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Abgebende Mutter

10. Oktober 2006 um 13:39

Ich bin Filmemacherin für den WDR (Westdeutschen Rundfunk) und möchte einen Dokumentarfilm über eine Frau machen, die sich mit dem Gedanken trägt, ihr Kind zur Adoption abzugeben. Dies ist in der Gesellschaft ein großes Tabu. Eine abgebende Mutter gilt als Rabenmutter, die es sich sehr einfach macht. Die Entscheidung aber ist alles andere als leicht. Ich möchte im Film für den WDR eine eventuell abgebende Mutter bei ihrem schweren Entscheidungsprozess begleiten. Vielleicht gibt es eine Frau, die sich mit diesem heiklen, sehr intimen Thema der Öffentlichkeit stellen würde? Wir könnten uns zunächst über E-Mail austauschen. Dann wird vielleicht auch klar, wie sensibel und behutsam ich mit dem Thema umgehen möchte. Meine E-Mailadresse ist: Katrin.Stanitzki@gmx.de

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22. Januar 2007 um 22:57

Abgebende Mutter
Hallo radena,

ich finde das Thema, über das du einen Film machen willst, sehr, sehr wichtig. Es ist gut, dass Mütter, die ihr Kind nicht behalten können, und sie werden ihre Gründe haben, in ein besseres Licht gerückt werden. Es ist doch verrückt, aber in unserer Gesellschaft gilt eine Frau, die ihr Kind zur Adoption freigibt, als Rabenmutter. Dabei ist das eine verantwortungsvolle Entscheidung. Und ich spreche da aus Erfahrung, weil ich jemanden kenne, die ihr Kind frei gegeben hat. Sie hat so sehr darunter gelitten, leidet noch heute darunter. Aber sie konnte nicht anders und weiß, das ist ihr einziger Trost, dass es ihrem Kind gut geht, er es gut hat bei seinen Adoptiveltern. Denn sie können ihm das geben, was sie ihm nicht geben konnte.

Kannst du mir sagen, ob der Film schon fertig ist? Und wann der gesendet wird?

Viele Grüße,
Annalena

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23. Januar 2007 um 10:31
In Antwort auf annalena26

Abgebende Mutter
Hallo radena,

ich finde das Thema, über das du einen Film machen willst, sehr, sehr wichtig. Es ist gut, dass Mütter, die ihr Kind nicht behalten können, und sie werden ihre Gründe haben, in ein besseres Licht gerückt werden. Es ist doch verrückt, aber in unserer Gesellschaft gilt eine Frau, die ihr Kind zur Adoption freigibt, als Rabenmutter. Dabei ist das eine verantwortungsvolle Entscheidung. Und ich spreche da aus Erfahrung, weil ich jemanden kenne, die ihr Kind frei gegeben hat. Sie hat so sehr darunter gelitten, leidet noch heute darunter. Aber sie konnte nicht anders und weiß, das ist ihr einziger Trost, dass es ihrem Kind gut geht, er es gut hat bei seinen Adoptiveltern. Denn sie können ihm das geben, was sie ihm nicht geben konnte.

Kannst du mir sagen, ob der Film schon fertig ist? Und wann der gesendet wird?

Viele Grüße,
Annalena

Abgebende Mutter
Liebe Annalena,

danke für deine netten Worte. Leider habe ich noch keine betroffene Mutter gefunden, die am Film mitwirken möchte. Von daher kann ich dir auch keinen Sendetermin nennen.

Ich halte das Thema auch für sehr wichtig, weil es ein großes Tabu in unserer Gesellschaft ist. Ich denke, eine Frau, die ihr Kind zur Adoption freigibt, steht vor einer sehr schmerzhaften, schweren Entscheidung. Allein die Tatsache, dass sie darüber nachdenkt, ihr Kind nicht selbst aufziehen zu können, dasd das Kind es bei anderen Eltern besser haben wird, weil sie ihm das geben können, was sie selbst nicht kann, ist eine sehr verantwortungsvolle Entscheidung.

Aber eine Frau zu finden, die im Film mitwirken würde, ist sehr, sehr schwer. Denn eine Frau in diesem schmerzhaften Prozess befindet sich in einem Ausnahmezustand, kann ihre Gefühle kaum ordnen, wer möchte sie da auch noch behelligen. Es bedarf einfühlsamer Menschen, die der Frau beiseite stehen. Warum sollte eine Frau zudem in dieser Situation an die Öffentlichkeit gehen? Es ist ein so heikles Thema.

