Home / Forum / Mein Baby / Adoption/ leibliche Eltern...

Adoption/ leibliche Eltern...

10. April 2006 um 18:02

hallo zusammen...

hat von euch jemand die erfahrung gemacht, das man als adoptivkind evtl. sogar unterbewußt von seinen "pflegeeltern" nie so geliebt werden kann wie ein rein leibliches kind, das nachkommt?

in meinem fall war das so: ich wurde zusammen mit meiner zwillingsschwester in den 70-ern adoptiert. meine adoptivmutter hatte vor uns eine fehlgeburt erlitten.
mit 8 jahren altersunterschied kam dann doch noch ein leibliches geschwisterchen meiner eltern zur welt. zur zeit sieht es so aus, das meine eltern seit ein paar jahren geschieden sind und meine mutter mit meinem bruder zusammenlebt, überall mit ihm hinzieht. sie ist nicht glücklich darüber, da er ein sehr arroganter mensch sein kann und andere meinungen nur schwer oder garnicht gelten lassen kann. am meisten ärgert mich und meine schwester, das unsere mutter nicht zu uns steht. erst bei uns beschweren und wenn wir dann den mund aufmachen und ihm die meinung geigen, weil er so respektlos sein kann, hält sie doch zu ihm. er bekommt meines erachtens zuviel kompetenzen von ihr, macht uns auf arroganteste art nieder und kann nicht gelten lassen, das auch wir im leben etwas sind. er ist eifersüchtig denke ich und wenn sich nicht alles um ihn dreht,er den 1. platz im familienkarrusell belegt und jemand was toleres wire er vorweisen kann, dann wird er verachtend und zettelt streit an-meine mutter hat nun mit mir und meiner schwester gebrochen-ihrer aussage nach auf lebenszeit. ich bin vor kurzem dem tod von der schippe gesprungen-das konnte mein bruder nicht verkraften und mußte das durch einen irrsinnig blöden streit toppen und mich als assozial hinstellen-mit erfolg. ich verdängte das thema, das es was mit dem unterschied leiblich-adoptiert zu tun haben könnte-aber es kommt immer wieder hoch-aus letztem anlaß sehr zu recht. er scheint auszunutzen, das er das einzige leibliche kind ist und somit die weisheit wohl mit löffeln gefressen hat-das auch auf nverschämteste weise zeigt. die beiden sind abhängig voneinander und dennoch suche ich nach einem weg meine mutter mal allein zu erwischen-ohne ihn im rücken-wenn er sie das erste mal richtig verletzt und enttäuscht-spätestens wenn die erste freundin da ist und meine mutter out of order, dann wird sie zu mir kommen und sich wieder ausheulen-und wenn jahre des kontaktabbruchs dazwischen liegen. ich möchte aber auch nicht, das die zwei sich dann wieder vertragen und mein bruder wieder sturm zwischen uns sät.

komme nicht weiter...da kämpfen ich und meine schwester wohl gegen windmühlen,oder? man kann sich aussuchen wie man als mensch ist, aber an der tatsache als was man geboren wurde kann man nichts ändern und deswegen sehe ich wenig erfolgschancen-dies wird immer wieder aufkeinmen und zum thema werden.

somit würde mich interessieren, ob es evtl. unter euch ein paar mädels oder jungs gibt, die adoptiert sind und geschwister haben, die später zur welt kamen und leibliche nachfahren eurer eltern sind.
merkt ihr da unterschiede in der behandlung? was habt ihr für erfahrungen? wißt ihr, wie der werdegang ist, wenn man kontakt zu seinen leiblichen eltern aufnehmen möchte? ich zögerte dies als hinaus und nun denke ich ist es an der zeit recherchen anzustellen, meinen ursprung zu finden, mein blut...

Mehr lesen

10. April 2006 um 18:48

Ich bin mir jetzt nicht sicher
ob ich das überhaupt schreiben sollte, aber ich tu's trotzdem mal .

Ich habe ein paar Jahre beim Arbeitsamt gearbeitet und war dort im Bereich BAB (also Bafög für Auszubildende) tätig. Um diese Leistung zu erhalten müssen einige Voraussetzungen gegeben sein (Ausbildung, eigene Wohnung etc.).

An den genauen Sachverhalt kann ich mich nicht mehr erinnern, aber ich weiß noch, dass ich mal den Brief eines Vaters über seinen Sohn in den Händen hielt, der sich wirklich gewaschen hatte. Es standen dort Anschuldigungen und Vorwürfe drin, die ich selbst meinem ärgsten Feind nicht an den Kopf werfen würde. Ich hätte nie im Leben gedacht, dass man so etwas über sein Kind schreiben könnte. Es stellte sich dann heraus, dass er adoptiert war.

