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Asperger, wer hat erfahrung mit früher diagnose (3jahre)

2. September 2016 um 20:31

Hallo Zusammen! Ich hoffe auf etwas Erfahrung zu treffen... Meine Tochter ist im Juli drei geworden. Seit ihrem zweiten Geburtstag besucht sie einen Kindergarten. Sie war bis dato ein wirklich sehr sehr unkompliziertes Kind. Hat immer gut geschlafen, gut gegessen, hat nie gefremdelt und war sehr freundlich zu anderen Kindern und Erwachsenen. wir haben seit der Geburt 5 Kinder die wir regelmäßig sehen bzw zum spielen treffen und die man zu ihrem Freundeskreis zählen könnte. Seit letztem Jahr (Kindergarten-Beginn, ich wurde wieder schwanger) hat sie sich sehr verändert. Sie schlief auf einmal schlechter, bzw suchte viel unsere Nähe, sie fing an sich bei treffen mit anderen Kindern zu verkriechen um ihr eigenes Ding zu machen. Im Kindergarten traf ich sie immer alleine spielend an. unseren Spielebekanntschaften ist das natürlich allen aufgefallen. Sie kann sich oft nur in der 1:1 Konstellation mit einem andern Kind beschäftigen, kommt einer dazu, schließt sie sich sofort selbst aus. Im Kindergarten habe ich vor einigen Wochen schon einmal nachgefragt ob sie ihr Verhalten, gerade die soziale Kompetenz, unbedenklich einstufen würden. da ich selbst beruflich ein wenig damit zu tun habe, machte ich mir zunehmend sorgen... Im Kindergarten hieß es aber dann es wäre alles normal und Kinder in dem alter würden eh nicht miteinander spielen sondern eher nebeneinander. Soweit so gut, ich etwas beruhigt. in den letzten Wochen fiel mir aber immer mehr auf wie "eigen" sie ist. Ich heute noch mal das Gespräch im Kindergarten gesucht... Diesmal mit einer anderen Erzieherin. Die sagte mir das sie sich auch schon länger Gedanken um meine Tochter machen würden und sie es demnächst sowieso hätte ansprechen wollen. Sie möchte natürlich keine Diagnose stellen aber es sei schon sehr charakteristisch für ein asperger. Und leider muss ich auch sagen das sie mehrere Kriterien erfüllt. Ich bin gerade echt todunglücklich vor allem wenn ich an die lange Diagnostik denke und den Stempel den man danach aufgedrückt bekommt. erzählt mal bitte von euren Erfahrungen und wann es bei euren kindern festgestellt wurde. Was macht ihr um eure Kinder zu stärken und zu fördern? Ich danke euch fürs Lesen!

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2. September 2016 um 20:46

...
Hallo!

Mein Sohn wurde mit 3,5 Jahren diagnostiziert und ich kenne deine bedenken...
Jetzt ist er sieben Jahre alt, kommt in die zweite Klasse und es klappt alles super. Er geht als Regelkind zur Schule, hat seine Freunde, ...
Näheres möchte ich öffentlich nicht schreiben. Wenn d du magst, melde dich mal per pn bei mir.

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2. September 2016 um 20:47

?
Hallo,
Welche Symptome zeigt sie deiner Meinung nach denn noch? Und wie kommt die Erziehrin darauf, dass es Asperger sein könnte?
Ehrlich gesagt, halte ich nicht viel davon, Kinder schon so früh in Schubladen zu stecken bzw uberhaupt samtliche Verhaltensweisen zu hinterfragen. Kinder sind nun mal unterschiedlich! Und Kiga Beginn und deine Schwangerschaft sind ja auch bedeutende Ereignisse in ihrem Leben gewesen.
Zeige ihr, dass sie in Ordnung ist wie sie ist und dass sie genau so richtig ist!

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2. September 2016 um 20:49

Hier gibt es einige Mamas mit betroffenen Kindern.
Mein älterer Sohn ist Asperger Autist. Diagnostiziert wurde er mit 3,5 Jahren durch ein SPZ. Die Diagnose erfolgte für ihn spielerisch, hat ihn weder belastet noch überfordert. Für mich war es eine Erleichterung.

