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B Streptokokken nach der Geburt

6. Dezember 2019 um 15:16 Letzte Antwort: 9. Dezember 2019 um 13:23

Hallo an alle,

ich hoffe das ich hier ein wenig auf Tipps, Hilfe oder Erfahrungen von Eltern bekommen kann, die Ebenfalls sich mit dem Thema B-Streptokokken befasst haben/ mussten.
Leider muss ich hier etwas weiter ausholen da ich befürchte das es keiner oder wenige nachvollziehen können.
Mein Mann und ich haben vor 6 Jahren eine gesunde Tochter zur Welt gebracht und wir wollten generell nie ein Einzelkind haben und beschlossen daher ein paar Jahre später noch ein Baby zu bekommen.
Leider haben wir dieses Baby bereits in der 9 SSW verloren( operativ). Dieses Erlebnis hat mich sehr stark traumatisiert und ich hatte Angst das es beim nächsten Baby ebenfalls passieren könnte, gab mir die Schuld daran und hab es nicht mehr versuchen wollen ( starke Verlustangst).
Letztes Jahr haben wir es trotzdem versucht da unser Kinderwunsch sehr stark war.
Ich wurde schon beim zweiten Versuch schwanger und war sehr glücklich darüber.
Alles lief auch bestens bis Ende des 3. Monats. Am frühen morgen beim täglichen gang zur Toilette habe ich gesehen das etwas Blut ausgelaufen ist. Mein Mann hat sofort beim FA angerufen und mich dorthin gefahren wo wir sofort dran gekommen sind. Bei der Untersuchung war alles in Ordnung und die Ärztin vermutete das es ggf. von der Untersuchung am Tag zuvor kommen könnte.
Ich sollte nun die nächsten Wochen 1 mal die Woche zur Untersuchung kommen.
Das verlief auch wieder einige Wochen gut und unauffällig bis sie in der 22 SSW sagte ich habe eine Gebärmutterhals Verkürzung, statt der normalen 4/5 cm hatte ich nur noch 2,5 cm. Daraufhin hat sie Abstriche bei mir gemacht da sie einen Verdacht hatte.
Ich sollte bis zum Ergebnis Magnseium Tabletten nehmen und strikte Bettruhe einhalten.
Bei der nächsten Untersuchung verbesserte sich die Lage. Durch die viele Ruhe und Einnahme der Tabletten war bein GBH von 2,5 nun wieder auf 3,5 und hat uns etwas beruhigt. Ich hab mich also weiterhin geschont und die Tabletten genommen in der Hoffnung es würde noch besser werden.
Darauf die Untersuchung verlief dann anders als erhofft.
Als sie mich untersuchte waren es auf einmal nur noch 2,2 cm mit Trichterbildung statt der 3,5 und das Ergebnis der Abstriche war Streptokokken B. Sie meinte es wäre an sich nichts schlimmes aber ich bräuchte unter der Geburt ein Antibiotika und hat alles ins Heft geschrieben.
Ich bekam dann neben der Magnesium Milchsäure Tabletten für die Vaginalflora. Da ich aber totale Angst hatte unser Baby zu verlieren bin ich freiwillig ins Krankenhaus gefahren um bessere Beobachtung zu haben oder ggf. eine Cerclage zu bekommen. Nach einer Woche war ich ohne Cerclage wieder zu Hause. Der Trichter war weg der GBH immer zwischen 2,2 und 2,5 cm und ich habe letzendlich bis auf die ersten 3 Monate gelegen. Unser Baby kam in der 39. SSW (38+1) mit 54cm und 3650g gesund zur Welt. Die Geburt verlief relativ schnell und ich bekam die Antibiose erst ein paar Minuten nach dem Blasensprung ( vom Blasensprung bis zum Ende der Geburt waren es nur 25 Minuten).
Soweit ich es mitbekommen habe wurde unser Baby einmal täglich zum Kinderarzt gebracht und untersucht, weshalb genau weiß ich nicht mehr und hätte nachfragen sollen.
Nach 3 Tagen wurden wir aus dem KH entlassen. Nachdem ich meiner Mutter alles erzählt hatte fragte sie mich wie ich überhaupt an die B Streptokokken gekommen bin. Da sie sich selten so Sorgen um Krankheiten machte gab es mir zu denken und fing an zu googeln( ich glaube das war mein größter Fehler , Dr. Google zu fragen) und nach allem was ich in diversen Foren und Internetseiten gelesen habe brach die Panik richtig aus.
Bei der ersten U Untersuchung unseres Babys habe ich der Ärztin von meinen Sorgen etc. erzählt. Daraufhin hat sie unser Baby untersucht ob es Anzeichen einer Infektion haben könnte und hat Blutuntersuchungen gemacht. Alles war negativ auch meine Mutterlich soll in Ordnung gewesen sein. Sie bat mich nochmal zum FA zu gehen und mich nochmals auf Streptokokken testen zu lassen ob diese ggf. durch die Antibiose im KH verschwunden wären um mich zu beruhigen.
Gesagt getan und nach 1 Woche hatten wir das Ergebnis, positiv.
Meine FA meinte es sei nicht schlimm und gehöre zu meiner Flora dazu und das es viele Frauen haben und damit leben. Eine Behandlung wäre nicht notwendig.
Ich hab das bestimmt 3 Wochen so hingenommen und habe allerdings so sehr Angst gehabt das ich unser Baby anstecken könnte das ich nach jedem Klogang direkt duschen war und alles sauber gemacht habe... Nachdem die Kinderärztin unseres Babys gesehen hat wie kaputt meine Haut ist sagte sie ich soll zum FA gehen und mich behandeln lassen. Ich bin trotz meiner Angst nicht verstanden zu werden zum FA gegangen und hab dort alles gesagt. Ich bekam dann ein Antibiotika (Cefuroxim)welches ich auch nehmen darf wenn ich stille gegen die Streptokokken. Mein FA meinte danach wären alle Streptokokken beseitigt das würde keine überleben und wenn ja dann wäre diese nicht mehr toxisch( wenn man das ao sagen kann?).
Es ging dann auch einige Wochen etwas besser und der Zwang wurde weniger bis ich eine dicke Mandelentzündung hatte und abermals Antibiotika einnehmen musste ( diesmal AMOXI 1000-1A)... Streptokokken Gruppe A...
Im groben und ganzen hab ich seit der Geburt unseres Babys panische Angst es krank machen zu können und seit der Geburt nach jedem Klogang zu putzen, duschen und desinfizieren... Ich bin nervlich und körperlich völlig im Eimer. Ich möchte nicht riskieren das unser Baby durch mich ggf sterben könnte.
Ja mir ist klar und bewusst das ich eine richtige Zwangsstörung entwickelt habe und bin auch in Therapie deshalb... Dennoch würde ich gerne wissen wie andere Eltern damit  umgehen oder Tipps haben...
Ich kann die Zeit absolut nicht genießen und bin froh über jeden Tag den wir meistern ohne Infektion und das kann so auch nicht richtig sein...
Unser Baby ist heute 3 Monate und 5 Tage alt.

