Home / Forum / Mein Baby / Angst vor geburt-dammschnitt, dammriss und wunschkaiserschnitt?!

Angst vor geburt-dammschnitt, dammriss und wunschkaiserschnitt?!

30. Juli 2007 um 8:31

Hallo,
also ich habe seit anfang der ss riesige angst vor der geburt. am meisten angst habe ich vor den schmerzen, also vor den wehen, weil man ja auch nicht von anfang an eine pda bekommt (will ich auf jeden fall). und dann noch einen dammschnitt oder riss, das ist für mich die horrorvorstellung!
und auch dass ich nach einer normalen geburt "ausgeleiert" wäre, macht mir schon angst. und ich bin mir auch sicher, dass es so ist, kann mir nicht vorstellen dass da ein kind rauskommt und nach ein paar monaten ist alles wieder wie vorher...

beim wks habe ich eigentlich nur angst vor den schmerzen danach und weil ich nach dem kh allein daheim wäre (freund studiert). das heisst ich müsste alles allein machen (und wie das mit so einer bauchnarbe gehen soll???) andererseits gibt es ja schmerzmittel für die zeit danach. habe auch ein wks buch gelesen, aber für meine entscheidung hilft mir das nicht weiter.

möchte nach der geburt so einen bauchgürtel tragen und auch so bald wie möglich sport machen, weiss aber nicht ob das nach einem wks möglich ist.

ich weiss einfach nicht was ich machen soll! beides hat vor-und nachteile, obwohl ich sagen würde dass eine normale geburt für mich persönlich mehr nachteile hätte (auch körperlich gesehen). von anfang an hab ich eigentlich eher zum wks tendiert, aber ich denke immer mehr nach und komme zu keinem ergebnis mehr!
hat irgendjemand das gleiche problem oder kann mir tipps geben?
lg, c.

Mehr lesen

30. Juli 2007 um 9:37

Danielle
Das hast du aber sehr schön geschrieben!

Ich kann nur sagen, dass ich den Dammschnitt als das kleiere "Übel" empfunden habe. Ich fand es überhaupt nicht schlimm und hatte auch keine Probleme mit der Naht. Oder doch... warte mal.... 2 Wochen später hat mich ständig was gezwickt und die Hebi hat es dann bei mir zuhause angeschaut und hat einen winzigen Fadenknoten abgeschnitten. Ansonsten lösen sich die Fäden ja von selbst auf. Aber das war bloß so ein Zwicken.

Ich weiss, dass sagt sich so leicht, aber mach dir keine Gedanken. Du bist hier in Deutschland gut aufgehoben. In manch anderen Ländern müssen die Frauen zusehen, wie se klar kommen. Nachsorge? Stillberatung?? Fehlanzeige!!!

Meine Cousine in Kroatien z.b. hatte einen Kaiserschnitt. Aber nicht so einen kleinen Schnitt wie hier, sonderm krum und schief über den halben Bauch. Das sieht so schnrecklich aus. Da sieht man mal wie gut die Medizin hier in Deutschland ist.

lg maggi

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

30. Juli 2007 um 10:08

Das haben
die anderen schon sehr gut beschrieben. Zu dem Dammschnitt bzw Riss will ich noch kurz schreiben: Ein Dammschnitt wird wenn es nötig ist, während einer Wehe gemacht und man bekommt das überhaupt nicht mit. Ich dachte immer vorher, dass ich sicher darauf achten werde, wenn die Hebamme die Schere holt, aber ehrlich gesagt: Daran hab ich nun wirklich nicht gedacht. Ich war abends um 11 in der Klinik und morgens um 9 kam mein Kleiner Prinz. Die eigentliche Geburt hat dann so um 5 angefangen. Die Zeit ist sooooo schnell vergangen! Man entwickelt unter der Geburt ungeahnte Kräfte. Was denkst Du denn, warum so viele sagen, dass es so ein schönes Erlebnis gewesen ist. Das haben die Mamas sich und da schließe ich mich ein, sicher nicht ausgedacht.

Ich hatte übrigens einen Schnitt und bin gerissen.Hatte aber weder eine PDA noch Schmerzmittel. Und selbst das Nähen danach habe ich dank einer örtlichen Betäubung nicht gemerkt. Hatte auch anderes zu tun, denn mein Mann kam mit Tim nach dem Messen und Wiegen wieder.;o)

Versuche Dich nicht so zu verkrampfen sondern geh locker an die ganze Geschichte ran.Ich weiß es ist nicht leicht und du tust mir richtig leid, denn ich hab schon öfter mal so eine Frage von Dir gelesen.Drin geblieben ist bisher noch kein Baby;o)
Wie weit bist Du denn?

Egal wie Du Dich entscheidest: Alles Liebe

LG Susi und Tim (16 Wochen)

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

30. Juli 2007 um 10:51

Re: Geburt
Also, die "Mädels" vorher haben's ja schon gesagt: es verläuft jedes Mal anders, man kann vorher - finde ich - überhaupt nicht so definitiv sagen, so oder so mache ich's, denn vielleicht findest Du in der Situation dann was ganz anders angenehm... Die Geburtshelfer sagen ja auch immer, man soll sich nicht auf irgendwas versteifen, sondern flexibel bleiben.

Ich kann Dir nur soviel sagen: ich hatte bei meiner Tochter (jetzt 4 Monate alt) einen KS, da ich eine schwere Präeklampsie hatte, und ich hatte NULL Probleme hinterher.
Ich habe von Anfang an meine Kleene selber versorgt, bin am 3 Tag aus der Klinik nach Hause, hatte keinerlei Probleme mit der Narbe (die man inzwischen übrigens kaum mehr sieht, ist ganz blaßrosa), habe nach ca. 4 Wochen langsam wieder mit Sport angefangen (ist aber bestimmt individuell verschieden, auch je nach Trainingszustand, ich bin rel. trainiert, ich mache das nämlich beruflich - bin Fitness-Trainierin und Aerobic-Instructor) und hatte nach einer guten Woche das erste Mal wieder Sex.
Ach ja, der Wochenfluß ist nach einem KS auch schneller (sehr viel schneller!!!) vorbei - bei mir kam nach 5-6 Tagen gar nix mehr... Auch ein nicht zu verachtender Vorteil!!!!

Ich wünsche Dir viel Glück und alles Gute,
LG Kessa

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

30. Juli 2007 um 11:10

Hallo Moendchen8!
Ich habe mir in der SS auch viele Gedanken gemacht und hatte auch angst vor den Schmerzen.
Hab mich aber nie verrückt machen lassen. Hatte überlegt, genau, wie du, ob WunschKS oder nicht, usw. Allerdings hatte ich vor einer PDA mehr angst, als vor allem anderen, weil bei mir im Bekanntenkreis gleich zwei Frauen sind, bei denen mehr mal angestetz werden mussten und sie hatten dabei mehr schmerzen, als bei allem andern!
Aber als ich mich in der Klinik vorgestellt habe um mir den Kreissaal anzuschauen, war irgentwie die Angst weg. Keine Ahnung, warum, es war dort einfach eine schöne Umgebung, die Leute waren nett und alles war schön Bunt gestrichen, hab mich dort einfach wohl gefühlt.
Als es bei mir dann los ging, hab ich es einfach auf mich zu kommen lassen.
Meinen Geburtsberich kannst du dir auf
www.fabian-anika.de
durch lesen! Wäre zulan das hier alles zu schreiben!!! Ach ja, das - gehört in die Adresse!!!

