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Adoption mit Schwerbehinderung

6. Oktober 2010 um 18:31

Hallo zusammen,

ich habe von Geburt an einen schweren Herzfehler, der aber in den letzten Jahren operativ behandelt wurde und mir fast ein ganz normales Leben beschert.

Ich lebe in einer glücklichen Beziehung, habe studiert und mache nun meine ersten Arbeitserfahrungen. Mit meinem Partner bin ich schon länger zusammen, aber nicht verheiratet.

Natürlich regt sich auch bei mir als ganz normale Frau der Wunsch nach einem Kind. Aufgrund meines Herzfehlers gehe ich aber davon aus, dass eine Schwangerschaft für mich nicht in Frage kommt. Daher sehe ich nur den Weg einer Adoption, meinen Kinderwunsch in Zukunft zu erfüllen.

Kennt sich jemand im Adoptionsverfahren aus? Ist es möglich als Schwerbehinderter mit gesundem Partner ein Kleinkind / Säugling zu adoptieren? Muss man dazu immer verheiratet sein?

Ich bedanke mich für eure Erfahrungen und Informationen bzw. sonstigen Tipps.

Vielen Dank im Voraus.

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7. Oktober 2010 um 20:06

Informier dich am besten direkt beim jugendamt
ich bin genau in der gegenteiligen situation... ich bin schwanger und habe schon überlegt ob ich mein kind zur adoption frei geben lassen soll. ich hab den gedanken zwar mitlerweile wieder zurückgeschoben, aber war vor einigen wochen trotzdem beim jugendamt um mich genau darüber zu informieren wie so eine adoption überhaupt abläuft.
Hier kann ich dir sagen, es ist ganzschön aufwendig ein kind zu adoptieren! du musst mit deinem freund zu beratungsgesprächen und einige ausfürhliche berichte schreiben. bei den berichten musst du und dein partner genau erklären, warum ihr überhaupt ein kind adoptieren wollt, was für ein kind ihr haben wollt, wie ihr euch eine erziehung vorstellt, wie ihr selbst erzogen wurdet und so weiter und so weiter. also es ist echt sehr viel arbeit! dann müsst ihr auch noch nachweisen, dass euer verdienst hoch genug ist, also dass ihr euch ein kind leisten könnt und das euer haus groß genug ist. mit dem verheiratet sein bin ich mir nicht ganz sicher, aber ich glaube ihr müsst sogar auch verheiratet sein. zumindest wird auf jeden fall geprüft wie lange ihr schon zusammen seit und wie "stabil" eure beziehung ist.
Also du siehst, wenn du ein kind adoptieren willst, dann wirst du vorher regelrecht geprüft. allerdings kannst du das schaffen, wenn wirklich der wunsch da ist ein kind zu adoptieren, es ist halt nur ziemlich zeitaufwendig und anstrengend und muss natürlich vorher sehr gut überlegt sein!
Wenn der ganze kram dann erledigt ist, und das jugendamt euch "erlaubt" hat ein kind zu adoptieren, dann kommt das nächste problem... nämlich welches kind und wo kommt es her! In den allerwenigsten fällen geben mütter direkt nach der geburt ihr kind einfachso zur adoption frei. die meisten kinder die zur adoption frei gegeben wurden haben einen teilweise lange leidensweg hinter sich. meinstens wurden die aus irgentwelchen problem familien rausgeholt und wohnten eine weile im heim bis dann gerichtlich festgelegt wurde, dass sie nicht mehr bei den leiblichen eltern leben dürfen. du musst also damit rechnen unter umständen ein "problem kind" zu bekommen, dass schon sehr viel mitgemacht hat und auch verhaltensstörungen aufweisen kann.
dann gibts natürlich noch die frauen, so wie ich, die sich überlegen ein kind schon direkt bei der geburt weg zu geben. und hier kann ich dir ja jetzt nur noch erzählen wie ich das machen würde... aber ich denke, dass es vielen frauen so geht wie mir, die sich solche gedanken machen...
also erst mal, ich hasse natürlich mein kind nicht, es wächst in meinem bauch, ich kann es spüren und ich liebe es natürlich jetzt schon mehr als jeden anderen menschen. allerdings sagt mein verstand mir, dass es in meiner jetztigen situation sehr schwierig ist ein kind großzuziehen (wäre alleinerziehende studentin und wohn auch nicht in der nähe meiner eltern). und da schien mir halt eine adoption zum wohl meines kindes eine ganz gute lösung zu sein (wie gesagt, ich hab mich mitlerweile für das kind entschieden...). ich würde aber trotz allem niemals mein kind an irgentwelche eltern abgeben und da hat mir das jugendamt versichert, dass man als leibliche mutter definitiv ein mitsprache recht hat! es gibt offene adoptionen wo man die eltern vorher kennen lernt und auch nach der adoption noch kontakt hat und geschlossene, wo man überhaupt garnichts von seinem kind weis. für mich käm natürlich nur die offene adoption in frage, weil ich genau wissen will bei wem mein kind aufwächst und wie es ihm geht! und natürlich hätte ich dann als leibliche mutter das recht mir die ganzen berichte, die die adoptionseltern vorher geschrieben haben zu lesen. und da würde ich mir auch definitiv ein ehepaar aussuchen... wie gesagt ist nur meine meinung, aber jede frau die ihr kind abgiebt tut das ja nur um ihm ein ideales leben zu bieten. also ich würde mir ziemlich genau angucken wo mein kind hinkommt und ich auch mit der familie treffen wollen! und das letzte wort hat bei einem säugling immer die leibliche mutter und nicht das jugendamt. erst wenn der mutter das sorgerecht entzogen wurde, weil sie das kind misshandelt hat oder so, kann das jugendamt allein entscheiden wo das kind hinkommt.

