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Baby nach der Geburt weggeben...

22. Juni 2013 um 21:04

Nabend...

vielleicht hatten damals einige von euch meinen Thread gelesen. Ich bin meinem Mann fremd gegangen und nun schwanger, aber wohl nicht von meinem Mann...

Er weiß es nun und ja natürlich ist er sofort ''ausgezogen'' und will nichts mit mir zutun haben. So ist die Lage jedenfalls momentan. Er reagiert auf keine Anrufe aber das kann ich auch verstehen...
diese ganze Situation ist wirklich so schrecklich für mich, ich fühle mich so alleine, hilflos und weiß nicht mehr weiter
Aber ich weiß ich bin selbst Schuld und erwarte auch kein Mitleid.

Aber meine eigentlich Frage bezieht sich auf was anderes.
Ja, ich spiele mit dem Gedanken das Kind nach der Geburt wegzugeben. Schon den ganzen Tag denke ich daran, dass es vielleicht besser wäre. Für mich und für das Kind. Ich empfinde momentan einfach nur wahnsinnige Leere und keine Liebe für dieses Kind. Ich habe große Angst es auch nach der Geburt nicht lieben zu können. Auch wenn ich immer drei Kinder wollte habe ich nun Angst komplett überfordert zu sein, jetzt wo ich auch allein dastehe. Mir ist klar, dass mein Mann davon auch nicht wiederkommen wird. Aber für meine Töchter ist es auch schon schlimm genug (ich schäme mich so unglaublich )

Ja, bitte hetzt jetzt nicht alle gleich gegen mich. Ich möchte einfach nur wissen, ob hier vielleicht jemand Erfahrung damit hat, wie so etwas vielleicht abläuft oder ob hier jemand schon einmal in ähnlich Situationen war, in denen ihr nicht mehr weiter wusstet.


Lieben Dank!

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22. Juni 2013 um 21:18

?
Darf ich fragen wie alt deine Töchter sind?

Ich frage deshalb, weil sie wahrscheinlich die Schwangerschaft doch komplett mitkriegen....
Meine Mädels sind 2,4,5 Jahre alt und ich bin in der 31ssw, sie sehen meinen Bauch, sie "kuscheln" mit dem baby, sie freuen sich so sehr auf ihre Schwester....

Wie würdest du deinen Kindern das erklären?
Ich kann zwar auf der einen Seite verstehen, dass du im Moment keine Gefühle für dieses Kind hast, aber das Kind kann ja auch nichts dafür. Und es ist ja dein Kind, auch wenn evtl der Vater ein anderer ist (bist du dir denn da 100 Prozent sicher??)

Überlege es dir gut und treffe die für dich richtige Entscheidung!!

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22. Juni 2013 um 21:20

Hey
Ich möchte dir keine vorwürfe machen!
Du hast ein fehler begangen und gut ist!
Deine leere und ängst kann ich verstehen,jedoch denke ich,sobald du dieses kind in den armen hälst,wirst du es nicht weggeben wollen

Lg

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22. Juni 2013 um 21:56

...
Sorry, aber ich kann es nicht verstehen. Du hattest dein vergnügen und das kind soll darunter leiden wenn es auf die welt kommt in dem es nicht seine mama kennenlernen darf.... Denk nochmal darüber nach, du willst einen echt krassen schritt wagen. Wie du schon sagtest,dein mann kommt dadurch auch nicht wieder.....

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22. Juni 2013 um 22:13

Ich hol schon mal das Popcorn

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22. Juni 2013 um 22:56

Hey
Bin auch weit davon entfernt, Dir Vorwürfe zu machen, obwohl ich es natürlich übel finde, seinem Partner fremd zu gehen und dann noch nicht mal ein Kondom zu benutzen....
Aber ich weiss auch, dass wir alle nicht davor gefeit sind Fehler zu machen und ich würde mich davor hüten, zu sagen " DAS passiert mir nie!"

