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Austausch über "anders erziehen": tragetuch, stillen, familenbett,...

25. Oktober 2006 um 10:16

hallo allerseits. habe im februar diesen jahres meinen ersten sohn bekommen. der kleine mann war die ersten monate ein sog. "schreikind", so dass wir obwohl wir eigentlich gar nicht so alternativ drauf sind mit anderen als den gängigen umgangsmethoden mit babys vertraut gemacht haben und auch erfolg damit hatten.
da der kleine tagsüber nur in unseren armen geschlafen hat und sich nirgends ablegen liess haben wir uns ein tragetuch besorgt und haben damit hervorragende erfahrungen gemacht. das nächste kind darf (auch wenn es kein schreibaby) ist dann auch wieder zu mama und papa ins tuch...
mit dem schlafen nachts ist es ähnlich. der kleine mann hat einen "babybalkon" an unserem bett. aber da er seit 2 monaten krabbelt, kann er sich raussuchen wo er schlafen will und das ist dann früher oder später doch unser bett. wir geniessen das mittlerweile sehr auch wenn ich mir das vor der geburt meines sohnes nie hätte vorstellen können.
da dachte ich immer o.k. das erste halbe jahr ist das baby in seinem stubenwagen im schlafzimmer und dann gehts ab ins eigene kinderzimmer. so kanns gehen.
ja und mit dem stillen ist es auch so eine sache. seit johannes 5 monate alt ist habe ich allmählich mit beikost angefangen, aber da er und ich das stillen noch sehr geniessen und er probleme auch mit ha-milch hat, werde ich wohl noch eine zeitlang morgens, tagsüber bei bedarf, abends nach dem getreidebrei und nachts stillen.
ich würde mich sehr auf einen austausch mit frauen die ähnliche erfahrungen machen oder gemacht haben freuen.

liebe grüße
bianca+johannes

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25. Oktober 2006 um 11:29

Bei anderen sieht es immer so leicht aus
Ein großes Hallo in die Runde.Ja da kann ich mich hier ja nur anschließen.Wir hatten auch ein Schreikind,die ersten paar Tage nach der Geburt war alles so schön und ich wußte nie warum soviele erzählen ihr Kind sei so anstrengend,kaum zuhaus aus dem KKH fing das Chaos an.Ins eigene Bettchen haben wir sie nicht bekommen,dabei hatte ich mir mit allem solche Mühe gemacht.Dann war sie teilweise den ganzen Tag wach und die Nacht hat sie auch zum Tag gemacht da sie NUR am schreien war,keiner wußte genauen Rat.Naja dann kommt man ja schon selber auf total bekloppte Ideen.Ich mußte sie dann in einem Trage sitz mit mir rumtragen egal wann egal wo und trotzdem half auch dies manchmal nicht.Der Kinderwagen sieht bei uns auch noch sehr neu aus,da dürfte ich sie als Baby garnicht reinlegen,hat auch niemand verstanden.Mitleerweile geht es.Mit dem essen war es auch immer ein echt schlimmer Kampf aber das legte sich und ich dachte wir habens überstanden-NEIN seit fast 1Woche ist hier Mittags der Zirkus vorprogrammiert,fragt mich net warum es ging 6Monate gut.Naja das ende vom Lied,nachdem wir alles ausprobiert haben und ich auch eigentlich sehr konsequent bin,sie(16Mon.) schläft teilweise wieder bei uns im Bett damit überhaupt Ruhe herrscht,mein Freund hat eine 6Tage Woche und arbeitet täglich 12-13Std,der ist dann froh wenn sie endlich schläft und es ist ihm mitleerweile egal wo hauptsache Ruhe.Najá und die tollen Komentare der Verwanten und Freunde brauch ich euch ja nicht zuerzählen.Da fällt schon mal der eine oder andere Spruch,höre ich garnicht mehr hin,die sollen selber erstmal Kinder bekommen dann unterhalten wir uns wieder.

Aber finde ich sehr beruhigend das ich nicht die einzige hier bin

LG Pia

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25. Oktober 2006 um 17:05
In Antwort auf yvonne_12841739