Aber ich denke immer, dass es irgendwo eine Betroffene gibt, die sehr offen damit umgeht, eine stabile Persönlichkeit ist. Von zwei Psychologen habe ich von je zwei Fällen aus der Vergangenheit erfahren, bei der sie sich eine Mitwirkung hätten vorstellen können. Die betroffenen Mütter hatten ihr Umfeld mit in die Entscheidung einbezogen, sahen es als notwenig an, Aufklärungsarbeit zu leisten. Das ist natürlich sehr erstaunlich und kommt sicher in den seltensten Fällen vor. Aber vielleicht finde ich einen ähnlichen Fall?

Liebe Grüße,
Katrin

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13. Februar 2007 um 18:21
In Antwort auf annalena26

Abgebende Mutter
Hallo radena,

ich finde das Thema, über das du einen Film machen willst, sehr, sehr wichtig. Es ist gut, dass Mütter, die ihr Kind nicht behalten können, und sie werden ihre Gründe haben, in ein besseres Licht gerückt werden. Es ist doch verrückt, aber in unserer Gesellschaft gilt eine Frau, die ihr Kind zur Adoption freigibt, als Rabenmutter. Dabei ist das eine verantwortungsvolle Entscheidung. Und ich spreche da aus Erfahrung, weil ich jemanden kenne, die ihr Kind frei gegeben hat. Sie hat so sehr darunter gelitten, leidet noch heute darunter. Aber sie konnte nicht anders und weiß, das ist ihr einziger Trost, dass es ihrem Kind gut geht, er es gut hat bei seinen Adoptiveltern. Denn sie können ihm das geben, was sie ihm nicht geben konnte.

Kannst du mir sagen, ob der Film schon fertig ist? Und wann der gesendet wird?

Viele Grüße,
Annalena

Abgebende mutter
an alle mütter
gebt eure kinder niemals in die hände des jugendamtes ihr habt es schwer sie wieder zu bekommen ich kämpfe jetzt schon 5 jahre es war mein grösster fehler ich leide sehr darunter

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6. März 2007 um 21:41

@ Deni
Liebe Deni,

danke für deine Antwort! Ist ja schade, dass du erst jetzt auf diese Seite gestoßen bist. Ich hatte mich mit sämtlichen Jugendämtern in Deutschland in Verbindung gesetzt, ganz viele wollten mir bei der Suche behilflich sein. Dein Jugendamt war wohl nicht dabei?
Auf jeden Fall habe ich größten Respekt vor deiner Entscheidung. Ich denke, es gehört sehr viel Mut dazu, offen zu der Entscheidung zu stehen. Und deine Entscheidung ist sehr verantwortungsvoll, wie ich finde. Sehr, sehr gern würde ich mich mit dir unterhalten. Leider kann ich dir keine PM oder E-Mail schreiben. Willst du mir eine Mail schicken? Wann ist denn dein Entbindungstermin? Vielleicht wäre es doch noch möglich, in Kontakt zu treten? Meine Adresse lautet: Katrin.Stanitzki@gmx.de

Liebe Grüße und alles Gute für dich,
Katrin

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6. März 2007 um 22:22
In Antwort auf radena1

@ Deni
Liebe Deni,

danke für deine Antwort! Ist ja schade, dass du erst jetzt auf diese Seite gestoßen bist. Ich hatte mich mit sämtlichen Jugendämtern in Deutschland in Verbindung gesetzt, ganz viele wollten mir bei der Suche behilflich sein. Dein Jugendamt war wohl nicht dabei?
Auf jeden Fall habe ich größten Respekt vor deiner Entscheidung. Ich denke, es gehört sehr viel Mut dazu, offen zu der Entscheidung zu stehen. Und deine Entscheidung ist sehr verantwortungsvoll, wie ich finde. Sehr, sehr gern würde ich mich mit dir unterhalten. Leider kann ich dir keine PM oder E-Mail schreiben. Willst du mir eine Mail schicken? Wann ist denn dein Entbindungstermin? Vielleicht wäre es doch noch möglich, in Kontakt zu treten? Meine Adresse lautet: Katrin.Stanitzki@gmx.de

Liebe Grüße und alles Gute für dich,
Katrin

Filme?
Hi Katrin,

ich habe mal ein bisschen bei Google geschaut, was für Filme du gemacht hast, aber ich habe keine Katrin Stanitzki gefunden. Ist das dein erster Film?

