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Bedingungslos lieben - Langzeiterfahrung?

15. Januar 2016 um 13:10

Mein Kind ist 2 Jahre alt und ich erziehe es nach den Leitgedanken "Liebe und Eigenständigkeit bzw. bedingungsloser Liebe" und mit den Ansätzen aus "Born to be wild". Ich "erziehe" nach Büchern,
weil ich weiß, dass ich meinem Instinkt nicht folgen darf und alles was mir vom Bauch her empfohlen wird, unbedingt zu vermeiden ist und definitiv nie umgesetzt werden darf.
Da mir diese "unabhängige" Kontrollinstanz fehlt, bin ich leider auch sehr unsicher, was meine Erziehungsentscheidung betrifft. Insbesondere weil sowohl im Real Life als auch hier im Forum,
viele Punkte definitiv gegenteilig gehandhabt werden.

Da mein Kind noch sehr jung ist, ist es natürlich auch schwer schon jetzt zu sagen, ob es funktionieren kann oder nicht. Nur rein vom Verstand finde ich diese Ansätze logisch und richtig. Aber
der Verstand weiß ja nun auch nicht alles.

Daher meine Frage ob jemand von Euch schon ältere Kind hat, die im Wesentlichen nach folgenden Grundsätzen erzogen werden, und wie Eure Erfahrungen damit sind (kleine Auswahl, die wohl auf
den größten Dissens stoßen):

- Kein Loben, Belohnungssysteme oder sonstiges "Toooll Gemacht"
- Kein Bestrafen (Es gibt etwas nicht, wenn das Kind sich nicht so oder so verhält oder andersrum, es gibt nur etwas, wenn es sich so verhält --> gibt es bei mir beides nicht)
- Keine Auszeiten (keine Stille Treppe, ins eigene Zimmer etc.)
- Keine (künstlichen) Grenzen. D.h. es gibt keine Grenze um der Grenze willen. Besonders Verhalten wird notfalls erzwungen, wenn es lebensgefährlich wird (Straßenverkehr, Steckdosen) oder
mir persönlich sehr am Herzen liegt (meine Blumen werden nicht auseinander genommen). Alles andere darf mein Kind. (Treppe rauf/ runter, Wohnzimmer toben, Essen wann und was es will, Schlafen wann
und wo es will.) Damit auch kein pauschales "Nein!". Alles wird begründet, und sei es mit einem "sorry, jetzt hab ich da aber gar keine Lust dazu" und wird auch immer wieder in Frage gestellt. Ein
"Nein" von gestern, kann heute ein "ja" bedeuten.
Hier im Forum würden dies wohl viele als sehr inkonsequent interpretieren
- Seine Meinung gilt genauso wie jede andere. Bspw: ich muss einkaufen, mein Kind will spielen. Ich überlege zunächst, ob ich wirklich jetzt einkaufen muss oder ob es später auch OK ist. Manchmal
verschiebe ich das dann gleich ganz. Auf den Umweg über die Baustelle bei Nachbars habe ich eigentlich auch keine Lust, aber mein Kind. Also gehen wir sehr oft dann auch zu dieser Baustelle. Weil hier steht
seine Meinung gegen meine. Und wenn ich nicht die besseren Argumente habe, dann gehts eben zur Baustelle.
- es wird immer getröstet. kein "tut doch gar nicht weh", "ist doch gar nicht schlimm". Auch wenn es wegen mir weint, nehme ich es trotzdem in Arm, wenn es sich bei mir über die von mir erfahrene
Ungerechtigkeit beschwert.

Ich denke nicht, dass diese Art der Erziehung zu allen Kindern oder auch allen Eltern passt. So habe ich beispielsweise gelernt, dass es tatsächlich Kinder gibt, die ein Schlaflernprogramm benötigten. Genauso
gibt es vermutlich Kinder, die deutlich mehr Regulierung von außen benötigen.
Doch obwohl ich bisher finde, dass es zu uns ganz gut passt, bleibt doch ein wenig die Angst, meinem Kind das Leben später sehr schwer zu machen, weil es eben so anders als viele andere erzogen wird.
Daher interessieren mich Erfahrungsberichte, von Eltern, die diese Ansätze kennen, sie bewusst eingesetzt oder abgelehnt haben und ob es Eltern gibt, die so angefangen haben, aber später doch wieder zu den klassischen Methoden übergingen.

