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Angststörungen bei Kindern - Sozialphobie - gibt es hier Betroffene?

28. März 2017 um 14:45

Hallo 😊

Ich wollte mal nachfragen ob es hier Kinder (oder auch Mamas 😉) gibt die eine Angsstörung haben oder gar eine soziale Phobie.
Mich interessiert der Umgang damit - vor allem im Alltag der unumgänglich ist wie eben KiTa oder Schule.

Viele Grüße!

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30. März 2017 um 13:13

Niemand?

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30. März 2017 um 21:35
In Antwort auf die2tekekslosekeksdose

Niemand?


Hallo Keksdose
Habt ihr denn Frühförderung oder andere therapeutische Hilfe? Ich meine für Euch um da Tipps zu bekommen und vielleicht Kontakt zu anderen Betroffenen? 

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30. März 2017 um 22:31
In Antwort auf pustewind79


Hallo Keksdose
Habt ihr denn Frühförderung oder andere therapeutische Hilfe? Ich meine für Euch um da Tipps zu bekommen und vielleicht Kontakt zu anderen Betroffenen? 

Frühförderung bekommt mein Sohn ab 01.04. und das Abschlussgespräch beim KJP mit entsprechenden weiteren "Maßnahmen" in drei Wochen.
Ich finde das ein echt schwieriges Thema, vor allem in dem jungen Alter und in der Ausprägung 😐
So richtig hat eben auch niemand Verständnis für sein Verhalten 😔

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30. März 2017 um 23:03
In Antwort auf die2tekekslosekeksdose

Frühförderung bekommt mein Sohn ab 01.04. und das Abschlussgespräch beim KJP mit entsprechenden weiteren "Maßnahmen" in drei Wochen.
Ich finde das ein echt schwieriges Thema, vor allem in dem jungen Alter und in der Ausprägung 😐
So richtig hat eben auch niemand Verständnis für sein Verhalten 😔

Darf ich fragen, wie sich das bei ihm äußert??

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31. März 2017 um 8:54
In Antwort auf fliefla

Darf ich fragen, wie sich das bei ihm äußert??

Seitdem er im Kinderwagen sitzen konnte (mit ca. 7 Monaten) ist es für ihn unerträglich gewesen von Menschen angeguckt oder gar angesprochen zu werden.
Erst verschwand er bis zum Haaransatz in seinem Pulli oder der Jacke, später schrie er bis ich ihn wegdrehte.
So wurde es immer schlimmer. Er hat Angst vor Menschen, erträgt nicht mal die Großeltern. Er sitzt dann in seinem Zimmer wenn sie zu Besuch sind. Mit viel Glück schreit und weint er dann nicht.
Wenn uns Freunde besuchen sitzt oder steht er teils mit dem Gesicht zur Wand, oft schreit er weil er Angst hat.
Wenn wir irgendwo hingehen wo andere Leute sind, hängt er nur an mir dran und dreht sich dann mit dem Gesicht zur Wand.
Er verweigert in der Kita alles! Bis aufs Essen.
Er äußert nicht mal Grundbedürfnisse wie Durst oder dass er zur Toilette muss.
Er spielt nicht, sitzt oft länger als 1h allein am Tisch, draußen ist er oft für sich allein...
Ist morgens eine Erzieherin da die er nicht kennt, oder nicht gut kennt kann ich ihn nicht da lassen bis jemand ihm bekanntes kommt. Er schreit, windet sich panisch und "flüchtet" 😞
Sofern er kann entzieht er sich allen sozialen Situationen. Er guckt niemanden an, er wird panisch wenn jemand hinter ihm läuft usw. 
Wenn wir mit dem Kinderwagen unterwegs sind MUSS er allein auf einer Seite laufen, alle anderen auf der anderen Seite.
Also ganz schwierig 😐
Er redet auch mit niemandem, außer meinem Mann, mir und seinen zwei Brüdern.
In der KiTa noch mit zwei Mädchen, aber nur wenn niemand anderes dabei ist und mit der Tochter einer Freundin.
Selektiver Mutismus steht auch im Raum.
Ach, ich könnt noch so viel mehr schreiben, aber das ist so der Rahmen.

