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Auszeit im Zimmer , ja oder nein?

1. Oktober 2016 um 9:24

Ihr Lieben,
wir haben ein richtiges Teufelchen daheim, Trotzphase Deluxe. Er war schon immer sehr willensstark, seit er nun von der Krippe in den Kiga gewechselt ist, nimmt das aber noch stärkere Dimensionen an. Klar, er nabelt sich weiter ab, ist auch gut so, aber meine Nerven strapaziert es ohne Ende!
Eine Trotzphase von 75min ( nicht gefühlte, sondern tatsächlich, ich habe extra mal die Zeit im Auge behalten) schafft er ohne Probleme. Schreit, tobt, wirft mit Dingen, lässt sich durch nichts und niemanden ablenken oder beruhigen...klar, ausspinnen lassen, was geht in Sicherheit bringen und schauen, dass er sich nicht selbst weh tut. Aber dieses tägliche Theater schafft mich ungemein. Neuerdings schlägt und tritt er was das Zeug hält. Egal ob ich versuche ihn zu beruhigen oder einfach links liegen lasse. Er attackiert mich dann regelrecht aus dem Hinterhalt. Ein Nein hilft rein gar nichts, genauso wenig wie festhalten, ihr glaubt nicht, was ich schon für Kampfspuren habe. In meiner Verzweiflung bin ich nun auch schon mal laut geworden, er hat zwar kurz dumm geschaut, mehr aber auch nicht.
Sonst hatten wir die Regel, dass er in sein Zimmer muss und sich dort ausspinnt. Dort bleibt er aber nun nicht mehr, rennt sofort wieder raus und führt sich unbeirrt weiter auf. Ich sehe als einzige Chance , die Tür abzuschließen, an den Türgriff kommt er nämlich auch schon. Allerdings ist meine Hemmschwelle riesig, ich kann doch nicht mein Kind wegsperren?!
Andererseits kann ich mich auch nicht Stunden terrorisieren lassen, es geht wirklich an die Substanz, wenn er einfach nicht aufhört und in seinem Wahn ist.

Hat von euch auch jemand so ein extremes Teufelchen? Wie handhabt ihr das mit der Auszeit? Bekannte mit Kindern meinen immer, ihre haben sich nach 10-15 min ausgesponnen, solange lassen sie sie einfach links liegen. Würde ich ja auch...aber es dauert eben unverhältnismäßig lange und er sitzt / liegt / steht nicht irgendwo, sondern wütet dann. So viele Dinge kann ich gar nicht wegräumen uns aus dem Weg schaffen.

LG

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1. Oktober 2016 um 9:24

Ihr Lieben,
wir haben ein richtiges Teufelchen daheim, Trotzphase Deluxe. Er war schon immer sehr willensstark, seit er nun von der Krippe in den Kiga gewechselt ist, nimmt das aber noch stärkere Dimensionen an. Klar, er nabelt sich weiter ab, ist auch gut so, aber meine Nerven strapaziert es ohne Ende!
Eine Trotzphase von 75min ( nicht gefühlte, sondern tatsächlich, ich habe extra mal die Zeit im Auge behalten) schafft er ohne Probleme. Schreit, tobt, wirft mit Dingen, lässt sich durch nichts und niemanden ablenken oder beruhigen...klar, ausspinnen lassen, was geht in Sicherheit bringen und schauen, dass er sich nicht selbst weh tut. Aber dieses tägliche Theater schafft mich ungemein. Neuerdings schlägt und tritt er was das Zeug hält. Egal ob ich versuche ihn zu beruhigen oder einfach links liegen lasse. Er attackiert mich dann regelrecht aus dem Hinterhalt. Ein Nein hilft rein gar nichts, genauso wenig wie festhalten, ihr glaubt nicht, was ich schon für Kampfspuren habe. In meiner Verzweiflung bin ich nun auch schon mal laut geworden, er hat zwar kurz dumm geschaut, mehr aber auch nicht.
Sonst hatten wir die Regel, dass er in sein Zimmer muss und sich dort ausspinnt. Dort bleibt er aber nun nicht mehr, rennt sofort wieder raus und führt sich unbeirrt weiter auf. Ich sehe als einzige Chance , die Tür abzuschließen, an den Türgriff kommt er nämlich auch schon. Allerdings ist meine Hemmschwelle riesig, ich kann doch nicht mein Kind wegsperren?!
Andererseits kann ich mich auch nicht Stunden terrorisieren lassen, es geht wirklich an die Substanz, wenn er einfach nicht aufhört und in seinem Wahn ist.

Hat von euch auch jemand so ein extremes Teufelchen? Wie handhabt ihr das mit der Auszeit? Bekannte mit Kindern meinen immer, ihre haben sich nach 10-15 min ausgesponnen, solange lassen sie sie einfach links liegen. Würde ich ja auch...aber es dauert eben unverhältnismäßig lange und er sitzt / liegt / steht nicht irgendwo, sondern wütet dann. So viele Dinge kann ich gar nicht wegräumen uns aus dem Weg schaffen.

LG

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1. Oktober 2016 um 10:17

Ja, würde ich!
Ich bin ein Fan der Zimmer- und Ruhezeiten. Jeder Mensch braucht mal ein wenig Luft und Zeit für sich, auch Kleinkinder. Außerdem geht es - wie du schon schreibst - an die Substanz. Eine Auszeit im Zimmer soll ja keine Strafe sein, sondern Zeit, damit sich beide beruhigen können. Und bevor die Nerven so strapaziert werden, dass man etwas tut, was man nicht wollte, ist so eine räumliche Trennung voneinander doch recht sinnvoll.

Sein Kinderzimmer ist doch sicher kindersicher? Dann sollte er da wüten können, ohne dass es gefährlich für ihn wird. Zerstört er sein eigenes Spielzeig, dann ist es eben weg. Auch das muss er lernen: wer seine Sachen mutwillig zerstört, der hat eben weniger. Alternativ räume es direkt nach jedem Spielen bruchsicher in verschließbare Kisten.

Ich würde die Tür nicht unbedingt abschließen. Aber ich würde mich bei einem Wutanfall davor setzen und wenn er raus kommt ihn konsequent wieder zurück bringen und die Tür schließen. Wenn es sein muss eben auch zehn Mal hintereinander. Und zwar so lange, bis er sich beruhigt hat.

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1. Oktober 2016 um 10:35

Hallo
ich nutze keine Auszeiten, da das eine Art Liebesentzug ist und ich das nicht möchte. Außerdem möchte ich , dass meine Kinder ihre Wut und ihren Ärger nicht ablehnen, sondern damit umzugehen lernen . Wir nutzen das spiegeln . Meist funktioniert das sehr gut bei meiner 2,5 jährigen.

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1. Oktober 2016 um 10:38

Auszeit nicht alleine!
So kommt dein kund nicht runter, wird eher noch frustrierter...
LG

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1. Oktober 2016 um 10:49
In Antwort auf fusselbine1

Ja, würde ich!
Ich bin ein Fan der Zimmer- und Ruhezeiten. Jeder Mensch braucht mal ein wenig Luft und Zeit für sich, auch Kleinkinder. Außerdem geht es - wie du schon schreibst - an die Substanz. Eine Auszeit im Zimmer soll ja keine Strafe sein, sondern Zeit, damit sich beide beruhigen können. Und bevor die Nerven so strapaziert werden, dass man etwas tut, was man nicht wollte, ist so eine räumliche Trennung voneinander doch recht sinnvoll.

Sein Kinderzimmer ist doch sicher kindersicher? Dann sollte er da wüten können, ohne dass es gefährlich für ihn wird. Zerstört er sein eigenes Spielzeig, dann ist es eben weg. Auch das muss er lernen: wer seine Sachen mutwillig zerstört, der hat eben weniger. Alternativ räume es direkt nach jedem Spielen bruchsicher in verschließbare Kisten.

