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Alltag mit Abpumpen

23. Juli um 9:41 Letzte Antwort: 30. Juli um 14:36

Hallo
Ich bin seit 5 Wochen Mutter eines süßen Sohnes und habe versucht zu stillen, was auch zwischenzeitlich gut klappte, aber immer wieder mit Schmerzen während und nach dem Stillen verbunden war, die sich nicht erklären ließen, denn das Anlegen klappte gut, die Brustwarzen waren auch nicht wund.
Letztlich kamen meine Hebamme und ich darauf, dass ich einen sogenannten Vasospasmus habe, als ich nebenbei erwähnte, dass manches Mal die Brustwarzen nach dem Stillen weiß und blutleer waren.
Im Moment traue ich mich nicht mehr ihn anzulegen, aus Angst vor den Schmerzen, denn wenn ich stille, möchte ich es genießen können. Mit Schmerzen zu stillen funktionierte nicht, weil ich währenddessen weinen musste, total verkrampft war und sich das auch auf mein Baby übertrug.
Deswegen pumpe ich ab und gebe ihm die Milch mit dem Fläschchen. Auch wenn er zum Glück beides gut annimmt, habe ich einen brustähnlichen Sauger besorgt, weil ich noch nicht gänzlich ausschließen mag, vielleicht doch wieder zu stillen.

Nun ist es so, dass mein Partner nach einem Monat Elternzeit wieder arbeitet und sich das mit dem regelmäßigen Abpumpen alle 2 - 3 Stunden und dem gleichzeitigen Betreuen des Kleinen für mich schon sehr stressig gestaltet.
Schläft der Kleine oder ist gerade zufrieden, ist das Abpumpen kein Problem.
Manchmal ist er aber sehr quengelig, weint, weil er Bauchschmerzen oder einfach nur Sehnsucht nach Nähe hat und dann kann ich ihn einfach nicht beruhigen, indem ich ihn hochnehme, weil die Flaschen vorne dran hängen. Der Pump-BH bringt da auch nicht viel, weil ich ihn damit auch nicht auf den Arm nehmen kann.
Regelmäßigkeit beim Abpumpen ist aber auch wichtig, damit die Milchbildung angeregt wird und die Milchmenge erhöht und nicht reduziert wird. Ist die erforderliche Milchmenge erreicht, die ich benötige, reicht es wohl auch, wenn ich nur noch alle 3 - 4 Stunden abpumpe, um die Menge beizubehalten, aber soweit sind wir noch nicht.
Kann also nicht ständig sagen " Och, dann pumpe ich erst ein oder zwei Stunden später ab, als geplant, wenn er dann ruhig ist".
Ich habe ja niemanden, der ihn mir für die 20 Minuten des Pumpens abnehmen kann.
Hinzu kommt, dass die Milch erwiesenermaßen schlechter fließt, wenn man unter Stress abpumpt. Den habe ich aber, wenn er schreit und wieder Abpumpzeit ist.
Gibt es hier auch Mütter, die ausschließlich mit abgepumpter Milch füttern?
Wie händelt ihr das?
Habt ihr Tipps für mich, wie ich es entspannter gestalten kann?

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23. Juli um 10:59

Ich habe abgepumt, da mein Sohn aufgrund Saugglocke und Schmerzen nicht selber stillen konnte, wenn man nur in die Nähe von seinem Kopf kam. Darauf entwickelte ich eine massive Mastritis und ich musste 5 Wochen lang alle 1,5 Std. abpumpen, da sonst die Entzündung nicht weg gegangen wäre.

Ich habe 20 Min jede Seite gepumpt, Kind gefüttert, danach trotzdem wieder an die Pumpe, damit die immer zu wenige Milch nachproduziert wird, Flaschen desinfiziert und dann gings wieder von vorne los. Ich hatte oft nur 45 Min Pause ohne Pumpe. Auch nachts.

Irgendwann haben wir ihm abends ein Fläschchen gegeben. Dann hatte jeder von uns zwei mal ne Pause. Happy Mama happy Baby.

Im Nachhinein würde ich nicht auf biegen und brechen stillen. Es soll für alle entspannt sein. 

Du pumst jetzt ab, das heißt, du bringst die volle Menge, die dein Kind benötigen würde mit der Pumpe nicht raus.

Du müsstest nach dem Abpumpen noch ein paar Minuten weiterpumpen und diese Menge sammeln über den Tag. Dann hast du einen Puffer.

Mir wäre es zu blöd

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23. Juli um 20:34
In Antwort auf missdalton

Hallo
Ich bin seit 5 Wochen Mutter eines süßen Sohnes und habe versucht zu stillen, was auch zwischenzeitlich gut klappte, aber immer wieder mit Schmerzen während und nach dem Stillen verbunden war, die sich nicht erklären ließen, denn das Anlegen klappte gut, die Brustwarzen waren auch nicht wund.
Letztlich kamen meine Hebamme und ich darauf, dass ich einen sogenannten Vasospasmus habe, als ich nebenbei erwähnte, dass manches Mal die Brustwarzen nach dem Stillen weiß und blutleer waren.
Im Moment traue ich mich nicht mehr ihn anzulegen, aus Angst vor den Schmerzen, denn wenn ich stille, möchte ich es genießen können. Mit Schmerzen zu stillen funktionierte nicht, weil ich währenddessen weinen musste, total verkrampft war und sich das auch auf mein Baby übertrug.
Deswegen pumpe ich ab und gebe ihm die Milch mit dem Fläschchen. Auch wenn er zum Glück beides gut annimmt, habe ich einen brustähnlichen Sauger besorgt, weil ich noch nicht gänzlich ausschließen mag, vielleicht doch wieder zu stillen.

