meine Hebamme meint, ich hätte genug Milch und hat die Idee, dass ich Milch abpumpen soll. Mit der Handpumpe einer Freundin (die typische 0815-Handpumpe von Avend, die viele so super toll finden), komme ich gar nicht zurecht. Jetzt hab ich mir eine elektrische von Nuk gekauft und hoffe auf Besseres. Allerdings werde ich sie erst nachts bzw. morgen früh austesten, den aktuell bei den kurzen Stillintervallen, was soll ich dazwischen noch abpumpen... . Meine Hebamme meinte ich solle der Kleinen mal bissl Tee oder Wasser anbieten, manchmal hätten die Kinder einfach noch Durst aber keinen Hunger mehr. Naja, gestern hat sie 50ml Wasser dann getrunken über den Abend verteilt, aber geholfen hat das gar nix. Jetzt meint sie, da es kein Durst ist, wäre es wohl doch Hunger und vielleicht hätte ich einfach abends zu wenig Milch bzw. die Kleine wäre zu faul sich richtig satt zu trinken. Naja, also mir ist fast wurscht, was es alles sein kann. Ich will einfach mal eine Nacht mal mehr als 3h schlafen können, denn nach dickem Fieberschub hab ich jetzt Halsschmerzen, mein Immunsystem macht das schon nicht mehr mit, meine Psyche auch nicht mehr wirklich. Bin kurz vorm Abstillen und das wo ich mich so gefreut hatte in den ersten Tagen, dass die Kleine so viel besser saugt, als ihre Schwester es getan hatte. Bei meiner Großen war mit Flasche halt alles so schön einfach und ich hatte damals das Problem, dass meine Große leider nach 1 1/2 Monaten kontinuierlich ab- statt zunahm, weshalb damals Hebamme (eine andere als jetzt) und Kinderärztin unabhängig voneinander sagten, dass ich zufüttern müsste. Ich möchte gerne stillen, aber nicht um den Preis meiner Gesundheit und der meiner Familie. Meine Große braucht immerhin auch noch bissl Aufmerksamkeit und mit einer gereizten Zombimutter bekommt sie aktuell kaum welche. Sie ruft nachts schon nur noch Papa, weil ich kaum noch für sie da bin. -.- Ich bin total unglücklich aktuell. Weis jemand irgendwie Rat und Hilfe?

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5. Oktober 2007 um 21:51

Noch was vergessen...
Was ich noch vergessen habe. Der erste Trost meiner Hebamme war, nach paar Tagen, dass das ein hormonbedingter Wachstumsschub seie, der nach 1-2 Tagen endet sich aber dann nach paar Tagen wiederholt...blabla kann ich da nur sagen. Dieser Hormonschub dauert jetzt schon 2 Wochen an. Ich hab seit 2 Wochen maximal 3-4h Schlaf pro Nacht. Tagsüber hab ich die Große ja noch da und da kann ich nicht schlafen. Meistens habe ich das Glück, dass die Kleine in den 1 1/2h Mittagsschlaf der Großen auch keine Lust hat mich mal 30min ausruhen zu lassen. Also ich glaube nicht an die Wachstumsschubtheorie.
Hatte mir schon in den letzten Schwangerschaftsmonaten vorsorglich, falls das Stillen nicht klappt eine Packung Prekost gekauft, die steht im Keller und jede Nacht um halb eins denke ich mir, mache ich das Ding auf und erkaufe mir meine Freiheit zurück??? Bei dem Gedanken an den Stress über 6 Monate wird mir ganz anders. Aktuell habe ich zu meinem Mann gesagt, ich gebe der ganzen Sache noch 4 Wochen Zeit, wenn dann nicht bissl Ruhe eingekehrt ist, dann stille ich ab. Aber eigentlich genieße ich tagsüber das Stillen. Wenn sie mit normalen Abständen kommt, also mal 2h, mal 3. Das ist schön, gemütlich aufs Sofa setzen und stillen kurz in den Schlaf schuckeln und wieder der Großen widmen.

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5. Oktober 2007 um 23:05
In Antwort auf milana_12165127

