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Adoption aus Indien, ein steiniger Weg?

18. November 2014 um 8:21

Hallo,

Erst einmal zu mir/uns. Mein Mann und ich sind 26 und 27 Jahre. Wir haben eine wundervolle im Februar 2 Jahre werdende Tochter und versuchen gerade ein zweites zu bekommen (da ich aber nur gering Fruchtbar bin...).
Ich wollte schon immer neben eigenen Kindern adoptieren, komme da nach meiner Oma (hatte 9Kinder) und möchte eine Großfamilie (ja ich weiß was das bedeutet!). Noch als ich klein war, wollte ich einem "Waisenkind" ein liebevolles Zuhause geben.

Als ich anfing mich näher damit zu beschäftigen, kamen für mich folgende Gedanken:
Am liebsten ein Mädchen aus Indien, sehr gerne auch ein Geschwisterpaar im Alter von ca 4-5 Jahren.

Nun liest man extrem viel darüber im Internet, über krumme Machenschaften, Menschen die sagen, Auslandsadoption ist nicht gut, von beschwerlichen Wegen und viel Zeit die im Ausland verbracht wurde.

Mein Problem? Wir könnten uns nie leisten, länger wie 3Wochen im Ausland zu sein. Immer hin hat mein Mann Arbeit, welcher Chef gibt so lange Urlaub?

Ist mein Gedanke der Adoption also schon von Grund auf zum scheitern verurteilt? Aber ich kann kaum glauben, dass allein selbstständige mit riesigen Bankkonto das können...

Ich würde gerne, wenn wir nächstes Jahr in ein schönes Haus mit viel Platz und schönem Garten ziehen beginnen Anträge zu stellen, zudem wollte ich einen Hindikurs belegen um gut vorbereitet zu sein.
Aber wenn es von Anfang an ein aussichtsloser Weg ist...

Wie sind eure Erfahrungen?
Hat jemand aus Indien adoptiert?
Ist vielleicht jemand aus Indien adoptiert?

Mich verunsichert dieser große Schritt, was alles beachtet werden muss. Immerhin geht es um ein (oder zwei) Leben!

Liebe Grüsse

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18. November 2014 um 15:10


Bedenke immer, dass das Kind das ihr aufnehmt, unabhängig woher es stammt, immer das jüngste sein wird. Man hält immer die biologische Reihenfolge ein.
Ich mein die Jugendämter informieren einen auch über Auslandsadoptionen vielleicht macht ihr da einfach mal einen
Infotermin aus

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18. November 2014 um 15:18
In Antwort auf kleene0907


Bedenke immer, dass das Kind das ihr aufnehmt, unabhängig woher es stammt, immer das jüngste sein wird. Man hält immer die biologische Reihenfolge ein.
Ich mein die Jugendämter informieren einen auch über Auslandsadoptionen vielleicht macht ihr da einfach mal einen
Infotermin aus

Ist mir bewusst
Hallo,

Ja das weiss ich. Wie gesagt, wir wollten nächstes Jahr Anfangen, müssen ja erst einmal die Adoptionsberechtigung bekommen, bis wir alles (in Ruhe) zusammen haben, unser Englisch wieder etwas besser ist, wir die Kontakte geknüpft haben usw, wird auch das Alter stimmen.

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14. Dezember 2014 um 18:09

Auslandsadoption
Hi

wir sind eine gruppe von Auslandsadoptierten und auf unserer Webseite www.auslandsadoptierte.de findet ihr bestimmt so einige Antworten auf eure Fragen oder auch Kontakt zu anderen Adoptierten aus dem Ausland durch Treffen etc.

Wir freuen uns auf euren Besuch.

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4. Januar 2015 um 21:19

Infos aus Oesterreich
Hallo, auch wir haben uns laenger mit dem herkunftsland beschaeftigt und eigentlich haette ich sehr gerne aus indien adoptiert. Ich war schon oefters in Indien, unterstuetze dort auch schon seit einigen Jahren ein mittlerweile 18jaehriges Maedchen. Jedoch wurde uns von der Zentralen Behoerde hier in Oesterreich fuer Auslandsadoptionen davon abgeraten. Es sein ein sehr komplizierter Behoerdenweg mit Indien, es passiere pft dass Dokumente verschwinden, untergehen.... Ausserdem sei es sehr sehr unsicher wo die Kinder wirklich herkommen, oft gibt es die Eltern noch. Und die Wartezeit sei sehr ungewiss, aber lange. Das war fuer uns Grund genug, doch nicht aus Indien zu adoptieren, denn wir moechten dem Kind gerne so gut es geht Informaionen zu seiner Herkunft geben koennen und warum es zur Adoption kam. Und ein Kind um jeden Preis muss nicht sein. Wir moechten zumindest etwas sicherer sein, dass die Adoption mit Rechten Mitteln abgelaufen ist. Vielleicht hilft euch das etwas weiter. Sorry fuer meine Schreibweise aber vom Handy aus funktioniert leider nicht alles so gut . Lg

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23. Januar 2015 um 21:17
In Antwort auf andreaaufreisen

