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Arbeitet jemand von euch als private Tagesmutter oder kennt sich damit aus

13. März 2009 um 20:34

Ich frag deshalb, weil ich von 2 Freundinnen gefragt wurde ob ich am Januar abwechselnd ihre Kinder tagsüber betreuen würde, wenn sie wieder arbeiten gehen.
Die Kinder sind so alt wie meiner und wachsen quasi miteinander auf, Platz hätte ich auch.
Ich stell mir jetzt grad nur so die Frage, was ich da so alles an Versicherungen benötige wenn ich das auf privater Basis machen würde und was man da so zahlt???

Verena und Noah (17 Wochen alt)

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13. März 2009 um 20:54

Also
seid 2005 gibt es eine sogenannte Pflegeerlaubins, die erhält man vom Jugendamt. Diese wird auch schon ab dem ersten betreuten Kind benötigt. Was du für diese Pflegeerlaubins für Qulifikationen benötigst legt das jweilige Jugendamt fest. Ebenfalls ist die Erlaubins auf fünf Kinder und fünf Jahre begrenzt. Was oft benötigt wird sind Führungszeugnis, einen Nachweis von einem Baby-erste-Hilfekurs. Ebenfalls gibt es Richtilinien die im Sozialgesetzbuch aufgeführt sind, wie Wohnungsgröße. Wenn du mehr als ein Kind betreust, was in dem Falle ja so wäre, musst du dich selbstständig melden. Damit musst du dich dann um diese Dinge kümmern:
* Krankenversicherung: Bei Verheirateten ist die Familienversicherung des berufstätigen Ehemanns nur dann ausreichend, wenn das Einkommen der selbstständigen Tagesmutter monatlich 350 Euro nicht übersteigt
* Rentenversicherung, wenn das zu versteuernde monatliche Einkommen mehr als 400 Euro beträgt
* Unfallversicherung: Selbstständig tätige Tagesmütter müssen sich in der gesetzlichen Unfallversicherung versichern. Zuständig ist die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege
* Haftpflichtversicherung: Der Abschluss einer zusätzlichen oder die Erweiterung der bestehenden Police ist sehr empfehlenswert. Tipp: Tagesmüttervereine bieten Sammelhaftpflichtversicherunge n. Auch über das Jugendamt ist der Abschluss einer Tagesmutter-Haftpflicht möglich.

Verdienst liegt meist zwischen 3,50 und 6,00. Meist kommt noch Windelgeld und Essengeld dazu, oder aber die Eltern geben dir die Sachen des tgl. Bedarfs mit. Es gibt auch die Möglichkeit, dass du vom Jugendamt bezahlt wirst. Hier sind die Stundensätze aber (glaube ich) ein wenig geringer.
Das Finanzamt erkennt eine Betriebskostenpauschale von 245,42 Euro je Kind und Monat an. Alles, was darüber liegt, ist zu versteuerndes Einkommen.
Ich hoffe ich konnte helfen.
Liebe Grüße

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26. Juni 2009 um 8:45

Krankenversicherung
Glaube, dass ist dann auch eine Kostenfrage wie du dich versicherst... Gibts beim Arbeitsamt vielleicht ein paar Infos?
Zur Krankenversicherung kann ich dir raten mal unter http://www.humanisten-duesseldorf.de/private-krankenversicherung.ht ml nachzuschauen. Hat mir echt weitergeholfen

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26. Juni 2009 um 12:37

Es gibt
noch die Möglichkeit die Kinder "im nachbarschaftlichen Verhältnis" zu betreuen.
Du darfst die Kinder 15h/Woche oder nicht länger wie 3 Monate am Stück OHNE Pflegeerlaubnis bei Dir betreuen.
Dabei zu beachten ist, dass die Kinder dann zur gleichen Zeit kommen müssten. Also du darfst nicht das eine Kind 15 Stunden Montag/Dienstag betreuen und das andere 15 Stunden Mittwoch/Donnerstag.

Hier ist es wichtig, dass die zu betreuenden Kinder unfallversichert sind.

LG Nadine

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