LG Anika & Lea

PS: Versuche einfach den rest deiner SS zu genießen und tanke kraft für die Geburt und die darauf folgenden Monate. Leg dich viel hin und schlaf, soviel du kannst, tu nochmal was für dich und unternimm nochmal was mit deinem Mann, geht schön essen oder ins Kino oder so, denn wenn das kleine Würmchen erstmal da ist, ist das alles nicht mehr sooo einfach!!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

30. Juli 2007 um 13:34

Sorry
auch wenn es sich hart und für manche vielleicht beleidigend anhört: man weiß doch bevor man schwanger wird das die geburt mit schmerzen verbunden ist???warum hast du solche angst? kann ich garnicht nachvollziehen...klar sind die schmerzen schlimm aber man denkt doch nicht nur daran wenn man ein kind bekommt???ich hab mir garkeine gedanken gemacht,war nur super froh das ich normal entbinden konnte, ein KS kam bei mir nie in frage...eine normale geburt finde ich persönlich viiiel schöner,auch wenn man so starke schmerzen hat...
das ist echt schlimm heutzutage wie einem immer panik gemacht wird...genau wie in dem thread hier wegen der reportage bei stern TV. also wenn du nur nach den schmerzen gehst in sachen geburt tuts mir echt leid für dich. dann solltest du das kind besser im reagenzglas züchten sorry, aber ich evrsteh sowas nicht...so ne geburt ist was schönes auch wenn sie mit schmerzen verbunden ist. beides hat vor und nachteile. auch bei nem KS hat man scherzen! aber das ist von frau zu frau verschieden. ich zb. hatte weder nen dammriss noch -schnitt. und die geburt war sehr schmerzhaft und anstrengend,hatte halt glück. lag über 24 std in den wehen.. aber ich fand die geburt einfach traumhaft und schön...es gibt nichts schöneres als sein kind mit eigender kraft zu bekommen und es sofort auf der brust liegen zu haben. nichts gegen frauen die einen KS bevorzugen, aber ich würde mir niemals lieber das kind aus dem bauch schneiden lassen,sorry.. und ausgeleiert bist du auch nicht wie du denkst.

hoffe ich hab hier jetzt nicht wieder die typische diskussion wg. KKS und normalgeburten angezettelt?? jedem das seine. aber nachvollziehen kann ich deine ängste nicht. sorry! ich hab mir eher ängste ums kind gemacht als um die verflixten schmerzen...aber jeder ist nunmal anders...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

30. Juli 2007 um 15:35

Für mich hört sich
das an,als wenn du eigentlich nur vor den Schmerzen Angst hast. Du musst dich damit abfinden,dass egal wie du entbindest es weh tun wird. Hab noch nie von einer Schmerzfreien Geburt gehört...
Ich hatte eine sehr schwere spontane Geburt,aber ich bin total stolz auf mich,dass ich das geschafft habe. Für nichts auf der Welt möchte ich das Erlebnis missen. Klar tat es weh,aber nach der Geburt nimmt man doch schnell Abstand dazu und vergisst das auch im nu.
Ich hatte einen großen Dammschnitt (wegen Zangenentbindung)...und nach 6 Wochen hab ich davon nix mehr gespürt. Man sieht davon auch nichts mehr. Der Chefarzt hat mich genäht und ich muss sagen,der hat das 1A gemacht

Informier dich einfach noch mal über beie Entbindungsformen. Für mich war entscheidend bei der Entscheidung,dass sich bei einer spontanen Geburt mein Sohn selbst aussuchen konnte wann er kommen will. Nämlich dann,wenn er soweit ist.

lg
Evelyn+Nico*12.Mai

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

30. Juli 2007 um 18:03

Hallo, das es höllisch weh tut ist gelogen!
Ich habe dir einen Artikel, den ich gefunden habe, mal kopiert ist etwas lang, aber dafür lehrreich und auch aufmunternd.
Ich habe ihn gefunden, weilich mal wissen wollte, ob es stimmt, dass Männer nie eine Geburt überstehen würden!

Hier das Resultat!



DAS POPULÄRE VORURTEIL:
Kein Mann könnte jemals den Schmerz einer Geburt überstehen.

DIE WAHRHEIT:

Viele Frauen empfinden eine Geburt als so furchtbar schmerzhaft und belastend, weil Frauen von Natur aus weniger schmerzresistent und belastbar sind als Männer. Daher dekompensieren Frauen unter gleichen Schmerzen und Belastungen schneller als Männer.



Der Grund dafür liegt in der menschlichen Entwicklungsgeschichte, in der die Männer regelmäßig Belastungen ausgesetzt waren, die schmerzhafter und belastender waren als eine Geburt.




GEBURT


Männer könnten den Geburtsschmerz besser ertragen



Kein Mann könnte jemals den Schmerz einer Geburt überstehen.

So lautet ein gängiges Vorurteil. Die Verfechter dieser These begründen ihre Aussage wie folgt:

Männer sind schmerzempfindlicher als Frauen. Daher könnten sie niemals die Schmerzen einer Geburt überstehen.

Dieses Argument leuchtet zunächst einmal ein, besteht es doch aus einer logischen Schlussfolgerung: Wer schmerzempfindlicher ist kann letztendlich auch weniger Schmerzen ertragen.

Nun hat die moderne Schmerzforschung in etlichen Untersuchungen und Experimenten, eindeutig nachgewiesen wie schmerzempfindlich Frauen im direkten Vergleich mit Männern sind. Hier noch einmal zur Erinnerung die Ergebnisse der Schmerzforschung (siehe Kap. Schmerzforschung):



1. Frauen klagen beim selben Schmerzreiz schneller darüber Schmerzen zu haben.
2. Frauen ordnen dem selben Schmerzreiz eine höhere Intensität zu als Männer.
3. Frauen bezeichnen den selben Schmerzreiz schneller als nicht mehr ertragbar.
4. Frauen geben schneller auf bei Tätigkeiten, die mit Schmerzen verbunden sind.



Die Ergebnisse beweisen: Nehmen wir die Schmerzempfindlichkeit als Grundlage, so kommen wir nicht umhin, festzustellen, dass Männer die Schmerzen einer Geburt leichter ertragen könnten als Frauen es tun.

Es wird zwar gerne (natürlich ohne jegliche Beweisführung) das Gegenteil behauptet, aber:

Wenn Männer die Kinder kriegen müßten, gäbe es wesentlich weniger Kaiserschnitte und Narkosen!



Ist der weibliche Körper für das Ertragen von Schmerzbelastungen geschaffen?



Das Vorurteil, Frauen seien weniger schmerzempfindlich als Männer, wird noch durch eine weitere These gestützt:

Die Schmerzen einer Geburt bringen eine Frau an die Grenze dessen, was sie aushalten kann. Daher muß der weibliche Körper dafür geschaffen sein, Schmerzen auszuhalten.

Hier stellt sich eine interessante Frage:

Ist der Geburtsschmerz tatsächlich so hoch, oder sind Frauen einfach nur besonders schmerzempfindlich und stoßen daher schneller an ihre Grenzen?


Die moderne Schmerforschung hat herausgefunden, dass Frauen im direkten Vergleich mit Männern Schmerzen schneller als nicht mehr ertragbar empfinden, da sie Schmerz in einer höheren Intensität wahrnehmen. Die Ursache dessen liegt nicht nur in einer höheren Anzahl an Schmerzrezeptoren und einer geringeren Testosteronproduktion, sondern neben weiteren Faktoren auch an anderen Schmerzverarbeitungsmechanismen im Gehirn.



Der Grund dafür, dass Frauen beim Gebären oftmals an ihre Grenzen stoßen, liegt also nicht darin, dass Kinder kriegen so schmerzhaft ist, dass kein Mann das aushalten würde, sondern darin, dass Frauen besonders schmerzempfindlich sind. Wenn Männer Kinder kriegen könnten, würden sie aufgrund ihrer höheren Schmerzbelastbarkeit beim Gebären nicht so schnell oder vielleicht sogar gar nicht an ihre Grenzen stoßen.



Gibt es intensivere Schmerzen als den Geburtsschmerz?