Deine Situation ist schlimm, das verstehe ich und auch Dein vollkommenes Gefühlschaos, das Dich sogar auf die Idee bringt Dein Kind wegzugeben.
Was ich nur für völlig falsch halte ist, dass es bei Deinen Überlegungen nur darum geht, das "Produkt" Deines Fehltrittes aus Deinem Leben verschwinden zu lassen, als ob dadurch irgendetwas an Deiner oder Eurer Situation besser würde.
Wenn einer von beiden Partnern fremdgeht, dann ist das doch immer auch ein Zeichen, dass in der Beziehung etwas nicht stimmt. Warst du so unglücklich? Hast Du mit deinem Mann darüber schon gesprochen? Ihr habt 2 gemeinsame Kinder, das ist schliesslich nichts was man einfach so hinschmeisst.
Dass dein Mann jetzt erstmal da raus musste, ... verständlich. Aber ich glaube auch, dass er irgendwann wieder bereit sein wird mit Dir zu reden. Er muss sich ja auch gemeinsam mit Dir über eure Zukunft und die EurerTöchter Gedanken machen.
Das Baby kann ja nun wirklich gar nichts für all das. Genauso wie Deine beiden Mädchen. Wie willst du denen denn erklären, dass du ihr Geschwisterchen weggegeben hast?! Ich glaube nicht, dass das so einfach werden würde.
Egal was Du tust, Du wirst mit Deinem Fehler leben müssen ( übrigens auch Dein Mann und Deine Kinder) , denn in jedem Fall hat es Folgen!
Jetzt musst Du nur noch überlegen, wie Dein Leben und Dein Gewissen aussehen werden wenn Du Dein Baby weggibst oder im anderen Fall wie es sein wird wenn Du Dich Deiner Verantwortung stellst und Dein Leben neu in die Hand nimmst und neu ordnest mit allen die sich unter Deinen Schutz gestellt haben. Ich hoffe Du weisst wie ich das meine.
Du hast noch Zeit, überstürze nichts und hol Dir vielleicht professionelle Hilfe bei Profamilia oder der caritas. Ich denke in deiner Situation wäre so ziemlich jede überfordert.
Ich hoffe, dass Dein Mann bald in der Lage sein wird mit Dir über alles zu sprechen und ich wünsche Dir alles Gute für die Zukunft.
LG


Hoffe, der Text ist nicht allzu verwirrend, das Thema ist es allemal.


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22. Juni 2013 um 22:58

So..
Ich danke euch sehr für eure offenen Meinungen und ehrlichen Antworten. Jetzt geht es mir schon gleich etwas ''besser''. Padma du hast mir auch Mut gemacht, danke dafür.

Ich bin mir zu 99% sicher, dass das Kind nicht von meinem Mann ist. Wir haben schon länger versucht ein 3. Kind zu bekommen, es hat aber nicht geklappt. Vom Zeitpunkt würde es auch eindeutig besser zu der Affäre passen. Also da bin ich mir relativ sicher, aber natürlich will ich nicht sagen das es 100% sind. Ein Vaterschaftstest nach der Geburt wäre natürlich sinnvoll.

Meine Töchter sind 7 und 4 Jahre alt. Natürlich bekommen sie das alles mit. Sie freuen sich auch so sehr über ihren kleinen Bruder. Das wäre für sie natürlich auch noch mal heftig, wenn ihr Bruder auf einmal nicht bei ihnen ist. Das muss ich sicher in die Entscheidung mit einbeziehen. Es ist ja jetzt schon verwirrend und schlimm genug für sie.
Was das finanzielle angeht, darüber habe ich mir noch nicht sehr viele Gedanken gemacht. Ich weiß nicht was mir zustehen wird bei einer endgültigen Trennung (z. B. Unterhalt) aber mein Mann wird sich hoffentlich weiter um die Mäuse kümmern und der Erzeuger des Babys möchte sich auch gerne kümmern, wenn es denn dann nun wirklich sein Kind wäre. Mir geht es viel mehr um die ganze Verantwortung. Ich habe mich in letzter Zeit schon öfters allein und etwas überfordert gefühlt mit allem. Wir haben ein kleines Häuschen, ich muss alles putzen, den Garten machen, die Kinder versorgen. Die Kleine ist momentan sehr anstrengend, aber das wird hoffentlich nur eine Phase sein. Gut, auf Dauer werde ich mir das eh nicht leisten können mit dem Haus..

