Forum / Mein Baby

Baby verändert mein Leben

Letzte Nachricht: 27. September 2013 um 21:11
A
amelie_12878834
26.12.12 um 7:22

Hallo allerseits,
aus der Hoffnung heraus mich mit Mütter hier auszutauschen die ein ähnliches Problem wie ich haben schreibe ich hier nun ein aktuelles Thema zur Depression nach der Schwangerschaft.
Ich wünschte ich könnte mit meinem Mann darüber sprechen jedoch spüre ich einen Druck zur Glückseeligkeit.Ich glaube ich würde ihn mit meinem Problem überfordern da er selbst auch nicht weiß wie es als frisch gebackene Mama so ist...

Die Schwangerschaft und die Geburt ist bei uns sehr gut verlaufen. Doch bereits in den ersten Tagen als ich mit der Kleinen zuhause war merkte ich wie es mir die Kraft raubte. Zuwenig Schlaf, Besuche waren mir zuviel, ich zog mich bis zum heutigen Tag immer mehr zurück aus Angst jemand könnte meine Unsicherheit gegenüber dem Baby merken.
Freundinnen riefen an und ich nahm nicht ab...ich war einfach "überfordert" und hoffte eher auf ein paar Stunden Schlaf als das ich am Telefon verbrachte.
Die Kleine ist jetzt 5 Monate alt und ich fühle mich total lehr.
Ich kann mir nicht vorstellen das es irgendwie mit den Hormonen zusammenhängt sondern eher weil ich zuvor ein eigenständiges, unabhängiges Leben führte. Mit meiner damaligen Arbeit hatte ich meine Aufgabe und verdiente mein eigenes Geld und jetzt , da habe ich Angst weil ich auf einmal von der Selbstständigkeit in eine Abhängigkeit gerutscht bin obwohl das Baby ein Wunschkind war.
Ich wurde in der Schwangerschaft von meinem Chef mies behandelt und überfordert obwohl stets "gute" Arbeitsverhältnisse herrschten hatte ich auf einmal das Gefühl man wolle mich mit Arbeit überfordern und mich rausekeln. Dadurch haben sich meine Ängste verstärkt weil ich nicht weiß wie es mit mir und der Arbeit weitergeht.Und es als Mutter auch nicht einfach ist Arbeit zu finden bei der es zeitlich mit Kind machbar ist.

ich fühle mich momentan in einem Loch. Ich habe das Gefühl mein Leben gibt es nicht mehr seit die Kleine da ist. Ich fühle mich abhängig und ich bin meinem Mann gegenüber eifersüchtig geworden, weil er ja sein Leben noch hat und auch weil ich manchmal so übermüdet bin das unsere Beziehung auf der Strecke bleibt und ich mir manchmal denke wie hält er das nur mit mir aus?

Ich liebe meine Kleine und doch wünscht ich manchmal sie wäre nicht da. Ich weiß einfach nicht mehr weiter.
Gibt es jemand dem es genauso wie mir geht?
Sag schon mal Danke im Vorraus.


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G
gaye_12239118
28.12.12 um 22:31

Hey anke
Es wird besser, glaub mir!! Aber bitte sprich zb mit deiner/deinem FA oder direkt mit einer Psychologin.
Und sage es deinem freund, das ist wichtig! Probiere ihm zu erklären wie du dich fühlst!

Es kommt alles gut!