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31. März 2017 um 10:42

Kein ängstliches Kind, aber einen kleinen Intro.
Da ist es natürlich bei weitem nicht so krass, wie du schreibst.
Er hat keine Angst, aber ist halt kein Freund von übermäßigen sozialen Kontakten.
Früher hat er sich weggedreht, wenn ich mich zB mit anderen unterhalten habe, oder wenn die gar ihn angesprochen haben.
Er beschwert sich täglich darüber, dass zuviele Menschen im Kiga sind. Andere Events mit vielen Menschen, wie Familienfeiern, oä findet er auch am Besten, wenn er nicht hin muss.

Im Kiga wurde das am Anfang auch voll problematisiert.
Die anderen seien ja auch nicht so und da müsse man ihn ja zu seinem "Glück" zwingen.
Hat schon ne Weile gedauert, da ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass er nicht unglücklich ist und keine Rampensau sein muss.
Wobei er glücklich ist, wenn er seine Ruhe hat, hat 2 Freundinnen und ist damit voll zufrieden.

Wenn da Phobien hinter stehen, gibt es heute aber zum Glück gute therapeutische Ansätze, um den Kindern da raus zu helfen.

Wie alt ist deein kleiner denn?

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31. März 2017 um 13:11

Die KiTa ist natürlich relativ verzweifelt und total ratlos.
Würde er sich wirklich wohlfühlen hätte ich damit auch kein "Problem" und keine Bedenken, aber so ist es echt kein Zustand.
Teilweise ist er regelrecht panisch, flüchtet wortwörtlich, schreit dann eben oder, wenn er dem räumlich nicht anders entgehen kann, steht er (manchmal schreiend) in der Raumecke mit dem Gesicht zur Wand.
Er wird im Juni 5 Jahre.

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31. März 2017 um 13:15
In Antwort auf adenin

Kein ängstliches Kind, aber einen kleinen Intro.
Da ist es natürlich bei weitem nicht so krass, wie du schreibst.
Er hat keine Angst, aber ist halt kein Freund von übermäßigen sozialen Kontakten.
Früher hat er sich weggedreht, wenn ich mich zB mit anderen unterhalten habe, oder wenn die gar ihn angesprochen haben.
Er beschwert sich täglich darüber, dass zuviele Menschen im Kiga sind. Andere Events mit vielen Menschen, wie Familienfeiern, oä findet er auch am Besten, wenn er nicht hin muss.

Im Kiga wurde das am Anfang auch voll problematisiert.
Die anderen seien ja auch nicht so und da müsse man ihn ja zu seinem "Glück" zwingen.
Hat schon ne Weile gedauert, da ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass er nicht unglücklich ist und keine Rampensau sein muss.
Wobei er glücklich ist, wenn er seine Ruhe hat, hat 2 Freundinnen und ist damit voll zufrieden.

Wenn da Phobien hinter stehen, gibt es heute aber zum Glück gute therapeutische Ansätze, um den Kindern da raus zu helfen.

Wie alt ist deein kleiner denn?

Habe gerade nur kurz gelesen, aber mein erster Gedanke war auch Autismus und nicht soziale Phobie.

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31. März 2017 um 13:20
In Antwort auf pustewind79

Habe gerade nur kurz gelesen, aber mein erster Gedanke war auch Autismus und nicht soziale Phobie.

Ja, bei mir kam auch gleich der Autismus-Gedanke...bin aber ja nur Laie und hab im Grunde keine tiefergehende Ahnung...ist er denn in bestimmten Gebieten ausgeprägt gut?

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31. März 2017 um 13:48

Auch das steht in Verdacht. Mein Großer ist Asperger Autist.
Also so weit entfernt ist das natürlich nicht.
Allerdings ist der ältere Bruder ganz ganz anders.
Ich bin sehr gespannt auf das abschließende Gespräch beim KJP, denn diese "Standard- Tests" sind nicht möglich gewesen, eben aufgrund dieses Verhaltens.

