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Adoption eines schwarzen Kindes von einer weißen Familie mit Kindern?

26. September 2005 um 20:31

Hey Leutz!
Eine Bekannte von mir ist glüxklixh verheiratet. Sie hat drei leibliche Kinder, die 2,4 und 6 Jahre alt sind. Alles drei Mädchen. Nun möchte meine Bekannte einen schwarzen Jungen aus Tansania adoptieren.
Er soll ca. 6 Monate alt sein und wird somit das jüngste Kind der Familie.
Was haltet ihr davon? Denkt ihr, es ist für das schwarze Kind und die vorhandenen Kinder gut?
Ach ja, rechtlich gäbe es keine Probleme.
Bitte sagt mir eure Meinung!
thx
marie

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27. September 2005 um 12:16

Warum
sollte es nicht gut sein. das von der hautfarbe abhängig zu machen finde ich wirklich ... naja.

es geht doch darum, dass es dem kind gut geht, oder?


sommer

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27. September 2005 um 12:28

Kann mich nur sommersonnestrand anschliessen..
..das hat doch mit der Hautfarbe des Kindes nichts zu tun..wenn sie sich gut um das Kind kümmern und ihm ein liebevolles Zuhause bieten können, spricht doch nichts dagegen.Natürlich ist es gut für die Kinder, dem Kleinen wird ein Zuhause gegeben und die Mädels bekommen einen weiteren Mann ins Haus
Voraussetzung natürlich, das die Familie selbst dem Kind eine vorurteilsfreie Erziehung zugute kommen lässt...
Es gibt noch mehr auf der Welt als schwarz und weiß, auch jede Menge dazwischen, wenn du verstehst..das ist doch echt kein "Auswahlkriterium" und ich finde deine Fragestellung etwas merkwürdig...

Rubia(mit hellbeiger Haut lol) & (leiblicher) Sohn (mit hellbrauner Haut)

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27. September 2005 um 13:51
In Antwort auf sommersonnestrand

Warum
sollte es nicht gut sein. das von der hautfarbe abhängig zu machen finde ich wirklich ... naja.

es geht doch darum, dass es dem kind gut geht, oder?


sommer

Sorry
tut mir leid, wenn ihr jetzt denkt, dass ich was gegen schwarze habe. das ist NICHT so! ich dachte nur, dass es vielleicht für das schwarze kind schwierig in einer familie mit leiblichen weißen kindern ist. da wär er vielleicht immer ein sonderling und dann noch der jüngste....
naja. das ist ja eh nicht meine entscheidung.

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27. September 2005 um 14:54
In Antwort auf tuyjn_12332939

Sorry
tut mir leid, wenn ihr jetzt denkt, dass ich was gegen schwarze habe. das ist NICHT so! ich dachte nur, dass es vielleicht für das schwarze kind schwierig in einer familie mit leiblichen weißen kindern ist. da wär er vielleicht immer ein sonderling und dann noch der jüngste....
naja. das ist ja eh nicht meine entscheidung.

Nein!
ich habe nicht gesagt, dass du was gegen schwarze hast!!!

evtl. ist deine fragestellung etwas komisch!?

ich denke einfach nur, dass es keine probleme gibt, solange das kind richtig erzogen wird. die mutter darf den anderen (weißen) kindern natürlich nicht sagen, dass sie etwas besseres wären oder so, nur weil sie weiß sind, aber ich denke, dass sie das eh nicht tun wird, sonst würde sie ja kein schwarzes kind adoptieren.

es wäre evtl. auf der straße genauso "komisch", hätte sie ein chinesisches oder südländisches baby, aber man sollte es nicht von der hautfarbe abhängig machen, sondern sich freuen, dass sie dem kleinen hilft...


sommer

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9. Oktober 2005 um 23:28
In Antwort auf millie_11889066

Kann mich nur sommersonnestrand anschliessen..
..das hat doch mit der Hautfarbe des Kindes nichts zu tun..wenn sie sich gut um das Kind kümmern und ihm ein liebevolles Zuhause bieten können, spricht doch nichts dagegen.Natürlich ist es gut für die Kinder, dem Kleinen wird ein Zuhause gegeben und die Mädels bekommen einen weiteren Mann ins Haus
Voraussetzung natürlich, das die Familie selbst dem Kind eine vorurteilsfreie Erziehung zugute kommen lässt...
Es gibt noch mehr auf der Welt als schwarz und weiß, auch jede Menge dazwischen, wenn du verstehst..das ist doch echt kein "Auswahlkriterium" und ich finde deine Fragestellung etwas merkwürdig...

