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Arbeiten und Kind Wer scheiterte und wem ist es gelungen

Letzte Nachricht: 23. März 2009 um 11:04
Y
yong_12315317
19.03.09 um 14:48

Die Frage steht letztendlich schon oben.

Zu unserer Geschichte, die ich in anderen ähnlichen Beiträgen bereits angeschnitten hatte:

Wir leben seit ca. 6 Jahren in BaWü, fern ab von unserer Familie im Bundesland Brandenburg, nahe Frankfurt/ Oder.
2007 kam unsere Tochter zur Welt, die ein ablolutes Wunschkind ist und natürlich unser ein und alles.
Nach einem Jahr Babypause ging ich wieder arbeiten und Amelie in die Krippe. Mein Freund (wir sind unverheiratet) arbeitet in einer großen Firma, in der sie nach Provision bezahlt werden. Ich arbeite als Sozialarbeiterin 75% (eigentlich eher 100%)

Nun ist es so, wie sicherlich überall anders auch, dass Amelie seit Dez.08 ständig krank war/ ist. Im Dez. mussten wir sogar ins KH und seit Januar09 kam eine Bindehautentzündung nach der anderen, Magen-Darm, Erkältung etc.
Seit langer Zeit war sie nun einmal 2 1/2 Wochen am Stück in der Krippe, wofür wir nur am Rande gesagt sehr viel Geld zahlen müssen.
Bisher war ich zu Hause geblieben, wenn Amelie krank war. Natürlich plagt mich da auch mein Gewissen, doch denke ich, dass sie einfach vor geht.
Mein Freund dagegen sieht schon rot, wenn meine Krankheitstage aufgebraucht sind und er zu Hause bleiben MUSS. Anscheinend (er fragte aber noch nicht konkret nach) wird es gar nicht gern gesehen und führt gerade jetzt in der Wirtschaftskrise zu unguter Stimmung.
Somit bin ich schon drei Tage auf Überstundenabbau zu Hause geblieben.

Wir würden eigentlich gern ein zweites Kind haben wollen. Sind uns jedoch total unsicher, ob wir das überhaupt bewälltigen würden bzgl. arbeiten und Kind.
Zwei Jahre und länger kann ich nicht zu Hause bleiben, da es finanziell nicht stimmen würde. Wir sind ebend auich nicht verheiratet.

So nun kennt ihr unsere Geschichte und ich bin gespannt auf eure. Vllt. denken wir auch viel zu kompliziert und es gibt einen guten Rat für uns

Liebe Grüße

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N
noah_12558413
19.03.09 um 15:10

Hallo
Hast Du mal bei der KK nachgefragt, ob Du die Krankheitstage von Deinem Freund übernehmen kannst? Ich habe irgendwie im Kopf, dass so was geht, bin aber nicht sicher.
Ich gehe auch wieder arbeiten seit meine Tochter 8 Monate alt ist, da war esrt mein Mann die 2 Tage die Woche daheim. Er hatte Teilelternzeit. In der Zeit wurde er von seinem Chef regelrecht gemobbt, obwohl er sogar von zu Hause aus noch gearbeitet hat. Manche Chefs sind da wirklich schlimm. Wenn seine Kollegin einen Krankheitstag wegen Kinderbetreuung hat flippt der Chef auch immer aus und droht mit Kündigung. Natürlich ist die offizielle Begründung dann was anderes.
Seit die Kleine 13 Monate alt ist geht sie in den KiGa und ich arbeite immer vormittags. Allerdings nur 16 Tage im Monat, die ich relativ frei einteilen kann und auch mal kurzfristig ändern, wenn die Kleine krank ist, was diesen Winter (erster Winter im KiGa) natürlich oft war. Und zum Glück habe ich in der Beziehung einen sehr humanen Chef, der das voll versteht. Ein paar mal hatte ich sie auch mit auf Arbeit, wenn was dringend fertig werden musste, sie hat dann im KiWa geschlafen oder ist im Büro rumgerannt.
Beim nächsten Kind werden wir das mit der Elternzeit für meinen Mann nicht mehr machen können, denn die Arbeit ist für ihn dann echt ätzend. Verbieten kann es sein Chef zwar nicht, aber aufgrund des Mobbings hat er es ihm praktisch versaut. Da können auch Gestze nicht viel dran ändern. Wie wir das dann machen sollen weiß ich auch nicht. In meinem Beruf kann ich es mir eigentlich nicht leisten 1 Jahr zu Hause zu bleiben.