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31. März 2017 um 14:53

Ah ok. Hatte mich schon gewundert warum er nicht getestet wurde. 
Da hast Du aber echt zwei Herausforderungen. 
Konnte also bislang kein Therapeut zu ihm Kontakt aufbauen? 
Ich hoffe für Euch, dass die Frühförderung das schafft und ihr dann weiter kommt.
An soziale Phobie glaube ich nicht,  so wie du ihn schon als Baby beschreibst. Ich denke eine soziale Phobie entwickelt man als Kind doch nicht einfach so. Da müsste es ein großes Trauma geben. Autismus oder eine Wahrnehmungsstörung wären ja angeboren. Wäre für mich logischer, aber bin nur Erzieherin und keine Therapeutin.
 

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31. März 2017 um 20:54

Das eigentliche Problem liegt da eher im Umfeld, das man ständig darüber aufklären muss, dass das Kind nicht unglücklich ist und Introvertiertheit keine Krankheit ist, die wegtherapiert werden muss.

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31. März 2017 um 21:12

Mich graust es jerzt schon, bei der Vorstellung, dass das ganze Theater nächstes Jahr zur Einschulung vermutlich wieder von vorne anfängt. 

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31. März 2017 um 21:26

War eine Anamnese bislang gar nicht möglich? Auch, oder vllt grade, wenn er sich da verweigert.
Bei mir im Kiga kamen sie schon nach den ersten drei Monaten an, er solle Therapie machen, weil das ja nicht normal wäre, dass er so ruhig sei und nicht mitmache, wenn die Jungs wild toben.

Wenn er aber doch so unter den Situationen im Kiga leidet, ist das ja auf Dauer kein Zustand.
Wie mialyah schon sagt, zumindest einen Rückzugsraum muss er dann doch haben, wo er runterkommen kann.

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3. April 2017 um 16:27
In Antwort auf pustewind79

Ah ok. Hatte mich schon gewundert warum er nicht getestet wurde. 
Da hast Du aber echt zwei Herausforderungen. 
Konnte also bislang kein Therapeut zu ihm Kontakt aufbauen? 
Ich hoffe für Euch, dass die Frühförderung das schafft und ihr dann weiter kommt.
An soziale Phobie glaube ich nicht,  so wie du ihn schon als Baby beschreibst. Ich denke eine soziale Phobie entwickelt man als Kind doch nicht einfach so. Da müsste es ein großes Trauma geben. Autismus oder eine Wahrnehmungsstörung wären ja angeboren. Wäre für mich logischer, aber bin nur Erzieherin und keine Therapeutin.
 

Danke!
Auf die Frühförderung hoffe ich jetzt auch noch ein wenig, aber so richtig glaub ich da an nichts.
Ein Trauma gab es nicht. Er ist seit Babyzeiten so.
Teilweise hatte er bessere Phasen, mittlerweile ist es einfach nur noch extrem.

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3. April 2017 um 16:31

Er hat bisher keine Diagnose, nein.
Eine Einrichtung mit so wenigen Kindern in der Gruppe haben wir hier gar nicht.
Zwar eine IntegrationskiTa, aber die Gruppen dort sind ähnlich groß wie die jetzige.
Und ich denke, dass ein Wechsel für ihn jetzt wirklich schlimme wäre.
Nächstes Jahr ist auch die Einschulung. Das wäre sicher etwas viel.

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3. April 2017 um 16:36
In Antwort auf adenin

War eine Anamnese bislang gar nicht möglich? Auch, oder vllt grade, wenn er sich da verweigert.
Bei mir im Kiga kamen sie schon nach den ersten drei Monaten an, er solle Therapie machen, weil das ja nicht normal wäre, dass er so ruhig sei und nicht mitmache, wenn die Jungs wild toben.

Wenn er aber doch so unter den Situationen im Kiga leidet, ist das ja auf Dauer kein Zustand.
Wie mialyah schon sagt, zumindest einen Rückzugsraum muss er dann doch haben, wo er runterkommen kann.

Die KiTa hat im April auch einen Telefontermin mit dem KJP. Ich hoffe, dass er da noch ein paar gute Ideen für den Alltag mit einbringen kann und den Erzieherinnen ein wenig helfen kann.

Im Prinzip ist keine Anamnese möglich.
Wir hatten es jetzt mit einer ganz tollen Ergotherapeutin versucht, einfach dass er evtl. mal spielt oder gar etwas spricht, aber auch da gab es keinen Erfolg. So war es am Ende ein "nettes Gespräch" zwischen ihr und mir wo sie noch ein paar Dinge erfragt hat und eine reine Verhaltensbeobachtung.

