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Angelehnt an Thema ersatzeltern

21. Dezember 2014 um 23:45

Mein Sohn ist jetzt vier. Er weiß noch nicht, das der Papa nicht der leibliche Vater ist. Wie habt ihr es erzählt? Ich mach mir schon seit längerem Gedanken darüber. So langsam versteht er ja immer mehr. Ich hab es noch nicht erzählt, um Enttäuschungen zu vermeiden. Warum von einen Papa erzählen der "nicht existiert". Also wie und wann erzählt man es am besten?

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22. Dezember 2014 um 14:47

Definitiv solltest du
niemals den leiblichen Vater verschweigen!
Irgendwann kommt das auf den Tisch und dann wirst du sehr stark hinterfragt werden, weil du es immer verschwiegen hast.
Tu das deinem Kind auch nicht an! Ich finde es wichtig für die eigene Identität. Hab mit meiner Mutter und meiner Schwägerin zwei Beispiele, wie es nicht laufen sollte und meine Mutter hat bis ins hohe Alter so ihre Probleme damit und auch meine Schwägerin hat immer noch ordentlich zu knabbern. Und zwar nicht mit der Tatsache, dass der Papa nicht der leibliche Vater ist, sondern dass man ihr das einfach vorenthalten hat. Dass sie nur durch Zufall drauf kam, etc.

Und ich denke je älter, umso schwieriger wird es.
Meiner Großen habe ich nie etwas verheimlicht. Das ging früh los mit "Warum ist auf den Bildern bei der Geburt der Papa nicht mit drauf, sondern erst so weit hinten im Fotoalbum aber bei F. (Schwester) ist er schon im Krankenhaus da?" Antwort: "Da kannten wir ihn noch nicht!" Hat ihr als 3-jährige völlig ausgereicht, hat nicht weiter nachgehakt. Wäre Quatsch gewesen, das in der Situation weiter auszuführen, aber viele solche Kleinigkeiten haben den Weg geebnet, ihr mit 7 alles zu erzählen, als sich die Situation so ergab, dass es gepasst hat. Da ging es im Unterricht um das Thema Familie und ihre Freundin wuchs ohne Vater auf und so ergab sich das im Gespräch darüber, dass ich ihr dann alles erzählt habe. Kam also nciht aus heiterem Himmel und passte gerade in ihre Gefühlswelt, weil sie sich wirklich mit dem Thema beschäftigte. War natürlich schon kurz eine Irritation für sie und sie fand es total furchtbar und hatte schon damit zu kämpfen, aber lange nicht so, als wenn ich sie mir am 18. Geburtstag geschnappt hätte: "Ich muss dir übrigens was sagen...."
Heute ist sie 15 und froh darüber, es zu wissen. Das Ganze tut aber ihrer Beziehung zu meinem Mann keinen Abbruch. Die lieben sich heiß und innig und sie sagt selbst: "Ist schon toll, dass man geliebt wird, weil man geliebt wird und nicht nur weil man aus einer Samenzelle entstanden ist!"

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22. Dezember 2014 um 19:41
In Antwort auf paditax

Definitiv solltest du
niemals den leiblichen Vater verschweigen!
Irgendwann kommt das auf den Tisch und dann wirst du sehr stark hinterfragt werden, weil du es immer verschwiegen hast.
Tu das deinem Kind auch nicht an! Ich finde es wichtig für die eigene Identität. Hab mit meiner Mutter und meiner Schwägerin zwei Beispiele, wie es nicht laufen sollte und meine Mutter hat bis ins hohe Alter so ihre Probleme damit und auch meine Schwägerin hat immer noch ordentlich zu knabbern. Und zwar nicht mit der Tatsache, dass der Papa nicht der leibliche Vater ist, sondern dass man ihr das einfach vorenthalten hat. Dass sie nur durch Zufall drauf kam, etc.

Und ich denke je älter, umso schwieriger wird es.
Meiner Großen habe ich nie etwas verheimlicht. Das ging früh los mit "Warum ist auf den Bildern bei der Geburt der Papa nicht mit drauf, sondern erst so weit hinten im Fotoalbum aber bei F. (Schwester) ist er schon im Krankenhaus da?" Antwort: "Da kannten wir ihn noch nicht!" Hat ihr als 3-jährige völlig ausgereicht, hat nicht weiter nachgehakt. Wäre Quatsch gewesen, das in der Situation weiter auszuführen, aber viele solche Kleinigkeiten haben den Weg geebnet, ihr mit 7 alles zu erzählen, als sich die Situation so ergab, dass es gepasst hat. Da ging es im Unterricht um das Thema Familie und ihre Freundin wuchs ohne Vater auf und so ergab sich das im Gespräch darüber, dass ich ihr dann alles erzählt habe. Kam also nciht aus heiterem Himmel und passte gerade in ihre Gefühlswelt, weil sie sich wirklich mit dem Thema beschäftigte. War natürlich schon kurz eine Irritation für sie und sie fand es total furchtbar und hatte schon damit zu kämpfen, aber lange nicht so, als wenn ich sie mir am 18. Geburtstag geschnappt hätte: "Ich muss dir übrigens was sagen...."
Heute ist sie 15 und froh darüber, es zu wissen. Das Ganze tut aber ihrer Beziehung zu meinem Mann keinen Abbruch. Die lieben sich heiß und innig und sie sagt selbst: "Ist schon toll, dass man geliebt wird, weil man geliebt wird und nicht nur weil man aus einer Samenzelle entstanden ist!"

Verschweigen
Will ich ihn auch nicht. Der leibliche Vater ist auch auf einem Bild drauf, was bei meinen Eltern hängt. Er hat auch noch nie gefragt wer das ist. Ich hab nur Angst das er mehr hinterfragt, warum er ihn nicht sehen kann oder so. Ich will ja nicht gerade sagen, der interessiert sich nicht für dich. Wir haben auch in Januar mal die Oma getroffen. Hab es auch schon etwas angesprochen wer das ist, aber ich glaub so richtig verstanden oder interessiert hat es ihn nicht.

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