Danke.

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15. Januar 2016 um 13:41

Dein Kind wird es auf jeden Fall später schwer haben
eben weil Du sicher Deine Gründe für das völlige Ausblenden Deiner ansozialisierten Verhaltensweisen hast. Das kannst Du nicht verstecken. Das kann niemand.

Ich finde, Du bemühst Dich sehr, Traumata, die Du offenbar erlebt hast, nicht weiterzugeben. Das ist wirklich gut und richtig.

Auf der anderen Seite wirst Du es/sie nicht völlig ausblenden können - Unterbewusstes prägt uns/ wir können es nicht immer nur durch den Willen ausschließen.

Daher wird Dein Kind diesen Grundkonflikt mit der Muttermilch aufsaugen und daran später zu knabbern haben. Aber: es ist sicher besser, als das Trauma - was bei Deinem katagorischen Vorgehen grotesk sein muss - weiterzugeben.

Auch die völlige Autonomie ist schwierig - weil Kinder dadurch zuviel Verantwortung tragen müssen und damit die allermeisten Kinder überfordert sind.

Aber andererseits: was wäre die Alternative? Ich denke, so reflektiert wie Du wirkst, ist es Dir wohl bewusst. Ich würde vermutlich versuchen, meine eigenen Probleme mit meiner Sozialisation zu verarbeiten. Aber das kann man nur machen, wenn noch Kraftressourcen dafür da sind.

Lg

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15. Januar 2016 um 13:52

Hallo
in den wesentlichen Punkten bin ich ganz bei dir. Obwohl ich sagen muss, dass diese " Erziehung " bzw. eher Begleitung meist nicht gegen mein Bauchgefühl geht. Ich bin eher nicht der autoritäre Typ. Aber es gibt doch immer wieder Situation in denen ich nur mit Autorität eine Lösung finde ( bei Dingen , die mmn sein MÜSSEN- Zähneputzen, Schutz vor Gefahren, Schutz von Personen) .
Ich habe eine 9 jährige und eine knapp 2 jährige Tochter und erziehe sie soweit es geht ohne Strafen, Belohnungssysteme, Loben ( Anerkennung gibt es , aber nicht das "typische Lob" ), Bestechung oder emotionale Erpressung. Ich habe ein paar Bücher gelesen, die mich auf meinen Weg gebracht haben ( J.Juul, Gonzales, Kloeters Briefe) und für mich fühlt es sich richtig an. Konflikte und Probleme gibt es natürlich trotzdem immer wieder. Und die Lösungen sind manchmal aufwendiger oder langwieriger als die der sag ich mal herkömmlichen Erziehung, die v.a. darauf abzielt, das Verhalten zu ändern und zu formen.
Meine große Tochter ist jedenfalls in meinen Augen ein tolles Mädchen- empfindsam, lebendig, ehrlich, kreativ, intelligent, liebevoll. So dass ich finde, wir haben das schon ganz gut gemacht. Die Kleine ist eine Strahlemaus und viel offener und impulsiver als die Große- so gibt es gerade neue Herausforderungen. Bei den Wutanfällen funktioniert hier das " spiegeln" sehr gut ( toll beschrieben in meinem Lieblingsblog- das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn)
Was möchtest du denn noch wissen über die " Langzeitfolgen " ?


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15. Januar 2016 um 13:55

Ich handhabe es größtenteils wie du,
was mir allerdings sauer aufstößt ist, dass du nicht lobst.
Das finde ich echt wirklich richtig schade.
Das ist so ein Push für das Selbstbewusstsein für das Kind, finde schade, dass du das verwehrst.
Wieso?

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15. Januar 2016 um 13:58
In Antwort auf xoxoklioxoxo

Dein Kind wird es auf jeden Fall später schwer haben
eben weil Du sicher Deine Gründe für das völlige Ausblenden Deiner ansozialisierten Verhaltensweisen hast. Das kannst Du nicht verstecken. Das kann niemand.

Ich finde, Du bemühst Dich sehr, Traumata, die Du offenbar erlebt hast, nicht weiterzugeben. Das ist wirklich gut und richtig.

Auf der anderen Seite wirst Du es/sie nicht völlig ausblenden können - Unterbewusstes prägt uns/ wir können es nicht immer nur durch den Willen ausschließen.