Mittlerweile ist er fast fünf Jahre alt, und die Diagnose hat unser Leben erleichtert. Mittlerweile hat er die Kita gewechselt und geht mit integrationstatus in eine Kita die ihm gerecht wird.

Ich hole dir mal meinen Thread von damals hoch, als ich hier meinen Verdacht gepostet hab.

LG

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2. September 2016 um 20:55
In Antwort auf 000ashni000

Hier gibt es einige Mamas mit betroffenen Kindern.
Mein älterer Sohn ist Asperger Autist. Diagnostiziert wurde er mit 3,5 Jahren durch ein SPZ. Die Diagnose erfolgte für ihn spielerisch, hat ihn weder belastet noch überfordert. Für mich war es eine Erleichterung.

Mittlerweile ist er fast fünf Jahre alt, und die Diagnose hat unser Leben erleichtert. Mittlerweile hat er die Kita gewechselt und geht mit integrationstatus in eine Kita die ihm gerecht wird.

Ich hole dir mal meinen Thread von damals hoch, als ich hier meinen Verdacht gepostet hab.

LG

Vertan....
.... diagnostiziert wurde er mit 4,5 Jahren....

Seit kurz nach seinem dritten Geburtstag standen wir auf der Warteliste und hatten den ersten Termin als er gerade 4 war....

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2. September 2016 um 21:35
In Antwort auf 13wunder15

?
Hallo,
Welche Symptome zeigt sie deiner Meinung nach denn noch? Und wie kommt die Erziehrin darauf, dass es Asperger sein könnte?
Ehrlich gesagt, halte ich nicht viel davon, Kinder schon so früh in Schubladen zu stecken bzw uberhaupt samtliche Verhaltensweisen zu hinterfragen. Kinder sind nun mal unterschiedlich! Und Kiga Beginn und deine Schwangerschaft sind ja auch bedeutende Ereignisse in ihrem Leben gewesen.
Zeige ihr, dass sie in Ordnung ist wie sie ist und dass sie genau so richtig ist!

....
natürlich sind das zwei einschneidende Erlebnisse für sie. Deswegen dachte ich auch erst es ist einfach die neue Situation. Aber es geht ja um ganze andere Lebensbereiche in denen sie auffällt. Beim asperger sind die Grenzen nunmal oft auch fließend das Kinder die sehr eigen sind auch erst mal nur als solche betrachtet werden. Aber so langsam merke ich wie sehr sie zum Beispiel unter ihrem sozialverhalten bzw Defizit leidet. Ich möchte nur das bestes für meine Tochter, das versteht sich hoffentlich von selbst. Und ich zeige ihr selbstverständlich immer das ich sie so wie sie ist in jeder Situation liebe und für sie da bin.

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2. September 2016 um 21:49
In Antwort auf 000ashni000

Hier gibt es einige Mamas mit betroffenen Kindern.
Mein älterer Sohn ist Asperger Autist. Diagnostiziert wurde er mit 3,5 Jahren durch ein SPZ. Die Diagnose erfolgte für ihn spielerisch, hat ihn weder belastet noch überfordert. Für mich war es eine Erleichterung.

Mittlerweile ist er fast fünf Jahre alt, und die Diagnose hat unser Leben erleichtert. Mittlerweile hat er die Kita gewechselt und geht mit integrationstatus in eine Kita die ihm gerecht wird.

Ich hole dir mal meinen Thread von damals hoch, als ich hier meinen Verdacht gepostet hab.

LG


wow... Ich hab grad deinen alten thread gelesen und bin sprachlos... Du konntest das alles gut in Worte fassen und habe sehr viele parallelen entdeckt. Das mit den Dialogen...Wir haben das auch. Sie "spielt" etwas kann aber nur Dialoge aus ihren lieblingsbüchern wiedergeben. Da zeigt sie ein erstaunliches Gedächtnis und kann fast alle ihre Bücher schon auswendig...