Ich würde die Tür nicht unbedingt abschließen. Aber ich würde mich bei einem Wutanfall davor setzen und wenn er raus kommt ihn konsequent wieder zurück bringen und die Tür schließen. Wenn es sein muss eben auch zehn Mal hintereinander. Und zwar so lange, bis er sich beruhigt hat.

Genau das ist der Punkt,
Er steht dann hinter verschlossener Tür und will raus, im Sekundentakt würde er sie öffnen, auch 100mal wenn nötig. Er ruft auch Mama, sobald ich ihn ins Zimmer setze. Lasse ich ihn raus, führt er den Terror aber unbeirrt fort. Um wirklich eine räumliche Trennung beiderseits haben, müsste ich abschließen

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1. Oktober 2016 um 12:36

Danke für deine ausführliche Antwort
Ich halte es durchaus für möglich, dass ihn der Kiga-Alltag noch anstrengt. Er geht zwar gerne, aber es ist ja dennoch eine Umstellzng, die Gruppe größer usw.

Er liegt dort in der Ruhephase auch und lauscht der Musik oder einem Hörspiel , schläft aber nicht ein. Zuhause möchte er auch nicht schlafen, wir schauen dann gemeinsam Bücher an und kuscheln. Er tickt dann aber irgendwann aus. Meist sind es Kleinigkeiten, bspw weil ich irgendwas anfasse ( Trinkbecher o.ä.) , er geht von 0 auf 1000 oder Nichtigkeiten ( unser Hund hat ihn abgeschaut). Und schon geht das Drama los und nimmt seinen Lauf.

Natürlich bleibe ich zunächst ruhig und finde auch, dass mir das lange gelingt. Ich biete an zu trösten, zu helfen oder was auch immer. Sage auch " du bist wütend / müde", aber Schlag ins Kissen, nicht die Mama... hilft nur alles nichts! Manchmal reicht eine Bewegung und er dreht noch mehr auf "Mama, leg nicht den Arm aufs Sofa" * kreisch*

Ich möchte nicht negativ über ihn sprechen, aber diese Ausraster sind nun mal Hölle und er ist tatsächlich wie im Wahn.

Das Problem ist, dass ich nachmittags alleine mit ihm bin, ich kann nirgends hin und das Haus nicht verlassen. Verlasse ich den Raum , läuft er mir nach, kratzt, beißt , tritt nach mir. Bleibe ich in der Nähe, das gleiche Spiel.

Um Distanz zu schaffen, müsste ich ihn tatsächlich in sein Zimmer bringen.

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1. Oktober 2016 um 14:30

Ich habe jetzt lange drüber nachgedacht...
Also bei uns zuhause muss Junior auch in sein zimmer wenn er seine fünf Minuten hat und da gibt auch eine klare Ansage zu.
Einsperren würde ich ihn allerdings nie, er soll ja lernen sich selber wieder zu beruhigen und dann wieder am Familienleben teilhaben zu können... Allerdings wird es dann auch nicht mehr gross besprochen es sei denn er möchte das von sich aus...

Wenn er zwischendurch rausrennt versuche ich "wortlos" sein Tun zu unterbinden, sprich würde es Gefahr laufen das etwas kaputt geht, entferne ich es einfach.
Wenn er mich anschreit oder sonstiges, sage ich einfach das ich so nicht mit ihm rede sondern erst wenn er ruhiger ist.... So bekommt er das Gefühl das ich dabei bin und es nicht einfach ignoriere gebe ihm aber auch keine weitere Fläche um seine Wut an mir oder unseren Gegenständen auszulassen... Ja ich finde Kinder müssen so erwas lernen und es funktioniert nicht immer mit spiegeln und pädagogisch gut zureden....

Was mir noch einfällt, ich habe ein Kind in der Praxis was auch zu extremen Ausrastern neigt wenn etwas nicht klappt.... Dieses Kind ( mit der Mutter so abgesprochen) nehm ich mir dann und halt es ganz fest, manchmal wickel ich es auch in eine Decke ein und halte es dann.... Zeitweise sitzen wir dann so gut 15 Minuten so zusammen.
Aber das Kind beruhigt sich so sehr gut weil es sich dann selber sehr spürt, merkt das jemand da ist und nicht mehr so verloren im weiten Raum ist mit sich selber.... Die Mutter hat es zuhause übernommen und fährt damit auch sehr gut.
Das Kind ist fünf Jahre und wir haben ihr auch erklärt das wir einfach nicht möchten das es sich selber oder anderen weh tut, das konnte es auch schon gut verstehen.
In dieser Situation entscheidet es selber wann es reicht und es sich wieder beruhigt hat....

Beruhigt sein heisst übrigens auch nicht das alles wieder super ist, es beschreibt nur den Zustand wieder klare Gedanken und Interaktionsfähig zu sein....

Lg

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1. Oktober 2016 um 14:40

Mein sohn war auch ganz extrem
Jedoch hätte es rein gar nix gebracht ihn allein ins Zimmer zu sperren. Wenn er trotzte, habe ich ihn zwar schon in sein Zimmer getragen, um ihn aus der Situation, die zum Trotzanfall führte rauszunehmen und räumliche Distanz dazu zu schaffen, aber ich blieb dann bei ihm, bis der Spuk vorbei war. Mittlerweile geht er, wenn er wütend ist, selber in sein Zimmer. Selten noch dass er mich zum Runterkommen braucht. Ich drück dir die Daumen, dass ihr etwas findet, dass ihm hilft. Dieses feste Umklammern hat meinem Sohn auch oft geholfen.

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1. Oktober 2016 um 19:26

.
Reagiert Deiner denn in solch einer Phase auf Ansprache? Genau das scheint ja bei der TE das Problem zu sein. Gibt es da Tricks?

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1. Oktober 2016 um 20:40

Aushalten?
Aber du randalierst nicht und gehst auf deine Bezugspersonen los, wenn du sauer bist, oder?

Sauer sein ist okay, Menschen und Dinge angreifen nicht. Und wenn man geschlagen, getreten oder beworfen wird, dann geht man freiwillig aus dem Weg und darf nicht erwarten, dass das Gegenüber das aushält.

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1. Oktober 2016 um 20:52
In Antwort auf sinchenlinchen

Genau das ist der Punkt,
Er steht dann hinter verschlossener Tür und will raus, im Sekundentakt würde er sie öffnen, auch 100mal wenn nötig. Er ruft auch Mama, sobald ich ihn ins Zimmer setze. Lasse ich ihn raus, führt er den Terror aber unbeirrt fort. Um wirklich eine räumliche Trennung beiderseits haben, müsste ich abschließen

Ok
Und was passiert, wenn du dich selbst in ein Zimmer sperrst? Zum Bsp. im Bad. Oder in der Küche. Da fühlt er sich nicht eingesperrt, kann dich aber nicht schlagen. Und wenn er euch die Bude dann kaputt haut, dann würde ich ihn doch ins Zimmer sperren.

Du kannst es ja probieren. Ich glaube kaum, dass er einen Schaden davon tragen wird.

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1. Oktober 2016 um 20:56

Ich glaube
das kommt auch immer auf die mama an wie reizbar sie ist und was sie durchhält

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2. Oktober 2016 um 6:43
In Antwort auf fusselbine1

Aushalten?
Aber du randalierst nicht und gehst auf deine Bezugspersonen los, wenn du sauer bist, oder?

Sauer sein ist okay, Menschen und Dinge angreifen nicht. Und wenn man geschlagen, getreten oder beworfen wird, dann geht man freiwillig aus dem Weg und darf nicht erwarten, dass das Gegenüber das aushält.