Bei anderen sieht es immer so leicht aus
Ein großes Hallo in die Runde.Ja da kann ich mich hier ja nur anschließen.Wir hatten auch ein Schreikind,die ersten paar Tage nach der Geburt war alles so schön und ich wußte nie warum soviele erzählen ihr Kind sei so anstrengend,kaum zuhaus aus dem KKH fing das Chaos an.Ins eigene Bettchen haben wir sie nicht bekommen,dabei hatte ich mir mit allem solche Mühe gemacht.Dann war sie teilweise den ganzen Tag wach und die Nacht hat sie auch zum Tag gemacht da sie NUR am schreien war,keiner wußte genauen Rat.Naja dann kommt man ja schon selber auf total bekloppte Ideen.Ich mußte sie dann in einem Trage sitz mit mir rumtragen egal wann egal wo und trotzdem half auch dies manchmal nicht.Der Kinderwagen sieht bei uns auch noch sehr neu aus,da dürfte ich sie als Baby garnicht reinlegen,hat auch niemand verstanden.Mitleerweile geht es.Mit dem essen war es auch immer ein echt schlimmer Kampf aber das legte sich und ich dachte wir habens überstanden-NEIN seit fast 1Woche ist hier Mittags der Zirkus vorprogrammiert,fragt mich net warum es ging 6Monate gut.Naja das ende vom Lied,nachdem wir alles ausprobiert haben und ich auch eigentlich sehr konsequent bin,sie(16Mon.) schläft teilweise wieder bei uns im Bett damit überhaupt Ruhe herrscht,mein Freund hat eine 6Tage Woche und arbeitet täglich 12-13Std,der ist dann froh wenn sie endlich schläft und es ist ihm mitleerweile egal wo hauptsache Ruhe.Najá und die tollen Komentare der Verwanten und Freunde brauch ich euch ja nicht zuerzählen.Da fällt schon mal der eine oder andere Spruch,höre ich garnicht mehr hin,die sollen selber erstmal Kinder bekommen dann unterhalten wir uns wieder.

Aber finde ich sehr beruhigend das ich nicht die einzige hier bin

LG Pia

Vielen dank
für eure schilderungen. es ist schön zu lesen, dass es auch andere eltern gibt, die es so ähnlich machen wie wir. im bekanntenkreis wird nämlich durchweg anders mit den kindern umgegangen (ich sag nur ferber-methode...) da kommt man sich manchmal etwas seltsam vor. meine eltern haben dafür auch kein verständnis, die wissen gar nicht wie viel johannes im tragetuch war und mit 8 monaten nun wieder ist und dass der kleine mann nachts nicht im babybalkon (das ist ein hochoffizieller ausdruck anscheinend...) sondern bei uns im bett schläft. übers stillen rede ich gar nicht mehr groß. ich versuche das nur zu hause zu machen oder ganz diskret wenn notfall ist und wir unterwegs sind. es ist nämlich echt so, dass man je älter das kind wird blöd angeschaut und -geredet wird. wie lange ich noch stillen werde, weiß ich nicht, ich laß das auf mich zukommen.

liebe grüße und weiter so (-;
bianca

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25. Oktober 2006 um 19:57

Ja,
das kommt mir alles sehr bekannt vor!
Mein Sohn (7 Monate) war auch ein sogenanntes "Schreikind". Ich hatte auch einen schönen Stubenwagen vorbereitet, in dem er dann selten geschlafen hat. Er schlief eigentlich nur bei mir im Bett. Er ließ sich am Anfang auch nie ablegen und schrie nur an der Brust oder beim Tragen nicht.
Als wir das Tragetuch entdeckt hatten, war er da ab dann eigentlich immer drin - zu Hause oder unterwegs. Im Tragetuch hat er sich beruhigt und konnte schlafen. Ich musste mir natürlich auch alles mögliche anhören: so gewöhnt er sich ja nie an den Kinderwagen, dann will er ja immer getragen werden...
Ich habe am Anfang zB auch krampfhaft versucht, meinen Sohn nur alle 4 Stunden an der Brust trinken zu lassen, weil mir auch überall gesagt wurde, dass man das tun soll ("Er manipuliert dich sonst."). Später habe ich damit aufgehört und mehr nach Bedarf gestillt.

Grundsätzlich hatte ich von Anfang an ganz oft das Gefühl, alles falsch zu machen, weil ich seine "Selbständigkeit" nicht stärker erzwungen habe. Es schien bei allen Müttern die größte "Leistung" zu sein, wenn die Kinder möglichst schnell im eigenen Bett (möglichst im eigenen Zimmer) durchschlafen, alleine spielen, alleine einschlafen und zu festen Zeiten trinken. Und bei manchen Kindern ist das ja sicher auch kein Problem. Aber bei meinem Sohn ging es eben überhaupt nicht!

Jetzt habe ich auch seit einem Monat mit Beikost begonnen und da höre ich das gleiche: am besten möglichst schnell abstillen! Ich habe aber gemerkt, dass ich das nicht will (gefühlsmäßig und körperlich), obwohl ich eigentlich dachte, froh zu sein, wenn ich wieder unabhängiger bin. Aber das ist jetzt gar nicht meine Priorität. (hätte ich vorher auch nie gedacht!) Und ich will meinen Sohn nicht von der Brust "wegzwingen", genauso wenig wie ich ihn zum allein einschlafen zwingen will.

Manchmal denke ich jetzt auch, bei einem zweiten Kind würde ich das alles von Anfang an entspannter gestalten und gar nicht erst versuchen, irgendetwas zu erzwingen (wie zB im eigenen Bett schlafen, was haben wir deswegen für einen Stress gehabt!). Im Rückblick finde ich eigentlich alles ganz normal, was mein Sohn brauchte (Körpernähe, Beruhigung durchs Stillen etc). Der ganze Stress kam vor allem, weil wir meinten, dass wir ihm diese Bedürfnisse "abtrainieren" müssen.
Klar, im Rückblick kann man das entspannter betrachten!