Dein Freund hat anrecht auf die Krankheitstage und sein Chef kann die nicht verwehren. Außerdem hat er keinen finanziellen Nachteil davon, da er ja das Geld von der KK wiederbekommt. Aber natürlich sehen einige Chefs (wie der von meinem Mann z.B.) das natürlich anders.
Einen Rat habe ich auch nicht für euch. Ist halt echt blöd wenn man keine Verwandschaft in der Nähe hat.

Wo kommst Du her? Wir wohnen auch im Postleitzahlbereich 74, in Sinsheim und mein Mann kommt aus Eisenhüttenstadt. Sind ja einige Verbindungen.

LG
Morgaine

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L
lone_12555604
19.03.09 um 15:22

Hallo du
mir geht es da ähnlich.
Meine Tochter ist zwar noch jünger (8 Monate), aber mein Freund und ich hatten super viele Diskusionen über das Thema Arbeit, Wirtschaftskries und Kind bzw. Kind Nummer 2.
Bei uns siehts so aus, dass wir dieses Jahr auf jeden Fall keinen Krippenplatz mehr bekommen, auch wenn wir in den ersten Wochen nach der Geburt in alle Krippen gerannt sind. Meinem Chef ist das ganz Recht, da alle bei uns in der Firma Kurzarbeit bekommen - mein Freund zum Gück nicht, da er im Sommer noch in Elternzeit geht. Nach seiner Elternzeit wird er aber auch Kurzarbeit bekommen. Alles in allem siehts nicht rosig aus.
Trotzdem haben wir uns jetzt fürs 2te Kind entschieden, weil wir uns so sehr ein zweites wünschen. Ich denke nur weil es gerade mit der Wirtschaft nicht so toll aussieht, mache ich nicht meine komplette Lebensplanung davon abhängig. Die Wirtschaft erholt sich schon wieder.
Wenn mein Job danach gekündigt werden sollte, muss ich mich mir was neues suchen. Wenn ich wieder arbeiten könnte und es gibt immer noch keinen Krippenplatz muss ich mich eben nach einer Tagesmutter umschauen usw. Es gibt immer eine Lösung .

Aber dass dein Freund nicht zu Hause bleiben will, wenn euer Kind krank ist, kann ich nicht verstehen. Vielleicht sollte er mal mit seinem Chef darüber reden, meistens verstehen die das schon, vorallem da die oft selber Kinder haben.

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C
carole_12957545
19.03.09 um 19:45

Hallo,
wenn Dein Freund nicht selbstständig ist, kannst Du nach Absprache der Krankenkasse seine Krankheitstage übernehmen


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Y
yong_12315317
20.03.09 um 12:52

@morgaine47 und@all
vielen lieben Dank für eure Einträge.

Wir wohnen in Lauffen bei Heilbronn. Kommen aber ursprünglich aus einem kleinen Ort nahe Frankfurt/ oder.

Bzgl. der Übernhame der Krankentage von meinem Freund: Mein Chef macht das nicht mit. Dann könnte ich zwar 20 Tage zu Hause bleiben, doch mein Chef würde das nicht gern sehen, da ja, wie bereits geschrieben, jeder Partner ein Anrecht darauf haben sollte. Und vorallem, wenn wir zwei Kinder haben, kann ich doch nicht die 40(?) Tage übernehmen. Welcher AG macht das mit?!

Wir haben gestern nochmal in Ruhe darüber gesprochen und sind uns einig, dass unsere Familienplanung nicht darunter leider soll. Er wird das Gespräch mit seinem Chef suchen und schauen, was der dazu sagt. Naja und dann schauen wir weiter.

Euch allen auch viel Glück und Schaffenskraft

@morgaine47 Als was arbeitest du, dass du kein ganzes Jahr daheim bleiben kannst?

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N
noah_12558413
20.03.09 um 15:40

@sweetkiss4you
Ich bin Diplomumweltingenieurin. Es ist schon schwer als Frau da was zu finden, denn man könnte ja schwanger werden und ausfallen. Mein Chef ist zwar sehr human, aber ich habe da nur eine Aushilfsstelle obwohl ich Ingenieursarbeit mache. Ich suche also immer noch eine richtige Stelle und da macht es sich besser, wenn man nicht lange zu Hause bleibt. Am besten natürlich man ist ein Mann. Mit einer hauptberuflichen Hausfrau als Frau. Im Moment sind zum Glück die Aussichten ganz gut, dass ich nen besseren Vertrag bekomme, da einer aufgehört hat. Und ich weiß, dass ich in der Firma auch ein Jahr zu Hause bleiben könnte, aber leider ist nicht sicher, dass die Firma in ein paar Monaten noch existiert.
Aber unsere Kinderplanung lassen wir dadurch auch nicht allzu beeinflussen. Man weiß eh nie was kommt.
So weit wohnen wir ja gar nicht auseinander. Wie oft fahrt ihr denn so zu euren Eltern? Ist ja ne ganz schöne Strecke. Wir fahren meist so 2 bis 3 mal im Jahr zur SchwiMu, öfters ist einfach zu stressig.