Ein Grund, warum Männer schmerzbelastbarer sind als Frauen ist der, dass es etliche Schmerzarten gibt, die schmerzintensiver sind als eine Geburt. Da Männer in der Zeit, als unsere heutigen Erbanlagen geprägt wurden, nicht im selben geschützten Rahmen lebten wie die Frauen, waren sie diesen Schmerzarten wesentlich häufiger ausgesetzt, so dass nur die Belastbarsten überleben konnten.



Die Aussage mancher Frauen (und Männer), es gäbe keinen intensiveren Schmerz als den Geburtsschmerz ist äußerst subjektiv. So gibt es Frauen, die noch nie einen schweren Bandscheibenvorfall erlebt haben und sagen, sie hätten noch nie etwas schmerzhafteres erlebt als eine Geburt.

Es gibt auch Frauen, die nach einem schweren Bandscheibenvorfall sagen, sie hätten nie gedacht, dass es etwas schmerzhafteres gibt als eine Geburt, nun aber würden sie lieber gebären, als nochmal die Schmerzen eines Bandscheibenvorfalls erleben zu müssen.

Was viele Frauen des weiteren als schmerzhafter beschreiben als eine Geburt sind unter anderem starke Nieren- bzw. Gallenkoliken, schwere Entzugskrämpfe, großflächige Tätowierungen an empfindlichen Körperstellen, eine schmerzhafte Sonderbehandlung beim Zahnarzt oder, was in unserer Gegend zum Glück nicht mehr an der Tagesordnung ist, Folter, etc.



Was im Gegensatz zum Geburtsschmerz tatsächlich unerträgliche Schmerzen sind, zeigt ein Bericht über die berüchtigte Frauen-KZ-Aufseherin Dorothea Binz, die am 2.Mai 1947 für ihre Gräueltaten gehenkt wurde. Authentischen Berichten zufolge, ließ Dorothea Binz die Frauen schon für geringfügige Vergehen durch Peitschenhiebe auf das nackte Gesäß bestrafen. Je nach Konstitution zum Zeitpunkt der Schläge konnten die Frauen kaum mehr als 20 Schläge überleben, zwei mal 25 Schläge waren mit Sicherheit tödlich. (1)

Man muss bedenken, dass die Frauen durch Schläge auf das Gesäß keine inneren Verletzungen davongetragen haben, die zum Tode führten. Folglich starben sie an den extremen Schmerzen der Auspeitschung. Starke Schmerzen können nämlich zu einem lebensgefährlichen neurogenen Schock führen. Hält man sich vor Augen, dass Frauen auch im KZ unter miserablen Bedingungen Kinder zur Welt gebracht haben, ohne an den Geburtsschmerzen zu sterben, leuchtet es ein, dass die Schmerzen einer Auspeitschung wesentlich intensiver sind.



Dass Männer solch heftigen Schmerzen besser gewachsen sind, wusste man vor allem in Zeiten, als körperliche Züchtigung zum normalen Strafrecht gehörte. Meist wurden Frauen mit Rücksicht auf ihre geringere Schmerzbelastbarkeit mit milderen Züchtigungsstrafen bedacht als Männer, schließlich sollte es eine Bestrafung sein und keine Hinrichtung. Das Deutsche Strafgesetz 1794-1923 ist ein noch junges Beispiel für Rücksichtnahme auf die geringe weibliche Belastbarkeit. Da heiß es unter anderem: Sie (Züchtigung durch die bewährte Zuchtpeitsche) soll bei Männern schwerer, bei der gegen Frauen etwas leichter sein. Und weiter: Wenn bei schwächeren Personen, besonders bei solchen weiblichen Geschlechts, die Schläge auf den entblößten Rücken erfolgen, ist die zu bestrafende Person an die Wand zu stellen. (2)

Angenommen Männer würden schon an den Schmerzen einer Geburt sterben, so hätte man den Männern die mildere Strafe zugesprochen, weil sonst kein Mann in der Lage gewesen wäre, die wesentlich intensiveren Schmerzen einer Auspeitschung zu überleben.


Der Geburtsschmerz fällt also wesentlich erträglicher aus als manch andere Tortur, denn er soll weder Frau noch Kind gefährden, sondern dient vielmehr der Endorphinausschüttung, die zum einen das Kind vor traumatischem Geburtserleben schützt, zum anderen bei der Frau nach der Entbindung Glücksgefühle auslöst, die die Mutter-Kind-Bindung stärken. Und Endorphine werden schon bei leichten Schmerz- und Belastungszuständen in ausreichendem Maß ausgeschüttet.

Sicherlich ist eine Geburt nicht immer ungefährlich, aber das ist Mammutjagen auch nicht. Sollte einmal der Fall eintreten, dass eine Frau durch die Geburt ihres Kindes stirbt, so liegt das nicht an den Schmerzen, wie manch einer glaubt. Die häufigsten Todesursachen beim Kinderkriegen sind in Entwicklungsländern (schmerzfreie) Blutungen oder Infektionen durch unsachgemäße Geburtshilfe der Tod tritt dann in den meisten Fällen zwei bis drei Tage nach der Entbindung auf, wenn der Geburtsschmerz schon lange vorbei ist. In den Industrieländern ist die häufigste Todesursache die Lungenembolie oder die Thrombose.



Fazit:

Da es durchaus stärkere Schmerzen gibt, die von Männern und Frauen ertragen werden können, ist der Geburtsschmerz nicht der ausschlaggebende Faktor für die letztendliche Schmerzbelastbarkeit des menschlichen Körpers.




Wie stark ist der Geburtsschmerz?



Jede Frau empfindet den Geburtsschmerz anders. Manch eine empfindet kaum Schmerzen, andere wiederum sagen, sie seien an ihre Grenzen gestoßen. Das habe ich im persönlichen Gespräch mit mehreren Hebammen erfahren. Besonders interessant fand ich jedoch, dass mir gesagt wurde, eine Geburt sei von ihrer eigentlichen Natur her gar nicht so schmerzhaft wie landläufig behauptet wird. Die Ursache für sehr starkes Schmerzempfinden bei der Geburt sei psychosomatischer Natur. Das heißt, dass Frauen sich aus Angst sehr oft verkrampfen und in das Schmerzerleben hineinsteigern.

Nun ist es tatsächlich so, dass Angst das Schmerzempfinden um etliches steigern kann. Es ist nachgewiesen, das vor allem Frauen unter Angst und Stress verstärkt mit gesteigertem Schmerzempfinden reagieren. (3)

Das leuchtet ein, wenn man sich einen Menschen mit Spritzenphobie vor Augen hält Frauen sind übrigens häufiger betroffen (4).

Eine normale intramuskuläre Injektion ist im Grunde genommen so gut wie schmerzfrei. Wenn man sich ein Haar ausreißt oder leicht in die Haut kneift, erlebt man in etwa die gleiche Schmerzsensation, die auch beim Einstich der Nadel entsteht. Im Muskel selbst ist die Nadel so gut wie nicht zu spüren, und das Injizieren kann allenfalls ein leichtes Druckgefühl verursachen, nicht stärker, als wenn man sich mit dem Daumen leicht auf den Muskel drückt.

Dennoch schwören SpritzenphobikerInnen bei einer Spritze wahnsinnige Schmerzen zu empfinden, manche verlieren sogar das Bewusstsein. Die Angst macht die harmlose Injektion zu einer extrem schmerzhaften Grenzerfahrung.

Dass eine Geburt von ihrem Wesen her keine starken Schmerzen verursacht, sondern dass ein verstärktes Schmerzempfinden auf die Angst der Gebärenden zurückzuführen ist, bestätigt auch eine Kapazität auf diesem Gebiet, Frau Dr. Ingrid Olbircht, die als Chefärztin der Psychosomatischen Abteilung der Wicker-Klinik in Bad Wildungen neben vielen anderen Büchern das Sachbuch geschrieben hat Was Frauen krank macht.

In diesem Buch beschreibt sie das Problem wie folgt (ab S. 179ff):

1. Gebären ist seit Generationen in unserem Bewusstsein (bei Frauen und Männern) mit der Vorstellung starker Schmerzen behaftet.