Nun ist es so, dass mein Partner nach einem Monat Elternzeit wieder arbeitet und sich das mit dem regelmäßigen Abpumpen alle 2 - 3 Stunden und dem gleichzeitigen Betreuen des Kleinen für mich schon sehr stressig gestaltet.
Schläft der Kleine oder ist gerade zufrieden, ist das Abpumpen kein Problem.
Manchmal ist er aber sehr quengelig, weint, weil er Bauchschmerzen oder einfach nur Sehnsucht nach Nähe hat und dann kann ich ihn einfach nicht beruhigen, indem ich ihn hochnehme, weil die Flaschen vorne dran hängen. Der Pump-BH bringt da auch nicht viel, weil ich ihn damit auch nicht auf den Arm nehmen kann.
Regelmäßigkeit beim Abpumpen ist aber auch wichtig, damit die Milchbildung angeregt wird und die Milchmenge erhöht und nicht reduziert wird. Ist die erforderliche Milchmenge erreicht, die ich benötige, reicht es wohl auch, wenn ich nur noch alle 3 - 4 Stunden abpumpe, um die Menge beizubehalten, aber soweit sind wir noch nicht.
Kann also nicht ständig sagen " Och, dann pumpe ich erst ein oder zwei Stunden später ab, als geplant, wenn er dann ruhig ist".
Ich habe ja niemanden, der ihn mir für die 20 Minuten des Pumpens abnehmen kann.
Hinzu kommt, dass die Milch erwiesenermaßen schlechter fließt, wenn man unter Stress abpumpt. Den habe ich aber, wenn er schreit und wieder Abpumpzeit ist.
Gibt es hier auch Mütter, die ausschließlich mit abgepumpter Milch füttern?
Wie händelt ihr das?
Habt ihr Tipps für mich, wie ich es entspannter gestalten kann?

Ich habe meine Tochter die ersten 6 Monate voll und dann noch bis zum 11. Monat begleitend zur Beikost pumpgestillt. Stillen hat bei uns überhaupt nicht geklappt. Die ersten 14 Tage war ich 20h am Tag irgendwie nur mit Nahrung zuführen beschäftigt. Erst anlegen, eine halbe Stunde das probiert, danach abgepumpt und ihr den Rest aus der Flasche gegeben. Zwischendurch auch immer wieder gepumpt. Nach 2 Wochen habe ich die Reißleine gezogen, weil mich diese Situation völlig gestresst hat. Ab diesem Zeitpunkt habe ich die ersten 2 Monate alle 3h, danach bis zum Abstillen im 11. Monat alle 4h (auch nachts) gepumpt. Ich hatte eine professionelle Pumpe wie im KH zu Hause (habe ich mir von meiner Gyn auf Rezept bei der Apotheke ausgeliehen). Zusätzlich habe ich mir für unterwegs noch eine kleinere Version dieser Pumpe gekauft. Ich habe also alle 4h parallel doppelseitig gepumpt und bin in meiner Hochphase auf 250ml pro Seite und Pumpvorgang gebracht. Wenn die Kleine geschlafen hat, dann war es gar kein Problem, war sie wach, habe ich sie immer mit in meine Pumpecke genommen und sie auf den Fußboden in meine Nähe gelegt, sodass sie mich die ganze Zeit gesehen und registriert hat, dass ich bei ihr bin.
Wenn das Stillen beim nächsten Kind wieder daneben geht, würde ich es genau so wieder machen, ich war wahnsinnig stolz, dass ich unsere Tochter mit Muttermilch ernähren konnte und es hatte sogar auch seine Vorteile: mein Mann konnte das Fläschchen übernehmen, wenn ich mal schlafen wollte und im Auto mussten wir auf längeren Strecken nie Stillpausen einlegen, sie konnte ihre Milch während der Fahrt trinken

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29. Juli um 14:33

Erstmal vielen Dank für eure Erfahrungsberichte!
Die letzten Tage ist es besser und stressfreier geworden. Das Abpumpen der benötigten Menge geht jetzt sehr fix, innerhalb von 15-20 Minuten. 
Da mein Partner im Homeoffice arbeitet, kann er mir im Notfall den Kleinen für die Viertel Stunde abnehmen.
Ich weiß nicht, ob ich das 6 oder gar 12 Monate durchhalte, aber ich stecke mir jetzt kleine Ziele. Erstmal bis zum vollendeten 3. Monat und dann sehe ich weiter.
 

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30. Juli um 14:36

Ich habs gehasst und nach 2 Wochen gabs die Flasche. Respekt an die die das monatelang schaffen.

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