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Alkohol und beziehung

5. Mai 2015 um 8:26

Guten Morgen

Ich brauche mal einen Rat von euch, also momentan sieht es so aus, das ich mir sorgen um meinen Mann und unsere Beziehung.
Mein Mann hat letztes Jahr angefangen abzunehmen und hat auch geschafft Ca 25 Kilo abzunehmen. Vorher hat er abends nach der Arbeit oder wenn er frei hatte gerne mal das eine oder andere Bier getrunken hatte. Womit ich auch nie ein Problem hatte. Als er angefangen hat abzunehmen hat er ein paar Wochen komplett auf Alkohol zu verzichten. Dann hatte er die (in meinen Augen total bescheuerte) Idee anstatt Bier Whisky zu trinken. Ich fand es zwar nicht toll, weil ich den Geruch von Whisky nie leiden konnte, aber da ich nicht der Typ bin der seinem Partner vorschreibt was er tun soll und was nicht habe ich auch nichts dazu gesagt. Die monate sind vergangen und mir ist schon aufgefallen das er immer mehr Whisky getrunken hat. Er wird wenn er Alkohol trinkt sehr anhänglich ist dann aber auch schnell beleidigt und zerfließt geradezu in selbstmitleid. Dadurch das es immer mehr wurde was er trinkt ist mir das auch immer mehr auf die nerven gegangen, anfangs habe ich dann versucht ihn zu trösten weil es ihm ja in diesem augenblick nicht so gut ging. Mittlerweile will ich dann nur noch ins bett gehen weil es mich eben nervt wenn er sich dann immer wieder entschuldigt für Dinge für die er erstens nichts kann zum Beispiel wenn ich sehr wenig Schlaf bekomme weil unser 11 monate altes baby mal wieder eine Phase hat in der er einfach nicht schlafen will, und auch wenn er sich dann um ihn kümmert Wache ich natürlich trotzdem auf und kümmere mich um mein baby dabei kommt wenn er getrunken hat dann eben auch immer der Spruch das er alles falsch mache und ich mit ihm schimpfen würde. Jetzt war es vor einigen Tagen so das er schon nachmittags um 4 sich sein erstes Glas Whisky eingeschenkt hat ich habe das zuerst gar nicht mitbekommen, erst als er schon einen Sitzen hatte. Ich war furchtbar wütend aber mit ihm in diesem Moment zu reden hätte gar nichts gebracht da er sonst nur sauer geworden wäre und wieder einen auf selbstmitleid gemacht hätte. Ich bin dann früh schlafen gegangen weil ich so wütend darüber war. Als der Alkohol sich an diesem Abend gesetzt hatte, hat er bei einer gemeinsamen Freundin angerufen die hat ihm gesagt das sie der Ansicht ist das er viel zu viel trinkt und das das nicht okay ist da wir ja auch Kinder haben und wenn etwas wäre, könnte er sich ja weder um mich noch um die Kinder kümmern. Sie hat ihm gehörig den Kopf gewaschen was ich eher gut fand damit er sieht ich stehe nicht alleine mit der Meinung das er zu viel trinkt da. Am nächsten Tag wolte ich mit ihm reden aber erst abends wenn er von der Arbeit kommt weil die Kinder da dann schon im bett sind.
Ich hatte die ganze Zeit überlegt wie ich das Gespräch anfangen soll, das hat er mir abgenommen indem er mir abends dann sagte das besagte Freundin der Meinung sei das er zu viel trinke da sagte ich das es ja auch so wäre und das er am Tag zuvor eine komplette Flasche Whisky getrunken hat und ob er nicht meint das das zu viel sei. Er meinte das er ja nur was trinke wenn er frei hat und das er jetzt die nächsten Tage nix trinken werde. Im Grunde hat er nicht eingesehen das er zu viel trinkt aber ich habe ihn dann in Ruhe gelassen nachdem ich ihm nochmals gesagt habe das es viel zu viel ist und das wir uns eben sorgen machen weil ich weiss das er wenn ich ihm gesagt habe das mit etwas nicht passt immer ein paar Tage braucht um in Ruhe darüber nachzudenken. Einen tag spätet war er nach der Arbeit einkaufen. Und bringt für jeden was mit, für sich ne Flasche Whisky er nannte es seinen schlaftrunk. Ich wusste gar nicht was ich dazu sagen soll einen Tag vorher sagt er mir das er die nächsten Tage nichts trinken werde und kauft sich nächsten Tag wieder was.

Ich liebe ihn wirklich sehr aber ich weiss nicht wie ich mit dem alkoholthema umgehen soll vor allem da ich inzwischen das gefühl habe Das er in eine Sucht rutscht. Er gibt mir allerdings zu verstehen das ich total übertreibe und alles gar nicht so schlimm wäre. Wie seht ihr das? Übertreibe ich wirklich? Sorry für den langen Text aber ich brauche für mich einfach mal die Meinung von Leuten die mich gar nicht kennen und unvoreingenommen sind.

