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Angst vorm stillen - ging beim ersten schon nicht.. klappts denn dieses mal ??

2. Juli 2009 um 21:40 Letzte Antwort: 3. Juli 2009 um 16:15

HaLLo alle zusammen.
Ich bin neu hier und hab mich zum ersten mal in so einem forum angemeldet. Mir ist es ganz wichtig mich endlich mal mit anderen auszutauschen die auch still-kinder haben da es in meiner familie nur flaschenbabys gibt. Und das obwohl ich doch soooo gerne stillen würd.
Ich muss dazu sagen das ich bei meinem ersten sohn grade 17 geworden bin und mir vorkommt, als hätte sich meine brust nicht richtig zur "stillbrust" entwickelt.
Die hebammen im spital meinten ich hätte zu kleine brustwarzen - deshalb trank der meine nicht und verweigerte laut schreien den busen.
Kaum gabs fläschen war das dass seeligste kind (er lag nach der geburt auf der intensiv wegen blutgruppenunverträglichkeit - das war auch noch ein grund zwecks der umgewöhnung).
Ich hab mich damals so bemüht und gepumpt wie ne irre - hätt tgl. heulen könne weil es so weh tat- mehr seelisch als körperlich aber ich wollts so sehr.... naja das heulen aber hab ich lassen weil ich mich geschämt habe
Nach drei wochen pumperei jedenfalls bin ich mit 42 grad fieber u na deftigen mastitis im spital gelegen und hab komplett aufhören müssen - das hat mich noch mehr geärgert obwohl meine brüste grad mal 80 ml zam brachten.
Ich weiss auch nicht was da falsch lief. ich hab damals so viel versucht - nix hat mir mehr milch verschafft, nur mehr schmerzen, mir sind teilweise stückchen der brustwarze weggerissen das ich schon geblutet habe - und trotzdem hab ich eifrig gepumpt - irgentwo ja selber schuld das sich da alles entzunden hat aber so stands auch im buch.
Meine angst ist nun:
Ich bin wieder schwanger - dieses mal soll es aber funtionieren - ich bau mir jetzt schon so viel streß da ses wohl nach der geburt gar nicht mehr gehen wird
Hat den jemand von euch auch sowas erlebt? Lag es an mir oder vielleicht doch an der situation mit der intensivstation?
Ich möcht meine tochter so gerne stillen- aber hab solche versagensängste - meine brust jedenfalls istr jetzt schon viel größer - der warzenvorhof dunkler und die brustwarzen haben auch eine erschreckende größe bekommen - vielleicht ist das ja schon mal ein gutes zeichen ich täts doch so gern mal probieren.
Es muss so schön sein wenn man dem eigenen kind etwas geben kann was sonst keiner kann und diese geborgenheit - na da fällt einfach was beim flascherl geben - das baby darf ständig die mama riechen die wärme spüren, das war beim füttern vom david einfach ned so als wie ich ihn anlegen probiert hab.
RRRR ich fürcht mich schon vor dem tag an dem das baby kommt - ich glaub ida brauch ich ne valium um meinen inneren streß zu bewältigen - weil ich in die sache so verbissen bin!!
Helft mir und sagt mir das es gut wird (ich weiss klingt doof aber jeder sagt ich bin verrückt und soll doch das stillen lassen)
Danke fürs zu hören und einen schönen abend allen

LG Julia, David und klein Zoe (noch im Mutterleib aber schon 22 W und 6 Tage alt )

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2. Juli 2009 um 21:52

Hallo Julia,
ich glaube helfen kann ich dir nicht wirklich... aber ich kann dich sehr gut verstehen. Ich habe auch große Probleme beim Stillen und pumpe nun auch schon seit 2 Wochen ab, was ganz gut klappt. Heute habe ich wieder angefangen 1 X am Tag zu stillen, ganz langsam also. Mir ging es wie dir. Mein Sohn hat mir Stückchen aus der Brustwarze herausgerissen und das hat dann ständig geblutet, Stillen ging nur noch unter Tränen und unglaublichen Schmerzen. Auch die Angst, die du hast kann ich nachvollziehen. Mir graust es jetzt schon wenn ich ans nächste Mal denke, nur aus der Angst heraus es könnte wieder so weit kommen.