Liebe Grüße,
Nathalie

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6. März 2007 um 22:30
In Antwort auf zsuzsi_12346893

Filme?
Hi Katrin,

ich habe mal ein bisschen bei Google geschaut, was für Filme du gemacht hast, aber ich habe keine Katrin Stanitzki gefunden. Ist das dein erster Film?

Liebe Grüße,
Nathalie

Mein Mädchenname
Liebe Nathalie,

nee, das ist nicht mein erster Film. Man kann ein paar Filme über meinen richtigen Namen bei Google finden, Stanitzki ist mein Mädchenname, die angegebene E-Mailadresse meine alte Adresse. Du findest mich unter Katrin Wegner.

Liebe Grüße,
Katrin

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8. März 2007 um 20:11
In Antwort auf radena1

Mein Mädchenname
Liebe Nathalie,

nee, das ist nicht mein erster Film. Man kann ein paar Filme über meinen richtigen Namen bei Google finden, Stanitzki ist mein Mädchenname, die angegebene E-Mailadresse meine alte Adresse. Du findest mich unter Katrin Wegner.

Liebe Grüße,
Katrin

Sensible Themen
Alle Achtung! Du traust dich ja an sensible Themen heran. Männerwirtschaft und Jenseits der Worte habe ich übrigens gehen. Fand ich total schön! Du gehst sehr vorsichtig mit den Menschen um. Hast du eigentlich über den Film hinaus noch Kontake zu den Menschen, die in deinen Filmen mitwirken?

Liebe Grüße,
Nathalie

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20. März 2007 um 17:47
In Antwort auf zsuzsi_12346893

Sensible Themen
Alle Achtung! Du traust dich ja an sensible Themen heran. Männerwirtschaft und Jenseits der Worte habe ich übrigens gehen. Fand ich total schön! Du gehst sehr vorsichtig mit den Menschen um. Hast du eigentlich über den Film hinaus noch Kontake zu den Menschen, die in deinen Filmen mitwirken?

Liebe Grüße,
Nathalie

Film über Pflegefamilien
Für alle, die es interessiert: ich habe eben in einer Vorankündigung gelesen, dass von der Filmemacherin, die hier eine werdende Mutter filmisch begleiten will, ein Film zum Thema Pflegefamilien kommt.

Geliehenes Glück
Ein neues Kind für eine Pflegefamilie
SWR, 11. April, 20:15 Uhr.

Schau ich mir mal an, mal gucken ob der einfühlsam ist!

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3. April 2007 um 23:00
In Antwort auf zsuzsi_12346893

Film über Pflegefamilien
Für alle, die es interessiert: ich habe eben in einer Vorankündigung gelesen, dass von der Filmemacherin, die hier eine werdende Mutter filmisch begleiten will, ein Film zum Thema Pflegefamilien kommt.

Geliehenes Glück
Ein neues Kind für eine Pflegefamilie
SWR, 11. April, 20:15 Uhr.

Schau ich mir mal an, mal gucken ob der einfühlsam ist!

Abgebende Mutter
Liebe Katrin,

ich habe mein Kind vor sechs Wochen zur Welt gebracht. Wenn ich deinen Aufruf früher gelesen hätte, hätte ich mich sicher bei dir gemeldet, denn ich habe in den Monaten meiner Schwangerschaft sehr darunter gelitten, dass mich die Leute um mich herum dafür fast verachtet haben, weil ich darüber nachgedacht habe, mein Baby zur Adoption freizugeben. Eine Frau hat mich sogar beschimpft. Ich habe mich mit meiner Entscheidungsfindung wirklich schwer getan. Hätte dir gern ganz viel davon erzählt, denn ich glaube, es wäre wirklich mal wichtig, dass die Leute wissen, wie hart der Schritt ist, und dass man es sich als Mutter nicht leicht damit tut.

Wie geht es dir? Hast du den Film schon gedreht? Solltest du einmal einen Film darüber machen, wie sich eine Frau im Nachhinein fühlt, Jahre später, dann melde dich ruhig bei mir. Ansonsten hoffe ich so sehr, für alle betroffenen Mütter, dass es einmal einen Film aus dieser Sicht gibt, die zum besseren Verständnis beiträgt.

