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Autismus

26. September 2016 um 13:39

Heute waren wir beim Kinderarzt, ich wusste mir nicht mehr zu helfen. Ursprünglich war der Termin dafür geplant, das geklärt wird wieso meine Tochter (4) so oft krank ist. Ich sprach aber unsere Probleme zu Hause gleich mal mit an. Seit zwei Jahren ist es ein ständiges und gleichbleibendes Problem.. Ihre Wut, ihre Ausraster, ihre eigene Welt. Unser alter Kinderarzt sprach mich schon auf die Testung an, da war sie erst 2,5 Jahre alt und ich fand es blödsinnig. Nun sagte unsere Kinderäztin (die normalerweise die Ruhe in Person ist) das sie unbedingt meine Tochter getestet haben will. Sie vermutet Autismus oder eben autistische Züge (?). Das meine Tochter mit drei anfing Wörter zu schreiben, 140teilige Puzzles zu puzzeln und unbedingt lesen lernen wollte war für mich erstmal kein Grund zur Sorge. Was mich und auch den Kindergarten besorgt, sind ihre sehr schlechten Sozialkompetenzen. Auch der Kindergarten sagte beim letzten Mal (vor einem Jahr) das sie autistische Züge zeige. Aber auch da hielt ich es für ein wenig verfrüht und ehrlich gesagt dachte ich, das man nicht jede "schlechte Phase" mit Autismus erklären kann. Aber sie sitzt inzwischen jeden Tag hier zu Hause und weint, sie hat keine Freunde, wird nie eingeladen. Ich habe sie mal beobachten können, bei der Eingewöhnung meines Sohnes. Sobald ihr ein Kind zu nahe kommt, dreht sie sich weg oder fängt an zu kreischen, schreit "Fass mich nicht an". Wenn wir mal Kinder zu Besuch haben, geht es in 99Prozent schief. Niemand darf ihr Zimmer betreten, niemand darf mitspielen, und wenn dann nur nach ganz gewissen Regeln. Die meiste Zeit versuchen wir uns draußen zu treffen, was dann aber nicht viel besser ist. Dann gehört ihr der Sand, die Steine, die Rutsche etc.
Oder sie sitzt von Anfang an alleine, redet leise unzusammenhängende Sätze mit sich selbst. Sie kann auch nicht mehr zwischen Phantasiewelt und "realer" Welt unterscheiden. Alles muss so sein, wie sie das gemacht hat. Und wehe es weicht ab. Augenkontakt ist mit mir bedingt möglich, auf fremde Menschen reagiert sie gar nicht. Läuft weg oder hält sich die Ohren zu. Laute Geräusche sind eine Qual für sie, dann fängt sie an zu schreien. Wird total hysterisch. Einkaufen gehen mit ihr ist fast nicht mehr möglich. Zuviele fremde Menschen, zuviel Trubel. Da sind Ausraster vorprogrammiert. Oder sie fängt an Fliesen zu zählen.

Das alles kann auch nichts bedeuten oder etwas anderes als Autismus, aber ich hab schon ziemlich Angst. Sie soll jetzt in der Kinder-und Jugendpsychiatrie getestet werden, zeitgleich soll ich aber im SPZ noch einen Termin machen. Die Ärztin meinte aber, im SPZ würde es länger dauern.

Was kommt da auf meine Tochter zu? Wie läuft der Test ab? Und wenn es Autismus oder autistische Züge wären, was bedeutet das für sie und auch für mich?