Aber...und jetzt kommt das große ABER...ich halte diese Geschichte für die absolute Ausnahme. Die Dinge, die du beschreibst, kannst du in verdammt vielen anderen Familien finden; insbesondere wenn es darum geht, dass die Mutter zu ihrem (einzigen) Sohn hält.

Versteif dich nicht so darauf, dass du/ihr adoptiert seid, denn ich glaube nicht, dass die Situation eine andere wäre, wenn ihr es nicht wäret.

Liebe Grüße
kratzamkopp

Gefällt mir

10. April 2006 um 19:05
In Antwort auf kratzamkopp

Ich bin mir jetzt nicht sicher
ob ich das überhaupt schreiben sollte, aber ich tu's trotzdem mal .

Ich habe ein paar Jahre beim Arbeitsamt gearbeitet und war dort im Bereich BAB (also Bafög für Auszubildende) tätig. Um diese Leistung zu erhalten müssen einige Voraussetzungen gegeben sein (Ausbildung, eigene Wohnung etc.).

An den genauen Sachverhalt kann ich mich nicht mehr erinnern, aber ich weiß noch, dass ich mal den Brief eines Vaters über seinen Sohn in den Händen hielt, der sich wirklich gewaschen hatte. Es standen dort Anschuldigungen und Vorwürfe drin, die ich selbst meinem ärgsten Feind nicht an den Kopf werfen würde. Ich hätte nie im Leben gedacht, dass man so etwas über sein Kind schreiben könnte. Es stellte sich dann heraus, dass er adoptiert war.

Aber...und jetzt kommt das große ABER...ich halte diese Geschichte für die absolute Ausnahme. Die Dinge, die du beschreibst, kannst du in verdammt vielen anderen Familien finden; insbesondere wenn es darum geht, dass die Mutter zu ihrem (einzigen) Sohn hält.

Versteif dich nicht so darauf, dass du/ihr adoptiert seid, denn ich glaube nicht, dass die Situation eine andere wäre, wenn ihr es nicht wäret.

Liebe Grüße
kratzamkopp

Das haben wir auch gehofft...
nur ist es so, das das verhältnis zu unserem "bruder" nie so war, wie es hätte sein müssen. vertrauliche sachen konnten wir ihm nicht erzählen, die landeten und landen selbst heute noch bei "mama". Früher nannten wir sowas petze und das Vertrauensverhältnis zu ihm ist futsch, bzw. war dadurch nie existent.. Sicher liegt einiges in seinem charakter-mich ärgert aber auch, das meine mutter sich erstbeklagt bei uns und dann doch zu ihm hält-wo ist das die logik?! Jedenfalls bekommen wir das gefühl nicht weg, das er -was immer er auch tut- immer am besten dasteht, einfach alles kann. Du hast sicher Recht: er hat das Privileg der einzige Sohn zu sein auf Lebenszeit gepachtet-daran könne wir nichts ändern und wenn wir warten bis unsere mutter wach wird sind wir alt und grau.
ich bin vor kurzem dem tod mal eben knapp von der schippe gesprungen-das hat nichts geändert-er war eher eifersüchtig, das er sowas nicht erlebt hat und noch besser dasteht-von mitgefühl habe ich nicht viel gesehen-meine mutter hat mehr die haustiere bedauert, die umgekommen sind...alles oberflächlich, nicht genauer nachgefragt und das ist herb. sein verhalten ist was uns so gegen den strich geht-denn nur weil er leiblich ist muß er nicht automatisch der bessere mensch sein...ich habe jetzt mit ihm abgeschlossen und hoffe, das meine mutter wenigstens irgendwann wach wird-heute habe ich nach 30 jahren kontakt zu meinem ehemailigen kinderheim aufgenommen um mehr über unsere leiblichen eltern zu erfahren-das hilft mir vielleicht etwas darüber hinweg, obwohl nie geplant aber doch immer wieder hochgekommen aus aktuellem anlaß. danke für deine geschichte und das hoffnung machen! inzwischen weiß ich, das blut nicht immer dicker wie wasser ist-denn die freunde, wenn auch an einem finger abzählbar + bekannte, waren da und haben sich gekümmert-so wie meine mutter es hätte tun sollen...ohne eingrff meines verächtlichen bruders.