Ich traue mich auch einfach kaum mit jemanden darüber zu reden, außer einer engen Freundin. Wenn erstmal die Trennung raus ist wird schon getratscht gerade jetzt vor der Geburt uns hat ja keiner was angemerkt. Wenn dann auch noch der Grund raus kommt, ja dann werde ich eh alleine da sitzen und keiner will mehr was mit mir zu tun haben... meine Familie wird aus allen Wolken fallen. Gut ich habe es mir halt selbst eingebrockt. Trotzdem: das psychisch zu verkraften und dann auch noch nebenbei ''easy'' 3 Kinder durchs Leben zu bringen. Da brauch ich mir nix vor machen, das wird verdammt schwierig.

Und ja verdammt, natürlich kann das Kind nichts dafür. Aber der Gedanke an eine Adoption etc. kam mir ja nicht aus Spaß von wegen ''das Kind ist an allem Schuld, geb ich es einfach weg und dann ist alles wieder easy'' Ich möchte natürlich , dass dieses Kind ein schönes Leben hat. Klare Verhältnisse, wenig Stress und eine Mutter, die es liebt und ihm ihre ganze Liebe gibt und sich liebevoll kümmert. Momentan fühle ich mich nicht dazu in der Lage.

Ich werde mir alle Optionen offen halten, natürlich kann es auch sein, dass ich in den nächsten Wochen mich davon erhole und wieder optimistisch in die Zukunft blicken kann und ich das Kind über alles lieben werde. Da möchte ich mich nicht festlegen. Aber allzu lange habe ich auch nicht mehr. Es sind ja nur noch 9 Wochen.

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23. Juni 2013 um 13:31

Du widersprichst dich aber
Du schreibst Du bastelste mit deinem Mann an einem 3 Kind nur klappte es nicht aber angenommen Du warst nicht fremdgegangen und das Kind wäre von deinem Mann und er würde dich jetzt in der Ss verlassen würdest Du auch dann über weggabe dieses babys denken? Oder denkst Du nur so darüber da es sehr wahrscheinlich von deinem fehltritt ist?

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23. Juni 2013 um 17:28

Ich hoffe nicht,
dass du deinem ungeborenen Kind die Schuld für alles gibst. Weil du zu ihm keine Verbindung aufbauen kannst.
Ganz wichtig: Es ist immernoch DEIN Kind! Nicht nur das deiner Affäre. Ich könnte einen Teil von mir nicht weggeben, zumal es unschuldig ist. Es hat ein Recht auf deine Fürsorge.
Auch das du eine Affäre hattest ist noch lange kein Weltende. Wo eine Tür sich schliesst, öffnet sich woanders eine Neue. Also Kopf hoch! Du hast einen Fehler gemacht, stehe dazu und lass dein Kind nicht dafür leiden. Fällt jetzt schwer, ich weiss, aber es kommen wieder bessere Tage.

Ich wünsche dir alles Gute, mach das Beste aus dem was du hast!

lg

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23. Juni 2013 um 19:15

Ich kann Deine Gedanken gut verstehen
Ich denke dass Du Dich gerade sehr machtlos fühlst. Du bist ausgeliefert, das Baby ist in Deinem Bauch, dagegen kannst Du nichts machen und Dein Partner hat Dich verlassen und auch dagegen kannst Du nichts machen.

Da ist es nur allzu verständlich wenn Du auf irgendeine Weise versuchst wieder Kontrolle über die Situation zu erlagen, indem Du nicht nur machtlos zusiehst was aus Deinem Leben wird, sondern aktiv eingreifen willst und eine große Tat vollbringen will: Eine Adoption !!!

Also eine Art Paukenschlag, ein möglicher Lösungsweg für das Problem. Es ist verständlich. Jedoch natürlich nicht in all seiner Konsequenz durchdacht.