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26. September 2016 um 13:39

Heute waren wir beim Kinderarzt, ich wusste mir nicht mehr zu helfen. Ursprünglich war der Termin dafür geplant, das geklärt wird wieso meine Tochter (4) so oft krank ist. Ich sprach aber unsere Probleme zu Hause gleich mal mit an. Seit zwei Jahren ist es ein ständiges und gleichbleibendes Problem.. Ihre Wut, ihre Ausraster, ihre eigene Welt. Unser alter Kinderarzt sprach mich schon auf die Testung an, da war sie erst 2,5 Jahre alt und ich fand es blödsinnig. Nun sagte unsere Kinderäztin (die normalerweise die Ruhe in Person ist) das sie unbedingt meine Tochter getestet haben will. Sie vermutet Autismus oder eben autistische Züge (?). Das meine Tochter mit drei anfing Wörter zu schreiben, 140teilige Puzzles zu puzzeln und unbedingt lesen lernen wollte war für mich erstmal kein Grund zur Sorge. Was mich und auch den Kindergarten besorgt, sind ihre sehr schlechten Sozialkompetenzen. Auch der Kindergarten sagte beim letzten Mal (vor einem Jahr) das sie autistische Züge zeige. Aber auch da hielt ich es für ein wenig verfrüht und ehrlich gesagt dachte ich, das man nicht jede "schlechte Phase" mit Autismus erklären kann. Aber sie sitzt inzwischen jeden Tag hier zu Hause und weint, sie hat keine Freunde, wird nie eingeladen. Ich habe sie mal beobachten können, bei der Eingewöhnung meines Sohnes. Sobald ihr ein Kind zu nahe kommt, dreht sie sich weg oder fängt an zu kreischen, schreit "Fass mich nicht an". Wenn wir mal Kinder zu Besuch haben, geht es in 99Prozent schief. Niemand darf ihr Zimmer betreten, niemand darf mitspielen, und wenn dann nur nach ganz gewissen Regeln. Die meiste Zeit versuchen wir uns draußen zu treffen, was dann aber nicht viel besser ist. Dann gehört ihr der Sand, die Steine, die Rutsche etc.
Oder sie sitzt von Anfang an alleine, redet leise unzusammenhängende Sätze mit sich selbst. Sie kann auch nicht mehr zwischen Phantasiewelt und "realer" Welt unterscheiden. Alles muss so sein, wie sie das gemacht hat. Und wehe es weicht ab. Augenkontakt ist mit mir bedingt möglich, auf fremde Menschen reagiert sie gar nicht. Läuft weg oder hält sich die Ohren zu. Laute Geräusche sind eine Qual für sie, dann fängt sie an zu schreien. Wird total hysterisch. Einkaufen gehen mit ihr ist fast nicht mehr möglich. Zuviele fremde Menschen, zuviel Trubel. Da sind Ausraster vorprogrammiert. Oder sie fängt an Fliesen zu zählen.

Das alles kann auch nichts bedeuten oder etwas anderes als Autismus, aber ich hab schon ziemlich Angst. Sie soll jetzt in der Kinder-und Jugendpsychiatrie getestet werden, zeitgleich soll ich aber im SPZ noch einen Termin machen. Die Ärztin meinte aber, im SPZ würde es länger dauern.

Was kommt da auf meine Tochter zu? Wie läuft der Test ab? Und wenn es Autismus oder autistische Züge wären, was bedeutet das für sie und auch für mich?

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26. September 2016 um 13:55

Hallo!
Ich Berichte dir mal von uns. Mein mittlerer Sohn (fast 7 Jahre) bekam dieses Jahr im April die Diagnose frühkindlicher hochfunktionaler Autismus.
Und ich muss sagen, seitdem wir die Diagnose haben bekommen wir wesentlich einfacher Hilfe und mehr Verständnis. Mein Sohn wurde nun eingeschult (normale Regelschule) und hat eine Schulbegleitung bekommen. Die Lehrerin nimmt Rücksicht auf ihn und wir konnten im Vorfeld schon einiges besprechen. (Am besten vorne sitzen, mit einem Kind als Nachbar welches eher ruhiger ist, konnten im Vorfeld besprechen wo es schwieriger werden könnten usw)
Zusätzlich kommt einmal die Woche eine Heilpädagogin zu uns nach Hause für 1-2 Stunden und spielt mit ihm. Am Anfang fand ich die Vorstellung etwas komisch aber mittlerweile finde ich es gut. Er ist gut beschäftigt, lernt von ihr viel und ich hab auch mal in Ruhe für die andern zwei großen Zeit.

Getestet wurde unser Sohn im Josefinum in Augsburg und ich war sehr sehr zufrieden dort. Die haben auch nicht voreilig eine Diagnose gestellt sondern auch noch andere Sachen gleich mit ausgeschlossen bzw mit getestet.
Man bekommt auch gefühlt eine Millionen Fragebögen.

Ansonsten haben wir durch die Diagnose einen SBA mit 50% + Merkzeichen H und Pflegestufe 1 mit eingeschränkter Alltagskompetenz bekommen.

Bei meinem Sohn habe ich mir lange die Frage gestellt ob er nun Autist ist oder nicht. Das erste mal mit zwei Jahren. Aber ich wurde nie wirklich ernst genommen. Bis ich auf die Testung bestand. Ich wollte es einfach nur wissen ob er es ist oder nicht. Ändern tut es an sich bei dem Kind ja nichts. Ich liebe ihn so oder so.