Liebe grüsse nudel

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5. Mai 2015 um 8:50

Er rutscht in keine alkoholabhängigkeit... er ist mitten drin.
aus meiner sichtweise hat er ein suchtproblem.
wie ich deinem text entnehme trinkt er ja nicht mal nur ein kleines glas am wochenende sondern schon mehrmals die woche und dann bis zu einer flasche. das ist schon echt heftig.
er kommt mit ausflüchten (schlaftrunk) daher.
ganz klassisches suchtverhalten

aus eigener erfahrung kann ich dir den rat geben, dir hilfe zu suchen. geh zu einer suchtberatung. wende dich an die anonymen alkoholiker.
ja DU...deinen mann wirst du warscheinlich im jetzigen umstand nicht dazu bringen.
aber du kannst dir hilfe holen. dich beraten lassen wie man mit einem alkoholkranken umgeht, welche möglichkeiten der hilfe es gibt.

meine mutter ist alkoholkrank. mittlerweile seit fast 15 jahren trocken. es war ein langer schwieriger weg.
auch bei ihr fing es mit dem feierabend bier/ einem glas wein am abend an.
es wurde mehr und mehr. hier ne flasche Whiskey, da ne flasche wein, 4 bier hier, likörchen usw.

und ausflüchte und ausreden. natürlich auch einsicht wenn man sie drauf ansprach. sie wollte es ändern. am nächsten tag war sie wieder voll.

man konnte nicht helfen. sie ließ sich nicht helfen. das ist ja das doofe daran.
sie müssen es selber von sich aus wollen.

meine mutter war ganz weit unten.
aber irgendwann hatte es bei ihr anscheinend klick gemacht.
sie wandte sich an ihre hausärztin, an einen suchtverein und sie schaffte es. es hat aber lange lange gedauert.

du musst dir bewusst werden das dein man suchtkrank ist.
da gibt es keine ausrede. es IST so.
und er muss es da alleine raus schaffen.
steh im beiseite. sei kummerkasten und stütze ihn.
es wird ein langer schwerer weg. aber er ist zu schaffen.

viel glück.

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5. Mai 2015 um 9:25

Er ist schon süchtig
ein mann der täglich hochprozentiges trinkt, sogar ne ganze flasche ist schon stark alkoholabhängig. wenn du oder ich ne flasche whiskey leeren würden , würden wir wahrscheinlich im kh landen.
es gibt doch so beratungsstellen die euch sicher helfen können. es ist höchste zeit was zu unternehmen...allein kommt er da nicht mehr weg von.

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5. Mai 2015 um 14:19

Ach herrje
das hört sich gar nicht gut an. klingt sehr nach Abhängigkeit. kennst du jenke und sein alkohol Experiment? vielleicht gibts das online und du kannst es deinem mann mal zeigen. ihr braucht ganz klar hilfe. es gibt überall suchberatungsstellen. versuch dort einen termin zu machen. wenn er nicht mitkommen mag, wovon ich fast ausgehe, dann geh alleine.mdie können dir helfen und sagen was du für Möglichkeit hast. auf jeden fall müsst ihr in euerm leben etwas verändern. ich wünsche dir ganz viel Kraft.

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6. Mai 2015 um 7:23

Naja
Ich hötte nach einem glas einen sitzen.
Eine flasche einfach reinschütten?
Billugfussel vekommt man für einen 10 er, gutenbfür 40-50,-- aufwärts.
Das geht ganz schön ins Geld

Alkoholiker ist, wer es regelmässig trinkt.
Mit Familie sollte man sich im Griff haben.

Ich würde ihn vor die Wahl stellen.
LG

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6. Mai 2015 um 10:08

Mach doch mal eine Wette draus
"Ich wette, dass du es nicht schaffst, einen Monat nicht zu trinken!"

Mal sehen, wie er reagiert.

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6. Mai 2015 um 15:55

Zu spät.
Ich kenn das ganze Dilemma leider von klein auf. Schlaftrunk, alles nicht so schlimm, du übertreibst, ich lass es ein paar Tage (und kauft dann doch was). etc etc etc...

Ich wette mit dir, wenn du von ihm verlangst, dass er eine weile nichts trinkt und er sich darauf einlässt, dass du dann nur gut genug suchen musst und du wirst versteckte Alkoholvorräte finden.
Er ist bereits alkoholiker aber du wirst ihn kaum dazu bringen das zu erkennen, geschweige denn vor dir einzugestehen.

Das einzige, was ich für sinnvoll halte ist, wenn du dir Hilfe von außerhalb suchst. Suchtberatungsstellen z.b.
Vielleicht können die dir weiterhelfen ihm zu helfen... jeder andere Gesprächsversuch, Druckmittel, egal was... ist so gut wie sinnlos.

Warum ich mir so sicher bin? Mein Vater ist seit ca. 20 Jahren alkoholiker. Das Muster ist immer das selbe, ich konnte quasi vom Logenplatz aus beobachten wie es sich entwickelt hat, wie er sich verändert hat (früher war er betrunken auch ruhig, dann wurde er irgendwann laut, gewalttätig, hat geschlagen und auf niedrigster Stufe beleidigt) und was für Spiele abgelaufen sind (Alkohol verstecken etc) bevor meine Mutter es dann endlich geschafft hatte sich zu trennen, ihre einzige Rettung, wenn auch reichlich spät. Auch für die Kinder ist das gefährlich, viele leiden dadurch an psychischen störungen die sie ein leben lang begleiten.

Was ich dir auch noch ans herz legen möchte:
Googel mal "Alkoholiker Co-Abhängigkeit", damit du weißt auf was du bei dir selbst achten musst um bloß nicht reinzurutschen.

Alkohol ist ein super Lösungsmittel:
Es löst Familien, Freundschaften, Arbeitsverhältnisse und Beziehungen in Luft auf.

Oft hilft es leider nur, einen alkoholiker komplett fallen zu lassen. Dann gibts zwei möglichkeiten, entweder er merkt was los ist, fängt an zu kämpfen und wird trocken oder er geht an dem Teufelszeug zu Grunde.

Na dann, kopf hoch, alles gute und viel Glück!

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6. Mai 2015 um 15:58


Den Nicht-Alkoholiker möchte ich sehen, der das einfach wegsteckt und dann noch gerade stehen kann

ich wär wohl nach 2 Gläsern zu nix mehr in der Lage, meinem Mann (2 Meter groß, 100 Kilo schwer) würden spätestens nach der halben Flasche die Lichter ausgehen

Also wer sowas verpackt, der ist echt einiges gewohnt.

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