Ich glaube dass viele Schwangere vor solchen Überlegungen gestanden haben, viele die dann später auch das Kind ausgetragen haben und es ganz normal in ihrer Familie aufwuchs. Angefangen vom Gedanken an einen SS-Abbruch bis zur Adoption ...
Ich denke dass das in Deiner Situation erst Recht ganz normale Gedankenspiele sind.
Ich denke aber auch dass Du es am Ende nicht durchziehen wirst.
Allein schon weil es ein Geschwisterchen Deiner Kinder ist und weil Du nicht so sehr in einer emotionalen Notlage bist, als dass Du eine Geburt einfach wegstecken kannst und dennoch das Kind weggeben kannst.
Das können glaube ich eher ganz junge Mädchen, die das erste Kind austragen, etwa aus einem Missbrauch oder weil sie selbst in einer bitteren Lebenssituation sind und kein Raum für ein Kind da ist, weil sie nicht einmal selbst mit sich klar kommen.
Davon bist Du weit entfernt, denn immerhin kannst Du mit zwei Kindern einen Haushalt alleine führen.

Ja, es wird mit drei Kindern und alleine sehr sehr schwierig werden.
Aber wenn Du zuvor ohnehin alles alleine getragen hast, hast Du ja schon mal Übung darin. So viel verändert sich dann nicht.
Schau Dich nach Hilfen für Alleinerziehende um, damit sich jemand um die Kinder kümmern kann und sieh zu dass die Großen betreut werden. Sei vor allem vorbereitet, dann wirst Du Dich weniger unsicher fühlen.

Ich denke dass Du Dich auch noch lange nicht mit der Situation abgefunden hast.
Das ist auch nicht verwunderlich. Aber die Zeit wird es richten. Vielleicht kommt ja doch Dein Partner wieder zurück, nachdem er den ersten Schock verdaut hat. Daher ist es nicht ungewöhnlich dass Du noch hoffst.

Bei einer Adoption hat ja auch der Kindsvater ein Mitspracherecht. Wie wäre es wenn das Kind bei ihm aufwächst?

Wenn Dir das Umfeld alles so schwer macht und Du so abgestempelt wärst, kannst Du wenn es Dir zu bunt wird, immer noch umziehen. Das wäre hart, aber gut für den Seelenfrieden, am Ende muss man sich gar nichts an tun.

Mache Dir auch nicht solche Vorwürfe. Ja, es war scheiße fremd zu gehen. Aber meine Güte, die Strafe die Du abbekommen hast ist echt mehr als hart. Andere gehen auch fremd und es passiert aber nicht sowas.
Es wird schon auch seinen Grund gehabt haben, warum Du fremd gegangen bist oder? Wenn Du schon den ganzen Haushalt alleine schmeißen musstest mit zwei Kindern, lag sicher noch mehr im argen in der Partnerschaft. Da muss er sich auch mal an der eigenen Nase fassen. Es ist nicht immer der alleine schuld der fremd ging. Es ist das Resultat von etwas. Und damit rechtfertige ich nicht den Betrug, ich erkläre ihn nur.

Im Grunde muss man jemanden auch nicht wegen einem Betrug verlassen. Erst recht nicht wenn Kinder im Spiel sind. Man kann auch verzeihen und sich eben auch mal die Frage stellen was der eigene Beitrag hierbei war.
Aber ich kann mir vorstellen, dass der Umstand dass Du schwanger bist und er auch noch dachte dass er Papa wird, das ganze noch erschwert.
Im Grunde ist es auch sein Recht zu entscheiden ob er damit kann oder nicht. Keiner muss damit können, das Kind aus einem Betrug mit groß zu ziehen und täglich das Resultat vor der Nase herum laufen zu haben. Das würde extrem viel Stärke erfordern, die gerade Partnerschaften nicht haben, bei denen es ja Gründe hatte warum es zum Betrug kam.

Ich denke dass die Zeit es richten wird, und Du nun einfach zur Passivität verdonnert bist und taten- und machtlos zusehen musst wie alles seiner Wege geht und sich Automatismen einstellen. Das einzige was Du tun kannst ist Dich darauf vorzubereiten und Dich auch für den Worst-Case der Ausgrenzung vorzubereiten, plus Plan-B, Ausstieg ...