Ich würde dir raten sie einfach testen zu lassen und dich davor erkundigen wo bei dir in der Nähe die beste Stelle ist. Habe die Erfahrung gemacht das es viele nicht sehr kompetente Stellen gibt. also am besten davor dich erkundigen und umhören. Ich hab den Tipp damals hier im Forum bekommen.

Lg und alles gute!

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26. September 2016 um 14:11
In Antwort auf hellviolett

Hallo!
Ich Berichte dir mal von uns. Mein mittlerer Sohn (fast 7 Jahre) bekam dieses Jahr im April die Diagnose frühkindlicher hochfunktionaler Autismus.
Und ich muss sagen, seitdem wir die Diagnose haben bekommen wir wesentlich einfacher Hilfe und mehr Verständnis. Mein Sohn wurde nun eingeschult (normale Regelschule) und hat eine Schulbegleitung bekommen. Die Lehrerin nimmt Rücksicht auf ihn und wir konnten im Vorfeld schon einiges besprechen. (Am besten vorne sitzen, mit einem Kind als Nachbar welches eher ruhiger ist, konnten im Vorfeld besprechen wo es schwieriger werden könnten usw)
Zusätzlich kommt einmal die Woche eine Heilpädagogin zu uns nach Hause für 1-2 Stunden und spielt mit ihm. Am Anfang fand ich die Vorstellung etwas komisch aber mittlerweile finde ich es gut. Er ist gut beschäftigt, lernt von ihr viel und ich hab auch mal in Ruhe für die andern zwei großen Zeit.

Getestet wurde unser Sohn im Josefinum in Augsburg und ich war sehr sehr zufrieden dort. Die haben auch nicht voreilig eine Diagnose gestellt sondern auch noch andere Sachen gleich mit ausgeschlossen bzw mit getestet.
Man bekommt auch gefühlt eine Millionen Fragebögen.

Ansonsten haben wir durch die Diagnose einen SBA mit 50% + Merkzeichen H und Pflegestufe 1 mit eingeschränkter Alltagskompetenz bekommen.

Bei meinem Sohn habe ich mir lange die Frage gestellt ob er nun Autist ist oder nicht. Das erste mal mit zwei Jahren. Aber ich wurde nie wirklich ernst genommen. Bis ich auf die Testung bestand. Ich wollte es einfach nur wissen ob er es ist oder nicht. Ändern tut es an sich bei dem Kind ja nichts. Ich liebe ihn so oder so.

Ich würde dir raten sie einfach testen zu lassen und dich davor erkundigen wo bei dir in der Nähe die beste Stelle ist. Habe die Erfahrung gemacht das es viele nicht sehr kompetente Stellen gibt. also am besten davor dich erkundigen und umhören. Ich hab den Tipp damals hier im Forum bekommen.

Lg und alles gute!

Danke schön für deine Antwort!
Zu der Frühförderung :
Mein Sohn hat ja die PS1 und auch Frühförderung zu Hause. Und die Heilpädagogin hat mich bereits darauf angesprochen, ob ich nicht für meine Tochter auch Frühförderung beantragen will. Meine Tochter ist im allgemeinen sehr unruhig, immer am Hüpfen und sobald sie das Gefühl hat keiner nimmt sie wahr, fängt das hysterische schreien an. Manchmal haut sie uns, meist richtet sich ihre Aggressionen gegen sich oder Gegenstände.

Im Moment kann ich einfach nicht glauben, das sie Autistin ist. Für mich ist das quasi "nichts." Also, klar ihre Situation ist schlimm, auch das sie keine Spielfreunde hat. Aber das habe ich immer irgendwie auf die Situation mit ihrem Bruder geschoben. Das sie einfach ein bisschen "eigen" ist. Irgendwie hab ich das Gefühl, das es meine Schuld ist. Sie kommt mir so normal vor, und dann wiederrum eben auch wieder nicht. Total verworren. Vor allem fand ich es immer normal, mit jemanden keinen Augenkontakt zu halten, das tue ich auch nicht. Da fühle ich mich sehr unwohl. Oder jemanden anfassen, das ist für mich auch schwierig. Vielleicht hab ich deswegen alles etwas "leichter" genommen... Ich schaue mal das ich so schnell wie möglich einen Termin bekomme. Nun ist es aber so, das ich ab nächste Woche arbeite und mit Sicherheit so schnell nicht frei bekomme.