so ich hoffe ich konnte dir ein bisschen weiter helfen. es gibt auch sehr gute seiten im internet wo das ganze gut beschrieben ist, musste einfach mal googeln. oder machs wie ich und hol dir direkt beim jugendamt einen termin und lass dich von profis beraten ich finds gut, wenn du dazu bereit bist ein fremdes kind in deine familie aufzunehmen und es zu lieben als wär es dein eigenes, aber das ganze muss sehr sehr gut überlegt sein und du musst dir allen konsequenzen bewusst sein. wenn ihr euch aber wirklich sicher seit, dann kann ich euch nur raten, kümmert euch möglichst bald darum, auf ein zur adoption frei gegebenes kind warten im durchschnitt 11 adoptiveltern. es kann also jahre dauern bis ihr entlich mal eins bekommt!

ich wünsch dir alles gute und hoffe du findest eine gute lösung für dich!

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7. Oktober 2010 um 20:17
In Antwort auf topfblume321

Informier dich am besten direkt beim jugendamt
ich bin genau in der gegenteiligen situation... ich bin schwanger und habe schon überlegt ob ich mein kind zur adoption frei geben lassen soll. ich hab den gedanken zwar mitlerweile wieder zurückgeschoben, aber war vor einigen wochen trotzdem beim jugendamt um mich genau darüber zu informieren wie so eine adoption überhaupt abläuft.
Hier kann ich dir sagen, es ist ganzschön aufwendig ein kind zu adoptieren! du musst mit deinem freund zu beratungsgesprächen und einige ausfürhliche berichte schreiben. bei den berichten musst du und dein partner genau erklären, warum ihr überhaupt ein kind adoptieren wollt, was für ein kind ihr haben wollt, wie ihr euch eine erziehung vorstellt, wie ihr selbst erzogen wurdet und so weiter und so weiter. also es ist echt sehr viel arbeit! dann müsst ihr auch noch nachweisen, dass euer verdienst hoch genug ist, also dass ihr euch ein kind leisten könnt und das euer haus groß genug ist. mit dem verheiratet sein bin ich mir nicht ganz sicher, aber ich glaube ihr müsst sogar auch verheiratet sein. zumindest wird auf jeden fall geprüft wie lange ihr schon zusammen seit und wie "stabil" eure beziehung ist.
Also du siehst, wenn du ein kind adoptieren willst, dann wirst du vorher regelrecht geprüft. allerdings kannst du das schaffen, wenn wirklich der wunsch da ist ein kind zu adoptieren, es ist halt nur ziemlich zeitaufwendig und anstrengend und muss natürlich vorher sehr gut überlegt sein!
Wenn der ganze kram dann erledigt ist, und das jugendamt euch "erlaubt" hat ein kind zu adoptieren, dann kommt das nächste problem... nämlich welches kind und wo kommt es her! In den allerwenigsten fällen geben mütter direkt nach der geburt ihr kind einfachso zur adoption frei. die meisten kinder die zur adoption frei gegeben wurden haben einen teilweise lange leidensweg hinter sich. meinstens wurden die aus irgentwelchen problem familien rausgeholt und wohnten eine weile im heim bis dann gerichtlich festgelegt wurde, dass sie nicht mehr bei den leiblichen eltern leben dürfen. du musst also damit rechnen unter umständen ein "problem kind" zu bekommen, dass schon sehr viel mitgemacht hat und auch verhaltensstörungen aufweisen kann.
