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Abtreibung ja oder nein

15. Mai 2014 um 8:06

Ich stand mal vor dieser frage und habe auch google gefragt. es gab viele diskussionen darüber aber nie wusste man, ob jetzt abgetrieben wurde oder nicht... Darum wollte ich das schreiben.

Ich habe nicht mit einer ss gerechnet, war verzweifelt, panisch und ratlos. Hatte angst vor allem. Der freund zeigte nicht gerade die beste reaktion. Allgemein hörte ich von allen seiten nur ABTREIBEN... Das war schlimm, sehr schlimm...
Ich wusste nicht was ich wollte...
Nach drängen vom freund machte ich einen termin zur beratung für die abtreibung. Der termin war um 9.30, das weiß ich noch ganz genau. Naja... Ich lag im bett, mir war schleht, mir tat einfach alles weh was wehtun könnte und ich ging nicht hin.
ICH wollte nicht abtreiben... "Mein leben" wollte, das ich abtreibe... Aber ICH lebe doch "mein leben" ICH entscheide... Sowas ging mir durch den kopf...
Den leuten klar zumachen, dass ich nicht abtreibe war nicht einfach. Habe noch eine lange zeit bitterlich geweint und an meiner entscheidung gezweifelt... Wurde von allen seiten "angegriffen". Ich wäre dumm, naiv und noch zu jung. Würde mir ja keine gedanken um meine zukunft machen.
Und ob ich mir welche machte! Aber der gedanke mein kind zu töten war unerträglich... "Es ist ja kein töten, es ist ja nichtmal ein kind".

Naja... Heute bin ich in der 33. ssw und bin froh sie behalten zu haben! Klar sie ist noch nicht da, und die sorgen um die zukunft werden nicht besser. Es regnet auch kein geld, man muss viele kompromisse schließen ABER das ist es wert...

Ich glaube, wenn man schon googlet, wie ich, und eine antwort darauf sucht. Dann will man nicht abtreiben.
Egal was der freund sagt, die eltern, die freude, der job, usw... Das ist alles vergänglich. Klar wirds nicht einfach. Die beziehung leidet oder endet sogar (wenn der partner das kind nicht will)
Berufspläne werde verschoben... Finanziell kann man sich kaum noch was gönnen... Aber das sind alles sachen die man überstehen kann!

Mit dem wissen, mein kind getötet zu haben, hätte ich nicht leben können.

Ich hoffe, du stehst nicht vor so einer entscheidung während du das liest. Aber wenn, dann lass nicht deine ängste oder die anderen entscheiden.

Liebe grüße!

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15. Mai 2014 um 9:06

Ich denke
genau darin liegt das Problem.

Dass andere immer meinen, für einen entscheiden zu müssen, entscheiden zu dürfen, entscheiden zu können.

Wenn man aber jung ist, dann hört man eben oftmals darauf. Man sieht keine anderen Perspektive, meine andere Chance für sich, für das Kind.

Toll, dass du den Mut hattest und diesen Weg gegangen bist.

VG

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