2. Das Unterbewusstsein erwartet starke Schmerzen und reagiert mit Angst.

3. Die Angst führt zu extrem verstärktem Schmerzempfinden. Die Gebärende verkrampft sich und steigert sich in das Schmerzerleben hinein.

4. Ein Geburtsvorgang der eigentlich allenfalls mit leichten Schmerzen einhergegangen wäre wird als extrem schmerzhafte Grenzerfahrung erlebt.

Dieses Prinzip wird ausführlicher auf einer Internetseite beschrieben (um Missverständnissen vorzubeugen: Die Internetseite ist nicht von Frau Dr. Ingrid Olbricht) (5)


Frauenfeindlich?


Vereinzelt ist mir die Aussage, dass der Geburtsschmerz weitaus weniger spektakulär ist, als er oft dargestellt wird als chauvinistisch und frauenfeindlich vorgeworfen worden. Diese Verärgerung ist verständlich, wenn man bedenkt, dass die These, Frauen seien stärker als Männer, da sie den Geburtsschmerz ertragen müssen, feministisch motiviert ist. Feministinnen wollen damit erreichen, dass Frauen mehr Anerkennung bekommen. Davon zeugen etliche Trendsprüche, die sich durch die entsprechenden Medien an Mädchen und Frauen (bzw. Jungen und Männer) richten: Mädchen bzw. Frauen seien zäher, mutiger, stärker, belastbarer, ausdauernder, schmerzresistenter, etc. da sie den Geburtsschmerz überstehen müssen. Abgesehen davon, dass diese konstruierten Zusammenhänge falsch sind, ist die Kampagne durchaus gut gemeint und trägt spürbar Früchte: Wir haben diese Thesen ähnlich stark verinnerlicht, wie die These, dass sich Lemminge in suizidaler Absicht ins Meer stürzen (was nicht stimmt, wie beispielsweise ein eindrucksvoller Bericht in der Zeitschrift Geo zeigt die Lemming-These beruht lediglich auf der Falschaussage in einem Disney-Film, was zeigt, wie schnell wir bereit sind Irrtümer anzunehmen).

Solcherlei feministisch motivierte Thesen bewirken jedoch nicht nur Gutes. Vielleicht bringen sie Frauen mehr Anerkennung ein, auf der anderen Seite machen sie ihnen jedoch verständlicherweise Angst. Selbst bei Frauen, die sich zunächst ohne oder nur mit geringen Bedenken dem Entbindungstermin nähern, schlummern diese durch übertriebene Thesen erlernten Ängste im Unterbewusstsein und führen beim ersten eigentlich erträglichen Wehenschmerz zu Stress und realer Angst. Die Folgen kennen wir: Angst führt zu noch mehr Angst, zu Verspannungen, die Schmerzen verursachen und den natürlichen Geburtsvorgang hemmen und teilweise extrem hinauszögern; die Frau steigert sich in das Schmerzerleben hinein und erlebt die Geburt letztendlich ganz real als einen gewaltsamen, furchtbaren und vor allem schmerzhaften Vorgang.

Frauen wie Frau Dr. Olbricht wissen, dass es nicht so weit kommen muss. Indem sie Frauen darüber aufklären, dass Gebären nicht mit unerträglichen Schmerzen verbunden ist, dass beispielsweise Wehen je nach innerer Einstellung als den Körper durchflutende Wellen gespürt werden können, versuchen sie den Frauen die eingeimpften Ängste zu nehmen, damit sie das Gebären wieder als natürlich, schmerzarm und glückbringend empfinden können. Viele Erfahrungsberichte zeigen, dass dies durchaus realistisch ist.
Letztendlich müssen wir feststellen, dass im Grunde die eigentlich gut gemeinten feministisch motivierten Thesen frauenfeindlich sind, da sie Ängste schüren, die jeder Frau das Gebären unnötiger- und unnatürlicherweise zu einer Erfahrung machen, die als überaus schmerzhaft empfunden wird.


Die Stern-Redakteurin und Erfolgsautorin Ildikó von Kürthy scheint bei den Recherchen zu ihrem heiteren Roman Mondscheintarif zu ähnlichen Erkenntnissen gelangt zu sein. Sie beschreibt recht anschaulich, wie eine Mutter um Anerkennung buhlt, indem sie auf jeder Familienfeier die Geburt ihrer Tochter ein Stück dramatischer ausschmückt. Letztendlich widerspricht eine Hebamme dieser künstlichen Dramaturgie, mit der lakonischen Bemerkung, eine Geburt sei lediglich so, als würde man den größten Haufen seines Lebens scheißen weiter nichts (Mondscheintarif, Seite 121).


Bedarf es besonderer Belastbarkeit um gebären zu können?



In einem Internetforum habe ich noch vor kurzem die Aufforderung gelesen, man solle Frauen an die Macht lassen, mit der Begründung, Frauen könnten besser regieren, schließlich seien sie ausdauernder und belastbarer als Männer, da Frauen auch die Kinder kriegen müssen.

Im Klartext heiß das:

- Wer Kinder kriegen will, muss belastbar bzw. ausdauernd sein.

Das bedeutet im Umkehrschluss:

- Wer nicht belastbar bzw. ausdauernd ist, kann keine Kinder kriegen.

Jeder kennt Frauen (gerade in unserer Fernseh-Chips-Zigaretten-Gesellschaft gibt es unzählige davon), die körperlich so gering belastbar bzw. ausdauernd sind, dass sie schon nach dem Erklimmen der dritten Etage mit ihren Kräften am Ende sind, von einem Marathonlauf (womit eine Geburt gelegentlich verglichen wird) ganz zu schweigen. Davon würde einer solchen Frau jeder Arzt dringend abraten, wenn sie nicht aufgrund ihres desolaten Herz-Kreislaufsystems ihr Leben aufs Spiel setzen will. Konsequenterweise müsste man bei o.g. Argumentationsweise solchen Frauen die Fähigkeit absprechen Kinder kriegen zu können. Das ist natürlich faktisch nicht haltbar. Natürlich können auch überaus schmerzempfindliche, gering belastbare und wenig ausdauernde Frauen Kinder kriegen. Eine besondere Ausdauer und Belastbarkeit ist zum Gebären nicht notwendig.



Fazit:

Die Fähigkeit Gebären zu können hat nichts zu tun mit der Fähigkeit starke Schmerzen oder Belastungen aushalten zu können.

Im Gegenteil: Da Frauen ein Kind im Bauch haben können, hat die Natur Frauen schmerzempfindlicher gemacht, damit sie sich und den Nachwuchs durch ein verstärktes Vermeidungsverhalten keinen unnötigen Risiken aussetzen. (Mehr dazu im Kapitel Evolution)



Männliche Ohnmacht


Männer könnten nie eine Geburt überstehen. Sie fallen doch schon beim bloßen Anblick in Ohnmacht.


Fallen Männer ständig bei Entbindungen in Ohnmacht?



Das Interessante an diesem Vorurteil ist die Tatsache, dass in der Realität lediglich ein kleiner Prozentsatz der anwesenden Männer in Ohnmacht fällt. Dieses Vorurteil ist somit ein gutes Beispiel dafür, dass sich männliches Versagen nicht nur besonders schnell herumspricht, sondern auch gerne verallgemeinernd und übertrieben dargestellt wird. Warum das so ist, wird im Kapitel Wahrnehmung erklärt.

Die wenigen Männer, die ohnmächtig werden, fallen in der Hauptsache dann um, wenn die Frau eine Rückenmarksspritze bekommt. Es ist also nicht primär die Entbindung, die zum Kollaps führt, sondern die Sorge um das Wohl der Frau in Verbindung mit der Aufregung.