Daher wird Dein Kind diesen Grundkonflikt mit der Muttermilch aufsaugen und daran später zu knabbern haben. Aber: es ist sicher besser, als das Trauma - was bei Deinem katagorischen Vorgehen grotesk sein muss - weiterzugeben.

Auch die völlige Autonomie ist schwierig - weil Kinder dadurch zuviel Verantwortung tragen müssen und damit die allermeisten Kinder überfordert sind.

Aber andererseits: was wäre die Alternative? Ich denke, so reflektiert wie Du wirkst, ist es Dir wohl bewusst. Ich würde vermutlich versuchen, meine eigenen Probleme mit meiner Sozialisation zu verarbeiten. Aber das kann man nur machen, wenn noch Kraftressourcen dafür da sind.

Lg

Ich glaube
man muss als Eltern ständig an sich arbeiten und kann so auch frühere Traumata aufarbeiten, die immer wieder aufgerüttelt werden durch das eigene Kind. Man wächst und ich finde es besser, sich zu bemühen, etwas besser zu machen, als man es selbst erfahren hat, als einfach alles unreflektiert weiter zu geben.
Ich glaube, jede Mutter kann bestätigen, dass ihr(e) Kind(er) sie verändert haben.

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15. Januar 2016 um 14:01
In Antwort auf peinlich02

Ich handhabe es größtenteils wie du,
was mir allerdings sauer aufstößt ist, dass du nicht lobst.
Das finde ich echt wirklich richtig schade.
Das ist so ein Push für das Selbstbewusstsein für das Kind, finde schade, dass du das verwehrst.
Wieso?

Lob=Wertung
es lohnt sich , da mal genauer nachzulesen. Lob kann auch sehr schaden. V.a. schadet es der instrinsischen Motivation des Kindes, etwas zu tun und Lob verschlechtert das Ergebnis.

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15. Januar 2016 um 14:07
In Antwort auf elisabennet

Lob=Wertung
es lohnt sich , da mal genauer nachzulesen. Lob kann auch sehr schaden. V.a. schadet es der instrinsischen Motivation des Kindes, etwas zu tun und Lob verschlechtert das Ergebnis.

...
wenn du Lust hast lies dich mal durch diesen Artikel zum Thema Lob versus Anerkennung

http://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/2014/04/manipulation-kind-warum-lob-und-loben-kindern-schadet.html?m=1

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15. Januar 2016 um 14:11
In Antwort auf elisabennet

Ich glaube
man muss als Eltern ständig an sich arbeiten und kann so auch frühere Traumata aufarbeiten, die immer wieder aufgerüttelt werden durch das eigene Kind. Man wächst und ich finde es besser, sich zu bemühen, etwas besser zu machen, als man es selbst erfahren hat, als einfach alles unreflektiert weiter zu geben.
Ich glaube, jede Mutter kann bestätigen, dass ihr(e) Kind(er) sie verändert haben.

Ja, klar
ich denke aber, dass hier eben keine normale Mutter mit einer 0815 Störung durch zu liebe/ zu strenge/ zu lockere/ zu lieblose Eltern schreibt.

Für mich wirkt es alles viel dramatischer. Daher kann es sein, dass das Arbeiten an sich zuviel Kraft erfordert im Leben mit Kleinkind.

Mein mann und ich haben auch unsere Päckchen - völlig verschiedene. Und wir wollen auch einiges nicht weitergeben, aber es ist viel passiert, bis uns bewusst wurde, wie weit uns die eigene Erziehung prägt bzw. woher bestimmte Verhaltensmuster kommen.

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15. Januar 2016 um 14:15
In Antwort auf elisabennet

...
wenn du Lust hast lies dich mal durch diesen Artikel zum Thema Lob versus Anerkennung

http://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/2014/04/manipulation-kind-warum-lob-und-loben-kindern-schadet.html?m=1

Naja
ich denke, dass kommt auf die innere Haltung an bzw. auch die Differenzierung:Also wenn ich immer lobe und konsequent nicht lobe, wenn das Kind etwas nicht "Richtiges" gemacht hat, dann finde ich das bedenklich- dann weiß es ganz genau: Aha- das kann ich nicht, da bin ich schlecht

Ansonsten kann ich ein Kind ja auch loben, um es aufzumuntern ,zu motivieren, zu bestätigen. Konsequent NICHT loben finde ich schwierg,denn wir Menschen lieben Anerkennung und lieben es von anderen in Worten auch mal geschätzt zu werden ( Lob vom Chef, Lob von Lehrerin usw,)
Und loben sollte aber auch ehrlich sein.