dann gibts natürlich noch die frauen, so wie ich, die sich überlegen ein kind schon direkt bei der geburt weg zu geben. und hier kann ich dir ja jetzt nur noch erzählen wie ich das machen würde... aber ich denke, dass es vielen frauen so geht wie mir, die sich solche gedanken machen...
also erst mal, ich hasse natürlich mein kind nicht, es wächst in meinem bauch, ich kann es spüren und ich liebe es natürlich jetzt schon mehr als jeden anderen menschen. allerdings sagt mein verstand mir, dass es in meiner jetztigen situation sehr schwierig ist ein kind großzuziehen (wäre alleinerziehende studentin und wohn auch nicht in der nähe meiner eltern). und da schien mir halt eine adoption zum wohl meines kindes eine ganz gute lösung zu sein (wie gesagt, ich hab mich mitlerweile für das kind entschieden...). ich würde aber trotz allem niemals mein kind an irgentwelche eltern abgeben und da hat mir das jugendamt versichert, dass man als leibliche mutter definitiv ein mitsprache recht hat! es gibt offene adoptionen wo man die eltern vorher kennen lernt und auch nach der adoption noch kontakt hat und geschlossene, wo man überhaupt garnichts von seinem kind weis. für mich käm natürlich nur die offene adoption in frage, weil ich genau wissen will bei wem mein kind aufwächst und wie es ihm geht! und natürlich hätte ich dann als leibliche mutter das recht mir die ganzen berichte, die die adoptionseltern vorher geschrieben haben zu lesen. und da würde ich mir auch definitiv ein ehepaar aussuchen... wie gesagt ist nur meine meinung, aber jede frau die ihr kind abgiebt tut das ja nur um ihm ein ideales leben zu bieten. also ich würde mir ziemlich genau angucken wo mein kind hinkommt und ich auch mit der familie treffen wollen! und das letzte wort hat bei einem säugling immer die leibliche mutter und nicht das jugendamt. erst wenn der mutter das sorgerecht entzogen wurde, weil sie das kind misshandelt hat oder so, kann das jugendamt allein entscheiden wo das kind hinkommt.

so ich hoffe ich konnte dir ein bisschen weiter helfen. es gibt auch sehr gute seiten im internet wo das ganze gut beschrieben ist, musste einfach mal googeln. oder machs wie ich und hol dir direkt beim jugendamt einen termin und lass dich von profis beraten ich finds gut, wenn du dazu bereit bist ein fremdes kind in deine familie aufzunehmen und es zu lieben als wär es dein eigenes, aber das ganze muss sehr sehr gut überlegt sein und du musst dir allen konsequenzen bewusst sein. wenn ihr euch aber wirklich sicher seit, dann kann ich euch nur raten, kümmert euch möglichst bald darum, auf ein zur adoption frei gegebenes kind warten im durchschnitt 11 adoptiveltern. es kann also jahre dauern bis ihr entlich mal eins bekommt!

ich wünsch dir alles gute und hoffe du findest eine gute lösung für dich!