LG
Morgaine

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Y
yong_12315317
21.03.09 um 12:33

@morgaine47
oh, das glaube ich, dass in deiner Branche eher die Männerwelt dominiert. Wie fast überall
Es stimmt, man weiß wirklich nie, was noch kommen mag. Daher werden wir unsere Kinderplanung auch so angehen, wie geplant.

Wir fahren auch nicht öfter zu unseren Eltern. Wie du richtig sagst, ist es einfach ein langer Weg und viel zu stressig. Seit Amelie auf der Welt ist kommen dafür meine Eltern des öfteren zu uns. Sprich wir wechseln uns ab und so sehen wir uns häufiger.
Zu Ostern z.b. kommen meine Eltern und Großeltern zu uns.
Zu Weihnachten waren wir bei uns in der Heimat. Doch Amelie war schwer erkrankt und wir lagen den gesamten Urlaub in Frankfurt/ Oder im KH
Somit hatte niemand etwas von der Kleinen...

Was habt ihr Schönes bei dem tollen Wetter gemacht? Ach es ist so schön, wenn die Sonne draußen ist

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N
noah_12558413
21.03.09 um 13:46

@sweetkiss4you
Wir waren die letzten Tage oft auf dem Spielplatz, da freut sich Alina immer. Und jetzt kann sie auch richtig im Sand buddeln, letztes Jahr ging das noch nicht, da wurde die (sandige) Schippe immer abgeleckt. Und rutschen findet sie ganz toll.

Meine SchwiMu kommt auch die Woche nach Ostern, aber mehr als 1 bis 2 mal im Jahr kommt sie auch nicht, obwohl zwei weitere Enkelkinder noch in Esslingen leben. Aber sie arbeitet halt und hat nen Garten. Und alleine wollte sie nicht fahren, da ist sie die letzten Jahre geflogen, seit mein SchwiVa tot ist. Aber jetzt hat sie nen neuen Freund und diesmal fahren sie und bringen noch unseren Neffen aus Berlin mit. Vielleicht klappts ja jetzt auch öfters.

LG
Morgaine

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R
runa_12850644
21.03.09 um 13:54

Zwei Kinder und Job
da es hier ja auch um die Familieplanung, sprich zweites Kind, geht, melde ich mich mal zu Wort.

Ich arbeite wieder seit September, meine Kinder sind 3,5 und 2 Jahre alt. Bei uns ist es hinsichtlich der Krankheiten eigentlich ziemlich gut gelaufen - soweit man das bei Krankheiten überhaupt sagen kann .

Mein erster Sohn ist mit ca. anderthalb Jahren in den Kiga gekommen, sein Bruder ist kurz drauf geboren. Ich habe in dieser Zeit von zu Hause aus arbeiten können, was halbwegs funktioniert hat. Er ist natürlich ab und an mal krank gewesen, was aber, weil ich letztlich zu Hause war, nicht so ein Problem war. Mein zweiter Sohn war allerdings das ganze erste Jahr fast ausschließlich krank! Nie was wirklich schlimmes, aber stets erkältet, mal nur ein wenig, mal recht extrem. Mein Großer hat die leichten Erkältungen aus dem Kiga mitgebracht, der Kleine steckte sich an, aber aufgrund der engen Luftwege haben diese Erkältungen eben ewig gedauert. Das alles war aber nach ziemlich genau einem Jahr vorbei, seit dem haben kaum mehr was gehabt.

Sie gehen jetzt seit gut einem dreiviertel Jahr zusammen in den Kiga und wir hatten bisher - toitoitoi - drei Tage, an denen ich nicht arbeiten konnte.

Ich arbeite an der Uni, im wissenschaftlichen Bereich, mein Freund ebenso, wir haben beide keine Probleme zu Hause zu bleiben. Zudem kann ich halt wenigstens immer etwas von dort aus machen und sei es nur irgendein administrativer Kram.

Wir hatten eigentlich überlegt, dass mein Freund morgens bei den kranken Kindern bleibt und ich ihn gegen Mittag ablöse. So hätten wir beide wengstens halbe Tage arbeiten können. Leider geht das gerade bei dem Kleinen nicht, er braucht halt seine Mama

Ich habe hier schon häufiger gelesen, dass gerade die zweiten Kinder im ersten Jahr wirklich häufig krank sind; insbesondere wenn die Kinder einen kurzen Altersabstand haben. Ist diese Zeit vorbei, ist ihr Immunsystem wirklich gut ausgebildet und sie stecken sich bei weitem nicht mehr so häufig an wie geschwisterlose Kinder.

lch hoffe, dies hier ist ein positiver Beitrag zu eurer Familienplanung

lg
STefanie

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I
irja_12274258
21.03.09 um 13:59

Hm..
also nicht arbeiten, aber Abitur..