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3. September 2016 um 10:08

Ist sie vielleicht hochsensibel?
Ist es ihr oft zu laut wenn viele Kinder zusammen spielen?
LG

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3. September 2016 um 20:02

...
Ich verstehe es einfach nicht. Kann man Kinder nicht einfach mal Kind sein lassen?
Ist Asperger mittlerweile das neue AD(H)S?
Schlimm sowas....

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3. September 2016 um 21:48
In Antwort auf mondschein831

...
Ich verstehe es einfach nicht. Kann man Kinder nicht einfach mal Kind sein lassen?
Ist Asperger mittlerweile das neue AD(H)S?
Schlimm sowas....

Dein Kommentar regt mich etwas auf....sorry....
Also, Kinder mit ADHS und Asperger gab es schon immer. Das waren früher die, die im Heim für schwer erziehbare gelandet sind, oder zuhause einfach mehr Dresche als die pflegeleichten bekommen haben. Man wusste es damals nicht besser, ich bin froh das man da heute besser Bescheid weiß. Das Asperger Syndrom wurde erst in den 90ern in den ICD-Diagnosekatalog aufgenommen. Natürlich kann man dann leicht sagen, das es früher sowas nicht gab....

Der Vater meines Kindes war als Kind genauso wie meiner, laut meiner Schwiegermutter ist er völlig normal gewesen. Komisch nur das er selbst das anders empfindet. Er bekommt sein Leben, nicht in den Griff und ist tot unglücklich, unsere Beziehung ist daran zerbrochen! Er hat es vermutlich auch, aber er wurde nie diagnostiziert - Zeit seines Lebens bekommt er zu hören, er solle sich doch bitte einfach mal zusammenreißen. Das ist das allerletzte was ich für mein Kind will....

Mein Sohn ist anders als andere Kinder, nicht krank, aber anders. Er hat eine eigene Sicht auf die Welt, er spielt anders, empfindet viele "normale" Dinge anders, und es beginnt nun langsam auch, das er deswegen oft ausgegrenzt wird. Je älter er wird, desto auffälliger wird es, er bemerkt es mittlerweile selbst - und umso wichtiger ist es, ihn aufzufangen und zu unterstützen. Das gehört für mich als Mama einfach dazu. Deswegen habe ich ihn diagnostizieren lassen. Sein integrationstatus ist kein Stigma - er sorgt dafür, das er nun endlich in seiner dritten (!) Kita gerne hingeht, sich aufgehoben und verstanden fühlt. Er wird dort endlich so begleitet, wie es seinen Wesen entspricht. Ich bekomme Rat und Unterstützung und habe endlich wieder richtigen Zugang zu ihm.

Du hast offenbar keine Ahnung was du da von dir gibst...bevor man sein Kind diagnostizieren lässt, herrscht ein gewaltiger Leidensdruck bei allen Beteiligten - solche Kommentare wie deinen braucht man da am allerwenigsten.

Übrigens ist er Kind, ein glückliches, ganz wundervolles und innig geliebtes!


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3. September 2016 um 21:53
In Antwort auf 000ashni000

Dein Kommentar regt mich etwas auf....sorry....
Also, Kinder mit ADHS und Asperger gab es schon immer. Das waren früher die, die im Heim für schwer erziehbare gelandet sind, oder zuhause einfach mehr Dresche als die pflegeleichten bekommen haben. Man wusste es damals nicht besser, ich bin froh das man da heute besser Bescheid weiß. Das Asperger Syndrom wurde erst in den 90ern in den ICD-Diagnosekatalog aufgenommen. Natürlich kann man dann leicht sagen, das es früher sowas nicht gab....

Der Vater meines Kindes war als Kind genauso wie meiner, laut meiner Schwiegermutter ist er völlig normal gewesen. Komisch nur das er selbst das anders empfindet. Er bekommt sein Leben, nicht in den Griff und ist tot unglücklich, unsere Beziehung ist daran zerbrochen! Er hat es vermutlich auch, aber er wurde nie diagnostiziert - Zeit seines Lebens bekommt er zu hören, er solle sich doch bitte einfach mal zusammenreißen. Das ist das allerletzte was ich für mein Kind will....