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4. April 2017 um 12:38

Hallo,

Ich glaube, wir hatten vor längerer Zeit schon mal wegen unserer sehr ängstlichen Zweitgeborenen kommuniziert. Meine jüngere Tochter hat auch von der Kinderärztin eine solche Diagnose, soziale Ängstlichkeit oder Phobie, verpasst bekommen. Sie ist keine Psychiaterin, aber es steht so im U-Heft . Meine Tochter hat die ersten 4 Jahre ihres Lebens nur geschrien beim Arzt und auch generell zeigt sie ähnliche Verhaltensweisen wie dein Sohn, allerdings nicht ganz so schlimm ausgeprägt. Sie ist gerade 4 geworden und hat bei der U8 tatsächlich zum allerersten Mal nicht geschrien und sich sogar einigermaßen untersuchen lassen (letztes Jahr konnten wir sie nicht mal messen und wiegen). Eine ausführliche Testung bei einem anderen Arzt kommt aber auch nicht in Frage, da neue Situationen immer sehr schwierig und contraproduktiv sind. Im Kindergarten hatte sie einen entsprechend schwieirgen Start, aber auch dort läuft es mittlerweile ganz gut, solange alles im gewohnten Rahmen läuft. Es ist eine sehr kleine Einrichtung mit einer überschaubaren Anzahl an Kindern und Personal. Wirklich sprechen tut sie nur mit einer Erzieherin, aber mittlerweile lässt sich sich von den anderen auch mal helfen. Fotos vom Fotografen haben wir nicht bekommen und auch vom Zahnarzt würde sie sich dort nie untersuchen lassen. Aber wie gesagt, es läuft, wenn alles normal ist.Die Kita macht das sehr gut mit und lässt sie auch in Ruhe, wenn sie das deutlich macht. Sie wollte jetzt z.B. auf keinen Fall ihren Geburtstag dort feiern, kein Geschenk, kein Geburtstagsstuhl und keine Krone. Sie haben das respektiert und ihren Geburtstag ignoriert. Meine Tochter hatte große Panik an dem Tag, aber als sie merkte, dass sie wirklich ganz normal (also wie ein Nicht-Geburtstagskind) behandelt wird, hat sie sich wieder entspannt.
Mit Fremden spricht sie nicht und sie vergräbt sich dann auch in mir oder dreht sich weg/senkt den Blick. Turnen, Musik usw. - mit ihr undenkbar. Sie mag keinen großen Trubel und hat gerne ihre Ruhe. Im Prinzip vermeidet sie gerne alle Situationen, in denen sie auf fremde Menschen treffen würde. Mit ihr vertrauten Menschen geht sie aber ganz offen um. Selbst ihren Opa hat sie mittlerweile akzeptiert (sie hat viele Jahre geschrien, wenn er in der Tür stand) .

Ich weiß auch nicht, manchmal mache ich mir Sorgen, aber dann gab es in letzter Zeit auch durchaus positive Entwicklungen, so dass ich gerade versuche mich zu entspannen. Aber sie fällt halt schon auch in der Kita immer wieder auf und wir werden sehen müssen wie es sich Richtung Schule entwickelt. Bei deinem Sohn gab es aber noch gar keine Tendenz zur Verbesserung, oder? Mir tut das echt im Herzen weh zu lesen, da ich es zumindest in Ansätzen ja so sehr nachvollziehen kann. Ich drücke euch die Daumen, dass ihr einen Weg findet ihm zu helfen! Ein solches Verhalten ist ja für die ganze Familie eine große Belastung....

Viele Grüße!

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4. April 2017 um 13:33
In Antwort auf die2tekekslosekeksdose

Hallo 😊

Ich wollte mal nachfragen ob es hier Kinder (oder auch Mamas 😉) gibt die eine Angsstörung haben oder gar eine soziale Phobie.
Mich interessiert der Umgang damit -  vor allem im Alltag der unumgänglich ist wie eben KiTa oder Schule.

Viele Grüße!

