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Angst vor Trennung

17. September 2013 um 18:41 Letzte Antwort: 25. November 2013 um 17:23

Ich bin Mutter eines fasst einjährigen Sohnes, den ich über alles liebe. Ich bin mit dem Vater des Kindes zusammen aber ich bin totunglücklich.
Er behandelt mich total respektlos,macht mich oft runter und trotzdem kann ich mich nicht trennen.
Ich habe eine eigene Wohnung und einen recht guten Job, den ich nächsten Monat auch wieder antreten werde. Finanziell würde ich schon irgendwie über die runden kommen,sollten wir uns trennen, aber ich habe wahnsinnig angst "allein" zu sein. Ich bin mit ihm erst seit drei jahren zusammen und davor war ich gerne allein. Ich würde lügen wenn ich behaupten würde, ich war mal selbstbewußt, ich war schon immer eher unsicher und habe mich oft minderwertig gefühlt, ( hatte mit Essstörung und Zwängen zu kämpfen). Aber ich habe es halt irgendwie hinbekommen, aber jetzt bin ich in einer Situation wo ich auch für mein Kind die Verantwortung habe und ich habe einfach wahnsinnige angst allein dazustehen, außerdem weiß ich nicht wie ich damit umgehen würde wenn er sofort wieder eine neue Bindung eingehet, oder er sich nicht um seinen Sohn kümmert. Er war schon mal verheiratet und hat zwei kinder, die ehe war von Gewalt seinerseits geprägt, die kinder sieht er einmal pro woche für ein paar stunden. Jetzt fragt ihr euch sicher, wieso habe ich mich mit ihm eingelassen. Naja "liebe" macht blind, er hat mir anfangs die sterne vom himmel geholt, meinte ich sei die frau seines lebens, er will mit mir alt werden, das hat er noch nie für eine Frau empfunden, seine Ehe war ein Witz, da war er viel zu jung und unreif.
Also hat er in mir labilen unsicheren Menschen genau die richtige gefunden. seit der kleine auf der welt ist, merke ich wie er immer respektloser wird, er kümmert sich um nichts, ok er geht arbeiten, aber im haushalt und allem drum und dran bleibt an mir hängen, er redet nicht mal mit mir, er kommt und geht wann er will, tickt aber aus wenn ich mal alleine abends was trinken gehen will.
Er schlägt mich nicht aber er misshandelt meine seele. Ich bin mit den Nerven am Ende, habe seit fünf wochen auch noch tinnitus. Und dennoch schaffe ich es nicht, ich weiß nicht ob ich die kraft haben werde, die trennung wirklich durchzuziehen, den so einfach wird er nicht gehen. Ich hasse mich selbst weil ich so verdammt schwach bin.

Ich wollte mir das einfach mal von der Seele schreiben.

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25. November 2013 um 17:23

Trennung vom Kindesvater
Hallo Johanna31312,

ich bin in einer ähnlichen Situation. Meine Tochter ist 4 und ich halte es zu Hause auch kaum aus. Das erste Mal, dass ich mir eingestanden habe, dass ich mich zu Hause gar nicht zu Hause fühle war vor 3 1/2 Jahren. Seitdem brennt in mir der Wunsch, auszuziehen in eine kleine Wohnung mit meinem Kind. Meine SchwieMu wohnt mit uns im Haus (ohne wirkliche räumliche Abgrenzung) macht mir das Leben schwer. Zu spät habe ich bemerkt, dass sich mein Lebensgefährte niemals gegen sie wenden würde, um mich zu verteidigen.

Nun, ich habe auch Angst vorm Auszug, da ich keine Familie im Rücken habe und mein Freundeskreis auch nicht groß ist und wohl eher ein "Bekannten"kreis ist.

Genau wie Du bin ich auch gern allein. Allerdings kann ich diesem Bedürfnis mit Kind nicht grad oft nachgehen. Das heißt, die Anwesenheit meines Kindes stört natürlich nicht. Aber meine Maus braucht auch ihre Kontakte und da heißt es halt: Kindergeburtstage und andere Veranstaltungen "durchzustehen". Da ich mich eher als kontaktscheu bezeichnen würde, habe ich im Falle des Auszuges ebenfalls Angst vor Vereinsamung.

So habe ich mir vor ein paar Monaten auf eigene Faust einen Psychologen gesucht und nun steht eine Therapie ins Haus. So habe ich Hoffnung, dass ich dann die Kraft haben werde, auszuziehen.

Hast Du familiäre Hilfe? Aus welchem Bundesland kommst Du?

Soweit ich weiß, gibt es auch Mutter-Kind-Kuren für psychisch belastete Mütter. Sprich doch mal mit Deinem Hausarzt. Oder geh direkt zu einem Psychologen und schildere Deine Situation.

Und ganz bestimmt gibt es andere Mütter, die genau dasselbe Problem haben, auch wenn man die nicht gerade leicht findet, da sie ja, wie ich auch, eher zurückgezogen leben. Vielleicht kannst Du über ein Netzwerk von Alleinerziehenden in Deiner Umgebung Kontakte herstellen?

Übrigens, unter diesen Umständen beim Kindesvater zu bleiben, macht Dich von Tag zu Tag fertiger und kraftloser. Ich glaube nicht, dass das besser ist, als erstmal allein zu sein.

Mir geht es jetzt so, dass ich durch die psychische Belastung nun das Gefühl habe, die schönste Zeit mit meinem Kind nicht richtig genossen zu haben. Statt jede Minute bewußt zu erleben, hatte ich mit Änsten, Wut und Grübelein zu kämpfen.

Deine Maus ist noch klein und es kommen noch sehr schöne Zeiten in der Kindesentwicklung. (Auch wenn man manchmal glaubt, mit dem Babyjahr ist die schönste Zeit vorbei.) Es wäre schade, wenn Du Dir das vermiest mit Demütigungen und dergleichen.

Wenn Du schonmal finanziell abgesichert bist, ist das ein wunderbar beruhigender Grundstein, Dein Vorhaben zu realisieren.

Ich hoffe, ich konnte Dir vielleich ein klein wenig Mut machen.

Liebe Grüße und viel Kraft wünsche ich Dir von Herzen!!

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