Den Drachen finde ich übrigens toll, ist das der aus Hallo Spencer, ich fand die Sendung supi ...

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23. Juni 2013 um 19:56

Genau..
danke, so ist auch meine Gefühlslage.

Es geht mir nicht darum, ''den Fehler'zu beseitigen'' etc. und damit dann alles wieder super ist, NEIN. So einfach geht das ja nicht, ist mir klar.
Ich habe Angst, dieses Kind nicht lieben zu können. Eben weil ich jetzt absolut keine Gefühle habe wenn ich es mit den Schwangerschaften meiner Töchter verglichen habe. Ich habe mich über jede Bewegung gefreut, habe mit großer Vorfreude das Zimmer gestaltet etc. ich war einfach so glücklich und habe mich riesig gefreut. Und jetzt? Nix davon.

Ich möchte dem Kind ja eigentlich nichts schlechtes damit antun, auch wenn das in erster Linie so dargestellt wird. Das Kind kann auch nicht glücklich werden, wenn es immer der Außenseiter ist, ich die Mädchen bevorzuge und sie mehr Liebe von mir bekommen. Genau darum geht es mir. Und soll ich dann mich zwingen dieses Kind zu lieben, es zu behalten? Davon werden beide nicht glücklich. Ich denke also nicht nur an mich, sondern mache das ja auch zum Wohl des Kindes.

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23. Juni 2013 um 20:05

...
Danke, ich bin wirklich beeindruckt von euren teilweise wirklich sehr tollen Antworten. Damit hätte ich nicht gerechnet.

Ich weiß, dass ich mir am besten professionelle Hilfe suchen sollte. Aber das kostet mich eine verdammt große Überwindung. Eben weil ich mich auch so schäme..
Aber wahrscheinlich können mir Fachleute da am besten weiterhelfen.

Ich hoffe einfach sehr, dass sich mein Mann die nächsten Tage mal melden wird... ich möchte wenigstens ein paar Worte von ihm hören..also wie er sich die Zukunft vorstellt auch in Bezug auf die Mädchen, Haus etc.. Natürlich gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass alles wieder gut wird, aber da sollte ich mir erst gar keine Hoffnungen machen.

Ehrlich gesagt habe ich meinen Töchtern erst mal eine Lüge aufgetischt. Ich weiß einfach nicht, was ich ihnen sagen soll. Ich hoffe, dass mich mein Mann dabei unterstützt und wir ihnen dann gemeinsam das erklären können... oder meint ihr ich muss das sofort in die Hand nehmen?

Der andere Mann freut sich ja sehr über sein Kind und ich rechne fest damit, dass er es niemals zu lassen würde, wenn ich das Kind weggebe. Allerdings weiß ich auch nicht, inwieweit er da mir reinreden kann. Wenn wir nicht verheiratet sind? Und ich weiß nicht, ob ich ihm zutrauen würde das kind allein groß zu ziehen. Dann soll es doch lieber in eine Familie..

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23. Juni 2013 um 20:07
In Antwort auf fearful

Genau..
danke, so ist auch meine Gefühlslage.

Es geht mir nicht darum, ''den Fehler'zu beseitigen'' etc. und damit dann alles wieder super ist, NEIN. So einfach geht das ja nicht, ist mir klar.
Ich habe Angst, dieses Kind nicht lieben zu können. Eben weil ich jetzt absolut keine Gefühle habe wenn ich es mit den Schwangerschaften meiner Töchter verglichen habe. Ich habe mich über jede Bewegung gefreut, habe mit großer Vorfreude das Zimmer gestaltet etc. ich war einfach so glücklich und habe mich riesig gefreut. Und jetzt? Nix davon.

Ich möchte dem Kind ja eigentlich nichts schlechtes damit antun, auch wenn das in erster Linie so dargestellt wird. Das Kind kann auch nicht glücklich werden, wenn es immer der Außenseiter ist, ich die Mädchen bevorzuge und sie mehr Liebe von mir bekommen. Genau darum geht es mir. Und soll ich dann mich zwingen dieses Kind zu lieben, es zu behalten? Davon werden beide nicht glücklich. Ich denke also nicht nur an mich, sondern mache das ja auch zum Wohl des Kindes.