Loben und im Kopf denken: o man, der hat das echt nicht gut gemach
ist auch nicht sehr förderlich- ich denke das merken Kinder auch sehr schnell

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15. Januar 2016 um 14:41

Hallo...
warum denkst du dass dein Bauchgefühl falsch wäre und du danach nicht gehen könntest..? verstehe ich nicht..

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15. Januar 2016 um 15:07
In Antwort auf xxfroeschleinxx

Hallo...
warum denkst du dass dein Bauchgefühl falsch wäre und du danach nicht gehen könntest..? verstehe ich nicht..

.
Das ist auch das erste, was mir beim Lesen aufgefallen ist. Stelle es mir sehr schwierig vor, krampfhaft und gegen die innere Üerzeugung einen Erziehungsstil zu praktizieren. Zudem fürchte ich, dass viele Kinder von einem "Standardkind" ausgehen. Jedes Kind ist aber anders und manche Erziehungsstile fruchten beim einen mehr, als beim anderen. Aus dem Grund habe ich mir z.B. noch keinen Erziehungsratgeber gekauft.

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15. Januar 2016 um 17:58

Ich kenn
mich mit dem erziehungskonzept nicht aus. aber ich denke, dass kein ansatz der richtige ist, der nicht authentisch ist. du sagst ja, du zwingst dich quasi gegen dein bauchgefühl zu handeln. kinder merken das irgendwann und das verunsichert bestimmt auch. ich stell mir das so vor, wie eine frau oder ein mann, die sich für den neuen partner absolut verbiegen. das geht selten ewig gut.

das heißt natürlich nicht, dass man in jeder situation unreflektiert einem bauchgefühl nachgeben soll und darf, manchmal muss man kurz durchatmen und sich zusammenreißen. und auch nicht, dass man nicht an sich arbeiten sollte. aber ein konzept, das so überhaupt nicht in einklang mit dir steht....

ich würde da eventuell nach einem kompromiss suchen oder aber schauen, weshalb ich selber so anders empfinde und da ansetzen.

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15. Januar 2016 um 19:17

Die intention
des ansatzes in allen ehren. aber 'unabhängig von wertungen leben' ist unmöglich, das liegt schon qua natura in zwischenmenschlichen beziehungen verankert. dadurch dass andere immer nur unsere verhaltensweisen sehen und interpretieren können, aber nicht unsere gefühlsregungen, gedanken usw. wissen können, ist in beziehungen immer wertung inhärent. die hausfrau, der ehrgeizige, die liebevolle, der lügner, etc. sind im endeffekt auch nix anderes als wertungen, weil sich uns vom facettenreichtums unserer 'psychischen vorgänge' auf gewisse rollen, eigenschaften oder ähnliches reduzieren.

andererseits ist diese beurteilung durch andere aber in gewissen maßen einfach wichtig, um uns orientierung darüber zu geben, wer wir eigentlich sind. ohne zwischenmenschliches gibt es kein ich, keinen charakter, wenn du so willst.

vielleicht verstehe ich den ansatz auch falsch, aber frei von den beurteilungen anderer zu leben ist kein gewinn. zumindest nicht, wenn man unter bewertung mehr versteht als nur gut/richtig und schlecht/falsch. wobei diese terme eben auf ein weiteres problem hinweisen, nämlich die frage nach der entwicklung eines moralischen kompasses. wenn du nun antwortest, dass du das durch dein eigenes handeln vorlebst, sind wir auch wieder bei der rolle des zwischenmenschlichen, deine kinder werden dein handeln vernutlich hauptsächlich übernehmen, weil sie denken, dass es gut sein wird, wenn mama es auch macht.

liebe grüße.

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15. Januar 2016 um 20:30

Danke
Vielen Dank für Euer Feedback.

Bezüglich Loben: natürlich rutscht mir auch immer mal ein "super" raus, man hört es halt immer und im sozialen Umfeld, kommt man ihm ebenfalls nicht aus. An sich verteufle ich das auch nicht. Nur versuche ich mindestens genauso oft Aufmerksamkeit zu schenken. Mich tatsächlich dafür zu interessieren, was mein Kind gerade macht. Eben nicht nur "Toll!!" sagen, obwohl man gerade die Wäsche macht und ehrlicherweise gar keine Ahnung hat, was man denn jetzt toll findet.