Ich freue mich auch zu hören, dass es anderen so geht/ging und dass eben nicht alle Kinder pflegeleichte Musterbabys sind.

Liebe Grüße, Luisella mit Ben

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26. Oktober 2006 um 8:49
In Antwort auf isabel_12506379

Ja,
das kommt mir alles sehr bekannt vor!
Mein Sohn (7 Monate) war auch ein sogenanntes "Schreikind". Ich hatte auch einen schönen Stubenwagen vorbereitet, in dem er dann selten geschlafen hat. Er schlief eigentlich nur bei mir im Bett. Er ließ sich am Anfang auch nie ablegen und schrie nur an der Brust oder beim Tragen nicht.
Als wir das Tragetuch entdeckt hatten, war er da ab dann eigentlich immer drin - zu Hause oder unterwegs. Im Tragetuch hat er sich beruhigt und konnte schlafen. Ich musste mir natürlich auch alles mögliche anhören: so gewöhnt er sich ja nie an den Kinderwagen, dann will er ja immer getragen werden...
Ich habe am Anfang zB auch krampfhaft versucht, meinen Sohn nur alle 4 Stunden an der Brust trinken zu lassen, weil mir auch überall gesagt wurde, dass man das tun soll ("Er manipuliert dich sonst."). Später habe ich damit aufgehört und mehr nach Bedarf gestillt.

Grundsätzlich hatte ich von Anfang an ganz oft das Gefühl, alles falsch zu machen, weil ich seine "Selbständigkeit" nicht stärker erzwungen habe. Es schien bei allen Müttern die größte "Leistung" zu sein, wenn die Kinder möglichst schnell im eigenen Bett (möglichst im eigenen Zimmer) durchschlafen, alleine spielen, alleine einschlafen und zu festen Zeiten trinken. Und bei manchen Kindern ist das ja sicher auch kein Problem. Aber bei meinem Sohn ging es eben überhaupt nicht!

Jetzt habe ich auch seit einem Monat mit Beikost begonnen und da höre ich das gleiche: am besten möglichst schnell abstillen! Ich habe aber gemerkt, dass ich das nicht will (gefühlsmäßig und körperlich), obwohl ich eigentlich dachte, froh zu sein, wenn ich wieder unabhängiger bin. Aber das ist jetzt gar nicht meine Priorität. (hätte ich vorher auch nie gedacht!) Und ich will meinen Sohn nicht von der Brust "wegzwingen", genauso wenig wie ich ihn zum allein einschlafen zwingen will.

Manchmal denke ich jetzt auch, bei einem zweiten Kind würde ich das alles von Anfang an entspannter gestalten und gar nicht erst versuchen, irgendetwas zu erzwingen (wie zB im eigenen Bett schlafen, was haben wir deswegen für einen Stress gehabt!). Im Rückblick finde ich eigentlich alles ganz normal, was mein Sohn brauchte (Körpernähe, Beruhigung durchs Stillen etc). Der ganze Stress kam vor allem, weil wir meinten, dass wir ihm diese Bedürfnisse "abtrainieren" müssen.
Klar, im Rückblick kann man das entspannter betrachten!

Ich freue mich auch zu hören, dass es anderen so geht/ging und dass eben nicht alle Kinder pflegeleichte Musterbabys sind.

Liebe Grüße, Luisella mit Ben

Liebe luisella!
dein beitrag hat sich für mich wunderbar gelesen. ich kann das alles nur bestätigen und habe tatsächlich in allen punkten die selben erfahrungen gemacht.
auch wenn mein sohn nie eines der musterbabys war von denen man immer so hört und liest und die man sich vorstellt wenn man noch keine ahnung von kindern hat, so bin ich ihm doch unheimlich dankbar für alles was ich bisher bereits von ihm gelernt habe.
johannes ist auch jetzt noch sehr sehr zärtlichkeitsbedürftig und braucht viel zuwendung, aber er ist im gegenzug motorisch sehr sehr weit (er krabbelt seit er 6 monate alt ist, zwei wochen später konnte er sich an möbeln in den stand ziehen und nun wird er immer schneller und geschickter...) ausserdem ist er von anfang an sehr aufgeweckt und interessiert gewesen. ich sehe ihn im vergleich zu etwas "pflegeleichteren" babys von mamis die mit mir entbunden haben und die ich oft treffe und da ist ein riesenunterschied im charakter und entwicklungsstand.

auch wir haben immer wieder die erfahrung gemacht, dass man den kleinen nichts aufzwingen kann und dass sich die probleme irgendwann von selbst lösen wenn man geduldig genug ist.

ganz lg
bianca+johannes

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