Du solltest jedoch nicht vergleichen
Denn die Situation ist nicht mit der Zeit der Schwangerschaften der Töchter vergleichbar. Sie wurden in eine Beziehung hinein geboren. Das was Du durchmachst machen sicherlich auch viele Frauen durch die sich einfach vom Kindsvater während der Schwangerschaft getrennt haben.
In Deinem Fall kommt durch die Situation eine emotionale Notlage hinzu, die auch Deinen Gedanken an eine Adoption begründen bzw. rechtfertigen.

Du solltest jedoch nicht in solchen Kategorien denken und diesen Vergleich immer wieder anstellen. Damit bist Du unangemessen hart zu Dir selbst, das Leben ist schon hart genug zu Dir.

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23. Juni 2013 um 20:12

Super, super, super!
Ich sehe es ganz genauso! Ich finde es sehr mutig von der TE offen über ihre Ängste zu reden und sich eine Lösung zu überlegen, die auch in erster Linie ihrem Baby (!!!) zugute kommt.
Es wird hier oft in jeder Instanz verurteilt und bewertet- möchte eine Frau ihre Schwangerschaft aus schwerwiegenden Gründen unterbrechen lassen, wird so oft gesagt:"Bekomme das Kind und gib es an andere Eltern, die sich sehnlich ein Kind wünschen!" Nun ist die TE schweren Herzens zu so einer Entscheidung gelangt und wird dafür gegeißelt...

Liebe TE, Sally hat alles gesagt... Ich wünsche Dir für Deinen Weg alles Gute und eine Entscheidung, mit der Du und Dein Baby gut leben können.

VG...

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23. Juni 2013 um 20:55
In Antwort auf fearful

...
Danke, ich bin wirklich beeindruckt von euren teilweise wirklich sehr tollen Antworten. Damit hätte ich nicht gerechnet.

Ich weiß, dass ich mir am besten professionelle Hilfe suchen sollte. Aber das kostet mich eine verdammt große Überwindung. Eben weil ich mich auch so schäme..
Aber wahrscheinlich können mir Fachleute da am besten weiterhelfen.

Ich hoffe einfach sehr, dass sich mein Mann die nächsten Tage mal melden wird... ich möchte wenigstens ein paar Worte von ihm hören..also wie er sich die Zukunft vorstellt auch in Bezug auf die Mädchen, Haus etc.. Natürlich gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass alles wieder gut wird, aber da sollte ich mir erst gar keine Hoffnungen machen.

Ehrlich gesagt habe ich meinen Töchtern erst mal eine Lüge aufgetischt. Ich weiß einfach nicht, was ich ihnen sagen soll. Ich hoffe, dass mich mein Mann dabei unterstützt und wir ihnen dann gemeinsam das erklären können... oder meint ihr ich muss das sofort in die Hand nehmen?

Der andere Mann freut sich ja sehr über sein Kind und ich rechne fest damit, dass er es niemals zu lassen würde, wenn ich das Kind weggebe. Allerdings weiß ich auch nicht, inwieweit er da mir reinreden kann. Wenn wir nicht verheiratet sind? Und ich weiß nicht, ob ich ihm zutrauen würde das kind allein groß zu ziehen. Dann soll es doch lieber in eine Familie..

Naja..
Ich kann mir nicht vorstellen, dass man ohne die Einverständnis des leiblichen Vaters das Kind zur Adoption freigeben kann.

Wäre es denn so schlecht, wenn er das Kind großzieht?

Ich finde es nicht in Ordnung, dass du über seine Fähigkeiten urteilst. Es ist schließlich auch sein Kind.
Da verstehe ich ehrlich gesagt nicht warum du es weggeben möchtest wenn doch da ein liebender Papa wäre

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23. Juni 2013 um 21:16

Darf
Ich mal eine Frage einwerfen?

Bist du verheiratet? Hat dann nicht dein Mann automatisch das geteilte Sorgerecht?