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M
malika_12342388
01.01.13 um 22:13

.
Ohjeee das kenne ich. Die ersten 2 Monate nach der Geburt waren schlimm. Ich konnte mich einfach nicht wirklich freuen und jeder Besuch war mir zuviel. Ich war so unsicher mit der Kleinen, hatte immer Angst sie fängt an zu weinen und ich kann sie nicht beruhigen. Das war echt schlimm. Ich habe viel geweint und kaum noch was gegessen.
Das geht glaube ich nicht von alleine weg. Sprich darüber...Mit deinem Mann, deinem Arzt...Ich nehme Antidepressiva und seitdem geht es mir viiiiiiel besser. Meine Maus ist fast 4 Monate alt und jetzt ist es meistens richtig schön. Wenn sie mich anlacht, das entschädigt für alles
Das wird wieder besser. Ganz bestimmt. Ein Kind verändert das Leben ganz extrem und die Umstellung ist brutal. Da muss man sich erst mal zurechtfinden in seinem neuen Leben. Und ich denke auch immer diese Babyzeit ist so schnell vorbei. Wäre schade sie nicht zu genießen. Wenn meine Kleine 1 Jahr alt ist, werde ich wieder halbtags arbeiten gehen. Wird sicher guttun. Alles Gute dir. Sprich darüber und lass dir helfen.

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G
gaye_12239118
06.01.13 um 21:55

Anke
Wie gehts dir??

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J
jaime_12951409
20.02.13 um 22:07

Ich finde mich
in Deinen Worten wieder. Mir ging es bei meinem ersten Kind genauso. Ich hatte ein geregeltes Leben, meine Freiheit, Job mit guten Arbeitsklima (was sich in der Schwangerschaft sofort änderte) usw. Mit der Geburt meiner Tochter musste ich von jetzt auf gleich alles aufgeben. Das war sehr sehr schwer für mich. Ich wollte nicht akzeptieren, dass ich 24 h am Tag Mama sein soll und die Uhr nach meiner Tochter tickte. Ich muss dazu sagen, dass meine Tochter schwierig war. Sie wollte nie schlafen und kam zeitweise halbstündlich in der Nacht. Ich weinte oft, war neidisch/eifersüchtig auf die Freiheit meines Freundes und das war leider oft ein Streitpunkt in unserer Beziehung. Ich war einfach überfordert, unsicher und traurig. Ich habe ein Jahr gebraucht um zu akzeptieren, dass ich 24 h am Tag Mama bin und für immer sein werde. Ab dem Tag, an dem meine Kleine in die Kita ging änderte sich meine Verzweiflung und schlug um in Trauer darüber, dass die Babyzeit nun vorbei ist und nie wieder zurück kommt. Ich ärgerte mich, dass ich nicht eher akzeptieren konnte, dass nun ein Baby da ist und die Zeit mehr genossen habe. Diese Zeit gibt Dir keiner mehr zurück.

Nun bin ich frisch gebackene Mama von meinem 2. Kind. Ich gehe alles jetzt viel lockerer an (da ich meine Freiheiten sowieso schon beim 1. Kind aufgegeben habe) und genieße sehr intensiv die Zeit mit dem kleinen Wurm.

Versuche Dir Hilfe zu holen oder mit jemanden darüber zu reden. Wenn Du wenigstens ein paar Stunden für Dich haben kannst, kannst Du Kraft sammeln und hast etwas Zeit für Dich. Mir haben auch so viele die Hilfe angeboten, aber ich war nicht der Typ, der von alleine nach Hilfe gebeten hat. Ich dachte immer, die müssen doch alles sehen, wie sehr ich leide. Aber nein, wie soll das jemand sehen. Suche dir eine vertraute Person, der Du Deine Probelem erzählen kannst und bitte um Hilfe., Einen anderen Rat kann ich Dir nicht geben. Aber ich denke, so hätte ich es damals bei meinem ersten Kind auch machen sollen.

