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Adoptin eines Baby/Kleinkindes

6. April 2013 um 13:44

Hallo, mein Mann (35) und ich (32) haben uns zu einer Adoption entschieden da wir von meiner Seite aus gesundheitlich keine eigenen Kinder bekommen können. Das Thema "Adoption" steht bei uns schon lange im Raum, wir wollten Finanziell abgesichert sein und vor allem neben der Firma Zeit für ein Kind haben.

Nun ist es so, dass wir uns zwar noch nicht an eine Adoptionsvermittlungsstelle gewendet aber bereits einige Informationen einholt haben. Die 3. Auflage Adoption von Herbert Riedle ist sehr zu empfehlen. Dennoch bleiben Fragen offen die Ihr mir/uns evtl. beantworten könnt. Ich habe ein wenig bedenken vor dem Jugendamt, wenn wir unsere wünsche/gedanken äussern, das diese vielleicht missverstanden werden. Da ich mir vorab lieber alles gut zu Recht lege, frage ich nun Euch, mit Euren Erfahrungen bzw. Einschätzungen dazu.

In dem Buch gibt es einen Fragebogen, den man bereits vorab mal durchgehen kann, es sind diese Fragen die man auch beim Amt gestellt bekommt bzw. auch auszufüllen hat.

Ist es legitim wenn wir einen Wunsch des Geschlechts äußern?
Man wird ja gefragt danach, aber sollte man dann wirklich ehrlich seine Gedanken dazu sagen, oder es lieber allgemein halten?

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit das man am ende das Kind mit dem Wunschgeschlecht vorgestellt bekommt?

Wird man beäugt gar abgewertet wenn man kein Geistig und Körperlich behindertes Kind aufnehmen möchte? Suchen die dann weiterhin ein Kind für einen, oder ist danach jegliche chance dazu vorbei?

Wie groß ist die Chance dass man ein Säugling bekommt? (Im Inland und Ausland)

Würdet Ihr lieber im Inland oder im Ausland Adoptieren, und warum?

Muss bei einem Hausbesuch das Kinderzimmer bereits fertig komplett aufgestellt sein?

Was genau ist mit Zukunftsprognosen gemeint, das was man sich für die Familienplanung wünscht? Wir sind keine begeisterten Zukunftsplaner, wie soll man dann so eine Frage beantworten. Wenn wir ein Kind hätten käme wahrscheinlich sowieso alles anders da unser bisheriges Leben komplett umgekrempelt werden müsste, also wie können wir da eine Prognose schreiben?

Was ratet ihr uns, alle Fragen ehrlich/ kurz/bündig beantworten, oder die Fragen ausschmücken und viel von sich selbst erzählen?

Danke erst einmal

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13. April 2013 um 7:44

Hallo meine liebe
Also ich kenne mich nicht so richtig aus. Befasse mich erst seit kurzem mit dem Thema Adoption ect.
Also wegen dem Punkt mit der Behinderung und dem Geschlecht- sei einfach ehrlich! Das jugendamt möchte das richtige kind für euch finden. Und wenn ihr den traum von zb einem jungen habt und ihr eben aus gesundheitlichen gründen nicht schwanger werden könnt, ist es doch völlig legitim seinen wunsch zu äußern.

Und so wie ich das gelesen habe, kreuzt auf dem bogen fast jeder an, dass er kein behindertes kind möchte. Vor irgendeiner verurteilung des jugendamtes musst du da nicht ausgehen.

Das verfahren bei bei einer inlandsadoption dauert meist länger als übers ausland.

Mein freund beispielsweiße wollte, als ich das erste mal schwanger war unbedingt einen jungen, hat sich dann aber doch schnell gefreut, als gesagt wurde, es wird ein mädchen. Leider starb unsere kleine in meinem bauch wegen einer behinderung. Wir wussten vorher von der behinderung, wollten unsere kleine aber deshalb keinesfalls abtreiben.
Ich habe mich mit meinem freund über adoptionen unterhalten und es hat mich sichtlich überrascht als er sagte, er hätte dann gerne ein mädchen. Für mich wäre das geschlecht zweitrangig, aber ich hätte nicht gegen ein kind mit behinderung. So bilden sich eben die wünsche und demnach brauchst du dir bei deinem wunsch nach einem bestimmten geschlecht keine gedanken machen. Die leute vom jugendamt sind nett und auch nur menschen. Ich möchte tagesmutter werden und hatte dadurch auch eine obduktion unsere wohnung und alles drum und dran.