Liebe Grüße,
Ricarda

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3. April 2007 um 23:45
In Antwort auf jadzia_12042045

Abgebende mutter
an alle mütter
gebt eure kinder niemals in die hände des jugendamtes ihr habt es schwer sie wieder zu bekommen ich kämpfe jetzt schon 5 jahre es war mein grösster fehler ich leide sehr darunter

Zustimm
Ich gebe dir total recht mit deiner aussage colgrace ich hab den fehler auch begangen und bereue es zu tiefst. kämpfe seit 3j und ich hab keine chance.

gruß biggi

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4. April 2007 um 19:03
In Antwort auf sonny_12706888

Abgebende Mutter
Liebe Katrin,

ich habe mein Kind vor sechs Wochen zur Welt gebracht. Wenn ich deinen Aufruf früher gelesen hätte, hätte ich mich sicher bei dir gemeldet, denn ich habe in den Monaten meiner Schwangerschaft sehr darunter gelitten, dass mich die Leute um mich herum dafür fast verachtet haben, weil ich darüber nachgedacht habe, mein Baby zur Adoption freizugeben. Eine Frau hat mich sogar beschimpft. Ich habe mich mit meiner Entscheidungsfindung wirklich schwer getan. Hätte dir gern ganz viel davon erzählt, denn ich glaube, es wäre wirklich mal wichtig, dass die Leute wissen, wie hart der Schritt ist, und dass man es sich als Mutter nicht leicht damit tut.

Wie geht es dir? Hast du den Film schon gedreht? Solltest du einmal einen Film darüber machen, wie sich eine Frau im Nachhinein fühlt, Jahre später, dann melde dich ruhig bei mir. Ansonsten hoffe ich so sehr, für alle betroffenen Mütter, dass es einmal einen Film aus dieser Sicht gibt, die zum besseren Verständnis beiträgt.

Liebe Grüße,
Ricarda

RESPEKT!!!
Hallo an alle ABGEBENDEN MÜTTER!

Ich bin selber Mama von 2 Kindern und hätte es nie in Erwägung gezogen, auch nur eines davon abzugeben.
ABER:
Ich fange jedesmal an zu heulen wenn ich wieder und wieder in den Nachrichten erfahren muß, daß wieder ein Neugeborenes in Mülltüten verpackt und weggeworfen, oder vom Balkon geworfen wurde. Immerwieder werden Kinder extrem vernachlässigt, viele Verhungern und verkümmern kläglich!

Ich habe deshalb den GRÖßTEN RESPEKT vor den Frauen, die ihr KInd in eine Babyklappe geben oder anonym im Krankenhaus entbinden und dann abgeben!!!
Von Euch sollte es noch viel mehr geben, dann gibt es hier viel weniger tote Babys und viel mehr glückliche Eltern, die sich sehnlichst ein Kind wünschen!!!

Liebe Grüße

tanktopgirl

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5. April 2007 um 7:58
In Antwort auf tanktopgirl

RESPEKT!!!
Hallo an alle ABGEBENDEN MÜTTER!

Ich bin selber Mama von 2 Kindern und hätte es nie in Erwägung gezogen, auch nur eines davon abzugeben.
ABER:
Ich fange jedesmal an zu heulen wenn ich wieder und wieder in den Nachrichten erfahren muß, daß wieder ein Neugeborenes in Mülltüten verpackt und weggeworfen, oder vom Balkon geworfen wurde. Immerwieder werden Kinder extrem vernachlässigt, viele Verhungern und verkümmern kläglich!

Ich habe deshalb den GRÖßTEN RESPEKT vor den Frauen, die ihr KInd in eine Babyklappe geben oder anonym im Krankenhaus entbinden und dann abgeben!!!
Von Euch sollte es noch viel mehr geben, dann gibt es hier viel weniger tote Babys und viel mehr glückliche Eltern, die sich sehnlichst ein Kind wünschen!!!

Liebe Grüße

tanktopgirl

TANKTOPGIRL
da gebe ich dir recht.Ich habe vor ein paar Tagen schon mal irgendwo was geschrieben(abtreibungs Forum?)

Mütter sind die besseren Mütter, die das Kind abgeben, Sie machen sich über das LEBEN in sich wenigstens Gedanken.Sie schenken dem Kind sozusagen 2 LEBEN AUFEINMAL!!!
Leider dürfen soooooooooooo viele babies nur grausamkeit erfahren

LG Angelia

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11. April 2007 um 17:39
In Antwort auf sonny_12706888

Abgebende Mutter
Liebe Katrin,

ich habe mein Kind vor sechs Wochen zur Welt gebracht. Wenn ich deinen Aufruf früher gelesen hätte, hätte ich mich sicher bei dir gemeldet, denn ich habe in den Monaten meiner Schwangerschaft sehr darunter gelitten, dass mich die Leute um mich herum dafür fast verachtet haben, weil ich darüber nachgedacht habe, mein Baby zur Adoption freizugeben. Eine Frau hat mich sogar beschimpft. Ich habe mich mit meiner Entscheidungsfindung wirklich schwer getan. Hätte dir gern ganz viel davon erzählt, denn ich glaube, es wäre wirklich mal wichtig, dass die Leute wissen, wie hart der Schritt ist, und dass man es sich als Mutter nicht leicht damit tut.