Als meine zwei 4+2 Jahre alt waren, bin ich in die 11. Klasse des Wirtschaftsgymnasiums eingestiegen.
Mein Sohn besuchte einen KiGa mit verlängerten Öffnungszeiten (7-17 Uhr) und meine Tochter war bei einer Tagesmutter bis ich sie nach der Schule abgeholt habe.
Ellen hat es übrigens sogar ganz gut getan, sie konnte auf einmal regelmäßig ihren Mittagschlaf halten, schlief dadurch auch abends besser ein.
Und Joshua hat der lange Aufenthalt im KiGa auch nicht geschadet.

Mit der Schule klappte es eigentlich ganz gut, im Halbjahr hatte ich bereits 3x die 1,5 stehen im Zeugnis..

Der Tagesablauf selbst war sehr stressig allerdings.
Um 6 Uhr aufstehen, Kinder fertig machen, Joshua in den KiGa bringen, Ellen zur Tagesmutter und danach direkt zur Schule. Nach der Schule die Kleine abgeholt und die Zeit genutzt (bis 17 Uhr) fürs Einkaufen + Haushalt. Um 17 Uhr Joshua abgeholt, meist auf dem Rückweg noch entweder zum Spielplatz oder zuhause mit den Kleinen Zeit verbracht. Um 20 Uhr beide ins Bett. Ellen schlief immernoch manchmal schwer ein, wenn auch nicht mehr ganz so schwer wie vorher.. Deshalb war meist vor 21 Uhr noch nicht ans lernen / Hausaufgaben zu denken.
Hausaufgaben + Lernen nahm dann eigentlich auch recht viel Zeit in Anspruch. Pro Tag idR 2-3 Stunden.. Danach schlafen gegangen um 6 Uhr wieder aufstehen.

Nach einem Jahr habe ich es gelassen, weil ich selbst total auf der Strecke blieb (wie unschwer zu erkennen ist)
Leider arbeiteten meine Eltern auch in Wechselschicht, hatten selber noch ein kleines Kind und konnten mich deshalb nicht unterstützen.
Schwiegereltern sind zu alt (über 70J.)

Bin mir dennoch nicht sicher, ob's die richtige Entscheidung war..

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yong_12315317
22.03.09 um 12:28

@ramona2511
ich kann mir gut vorstellen, wie schwierig es war/ist. Doch das ABI kanst du doch sicher auch noch später nachholen (Abendschule ev.?)
Bist du letztendlich nun zu Hause? Oder wie?
Wie alt bist du denn?

Ich wünsche euch einen ganz schönen Sonntag.

Und schön, dass es manche wirklich so gut hinbekommen/ haben. Gerade, wenn manche so flexibel sein konnten, auch der Partner.

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irja_12274258
23.03.09 um 11:04
In Antwort auf yong_12315317

@ramona2511
ich kann mir gut vorstellen, wie schwierig es war/ist. Doch das ABI kanst du doch sicher auch noch später nachholen (Abendschule ev.?)
Bist du letztendlich nun zu Hause? Oder wie?
Wie alt bist du denn?

Ich wünsche euch einen ganz schönen Sonntag.

Und schön, dass es manche wirklich so gut hinbekommen/ haben. Gerade, wenn manche so flexibel sein konnten, auch der Partner.

Hm..
ja, die Situation hat sich etwas geändert.
War ja damals schon getrennt / geschieden.

Die letzten paar Monate/Jahre ging ich arbeiten bis Ende November (als mein Vertrag auslief und nicht verlängert wurde, weil ich ss bin)
Im Dez war ich dann im Ausland und von Jan-März arbeitslos gemeldet.
Nun bin ich seit März im Mutterschutz.
Nach dem Mutterschutz erstmal in der Elternzeit und auch wieder ein halbes Jahr im Ausland.
Habe vor, dort zu heiraten.
Wenn dann mein Mann in D ist, könnte ich es sicherlich nochmal in Erwägung ziehen, durch die Abendschule das Abi zu machen, oder aber nach dem Elternjahr eine Ausbildung anzufangen. Sicherlich würde mein Partner mich da unterstützen.
Da ich schon 26 bin, würde ich inzwischen wahrscheinlich eher zu einer Ausbildung tendieren.

Tatsächlich ist es sehr hilfreich und praktisch, wenn das Umfeld einen unterstützen kann.

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