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Alleinerziehend. Meine Geschichte...

20. Mai 2012 um 23:19

Hallo ihr lieben, ich wollte euch einmal meine Geschichte erzählen.

Bitte verzeiht mir meine Schreibfehler. Es ist schon ziemlich spät.


Der Vater meiner Tochter wollte, dass ich Abtreibe. Es hieß (dies habe ich hier schon oft gelesen) entweder ich oder dieses kind !!! Es soll kein Provothread sein. Einfach nur meine Entscheidung. Diese muss JEDER für sich entscheiden. !!!!!!!


Mit 19 Jahren wurde ich ungeplant schwanger. Der Vater ist 24 Jahre alt und ein Zigeuner (Sinti).

Als ich ihm von der Schwsngerschaft erzählte, meinte er, dass ich abtreiben MÜSSE. Schließlich wäre er ja schon versprochen. Und seine Familie würde dies NIEMALS zulassen. Dann hieß es wenn ich Abtreibe, könnten wir heiraten und später Kinder bekommen.
Ich erfuhr, dass er mich nur angelogen hatte und *nur das eine wollte*.
Bevor ich Schwanger war, spielte er eine glückliche Beziehung vor.
In wirklichkeit war er Versprochen und hatte neben mir noch 3 andere Frauen. Naja... ich war verliebt und habe dies wirklich nicht mitbekommen...
Als ich in der 5. Woche Schwanger war, erfuhren wir davon.
Ab diesem Zeitpunkt kam ich nicht mehr an den Menschen heran der mir doch so viel bedeutet hatte.
Wenn ich mit jemanden sprechen durfte, dann war das sein Vater. (Oberhaupt der Familie)
Mir wurde gedroht, dass mir und meinem Baby etwas passieren würde, wenn ich es nicht abtreibe.
Vor lauter Angst bin ich am nächsten Tag zur Polizei gegangen und habe Anzeige erstattet... der Polizist war wirklch sehr lieb!

Abtreibung kam für mich NIE in Frage. Ich musste durch die Schwangerschaft alleine durch. Diese war sehr schwer.
Ich hatte jeden Tag Angstzustände und Panikattacken.
Jeden 2. Tag war ich im Krankenhaus. Ich war froh, dass ALLE Hebammen und Ärzte Verständnis für meine Lage hatten. Ich war ALLEINE. Hatte nur mein Baby im Bauch. Diese UNVORSTELLBARE Angst mein Baby zu verlieren machte mich psychisch so fertig, dass ich mehrmals Zusammenbrüche erlitten habe. Mir kommen gerade die Tränen wenn ich an diese Zeit zurück denke.
Ich hatte so Angst um mein Baby, dass ich kaum mehr aß. Ich nahm nur noch die Sachen zu mir, wo ich mir vollkommen Sicher war, dass diese *Keimfrei und nicht schädigend* sind. Es war bei mir nur ein PSHYCHISCHES Problem. Leider wollte mir keiner helfen. Der eine Psychologe, der einzigste bei dem ich einen Termin bekam, meinte zu mir, dass es doch gar nicht schlimm wäre, wenn ich das Baby verlieren würde. Ich könne ihm mit meinen 19 Jahren ja eh nichts bieten. (ich habe ein geregeltes Leben und bekomme weder Arbeitslosengeld noch sonst was... Ich sorge selber für mich ! Dies hat mich traurig gemacht, dass ein Mensch der mich nicht kennt so über mich denkt. Ich möchte jetzt bald anfangen zu Studieren)
Andere Psychologen hatten Wartelisten von mindestens einem Jahr. Eine pshychologische Klinik meinte zu mir, dass die nicht für mich zuständig seien. Am Anfang der Schwangerschaft (bis ca zur 14. Woche) war ich jeden Tag beim Ultraschall. Meine Hebamme kam oft zum reden und hat mir sehr damit geholfen.
Leider hatte ich in meiner Schwangerschaft viel mit Bakterien und Vaginalpilzen zu tun. Das bedeutete jede Woche zum Abstrich. Dadurch hatte ich wieder Panik mein Baby zu verlieren. Wie geschrieben, es war Kopfsache bei mir. Man konnte mir die Sterne vom Himmel holen, ich hatte trotzdem Panik.
In der ca. 25. SSW kam Diabetes dazu. Ich wurde trotz vielen Arztbesuchen nicht richtig aufgeklärt. Musste 5x am Tag Insulin spritzen. War mein Zuckerwert zu hoch bekam ich wieder Panik. Musste sofort ins Krankenhaus. Vor der Geburt hatte ich Angst. Was ist wenn die Herztöne mitten drin runtergehen würden? Ich hätte sofort eine Panikattacke bekommen. (Diese hielten übrigens teilweise bis zu 6 Stunden).

Der Chefarzt des Krankenhauses meines Vertrauens schlug vor, einen Kaiserschnitt zu machen. Es wäre besser diesen zu planen, als wenn ich in der Geburt eine Panikattacke bekommen würde und es in einem NOT-Kaiserschnitt endet.
Das PDA legen war die Hölle und hat ca. eine Stunde gedauert. Die Ärzte wussten ja von meinen Angstzuständen und so hatten sie sich vorbereitet.