Wie geht es dir? Hast du den Film schon gedreht? Solltest du einmal einen Film darüber machen, wie sich eine Frau im Nachhinein fühlt, Jahre später, dann melde dich ruhig bei mir. Ansonsten hoffe ich so sehr, für alle betroffenen Mütter, dass es einmal einen Film aus dieser Sicht gibt, die zum besseren Verständnis beiträgt.

Liebe Grüße,
Ricarda

Hast Du es behalten?
Hallo Ricarda,
Du schreibst, Du hast darüber nachgedacht das Baby zur Ado zu geben.
Und wie hast Du Dich entschieden?

Neugirige Grüße, Bianka

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12. April 2007 um 12:32
In Antwort auf taline_12460916

TANKTOPGIRL
da gebe ich dir recht.Ich habe vor ein paar Tagen schon mal irgendwo was geschrieben(abtreibungs Forum?)

Mütter sind die besseren Mütter, die das Kind abgeben, Sie machen sich über das LEBEN in sich wenigstens Gedanken.Sie schenken dem Kind sozusagen 2 LEBEN AUFEINMAL!!!
Leider dürfen soooooooooooo viele babies nur grausamkeit erfahren

LG Angelia

2 Leben?
Hallo ihr Zwei,
ihr schreibt, Adoption, oder Babyklappe, anonyme Geburt wäre gut, weil das Kind so überlebt.
Ich selbst bin gegen Abtreibung, und da ist Adoption bestimmt der bessere Weg.
Aber was die heute erwachsenen Adoptierten aus ihrem Leben erzählen, hat nichts mit 2 Leben, sondern viel mehr mit einem Leben aus Identitätskonflickten zu tun.
Was ist denn später mit den Kindern aus den Babyklappen, die ihre Herkunft wissen wollen?
Anonym geboren. Nie wissen, wo sie her kommen?

Ist nicht so einfach, wie sich das manche vorstellen.

Liebe Grüße!

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21. April 2007 um 11:43
In Antwort auf sonny_12706888

Abgebende Mutter
Liebe Katrin,

ich habe mein Kind vor sechs Wochen zur Welt gebracht. Wenn ich deinen Aufruf früher gelesen hätte, hätte ich mich sicher bei dir gemeldet, denn ich habe in den Monaten meiner Schwangerschaft sehr darunter gelitten, dass mich die Leute um mich herum dafür fast verachtet haben, weil ich darüber nachgedacht habe, mein Baby zur Adoption freizugeben. Eine Frau hat mich sogar beschimpft. Ich habe mich mit meiner Entscheidungsfindung wirklich schwer getan. Hätte dir gern ganz viel davon erzählt, denn ich glaube, es wäre wirklich mal wichtig, dass die Leute wissen, wie hart der Schritt ist, und dass man es sich als Mutter nicht leicht damit tut.

Wie geht es dir? Hast du den Film schon gedreht? Solltest du einmal einen Film darüber machen, wie sich eine Frau im Nachhinein fühlt, Jahre später, dann melde dich ruhig bei mir. Ansonsten hoffe ich so sehr, für alle betroffenen Mütter, dass es einmal einen Film aus dieser Sicht gibt, die zum besseren Verständnis beiträgt.

Liebe Grüße,
Ricarda

Schwer
Liebe Ricarda,

wie geht es dir heute? Und wer unterstützt dich gerade? Bekommst du gute Unterstützung? Ich hoffe doch sehr, denn ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das soziale Netz ziemlich dünn ist, wenn man sein Kind zur Adoption frei gegeben hat. So hoffe ich doch sehr, dass du auf Verständnis stößt. Und ich kann mir auch vorstellen, dass du ganz viel seelischen Beistand brauchst, denn die Zeit jetzt ist sicher hart für dich. Auch wenn du dein Kind abgegeben hast, so wirst du es sicher trotzdem sehr vermissen, dich immer wieder fragen, ob es der richtige Schritt war?