Nachtrag...
zu deiner frage ob man als schwerbehinderte ein kind adoptieren kann... ich denke schon. also für mich wär das kein problem, solange du ein "fast" normales leben führen kannst und es somit für das kind keine einschränkungen gäbe.
ich weiß allerdings nicht wie das jugendamt das sieht... ich kann mir hier allerdings vorstellen, dass die auch gucken in wie weit deine behinderung auswirkungen auf das kind hat. wenn du zum beispiel was ansteckendes hättest oder eine krankheit die in absehbarer zeit tötlich endet, dann wird es wohl eher schwer ein kind zu adoptieren... aber wenn du sagst, du führst ein fast normales leben und traust dir zu ein kind zu erziehen, dann seh ich da keien probleme!
hast du denn schon mal mit deinem frauenarzt oder in einer spezial klinik jemanden gefragt, ob du wirklich nicht schwanger werden darfst? ich mein heutzutage ist es doch sogar möglich mit HIV ein kind zu bekommen, ohne dass sich das ansteckt. also vielleicht auch mit deinem herzfehler?
falls dus noch nicht getan hast, lass dich da auf jeden fall noch mal ausführlich beraten bevor du dich für eine adoption entscheidest

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8. Oktober 2010 um 20:31
In Antwort auf topfblume321

Nachtrag...
zu deiner frage ob man als schwerbehinderte ein kind adoptieren kann... ich denke schon. also für mich wär das kein problem, solange du ein "fast" normales leben führen kannst und es somit für das kind keine einschränkungen gäbe.
ich weiß allerdings nicht wie das jugendamt das sieht... ich kann mir hier allerdings vorstellen, dass die auch gucken in wie weit deine behinderung auswirkungen auf das kind hat. wenn du zum beispiel was ansteckendes hättest oder eine krankheit die in absehbarer zeit tötlich endet, dann wird es wohl eher schwer ein kind zu adoptieren... aber wenn du sagst, du führst ein fast normales leben und traust dir zu ein kind zu erziehen, dann seh ich da keien probleme!
hast du denn schon mal mit deinem frauenarzt oder in einer spezial klinik jemanden gefragt, ob du wirklich nicht schwanger werden darfst? ich mein heutzutage ist es doch sogar möglich mit HIV ein kind zu bekommen, ohne dass sich das ansteckt. also vielleicht auch mit deinem herzfehler?
falls dus noch nicht getan hast, lass dich da auf jeden fall noch mal ausführlich beraten bevor du dich für eine adoption entscheidest

Vielen Dank für die mitfühlenden Worte
Hallo,

ich danke dir für deine lieben und unterstützenden Worte.

Ich bin momentan noch in der Informationsphase. Den Schritt Adoption zu wagen, da würde ich mir auch noch gut Zeit lassen. Auch ich bin erst aus dem Studentendasein raus und ins Arbeitsleben frisch gestartet.

Von ärztlicher Seite habe ich mich noch nicht hundertprozentig beraten lassen. Es gibt eine Informationsseiten von Vereine, die aus Ärzteschaften meiner Behandlungsklinik bestehen, die allgemein darüber ifnromieren. Zumindest ist die Schwangerschaft selbst sowie die Geburt kein Zuckerschlecken. Inwieweit sich dann noch Schwangerschaft und herzunterstützende Medikamente vertragen, halte ich auch für schwierig.

Da ich mir aber auch nicht ganz vorstellen kann, immer kinderlos zu bleiben, würde ich mich auch für den Weg einer Adoption entscheiden. Ich denke, ich bin so durchsetzungsfähig und "nervensicher", dass ich mir diesen langen und steinigen Weg einer Adoption zutraue. Wenn aber bereits mein Herzfehler auch vom Jugendamt als Hürde darstellt, fände ich ganz schön diskriminierend.