Und wann
lernt ein Erwachsener das? Angemessen mit seiner Wut umzugehen? Lernt er das als Kind alleine in seinem Zimmer?
Im übrigen kenne ich viele Erwachsene , die eben nicht angemessen mit Wut umgehen können

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3. Oktober 2016 um 9:44

Meine Tochter
War auch so extrem.
Jeden Tag nach dem Kindergarten hatte sie solche Aussetzer. Lustigerweise nur bei mir....das hat sich bis heute nicht geändert. Nur die Wutanfälle haben sich mit bald 8 etwas verändert.
Ich bin heute im Nachhinein noch schockiert was dieses trotzen für Ausmaße damals angenommen hat.
Ich hab mich sich schon mal rauchend auf den Balkon gesetzt, sie hundert mal zurück ins Zimmer gebracht, mich in ihrem Zimmer auf den Boden gesetzt und es einfach ausgehalten. Aber dieses Geschrei ist wirklich anstrengend und wenn sie dann noch körperlich werden wird man innerlich leicht aggressiv.
Ich kann es so gut nachempfinden wie es dir geht.
Aber ich hab keine Lösung. Eingeschlossen hab ich sie nie. Tür zugemacht ja, sie auch mal grob von mir weggebracht ja, leider auch.... hab auch mal versucht sie in ihrem Wahn einfach festzuhalten. Aber das macht einen fast noch wütender wenn man das schlagende, kreischende etwas direkt an seinem Gesicht hat.
Es wird irgendwann besser.....

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29. Oktober 2016 um 22:32
In Antwort auf elisabennet

Hallo
ich nutze keine Auszeiten, da das eine Art Liebesentzug ist und ich das nicht möchte. Außerdem möchte ich , dass meine Kinder ihre Wut und ihren Ärger nicht ablehnen, sondern damit umzugehen lernen . Wir nutzen das spiegeln . Meist funktioniert das sehr gut bei meiner 2,5 jährigen.

Hi,
wie funktioniert denn spiegeln ?
Unser Großer dreht aktuell machmal auch ganz schön auf.

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29. Oktober 2016 um 22:41

Hi,

also wir schicken unseren Großen momentan auch gelegentlich in sein Zimmer. Manchmal wird er arg grob mit seinem kleinen Buder (1J) und bevor es ausartet trenne ich die beiden lieber.

Reden, erklären usw hat bisher leider nicht geholfen, er macht es ständig wieder. Würde ja gerne auf seine Bedürfnisse eingehen, aber ich kann den Kleinen ja auch nicht die ganze Zeit weg sperren, damit der Große mich für sich hat. Das wäre nämlich dem Großen wohl am liebsten 

Seit dem der Große ein gemütliches Kindersofa und sein ganzen Spielzeug in seinem Zimmer hat stört ihn das auch nicht mehr so wirklich, das er dorthin geschickt wird. Er spielt dann auch mal ruhig für sich oder schaut ein Buch an.
 

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30. Oktober 2016 um 17:46

Spricht doch nichts dagegen, dass die Mutter auf Abstand geht. Hier geht es um AUSZEITEN. Und so wie ich es verstanden habe, geht es darum ein Kind ins Zimmer zu sperren . Das ist für mich halt kein auf Abstand gehen mütterlicherseits. Für mich ist das eben eine Art Bestrafung, die durch Liebesentzug funktioniert.
Kann ja jeder machen , wir er möchte. Aber ich denke, es gibt bessere Möglichkeiten, sich abzugrenzen, als diese Art von Auszeit.
Und ich denke, dass es auf lange Sicht gesehen nichts Positives bringt. Es betrachtet  nur das Verhalten des Kindes und ändert dieses. Die Ursachen und Gefühle des Kindes werden nicht berücksichtigt. Es ist nur Behaviorismus.

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30. Oktober 2016 um 17:53
In Antwort auf elisabennet

Spricht doch nichts dagegen, dass die Mutter auf Abstand geht. Hier geht es um AUSZEITEN. Und so wie ich es verstanden habe, geht es darum ein Kind ins Zimmer zu sperren . Das ist für mich halt kein auf Abstand gehen mütterlicherseits. Für mich ist das eben eine Art Bestrafung, die durch Liebesentzug funktioniert.
Kann ja jeder machen , wir er möchte. Aber ich denke, es gibt bessere Möglichkeiten, sich abzugrenzen, als diese Art von Auszeit.
Und ich denke, dass es auf lange Sicht gesehen nichts Positives bringt. Es betrachtet  nur das Verhalten des Kindes und ändert dieses. Die Ursachen und Gefühle des Kindes werden nicht berücksichtigt. Es ist nur Behaviorismus.

Wie siehst du denn dann das auf Abstand gehen der Mutter, wenn sie geschlagen wird? Das ist doch ebenso ein Abstandhalten, eine räumliche Trennung, welches das Kind als Distanzierung interpretiert infolge seines unerwünschten Verhaltens. Anders gesagt: wo ist der Unterschied zwischen dem ins Zimmer Bringen des Kindes zum ausbocken und dem Raumverlassen des Elternteils?

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30. Oktober 2016 um 20:41
In Antwort auf waldmeisterin1

Wie siehst du denn dann das auf Abstand gehen der Mutter, wenn sie geschlagen wird? Das ist doch ebenso ein Abstandhalten, eine räumliche Trennung, welches das Kind als Distanzierung interpretiert infolge seines unerwünschten Verhaltens. Anders gesagt: wo ist der Unterschied zwischen dem ins Zimmer Bringen des Kindes zum ausbocken und dem Raumverlassen des Elternteils?

Die Intension

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30. Oktober 2016 um 21:32
In Antwort auf elisabennet

Die Intension

"Du tust mir weh, also verlasse ich den Raum" vs "Du tust mir weh, also gehst du in einen anderen Raum". Ich persönlich sehe keinen so großen Unterschied, frage mich, ob ein Kind das tut? Düse Frage geistert mir nämlich schon einige Zeit im Kopf rum.

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31. Oktober 2016 um 7:47

Wenn es um einen Klaps ginge, wäre hören für alle ganz klar, dass das ein NoGo ist. Oder würdest du sagen- das Kind verhält sich so unmöglich , dass ein Klaps okay wäre???
 Mmn ist ein ins Zimmer sperren gegen des Willen genauso Gewalt und gehört nicht in die Art der Erziehung , dir ich für sinnvoll und richtig halte. Und auch wenn das Kind einen besonders starken Willen hat, finde ich Auszeit trotzdem falsch. Das hat nichts mit individuell zu tun.
 

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31. Oktober 2016 um 7:52
In Antwort auf waldmeisterin1

"Du tust mir weh, also verlasse ich den Raum" vs "Du tust mir weh, also gehst du in einen anderen Raum". Ich persönlich sehe keinen so großen Unterschied, frage mich, ob ein Kind das tut? Düse Frage geistert mir nämlich schon einige Zeit im Kopf rum.

Ich denke schon ,dass das Kind sehr wohl spürt, ob die Mutter sich schützen möchte oder das Kind einsperrt  und sagt , du bleibst jetzt hier drin, bis fündige abreagiert hast. 

 

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31. Oktober 2016 um 8:01

Du hast da schon Recht, ich glaube auch nicht ,dass ein Kind (oder zumindest nicht jedes Kind) einen großen Schaden nehmen wird ,wenn es mal in das Zimmer gesperrt wird und sonst eine liebevolle Beziehung besteht. Es kommt immer auf den gesamten Umgang und die Beziehung mit dem Kind an und nicht nur auf die kleinen Teilchen . Ich sehe es allerdings so, dass ich meinen Kindern die  beste Erziehung , wie ich sie mir vorstellen kann, geben möchte. Da mag idealistisch oder romantisch oder auch unmöglich sein. Aber ich kann nicht anders, als es zu versuchen . Und wenn einem anderen Kind Mmn Schaden zugefügt wird, klingeln bei mir irgendwelche Alarmglocken. Ich finde das so schlimm und muss einfach etwas dazu schreiben. 