Eine Entbindung ist für Männer immer fremdes Terrain (in unserer Fantasie erscheinen Dinge oft bedrohlicher als sie in der Realität sind), sie ist immer mit besonderen Emotionen behaftet, und es handelt sich um die eigene Frau und das eigene Kind. Außerdem birgt jede Narkose immer ein Risiko, und schließlich lernt auch ein Mann von Kindheit an, dass eine Geburt grundsätzlich mit schrecklichsten Torturen und furchtbaren Gefahren behaftet ist. Wer das glaubt und beim Anblich seiner klagenden Frau nicht nervös wird steht wahrscheinlich kurz vor der Scheidung.



Werden Frauen nie ohnmächtig?



Ich habe mal mit einer Krankenschwester zusammen gearbeitet für die der Umgang mit Blut und Verletzungen an der Tagesordnung ist. Eines Tages erzählte sie mir sie konnte es selbst nicht fassen dass sie am Wochenende das Bewusstsein verloren hatte, als sie mit ansehen musste, wie sich ihr Mann in den Finger geschnitten hat.

Müssen wir nun davon ausgehen, dass diese Frau (oder gar alle Frauen) niemals einen Schnitt in ihren Finger überstehen könnte? Es bleibt zu überlegen ...


Wichtig:

Dieses Kapitel soll keiner Frau, die eine Geburt als sehr schmerzhaft empfunden hat, Anstellerei unterstellen. Egal wie eine Frau ihre Geburt erlebt aus welchem Grund auch immer so ist es für sie in dem Moment ihr ganz persönliches Empfinden, das als solches akzeptiert werden muss.

Ziel dieses Kapitels ist es, wertfrei über Vorurteile und Tatsachen aufzuklären. Auf keinen Fall sollen Frauen oder Männer in irgendeiner Form als bessere oder schlechtere Menschen bewertet werden. Das Bewerten sowie die Verbreitung frei erfundener Studien und anderer Unwahrheiten ist Aufgabe bestimmter Chauvinisten und bestimmter Feministen.


Also hab keine Angst es wird nicht so schlimm, wie du denkst und es wird der schönste Augenblick in deine Leben werden!!

LG Carmen und Sophia

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

30. Juli 2007 um 19:03

@loreley185
Wie kommst du denn darauf, dass die Muskeln im Bauch bei einem KS durchtrennt werden? Wer hat dir das denn erzählt?
Hatte zwar keinen KS, sondern eine sehr spontane Geburt und mein Physiotherapeut hat mir das aber alles genau erklärt, auch, wie es bei einem KS mit den Muskeln aussieht.
Es ist nämlich so, dass die Bauchmuskeln wie Bänder sind, die schieben sich auch während der SS zu den Seiten hin, deswegen ist nach der Geburt auch der Bauch sooo laberig. Bei einen KS werden die Muskeln bei Seite geschoben und werden nicht verletzt!!! Würden die Muskeln verletzt werden, dann hätte der Bauch ja garkeinen halt mehr... das ist absoluter quatsch, was du da schreibst...!!! Ist nicht böse gemeint, aber bevor du Ratschläge gibst, solltest du dich erstmal informieren!!!

LG Anika

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

30. Juli 2007 um 21:14

@loreley185 sorry aber das muss ich dir tlw widersprechen
ertsmal finde ich es ziemlich schwierig über etwas zu Urteilen, was man selber nie mitgemacht hat.

Ich hate einen KS, keinen Wunsch sondern Not-KS, ich wollte unbedingt spontan entbinden....tja das Leben ist halt kein Wunschkonzert, also nicht hängen lassen sondern das beste aus der Sache machen.

Es stimmt, das ich mich zwei Tage lang nicht richtig um meinen Sohn kümmern konnte,ABER am dritten Tag war ich fit und konnte ALLES (aus der Wiege und wieder zurück etc) alleine machen. Im Arm hatte ich ihn von Anfang an, er hat die ersten Stunden bei mir auf dem Bauch geschlafen!!!!

Ich habe zwar nicht am selben Tag gesuscht aber einen Morgen später, habe zwar Hilfe von meinen Mann gebraucht aber auch nur minimal.

Ich möchte hier nicht sagen, das ich KS total empfehlen würde, ABER ich würde auch keine Horrormärchen darüber erzählen, weil ich finde das alles Einstellungsache ist, sprich wie schnell willst du fit werden, ich war nach drei Tagen super drauf.

Klar die, die spontanentbinden können gleich alles machen, aber das du mit KS "monatelang" ausergefecht gesetzt bist, das stimmt nicht und ich hatte überhaupt keine Probleme auch zu Hause gar nicht.

Trotzdem denke ich das jede werdende Mama für sich entscheiden sollte, denn auch sie muss sich bei der Geburt wohlfühlen. Und KS Mamas sind kEINE schlechteren Mamas!!!!!

LG

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

30. Juli 2007 um 21:51

Ich sag ja
.... dass das alles davon abhängt, was DU willst. Sprich, willst du wieder schnell auf die Beine kommen oder nicht, habe im KH auch mitbekommen, das Mütter nach dem KS fast nur im Bett lagen und gejammert haben, sorry das ich das sage, aber ich fand das ziemlich übertrieben. Natürlich hat man Schmerzen und das man nachdem KS nicht gleich rumspringen kann ist auch klar, aber ich denke man kann sich auch viel einbilden, vielleicht irr ich mich auch und ich bin einfach mal nicht so schnell um zu hauen, was Schmerzen angeht.

Aber jede Frau ist anders egal ob sie KS hatte oder nicht, im Zimmer meiner Schwägerin lag eine Mutter die hat ihr KInd NICHT einmal selber gewickelt in der ganzen Zeit hat immer die Schwestern hin geklingelt (sie hat Sponatan entbunden mit Dammriss 3 grades) lag auch die ganze Zeit im Bett und hat gejammert wollte sogar zum Pipi machen auf eine Steckbecken , weisst du was ich meine jeder ist anders!!!!


Ich denke aber ähnlich wie du wenn es um WKS geht. Also "ausgeleiert" etc. ist für mich kein wirklicher Grund und auch ein bisschen peinlich, aber auch da muss jede Mutter selber wissen was sie macht.
ABER einen WKS, weil man totale Panik vor einer normalen Geburt hat ist für mich völlig i.o. ich mein damit nicht "oh-Wehen-nee-nee-also-die-tun-bestimmt-zu-sehr-we-h-lieber-nicht" Panik, sondern die krankhafte Panik, wie als ob du um dein Leben fürchten musst, weisst du was ich meine???

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

31. Juli 2007 um 8:39

Ich denke nicht nur an mich
aber ich hab einfach noch nie grössere schmerzen gehabt. (nie genäht, nie was gebrochen, nur schrammen)ich habe nur gute geburtsberichte gehört, aber das baut mich auch nicht auf. und ich habe ein wks buch, in dem eine frau berichtet: sie schreibt dass sie spontan entbunden hat und ihr mann danach gesagt hat, sie sei weit geworden. auch durch die naht konnte sie 4 monate keinen gv haben, und das war sehr unangenehm. also kann ich mir nicht vorstellen, wenn da so ein ganzes kind rauskommt, dass man nicht weiter wird.
es geht nicht nur um mich, aber wie soll ich das kleine normal bekommen wenn ich schon bei dem gedanken am dammschnitt und dass ich da liege und alle mich anglotzen, stundenlang in schmerzen, total verkrampfe und angst bekomme.
und dass ich nicht wochenlang warten will bis ich mal wieder was für meine figur tun kann ist ja auch klar, bin dann mutter aber trotzdem noch ein mensch, das ist mir einfach wichtig. vor allem da ich vor der ss essprobleme hatte und jetzt auch probleme mit dem zunehmen habe.
dazu kommt dass unsere kleine etwas mit der nabelschnur hat, das wird erst noch genauer untersucht. vielleicht muss dann sowieso ein ks gemacht werden.