Mein Sohn ist anders als andere Kinder, nicht krank, aber anders. Er hat eine eigene Sicht auf die Welt, er spielt anders, empfindet viele "normale" Dinge anders, und es beginnt nun langsam auch, das er deswegen oft ausgegrenzt wird. Je älter er wird, desto auffälliger wird es, er bemerkt es mittlerweile selbst - und umso wichtiger ist es, ihn aufzufangen und zu unterstützen. Das gehört für mich als Mama einfach dazu. Deswegen habe ich ihn diagnostizieren lassen. Sein integrationstatus ist kein Stigma - er sorgt dafür, das er nun endlich in seiner dritten (!) Kita gerne hingeht, sich aufgehoben und verstanden fühlt. Er wird dort endlich so begleitet, wie es seinen Wesen entspricht. Ich bekomme Rat und Unterstützung und habe endlich wieder richtigen Zugang zu ihm.

Du hast offenbar keine Ahnung was du da von dir gibst...bevor man sein Kind diagnostizieren lässt, herrscht ein gewaltiger Leidensdruck bei allen Beteiligten - solche Kommentare wie deinen braucht man da am allerwenigsten.

Übrigens ist er Kind, ein glückliches, ganz wundervolles und innig geliebtes!


Super geschrieben!
Da unser Sohn auch Schwierigkeiten in der sozialen und emotionalen Entwicklung zeigt, beschäftigt mich dieses Thema immer mehr.
Du hast vieles echt auf den Punkt gebracht!
Früher wurde diese Kinder als unterzogen abgestempelt und keiner schaute nach der Ursache!

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3. September 2016 um 22:24
In Antwort auf 000ashni000

Dein Kommentar regt mich etwas auf....sorry....
Also, Kinder mit ADHS und Asperger gab es schon immer. Das waren früher die, die im Heim für schwer erziehbare gelandet sind, oder zuhause einfach mehr Dresche als die pflegeleichten bekommen haben. Man wusste es damals nicht besser, ich bin froh das man da heute besser Bescheid weiß. Das Asperger Syndrom wurde erst in den 90ern in den ICD-Diagnosekatalog aufgenommen. Natürlich kann man dann leicht sagen, das es früher sowas nicht gab....

Der Vater meines Kindes war als Kind genauso wie meiner, laut meiner Schwiegermutter ist er völlig normal gewesen. Komisch nur das er selbst das anders empfindet. Er bekommt sein Leben, nicht in den Griff und ist tot unglücklich, unsere Beziehung ist daran zerbrochen! Er hat es vermutlich auch, aber er wurde nie diagnostiziert - Zeit seines Lebens bekommt er zu hören, er solle sich doch bitte einfach mal zusammenreißen. Das ist das allerletzte was ich für mein Kind will....

Mein Sohn ist anders als andere Kinder, nicht krank, aber anders. Er hat eine eigene Sicht auf die Welt, er spielt anders, empfindet viele "normale" Dinge anders, und es beginnt nun langsam auch, das er deswegen oft ausgegrenzt wird. Je älter er wird, desto auffälliger wird es, er bemerkt es mittlerweile selbst - und umso wichtiger ist es, ihn aufzufangen und zu unterstützen. Das gehört für mich als Mama einfach dazu. Deswegen habe ich ihn diagnostizieren lassen. Sein integrationstatus ist kein Stigma - er sorgt dafür, das er nun endlich in seiner dritten (!) Kita gerne hingeht, sich aufgehoben und verstanden fühlt. Er wird dort endlich so begleitet, wie es seinen Wesen entspricht. Ich bekomme Rat und Unterstützung und habe endlich wieder richtigen Zugang zu ihm.

Du hast offenbar keine Ahnung was du da von dir gibst...bevor man sein Kind diagnostizieren lässt, herrscht ein gewaltiger Leidensdruck bei allen Beteiligten - solche Kommentare wie deinen braucht man da am allerwenigsten.

Übrigens ist er Kind, ein glückliches, ganz wundervolles und innig geliebtes!


Gut geschrieben!
Das hat du schön geschrieben!

Wenn man keine Ahnung hast sollte man vielleicht lieber nichts zum Thema sagen...

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