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31. Oktober 2016 um 9:15

Ja Lana, Liebesentzug, da es dem Kind vermittelt: Ich will Dich so nicht, ich will Dich nur, wenn Du lieb bist bzw funktionierst

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31. Oktober 2016 um 13:40
In Antwort auf sinchenlinchen

Ihr Lieben,
wir haben ein richtiges Teufelchen daheim, Trotzphase Deluxe. Er war schon immer sehr willensstark, seit er nun von der Krippe in den Kiga gewechselt ist, nimmt das aber noch stärkere Dimensionen an. Klar, er nabelt sich weiter ab, ist auch gut so, aber meine Nerven strapaziert es ohne Ende!
Eine Trotzphase von 75min ( nicht gefühlte, sondern tatsächlich, ich habe extra mal die Zeit im Auge behalten) schafft er ohne Probleme. Schreit, tobt, wirft mit Dingen, lässt sich durch nichts und niemanden ablenken oder beruhigen...klar, ausspinnen lassen, was geht in Sicherheit bringen und schauen, dass er sich nicht selbst weh tut. Aber dieses tägliche Theater schafft mich ungemein. Neuerdings schlägt und tritt er was das Zeug hält. Egal ob ich versuche ihn zu beruhigen oder einfach links liegen lasse. Er attackiert mich dann regelrecht aus dem Hinterhalt. Ein Nein hilft rein gar nichts, genauso wenig wie festhalten, ihr glaubt nicht, was ich schon für Kampfspuren habe. In meiner Verzweiflung bin ich nun auch schon mal laut geworden, er hat zwar kurz dumm geschaut, mehr aber auch nicht.
Sonst hatten wir die Regel, dass er in sein Zimmer muss und sich dort ausspinnt. Dort bleibt er aber nun nicht mehr, rennt sofort wieder raus und führt sich unbeirrt weiter auf. Ich sehe als einzige Chance , die Tür abzuschließen, an den Türgriff kommt er nämlich auch schon. Allerdings ist meine Hemmschwelle riesig, ich kann doch nicht mein Kind wegsperren?!
Andererseits kann ich mich auch nicht Stunden terrorisieren lassen, es geht wirklich an die Substanz, wenn er einfach nicht aufhört und in seinem Wahn ist.

Hat von euch auch jemand so ein extremes Teufelchen? Wie handhabt ihr das mit der Auszeit? Bekannte mit Kindern meinen immer, ihre haben sich nach 10-15 min ausgesponnen, solange lassen sie sie einfach links liegen. Würde ich ja auch...aber es dauert eben unverhältnismäßig lange und er sitzt / liegt / steht nicht irgendwo, sondern wütet dann. So viele Dinge kann ich gar nicht wegräumen uns aus dem Weg schaffen.

LG

Also, meine Kinder sind zwar nicht so aufbrausend aber ich finde es schon sehr wichtig klare Grenzen zu setzen. Meine Kinder dürfen auch wütend sein, aber es wird ganz sicher nicht randaliert.
Treten, Dinge schmeissen etc. sind ein komplettes No-go. Was bringt man denn seinem Kind bei wenn man das toleriert? Das es ok ist Dinge kaputt zu hauen zu schlagen, zu treten etc.? Du musst dich hinstellen und dem kleinen Mann deutlich machen, dass das nicht geht. Du musst dir Gehör verschaffen.
Ich würde versuchen Ihn festzuhalten und deutlich zu sagen, Stopp das geht nicht. Hör damit auf. Wenn das nichts bringt dann verwarne ihn, wenn du nicht aufhörst dann ... und dann musst du eine Konsequenz finden die greift. Wenn meine Kinder sich daneben benehmen, nicht an die Spielregeln halten oder sogar handgreiflich werden stosse ich auch eine Warnung aus, kurz und knapp (auf Augenhöhe, damit mich das Kind wahrnimmt, Augenkontakt herstellen). Wenn sich dann meine Kinder dafür entscheiden nicht auf mich zu hören, dann müssen Sie zu Platz im Wohnzimmer, ein Stuhl oder auch auf dem Boden, und sich 5 Minuten (der Grosse ist 5 Jahre alt) bzw. 3 Minuten (der Kleine ist 3) hinsetzten. Ich bring sie dahin, sage warum sie da sitzen müssen und ignoriere sie dann für diese Zeit. Ich kommuniziere dann nicht. Anfangs sind sie immer wieder aufgestanden und zu mir gerannt oder wollten abhauen. Ich habe sie kommentarlos wieder zu ihrem Platz gebracht. Das kann Anfangs richtig nervenaufreiben sein, weil sie versuchen wirklich alles. Und es kann auch extrem lange dauern. Mann muss wirklich bereit sein dem kleinen Berserker die Stirn zu bieten und klar zu machen, dass man es ernst meint.
 Nach der abgelaufenen Zeit (und ich achte streng darauf das sie ihre Zeit "absitzen" ) gehe ich zu Ihnen hin, frage sie ob sie wissen warum sie sich setzen mussten und wenn die Antwort nicht kommt, erkläre ich nochmal warum. Danach verlange ich eine Entschuldigung und Küsschen und Umarmung, dann ist alles wieder gut.
Das mag für die einen ¨Mütter hier komplett daneben sein, da völlig autoriät blablabla. Aber ich bin der festen Überzeugung dass man Kindern ihre Grenzen aufzeigen muss. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen die sich über Ihren Chef ärgern. Trotzanfälle kann man nicht mit Frust und Ärger im Erwachsenenleben vergleichen. Da tut man sich und dem Kind keinen Gefallen damit.
Kinder brauchen ein starkes Gegenüber an dem sie sich reiben können. Das hat nichts mit Liebesentzug zu tun. Im Gegenteil, damit bereiten wir sie auf das Erwachsnenenleben vor. Von wem sollen sie lernen was geht und was nicht geht, wenn nicht von uns Eltern?

Ich würde den kleinen Trotzkopf aber auf keinen Fall in sein Zimmer schicken. Oder sogar einsperren . Sein eigenes Kind einsperren ist die totale Bankrotterklärung eines Erziehungsberechtigten. Geht für mich in eine ähnliche Richtung wie schlagen (wobei das nochmal viel schlimmer ist).
In seinem Zimmer soll er gerne sein, sich wohl fühlen etc. Ich setze meine Kinder in meiner Nähe auf einen Stuhl oder den Boden. Sie können mich dabei sehen. Ich stelle aber auch sicher, dass sie keine Ablenkungsmöglichkeiten haben. Sie sollen sich möglichst langweilen und über ihr schlechtes Benehmen reflektieren. Ich muss diese Methode nicht sehr häufig einsetzten und je seltener desto wirkungsvoller.
Ich wünsche dir, dass es bald besser wird und vielleicht konnte ich euch mit meinem Beitrag ein bisschen helfen.
Liebe Grüsse

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31. Oktober 2016 um 15:57

Ich hatte ja auch so einen kleinen Satansbraten, inzwischen  ist er zwar größer aber nicht unbedingt besser. 
Ich finde aber anscheinend als einzige keinen wirklich großen Unterschied in den Methoden, denn ob mein Kind nun 
- im Wohnzimmer auf dem Boden sitzt um zur Ruhe zu kommen oder
- allleine durch das Wohnzimmer tobt, weil ich mich entziehe und im Schlafzimmer bin, bis es sich beruhigt hat oder
- mein Kind alleine in seinem Zimmer sitzt bis es wieder ansprechbar ist
bleibt sich in meinen Augen gleich.
Es gibt Kinder, die nehmen das an und andere wehren sich mit Händen und Füßen dagegen. Und wenn ich ein sich wehrendes Kind immer wieder hinsetze oder in ein anderes Zimmer bringe oder aus dem Zimmer fernhalte in dem ich gerade bin ... ich nutze in jedem dieser Fälle meine körperliche Überlegenheit um die Situation zu klären. Und ich glaube, dass wir uns da alle einig sind, dass dies immer der letzte Weg sein sollte und man nach so einer Situation schauen muss, wie man die nächste vermeiden oder zumindest abmildern kann ...