aber eine möglichkeit wäre vielleicht noch wassergeburt, da sind dammschnitte ja seltener. das ist zwar nicht so mein fall (fühle mich da so verloren) aber vielleicht würde ich mich ja dann wohlfühlen, ich weiss es nicht.

besteht eig. die möglichkeit, während der geburt wenn man verkrampft und dann doch einen ks möchte noch einen zu bekommen?

lg, c.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

31. Juli 2007 um 9:09

..................................
Das da unten ist ein muskel denn kann auch wieder trainieren...und mein dammriss und hab nach der woche ni mehr gemerkt) du hast angst um deinen köper nimmst aber in kauf das du ne narbe hast die vielleicht schlecht heielt oder groß vernarbt..aber mach was nach deinem gefühl besser ist

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

31. Juli 2007 um 9:15
In Antwort auf lyyti_11973814

Ich denke nicht nur an mich
aber ich hab einfach noch nie grössere schmerzen gehabt. (nie genäht, nie was gebrochen, nur schrammen)ich habe nur gute geburtsberichte gehört, aber das baut mich auch nicht auf. und ich habe ein wks buch, in dem eine frau berichtet: sie schreibt dass sie spontan entbunden hat und ihr mann danach gesagt hat, sie sei weit geworden. auch durch die naht konnte sie 4 monate keinen gv haben, und das war sehr unangenehm. also kann ich mir nicht vorstellen, wenn da so ein ganzes kind rauskommt, dass man nicht weiter wird.
es geht nicht nur um mich, aber wie soll ich das kleine normal bekommen wenn ich schon bei dem gedanken am dammschnitt und dass ich da liege und alle mich anglotzen, stundenlang in schmerzen, total verkrampfe und angst bekomme.
und dass ich nicht wochenlang warten will bis ich mal wieder was für meine figur tun kann ist ja auch klar, bin dann mutter aber trotzdem noch ein mensch, das ist mir einfach wichtig. vor allem da ich vor der ss essprobleme hatte und jetzt auch probleme mit dem zunehmen habe.
dazu kommt dass unsere kleine etwas mit der nabelschnur hat, das wird erst noch genauer untersucht. vielleicht muss dann sowieso ein ks gemacht werden.

aber eine möglichkeit wäre vielleicht noch wassergeburt, da sind dammschnitte ja seltener. das ist zwar nicht so mein fall (fühle mich da so verloren) aber vielleicht würde ich mich ja dann wohlfühlen, ich weiss es nicht.

besteht eig. die möglichkeit, während der geburt wenn man verkrampft und dann doch einen ks möchte noch einen zu bekommen?

lg, c.

..................................
nach nem KS musst du länger warten das bis du was für deine figur machen kannst

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

31. Juli 2007 um 9:45

Dann mach
doch einfach nen WKS, meine Güte! Es hört sich doch so an, als hättest du dich schon längst entschieden.Du regst dich dann über Mamas auf, die dir davon abraten und verteidigt hier mit allen Mitteln deine Gründe (für micht nicht nachvollziehabr) für einen WKS. Dann machs doch einfach. Hoffe nur für dich, dass du danach nicht Probleme bekommst.In meinem GVK war eine, die wollte das auch unbedingt, hat sie auch gemacht und hatte danach richtig zu tun um das zu verarbeiten. Hatte nen schlechtes Gewissen ihrem Kind gegenüber und Depressionen. Meine Hebi hat ihr das voerher gleich gesagt und es kam so.
Angt hat jeder! Hatte ich auch, sogar richtig dolle. Hatte wochenlang Albträume, bei Fa immer hohen Bludruck vor Anspannung, war teilweise echt nen Nervenbündel. KS wollt ich aber nie, da hab zu viel Schiß vor der Narkose. Neee danke!
Meine Geburt dauerte dann nur 6h, ich bin mit 8cm Mumu ins KH. Keine Schmerzmittel! Klar tuts weh, alles andere wäre gelogen aber ganz ehrlich in diesem Moment war kein Platz mehr für meine Angst. Da hast du anderes zu tun.
Von wegen ausgeleiert sein absoluter Quatsch! Ich denke, dass haben dir auch genügend Mamas bestätigt. Die Scheide besteht aus Muskeln, die sich dehnen und auch wieder zusammenziehen können. Die Gebärmutter beleibt ja auch nicht so groß, sondern bildet sich zurück.

Also es kommt immer anders als man denkt!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

31. Juli 2007 um 9:57

Also
mal ganz ehrlich. Ich habe ja nun schon einige Beiträge von Dir gesehen zu diesem Thema.
Bei einem KS stehen sicher genausoviele Leute um Dich herum, wenn nicht noch mehr. Bei einer spontanen Entbindung kann es gut sein, dass nur eine Hebamme und ein Arzt dabei sind.
Was hast du Angst vor einem Dammschnitt?bei einer pda dürftest Du das eh nicht merken. Ein Kaiserschnitt ist kein Schnitt oder wie?Der ist noch viel größer.
Ist es nicht logisch, dass in einem Buch über WKS meistens nur Vorteile Drin stehen? Versteh Dich auch nicht so ganz. Du hast Dich doch scheinbar entschieden.Dann mache es doch auch. Wir können nur versuchen Dir unsere Erfahrungen mit spontaner oder KS-Geburt zu schildern. Aber wenn Du Dich gar nicht überzeugen lassen willst, dann frag ich mich, warum Du diese Fragen immer stellst.
Als ich meinen Mann mal gefragt habe, was er sagt, ob ich "ausgeleiert" bin, hat er das auch ganz klar verneint. Und so ist es.
Was ist auch so schlimm daran, wenn man hinterher eine Zeitlang keinen GV haben kann?? Du hast erstmal ein Kind und damit genug zu tun. Wir hatten wieder GV nach 6 Wochen und durch den Stress kam es uns auch gar nicht so lange vor.
Du machst Dir viel zu viel Gedanken zur Geburt, die Zeit danach wird viel stressiger.

LG Susi

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

31. Juli 2007 um 10:06

Nein
ich verteidige das nicht, hab mich auch nicht entschieden, sonst würde ich ja nicht schreiben. ich finds einfach nur blöd, dass man immer gleich schief angesehen wird, so bald man an sich denkt was geburt, stillen usw. betrifft. was ich mir da schon anhören musste... mache keinen gvk, stille auch nicht. und das weil es mir unangenehm ist. in den augen von anderen ist das immer gleich egoistisch. auch das mit dem wks, und der pda. hab von anfang an gesagt, wenn dann pda, auf jeden fall. aber egal was ich möchte, hab das gefühl im privaten bereich ist das allen egal da kann ich sagen was ich will. deswegen schreib ich jetzt hier, das ist mir nämlich zu blöd dass mir immer jemand dagegen redet, gegen alles was ich sag.

es ist ja schon so, dass die schwester meines freundes (mischt sich sehr ein) sogar ihre alten sachen wie trinklernflaschen, schnuller und sauger bringt. mit denen kann man also nicht reden...denn ich bin in der familie die erste flaschenmama, die erste mit schmerzmitteln... bin also eine aussenseiterin.

kann sein dass man nicht ausgeleiert ist, aber so wie vorher wird es bestimmt nicht mehr. es gibt ja speziell scheidenstraffungen für nach der geburt, das ja bestimmt nicht ohne grund.

und am meisten angst hab ich eben vor den schmerzen, vor allem vor dammschnitt oder riss, da das bei mir in der familie liegt. meine oma und mutter sind beide ziemlich "eng" da ist immer gerissen bzw. geschnitten worden. mir ist ja schon ein ob rauszuziehen unangenehm, und da soll ein kopf raus ohne dass was reisst, geht das überhaupt...?

lg,c.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

31. Juli 2007 um 10:09

Hallo Moendchen,
hab nun auch einige Beiträge von Dir gelesen und möchte Dir kurz meine Erfahrung schildern.
Ich wollte auch immer einen WKS aus ANgst vor der Geburt (nur wovor?, da hab ich mir keine Gedanken gemacht)...manchmal hatte ich Angst vor den Schmerzen, manchmal Angst, dass meinem Baby unter der Geburt etwas passiert, manchmal vor den anderen Leuten, was die wohl von mir denken und und und....