Schon mal daran gedacht das dein Kind hochsensibel sein könnte? Oder andere "Probleme" hat in dem Sinne das er Eindrücke einfach nicht so verarbeitet wie andere? Eine sozialphobie entsteht eigentlich nur durch ein Trauma...eine schlechte Erfahrung oder ähnliches. 

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4. April 2017 um 13:53

Deine Ideen sind ganz toll! Und ich sehe es im Prinzip ganz genauso. Es sind Kleinigkeiten die ihm den Alltag sicher sehr erleichtern würden - ABER: Die KiTa tut sich schon bei andederen Dingen schwer
So zum Beispiel hat mein Sohn panische Angst vor Kulleraugen. Im Bad dort hängt ein Mobile mit Meerestieren die Kulleraugen haben.
Nachdem er es entdeckt hatte ging er nicht mehr zur Toilette. Konnte sich niemand erklären, ich klärte die Erzieherinnen auf und wir haben oft und viel geredet, weil es einfach nicht verstanden werden wollte, dass er Angst davor hat, da er sich trotzdem die Hände gewaschen hat im Bad.
Auch das habe ich erklärt! Da hat er das Mobile immer im Blick, somit hat er die Kontrolle und er quält sich da durch.
Er hat sich einige Tage am Stück eingepullert, weil er vor Angst nicht auf die Toilette geht.
Ende vom Lied und deren Lösung ist: Das Mobile hängt jetzt immer noch im Bad, aber so, dass er es von der Toilettenkabine aus sieht, denn man könne nicht auf alles Rücksicht nehmen
Jetzt mal ehrlich? Bin ich da zu empfindlich oder ist das nicht DIE Lösung?
Er geht weiterhin nicht! Ist eben so! ?!?!
Soviel zu Dingen die einfach umzusetzen wären. Ganz ganz traurig finde ich das.

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4. April 2017 um 14:01
In Antwort auf iknowyou

Hallo,

Ich glaube, wir hatten vor längerer Zeit schon mal wegen unserer sehr ängstlichen Zweitgeborenen kommuniziert. Meine jüngere Tochter hat auch von der Kinderärztin eine solche Diagnose, soziale Ängstlichkeit oder Phobie, verpasst bekommen. Sie ist keine Psychiaterin, aber es steht so im U-Heft . Meine Tochter hat die ersten 4 Jahre ihres Lebens nur geschrien beim Arzt und auch generell zeigt sie ähnliche Verhaltensweisen wie dein Sohn, allerdings nicht ganz so schlimm ausgeprägt. Sie ist gerade 4 geworden und hat bei der U8 tatsächlich zum allerersten Mal nicht geschrien und sich sogar einigermaßen untersuchen lassen (letztes Jahr konnten wir sie nicht mal messen und wiegen). Eine ausführliche Testung bei einem anderen Arzt kommt aber auch nicht in Frage, da neue Situationen immer sehr schwierig und contraproduktiv sind. Im Kindergarten hatte sie einen entsprechend schwieirgen Start, aber auch dort läuft es mittlerweile ganz gut, solange alles im gewohnten Rahmen läuft. Es ist eine sehr kleine Einrichtung mit einer überschaubaren Anzahl an Kindern und Personal. Wirklich sprechen tut sie nur mit einer Erzieherin, aber mittlerweile lässt sich sich von den anderen auch mal helfen. Fotos vom Fotografen haben wir nicht bekommen und auch vom Zahnarzt würde sie sich dort nie untersuchen lassen. Aber wie gesagt, es läuft, wenn alles normal ist.Die Kita macht das sehr gut mit und lässt sie auch in Ruhe, wenn sie das deutlich macht. Sie wollte jetzt z.B. auf keinen Fall ihren Geburtstag dort feiern, kein Geschenk, kein Geburtstagsstuhl und keine Krone. Sie haben das respektiert und ihren Geburtstag ignoriert. Meine Tochter hatte große Panik an dem Tag, aber als sie merkte, dass sie wirklich ganz normal (also wie ein Nicht-Geburtstagskind) behandelt wird, hat sie sich wieder entspannt.
Mit Fremden spricht sie nicht und sie vergräbt sich dann auch in mir oder dreht sich weg/senkt den Blick. Turnen, Musik usw. - mit ihr undenkbar. Sie mag keinen großen Trubel und hat gerne ihre Ruhe. Im Prinzip vermeidet sie gerne alle Situationen, in denen sie auf fremde Menschen treffen würde. Mit ihr vertrauten Menschen geht sie aber ganz offen um. Selbst ihren Opa hat sie mittlerweile akzeptiert (sie hat viele Jahre geschrien, wenn er in der Tür stand) .