Mein Filmvorhaben ist noch nicht weiter vorangeschritten. Ich habe jetzt vier betroffene Mütter getroffen, noch schwanger, die ihre Kinder eventuell zur Adoption freigeben wollen. Sie hätten im Film mitgewirkt, allerdings geht es ihnen so schlecht, ihr Leben ist dermaßen aus der Bahn geraten, dass ich es nicht gut finde, sie auch noch mit der Kamera zu begleiten. Sie würden den Zuschauern nur vorgeführt werden. Und ich möchte keinen Voyeurismus bedienen. Das Thema ist schon schwer und ziemlich heikel. Wie kann man für Aufklärung und Verständnis sorgen, damit die Gesellschaft endlich aufhört, abgebende Mütter zu verurteilen, statt dessen ihr verantwortungsvolles Handeln anzuerkennen?

Ich wünsche dir alles Gute, viel Kraft für dich und viel Unterstützung von Freunden,
Katrin

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8. Mai 2007 um 22:23

Lange her...
Ich finde es gut, dass du vorhast, dieses Film zu machen und ich kann mir leiblich vorstellen, wie schwer es ist, jemanden zu finden, der diesen schweren Prozess begleiten lässt. Bei mir ist es fünf Jahre her, dass ich mein Baby zur Adoption freigegeben habe. Es tut mir noch immer weh, zerreißt mir das Herz, aber vom Verstand her weiß ich, dass ich das Richtige getan habe. Ich komme aus einer Suchtfamilie, habe selbst eine harte Drogenvergangenheit, war zwar zum Zeitpunkt der Schwangerschaft clean, wollte aber, dass mein Kind diesen Familienkreislauf endlich mal durchbricht, dass ihm andere, die es besser haben, dabei helfen.
Alles Gute für deine Suche. Vielleicht hast du ja in diesem Forum Glück und es gibt jemanden, die Vertrauen zu dir hat. Wichtig wäre so ein Film auf jeden Fall!!!

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8. Mai 2007 um 22:27
In Antwort auf bibiblockstein

2 Leben?
Hallo ihr Zwei,
ihr schreibt, Adoption, oder Babyklappe, anonyme Geburt wäre gut, weil das Kind so überlebt.
Ich selbst bin gegen Abtreibung, und da ist Adoption bestimmt der bessere Weg.
Aber was die heute erwachsenen Adoptierten aus ihrem Leben erzählen, hat nichts mit 2 Leben, sondern viel mehr mit einem Leben aus Identitätskonflickten zu tun.
Was ist denn später mit den Kindern aus den Babyklappen, die ihre Herkunft wissen wollen?
Anonym geboren. Nie wissen, wo sie her kommen?

Ist nicht so einfach, wie sich das manche vorstellen.

Liebe Grüße!

Babyklappe
Ja, das ist hart, aber manchmal gibt es für die Mutter einfach keinen anderen Ausweg, als diesen Weg. Und da muss man dann erst einmal an die Mutter denken und dann an das KInd. Aber für das Kind ist es hart, keine Frage!

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22. Mai 2007 um 23:01
In Antwort auf zsuzsi_12346893

Film über Pflegefamilien
Für alle, die es interessiert: ich habe eben in einer Vorankündigung gelesen, dass von der Filmemacherin, die hier eine werdende Mutter filmisch begleiten will, ein Film zum Thema Pflegefamilien kommt.

Geliehenes Glück
Ein neues Kind für eine Pflegefamilie
SWR, 11. April, 20:15 Uhr.

Schau ich mir mal an, mal gucken ob der einfühlsam ist!

Film über Eifersucht
Liebe Katrin,

ich habe am Donnerstag einen Dokumentarfilm von dir im MDR gesehen. Es ging um die verschiedenen Ausprägungen von Eifersucht. Der war total einfühlsam und schön gemacht. Vor allem der Mann im Gefängnis war unheimlich menschlich dargestellt, er hat mir sehr Leid getan, weil er bis heute nicht weiß und darüber so verzweifelt ist, warum er die Tat begangen hat. Du machst wirklich schöne Filme.