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24. Juni 2013 um 1:23
In Antwort auf gerda_12732665

Darf
Ich mal eine Frage einwerfen?

Bist du verheiratet? Hat dann nicht dein Mann automatisch das geteilte Sorgerecht?

....
Laut deutschen Recht ist der Ehemann sogar der Vater auf dem Papier auch wenn er es nicht biologisch ist.

Ich hab es durch. Ich war zwar schon längst von meinem Mann getrennt, allerdings war die Scheidung noch nicht durch als meine Tochter -von meinem neuen Partner- zur Welt kam. Auf der Geburtsurkunde stand als Vater mein damaliger noch Ehemann. Trotz Vaterschaftsanerkennung und so weiter. Den ganzen mist konnte man erst nach der Scheidung korrigieren lassen.
So ist das leider. Auf der Urkunde deines Kindes wird als Vater dein Ehemann stehen. Egal ob er der biologische Vater ist oder nicht, denn das Kind ist in der Ehe entstanden.

Deutsche Paragraphen, sehr verwirrend.

LG

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24. Juni 2013 um 20:44


Ja richtig, der Erzeuger freut sich bzw. er würde sich um das Kind kümmern, wenn es denn nun wirklich seins ist. Jedenfalls sagte er dies so beim letzten Kontakt.. Natürlich ist das toll und das schätze ich ja auch.

Mir ist klar, dass er der Vater ist und ihm Rechte zu stehen und er da mitzureden hat. Natürlich wäre es nicht in Ordnung, sowas ohne ihn zu entscheiden, auch wenn es so viel einfacher wäre..
Aber ganz ehrlich? Ja, ich traue ihm das nicht zu. Er hat mit Kindern keine Erfahrung, wie soll er da von heute auf morgen mit einem Säugling alleine klar kommen? Er kann ja nicht die Mutter ersetzen. Aber klar ich will und kann ihm da auch nichts unterstellen..aber so sind meine ersten Gedanken dazu..
Da denke ich mir wäre es für ein Baby besser in einer ''intakten'' Familie aufzuwachsen, in der es Mutter und Vater gibt. Die hoffentlich Erfahrung haben, eine Mutter die da vllt. gefühlvoller, intuitiver an die Sache ran geht. Ich erinnere mich noch gut was es für eine Umstellung für meinen Mann war damals beim 1. Kind, ohne meine Hilfe wäre er auch nicht klar gekommen am Anfang.
Aber wer weiß... Männer können in so einer Notsituation vllt. auch andere Kräfte entwickeln..

Was mich aber wohl eher dazu treibt dagegen zu sein ist eine andere Sache: Wenn ich mich dafür entscheide, dass das Kind nicht bei mir aufwächst, dann mein ich das auch so. Und ich könnte nicht mit dem Gedanken klar kommen, dass er hier jeden Tag auf der Matte stehen könnte mit dem Baby. Ich habe Angst, dass er dann Kontakt sucht und nicht locker lässt. Das will ich auf keinen Fall. So hätte ich das Gefühl, das Kind ist immer in meiner Nähe und ich will es vllt. nicht.


@toja: Ja, ich habe mir deine Denkanstöße durchgelesen... danke dafür. Ich werde mir darüber noch mal Gedanken machen.

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24. Juni 2013 um 20:54
In Antwort auf fearful


Ja richtig, der Erzeuger freut sich bzw. er würde sich um das Kind kümmern, wenn es denn nun wirklich seins ist. Jedenfalls sagte er dies so beim letzten Kontakt.. Natürlich ist das toll und das schätze ich ja auch.