Ich hab mir hunderte Threads "reingezogen", um in meiner Entscheidung WKS bestätigt zu werden und egal welche Diskussion, die Antworten sind stets gleich geblieben, genau wie meine MEinung. In meinem tiefsten Inneren wollte ich genauso reden können, wie die Mamas mit SPontangeburten.

Plötzlich lag mein Baby in BEL irgendwie die letztn Wochen vor ET und ich dachte, na super, prima, jetzt hast du ja die perfekte "Ausrede"...hab eine tolle Hebamme gefunden, die mir allerlei zum Thema "Wenden" anbot, und ich dachte nur "red du mal!" ... sie wollte auch das ich in ihr Hospital komme, da dort die Geburt "selbstbestimmt und natürlich" abläuft, das KH wurde sogar ausgezeichnet...noch schlimmer dachte ich, da bekommst du ja nicht mal eine PDA ....

Letztendlich ging ich in "mein" KH, mein Baby drehte sich natürlich wieder in SL... WKS gibt es dort nicht, nicht für mich (bzw. hab ich mich vie zu dämlich für angestellt).
Die Geburt war nicht schön, viel zu viele Ärzte, Hebammen, Lernschwestern, Assistenzärzte doktorten an mir rum....ich fühlte mich denen ausgeliefert und sowieso und überhaupt unwohl.

Ich hab heut noch dran zu knabbern, dachte nur, wieso ich mich nicht konsequent für einen WKS eingesetzt hab, und das wollte ich dir jetzt noch schnell schreiben:

Ich hatte immer das Gefühl, dass es meinem Baby nicht richtig gegenüber sei, dass es selbst entscheiden soll, wann es zur Welt kommt, dass ich die Wehen spüren möchte und mit eigener KRaft mein Baby zur Welt bringe und diesen Moment mit ihm und meinem Mann genieße.
Aber vor lauter Schmerzmittel, medizinischer (nicht notwendiger) BEtreuung usw. hab ich das wesentliche total aus den Augen verloren, daher ist es am Ende leider so gekommen, wie es nun ma war, aber das hatte nichts mit den Schmerzen zu tun, sondern mit dem was drumherum geschah.

Ich lese bei Dir auch raus, dass du evtl. Angst davor hast, dich selbst zu vergessen unter den Schmerzen und den anderen hilflos ausgeliefert zu sein.
Ich gebe Dir den Rat, suche dir ein kleines KH aus, die sich wirklich viel mit Geburten beschäftigen, wo es familiär ist, wo für Mutter und Kind gesorgt wird und wo nicht hundert LEute unter der Geburt um dich rum doktern!! Wo jemand für dich zuständig ist...lese lieber Bücher um Geburten anstatt über Kaiserschnitte.
Ein bisschen hab ich nämlich das GEfühl, dass du schon gerne eine spontane Geburt hättest, daher suchst du vielleicht auch unsere Meinungen...bin mir auch ziemlich sicher, dass du spontan entbinden wirst ... aber dann mach nicht den Fehler wie ich

Ach ja, Angst ist wichtig! Die ANgst unter der Geburt gibt dir erst die KRaft dein Baby auf die WElt zu bringen, sieh es einfach positiv!

LG Sterntaler

P.S.:Bitte Rechtschreibfehler überlesen, ich schreibe schneller, als ich nachlese *g*

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

31. Juli 2007 um 10:15
In Antwort auf jelka_12859091

Hallo Moendchen,
hab nun auch einige Beiträge von Dir gelesen und möchte Dir kurz meine Erfahrung schildern.
Ich wollte auch immer einen WKS aus ANgst vor der Geburt (nur wovor?, da hab ich mir keine Gedanken gemacht)...manchmal hatte ich Angst vor den Schmerzen, manchmal Angst, dass meinem Baby unter der Geburt etwas passiert, manchmal vor den anderen Leuten, was die wohl von mir denken und und und....

Ich hab mir hunderte Threads "reingezogen", um in meiner Entscheidung WKS bestätigt zu werden und egal welche Diskussion, die Antworten sind stets gleich geblieben, genau wie meine MEinung. In meinem tiefsten Inneren wollte ich genauso reden können, wie die Mamas mit SPontangeburten.

Plötzlich lag mein Baby in BEL irgendwie die letztn Wochen vor ET und ich dachte, na super, prima, jetzt hast du ja die perfekte "Ausrede"...hab eine tolle Hebamme gefunden, die mir allerlei zum Thema "Wenden" anbot, und ich dachte nur "red du mal!" ... sie wollte auch das ich in ihr Hospital komme, da dort die Geburt "selbstbestimmt und natürlich" abläuft, das KH wurde sogar ausgezeichnet...noch schlimmer dachte ich, da bekommst du ja nicht mal eine PDA ....

Letztendlich ging ich in "mein" KH, mein Baby drehte sich natürlich wieder in SL... WKS gibt es dort nicht, nicht für mich (bzw. hab ich mich vie zu dämlich für angestellt).
Die Geburt war nicht schön, viel zu viele Ärzte, Hebammen, Lernschwestern, Assistenzärzte doktorten an mir rum....ich fühlte mich denen ausgeliefert und sowieso und überhaupt unwohl.

Ich hab heut noch dran zu knabbern, dachte nur, wieso ich mich nicht konsequent für einen WKS eingesetzt hab, und das wollte ich dir jetzt noch schnell schreiben:

Ich hatte immer das Gefühl, dass es meinem Baby nicht richtig gegenüber sei, dass es selbst entscheiden soll, wann es zur Welt kommt, dass ich die Wehen spüren möchte und mit eigener KRaft mein Baby zur Welt bringe und diesen Moment mit ihm und meinem Mann genieße.
Aber vor lauter Schmerzmittel, medizinischer (nicht notwendiger) BEtreuung usw. hab ich das wesentliche total aus den Augen verloren, daher ist es am Ende leider so gekommen, wie es nun ma war, aber das hatte nichts mit den Schmerzen zu tun, sondern mit dem was drumherum geschah.

Ich lese bei Dir auch raus, dass du evtl. Angst davor hast, dich selbst zu vergessen unter den Schmerzen und den anderen hilflos ausgeliefert zu sein.
Ich gebe Dir den Rat, suche dir ein kleines KH aus, die sich wirklich viel mit Geburten beschäftigen, wo es familiär ist, wo für Mutter und Kind gesorgt wird und wo nicht hundert LEute unter der Geburt um dich rum doktern!! Wo jemand für dich zuständig ist...lese lieber Bücher um Geburten anstatt über Kaiserschnitte.
Ein bisschen hab ich nämlich das GEfühl, dass du schon gerne eine spontane Geburt hättest, daher suchst du vielleicht auch unsere Meinungen...bin mir auch ziemlich sicher, dass du spontan entbinden wirst ... aber dann mach nicht den Fehler wie ich

Ach ja, Angst ist wichtig! Die ANgst unter der Geburt gibt dir erst die KRaft dein Baby auf die WElt zu bringen, sieh es einfach positiv!

LG Sterntaler

P.S.:Bitte Rechtschreibfehler überlesen, ich schreibe schneller, als ich nachlese *g*

P.S:
Um deine anderen Fragen zu beantworten.
Bin auch sehr viel gerissen, mein Baby hatte einen KU von 37, aber ich hab das GEfühl (und mein Mannbestätigt das, jetzt bitte nicht lachen oder so) dass es enger ist wie vorher.
Anfangs hat es gezwickt und geschmerzt beim GV, aber es lässt nach.
Während der Geburt hab ich nur darum gebeten bitte zu schneiden, damit das Baby schneller rauskommt, aber das haben sie mir (zum Glück!) verweigert, das machen die heute auch nicht mehr einfach so.

