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Baby einer bekannten ist gestorben - wie helfen?

10. Dezember 2004 um 1:06

hi. einer bekannten von mir ist das schlimmste passiert, was man sich wohl vorstellen kann: ihr baby ist gestorben. das mädchen kam in der 24.woche zur welt, hat nur wenige wochen gelebt und ist an einer gehirnblutung gestorben. ich weiss nicht, wie ich mit der situation umgehen soll. hab von einem anderen bekannten erst davon erfahren, sie hat sich nicht bei mir gemeldet gehabt, obwohl ich ihr schon vorher angeboten hab, dass sie mich anrufen kann, wenn es ihr schlecht geht. hab ihr dann nochmal sms geschrieben und ihr eben das angeboten. sie reagiert in den sms ausweichend, hat auch nie angerufen. was soll ich jetzt machen? mich nicht mehr melden und warten, dass sie sich meldet?

snuffy84

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13. Dezember 2004 um 15:20

Ganz schlimme, für alle sehr schwierige Sache.
Hallo Du, finde toll, daß Du so an sie denkst und sie unterstützen möchtest. Echt klasse! Sieh ihr nach, wenn sie darauf jetzt (noch) nicht eingehen kann. Jeder geht mit einem solchen Schicksalsschlag anders um. Der eine muß unter Leute, der andere möchte keinen sehen. Der eine muß darüber reden, der andere vergräbt sich. Wichtig ist, daß sie weiß daß Du für sie da bist, wenn sie Dich braucht. Alles andere wird sich finden. Bedräng sie nicht, sag ihr vielleicht aber noch einmal deutlich, daß Du sie nicht unter Druck setzen möchtestund daß das Angebot auch in einem halben Jahr noch Gültigkeit hat. Wenn sie Dich braucht, wird sie auf Dich zukommen. Sei nicht böse mit ihr, wenn das noch einige Zeit auf sich warten läßt. Es gibt irgendwie nix Schlimmeres als ein Kind zu verlieren. Sie wird schon verstanden haben, daß Du da bist.Glaube, Du bist ne ganz Nette. Liebe Grüße fixundfoxy

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13. Dezember 2004 um 16:09
In Antwort auf nerina_12332928

Ganz schlimme, für alle sehr schwierige Sache.
Hallo Du, finde toll, daß Du so an sie denkst und sie unterstützen möchtest. Echt klasse! Sieh ihr nach, wenn sie darauf jetzt (noch) nicht eingehen kann. Jeder geht mit einem solchen Schicksalsschlag anders um. Der eine muß unter Leute, der andere möchte keinen sehen. Der eine muß darüber reden, der andere vergräbt sich. Wichtig ist, daß sie weiß daß Du für sie da bist, wenn sie Dich braucht. Alles andere wird sich finden. Bedräng sie nicht, sag ihr vielleicht aber noch einmal deutlich, daß Du sie nicht unter Druck setzen möchtestund daß das Angebot auch in einem halben Jahr noch Gültigkeit hat. Wenn sie Dich braucht, wird sie auf Dich zukommen. Sei nicht böse mit ihr, wenn das noch einige Zeit auf sich warten läßt. Es gibt irgendwie nix Schlimmeres als ein Kind zu verlieren. Sie wird schon verstanden haben, daß Du da bist.Glaube, Du bist ne ganz Nette. Liebe Grüße fixundfoxy

Mach mir langsam sorgen....
hi. sie hat sich jetzt schon zwei wochen nicht mehr bei mir gemeldet. zwei wochen sind vergangen, seit ich ihr angeboten hab, dass sie mich jederzeit anrufen kann, dass sie wissen soll dass ich für sie da bin. wir waren objektiv betrachtet nicht befreundet, aber hatten beruflich was miteinander zu tun, hab also ihre probleme schon mitbekommen. sie hatte schon im 4.monat frühzeitige wehen. mach mir langsam sorgen....sie hatte mir vor zwei wochen ne sms geschrieben, in der sie sich für mein ab angebot bedankt und weiss, dass ich mit ihr gehofft hab, dass ihre tochter durchkommt. der letzte satz hat mich aber beunruhigt. sie schrieb, dass die kleine in ihrem armen gestorben sei und sie mitgenommen hätte....was soll ich jetzt tun?

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15. Dezember 2004 um 12:29
In Antwort auf willow_12050839

Mach mir langsam sorgen....
hi. sie hat sich jetzt schon zwei wochen nicht mehr bei mir gemeldet. zwei wochen sind vergangen, seit ich ihr angeboten hab, dass sie mich jederzeit anrufen kann, dass sie wissen soll dass ich für sie da bin. wir waren objektiv betrachtet nicht befreundet, aber hatten beruflich was miteinander zu tun, hab also ihre probleme schon mitbekommen. sie hatte schon im 4.monat frühzeitige wehen. mach mir langsam sorgen....sie hatte mir vor zwei wochen ne sms geschrieben, in der sie sich für mein ab angebot bedankt und weiss, dass ich mit ihr gehofft hab, dass ihre tochter durchkommt. der letzte satz hat mich aber beunruhigt. sie schrieb, dass die kleine in ihrem armen gestorben sei und sie mitgenommen hätte....was soll ich jetzt tun?