Rubia(mit hellbeiger Haut lol) & (leiblicher) Sohn (mit hellbrauner Haut)

So einfach ist es doch nicht
wie du das sehen willst. Es geht in der gestellten Frage doch nicht um Rassismus, sondern darum, ob so eine Konstellation richtig ist für das Kind. Vor Jahren hab ich mal eine Doku von BBC zu genau diesem Thema gesehen und die kam zum Schluß daß Adoptionen über kulturelle bzw Rassengrenzen hinweg oft problematisch sind. Nicht in jungen Jahren, sondern später wenn das Kind den Zugang zu seiner wahren Kultur sucht, die Eltern ihm den aber nicht bieten können (damit meine ich nicht, mal im Urlaub hinzufahren!). Das Kind wird sich im ungünstigen Fall in Deutschland als Exot fühlen (das hängt vom Umfeld ab), durch mangelnde Kultur- und Sprachkenntnisse aber auch in seiner ursprünglichen Heimat nicht vollkommen integriert werden können.

LG, BQ

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11. Oktober 2005 um 12:26
In Antwort auf olivia_12176665

So einfach ist es doch nicht
wie du das sehen willst. Es geht in der gestellten Frage doch nicht um Rassismus, sondern darum, ob so eine Konstellation richtig ist für das Kind. Vor Jahren hab ich mal eine Doku von BBC zu genau diesem Thema gesehen und die kam zum Schluß daß Adoptionen über kulturelle bzw Rassengrenzen hinweg oft problematisch sind. Nicht in jungen Jahren, sondern später wenn das Kind den Zugang zu seiner wahren Kultur sucht, die Eltern ihm den aber nicht bieten können (damit meine ich nicht, mal im Urlaub hinzufahren!). Das Kind wird sich im ungünstigen Fall in Deutschland als Exot fühlen (das hängt vom Umfeld ab), durch mangelnde Kultur- und Sprachkenntnisse aber auch in seiner ursprünglichen Heimat nicht vollkommen integriert werden können.

LG, BQ

Man kann es komplizierter machen, als es ist
Mein Freund ist Asiate und wurde von deutschen Eltern adoptiert. Er hat noch weitere Geschwister, alles leiblich Kinder. Aufgewachsen ist er in einem hochdeutschen Dorf, seine Freunde alle deutsch.
Er hat nie Probleme damit gehabt. Sicher interessiert er sich sehr für Asien, vor allem hat ihm das asiatische Essen, chinesisch, japanisch, koreanisch, thailändisch etc, angetan.
Ich denke, wenn ein Mensch damit Probleme hat, dann hat er wohl Probleme mit einer Adoption überhaupt. Denn, wenn ein "weißes" Ehepaar nur bereit ist ein "weißes" Kind zu adoptieren, oder die Großeltern nur ein "weißes" Enkelkind akzeptieren wollen, geht es ihnen nicht um das Kind, sondern lediglich darum, sich nicht anders zu fühlen als "normale" Familien mit Kindern. Das kann aber bei Adoptionen nicht ohne weiteres der Fall sein, denn sobald ein Kleinkind mit Vorgeschichte oder auch ein älteres Kind adoptiert wird, gibt es eben spezielle Probleme. Es ist einfach eine andere Situation, und man kann nicht mit der "Rasse" vertuschen, dass es nicht leibliche Kinder sind. Meine Meinung!

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12. Oktober 2005 um 12:44
In Antwort auf olivia_12176665

So einfach ist es doch nicht
wie du das sehen willst. Es geht in der gestellten Frage doch nicht um Rassismus, sondern darum, ob so eine Konstellation richtig ist für das Kind. Vor Jahren hab ich mal eine Doku von BBC zu genau diesem Thema gesehen und die kam zum Schluß daß Adoptionen über kulturelle bzw Rassengrenzen hinweg oft problematisch sind. Nicht in jungen Jahren, sondern später wenn das Kind den Zugang zu seiner wahren Kultur sucht, die Eltern ihm den aber nicht bieten können (damit meine ich nicht, mal im Urlaub hinzufahren!). Das Kind wird sich im ungünstigen Fall in Deutschland als Exot fühlen (das hängt vom Umfeld ab), durch mangelnde Kultur- und Sprachkenntnisse aber auch in seiner ursprünglichen Heimat nicht vollkommen integriert werden können.