Gefällt mir

10. April 2006 um 19:12
In Antwort auf deepsilence

Das haben wir auch gehofft...
nur ist es so, das das verhältnis zu unserem "bruder" nie so war, wie es hätte sein müssen. vertrauliche sachen konnten wir ihm nicht erzählen, die landeten und landen selbst heute noch bei "mama". Früher nannten wir sowas petze und das Vertrauensverhältnis zu ihm ist futsch, bzw. war dadurch nie existent.. Sicher liegt einiges in seinem charakter-mich ärgert aber auch, das meine mutter sich erstbeklagt bei uns und dann doch zu ihm hält-wo ist das die logik?! Jedenfalls bekommen wir das gefühl nicht weg, das er -was immer er auch tut- immer am besten dasteht, einfach alles kann. Du hast sicher Recht: er hat das Privileg der einzige Sohn zu sein auf Lebenszeit gepachtet-daran könne wir nichts ändern und wenn wir warten bis unsere mutter wach wird sind wir alt und grau.
ich bin vor kurzem dem tod mal eben knapp von der schippe gesprungen-das hat nichts geändert-er war eher eifersüchtig, das er sowas nicht erlebt hat und noch besser dasteht-von mitgefühl habe ich nicht viel gesehen-meine mutter hat mehr die haustiere bedauert, die umgekommen sind...alles oberflächlich, nicht genauer nachgefragt und das ist herb. sein verhalten ist was uns so gegen den strich geht-denn nur weil er leiblich ist muß er nicht automatisch der bessere mensch sein...ich habe jetzt mit ihm abgeschlossen und hoffe, das meine mutter wenigstens irgendwann wach wird-heute habe ich nach 30 jahren kontakt zu meinem ehemailigen kinderheim aufgenommen um mehr über unsere leiblichen eltern zu erfahren-das hilft mir vielleicht etwas darüber hinweg, obwohl nie geplant aber doch immer wieder hochgekommen aus aktuellem anlaß. danke für deine geschichte und das hoffnung machen! inzwischen weiß ich, das blut nicht immer dicker wie wasser ist-denn die freunde, wenn auch an einem finger abzählbar + bekannte, waren da und haben sich gekümmert-so wie meine mutter es hätte tun sollen...ohne eingrff meines verächtlichen bruders.

Ergänzung...
für mich war meine adoptivmutter definititv blut und nicht wasser-bis unser bruder geboren wurde-ab da lief alles anderst und ich hätte das nie in frage gestellt, würde sie sich nicht so unheimlich für ihn und gegen uns stellen-wir sind die dummen töchter, die aber immer herhalten wenn er wieder mal den emotionalen vogel abschießt mit seiner arroganz. manchmal frage ich mich, ob nicht alles hätte besser laufen können, wäre er nicht auf die welt gekommen-denn die ehe unserer eltern hat er nicht geheilt, ist eher noch mittragend daran zu bestimmten aber nicht unwichtigen teilen und später umso mehr im pubertären alter bis heute, da er eine immerwährend treibende und zerstörende macht darstellt-vom thron ungestoßen...

Gefällt mir

11. April 2006 um 9:57
In Antwort auf deepsilence

Ergänzung...
für mich war meine adoptivmutter definititv blut und nicht wasser-bis unser bruder geboren wurde-ab da lief alles anderst und ich hätte das nie in frage gestellt, würde sie sich nicht so unheimlich für ihn und gegen uns stellen-wir sind die dummen töchter, die aber immer herhalten wenn er wieder mal den emotionalen vogel abschießt mit seiner arroganz. manchmal frage ich mich, ob nicht alles hätte besser laufen können, wäre er nicht auf die welt gekommen-denn die ehe unserer eltern hat er nicht geheilt, ist eher noch mittragend daran zu bestimmten aber nicht unwichtigen teilen und später umso mehr im pubertären alter bis heute, da er eine immerwährend treibende und zerstörende macht darstellt-vom thron ungestoßen...

Deine Geschichte
erinnert mich zumindest teilweise an die meiner Freundin. Sie hat noch eine ältere Schwester und einen Bruder und auch hier ist es so, dass die Mutter sich mit aller Gewalt hinter ihren Sohn stellt. Egal was er macht und sagt, es ist immer gut. Bei den Töchtern reicht es nie, es muss immer mehr und besser sein, was der Sohn macht ist ausnahmslos toll. Sie leiden natürlich auch darunter, aber sie haben vielleicht noch den Vorteil, dass der Bruder es nie wirklich ausgenutzt hat.

Wie gesagt, es gibt viele Familien in denen sich solche unschönen Szenen abspielen. Bei euch kommt noch hinzu, dass dein Bruder die Situation schamlos ausnutzt und ihr außerdem das Gefühl habt, aufgrund der Adoption an zweiter Stelle zu stehen. Nur glaube ich das nicht. Ja, ihr steht an zweiter Stelle, aber nicht aufgrund der Adoption.