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31. Oktober 2016 um 15:59

Ein Kind im Kindergarten wird aber nicht allein in einen Raum gesperrt. Wenn das üblich wäre , gäbe es sicherlich einen großen Aufschrei. Ich denke, dass Erzieherinnen, die so handeln großen Ärger bekommen.
Aber zu Hause , im geschützten Rahmen, da wo es für da Kind noch wichtiger- überlebenswichtig ist, die Liebe und Zuneigung der Gruppe zu erhalten (Eltern), da soll Auszeit im extra Zimmer okay sein? Es schadet nicht? 
Man kann sich vieles schönreden. 

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31. Oktober 2016 um 16:24
In Antwort auf elisabennet

Ein Kind im Kindergarten wird aber nicht allein in einen Raum gesperrt. Wenn das üblich wäre , gäbe es sicherlich einen großen Aufschrei. Ich denke, dass Erzieherinnen, die so handeln großen Ärger bekommen.
Aber zu Hause , im geschützten Rahmen, da wo es für da Kind noch wichtiger- überlebenswichtig ist, die Liebe und Zuneigung der Gruppe zu erhalten (Eltern), da soll Auszeit im extra Zimmer okay sein? Es schadet nicht? 
Man kann sich vieles schönreden. 

Aber im Kindergarten wird das Kind nicht mit der Erzieherin gegen die es unkontrollierbar aggressiv ist alleine sein. Sollte da so etwas vorkommen wird das Kind mit einer anderen Erzieherin in einen extra Raum oder auf den Flur gehen. Die Option hat man zuhause aber nicht.
Ich  weiß nicht, wie dein Kind tickt, aber meinem habe ich mich in so einer Ausrast-Situation nicht ohne Anwendung von Gewalt entziehen können. Und irgendwann war ich einfach nur froh, wenn zwischen uns eine Tür war und ich Luft holen konnte, bevor ich mit ihm über die Situation gesprochen habe. 
Allerdings habe ich nicht eingesehen, dass ich mich in ein Zimmer einschließen muss, um nicht weiter attackiert zu werden und ja, vielleicht kommt an der Stelle eine autoritärere Sicht durch als du sie vertrittst.

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31. Oktober 2016 um 17:46
In Antwort auf mistbesen

Ich hatte ja auch so einen kleinen Satansbraten, inzwischen  ist er zwar größer aber nicht unbedingt besser. 
Ich finde aber anscheinend als einzige keinen wirklich großen Unterschied in den Methoden, denn ob mein Kind nun 
- im Wohnzimmer auf dem Boden sitzt um zur Ruhe zu kommen oder
- allleine durch das Wohnzimmer tobt, weil ich mich entziehe und im Schlafzimmer bin, bis es sich beruhigt hat oder
- mein Kind alleine in seinem Zimmer sitzt bis es wieder ansprechbar ist
bleibt sich in meinen Augen gleich.
Es gibt Kinder, die nehmen das an und andere wehren sich mit Händen und Füßen dagegen. Und wenn ich ein sich wehrendes Kind immer wieder hinsetze oder in ein anderes Zimmer bringe oder aus dem Zimmer fernhalte in dem ich gerade bin ... ich nutze in jedem dieser Fälle meine körperliche Überlegenheit um die Situation zu klären. Und ich glaube, dass wir uns da alle einig sind, dass dies immer der letzte Weg sein sollte und man nach so einer Situation schauen muss, wie man die nächste vermeiden oder zumindest abmildern kann ...

Genauso ist es. Paradoxerweise reagiert mein Kind nämlich deutlich geschockter und empfindlicher darauf, wenn ich im Rahmen eines Wutanfalls aus Selbstschutz den Raum verlasse, als wenn ich ihn in ein anderes Zimmer zum ausbocken bringe. Obwohl ersteres ja akzeptierter zu sein scheint.

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31. Oktober 2016 um 17:53

Apolline- Was weißt du denn von meinen Kindern?
Beide sind sehr aktiv und bedürfnisstark. Haben beide bis 2 Jahre und danach sehr schlecht geschlafen, sind immer in Bewegung , neugierig und die Schnute steht nie still. Meine Kleine schreit in ihren Wutanfällen so laut und schrill, dass mir die Ohren klingeln und schreit, bis Tränen und Sabber läuft. Erzähl du mir nicht, dass ich ja Glück habe, solche Lämmer zu haben. Ich habe 6 Jahre geglaubt,die Große bleibt Einzelkind , weil sie für mich so anstrengend und fordernd war. 
Trotzdem würde ich nie über mein Kind so schreiben, wie manche es hier tun - Teufelchen oder Zicke. Mmn ist das respektlos. 
Glaubst du wirklich ,ich hätte mich so intensiv mit Erziehung beschäftigt, wenn  eine Kinder so pflegeleicht wären ? 
Glaubst du nicht , dass ich auch oft genug an meine Grenzen komme? 
Ich empfinde deine Beiträge sehr oft von oben herab. 

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31. Oktober 2016 um 17:59

UND - die Methode der Auszeit wirkt nunmal durch Liebesentzug ( oder auch Entzug von Aufmerksamkeit , Zuneigung , Wohlwollen durch die Eltern) Die Methode wirkt deshalb sehr gut, weil es für das Kind so schlimm ist, sich der Zuneigung der Eltern nicht mehr sicher i sein. Es unterlässt das Schlagen oder was auch immer nicht weil es VERSTANDEN hat, das das dem anderen wehtut, sondern NUR weil es so schlimm ist allein zu sein.
Wem das reicht - bitte- MIR reicht das nicht. Ich würde immer versuchen einen anderen Weg zu finden. Und die TS möchte auch einen anderen Weg finden, da sie mit ihrer Methode nicht weiterkommt.
 

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31. Oktober 2016 um 18:07
In Antwort auf elisabennet

UND - die Methode der Auszeit wirkt nunmal durch Liebesentzug ( oder auch Entzug von Aufmerksamkeit , Zuneigung , Wohlwollen durch die Eltern) Die Methode wirkt deshalb sehr gut, weil es für das Kind so schlimm ist, sich der Zuneigung der Eltern nicht mehr sicher i sein. Es unterlässt das Schlagen oder was auch immer nicht weil es VERSTANDEN hat, das das dem anderen wehtut, sondern NUR weil es so schlimm ist allein zu sein.
Wem das reicht - bitte- MIR reicht das nicht. Ich würde immer versuchen einen anderen Weg zu finden. Und die TS möchte auch einen anderen Weg finden, da sie mit ihrer Methode nicht weiterkommt.
 

Und haargenau dieses Gefühl des Liebesentzuges hat das Kind nicht, wenn du den Raum verlässt um dich zu schützen? Das kind wird genauso alleine zurückgelassen. Sorry aber es leuchtet mir nicht ein.

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31. Oktober 2016 um 18:16

Natürlich muss man sich abgrenzen, das stelle ich doch gar nicht in Frage . Ich finde es total wichtig, dass das Kind lernt, wo die Grenzen der anderen sind und dass es nicht alles machen kann.

 Ich kritisiere hier nur die Methode der Auszeit - worunter üblicherweise ein allein ins Zimmer oder wohin auch immer sperren verstanden wird und ein wieder rauskommen, wenn das unerwünschte Verhalten aufhört .  