Noch was vergessen...
Was ich noch vergessen habe. Der erste Trost meiner Hebamme war, nach paar Tagen, dass das ein hormonbedingter Wachstumsschub seie, der nach 1-2 Tagen endet sich aber dann nach paar Tagen wiederholt...blabla kann ich da nur sagen. Dieser Hormonschub dauert jetzt schon 2 Wochen an. Ich hab seit 2 Wochen maximal 3-4h Schlaf pro Nacht. Tagsüber hab ich die Große ja noch da und da kann ich nicht schlafen. Meistens habe ich das Glück, dass die Kleine in den 1 1/2h Mittagsschlaf der Großen auch keine Lust hat mich mal 30min ausruhen zu lassen. Also ich glaube nicht an die Wachstumsschubtheorie.
Hatte mir schon in den letzten Schwangerschaftsmonaten vorsorglich, falls das Stillen nicht klappt eine Packung Prekost gekauft, die steht im Keller und jede Nacht um halb eins denke ich mir, mache ich das Ding auf und erkaufe mir meine Freiheit zurück??? Bei dem Gedanken an den Stress über 6 Monate wird mir ganz anders. Aktuell habe ich zu meinem Mann gesagt, ich gebe der ganzen Sache noch 4 Wochen Zeit, wenn dann nicht bissl Ruhe eingekehrt ist, dann stille ich ab. Aber eigentlich genieße ich tagsüber das Stillen. Wenn sie mit normalen Abständen kommt, also mal 2h, mal 3. Das ist schön, gemütlich aufs Sofa setzen und stillen kurz in den Schlaf schuckeln und wieder der Großen widmen.

Oh je...
Hallo!

Ich kenne diesen "Stillterror" (schönes Wort übrigens) auch. Mein Sohn wollte abends zum Teil stündlich trinken, manchmal auch von einer Brust zur anderen und so weiter. Ich dachte auch nach zwei Wochen, dass das langsam kein Wachstumsschub mehr sein kann, vor allem hat er nicht so viel gebrüllt, wenn ich ihn herumgetragen habe. Er hatte Bauchschmerzen und hat deshalb immer nur gerade so viel getrunken, dass er keinen Hunger mehr hatte, da waren Hunger und Bauchschmerzen immer im Wechsel mal das größere Übel. Außerdem hat er es nicht vertragen, wenn ich Haselnüsse (auch Nutella leider), Schokolade oder viel Milch zu mir genommen habe. Und er war wesentlich ausgeglichener, als ich ganz auf Kaffee verzichtet habe.

Ist deine Kleine ruhiger, wenn du sie trägst?

Gruß,

Nuri

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6. Oktober 2007 um 17:24

@schildmaid
das mit den Auszeiten beim Stillen hält sich bei einem weiteren Kleinkind so ziemlich in Grenzen. Bisweilen kann das Stillen dann auch mal schnell zum Spießrutenlauf werden...zumindest bei uns .

@mami: So wie du es beschreibst, sehe ich nicht wirklich eine Lösung in der Flaschengabe. Sie scheint insbesondere am Abend und in der Nacht ein extremes Nähebedürfnis zu haben und mit der Flasche wirst du dem nicht begegnen können.
Du schreibst, dass du noch vier Wochen durchhalten möchtest. Dies würde ich dir auf jeden Fall empfehlen. Bei uns war es nach ca. 2 Monaten wirklich okay, auch für den Bruder (20 Monate auseinander) hat es sich dann gut eingespielt.

lg
Stefanie

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9. Oktober 2007 um 23:37

Hi,
mein kleiner wollte auch in der ersten zeit sehr oft an die brust,nicht nur nachts,sondern tagsüber auch,geschlafen hat er eher wenig(ich dann natürlich auch),war aber sonst relativ ruhig und ich hatte kein anderes kind zu versorgen.mein mann hat mir aber sehr geholfen.
hast du jemanden,der dir die ältere tochter mal für kurze zeit (z.b. wärend des stillens) abnehmen könnte? ich habe manchmal wärend des stillens sogar gepennt ;o),das war oft die einzige schlafmöglichkeit am tage;o)
ansonsten kann ich dir nur kraft,mut und schöne zeit wünschen,
liebe grüsse

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10. Oktober 2007 um 19:09

Durchhalten
hi mami,

also auf jeden fall durchhalten. zumindest noch die 4 wochen. ich hatte auch schon an abstillen gedacht (hatte andere probleme, mehrere brustentzündungen etc.), aber plötzlich seit etwa einer woche geht es richtig gut. und wenn ich mir jetzt vorstellen müsste immer fläschchen zu machen und unterwegs nichts dabei zu haben etc. wird mir ganz anders. das ist viel stressiger, wenn das stillen erst mal klappt.
meine kleine hatte auch mal so eine schreiphase. habe dann keine nutella-vollkornbrote mehr gegessen, also kein vollkorn mit zucker, und auf kalte frische vollmilch verzichtet. erhitzt und hmilch geht. dann hat es geklappt.
außerdem müssen sich die kleinen erst an tag und nacht gewöhnen. meine kleine wollte zu anfang nachts zwischen 10 und zwei immer trinken und herumgetragen werden. im mutterbauch war es ja schnurz, wann sie wach ist.

zum anderen ist es auch nicht schlimm wenn man abstillt. zur zeit wird das ja ziemlich idealisiert und man fühlt sich als versagerin, wenn es nicht so schön aussieht wie auf den fotos. mittlerweile glaube ich, dass es für ziemlich viele frauen die ersten wochen regelrecht die hölle ist.

gruß, rabe

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