Ich weiß auch nicht, manchmal mache ich mir Sorgen, aber dann gab es in letzter Zeit auch durchaus positive Entwicklungen, so dass ich gerade versuche mich zu entspannen. Aber sie fällt halt schon auch in der Kita immer wieder auf und wir werden sehen müssen wie es sich Richtung Schule entwickelt. Bei deinem Sohn gab es aber noch gar keine Tendenz zur Verbesserung, oder? Mir tut das echt im Herzen weh zu lesen, da ich es zumindest in Ansätzen ja so sehr nachvollziehen kann. Ich drücke euch die Daumen, dass ihr einen Weg findet ihm zu helfen! Ein solches Verhalten ist ja für die ganze Familie eine große Belastung....

Viele Grüße!

Hallo!

Alles was du schreibst kommt mir sehr bekannt vor. Es ist einfach schwierig damit umzugehen, da man ja selbst ein normales soziales Leben hat. Und auch die Kinder sollen das nach Möglichkeit kennenlernen. Bei uns ist vieles echt schlicht nicht möglich, bzw. schon, aber für meinen Mittleren wäre es eine Qual.
Das mit dem Geburtstag im Kindergarten kenne ich auch. Er möchte partout nicht im Mittelpunkt stehen, alle sollen ihn in Ruhe lassen und gut ist es.
Fotograf, Zahnarzt... Ja, unmöglich! Schon in meinem Beisein, in der KiTa kein Rankommen.
Es ist aber schön zu lesen, dass es bei euch Schritt für Schritt in die richtige Richtung geht. Das ist toll!
Bei uns wird es immer extremer wie ich finde.
Wir haben jetzt seit einiger Zeit das Problem, dass er nicht mehr isst wenn z.B. der Papa oder der große Bruder dabei sind.
Ich darf als einzige dabeisitzen. Im Kindergarten ist es auch okay.
Ach es sind so viele Dinge neben diesem sozialen Rückzug die wirklich schwierig sind.
Und er kann da einfach nicht aus seiner Haut...

Viele Grüße zurück

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4. April 2017 um 14:07
In Antwort auf ichbinmo

Schon mal daran gedacht das dein Kind hochsensibel sein könnte? Oder andere "Probleme" hat in dem Sinne das er Eindrücke einfach nicht so verarbeitet wie andere? Eine sozialphobie entsteht eigentlich nur durch ein Trauma...eine schlechte Erfahrung oder ähnliches. 

Mo... Hochsensibilität ist ja so ein Thema für sich. Der KJP wird schon eine Idee haben was es ist oder sein könnte.
Im Übrigen entsteht eine soziale Phobie NICHT ausschließlich durch ein Trauma.
Da musst du dich nochmal informieren.
Selbst genetische Komponenten sind nicht ausgeschlossen.
Es ist nicht nur der soziale Rückzug bei ihm, da kommen noch so einige andere "Eigenheiten" hinzu die sich sicher zu einem Gesamtbild fügen werden.
Der Alltag außerhalb unserer vier Wände und fünf Familienmitglieder ist jedenfalls arg eingeschränkt.