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31. Oktober 2016 um 18:17

Und da waren die Kinder allein in einem extra Raum?

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31. Oktober 2016 um 18:18

Zwischen Auszeit und alles durchgehen lassen liegen WELTEN , Lana

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31. Oktober 2016 um 18:27
In Antwort auf waldmeisterin1

Und haargenau dieses Gefühl des Liebesentzuges hat das Kind nicht, wenn du den Raum verlässt um dich zu schützen? Das kind wird genauso alleine zurückgelassen. Sorry aber es leuchtet mir nicht ein.

Du wirst doch zugeben , dass ein Unterschied ist , ob der Mann seine Frau im Wohnzimmer einsperrt, weil sie wütend rumschreit, oder er den Raum verlässt ?
Natürlich ist das ein Unterschied! 

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31. Oktober 2016 um 20:28

Was ist denn bitte daran abwertend und von oben herab? Das ist deine Wahrnehmung. 
Die Ursprünge der Auszeit liegen in Verhaltensforschungen mit Tieren, wie sie Skinner beispielsweise durchgeführt hat. Damals hieß das " Auszeit von positiver Verstärkung" Damit wurden Tiere konditioniert . Innerhalb weniger Jahre nach Erscheinen des Buches mit diesem Titel tauchte der Begriff Auszeit plötzlich in immer mehr Erziehungsratgebern auf und wurde zum Renner. Funktioniert halt gut und klingt nicht autoritär. 
Die positive Verstärkung , die wegfällt und das Kind dazu bringt sein Verhalten zu ändern , ist die Zuneigung , Aufmerksam , Liebe der Eltern . Diese wird entzogen und somit erreicht, dass das Kind tut, was es soll.
Es ist nur oberflächlich und eine Veränderung des Verhaltens. Die Gefühle und Ursachen des Verhaltens werden nicht berücksichtigt . 
Jetzt kommt vielleicht wieder der Einwurf, das sei arrogant und natürlich lieben die Eltern alle ihre Kinder, erziehen sie sogar aus Liebe so streng. Aber es kommt ja nicht darauf an, was der Erwachsene fühlt und meint zu vermitteln, es kommt darauf an, was das Kind wahrnimmt. Und das kann durchaus auf die Idee kommen- meine Eltern lieben mich nur, wenn ich mich so oder so verhalte . Und sie suchen die Schuld immer bei sich selbst. 
 

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31. Oktober 2016 um 22:12

??? Sagt doch keiner,dass  man sich nicht schützen soll???
Es geht doch um die Methode. 

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1. November 2016 um 19:46

Wo schreibe ich denn, da man dem wütenden Kind Liebe entgegenbringen soll? Natürlich soll man handeln. 

Zum wiederholten Male- ich halte Auszeit allein im Zimmer ( ausgenommen das Kind MÖCHTE selbst im Zimmer allein sein und kann jederzeit wieder rauskommen) für nicht zielführend  und schädlich. 
Das Kind wird mit seiner Wut und Ärger allein gelassen, es kann sich noch nicht regulieren, es unterdrückt seine Wut, da es Angst hat, weil es nicht mehr in Beziehung zum Elternteil ist. Man erreicht eine Verschiebung. 
Das Kind braucht Kontakt. Aus der Situation gehen und in ein anderes Zimmer kann sinnvoll sein, wenn man dabei bleibt , das Kind begleitet , in Kontakt bleibt. 
Auszeit allein im Zimmer ist einfach nur Konditionierung und Dressur.

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1. November 2016 um 23:35

Puh, also wenn der so klein schon so Schwieirgkeiten macht, dann Prost Mahlzeit...Hoffe, du findest ne Lösung, die du vertreten kannst.

Meine Tochter wurde erst mit 4-5 wütend und mal laut und störrisch, also so kleinere Dramen, denk ich.
Ich schicke sie ins Zimmer, wenn ich merke, dass wir uns nur noch sinnlos anschreien (Jetzt 6 Jahre); ja kommt vor, leider. Ich bin auch nur ein Mensch und mit viel Geduld bin ich auch nciht gesegnet. Meine Tochter ist genau wie ich.

Wir haben aber im Vorfeld, bzw. einmal nach so einem Vorfall drüber geredet und ich habe ihr erklärt, dass wir uns so beide aus dem Weg gehen, und uns so wieder beruhigen können, damit wir uns nichts sagen, was wir hinterher bereuen oder die Sache eh nicht besser macht.
Sie hat das gut verstanden und geht dann im Notfall nach max. 2x bitten auch in ihr Zimmer. Nach ner Weile kommt sie ziemlich geläutert wieder heraus und entschuldigt sich.
Das beweist mir persönlich die Theorie, dass Kinder eigtl immer die Akzeptanz und Liebe der Eltern suchen und ihnen gefallen wollen.

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2. November 2016 um 10:01

Was man im Falle der TS machen könnte ? Keine Ahnung! Sonst hätte ich bestimmt schon etwas dazu geschrieben. Aber jedenfalls bin ICH fest davon überzeugt, dass man mit Härte, Bestrafungen , Auszeit oder Gewalt keinen Erfolg haben wird. Das wütende Verhalten in dem Ausmaß hat Ursachen und die müsste man ausfindig machen. Vielleicht lügt es an der Fremdbetreuung , vielleicht gibt es etwas, dass der TS nicht bewusst ist , aber das dem Kind große Angst macht. 
Ich sehe das so, dass das Kind um Hilfe schreit. In dem Falle nur das Verhalten abzustellen, indem man es dafür bestraft , ist vielleicht für den Moment wirksam , aber bringt auf Dauer eher noch mehr Probleme. 
Es wird bestimmt jedem hier klar sein,dass ein Kind in dem Alter nicht alleine im Zimmer sitzen wird und sich darüber klar wird, was sein Verhalten bewirkt und sich selbst reflektieren und etwas daraus lernen. Vor allem ,wenn es mit Zwang isoliert wird. Es wird es als Strafe empfinden .
Wenn ich wüsste ,was die beste Lösung wäre, würde ich es schreiben.
Jedenfalls bin ICH überzeugt ,dass klapsen oder schlagen genauso der falsche Weg wäre wie Auszeit (so wie es hier verstanden wird).
Das Kind braucht etwas und das muss gefunden werden, dann wird das Verhalten besser werden.
Mmn ist das Kind sehr unglücklich und hat nicht nur einfach zufällig einen starken Willen

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2. November 2016 um 10:02

Vielleicht hab ichs auch einfach nur gut hinbekommen 

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2. November 2016 um 10:25
In Antwort auf sinchenlinchen

Ihr Lieben,
wir haben ein richtiges Teufelchen daheim, Trotzphase Deluxe. Er war schon immer sehr willensstark, seit er nun von der Krippe in den Kiga gewechselt ist, nimmt das aber noch stärkere Dimensionen an. Klar, er nabelt sich weiter ab, ist auch gut so, aber meine Nerven strapaziert es ohne Ende!
Eine Trotzphase von 75min ( nicht gefühlte, sondern tatsächlich, ich habe extra mal die Zeit im Auge behalten) schafft er ohne Probleme. Schreit, tobt, wirft mit Dingen, lässt sich durch nichts und niemanden ablenken oder beruhigen...klar, ausspinnen lassen, was geht in Sicherheit bringen und schauen, dass er sich nicht selbst weh tut. Aber dieses tägliche Theater schafft mich ungemein. Neuerdings schlägt und tritt er was das Zeug hält. Egal ob ich versuche ihn zu beruhigen oder einfach links liegen lasse. Er attackiert mich dann regelrecht aus dem Hinterhalt. Ein Nein hilft rein gar nichts, genauso wenig wie festhalten, ihr glaubt nicht, was ich schon für Kampfspuren habe. In meiner Verzweiflung bin ich nun auch schon mal laut geworden, er hat zwar kurz dumm geschaut, mehr aber auch nicht.
Sonst hatten wir die Regel, dass er in sein Zimmer muss und sich dort ausspinnt. Dort bleibt er aber nun nicht mehr, rennt sofort wieder raus und führt sich unbeirrt weiter auf. Ich sehe als einzige Chance , die Tür abzuschließen, an den Türgriff kommt er nämlich auch schon. Allerdings ist meine Hemmschwelle riesig, ich kann doch nicht mein Kind wegsperren?!
Andererseits kann ich mich auch nicht Stunden terrorisieren lassen, es geht wirklich an die Substanz, wenn er einfach nicht aufhört und in seinem Wahn ist.