Das ist doch schon mal was.
2 Wochen sind für Dich bestimmt zermürbend lang aber für das was sie zu verarbeiten hat ist das gar nicht an Zeit. Du mußt Dich auch mit dem Gedanken anfreunden, daß Du eventuell nicht der erste Ansprechpartner für sie bist. Du sagst es ist eher eine Bekannte als eine Freundin. Vielleicht spricht sie ja bereits im Familien- und Freundeskreis darüber und findet einfach, daß Eure Bindung für ein solch intimes Gespräch nicht ausreichend ist. BItte versteh das nicht falsch. Ich ziehe das nur in Erwägung, weil es mir schon ein paar mal ähnlich ging. Mußte dann feststellen, daß es für die betreffende Person andere und wichtigere Bezugspersonen gab. War dann sehr enttäuscht, hatte ich doch meine ganze Sorge und Fürsorge da rein gegeben. Aber diese Enttäuschung war egoistisch. Letzendlich hab ich das erkannt und war froh, daß sie sich überhaupt wem anvertaut hat. In einem späteren Gespräch hat sie mir dann auch nochmal gesagt, daß es ihr sehr viel bedeutet hat, daß ich ihr meine Hilfe angeboten hab. Mach es doch einfach so. Schick eine Karte (passt doch jetzt auch zu Weihnachten, obwohl das immer so ne Sache ist, weil Weihnachten gerade für Leute mit Problemen alles noch schwerer macht) in der Du trotz der ganz schwierigen Zeit alles liebe Wünschst auch für das neue Jahr und in der Du dann nochmal sagst, daß Du da bist, wenn sie Dich braucht. Finde ne Karte persönlicher als ne SMS aber auch nicht so aufdringlich wie ein Telefonat. Was meinst Du?

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15. Dezember 2004 um 12:43

HI
Wenn Du sie anrufst, dann nicht gleich über ihr totes Baby zu sprechen, sondern um sie aufzumuntern und ihr anzubieten mit Dir vielleicht ins Kino zu gehen...danach könnt ihr ins Cafe gehen und Du kannst ihr zuhören und Dein Schulter zum Ausweinen zur Verfügung stellen....

Alles Gute

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15. Dezember 2004 um 16:16
In Antwort auf nerina_12332928

Das ist doch schon mal was.
2 Wochen sind für Dich bestimmt zermürbend lang aber für das was sie zu verarbeiten hat ist das gar nicht an Zeit. Du mußt Dich auch mit dem Gedanken anfreunden, daß Du eventuell nicht der erste Ansprechpartner für sie bist. Du sagst es ist eher eine Bekannte als eine Freundin. Vielleicht spricht sie ja bereits im Familien- und Freundeskreis darüber und findet einfach, daß Eure Bindung für ein solch intimes Gespräch nicht ausreichend ist. BItte versteh das nicht falsch. Ich ziehe das nur in Erwägung, weil es mir schon ein paar mal ähnlich ging. Mußte dann feststellen, daß es für die betreffende Person andere und wichtigere Bezugspersonen gab. War dann sehr enttäuscht, hatte ich doch meine ganze Sorge und Fürsorge da rein gegeben. Aber diese Enttäuschung war egoistisch. Letzendlich hab ich das erkannt und war froh, daß sie sich überhaupt wem anvertaut hat. In einem späteren Gespräch hat sie mir dann auch nochmal gesagt, daß es ihr sehr viel bedeutet hat, daß ich ihr meine Hilfe angeboten hab. Mach es doch einfach so. Schick eine Karte (passt doch jetzt auch zu Weihnachten, obwohl das immer so ne Sache ist, weil Weihnachten gerade für Leute mit Problemen alles noch schwerer macht) in der Du trotz der ganz schwierigen Zeit alles liebe Wünschst auch für das neue Jahr und in der Du dann nochmal sagst, daß Du da bist, wenn sie Dich braucht. Finde ne Karte persönlicher als ne SMS aber auch nicht so aufdringlich wie ein Telefonat. Was meinst Du?

Könnte sie sich was antun?
hi. aus den wenigen gesprächen, die ich mit ihr geführt habe, dass sie wegen depressionen jahre in therapie war. ich weiss nicht, ob sie in der lage wär sich was an zu tun. ich bekam eine sms als antwort, das war am 30.11, mit dem letzten satz: ""meine kleine tochter ist in meinen armen gestorben, ich glaube sie hat mich mitgenommen...." wie kann ich das deuten? ich habe so eine schlimme erfahrung gott sei dank nie machen müssen, habe auch noch keine eigenen kinder.

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16. Dezember 2004 um 9:12
In Antwort auf willow_12050839

Könnte sie sich was antun?
hi. aus den wenigen gesprächen, die ich mit ihr geführt habe, dass sie wegen depressionen jahre in therapie war. ich weiss nicht, ob sie in der lage wär sich was an zu tun. ich bekam eine sms als antwort, das war am 30.11, mit dem letzten satz: ""meine kleine tochter ist in meinen armen gestorben, ich glaube sie hat mich mitgenommen...." wie kann ich das deuten? ich habe so eine schlimme erfahrung gott sei dank nie machen müssen, habe auch noch keine eigenen kinder.

Diese Frage
hab ich mir beim lesen gestern auch gestellt, aber schnell wieder weg geschoben. Das wäre natürlich das Schlimmste was passieren kann. Kann dazu natürlich überhaupt nix sagen, da ich sie ja gar nicht kenne. Vertrau darauf, daß sie diesen schlimmen Schritt nicht tut. Wenn Du an Sie ran kommen solltest (sie das zuläßt, meine ich) solltest Du Ihr verständlich machen, daß es ja eine zweite Chance gibt (gibt es doch, oder? Sie kann doch noch Kinder bekommen, oder etwa nicht?)und daß trotz dieses schrecklichen Schicksalsschlages das Leben lebenswert ist. Hört sich sehr hart an, aber wenn sie nicht nach vorn schaut, wie soll sie das dann überstehen.

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