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4. April 2017 um 14:45

Also ich finde so leichte Züge wie mein Sohn sie hat bzw mein Sohn hat sie in leicht deiner in etwas heftigerer Form so wie ich es gelesen habe hat er schon, mein Sohn spricht nicht mit fremdem, kein blickkontakt, kein Hallo wenn ich ihn nicht darum bitte. Er ist lieber allein Und er gerät wahnsinnig schnell in Rage...es liegt nicht daran das er das was er haben will nicht bekommt oder das nicht darf also schon zum Teil aber er reagiert so weil er sich ausgemalt hat wie schön es wäre und nun aber die Tiefe Enttäuschung hat und dann mit den Gefühlen nicht umzugehen weiß. Also der Bruder und der Papa dürfen nicht bei sitzen? Ist der Papa denn lang weg am Tag oder auch mal Tage?  Ich kann mir vorstellen das er insgeheim für sich schon innere Strukturen hat und auch Strategien wie er dazu kommt vielleicht ist es gegen seine Struktur wenn der Papa und der Bruder mit ihm essen. Ich würde einfach mal versuchen nur als Test auf alles einzugehen...wenn er im Kiga weint sollen sich die von ihm entfernen die es auslösen...etc klar ist bestimmt extrem schwer weil es ja sowas nicht nur in seinem Geschützen Bereichen passiert sondern auch ausserhalb aber mit Rücksicht kommt man meiner Erfahrung jetzt zb wegen meinem Sohn besser weiter als ihn zu drängen. Und das mit den glubscheaugen Dings geht gar nicht die sollen das abhängen ist doch kein beinbruch auf jemandes Bedürfnisse einzugehen...weg damit und dann hat sich die Sache. 

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4. April 2017 um 14:47

Uns wurde von ärztlicher Seite übrigens das Buch "Mutig werden mit Til Tiger" empfohlen. Davon gibt es einen Elternratgeber und ein Kinderbuch. Dein Sohn ist ja auch schon ein bisschen älter, vielleicht gefällt ihm das Buch. Meine fand es (noch) nicht so spanndend. Dieses Programm wird auch von Psychotherapeuten angewendet, aber dazu müssten Kinder wie unsere erstmal Vertrauen zu fremden Menschen aufbauen... Schwieirig. Aber ich lese immer wieder gerne darin und finde es ganz interessant es so "fachlich" zu betrachten. Und nein, das mit dem Trauma ist quatsch. Meine hat auch keines, sie war von klein auf so. Hat früh gefremdelt und nie damit aufgehört. 

Schade, dass eure Kita nicht so richtig mit zieht.... Hoffentlich ändert sich das nach dem Gespräch mit dem KJP. 

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5. April 2017 um 8:48

Finde auch, dass man den Kindergarten nicht unebdingt "durchboxen" muss. Ja, es ist schön für die Kinder, wenn er ihnen gefällt und tut den meisten wahrscheinlich auch gut. Aber in so einem Fall frag ich mich, ob es nicht mehr Schaden als Nutzen bringt. Er bräuchte anscheinend eine spezielle Einrichtung. Ich würde es auch erst einmal abklären und dann weiter überlegen, welche Form der Betreuung für ihn wirklich geeignet ist - und hoffentlich auch für euch organisierbar ist.

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10. April 2017 um 1:20

wow ich bin grade wirklich etwas verängstigt, wenn ich mir das alles hier so durchlese..
einmal vorweg: meine hochachtung hier vor drn müttern, die so offen über die probleme ihrer kinder sprechen und dabei so unglaublich stark wirken..mir blutet dabei echt das herz..das muss ja auch für euch sehr hart und schwer sein

ich habe bis jetzt nie sonderlich darüber nachgedacht, dass meiner tochter ernsthaft etwas fehlen könnte und hab ihr verhalten einfach als sehr schüchtern und sensibel abgetan..aber vieles was ich hier lese beobachte ich auch bei ihr.. angefangen hat es mit normalem fremdeln als sie ein paar monate alt war..es hat beinahe ein halbes jahr gedauert bis ihre oma sie wieder auf den arm nehmen konnte ohne dass sie gebrüllt hat.. bei fremden leuten hat sie schon im kinderwagen weggeschaut und signalisiert, dass ihr das unangenehm ist..richtig schlimm wurde es dann als wir die krabbelgruppe besuchten..da war sie 10monate alt..wir gingen über ein halbes jahr dorthin..einmal die woche..und wenn sie das haus nur von aussen sah fing sie an zu weinen..während der gesamten zeit saß sie nur auf meinem schoß und wimmerte..schaute den erwavhsenen nichtmal ins gesicht..bei den anderen kindern war es nicht ganz so extrem aber ihr schien das alles nicht geheuer.. nach nem halben jahr hab ichs dann aufgegeben dorthin zu gehen, weil es nicht besser wurde und ich sie da nicht durchquälen wollte.. 