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26. September 2016 um 14:21
In Antwort auf jumamile

Danke schön für deine Antwort!
Zu der Frühförderung :
Mein Sohn hat ja die PS1 und auch Frühförderung zu Hause. Und die Heilpädagogin hat mich bereits darauf angesprochen, ob ich nicht für meine Tochter auch Frühförderung beantragen will. Meine Tochter ist im allgemeinen sehr unruhig, immer am Hüpfen und sobald sie das Gefühl hat keiner nimmt sie wahr, fängt das hysterische schreien an. Manchmal haut sie uns, meist richtet sich ihre Aggressionen gegen sich oder Gegenstände.

Im Moment kann ich einfach nicht glauben, das sie Autistin ist. Für mich ist das quasi "nichts." Also, klar ihre Situation ist schlimm, auch das sie keine Spielfreunde hat. Aber das habe ich immer irgendwie auf die Situation mit ihrem Bruder geschoben. Das sie einfach ein bisschen "eigen" ist. Irgendwie hab ich das Gefühl, das es meine Schuld ist. Sie kommt mir so normal vor, und dann wiederrum eben auch wieder nicht. Total verworren. Vor allem fand ich es immer normal, mit jemanden keinen Augenkontakt zu halten, das tue ich auch nicht. Da fühle ich mich sehr unwohl. Oder jemanden anfassen, das ist für mich auch schwierig. Vielleicht hab ich deswegen alles etwas "leichter" genommen... Ich schaue mal das ich so schnell wie möglich einen Termin bekomme. Nun ist es aber so, das ich ab nächste Woche arbeite und mit Sicherheit so schnell nicht frei bekomme.

...
Deine Gefühle kann ich sehr gut verstehen... so geht es mir heute noch. Manchmal kommt mir mein Sohn total normal vor.... naja und dann gibt es auch Tage wo es wieder ganz anders ist.
Manchmal frag ich mich ob er wirklich Autist ist, weil er manchmal total normal ist. Aber das ändert sich sehr schnell wieder.

Und warum solltest du Schuld daran sein? Ganz bestimmt nicht. Das musst du schnell wieder vergessen.
Autismus (falls sie es wirklich hat) ist angeboren also von dem her...

Wahrscheinlich wirst du eh erstmal auf ne Warteliste kommen. Wir mussten auch 6 Monate warten und dann wurde genau an dem Tag unser Sohn krank.... im Endeffekt hat es 9 Monate gedauert bis er getestet wurde.

Hab auch schon von Wartezeiten von einem Jahr gehört.


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26. September 2016 um 14:31

Ich würde
an Deiner Stelle auch dringend Frühförderung beantragen. Wir warten hier gerade auf das ok, unser Sohn hat auch Schwierigkeiten in der sozialen und emotionalen Kompetenz.
Mir tat es gut, dass wir ernst genommen wurde und nun wahrscheinlich Hilfe bekommen.
Was Du alles aufzählst ist wirklich viel und ich denke sie braucht Hilfe, egal ob Autismus oder nicht.
Ich wollte bei unserem Sohn nicht, dass er zum Außenseiter wird und genau da will die Heilpädagogin uns unterstützen. Sie geht in die Kita und arbeitet dort mit ihm. Berät uns und die Erzieher.
Ich würde sie an deiner Stelle testen lassen. Euch steht dann viel mehr Hilfe zu und man kann noch sooooo viel machen. Je älter sie ist, desto schwieriger ist es.
Nimm die Hilfe an!

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26. September 2016 um 14:40

Hallo
was du da schilderst klingt fast danach.
Mein Sohn blieb mit 3 an jedem Zeichen stehen und starrte es ewig an. Mit 4 machte er sich Gedanken, was Unendlichkeit bedeutet. Dafür konnte er es nicht ertragen, in einem Stuhlkreis zu sitzen.
Unsere Diagnose erhielten wir letztes Jahr auch im Josefinum Augsburg. Meines Erachtens eine der besten Stellen überhaupt. Wir erhielten auch SBA und PS, allerdings habe ich gemerkt, dass viele Lehrer mit der Diagnose einfach nichts anzufangen wissen. Sie sind einfach nicht darauf spezialisiert und wir bekommen leider, im Gegensatz zu hell, wenig Verständnis. Von Außenstehenden wie anderen Eltern z.B. braucht man erfahrungsgemäß nichts erwarten, da das Kind als "verzogenes Gör", gilt, das sich einfach unmöglich benimmt. So ist leider meine Erfahrung