Nicht jede Frau hat einen Riss oder Schnitt und alle die einen hatten, leben noch das merkst du eh nicht, erst danach klar... aber das ist einfach so...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

31. Juli 2007 um 10:28
In Antwort auf lyyti_11973814

Nein
ich verteidige das nicht, hab mich auch nicht entschieden, sonst würde ich ja nicht schreiben. ich finds einfach nur blöd, dass man immer gleich schief angesehen wird, so bald man an sich denkt was geburt, stillen usw. betrifft. was ich mir da schon anhören musste... mache keinen gvk, stille auch nicht. und das weil es mir unangenehm ist. in den augen von anderen ist das immer gleich egoistisch. auch das mit dem wks, und der pda. hab von anfang an gesagt, wenn dann pda, auf jeden fall. aber egal was ich möchte, hab das gefühl im privaten bereich ist das allen egal da kann ich sagen was ich will. deswegen schreib ich jetzt hier, das ist mir nämlich zu blöd dass mir immer jemand dagegen redet, gegen alles was ich sag.

es ist ja schon so, dass die schwester meines freundes (mischt sich sehr ein) sogar ihre alten sachen wie trinklernflaschen, schnuller und sauger bringt. mit denen kann man also nicht reden...denn ich bin in der familie die erste flaschenmama, die erste mit schmerzmitteln... bin also eine aussenseiterin.

kann sein dass man nicht ausgeleiert ist, aber so wie vorher wird es bestimmt nicht mehr. es gibt ja speziell scheidenstraffungen für nach der geburt, das ja bestimmt nicht ohne grund.

und am meisten angst hab ich eben vor den schmerzen, vor allem vor dammschnitt oder riss, da das bei mir in der familie liegt. meine oma und mutter sind beide ziemlich "eng" da ist immer gerissen bzw. geschnitten worden. mir ist ja schon ein ob rauszuziehen unangenehm, und da soll ein kopf raus ohne dass was reisst, geht das überhaupt...?

lg,c.

@moendchen
Es ist normal Angst zu haben. Aber ich habe den Eindruck, daß Du Dich zu sehr von Horrorgeschichten beeinflussen läßt. Es gibt schöne Geburten und Geburten, die nicht so schön ablaufen. Aber wer sagt Dir denn, daß Du nicht ein wunderschönes Geburtserlebnis haben wirst? Denke positiv! Und wenn Du sagst, Du möchtest auf jeden Fall eine PDA, dann ist das heutzutage problemlos möglich. Ich hatte schon in der 34.Woche alle Unterlagen für ein PDA zuhause, ich hätte im Ernstfall nur noch unterschreiben müssen. Hab sie aber gar nicht gebraucht.

Und laß Dich nicht von Deiner Familie beeinflussen. Ich weiß, Du bist noch sehr jung. Aber es ist DEIN Baby und DU entscheidest. Und die Art zu gebären liegt nicht in der Familie. Zum Glück, meine Mutter hatte zwei sehr schwere Geburten mit allen möglichen Schnitten und Rissen und schlimmen Dingen. Meine Geburt dagegen war sehr schön. Und klar, ich hatte auch Angst - wer sagt er hätte keine, der lügt glaube ich. Aber die Angst sollte nicht allesbeherrschend sein und einen sehr schönen Moment in Deinem Leben geeinträchtigen.

Ich wünsche Dir alles Gute, eine schöne Kugelzeit und daß Du die (für Dich) richtige Entscheidung treffen wirst!
LG - Rubin

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

31. Juli 2007 um 11:03

Hallo Moendchen
Ich möchte mal versuchen, dir möglichst sachlich meine Erfahrung zu schildern. Die Entscheidung kann dir letztendlich niemand abnehmen.

Ich hatte eigentlich vor, spontan zu entbinden. Es wurde allerdings ein Notkaiserschnitt. Der Muttermund war schon offen, ich lag in den Presswehen (die ich übrigens erträglich fand, fast schon erleichternd), aber mein Kind kam nicht raus, weil es mehrfach von der Nabelschnur umwickelt war.
So habe ich erlebt, wie die Wehen sind, weiß aber auch, wie man sich nach einem Kaiserschnitt fühlt.

Vorweg: Als nach 12 Stunden die Wehen so heftig wurden, dass ich sie nicht mehr wegatmen konnte und sogar einige Male erbrach, ließ ich mir eine PDA geben. Das war eine sehr gute Entscheidung! Der Stich war zu spüren aber nicht schmerzhaft. Danach konnte ich mich etwas entspannen.
Zum Kaiserschnitt war aber die Wirkung schon wieder weg, und weil es schnell gehen musste, bekam ich doch noch eine Vollnarkose.

Die ersten 24 Stunden nach dem KS war ich einfach nur müde und hatte starke Schmerzen. Ich konnte mich nicht auf die Seite legen, weil ich das Gefühl hatte, dass die Narbe aufreißt. Aufsetzen war nur mit Hilfe möglich.
Da ich nicht auf's Steckbecken sondern selbst zur Toilette wollte, stand ich unter Schmerzen aber trotzdem noch am selben Tag auf.
Von Tag zu Tag wurde es besser, aber ich hatte noch nach Monaten ein taubes Gefühl um die Narbe herum.
Klartext: Ein KS ist eine OP, bei der nicht nur Haut, sondern die komplette Bauchdecke mitsamt den Muskeln aufgeschnitten werden. Es tut weh, und es dauert eine Weile, bis es verheilt ist.

Bauchmuskeltraining ist erstmal nicht drin wegen der Wunde und der zu großen Belastung des Beckenbodens. Trainiert man am Anfang die Bauchmuskeln zu sehr, drückt man gleichzeitig den Beckenboden nach unten, der dann überlastet werden kann und in seiner Rückbildung gestört wird. Das Ergebnis wäre dann genau das, wovor du dich fürchtest: Ausleiern!
Es werden aber überall Kurse für Beckenbodengymnastik angeboten, die du machen darfst und auch solltest. Oft wird im KH schon vorsichtig damit angefangen. Wenn du das machst, ist hinterher alles wieder so wie vorher.

Es hat übrigens recht lange gedauert, bis mein Bauch wieder genauso war wie vorher (ca. 1 Jahr), aber selbst die Haut hat sich wieder gestrafft. Und ich bekam mein Kind mit 34!

Mein Großer ist nun 22 Monate alt, und Ende Oktober erwarte ich mein zweites Kind. Ich hoffe, diesmal normal entbinden zu können.
Ich habe zwar auch etwas Angst vor einem Riss oder Schnitt, aber da ich die Schmerzen beim Kaiserschnitt kenne, mache ich mir nicht allzu große Sorgen. Es handelt sich dann ja NUR um Haut.

Ich verurteile übrigens niemanden, der sich für einen Wunschkaiserschnitt entscheidet. Ich glaube nämlich nicht, dass es für eine normale Geburt förderlich ist, wenn man von Anfang an total verkrampft und ängstlich ist.
Bevor du dich entscheidest, solltest du aber nochmal mit einer Hebamme über deine Ängste sprechen. Such dir dafür eine, zu der du Vertrauen hast! Ohne Vertrauen geht da gar nichts! Perfekt wäre es, wenn du eine findest, die dir alle Möglichkeiten aufzählen kann, dich aber nicht in eine Richtung drängt. Sprich einfach mit mehreren, damit du eine Auswahl treffen kannst!

So, ganz so sachlich war es nun doch nicht. Aber eine Entbindung ist auch nicht sachlich. Ich habe zumindest versucht, nur meine Meinung zu schreiben, ohne andere zu bewerten. Ich hoffe, es ist mir gelungen.

Viel Glück!
Flauschi(28.SSW) + Michel


Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Diskussionen dieses Nutzers
Lust auf mehr Farbe in deinem Leben?
wallpaper