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Baby verweigert die Brust - Vorsicht, lang!

9. April 2008 um 19:14

Hallo Zusammen,

seit einigen Tagen habe ich folgendes Problem: meine Kleine ist nun fast 4 Wochen alt und ich hatte von Anfang an Probleme beim Stillen. Nach meinem Kaiserschnitt wurde sie mir direkt angelegt, allerdings ist ihr Saugdrang (und Hunger) von Anfang an so extrem gewesen, dass sie direkt nach der Geburt eigentlich dauernd angelegt werden wollte.
Innerhalb von kürzester Zeit war meine Brust komplett wund und die Kleine immer noch nicht satt. Sie schrie und schrie und schrie... Am folgenden Tag gab uns eine Krankenschwester im, eigentlich stillfreundlichen, Krankenhaus den Rat, dass ich zufüttern solle - das Kind hätte einfach nur Hunger. Da mir meine Tochter einfach nur leid tat, habe ich das auch per Becher gemacht. Sie hatte richtig Hunger und meine Brust hatte etwas Zeit sich zu regenerieren. Zwei Tage haben wir das so gemacht. Danach stieg ich wieder um auf Stillen - erst mit Stillhütchen, dann bald ohne. Und es klappte gut, bis vor einigen Tagen. Nach einer Nacht in der sie nicht allzuviel getrunken hatte, verweigerte sie auf einmal die Brust - jedes Mal wenn ich sie anlegen wollte schrie sie entweder gleich, oder sie trank nur wenige Minuten und schrie dann.

Meine Hebamme riet mir dazu ihr einfach ein Fläschchen zu geben - damit sie einmal wieder satt ist und sie dann einfach wieder anzulegen. Funktionierte auch ganz gut, bis sie vorgestern das Gleiche wieder machte: zwei Tage hintereinander forderte sie sich die Flasche regelrecht. Ich vermute, dass es ihr an der Brust einfach nicht schnell und einfach genug geht.
Ich war bereits mit ihr beim Kinderarzt und beim Osteopathen - beide meinen körperlich sei alles ok. Meine Hebamme ist inzwischen auch überfragt und meint nun, ich solle so langsam entscheiden, ob ich stille oder die Flasche gebe. Zwiemilch sei auf Dauer für den Darm schwieriger zu verdauen - und die Kleine hat ohnehin schon viele Bauchschmerzattacken.

Momentan pumpe ich ab und gebe ihr das nach dem Anlegen, wenn sie die Brust wieder verweigert. Aber ich glaube, auf Dauer wird das nicht funktionieren, da sie irgendwann ganz die Brust verweigern wird und durch Abpumpen auf Dauer die Milch wohl auch versiegen kann.

Bin mittlerweile echt verzweifelt - ich möchte eigentlich unbedingt stillen. Erstens weil ich es praktisch finde und zweitens weil wir eine Allergikerfamilie sind...

Kennt jemand diese Problematik? Habt ihr einen Tipp, wie ich meine Kleine wieder von der Brust überzeugen kann?

Sorry, war etwas lang, aber ich denke die "Historie" ist wichtig, um zu verstehen, wie es dazu kommen konnte. Wäre echt dankbar für Erfahrungsberichte...

Liebe Grüße

ente

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13. April 2008 um 22:57

Saugverwirrung
Sehr stillfreundlich scheint Deine Hebamme ja nicht zu sein
Für mich klingt das jetzt ganz klassisch nach einer Saugverwirrung - beim Flaschentrinken wird eine ganz andere Technik gefordert wie beim Brusttrinken und klar, aus dem FLäschen rinnt es viel leichter raus als aus der Brust!
Dass Zwiemilchernährung für den Darm schwieriger zu verdauen ist, ist jetzt nicht mehr so - vorausgesetzt Du gibst der Kleinen eine Pre-Nahrung, die ist der Muttermilch am ähnlichsten UND jeder Tropfen Muttermilch ist für Deine Kleine sehr wertvoll, gerade, weil Du auch schreibst, ihr seid eine Allergikerfamilie.

Ich selber habe bei meiner ersten Tochter 5 MOnate lang abgepumpt, aus der selben Problematik heraus - Saugverwirrung (Dank dem stillunfreundlichen Krankenhaus und meines damaligen Unwissens). NIchts regt den Milchfluss mehr an, als ein stillendes Kind, aber es ist schon möglich auch über längere Zeit abzupumpen. Die Zeiten sollten zwischen den Mahlzeiten nicht länger als 3 Stunden sein, auch nachts nicht länger als 6 Stunden und dann immer beide Brüste z.b. 7 Minuten rechts, 7 Minuten links/ 5 Minuten rechts und 5 Min. links und nochmal 3 Minuten rechts und dann links (oder auch etwas länger oder kürzer, je nachdem, wieviel Milch eben kommt) Die Brüste leer machen, dann weiß die Brust, es wird noch was gebraucht - insgesamt viel trinken, 2-3 Tassen Stilltee,...)

Geht Deine Kleine gar nicht mehr an die Brust oder nur kurz? Wenn sie die Brust zumindest noch nimmt, ist das ein Anfang,... und Fläschchen weglassen. Becher oder löffel füttern wäre besser, wegen der Saugverwirrung. Becherfütterung kennst du ja noch aus dem Krankenhaus!

Eine weiter Möglichkeit wäre ein Brusternährungsset,... damit die Kleine wieder motiviert wird von der Brust zu trinken, das regt zudem auch die Milchbildung an!

Wenn du noch fragen hast, melde Dich wieder!

Zirbe

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