LG, BQ

...
also ich sehe das nicht so, das kind kann doch nur probleme bekommen, wenn es von zu haus nicht 100 %ige rückendeckung hat.

wenn das kind als säugling oder kleinkind adoptiert wurde, dann kennt es doch gar nichts anderes...

meiner meinung nach ist es eine einstellungssache, wie die familie des kindes damit umgeht. wenn es von anfang an richtig gehändelt wird, dann wird es sicher keine probleme geben.

und das jedes adoptierte kind irgendwann mal seiner "richtigen herkunft" auf die spur geht ist doch auch bei deutschen kindern in deutschen familien so...


sommer

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17. Oktober 2005 um 9:09
In Antwort auf olivia_12176665

So einfach ist es doch nicht
wie du das sehen willst. Es geht in der gestellten Frage doch nicht um Rassismus, sondern darum, ob so eine Konstellation richtig ist für das Kind. Vor Jahren hab ich mal eine Doku von BBC zu genau diesem Thema gesehen und die kam zum Schluß daß Adoptionen über kulturelle bzw Rassengrenzen hinweg oft problematisch sind. Nicht in jungen Jahren, sondern später wenn das Kind den Zugang zu seiner wahren Kultur sucht, die Eltern ihm den aber nicht bieten können (damit meine ich nicht, mal im Urlaub hinzufahren!). Das Kind wird sich im ungünstigen Fall in Deutschland als Exot fühlen (das hängt vom Umfeld ab), durch mangelnde Kultur- und Sprachkenntnisse aber auch in seiner ursprünglichen Heimat nicht vollkommen integriert werden können.

LG, BQ

Ich sehe das garantiert nicht einfach...
den ich kenne diese Thematik nicht nur aus dem Fernsehen, sondern berichte aus eigener Erfahrung.
Zunächst ist die wahre Kultur (bzw. Identität) abhängig vom Umfeld, das Kind ist entsprechend "Deutsch", da es hier aufgewachsen ist und die "deutsche Kultur" seine Normalität sein wird.
Ich kann in etwa nachvollziehen, was du versuchst auszudrücken, aber fast jedes adoptierte Kind möchte im Nachhinein seine Wurzeln ergründen, da macht es letzendlich keinen Unterschied woher es kommt.

Es ist natürlich auch die Frage, wie sie Eltern des Kindes mit der Situation umgehen..da sich ein offener Umgang mit dem Thema Adoption in diesem Falle ohnehin nicht vermeiden lässt . Das sich das Kind anschließend wieder in die ursprüngliche Heimat integrieren möchte, halte ich für unwahrscheinlich, es wäre natürlich wichtig, dass die Eltern dem Kind seinen Ursprung entsprechend nahe bringen können und ihm gleichzeitig zeigen, dass es ein volles Mitglied der Familie ist.
Aus eigener und der Erfahrung anderer Menschen sage ich, ja, es ist wichtig, dass ein dunkelhäutiges Kind auch Kontakte zu anderen dunkelhäutigen Kindern hat, um eben diese Exoten-Position zu vermeiden.In den meisten größeren Städten, gehört aber ein "bunteres Stadtbild" ohnehin dazu, sollte dies nicht gegeben sein, so gibt es auch die Möglichkeit dem Kind über Verbände (i.a.f.) Zugang zu anderen Kindern in seiner Situation zu bieten (Austausch, Kontakte).
Der Begriff "Rassengrenzen" ist mir im übrigen mehr als suspekt...

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21. Oktober 2005 um 12:44

War / bin eigentlich immer dafür
Vor einigen Monaten habe ich einen Bericht über eine weiße Frau mit einem dunkelhäutigen Kind (adoptiert oder nicht, keine Ahnung mehr, sie alleinstehend) gesehen, in dem es darum ging, daß der Sohn mit 13 Jahren Rassismus in seiner übelsten Form ertragen muß (in der Schule angespuckt, das Auto der Mutter beschädigt, Parolen an die Hauswand gesprüht. etc).

Der Junge ist in psychatrischer Behandlung, die Mutter weiß nicht mehr ein noch aus.

Ich habe mich seither gefragt, ob ich in der Lage wäre, mein Kind vor solchem Mist zu schützen. Antwort: Ich weiß es einfach nicht.

Es kommt wohl immer darauf an, wie gefestigt eine Familie ist. Wie würde das Umfeld reagieren?