Alles Gute,
Nathalie

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17. Februar 2008 um 3:21

Abgebende mutter
hallo,

ich habe mein kind zur adoption gegeben

mich würde interessieren ob sich noch andere mütter gemeldet haben und ob sie interesse an einem austausch miteinander haben
es ist sehr schwer jemanden zu finden der mich nicht als rabenmutter bezeichnet und ich würde mich gerne offen mit anderen frauen austauschen

mit freundlichem gruß

elke

meine e-mail adresse lautet: ruebnsdame1@gmx.de

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7. Juli 2008 um 16:34
In Antwort auf arda_12719459

Abgebende mutter
hallo,

ich habe mein kind zur adoption gegeben

mich würde interessieren ob sich noch andere mütter gemeldet haben und ob sie interesse an einem austausch miteinander haben
es ist sehr schwer jemanden zu finden der mich nicht als rabenmutter bezeichnet und ich würde mich gerne offen mit anderen frauen austauschen

mit freundlichem gruß

elke

meine e-mail adresse lautet: ruebnsdame1@gmx.de

Maturarbeit
Hallo

Mein Name ist RaphaelKym. Ich bin 18 Jahre alt und gehe in der Schweiz zur Schule. Ich besuche das Gymnasium und werde nächstes Jahr die Abitur absolvieren.
Nun befinde ich mich mitten in der Phase der Abiturarbeit,welche bei uns in der Schweiz nötig ist um die Abitur zu schreiben.

Meine Arbeit handelt sich um das Oberthema Adoption. Ich habe dieses Thema gewählt, da ich selbst vor 18 Jahren aus Brasilien adoptiert wurde und ich mich näher mit diesem spannenden Thema befassen möchte.

Zu meiner Arbeit gehört ein praktischer und ein theoretischer Teil. Im praktischen Teil sind Interviews geplant, welche mir Aufschluss über einige Fragen geben.
Die Frage handelt sich um die Beweggründe zur Adoptionsfreigabe des Kindes. Wenn die Frage zu persönlich ist oder nicht beantwortet werden möchte, verstehe ich das vollkommen, da dieses Thema sehr heikel und persönlich ist.

1. Was waren die Beweggründe für eine Adoption?

2. Wie waren die Reaktionen des Umfelds auf den Entscheid zur Adoption?

Ich bedanke mich für die Kenntnisnahme meines Komentars und freue mich auf die Antworten.

Mit freundlichen Grüssen

Raphael kym



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16. September 2008 um 12:29
In Antwort auf arda_12719459

Abgebende mutter
hallo,

ich habe mein kind zur adoption gegeben

mich würde interessieren ob sich noch andere mütter gemeldet haben und ob sie interesse an einem austausch miteinander haben
es ist sehr schwer jemanden zu finden der mich nicht als rabenmutter bezeichnet und ich würde mich gerne offen mit anderen frauen austauschen

mit freundlichem gruß

elke

meine e-mail adresse lautet: ruebnsdame1@gmx.de

Vor Jahren
Hallo Elke,

entschuldige, dass ich erst jetzt antworte. Ja, es haben sich Frauen gemeldet, die ihr Kind zur Adoption freigegeben haben. Dies geschah allerdings schon vor 20 und 26 Jahren. Ihre Geschichte lässt sie nicht los, vor allem die Sehnsucht nach ihren Kindern macht sie krank. Es waren leider anonyme Adoptionen, sodass sie nicht erfahren konnten, wie es ihren Kindern heute geht. Allerdings gibt es Möglichkeiten, über das Jugendmt zu erfahren, ob es den Kindern gut geht. Zwei der Frauen sind gerade dabei, Kontakte herzustellen. Vielleicht sind sie auch daran interessiert, sich mit dir auszutauschen. Wenn du magst, frage ich sie.

Liebe Grüße,
Katrin

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16. September 2008 um 14:49

Abgebende Mütter sind wahre Heldinnen
Liebe Deni
Soeben stosse ich auf deinen Beitrag und ich gebe deiner Betreuerin beim Jugendamt ganz und gar Recht. Ich habe ein Neugeborenes über eine offene Adoption adoptieren können und darüber bin ich überglücklich und dankbar. Ich finde, in unserer Zeit ist dies für die Biologische Mutter eine so schwere Entscheidung und doch eine Entscheidung für das Leben! Mein Sohn wurde soeben 3 jährig und soeben hatte ich kurz Kontakt mit seiner Biologischen Mutter: Ich spüre grosse Dankbarkeit, denn sie hat mir ein unermessliches Geschenk gemacht und ich bin tief berührt von ihr zu lesen, dass auch sie dankbar ist und sich freut, dass es dem Kind gut geht. Das gibt ihr die Freiheit und Gewissheit, richtig entschieden zu haben und die Gelassenheit, ihr Leben in Freude weiter zu gestalten.
Ich hoffe, dass es auch dir gelungen ist, diese Seite des schweren Entscheides zu sehen und zu verinnerlichen. Jedenfalls bin ich der Meinung, dass Ihr Frauen, die aus welchen Gründen auch immer diese schwere Entscheidung machen, dass Ihr die wahren Heldinnen unserer Gesellschaft seid.
Danke dir.
Shireen