Hat von euch auch jemand so ein extremes Teufelchen? Wie handhabt ihr das mit der Auszeit? Bekannte mit Kindern meinen immer, ihre haben sich nach 10-15 min ausgesponnen, solange lassen sie sie einfach links liegen. Würde ich ja auch...aber es dauert eben unverhältnismäßig lange und er sitzt / liegt / steht nicht irgendwo, sondern wütet dann. So viele Dinge kann ich gar nicht wegräumen uns aus dem Weg schaffen.

LG

Bei uns gibt es Auszeiten im Zimmer, diese sind jedoch sehr selten.
Ich habe auch bereits 2 mal die Türe abgeschlossen und mich vor die Türe gesetzt.
Das tut mir als Mutter mehr weh als dem Kind.
Es gibt einfach Grenzen.
Und bei einem trotzenden Kind braucht man nicht mit ratio kommen.
Wichtig ist, dass  man die Situation hinterher, wenn das Kind wieder zugänglich ist,  bespricht. 
 

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2. November 2016 um 10:35

vielleicht würde es deinem Kind im Allgemeinen auch helfen, einen Sport zu betreiben. In einer Kinderturngruppe oder Kleinkinerfussball. Irgendwas was ihn auspowert und wo er lernt seine Aggressionen zu kanalisieren.

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2. November 2016 um 11:02

Ich wollte euch nur kurz Rückmeldung geben. Nachdem der Kleine die letzte Zeit wirklich schwierig war und ich mir außer den Wechsel von Krippe in Kiga keine Erklärung liefern konnte , habe ich ihn nun auch noch zum Kinderarzt geschleift. Ich wollte sicher gehen, dass er organisch ok ist, denn stundenlanges schreien kann nicht gesund sein und irgendwo muss der Grund sein. Organisch war alles in Ordnung, während der Kiga Zeit, kommt er dort auch gut aus , nur daheim eskaliert es dann. Im Rahmen einer Ambulanz wurden Videoaufnahmen gemacht, er auch im Kiga besucht und beobachtet. Das Ergebnis lautet ziemlich sicher, dass er an einer Autismusspektrumstörung leidet. I  der Kleingruppe der Krippe kam er noch gut klar ( 11 Kinder, 3 Erzieherinnen), aber in der großen Kiga- Gruppe ist er nun völlig überfordert mit den Eindrücken, der Umwelt und sich selbst.

Ein weiterer Test und natürlich ein Wechsel steht aus.

Danke allen, die geantwortet haben. Vielleicht auch ein gutes Beispiel, dass man nicht immer die Mutter direkt verurteilen sollte, a la mangelnder Erziehung, fehlender Konsequenz etc.

Ach ja: laut seinem Therapeuten ist es recht egal, was man in so einem melt down noch tut, man bekommt ihn da nicht mehr heraus. Wichtig ist es, in Zukunft rechtzeitig zu erkennen und zu lernen, wie man ihn vermeidet. 

Er hält es aber generell nicht für die schlechteste Lösung das Kind zu isolieren, um Selbstverletzung und Fremdverletzung auszuschließen. Und auch um meine Nerven zu schonen. Wie meinte er: lieber 10 min Kind im Zimmer, als eine Mutter, die aus Verzweiflung nach stundenlangen Gebrüll etwas tut, was sie nicht tun sollte. 

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2. November 2016 um 11:31
In Antwort auf elisabennet

Was man im Falle der TS machen könnte ? Keine Ahnung! Sonst hätte ich bestimmt schon etwas dazu geschrieben. Aber jedenfalls bin ICH fest davon überzeugt, dass man mit Härte, Bestrafungen , Auszeit oder Gewalt keinen Erfolg haben wird. Das wütende Verhalten in dem Ausmaß hat Ursachen und die müsste man ausfindig machen. Vielleicht lügt es an der Fremdbetreuung , vielleicht gibt es etwas, dass der TS nicht bewusst ist , aber das dem Kind große Angst macht. 
Ich sehe das so, dass das Kind um Hilfe schreit. In dem Falle nur das Verhalten abzustellen, indem man es dafür bestraft , ist vielleicht für den Moment wirksam , aber bringt auf Dauer eher noch mehr Probleme. 
Es wird bestimmt jedem hier klar sein,dass ein Kind in dem Alter nicht alleine im Zimmer sitzen wird und sich darüber klar wird, was sein Verhalten bewirkt und sich selbst reflektieren und etwas daraus lernen. Vor allem ,wenn es mit Zwang isoliert wird. Es wird es als Strafe empfinden .
Wenn ich wüsste ,was die beste Lösung wäre, würde ich es schreiben.
Jedenfalls bin ICH überzeugt ,dass klapsen oder schlagen genauso der falsche Weg wäre wie Auszeit (so wie es hier verstanden wird).
Das Kind braucht etwas und das muss gefunden werden, dann wird das Verhalten besser werden.
Mmn ist das Kind sehr unglücklich und hat nicht nur einfach zufällig einen starken Willen

Die Frage war doch eher gewesen, was in einer Akutsituation in dem Moment gemacht werden kann? Zur Ursachenforschung hat die TE ja mittlerweile eine ärztlichr Rückmeldung.

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2. November 2016 um 12:39
In Antwort auf waldmeisterin1

Die Frage war doch eher gewesen, was in einer Akutsituation in dem Moment gemacht werden kann? Zur Ursachenforschung hat die TE ja mittlerweile eine ärztlichr Rückmeldung.