Man kann nicht immer von ausgehen, daß eine gute Tat auch so gesehen wird. Leider haben es Menschen / Kinder, welche nunmal nicht europäisch aussehen, z. T. immer noch sehr große Schwierigkeiten.

Mir ist auch aufgefallen, daß sich größtenteils Farbige mit dem offenen Rassismus rumschlagen müssen. Kenne einige Asiaten, Mexikaner, Portugiesen, denen sowas selten bis gar nicht widerfährt. Merkwürdig.

Lange Rede, kurzer Sinn: Für mich käme solch eine Adoption in Frage, für meinen Mann nicht (aus o. A. Gründen).

Gruß

Ulli

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21. Oktober 2005 um 13:14
In Antwort auf ulli29

War / bin eigentlich immer dafür
Vor einigen Monaten habe ich einen Bericht über eine weiße Frau mit einem dunkelhäutigen Kind (adoptiert oder nicht, keine Ahnung mehr, sie alleinstehend) gesehen, in dem es darum ging, daß der Sohn mit 13 Jahren Rassismus in seiner übelsten Form ertragen muß (in der Schule angespuckt, das Auto der Mutter beschädigt, Parolen an die Hauswand gesprüht. etc).

Der Junge ist in psychatrischer Behandlung, die Mutter weiß nicht mehr ein noch aus.

Ich habe mich seither gefragt, ob ich in der Lage wäre, mein Kind vor solchem Mist zu schützen. Antwort: Ich weiß es einfach nicht.

Es kommt wohl immer darauf an, wie gefestigt eine Familie ist. Wie würde das Umfeld reagieren?

Man kann nicht immer von ausgehen, daß eine gute Tat auch so gesehen wird. Leider haben es Menschen / Kinder, welche nunmal nicht europäisch aussehen, z. T. immer noch sehr große Schwierigkeiten.

Mir ist auch aufgefallen, daß sich größtenteils Farbige mit dem offenen Rassismus rumschlagen müssen. Kenne einige Asiaten, Mexikaner, Portugiesen, denen sowas selten bis gar nicht widerfährt. Merkwürdig.

Lange Rede, kurzer Sinn: Für mich käme solch eine Adoption in Frage, für meinen Mann nicht (aus o. A. Gründen).

Gruß

Ulli

...
sicher, diese fälle gibt es auch, aber man kann auch versuchen, es zu ändern, die mutter hätte mit dem kind wegziehen können, vielleicht in eine größere stadt oder so, wo es viele afrikaner gibt...

aber was ist, wenn ein leibliches/ weißes kind mit einem schiefen ohr auf die welt kommt oder mit einem mahl im gesicht oder ein bein länger ist als das andere, dann wird es mit sicherheit auch immer angeguckt werden.

natürlich, was du beschrieben hast ist natürlich sehr krass und kommt leider sicherlich noch häufiger vor, aber das kann man dann irgendwie noch versuchen zu ändern...

sommer

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21. Oktober 2005 um 16:47
In Antwort auf sommersonnestrand

...
sicher, diese fälle gibt es auch, aber man kann auch versuchen, es zu ändern, die mutter hätte mit dem kind wegziehen können, vielleicht in eine größere stadt oder so, wo es viele afrikaner gibt...

aber was ist, wenn ein leibliches/ weißes kind mit einem schiefen ohr auf die welt kommt oder mit einem mahl im gesicht oder ein bein länger ist als das andere, dann wird es mit sicherheit auch immer angeguckt werden.

natürlich, was du beschrieben hast ist natürlich sehr krass und kommt leider sicherlich noch häufiger vor, aber das kann man dann irgendwie noch versuchen zu ändern...

sommer

Wegziehen
kann mich dunkel daran erinnern, daß es aus bestimmen Gründen nicht ginge.

Der Vergleich mit einem enstellten Kind hinkt aber bis dort hinaus. Ich glaube nicht, daß ich mir mein Haus/Auto beschmieren lassen müßte, wenn mein Kind z. B. ein Feuermal hat.

Klar kann man versuchen, Rassismus zu ändern - aber es bleibt doch beim Versuch. Wirklich was ändern kann ein einzelner nicht. Und im tiefsten Osten (daher die alleinerz. Mutter) ist es wahrscheinlich schlimmer als im mittleren Hessen.

WAS kann man denn unternehmen? So gut wie gar nichts.
Es geht doch nicht darum, daß ich weiß, daß Hänschen Müller mein Kind anspuckt. Es geht doch um die langsame Zermürbung. Und ob die jeder nun mal aushält ist fraglich. Wenn man vom Grundcharakter nicht sehr stark ist, ist es m. E. sehr schwer, ein Kind vor solch einem Mist zu schützen.