Und Entschuldigung für diesen langen Roman.

Vielen Dank

 

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8. Dezember 2019 um 9:44

Guten Morgen!

Meine Mutter hatte während ihrer Schwangerschaft auch zu viele Streptokokken in sich, nur wusste es niemand. Ich kam mit einer Strepvergiftung zur Welt, niemand hat's erstmal bemerkt. Ende vom Lied waren eine Endokarditis mit Herzfehler. Das mit den Mandelentzüdnungen und dem Amoxi kann ich nachvollziehen, das musste ich auch immer nehmen. Als Notfallmedikament. Also, wirklich als Notfall. Um mit der "Angst" besser umgehen zu können, hab ich mit meiner Hausärztin einen Plan gemacht. Erst wenn ich zwei Tage über 38,5 Grad Fieber habe, fange ich mit den Amoxi an. Musst du die dann dauerhaft nehmen? Normal ist's ja nur im Notfall die Regel. Also wenn ich mal eine Mandelentzüdung hatte ohne Fieber, hab ich sie z.B. nicht genommen. Am Ende hab ich mir die Mandeln entfernen lassen, seither ist Ruhe. Wie geht's dem Baby?

Liebe Grüße

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9. Dezember 2019 um 13:23
In Antwort auf annestardust

Guten Morgen!

Meine Mutter hatte während ihrer Schwangerschaft auch zu viele Streptokokken in sich, nur wusste es niemand. Ich kam mit einer Strepvergiftung zur Welt, niemand hat's erstmal bemerkt. Ende vom Lied waren eine Endokarditis mit Herzfehler. Das mit den Mandelentzüdnungen und dem Amoxi kann ich nachvollziehen, das musste ich auch immer nehmen. Als Notfallmedikament. Also, wirklich als Notfall. Um mit der "Angst" besser umgehen zu können, hab ich mit meiner Hausärztin einen Plan gemacht. Erst wenn ich zwei Tage über 38,5 Grad Fieber habe, fange ich mit den Amoxi an. Musst du die dann dauerhaft nehmen? Normal ist's ja nur im Notfall die Regel. Also wenn ich mal eine Mandelentzüdung hatte ohne Fieber, hab ich sie z.B. nicht genommen. Am Ende hab ich mir die Mandeln entfernen lassen, seither ist Ruhe. Wie geht's dem Baby?

Liebe Grüße

Guten Tag,

das klingt übel. Normalerweise gibt es doch Anzeichen auf Streptokokken Infektion wie z.B. Fieber etc. warum hat man das dann so spät erst bemerkt bzw.  ab welcher Woche hatte man es bemerkt?
Ich hab einmal ein Antibiotika Namens Cefuroxim gegen die B Streptokokken von meinem FA bekommen in Absprache mit der Kinderärztin. Ich weiß allerings nicht ob diese noch da sind und/ oder noch schädlich sein können. Die Mandelentzündung bekam ich ca. 3 Wochen danach und nur auf Verdacht auf Streptokokken das Amoxi ebenfalls mit Absprache.
Ich denke es geht ihm gut. Er hatte auch eine Erkältung aber diese ist schon lange weg. Er ist sehr aktiv und trinkt super viel. Er spielt auf seiner Spielmatte, lacht viel und versucht zu reden ( brabbelt richtig schön viel). Fieber messe ich jeden Tag 3-5 mal und ist immer in Ordnung.
Er hatte die Tage sich mal schwallartig übergeben war auch direkt bei der KÄ wurde auf vieles untersucht aber alles bester Ordnung, denken er hat wohl zuviel Milch in zu kurzen Abständen getrunken. Er hat aber am Donnerstag noch seine U4.
Ich habe einfach generell Angst ihn damit zu infizieren z.B. über Handtücher oder sonst was oder das Streptokokken in die Milch gehen( wobei ich auch hier nicht weiß wie das passieren kann wenn zuerst keine da waren).
Er ist ja auch jetzt 3 Monate und 10 Tage alt.

Liebe Grüße
 

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