Sicherlich möchte man sein Kind bzw. ein Kind in einer Familie wünschen, wo es gut behütet ist und die Pflege nicht bereits von der Lebenshaltung abhängig ist. Ein behinderter Mensch wie ich, der zwar teilweise eingeschränkt ist, kann aber auch ein Kind erziehen bzw. lieben wie normale Menschen. Auch normale Menschen können von heute auf Morgen einen Herzinfarkt oder was auch immer bekommen und tod umkippen, da muss man nicht körperlich beeinträchtigt sein. Und dann lebt das Kind auch nur mit einer Person. Und genauso können unverheiratete Paare, die schon jahrelang zu sammen sind und es vielleicht unverheiratet sind ein Kind lieben wie Verheiratete. Eine Hochzeit ist heutzutage keine Garantie, dass man auf immer und ewig zusammen bleibt.

Natürlich müssen gewissen Regeln und Standards bei einer Adoption festgelegt sein, aber nicht alle Forderungen müssen auf Dauer garantiert sein.

Ich selbst würde den Prozess der Adoption, die Hürden und sozusagen mich "nackt" machen, um ein Kind bei uns aufzunehmen und selbst eine Familie zu gründen. Da sind mein Partner und ich auch "tough" genug.


Welche guten Seiten zur Adoption im Internet gibt es denn?
Ist dann eigentlich bei der Adoption bedeutend, wie man aufgewachsen ist bzw. das Verhältnis zu den Eltern?

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11. Oktober 2010 um 20:26

Adoptionsvoraussetzungen
Hallo,

als Ergänzung zu den hier geschriebenen Sachen: Bei der ärztlichen Untersuchung darf keine "lebensverkürzende Erkrankung" festgestellt werden. Das soll die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass das Kind bis ins Jugendalter von beiden Elternteilen betreut werden kann. Die Kosten von 500 Euro erscheinen mir etwas hoch gegriffen, wir haben deutlich weniger bezahlt.
Grüße,
Frank

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11. Oktober 2010 um 21:47
In Antwort auf hella_12180987

Vielen Dank für die mitfühlenden Worte
Hallo,

ich danke dir für deine lieben und unterstützenden Worte.

Ich bin momentan noch in der Informationsphase. Den Schritt Adoption zu wagen, da würde ich mir auch noch gut Zeit lassen. Auch ich bin erst aus dem Studentendasein raus und ins Arbeitsleben frisch gestartet.

Von ärztlicher Seite habe ich mich noch nicht hundertprozentig beraten lassen. Es gibt eine Informationsseiten von Vereine, die aus Ärzteschaften meiner Behandlungsklinik bestehen, die allgemein darüber ifnromieren. Zumindest ist die Schwangerschaft selbst sowie die Geburt kein Zuckerschlecken. Inwieweit sich dann noch Schwangerschaft und herzunterstützende Medikamente vertragen, halte ich auch für schwierig.

Da ich mir aber auch nicht ganz vorstellen kann, immer kinderlos zu bleiben, würde ich mich auch für den Weg einer Adoption entscheiden. Ich denke, ich bin so durchsetzungsfähig und "nervensicher", dass ich mir diesen langen und steinigen Weg einer Adoption zutraue. Wenn aber bereits mein Herzfehler auch vom Jugendamt als Hürde darstellt, fände ich ganz schön diskriminierend.

Sicherlich möchte man sein Kind bzw. ein Kind in einer Familie wünschen, wo es gut behütet ist und die Pflege nicht bereits von der Lebenshaltung abhängig ist. Ein behinderter Mensch wie ich, der zwar teilweise eingeschränkt ist, kann aber auch ein Kind erziehen bzw. lieben wie normale Menschen. Auch normale Menschen können von heute auf Morgen einen Herzinfarkt oder was auch immer bekommen und tod umkippen, da muss man nicht körperlich beeinträchtigt sein. Und dann lebt das Kind auch nur mit einer Person. Und genauso können unverheiratete Paare, die schon jahrelang zu sammen sind und es vielleicht unverheiratet sind ein Kind lieben wie Verheiratete. Eine Hochzeit ist heutzutage keine Garantie, dass man auf immer und ewig zusammen bleibt.