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26. September 2016 um 14:53
In Antwort auf sisasausemaus

Hallo
was du da schilderst klingt fast danach.
Mein Sohn blieb mit 3 an jedem Zeichen stehen und starrte es ewig an. Mit 4 machte er sich Gedanken, was Unendlichkeit bedeutet. Dafür konnte er es nicht ertragen, in einem Stuhlkreis zu sitzen.
Unsere Diagnose erhielten wir letztes Jahr auch im Josefinum Augsburg. Meines Erachtens eine der besten Stellen überhaupt. Wir erhielten auch SBA und PS, allerdings habe ich gemerkt, dass viele Lehrer mit der Diagnose einfach nichts anzufangen wissen. Sie sind einfach nicht darauf spezialisiert und wir bekommen leider, im Gegensatz zu hell, wenig Verständnis. Von Außenstehenden wie anderen Eltern z.B. braucht man erfahrungsgemäß nichts erwarten, da das Kind als "verzogenes Gör", gilt, das sich einfach unmöglich benimmt. So ist leider meine Erfahrung

Hallo!!
Dann wohnen wir ja bestimmt nicht soooooo weit auseinander wenn ihr auch in Augsburg wart oder?
Wir sind ca 90km einfach gefahren. Wart ihr auch bei der Fr. Dr. Mann? Fand sie echt super.

Jain. Also mit der Schule haben wir echtes Glück. Als wir die Diagnose erhalten haben, habe ich mich sofort mit dem Direktor in Verbindung (das war zur Schuleinschreibung um den Dreh) gesetzt. Er hat mir dann viele Infomaterialien über autistische Schulkinder mitgegeben und sich mit den angehenden Lehrern besprochen wer meinen Sohn "möchte". Seine Lehrerin ist zwar eher sehr streng und hatte noch nie einen Autisten aber sie ist sehr bemüht. Letztens kam sie her und meinte das sie das "wortwörtliche verstehen" erst jetzt durch meinen Sohn wirklich versteht.

Im Fußballverein wissen es auch die meisten, habe dort mit offenen Karten gleich alles klargestellt.
Auch wenn er mal nicht so reagiert wie er sollte, weiß sein Trainer Bescheid.

Überall im Vorraus so zu managen geht natürlich nicht. Wenn er sich seltsam im Schreibwarenladen benimmt und alles anlangen muss, schauen natürlich alle mich blöd an und denken er wäre einfach nur verzogen. Genauso wie beim Arzt im Wartezimmer... manchmal ist es mir einfach zu doof alles zu erklären und ich ertrage die blöden Blicke.

Auch wenn die meisten unserer Freunde wissen das er Autist ist, reagieren die meisten trotzdem komisch. Wenn sie ihn was fragen bzw erzählen und er sich einfach null dafür interessiert und nicht mal antwortet. Das kommt bei den Leuten auch immer extrem unerzogen rüber.

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26. September 2016 um 14:53
In Antwort auf hellviolett

...
Deine Gefühle kann ich sehr gut verstehen... so geht es mir heute noch. Manchmal kommt mir mein Sohn total normal vor.... naja und dann gibt es auch Tage wo es wieder ganz anders ist.
Manchmal frag ich mich ob er wirklich Autist ist, weil er manchmal total normal ist. Aber das ändert sich sehr schnell wieder.

Und warum solltest du Schuld daran sein? Ganz bestimmt nicht. Das musst du schnell wieder vergessen.
Autismus (falls sie es wirklich hat) ist angeboren also von dem her...

Wahrscheinlich wirst du eh erstmal auf ne Warteliste kommen. Wir mussten auch 6 Monate warten und dann wurde genau an dem Tag unser Sohn krank.... im Endeffekt hat es 9 Monate gedauert bis er getestet wurde.

Hab auch schon von Wartezeiten von einem Jahr gehört.


Ich habe jetzt einen Termin
in einer Spezialambulanz für Autimus in der Kinder und Jugendpsychiatrie im Universitätsklinikum gemacht und der erste Termin war Ende November. Das kann ich gut "aushalten." Zeitgleich mach ich aber im SPZ noch einen Termin

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