Am 31.01.12 um 11:47 Uhr erblickte meine Tochter Emily das Licht der Welt. Zunächst Kerngesund. Sie wurde 3 Wochen früher geholt. bei 37+0 SSW

Ich war so glücklich. Am 2. Tag bekam mein kleines Mädchen Probleme beim Atmen. Sie musste auf die Neugeborenen Station. Da lag sie nun. Im Wärmebettchen. Sie war so klein und zart. Überall Kabel. In diesem Moment habe ich mich wieder unendlich alleine gefühlt. Es tat mir so unglaublich weh mein Baby da so liegen zu sehen.

Ich hätte ihren Vater jetzt gebraucht. Dem war es aber egal wie es UNS ging. Nach 3 langen Wochen durften wir nach Hause.
Sie wird auch Zuhause rund um die Uhr überwacht. Wegen der Atmung.
Mit einem Gerät aus dem Krankenhaus.

Emily ist nun 4 Monate alt. Ihren Papa hat sie noch nicht sehen dürfen. Dieser will sie nicht und zweifelt sogar die Vaterschaft an. Die Ganze Sache ist jetzt vor Gericht und belastet mich sehr.

Ich habe eine kleine Box gebastelt. In ihr liegt alles was ich vom Kindsvater habe. Ein altes T-Shirt und ein paar Fotos.

Auch wenn ich dieser Zeit viel durchmachen musste und es warscheinlich auch noch muss, ich würde es NIEMALS Rückgängig machen. Ich würde mich immer wieder für mein Baby entscheiden.

Manchmal sitze ich im Bett,, habe sie im Arm und muss einfach nur weinen. Ich bin so dankbar, dass ich meinen kleinen Schatz habe.

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20. Mai 2012 um 23:37

Fühle Dich gedrückt!
Ich wünsche Dir und Deiner Kleinen ganz viel Kraft! Ich wünsche Dir wirklich vom Herzen alles Gute!

Du hast es nun wirklich nicht leicht gehabt, aber es ist oft im Leben so, dass man in seine Aufgaben reinwächst und Stärker aus Krisen hervorgeht. Du scheinst eine Käpferin zu sein.

lg

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20. Mai 2012 um 23:51


Wow, du bist eine junge, starke Frau!
Du kannst stolz auf euch sein
Kein schöner Anfang, und alleine ist es schwer zu bewerkstelligen. Aber Respekt echt.
Ihr schafft das, und meine Daumen sind gedrückt!

Herzlichen Glückwunsch zur kleinen Emily

Lg

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21. Mai 2012 um 8:18

Hallo
Ich hab lange überlegt ob ich dir schreibe, weil es alte Wunden aufreisst vorallem nach dem Bericht gestern bei Spiegel TV aber ich muss dir ein paar Dinge nahelegen.

NEHM diese Drohung, euch könnte was passieren bitte ernst. Leg dir mal Pfefferspray zu, wenn er euch doch iwann sehen will TREFF DICH NICHT ALLEINE mit ihm. Am besten lässt du das alles über das Jugendamt laufen, die wissen am besten was zu tun ist. Diese Moslems leben in einer so verdammt anderen Welt, die wir niemals verstehen werden und auch nicht wollen. Ehrlich, nehm das nicht auf die leichte Schulter.

Ich habe sowas ähnliches durchgemacht und kann dir sagen, es ist eine verdammt schwere Zeit. Sei stolz auf das was du geschafft hast. Das ist eine so verdammte Scheiße. Sry für die Wortwohl, aber wir mnüssen in unserem Land Angst vor solchen Männern und Familien haben. Das darf echt nicht sein.

Das du eine Anzeige gemacht hast war richtig, wehr dich. Werd zum Täter und nicht zum Opfer...

Wenn die Psychologen alle so lange Warteschlangen haben, geh doch mal zu einer Beratungsstelle von der Caritas oder Pro Familia oder sowas in der Art. Da sind Sozialarbeiter, die zwar keine Therapeuten sind, aber eine ähnliche Erfahrung haben in der Art und Weise, sie können dir ganz bestimmt auch helfen, vermitteln dich vll weiter und evtl. können sie dir auch eher einen Termin besorgen. Das sind alles ihre Aufgaben

Welche Nationalität hat der Bursche nochmal? Wie alt ist er?

Lass dich nicht unterkriegen, du bist stark. Und tu mir bitte einen Gefallen, treff dich nicht mit ihm ALLEINE und schon gar nicht an abgelegenden Orten. okey?

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21. Mai 2012 um 8:49

Habe nochmal
gegoogelt. Welchen Glauben gehören die Sintis an?

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21. Mai 2012 um 9:06


Hallo ihr lieben. Ich danke euch sehr für die lieben Worte !!!!