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C
chara_12734452
29.07.13 um 15:20

Du sprichst mir aus der Seele
auch ich habe diese Ängste, mein Sohn ist jetzt 10 Wochen alt. Er ist ein absolutes Wunschkind, ssw war auch super außer die sache mit meinem chef. 10 jahre haben wir super miteinander, fast freundschaftlich, gearbeitet und dann in der ssw hat sich alles verändert. ich musste mir sogar ein bv holen. Ich frage mich auch ständig, wa sist in 2 jahren? wie geht es mit mir beruflich weiter?? ich würde so gerne wieder dort anfangen.....


und dann ist da noch die panik das ich oder mein sohn krank werde, ich meine unheilbar krank..jeden Tag bilde ich mir wa sneues ein...was schwachsinn ist...ich weiß das. aber ich kann es nicht aufhalten...


und die angst das mein Mann mich verlässt...


ich frage mich ob ich das gut hinbekomme, ob ich es schaffe aus meinem sohn einen guten menschen zu machen und dann bekomme ich widerliche Heulattacken....ich hoffe das es bei mir noch an den hormonen liegt, und es nicht schlimmer wird. du glaubst gar nicht wie allein ich mich fühle, und gefangen in meinem eigenen Haus...es ist schrecklich. Ich wünsche mir oft mein alte sleben zurück und im nächsten moment fühle ich mich für diesen gedanken so schuldig, das ich nicht mal mehr meinem Mann in die Augen schauen kann


ich hoffe es geht vorüber....


LG

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M
maral_12854526
27.09.13 um 21:11

Hallo an alle!!
Ich kann das alles sehr gut nachvollziehen... Ich bin verheiratet und hab zwei Kinder, 2 und 4 Jahre alt. Eigentlich ist alles gut, die Schwangerschaften verliefen normal und wir haben uns sehr auf die Kinder gefreut. Aber auch mir ging es so, dass ich besonders beim ersten Kind in der ersten Zeit nicht gern mit meiner Tochter allein war und allein war ich leider oft, da mein mann meist bis spät arbeitet. Hatte auch ne fürchterliche Angst, dass sie schreit und ich nichts machen kann und dass womöglich andere Leute schlecht von mir denken könnten... Mit der Zeit wurde ich sicherer und beim zweiten Kind fiel mir alles auch von Anfang an leichter. Aber es dauerte bei beiden Kindern sehr lang, bis sie länger durchschliefen, ich war ständig übermüdet und völlig k.o. und die Beziehung litt auch gewissermassen darunter. Und so ist es bis heute... Nach beiden Kindern blieb ich ein jahr zuhause und fing dann in Teilzeit wieder an zu arbeiten... Wir arbeiten beide im Schichtdienst und haben daher nur wenig Zeit gemeinsam. ich war und bin immer noch etwas frustriert über die Freiheiten, die mein Mann noch hat, er arbeitet bis spät in die Nacht und kommt immer noch ab und zu seinem Hobby nach, wenn er müde ist schläft er aus während ich mich sehr oft mit allem alleingelassen fühle. Haushalt, Kinder und Schichtdienst, eine gewisse Abhängigkeit... Dazu die Angst, dass die Beziehung komplett auf der Strecke bleibt, denn wir haben niemanden, der die Kinder nimmt, damit wir Zeit für uns haben. Denn meist muss einer von uns am Wochenende arbeiten und wenn unsere Dienstpläne gar nicht hinhauen muss meine Schwester schon oft genug bei uns babysitten, mehr möchte ich ihr auch nicht zumuten denn sie hat selbst Kind und Job.
Es ist bis heute so, dass ich mich schwer zusammenreissen muss, mich nicht gehen zu lassen und um rauszugehen muss ich mich jedesmal überwinden, ich mache es aber eben den Kindern zuliebe... Ich kann mich zur Zeit selbst nicht leiden, obwohl ich die Kinder über alles liebe. Aber mir fehlt einfach die Kraft und wenn ich frei habe und die Kinder in der Kita sind hole ich Schlaf nach oder erledige irgendwas...
Eigentlich bin ich nicht der Typ, der viel rumjammert, denn ich weiss auch, dass es anderen Menschen wirklich schlecht geht und dass man eigentlich an fast jeder situation selbst was ändern kann, aber ich weiss momentan einfach nicht, wie ich aus diesem Loch rauskommen soll... tut einfach gut, sich mal ein Wenig auszutauschen...
Wünsche Euch einen schönen Abend

LG

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