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16. September 2008 um 14:56
In Antwort auf radena1

Schwer
Liebe Ricarda,

wie geht es dir heute? Und wer unterstützt dich gerade? Bekommst du gute Unterstützung? Ich hoffe doch sehr, denn ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das soziale Netz ziemlich dünn ist, wenn man sein Kind zur Adoption frei gegeben hat. So hoffe ich doch sehr, dass du auf Verständnis stößt. Und ich kann mir auch vorstellen, dass du ganz viel seelischen Beistand brauchst, denn die Zeit jetzt ist sicher hart für dich. Auch wenn du dein Kind abgegeben hast, so wirst du es sicher trotzdem sehr vermissen, dich immer wieder fragen, ob es der richtige Schritt war?

Mein Filmvorhaben ist noch nicht weiter vorangeschritten. Ich habe jetzt vier betroffene Mütter getroffen, noch schwanger, die ihre Kinder eventuell zur Adoption freigeben wollen. Sie hätten im Film mitgewirkt, allerdings geht es ihnen so schlecht, ihr Leben ist dermaßen aus der Bahn geraten, dass ich es nicht gut finde, sie auch noch mit der Kamera zu begleiten. Sie würden den Zuschauern nur vorgeführt werden. Und ich möchte keinen Voyeurismus bedienen. Das Thema ist schon schwer und ziemlich heikel. Wie kann man für Aufklärung und Verständnis sorgen, damit die Gesellschaft endlich aufhört, abgebende Mütter zu verurteilen, statt dessen ihr verantwortungsvolles Handeln anzuerkennen?

Ich wünsche dir alles Gute, viel Kraft für dich und viel Unterstützung von Freunden,
Katrin

Abgebende Mütter
Liebe Katrin
Ich lese deine Beiträge und bin sehr berührt. Ich selbst habe ein Kind in einer offenen Adoption adoptiert und habe immer noch Kontakt zur leiblichen Mutter. Ich spüre grosse Dankbarkeit und gegenseitigen Respekt. Das machte es auch ihr einfacher, glaube ich, das Leben danach in den Griff zu bekommen. In Amerika findest du sicher einige Frauen, die bereit wären, sich zu dem Thema zu äussern. Ich könnte dir dazu weiterhelfen. Ich finde es sehr sehr wichtig, dass das Image der abgebenden Mütter revidiert wird, denn ich finde, sie sind die Heldinnen unserer Gesellschaft, in einer Zeit, wo Abtreibungen so einfach gemacht werden.
Ich hoffe, du verfolgst dein Projekt noch weiter.
Herzlichst
Shireen

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10. Oktober 2008 um 11:18

Film gesehen
hallo, ich habe gestern um 12 im wdr ihren film über pfegefamilien gesehen. der beitrag war sehr sensibel und schön gemacht. daraufhin habe ich sie mal gegoogelt und ihre homepage gefunden. für alle, die es interessiert:

www.katrinwegner.npage.de

viele grüße, sabine

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17. Oktober 2008 um 20:42
In Antwort auf mayim_12728024

Film gesehen
hallo, ich habe gestern um 12 im wdr ihren film über pfegefamilien gesehen. der beitrag war sehr sensibel und schön gemacht. daraufhin habe ich sie mal gegoogelt und ihre homepage gefunden. für alle, die es interessiert:

www.katrinwegner.npage.de

viele grüße, sabine

Zum Clicken
http://www.katrinwegner.npage.de
Hab ich auch schon gesehen.

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7. Dezember 2008 um 0:00

Der harte Kampf mit sich selbst als abgebende Mutter
Hallo Katrin
Soeben bin ich auf diese Seite gestossen und habe dein "Anliegen" mit grosser Achtung vor Dir gelesen. So einen Film machen zu wollen, finde ich ausserordentlich, weil es sich ja tatsächl. um ein grosses Tabu handelt.
Ich selbst habe vor 4 1/2 Jahren meine Tochter zur Adoption freigegen und schaffte es erst dieses Jahr, diesen Schrîtt von mir zu akzeptieren.
Ganz toll finde ich, dass du diesen Film nicht um jeden Preis machen möchtest sondern sehr auf die jeweiligen Frauen achtest!
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und schöne Erlebnisse für weitere Filme.
Glg, violeta

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