Hallo frageneu87!!!
Du hast natürlich Recht! So wie du denkst denke ich auch. Ich hab natürlich auch Angst, dass er meine kleine beim Treffen *verschleppt*. Ich weiß dies hört sich dumm an! Aber bei manchen Leuten weiß man nie !!!!!

Er ist 24 Jahre alt und wohnt noch bei seinen Eltern. Er ist wie gesagt Sinti. Ich kenne mich damit nicht aus. Weiß nur das, was er mir darüber erzählt hat. (Erst als ich ihm von der SS erzählt habe). Es hieß wenn ich das Kind bekomme müsse er auch wieder zurück nach Canada. Würde abgeschoben werden von seiner Familie. Er wäre versprochen bzw schon im *Clan* verheiratet. Essen wohl kein Pferdefleisch. Als ich nach mehr fragte sagte er, dass ich dies eh nicht verstehen würde...

Ich bin aufjedenfall extrem vorsichtig. Sei Vater ist ziemlich gewaltbereit. Er durfte nirgentwo hin. Musste direkt von der Arbeit nach Hause kommen usw. Hatte kein Handy, später keinen Laptop mehr. Alles damit wir nicht heimlich in Kontakt treten. Habe ich dort angerufen durfte ich nur mit seinem Vater sprechen usw. Bevor seine Familie davon wusste, wollte er es heimlich machen. Das Kind sehen usw. Aber als auch seine Familie davon erfuhr, sollte ich aufeinmal abtreiben..

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21. Mai 2012 um 9:13
In Antwort auf honigbiene91


Hallo ihr lieben. Ich danke euch sehr für die lieben Worte !!!!

Hallo frageneu87!!!
Du hast natürlich Recht! So wie du denkst denke ich auch. Ich hab natürlich auch Angst, dass er meine kleine beim Treffen *verschleppt*. Ich weiß dies hört sich dumm an! Aber bei manchen Leuten weiß man nie !!!!!

Er ist 24 Jahre alt und wohnt noch bei seinen Eltern. Er ist wie gesagt Sinti. Ich kenne mich damit nicht aus. Weiß nur das, was er mir darüber erzählt hat. (Erst als ich ihm von der SS erzählt habe). Es hieß wenn ich das Kind bekomme müsse er auch wieder zurück nach Canada. Würde abgeschoben werden von seiner Familie. Er wäre versprochen bzw schon im *Clan* verheiratet. Essen wohl kein Pferdefleisch. Als ich nach mehr fragte sagte er, dass ich dies eh nicht verstehen würde...

Ich bin aufjedenfall extrem vorsichtig. Sei Vater ist ziemlich gewaltbereit. Er durfte nirgentwo hin. Musste direkt von der Arbeit nach Hause kommen usw. Hatte kein Handy, später keinen Laptop mehr. Alles damit wir nicht heimlich in Kontakt treten. Habe ich dort angerufen durfte ich nur mit seinem Vater sprechen usw. Bevor seine Familie davon wusste, wollte er es heimlich machen. Das Kind sehen usw. Aber als auch seine Familie davon erfuhr, sollte ich aufeinmal abtreiben..


Ich hatte am 17.04 den ersten Gerichtstermin. Er guckte so traurig... Ich denke er will das Kind sehen... Nur darf er es nicht. Normalerweise würde ich denken, dass er nicht mehr ganz dicht wäre. Ich mein mit 24 lass ich mir doch nichts mehr vorschreiben. aber bei denen ist das halt anderes.

Bevor ich abtreiben sollte, rief er mich ein letztes mal an. Er war aufgelöst, fing an zu weinen... Er würde so gerne.. darf aber nicht. Auch wenn nichts *festes* zwischen uns (für ihn) war. Er wollte trotzdem da sein für das Kind.

Naja wie gesagt... dann erfuhr seine Familie davon und diese fingen an zu drohen usw.

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21. Mai 2012 um 9:17
In Antwort auf honigbiene91


Ich hatte am 17.04 den ersten Gerichtstermin. Er guckte so traurig... Ich denke er will das Kind sehen... Nur darf er es nicht. Normalerweise würde ich denken, dass er nicht mehr ganz dicht wäre. Ich mein mit 24 lass ich mir doch nichts mehr vorschreiben. aber bei denen ist das halt anderes.

Bevor ich abtreiben sollte, rief er mich ein letztes mal an. Er war aufgelöst, fing an zu weinen... Er würde so gerne.. darf aber nicht. Auch wenn nichts *festes* zwischen uns (für ihn) war. Er wollte trotzdem da sein für das Kind.

Naja wie gesagt... dann erfuhr seine Familie davon und diese fingen an zu drohen usw.

Ja ich
kenne die ganze Geschichte Ich wurde nur noch massiver bedroht. Ich habe das ganze nicht mehr ausgehalten und bin dann weggezogen und habe ein neues Leben angefangen. Mittlerweile studiere ich und bin glücklich. Vll wäre das auch ein Weg für dich?

Ihn würde ich erstmal ganz vergessen. Bau dein leben so auf, als wäre er nicht da. Was dann noch kommt, kann man immer noch sehen. Aber bei den Drohungen würde ich Abstand nehmen.

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