Außerdem mag ich den Ansatz: Catch them at being good. Und mit ein bisschen Übung geht das ebenfalls ohne ausschließlich Floskeln zu verwenden.

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15. Januar 2016 um 20:36
In Antwort auf mindy_12038277

Danke
Vielen Dank für Euer Feedback.

Bezüglich Loben: natürlich rutscht mir auch immer mal ein "super" raus, man hört es halt immer und im sozialen Umfeld, kommt man ihm ebenfalls nicht aus. An sich verteufle ich das auch nicht. Nur versuche ich mindestens genauso oft Aufmerksamkeit zu schenken. Mich tatsächlich dafür zu interessieren, was mein Kind gerade macht. Eben nicht nur "Toll!!" sagen, obwohl man gerade die Wäsche macht und ehrlicherweise gar keine Ahnung hat, was man denn jetzt toll findet.

Außerdem mag ich den Ansatz: Catch them at being good. Und mit ein bisschen Übung geht das ebenfalls ohne ausschließlich Floskeln zu verwenden.

Ich finde das etwas, nun ja, verallgemeinernd?
bezüglich des Lobens, wenn ich lobe, heißt es doch nicht, dass ich es nicht mitbekommen habe und einfach etwas sage.
Ich lobe meinen Sohn bewusst, er ist dann stolz wie Oskar und freut sich riesig.
Wenn er etwas "nicht gut" macht oder Quatsch macht, dann bleibt das kommentarlos oder er bekommt gesagt "so, nicht ".

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15. Januar 2016 um 21:14

Hui
Also ja, bei einem kleinkind kann das sicher klappen. Aber bei meinem 8 jährigen kann ich mir das grad garnicht vorstellen! Der braucht ganz klare grenzen und ich muss ihn anleiten in allem, sonst macht er sich selbst verrückt und zickt rum.

Das mit dem nicht loben versteh ich nicht. Und essen WAS und wann das kind möchte? Nee, da ist mir gesunde und ausgewogene ernährung zu wichtig.

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15. Januar 2016 um 21:28

.
Ich glaube, der Hintergedanke beim Loben geht in die Richtung, dass man befürchtet, seinem Kind damit unterbewußt Maßstäbe und Wertungen zu vermitteln. Es soll aber vermieden werden, dass Kinder sich vergleichend messen (z.B. A hat ein besseres Lob bekommen und somit ein schöneres Bild gemalt als B).

Nichtsdestoweniger finde ich den Gedanengang bei Kantasgutsein auch sehr interessant.

Mich würde zudem interessieren, wie man den Kindern denn alternativ vermittelt, dass die Sache, die es gerade gemacht hat, gut bzw. richtig ist. Beim Neuerlernen von Dingen muss das Kind doch auch erstmal begreifen, wie das Ganze richtig abläuft (etwa das Benutzen des Töpfchens) und wie soll das geschehen, wenn nicht über Lob?

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15. Januar 2016 um 22:04

Ich finde
den Ansatz ganz schön, habe aber ähnliche Bedenken wie die anderen. Du wirst dir bis zu einer gewissen Weise das Verhalten "antrainieren" können, aber wenn ein richtig übler Stressmoment kommt, dann wirst du das tun und sein, was in dir steckt. Deswegen wäre es besser, du würdest dem auf den Grund gehen und reflektieren..woher kommt dieses Nein zu deinem Bauchgefühl, wie würdest du eigentlich sein und wie bist du zu dem geworden....du kannst zu einer Erziehungsberatung gehen, die können dir da sicher auch viele Ratschläge diesbezüglich geben.

Und zu dem Loben..ich finde das ganz schwierig. Also nie bewusst zu loben. Ich hab schon oft Berichte von Menschen gelesen und erzählt bekommen, die als Kind förmlich darauf gewartet haben, von ihren Eltern ein Lob zu bekommen und vieles dafür getan haben, aber es wurde ihnen verwehrt und sie haben unheimlich darunter gelitten. Für mich war das noch als Studentin im Einzelunterricht wichtig, wenn ich positive Rückmeldung bekam. Ich brauchte das zur Orientierung, denn mir fehlte zu dem Zeitpunkt die Fähigkeit, meine Leistung und Entwicklung richtig einzuschätzen.