Infos aus Oesterreich
Hallo, auch wir haben uns laenger mit dem herkunftsland beschaeftigt und eigentlich haette ich sehr gerne aus indien adoptiert. Ich war schon oefters in Indien, unterstuetze dort auch schon seit einigen Jahren ein mittlerweile 18jaehriges Maedchen. Jedoch wurde uns von der Zentralen Behoerde hier in Oesterreich fuer Auslandsadoptionen davon abgeraten. Es sein ein sehr komplizierter Behoerdenweg mit Indien, es passiere pft dass Dokumente verschwinden, untergehen.... Ausserdem sei es sehr sehr unsicher wo die Kinder wirklich herkommen, oft gibt es die Eltern noch. Und die Wartezeit sei sehr ungewiss, aber lange. Das war fuer uns Grund genug, doch nicht aus Indien zu adoptieren, denn wir moechten dem Kind gerne so gut es geht Informaionen zu seiner Herkunft geben koennen und warum es zur Adoption kam. Und ein Kind um jeden Preis muss nicht sein. Wir moechten zumindest etwas sicherer sein, dass die Adoption mit Rechten Mitteln abgelaufen ist. Vielleicht hilft euch das etwas weiter. Sorry fuer meine Schreibweise aber vom Handy aus funktioniert leider nicht alles so gut . Lg

...
Dass es die Eltern noch gibt, muss allerdings nicht heißen, dass ihnen das Kind abgenommen wurde. Gerade in Indien wollen viele einfach keine Töchter. (Wäre für mich auch ein Hauptgrund, aus Indien oder China zu adoptieren.)

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13. März 2017 um 13:10
In Antwort auf sweeneysummer

Hallo,

Erst einmal zu mir/uns. Mein Mann und ich sind 26 und 27 Jahre. Wir haben eine wundervolle im Februar 2 Jahre werdende Tochter und versuchen gerade ein zweites zu bekommen (da ich aber nur gering Fruchtbar bin...).
Ich wollte schon immer neben eigenen Kindern adoptieren, komme da nach meiner Oma (hatte 9Kinder) und möchte eine Großfamilie (ja ich weiß was das bedeutet!). Noch als ich klein war, wollte ich einem "Waisenkind" ein liebevolles Zuhause geben.

Als ich anfing mich näher damit zu beschäftigen, kamen für mich folgende Gedanken:
Am liebsten ein Mädchen aus Indien, sehr gerne auch ein Geschwisterpaar im Alter von ca 4-5 Jahren.

Nun liest man extrem viel darüber im Internet, über krumme Machenschaften, Menschen die sagen, Auslandsadoption ist nicht gut, von beschwerlichen Wegen und viel Zeit die im Ausland verbracht wurde.

Mein Problem? Wir könnten uns nie leisten, länger wie 3Wochen im Ausland zu sein. Immer hin hat mein Mann Arbeit, welcher Chef gibt so lange Urlaub?

Ist mein Gedanke der Adoption also schon von Grund auf zum scheitern verurteilt? Aber ich kann kaum glauben, dass allein selbstständige mit riesigen Bankkonto das können...

Ich würde gerne, wenn wir nächstes Jahr in ein schönes Haus mit viel Platz und schönem Garten ziehen beginnen Anträge zu stellen, zudem wollte ich einen Hindikurs belegen um gut vorbereitet zu sein.
Aber wenn es von Anfang an ein aussichtsloser Weg ist...

Wie sind eure Erfahrungen?
Hat jemand aus Indien adoptiert?
Ist vielleicht jemand aus Indien adoptiert?

Mich verunsichert dieser große Schritt, was alles beachtet werden muss. Immerhin geht es um ein (oder zwei) Leben!

Liebe Grüsse

Hallo 
Ich weiß nicht ob der Eintrag noch aktuell ist 
Ich bin selbst aus Indien adoptiert und habe mich sehr intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt 
Gerne können Sie Kontakt mit mir aufnehmen 

lg, shireen 
 

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13. März 2017 um 15:00

Deine Idee, erst deutsche Kinderheime aufzusuchen, ist gut. Aber diese Kinder haben in der Regel Hetkunftsfamilien, die ihre Kinder nicht zur Adoption freigeben und auch einer Inpflegenahme nicht zustimmen. Die wenigen Kinder, die man vermitteln könnte, sind oft wegen ihrer traumatischen Vergangenheit nicht fähig, die Nähe einer neuen Familie zu leben. Der Grund, für die Heim Unterbringung, ist immer schlimm. Auch in Indien haben diese Kinder ein Päckchen zu tragen......aber sie sind freigegeben für Adoptionen.

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13. März 2017 um 17:02

Nein, das kann und soll natürlich nicht Sinn der Adoption sein. Darüber, wie jemand seinen Kinderwunsch erfüllt, werde ich nicht urteilen. Ich stand nie vor dieser Entscheidung und kann darum nur ahnen, wie schlimm es ist, keine Kinder bekommen zu können. Fakt ist aber, dass Kinderwunsch immer egoistische Wurzeln hat. Dieser Wunsch ist legitim und natürlich.......natürlich nicht um jeden Preis. Eine gut abgewickelte und begleitete Adoption kann für beide Seiten eine absolute Bereicherung sein.

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