Mir ist klar, dass er der Vater ist und ihm Rechte zu stehen und er da mitzureden hat. Natürlich wäre es nicht in Ordnung, sowas ohne ihn zu entscheiden, auch wenn es so viel einfacher wäre..
Aber ganz ehrlich? Ja, ich traue ihm das nicht zu. Er hat mit Kindern keine Erfahrung, wie soll er da von heute auf morgen mit einem Säugling alleine klar kommen? Er kann ja nicht die Mutter ersetzen. Aber klar ich will und kann ihm da auch nichts unterstellen..aber so sind meine ersten Gedanken dazu..
Da denke ich mir wäre es für ein Baby besser in einer ''intakten'' Familie aufzuwachsen, in der es Mutter und Vater gibt. Die hoffentlich Erfahrung haben, eine Mutter die da vllt. gefühlvoller, intuitiver an die Sache ran geht. Ich erinnere mich noch gut was es für eine Umstellung für meinen Mann war damals beim 1. Kind, ohne meine Hilfe wäre er auch nicht klar gekommen am Anfang.
Aber wer weiß... Männer können in so einer Notsituation vllt. auch andere Kräfte entwickeln..

Was mich aber wohl eher dazu treibt dagegen zu sein ist eine andere Sache: Wenn ich mich dafür entscheide, dass das Kind nicht bei mir aufwächst, dann mein ich das auch so. Und ich könnte nicht mit dem Gedanken klar kommen, dass er hier jeden Tag auf der Matte stehen könnte mit dem Baby. Ich habe Angst, dass er dann Kontakt sucht und nicht locker lässt. Das will ich auf keinen Fall. So hätte ich das Gefühl, das Kind ist immer in meiner Nähe und ich will es vllt. nicht.


@toja: Ja, ich habe mir deine Denkanstöße durchgelesen... danke dafür. Ich werde mir darüber noch mal Gedanken machen.


zitat:

"... Er hat mit Kindern keine Erfahrung, wie soll er da von heute auf morgen mit einem Säugling alleine klar kommen? ..."

war das bei deinem ersten kind nicht auch so? hattest du da erfahrung mit kindern, mit babys? musstest du nicht auch von heute auf morgen damit klar kommen dich um ein baby zu kümmern?

das was du da anführst, ist für mich kein argument. jeder fängt mal bei 0 an. auch ein mann der zum ersten mal vater wird.
wenn er das kind will und liebt und es großziehen möchte...mit alles konsequenzen und problemen, dann wird das auch ein mann hinbekommen. so doof sind die männer nämlich nicht, als das sie nicht alleine für ein baby/kind sorgen könnten. frauen schaffen das ja auch.

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24. Juni 2013 um 21:12

!
Wie ich bereits weiter unten geschrieben habe, wurde das Kind ja nun in der Ehe gezeugt, was dazu führt das der Ehemann- auch wenn er tatsächlich nicht der biologische Vater des Kindes sein sollte- auf der Geburtsurkunde steht.
Dies hat zur Folge, das Sie das Kind wahrscheinlich nicht einfach mal so zu dem leiblichen Vater geben kann, denn diesen ganzen Papierkram kann man erst nach der Scheidung erledigen. Vorher hat der Ehemann die Rechte an dem Kind. So unlogisch das auch klingen Mag, dass ist das deutsche Gesetz. Auch eine Adoption wäre in dem Falle nicht ganz einfach. Solltest du tatsächlich mit dem Gedanken spielen würde ich dir raten, dass du dir so langsam fachmännischen Rat holst.

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24. Juni 2013 um 21:48
In Antwort auf medusaxxxreloaded

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Wie ich bereits weiter unten geschrieben habe, wurde das Kind ja nun in der Ehe gezeugt, was dazu führt das der Ehemann- auch wenn er tatsächlich nicht der biologische Vater des Kindes sein sollte- auf der Geburtsurkunde steht.
Dies hat zur Folge, das Sie das Kind wahrscheinlich nicht einfach mal so zu dem leiblichen Vater geben kann, denn diesen ganzen Papierkram kann man erst nach der Scheidung erledigen. Vorher hat der Ehemann die Rechte an dem Kind. So unlogisch das auch klingen Mag, dass ist das deutsche Gesetz. Auch eine Adoption wäre in dem Falle nicht ganz einfach. Solltest du tatsächlich mit dem Gedanken spielen würde ich dir raten, dass du dir so langsam fachmännischen Rat holst.

Anhang
Dein Ehemann ist dem Kind sogar, solange ihr noch verheiratet seid und die Vaterschaft vor Gericht nicht geklärt wurde (nach der Scheidung!) Zu Unterhalt verpflichtet!

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