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Auslandsadoption, das ist doch der Wahnsinn

12. Januar 2013 um 13:58

Da gibt es ein Thema, welches mich schon unheimlich lange beschäftigt und ich verstehe das einfach nicht!!!

Vorab muss ich sagen, dass ich mich schon sehr lange mit dem Thema Adoption beschäftige(sowohl In- als auch Ausland) und ich bin da, denke ich, schon zimlich fit. Zu meiner Person lässt sich sagen, das ich Mama dreier Kinder bin, die wir in Deutschland adoptiert haben.

Nun zu dem was mich so umhaut.Warum ist es so kompliziert und so teuer Kinder aus dem Ausland zu adoptieren? Das ist doch schlimm!!! Mein Mann und ich sind damals ganz blauäugig an die Sache ran gegangen. Wir wussten schon immer, dass wir gerne ein Kind adoptieren möchten und am liebsten aus Afrika. Dann sind wir angefangen uns schlau zu machen und haben nach recht kurzer Zeit festgestellt, dass wir uns das einfach nicht leisten können. (Damals als wir mit 26 begonnen haben, hat mein Mann einfach noch nicht wer weiß wie gut verdient und ich wäre natürlich Zuhause beim Kind geblieben) Wir hatten gebaut, ich hatte mein Studium finanziert, somit war klar, dass wir mal nicht eben einen weiteren Kredit über 20-30tsd Euro aufnehmen können und wollten!!!
Nun gut, das traurige an der Sache ist, (für uns natürlich nicht traurig, sondern wunderschön) dass wir dann einfach zum Jugendamt gegangen sind, als sehr geeignet empfunden wurden und ca. drei Monate nach der Prüfung und Ausbildung, Eltern einer wunderbaren Tochter wurden. Natürlich kostenlos, das ist klar.
Das Gleiche zwei Jahre später mit dem zweiten Kind usw.

Ich finde es so schlimm und so fürchterlich, dass wir hier in Deutschland ohne weiteres Eltern werden können und hier wimmelt es nur so von Adoptivbewerbern und wir hätten eigentlich lieber ein ausländisches Kind aufgnommen, da wir gleichzeitig diesen armen Kinder helfen wollten. Aber es scheiterte an Geld und der Bürokratie... Und ich muss gestehen ich hatte auch echt Respekt davor so viele Wochen in einem anderen Land verbringen zu müssen, ich glaube das ist auch echt nicht einfach.

Wie kann es sein, dass wir hier in Deutschland eine Kinderarmut haben, in vielen armen Ländern sind die Heime überfüllt und die Kinder leben bzw. sterben dort unter fürchterlichsten Umständen und hier sitzen Eltern(selbstverständlich vom Jugendamt geprüft), die sich nichts sehnlicher wünschen als Kinder und es scheitert am System!!!! Das geht doch nicht. ach ja ihr wisst ja, hier in Deutschland kommen 10 Adoptivbewerber auf ein zu vermittelndes Kind... soviel dazu!!!!

Klar gibt es da Punkte, wie der weltweite Kinderhandel die natürlich auch ein Grund sind, aber das muss man doch in den Griff bekommen können, ich meine, dass Kinder die nach Deutschland kommen eben nicht diesem Handel zum Ofper fallen.

Wieso kann es diesen Handel überhaupt geben? Ich kann Euch das sagen.... weil da überall so viel Geld im Spiel ist. Wäre da kein Geld im Spiel und die gane Sache wäre z.B. von Staat subventioniert, dann gäb es da doch gar kein Problem.
Ich kapiere nicht, warum es nicht in einigen Ländern, wo es den Menschen besonders schlecht geht und sowieso Hilforganisationen vor Ort sind, Heime entstehen, die in deutscher bzw. europäischer Führung sind(quasi vom Staat subventioniert und streng geprüft) und dann ganz wie in Deutschland Familien in Zusammenarbeit mit deutschen Jugendämtern vermittelt würden.Natürlich spreche ich hier nur von Kindern, die nachweißlich Elternlos sind und sonst ihr Leben im Heim verbringen müssten. Oder dessen Eltern sie nicht mehr haben möchten bzw. nicht versorgen können und ihre Kinder eh zurücklassen.
Ich kann das nicht schnallen, wir spenden doch auch Milliarden, warum ist dafür kein Budget. So könnten wir vielen Kindern helfen und würden gleichzeitig was gegen die Kinderarmut in Deutschland tun und auch noch ungewollt kinderlosen Paaren helfen. Ohne Witz,alleine ich kenne fünf Paare, die alle geprüft sind und sich nichts sehnlicher wünschen als eine Familie, doch es hat bisher noch nicht geplappt un bei dreien ist der Zug auch abgefahren, denn sie sind für Deutschland nun mittlerweile zu alt.