Aber: Ich bleibe dran und das solltest du auch tun. Irgendwann wirds wohl gut, das haben mir ganz viele bestätigt. Also solltest du es zumindest versuchen und mutig dran gehen, und wenn dann alles schief laufen sollte: Dann kannst du immer noch rechtzeitig aufhören.
Und: Suche dir doch eine Stillberaterin oder eine Stillgruppe. Leider gibt es in unserer Nähe keine, ich wäre aber auf jeden Fall hingegangen, wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte.
Vielleicht hast du ja Glück: Geteiltes Leid ist halbes Leid.

Außerdem Hilfe: lalecheliga.de

Liebe Grüße und alles Gute, Sonia mit Moritz (5 Wochen altI)

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3. Juli 2009 um 16:15
In Antwort auf junia09

Hallo Julia,
ich glaube helfen kann ich dir nicht wirklich... aber ich kann dich sehr gut verstehen. Ich habe auch große Probleme beim Stillen und pumpe nun auch schon seit 2 Wochen ab, was ganz gut klappt. Heute habe ich wieder angefangen 1 X am Tag zu stillen, ganz langsam also. Mir ging es wie dir. Mein Sohn hat mir Stückchen aus der Brustwarze herausgerissen und das hat dann ständig geblutet, Stillen ging nur noch unter Tränen und unglaublichen Schmerzen. Auch die Angst, die du hast kann ich nachvollziehen. Mir graust es jetzt schon wenn ich ans nächste Mal denke, nur aus der Angst heraus es könnte wieder so weit kommen.

Aber: Ich bleibe dran und das solltest du auch tun. Irgendwann wirds wohl gut, das haben mir ganz viele bestätigt. Also solltest du es zumindest versuchen und mutig dran gehen, und wenn dann alles schief laufen sollte: Dann kannst du immer noch rechtzeitig aufhören.
Und: Suche dir doch eine Stillberaterin oder eine Stillgruppe. Leider gibt es in unserer Nähe keine, ich wäre aber auf jeden Fall hingegangen, wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte.
Vielleicht hast du ja Glück: Geteiltes Leid ist halbes Leid.

Außerdem Hilfe: lalecheliga.de

Liebe Grüße und alles Gute, Sonia mit Moritz (5 Wochen altI)