Sei wegen deiner leiblichen Eltern vielleicht ein wenig vorsichtig. Ich habe den Eindruck, als würdest du nun dein Seelenheil hierin suchen, aber dieser Schuss kann auch nach hinten losgehen. Ich kann mich noch an einen Fall hier im Forum erinnern, in dem eine junge Frau maßlos enttäuscht von ihrer leiblichen Mutter war, nachdem diese so gut wie kein Interesse an ihrer Tochter hatte. Briefe und Telefonanrufe wurden nicht beantwortet, obschon es zunächst hieß, dass die Mutter sich ebenfalls Kontakt wünsche.

Wenn du meinst, dass dir der Kontakt zu deinen leiblichen Eltern gut tun würde, dann mach dich auf die Suche, aber sei lieber ein wenig vorsichtig...sonst ist die Enttäuschung nachher doppelt groß.

Liebe Grüße
kratzamkopp

Gefällt mir

11. April 2006 um 10:50
In Antwort auf kratzamkopp

Deine Geschichte
erinnert mich zumindest teilweise an die meiner Freundin. Sie hat noch eine ältere Schwester und einen Bruder und auch hier ist es so, dass die Mutter sich mit aller Gewalt hinter ihren Sohn stellt. Egal was er macht und sagt, es ist immer gut. Bei den Töchtern reicht es nie, es muss immer mehr und besser sein, was der Sohn macht ist ausnahmslos toll. Sie leiden natürlich auch darunter, aber sie haben vielleicht noch den Vorteil, dass der Bruder es nie wirklich ausgenutzt hat.

Wie gesagt, es gibt viele Familien in denen sich solche unschönen Szenen abspielen. Bei euch kommt noch hinzu, dass dein Bruder die Situation schamlos ausnutzt und ihr außerdem das Gefühl habt, aufgrund der Adoption an zweiter Stelle zu stehen. Nur glaube ich das nicht. Ja, ihr steht an zweiter Stelle, aber nicht aufgrund der Adoption.

Sei wegen deiner leiblichen Eltern vielleicht ein wenig vorsichtig. Ich habe den Eindruck, als würdest du nun dein Seelenheil hierin suchen, aber dieser Schuss kann auch nach hinten losgehen. Ich kann mich noch an einen Fall hier im Forum erinnern, in dem eine junge Frau maßlos enttäuscht von ihrer leiblichen Mutter war, nachdem diese so gut wie kein Interesse an ihrer Tochter hatte. Briefe und Telefonanrufe wurden nicht beantwortet, obschon es zunächst hieß, dass die Mutter sich ebenfalls Kontakt wünsche.

Wenn du meinst, dass dir der Kontakt zu deinen leiblichen Eltern gut tun würde, dann mach dich auf die Suche, aber sei lieber ein wenig vorsichtig...sonst ist die Enttäuschung nachher doppelt groß.

Liebe Grüße
kratzamkopp

Im Grunde wollten wir das nie...
unsere leibliche mutter finden. klar wäre es ein trost ebenfalls jemanden zu haben, der bedingungslos zu uns steht-ob das klappt steht in den sternen. ich werde die sache sehr vorsichtig und diskret angehen-vielleicht auch nur mal aus der ferne gucken ob sie noch lebt, wie sie lebt, wie sie aussieht, ob sie uns ähnelt um wenigstens etwas ableiten zu können. unseren leiblichen vater werden wir nie kennlernen-so denke ich. er war eine affäre meiner mutter und wäre sie zu ihrem griechischem (?)ehemann mit der botschaft "ich bekomme zwillinge" zurückgekehrt-er hätte sie wohl umgebracht. beide scheinen aus griechenland zu kommen und da spielte wohl ehre eine große rolle. mein leiblicher vater war wohl deutscher...allein die tatsache, das ich an den tatsachen meiner geburt, wie auch der meiner schwester nichts ändern kann, treibt mich jetzt an-denn das können wir nicht ablegen oder verkaufen.alles wird immer iweder durch das verhalten meines "bruders" hochkommen und durch das legalisieren und abschwächen meiner adoptivmutter. ferner treibt mich die suche nach weiteren halbgeschwistern an. gut ding will weile haben und so werde ich mich jetzt verhalten. drück mir die daumen!

Gefällt mir

Frühere Diskussionen

Geschenkbox

Teilen
Teste die neusten Trends!
experts-club

Das könnte dir auch gefallen