Ich kann nur sagen, was ich tue , wenn meine Kleine einen Wutanfall bekommt. Erstmal ist es oft so, dass die Anfälle kommen, wenn sie müde oder hungrig ist, wenn wir früh aufgestanden sind und sie 9 h bei der Tagesmutter war. Dann geschieht es ziemlich schnell, dass sie bei jeder Kleinigkeit, die ihr nicht passt ( sie will z.b. etwas selber machen und es gelingt nicht, sie möchte etwas haben und darf es nicht , sie soll etwas tun und will das nicht) Sie fällt dann manchmal von einem Wuranfall in den anderen . Meist gelingt es mir jedoch , schon vorauszuahnen, es sich gerade anbahnt und sie dann noch abzufangen , rauszuholen - ich biete dann etwas interessantes an , etwas zu spielen, raus zu gehen, in die Badewanne zu gehen, zu essen, zu stillen, was sie halt mag und was gerade passt. Wird sie richtig wütend, spiegle ich und übersetze ihre Gefühle "du willst nicht die Hose, du willst nackig sein" und spreche auch wütend und gestikuliere. Das hilft sehr oft. Sie kommt dann etwas runter und wird wieder ansprechbar. 
Merke ich allerdings die Anzeichen zu spät, bin selbst im Stress, übe noch Druck aus weil wir z.b. einen Termin haben, kann es sein , dass sie völlig außer sich ist und schreit , kreischt, nicht mehr raus findet. Körperkontakt geht dann gar nicht. Das macht es noch schlimmer. Dann hilft nur abwarten und daneben sitzen oder in Sichtweite bleiben . Zwischendurch probiere ich immer wieder, Kontakt aufzunehmen. Wenn sie sich beruhigt spreche ich mit ihr darüber, oder auch später am Tag/ Abend. Dann sag ich ihr - du warst vorhin ja sehr wütend, du wolltest nicht aus der Wanne raus, du hast geweint. Und dann sagt sie noch etwas dazu. 
Insgesamt versuche ich, den Kindern viele Freiräume zu lassen und nicht zuviel Kontrolle auszuüben, so dass sie in den wirklich wichtigen Situationen kooperieren. 
Wenn ich merke, dass die Grundstimmung des Kindes nicht gut ist, es traurig ist, nicht gut kooperiert, nehme ich mir extra Zeit und mache etwas Schönes mit ihm. Je nachdem ,was gerade gerne gemacht wird und wenn es nur kuscheln und Buch lesen ist. Meine Kinder kooperieren besser , wenn es Ihnen gut geht, machen auch besser bei ungeliebten Tätigkeiten mit, wenn sie sonst zufrieden sind und viel Zuwendung und Verständnis bekommen haben . Ich versuche bedürfnisorientiert zu erziehen- FB , stillen nach Bedarf, immer trösten, wenn geweint wird, viel Körperkontakt und wenn möglich kein Zwang, Druck usw. Ich glaube, dass meine Mädels auch deshalb insgesamt zufrieden sind. 
Auf der anderen Seite finde ich es  enorm wichtig klar zu formulieren , was man möchte , eher positiv formulieren, Kind einbeziehen, dabei die Führung zu haben und die eigenen Grenzen zu wahren . Das gelingt mir längst nicht so, wie ich es gerne möchte. Ich bin auch nur ein Mensch mit Fehlern und einer schwierigen Biografie. Aber ich bemühe mich und gehe meinen Weg.

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2. November 2016 um 13:06
In Antwort auf elisabennet

Ich kann nur sagen, was ich tue , wenn meine Kleine einen Wutanfall bekommt. Erstmal ist es oft so, dass die Anfälle kommen, wenn sie müde oder hungrig ist, wenn wir früh aufgestanden sind und sie 9 h bei der Tagesmutter war. Dann geschieht es ziemlich schnell, dass sie bei jeder Kleinigkeit, die ihr nicht passt ( sie will z.b. etwas selber machen und es gelingt nicht, sie möchte etwas haben und darf es nicht , sie soll etwas tun und will das nicht) Sie fällt dann manchmal von einem Wuranfall in den anderen . Meist gelingt es mir jedoch , schon vorauszuahnen, es sich gerade anbahnt und sie dann noch abzufangen , rauszuholen - ich biete dann etwas interessantes an , etwas zu spielen, raus zu gehen, in die Badewanne zu gehen, zu essen, zu stillen, was sie halt mag und was gerade passt. Wird sie richtig wütend, spiegle ich und übersetze ihre Gefühle "du willst nicht die Hose, du willst nackig sein" und spreche auch wütend und gestikuliere. Das hilft sehr oft. Sie kommt dann etwas runter und wird wieder ansprechbar. 
Merke ich allerdings die Anzeichen zu spät, bin selbst im Stress, übe noch Druck aus weil wir z.b. einen Termin haben, kann es sein , dass sie völlig außer sich ist und schreit , kreischt, nicht mehr raus findet. Körperkontakt geht dann gar nicht. Das macht es noch schlimmer. Dann hilft nur abwarten und daneben sitzen oder in Sichtweite bleiben . Zwischendurch probiere ich immer wieder, Kontakt aufzunehmen. Wenn sie sich beruhigt spreche ich mit ihr darüber, oder auch später am Tag/ Abend. Dann sag ich ihr - du warst vorhin ja sehr wütend, du wolltest nicht aus der Wanne raus, du hast geweint. Und dann sagt sie noch etwas dazu. 
Insgesamt versuche ich, den Kindern viele Freiräume zu lassen und nicht zuviel Kontrolle auszuüben, so dass sie in den wirklich wichtigen Situationen kooperieren. 
Wenn ich merke, dass die Grundstimmung des Kindes nicht gut ist, es traurig ist, nicht gut kooperiert, nehme ich mir extra Zeit und mache etwas Schönes mit ihm. Je nachdem ,was gerade gerne gemacht wird und wenn es nur kuscheln und Buch lesen ist. Meine Kinder kooperieren besser , wenn es Ihnen gut geht, machen auch besser bei ungeliebten Tätigkeiten mit, wenn sie sonst zufrieden sind und viel Zuwendung und Verständnis bekommen haben . Ich versuche bedürfnisorientiert zu erziehen- FB , stillen nach Bedarf, immer trösten, wenn geweint wird, viel Körperkontakt und wenn möglich kein Zwang, Druck usw. Ich glaube, dass meine Mädels auch deshalb insgesamt zufrieden sind. 
Auf der anderen Seite finde ich es  enorm wichtig klar zu formulieren , was man möchte , eher positiv formulieren, Kind einbeziehen, dabei die Führung zu haben und die eigenen Grenzen zu wahren . Das gelingt mir längst nicht so, wie ich es gerne möchte. Ich bin auch nur ein Mensch mit Fehlern und einer schwierigen Biografie. Aber ich bemühe mich und gehe meinen Weg.

So hätte ich mir das bei meinem auch gewünscht - gut, das Spiegeln habe ich erst mit der Zeit für mich entdeckt.
Leider hat mein Sohn mein Temperament geerbt und MICH als Ursache für seinen Wutanfall ausgemacht. Daher habe ich auch seine Wut abbekommen. Ich konnte mich, genau so wie die TE, nicht einfach daneben setzen, weil ich attackiert wurde.
Es steht außer Frage, dass man an den Ursachen dieser Situation arbeiten muss und ich freue mich für die TE, dass sie eine hilfreiche Diagnose bekommen hat, der Thread hier ging aber darum die Akutsituation zu meistern.
Bei uns hilf da tatsächlich nur die Tür als Abstandhalter, damit ich keinen weiteren Angriffen ausgesetzt bin. Das hieß aber nicht, dass mein Sohn in seinem Zimmer vor sich hin wütete und ich irgendwo in der Wohnung herumturnte, sondern dass ich auf der anderen Seite der Tür war und versuchte den Moment abzupassen, in dem ein Gespräch wieder möglich war.

Hätte mir in dieser Situation jemand vorgeworfen mein Kind durch Liebesentzug auch noch zu traumatisieren OHNE die perfekte Lösung für meine Situation präsentieren zu können, ich glaube ich wäre endgültig zusammen gebrochen. Ich war eh schon kurz vor einem Nervenzusammenbruch.

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2. November 2016 um 13:18
In Antwort auf pupsigel

Bei uns gibt es Auszeiten im Zimmer, diese sind jedoch sehr selten.
Ich habe auch bereits 2 mal die Türe abgeschlossen und mich vor die Türe gesetzt.
Das tut mir als Mutter mehr weh als dem Kind.
Es gibt einfach Grenzen.
Und bei einem trotzenden Kind braucht man nicht mit ratio kommen.
Wichtig ist, dass  man die Situation hinterher, wenn das Kind wieder zugänglich ist,  bespricht. 
 

Nachdem ich nun weiter unten einen Post von der TS gelesen habe, aus dem hervorgeht, dass ihr Kind an einer Autismusstörung leidet, ist es mir wichtig zu ergänzen, dass sich meine Aussage  "Auszeit im Zimmer ist ok" auf gesunde Kinder bezieht.
Bei einem Krankenhaus bzw behinderten Kind würde ich solche Maßnahmen mit dem behandelten Arzt besprechen.

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