Hallo, ich kann dir helfen
Ich hatte "fast" das gleiche Problem. Bei meiner 1. Tochter vor 5 Jahren "stillte" ich 12 Tage. Es tat höllisch weh, sie kam alle 1.5 Std., bis ich Risse und wunde Brustwarzen hatte. Ich nahm die Tablette zum Abstillen und zog meine Tochter mit Flasche gross.
Am 16.03.09 bekam ich meine 2. Tochter. Diesmal habe ich das ganze Internet durchwühlt um mich schlau zu machen. Wieso andere Mütter stillen können ohne Schmerz und ich nicht. Worauf ich stiess, dass das Stillen nie weh tun darf Gut am Anfang muss man ab und zu die Zähne zusammenbeissen, wenn man sehr sensibel ist. ....Meine Tochter lag 5 Tage im Brutkasten, da ich Diabetis hatte. Man fragte mich bei der Geburt, ob ich stillen wolle, aber keiner sagte mir, dass ich dies im Babyzimmer machen sollte. Am 2. Tag ging ich hin und wir versuchten sie anzulegen. Nö, wozu, war ja schon an die leichtzutrinkende Flasche gewöhnt, da muss ich mich doch nicht abquälen, an der Brust zu trinken und gerade der Kalostro ist schwieriger, bis die richtige Milch läuft. Und je nachdem, welche Schwester dort war, sagte man so schneller, die bringt beide Trinkzeiten zusammen. Toll, man MUSS sich fürs Stillen Zeit nehmen, das geht nicht alles so schnell. Babys werden sehr schnell müde. Und diejenigen, die auf Intensiv oder im Brutkasten sind, bekommen alle 3 Std. die Flasche und wenn sie nicht wach werden, egal, es läuft ja eh von alleine. Die Hebamme sagte mir, dann solle ich wenigstens abpumpen, um die Brust weiterhin zu stimulieren und die gewonnene Milch gab ich der Schwester für die nächste Flasche. Trotzdem legten wir sie immer wieder an. Am 4. Tag schafften wir es sie anzulegen und sie trank. Wenn deine Zoe auch wieder auf die UVI muss, lass dir zeigen wie man abpumpt, bzw. ich hatte es dort im Krankenhaus mit der elektrischen gemacht, welche man dir zur Verfügung stellt. Und in Deutschland ist eh alles besser bei dem Thema.
Gut und es darf nicht wehtun das Stillen, denn das Kind saugt nicht, sondern drückt mit der Zunge gegen den Brustwarzenhof, ganz wichtig, sie darf nicht nur den "Nippel" im Mund haben, sonder Teil des Vorhofes. Wenn du mal ausprobierst, wenn du geboren hast, zwische Zeigefinger und Daumen vom Hof nach vorne zu drücken, kommt die Milch raus. Wenn es zu weh tut, wenn du sie angelegt hast, nimm sie weg, erst den Finger zwischen Mundwinkel und Brust stecken um sie zu lösen, sie "saugen "sich fest, hahaha und das tut weh, wenn sie wie ein Kaugummi dran hängen. Also wegnehmen, und anders legen, bis du DEINE Position erreicht hast, in der dir das Stillen nicht mehr weh tut. Man hat es schnell raus. Und ganz wichtig. es kann laaaange dauern , bis sie fertig ist. Am Anfang waren es um die 1.5 Std, bis sie beide Brüste leer hatte. Sie lassen von alleine los, wenn alle oder sie satt ist. ABER, vorher versuch noch 1, 2 Mal sie nochmal anzulegen, bevor du wechselst, sie machen auch mal Pause und schlafen ein. Such dann eine Stelle, wo sie kitzelig sind, der Fuss oder der Schenkel (bei meiner wars der Schenkel). Die Schwestern fanden es gut das Kind zu wecken oder mit Wasser. Zu Hause merkte ich, das sie sehr killerlich am Oberschenkel war, wenn ich so ne Art Massage anfing. Musst du ausprobieren. Und viel gedult. Sie kann alle 2 Std kommen, gezählt ab dem, wann du angefangen hast. Meine kam alle 4 Std. Jetzt öfter, alle 2,5 Std, da sie kein Wasser mag und wir es sehr heiss haben, sodass es ihre Flüssigkeitszufuhr ist. Leg sie ruhig an, Du kannst sie nicht überfüttern und die Muttermilch kann nach 20 Min. verdaut sein, daher wenn sie so oft kommen. Und ruhig ein Bäuerchen zwischen Brustwechsel machen.
Wenn du noch mehr wissen möchtest ( was ich evntl. ausgelassen habe) frage mich. Ich hoffe es war verständlich und nicht zu lang, sorry.
Ich hoffe dir geholfen zu haben. P.S. die Hebamme sagte, auch wenn sie nach 5 Tagen noch nicht saugen wollte, pump ab, um die Brust weiter zu stimulieren und zu hause so oft anlegen wie nötig, aber KEINE Flasche wieder geben, sonst nimmt sie die Brust nicht, Aber wenn du sie immerwieder anlegst, nimmt sie die Brust früher oder später. Viel Glück

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