meine kurze hat vor fast jeden erwachsenen fürchterliche angst..sie traut sich nicht an fremden leuten vorbei zu gehen, wenn diese sie anschauen..nichtmal dann, wenn ich ihr meine hand anbiete..ich muss sie dann immer tragen oder in den buggy setzen (sie ist jetzt 2 jahre alt)..sogar vor dem opa hat sie seit ner weile wieder angst, dabei ist nichts schlimmes vorgefallen..auf spielplätzen kann sie nie ausgelassen spielen..sie würde gerne, das merkt man aber da sind ja so viele erwachsene..vot anderen kindern hat sie nicht so viel angst, solange diese nicht zu "wild" sind..sie braucht lange um auf dem spielplatz überhaut 2 svhritte von mir weg zu gehen..alles wird kritisch beäugt und sobald ein erwachsener ihr zu nahe kommt läuft sie weinend zu mir und dann ist für sie die spielzeit vorbei..dann will sie einfach nur noch weg..

dieses jahr geht für sie der kindergarten los und ih mache mir wirklich sorgen, dass sie dort nicht zurecht kommt mit den erwachsenen..

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21. April 2017 um 3:34

Hallo nochmal 😊
Also ihn aus dem Kindergarten nehmen sehe ich für nicht sinnvoll.
Es ist ja dort ein Rahmen den er, wenn dort alles geregelt abläuft, toleriert.
Abweichungen im Alltag wird es immer geben und mit kleinen muss er umgehen lernen. So hart das klingt und was auch immer dahintersteckt.
Wenn keine Bezugserzieherin da ist oder etwas grob anders sein wird dort, lasse
ich ihn selbstverständlich auch zuhause.
Nächstes Jahr kommt er in die Schule, da kann ich ihn jetzt nicht aus seinem gewohnten und tolerierten Umfeld nehmen.
Diesen Punkt den wir jetzt haben, der war schwer genug zu erreichen. Daher ist es für mich keine Option.
Ich hoffe ihr versteht wie ich das meine.
Seit dem Gespräch gestern beim Psychologen wissen wir nun auch was wir uns schon dachten und auch hier einige gleich vermutet haben... 
Jetzt werden wir sehen was für Hilfen ihm zustehen.

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21. April 2017 um 14:11
In Antwort auf die2tekekslosekeksdose

Hallo nochmal 😊
Also ihn aus dem Kindergarten nehmen sehe ich für nicht sinnvoll.
Es ist ja dort ein Rahmen den er, wenn dort alles geregelt abläuft, toleriert.
Abweichungen im Alltag wird es immer geben und mit kleinen muss er umgehen lernen. So hart das klingt und was auch immer dahintersteckt.
Wenn keine Bezugserzieherin da ist oder etwas grob anders sein wird dort, lasse
ich ihn selbstverständlich auch zuhause.
Nächstes Jahr kommt er in die Schule, da kann ich ihn jetzt nicht aus seinem gewohnten und tolerierten Umfeld nehmen.
Diesen Punkt den wir jetzt haben, der war schwer genug zu erreichen. Daher ist es für mich keine Option.
Ich hoffe ihr versteht wie ich das meine.
Seit dem Gespräch gestern beim Psychologen wissen wir nun auch was wir uns schon dachten und auch hier einige gleich vermutet haben... 
Jetzt werden wir sehen was für Hilfen ihm zustehen.

Super, dass es nun doch vorangehen kann.
Mit dem Kindergarten so bald vor Schulbeginn halte ich es genauso.
Er muss nächstes Jahr zur Schule und der Kindergarten ist da ein wichtiger Schritt für ihn, vorher schon einen Vorgeschmack darauf zu haben, wie das geaellschaftliche Leben ist, um das er dann in der Schule ja auch nicht mehr drum herum käme, schon einige Strategien entwickeln und erproben kann und auch lernt, mit der Frustration darüber umzugehen, dass da frecher Weise auch noch andere Kinder sind, dessen Anwesenheit er ertragen muss.

Problem bei euch war ja da, wenn ich mich recht erinnere vor allem auch ein Sammelsurium von Kleinigkeiten, die ihm das Leben unnötig erschwert haben und eigentlich leicht vom Kiga zu beseitigen gewesen wären, was natürlich sehr doof ist.

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