Gruß

Ulli

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21. Oktober 2005 um 17:03

Kulturkonflikte vermeiden
Hi!
Ich sehe da eigentlich kein Problem.
Eine Bekannte von uns hat ein Kind bekommen, was außergewöhnlich dunkel ist. Sie selbst sieht aus wie eine "normale weiße", hat aber einen schwarzen Großvater.
Naja, bei ihrem Kind ist die dunkle Hautfarbe wieder sehr durchgekommen.
Sie und ihr Mann sind halt weiß und der Kleine sieht aus wie ein Mischling.
Er ist mittlerweile 7 und bislang gab es keinerlei Probleme.
Er wurd' in der Schule zwar schon darauf angesprochen, ob er adoptiert sei - aber Probleme gab es keine, denn seine Eltern haben ihm von anfang an erzählt was "los ist".

Ich denke das Wichtige ist, dass man dem Kind etwas über seine "Herkunft" erzählen kann. Wenn man von Anfang an damit ganz normal umgeht, wird es auch für das Kind normal.
Aber ich denke halt, wenn man ein Kind aus einem anderen Land adoptiert - egal ob man es ihm nun so deutlich ansieht wie in diesem Fall oder nicht - ist es sehr wichtig, dass das Kind etwas über die Herkunft erfährt und sich dazu auch äußern und "bekennen" kann.
Die Bekannte geht z.B. mit dem Kleinen immer zu so afrikanischen Festen. Dort sind viele Menschen (nicht nur Afrikaner) und so ist der Kleine von Anfang an in einer schwarz-weiße Kultur integriert worden und kommt damit super klar!

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30. November 2005 um 11:32
In Antwort auf lowri_12540256

Man kann es komplizierter machen, als es ist
Mein Freund ist Asiate und wurde von deutschen Eltern adoptiert. Er hat noch weitere Geschwister, alles leiblich Kinder. Aufgewachsen ist er in einem hochdeutschen Dorf, seine Freunde alle deutsch.
Er hat nie Probleme damit gehabt. Sicher interessiert er sich sehr für Asien, vor allem hat ihm das asiatische Essen, chinesisch, japanisch, koreanisch, thailändisch etc, angetan.
Ich denke, wenn ein Mensch damit Probleme hat, dann hat er wohl Probleme mit einer Adoption überhaupt. Denn, wenn ein "weißes" Ehepaar nur bereit ist ein "weißes" Kind zu adoptieren, oder die Großeltern nur ein "weißes" Enkelkind akzeptieren wollen, geht es ihnen nicht um das Kind, sondern lediglich darum, sich nicht anders zu fühlen als "normale" Familien mit Kindern. Das kann aber bei Adoptionen nicht ohne weiteres der Fall sein, denn sobald ein Kleinkind mit Vorgeschichte oder auch ein älteres Kind adoptiert wird, gibt es eben spezielle Probleme. Es ist einfach eine andere Situation, und man kann nicht mit der "Rasse" vertuschen, dass es nicht leibliche Kinder sind. Meine Meinung!

Beziehung Adoptivkind und leibliches Kind
Hallo,
da wir gerade ein Kind aus Kambodscha adoptieren und bereits eines (leiblich) haben war dein email für mich sehr interessant - kannst du mir vielleicht ein bisschen über die Familiensituation schreiben, wie sich dein Freund gefühlt hat - was ihn besonders unterstützt hat etc. Falls du Zeit hast würde ich mich über die Informationen sehr freuen. Danke

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6. Dezember 2005 um 15:11

Meine mutter ist weiß...
und ich bin dunkelhäutig.wo soll da das problem sein?!uns sieht man ja so auch nicht 100% an,dass wir verwandt sind.wenn der junge korrekt in die familie integriert wird kann es doch keine probleme geben,oder?alles eine frage der erziehung und der kommunikation.warum sollte diese sache an der hautfarbe aufgehängt werden?!vielleicht hätten die kinder ohnehin probleme mit einer adoption... aber dass jetzt die hautfarbe im vordergrund steht finde ich,ehrlich gesagt, etwas dumm und primitiv.immerhin geht es doch hier um einen MENSCHEN,oder etwa nicht?!und wenn die kleinen denken,menschen mit dunkler hautfarbe seien anders als sie selbst,haben deine bekannte ohnehin schon was falschgemacht...

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