Natürlich müssen gewissen Regeln und Standards bei einer Adoption festgelegt sein, aber nicht alle Forderungen müssen auf Dauer garantiert sein.

Ich selbst würde den Prozess der Adoption, die Hürden und sozusagen mich "nackt" machen, um ein Kind bei uns aufzunehmen und selbst eine Familie zu gründen. Da sind mein Partner und ich auch "tough" genug.


Welche guten Seiten zur Adoption im Internet gibt es denn?
Ist dann eigentlich bei der Adoption bedeutend, wie man aufgewachsen ist bzw. das Verhältnis zu den Eltern?

Hallo
Es ist gut, dass du dir mit deiner Entscheidung noch Zeit lassen willst und auch sehr wichtig dass du keine Informationsquelle auslässt. Es ist halt eine Entscheidung die du nicht mehr rückgängig machen kannst, zumindest nicht ohne das Leben deines Adoptivkindes enorm zu schädigen, was ja dann schon von zwei Mamas weggegeben wurde. Aber ich denke, dass du schon allein durch den riesen Aufwand beim Jugendamt, der ja Monate in Anspruch nimmt, überhaupt keine voreiligen Entscheidungen treffen könntest.
Natürlich solltest du auch die Beratung vom Arzt nicht auslassen, aber so wie ich dich verstanden habe, hast du das ja sowieso noch vor ein eigenes Kind ist ja doch noch mal was anderes als ein adoptiertes...

Was die Heirat und die Krankheit betrifft bin ich ganz deiner Meinung. Ein Ehevertrag ist für mich eigentlich auch nicht viel mehr als ein Versorgungsvertrag, der einen dazu verpflichtet seinen Partner lebenslänglich zu versorgen! Aber es beweist meiner Meinung nach keine Liebe und schon garkeine ewige Liebe! Heutzutage wird fast jede zweite Ehe wieder geschieden, warum sollte dann ausgerechnet die der Adoptiveltern verschont bleiben? Also das kann für mich eigentlich kein Grund sein, weshalb man kein Kind adoptieren darf.
Genauso siehts mit der Behinderung aus. Solange du deinen eigenen Haushalt selbst schmeißen kannst und dir zutraust ein Kind großzuziehen, wär das für mich kein Hinderniss. Und eine Lebensgarantie der Adoptiveltern bekommt das Jugendamt auch nie. es kann immer sein, dass einer einen Unfall hat oder sowas und stirbt. Dafür gibts keine Garantie und das lässt sich auch nicht vorraussehen...

aber wie gesagt, dass ist alles nur meine Meinung und die zählt ja leider nicht so viel... ich kann natürlich verstehen, dass das Jugendamt sehr strenge Richtlinien hat, die wollen ja auch nur das beste für die Kinder. Aber man darf es auch nicht übertreiben finde ich. Sonst hat man am schluss nur noch so spießige perfekt-scheinende Vorstadt-Ehepaare, zu denen ich mein Kind niemals geben würde. Dann doch lieber zu einem nicht verheirateten päärchen mit einem etwas chaotischen Haushalt, das dafür aber das Kind liebt und es erzieht, wie ich es auch getan hätte

Zu deiner Frage noch am Schluss: An die Namen der Seiten im Internet kann mich nicht mehr genau erinnern... Aber ich hab einfach verschiedene Sachen wie: "wie funktioniert eine Adoption" , "Wer kann ein Kind adoptieren" und so weiter bei google eingegeben und da kamen direkt ein paar brauchbare Sachen.
Ich denke schon, dass einige Frage dazu gestellt werden wie man selbst aufgewachsen ist und welches Verhältnis man zu den Eltern hat. Die eigene Erziehung hat ja auch immer Auswirkungen darauf wie man selbst später mal ein Kind erzieht... Aber wie genau das Jugendamt das jetzt haben will und welche Rolle das spielt weiß ich auch nicht. Hab diese Fragebögen ja auch noch nicht gelesen, sondern mich nur mit dieser Beraterin darüber unterhalten.

Ich wünsch dir weiterhin alles Gute und viel Kraft auf deinem Entscheidungsweg

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