Ein kinderzimmer wirst du noch nicht brauchen. Nur platz um eines ggf einzurichten.

Ich wünsche euch ganz viel erfolg!

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13. April 2013 um 21:44


Bin selber seit fast 3 Jahren Mama einer Adoptivtochter, beantworte mal deine Fragen

1.
Das Geschelcht,, letztendlich ist es euch überlassen ob ihr unbedingt einen Jungen oder einen Mädchen wollt.
In dem Fragebogen vom JA muss man seine Antwort, sprich das was man ankreuzt begründen, weshalb diese Angabe.
Wir haben damals beides angekreuzt, denn wenn man schwanger ist, kann man sich das Geschlecht auch nicht aussuchen.
Man wird keinem Ehepaar einen Jungen geben, dass eigentlich nur ein Mädchen will. Da tut man dem Kind und den Eltern keinen gefallen.
Bei uns im JA ist es so, dass geschaut wird wo das Kind am besten hinpasst.

2.
behinderte Kinder, mal egal ob körperlich und/oder geistig.
Behinderte Kinder werden , wenn in Pflegefamilien vermittelt und da kommt das Land für auf. Das wurde uns damals gesagt. Wir haben aufgrund der Wohnsituation gesagt, dass wir kein körperlich behindertes Kind aufnehmen können. Ein Rollstuhl wäre hier echt nicht gegangen.

3.
Unsere Tochter war 1 Tag alt, als wir sie das erste Mal gesehen haben und 3 Tage alt, als wir sie mit nach Hause genommen haben.
Die älteren Kinder sind meistens in Pflegefamilien und werden dort adoptiert, zumindest war das die Aussage vom JA damals.
Auch die anderen Adoptiveltern , die wir in Laufe der Zeit kennengelernt haben, haben ein Säugling bekommen.
Ach ja wir haben hier in Deutschland adoptiert.

4.
Wir haben uns fürs Inland entschieden, weil die Menge an Geld die man für eine Auslandsadoption braucht haben wir einfach nicht, selbst für ein Land in dem die Landesgebühr am niedrigstens gewesen wäre.

5.
Nein beim Hausbesuch braucht ihr kein Kinderzimmer.
Unser Kinderzimmer war damals uns Arbeitszimmer/Esszimmer. Haben damals beim Hausbesuch gesagt, dass das unser Kinderzimmer wird, wenn das Kind dann mal da ist.
Als L.ouisa dann da war, vergingen erst noch 3 Monate bis ihr Zimmer dann fertig war. Solange hat sie bei uns im Schlafzimmer geschlafen.

Und mal ehrlich, wer will denn monatelang oder vielleicht jahrelange mit einem unbenutzten Kinderzimmer leben. Da wäre ich ja dran kaputt gegangen.

6.
naja das Jugendamt erwartet schon, dass man so in etwa seine Zukunft plant, wer bleibt zu Hause beim Kind, wie lange. Was passiert nach der Elternzeit?
Sowas eben.
Es war bei uns von Anfang an, klar dass das Jugendamt will, dass die Mama ein Jahr mindestens zu Hause bleibt. Haben wir auch so gemacht, nur die eigentlich 2 Monate Elternzeit von meinem Mann haben wir nicht genommen, weil er da gerade die Arbeitsstelle geweschelt hatte.

Im Moment stehen wir auf wieder auf der Warteliste und das für das 2. Kind und da möchte man (JA) dass wir 2 Jahre Elternzeit nehmen.

Ihr werdet eh erstmal den Fragebogen ausfüllen und man wird euch zu der ein oder anderen Antwort nochmals befragen, wie das genau gemeint ist etc.

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