Wie bitte kommen diese 20 bis 30tsd Euro zustande.... Das kann mir doch keiner erzählen. Klar ist das von den Vermittlungsstellen dort alles aufgelistet, aber wie kann es z.B. sein, das die Ländergebühr so stark variiert???? Das eine Land nimmt 2000 Euro und komischer Weise nehmen die Länder in denen die Kinder europäisch aussehen bis zu 8000 Euro(vielleicht sogar mehr, bin nicht mehr auf dem neusten Stand) reine Ländergebühr... das geht doch nicht, muss man sich die Kinder dann doch erkaufen???Was soll diese Ländergebühr überhaupt? Ich könnte stundenlang weiterschreiben. Hab schon mal überlegt ob man sich mal ans Fernsehen wendet und sich mit einem zuständigen Politiker auseinandersetzt und wenn es nur ist, damit mir das bitte mal jemand plausibel erklären kann..... und ich bin mir recht sicher, dass kann keiner!!!!

Wie seht ihr das? Es kann doch echt nicht sein, dass soetwas an Geld und Bürokratie scheitert, es geht hier doch um das Leben und die Existenz von Kindern.....meine Gott!!!!:0(((

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12. Januar 2013 um 14:08


Achso und bitte eine Antworten von irgendwelchen Fanatikern hier, die irgendwelche Kinderklaufantasien in Deutschland vertreten, ihr habt eure Threads und mir ist dieses Thema sehr ernst. Ach und wenn jemand antworten möchte..." das ist alles nicht so einfach"... dessen bin ich mir schon bewusst, aber dann muss man es halt einfacher machen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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12. Januar 2013 um 20:43


Bin selber Mama einer Adoptivtochter, es war eine Inlandadoption.
Die summen die da gezahlt werden sollen, wären ja ok, wenn sie dann auch an die Kinderheime in dem Land zu Gute kommen würde. Aber da kommt ja leider das Geld nicht an.
Wir haben damals auch überlegt ein Kind aus Afrika zu adoptieren und beim informieren war auch uns schnell klar, dass wir das Geld dafür nicht haben.

Im Moment hoffen wir auf ein weiteres Kind , unsere ist mittlerweile etwas über 2,5 Jahre alt

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5. März 2013 um 20:13


Im Gesetztestext steht keine Altersgrenze oder wie groß der Abstand zwischen Eltern und Kind(ern) sein darf.
Es heisst nur, dass der Altersabstand ein natürlicher sein soll.
Mehr steht nicht im Text.
Vielleicht hilft dir das wissen

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6. März 2013 um 15:25


Nochmal es gibt auch keine Altersgrenze!

Was aber sein kann ist, dass das Land aus dem das Kind stammt eine Altersgrenze hat.

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8. März 2013 um 20:57

Hallo
das ist wirklich alles Wahnsinn. Ich finde das echt schimm, für die Kinder und für Euch auch.
Ich glaube aber, ihr solltet Euch nicht entmutigen lassen. Ich vermute, wenn die Eltern der Kinder ebenfalls dahinter stehen, kann kein Jugendamt und kein Land der Welt was dagegen machen, solange alles im Sinne der Kinder geschieht und sie gut behandelt werden.
Allerdings solltet ihr darüber nachdenken, ob ihr wirklich alle vier Kinder aufnehmen wollt und könnt....das hört sich hart an, aber das wäre schon echt der Hammer. Und es wäre ja keinem geholfen, wenn ihr scheitert und alles nicht so läuft, wie man es sich vorstellt. Vielleicht könnte man zwei der Babys an eine Familie in der Nähe vermitteln und ihr könntet Kontakt halten oder so....keine Ahnung, aber da müsste man sich echt Gedanken drüber machen, man möchte den Kindern ja auch gerecht werden. Und bei Vierlingen ist das kaum möglich und bei Kindern mit Adoptionshintergrund erst recht nicht, denn sie haben numal eine traumatische Erfahrung hinter sich undzwar die Trennung von ihren Eltern.

Fakt ist, ihnen würde es hier immer besser gehen als dort, wenn es so ist wie Du beschreibst.
Ich habe eine Bekannte, da ist das so ähnlich gelaufen. Natürlich war das nur ein Kind. Das lief dann über eine sogenannte Privatadoption. Die Eltern sind mit ihrem Kind hierher geflogen und haben es dann der deutschen Familie nach deutschem Recht zur adoption überlassen.
Ich kenne nicht die Details, aber ich denke, das war relativ unkompliziert.

Da darf halt natürlich nur kein Geld oder soetwas fließen, dann ist die Adoption rechtsungültig, aber das versteht sich von selbst. Die leiblichen Eltern dürfen selber entscheiden, was mit ihren Kindern geschieht, da braucht man garnicht übers Jugendamt gehen, soviel ich weiß. Ihr brauch nur eine zugelassene Adoptionsvermittlungstelle. Sonst fragt doch mal einfach bei www.Findefux.org nach. Ich weiß nicht ob die Euch helfen könnten, aber zumindest können die Euch gewiss sagen was Sache ist.

Aber ich bin auch kein Fachmann....Ich hoffe ich liege da nicht total falsch! Ein Versuch ist es aber wert! Gebt nicht auf und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, wenn man unerbitterlich kämpft und nicht aufgibt, dann kommt man auch ans Ziel, zur Not über die Medien!!!!!!!

Also, viel Glück und viel Kraft für Euch und die vier Kleinen. Ich drücke euch ganz fest die Daumen!

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17. März 2013 um 18:51

RE:Auslandsadoption, das ist doch der Wahnsinn
Also ich würde hierzu auch gerne unsere Erfahrung abgeben. Es ist zwar schon lange her (25 und 22 Jahre), dass wir Kinder aus Sri Lanka adoptierten. Auch damals gab es schon den Handel mit Kindern und die "Eltern", die Geld für eine Adoption zahlten. Es war für uns immer wichtig, dass wir keinerlei Geld für eine Adoption ausgeben wollten. Natürlich mussten auch wir für die legale Adoption etwas Geld ausgeben, wie z.B.die Beglaubigungen unserer Papiere durch den RP, dann die ÜBersetzung der Papiere, die Flugkosten, die Unterbringungskosten der jeweils 4wöchigen Aufenthalte, die Gerichtskosten, die Rechtsanwaltskosten (mussten vor Gericht von einem RA vertreten werden, waren damals 150 DM). Wir haben aber niemals irgendwelchen Agenturen, dubiosen Menschen(Händlern) oder sonstigen Institutionen Geld gegeben, wäre für uns auch niemals infrage gekommen. Wir wurden auch von dem Kinderheim damals gebeten und darauf hingewiesen, den Müttern der Kinder kein Geld zu geben, dies mussten beide Seiten, sowohl wir, als auch die Mütter der Kinder bei Gericht bestätigen und untersschreiben. Trotzdem haben wir damals mitbekommen, wie andere Eltern, vor allen Dingen aus Amerika und Australien viel Geld für Kinder zahlten. Ich kann dies leider nicht verstehen, wie man so etwas tun kann. Was erzählen die denn ihren Kindern später: " Du hast viel Geld gekostet"!
Deshalb sollten alle Paare sich gut überlegen, was sie tun und ob sie dies mit ihrem Gewissen vereinbaren können. Wenn es auch noch so schwer ist und man in seiner Verzweiflung fast alles dafür tün würde, eine Familie gründen zu dürfen, würde ich JEDEM empfehlen, es nur legal und über das Jugenamt machen. Wenn man sich gut vorbereitet und informiert, dann sind die Menschen beim Jugendamt auch hilfsbereit.
Glaubt mir, ich weiß wo von ich rede und ich weiß auch welche Ängst, Schmerzen man hat und durchmachen muss, bis die Adoption geklappt hat. Aber Vertrauen, Mut, Geduld und viel Kraft um auch mit Enttäuschungen fertig zu werden, helfen einem da ans Ziel zu kommen.
Es lohnt sich, denn die Kinder sind ein Geschenk. Man bekommt viel Liebe, hat allerdings hat man auch Ärger, Ängste manchmal auch Wut, aber das ist glaube ich normal und kommt in allen Familien vor. Wer was anderes behauptet, der lügt!
LG
Alias558

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