Ein ehrliches Lob ist eine wichtige Form der Anerkennung und des Respekts, die man dem Kind zuteil werden lässt. Wenn man nur beschreibt "Du hast dir viel Mühe heute gegeben" oder "Ich sehe, du hast viele Tiere gemalt und alle haben eine andere Farbe"..oder so ähnlich- dann ist das schön und gut, aber " Ich finde dein Bild richtig schön!" klingt doch ganz anderes! Ich finde, das ist doch eine ganz andere Ebene der Anerkennung!

Ich habe das Gefühl, man will durch solche Ansätze dem Dauerlob entgegenwirken, dass manche Eltern ihren Kindern ständig aussprechen. Sowohl das eine als auch das andere ist ein Extrem. Ich bin für ein ausgewogenes und bewusstes Loben

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15. Januar 2016 um 22:28

Neee sorry
kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen und ich persönlich kann mir auch überhaupt nicht vorstellen wie dein Kind später im Leben zurecht kommen soll. Es gibt nunmal Regeln im Leben und ich finde auch Kinder brauchen Regeln. Es kann doch nicht immer alles und jederzeit nach dem Kopf des Kindes gehen. Später im Kindergarten und besonders in der Schule kann das Kind doch auch nicht machen was und wie es will. Also für uns wäre das absolut nichts. Ich erziehe liebevoll aber konzequent. Aber jeder soll es machen wie er es für richtig hält.

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15. Januar 2016 um 22:31

Schrieb sie irgendwo
dass es keine Regeln gibt?
Keine künstlichen Grenzen! Nicht urteilen, wenn man nicht weiß wovon man spricht!
Sie erzieht NICHT Laisses-faire !

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15. Januar 2016 um 22:39

Hmm
Also ich kann (die Gründe sind jetzt irrelevant) auch nicht unbedingt auf mein Bauchgefühl hören bzw sollte es in vielerlei Situationen vermeiden....

Für mich gibt es drei wichtige Komponenten und an denen orientiere ich mich und fahre damit auch sehr gut....

Zum einen habe ich beruflich viel mit Kindern und Eltern zu tun und eine gewisse fachliche Qualifikation, was ich jetzt mal wie das rein theoretische Wissen aus entsprechender Literatur auf eine Stufe stelle.

Zum Anderen das klassische Lernen am Modell.... Ich beobachte Eltern im Umgang mit ihren Kindern, sehe wie die Eltern und auch die Kinder reagieren.... Nehme mir das als Vorbild aber auch als Mahnmal für Dinge die ich nicht so handhaben möchte.
Das geht wunderbar im Alltag....

Ich bin aber ebenso angewiesen auf die Rückmeldung meiner Umwelt, dabei verunsichert mich "Kritik" sehr, spornt mich aber auch an....

Mein Sohn ist jetzt 5,5 und bisher schaffen wir es gut gemeinsam.... Er ist ein fröhliches, aufgewecktes Kind und ich bekomme entsprechendes Feedback....

Der dritte Punkt und im Grunde der Wichtigste.... Ich arbeite an mir!
Ich mache seit mein Sohn 1 Jahr ist eine Langzeittherapie, niedrigfrequentiert..... Das Ziel ist nicht das ich irgendwann alles aufgearbeitet habe und alles "Normal" ist, sondern Achtsamkeit, Reflektion im Alltag, das ich mit mir und mit meiner Umwelt (also auch meinem Sohn) auch in schwierigen Situationen umgehen kann.
Klar ist das erstmal ein Schritt, besonders wenn die Aussicht nicht auf Heilung, sondern "Symptomminderung" steht und man das nicht nur ein paar Monate machen muss sondern das ganze eventuell über viele Jahre ....und nicht nur wenn es einem schlecht geht, auch in Stabilisierungsphasen....

Naja aber da bin ich mir wert und das ist mir auch mein Kind wert....

Daher würde ich nicht nur übelegen welche Mischung aus Erziehungsratgebern am sinnvollsten ist....

Lg und alles Gute

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15. Januar 2016 um 22:43
In Antwort auf elisabennet

Schrieb sie irgendwo
dass es keine Regeln gibt?
Keine künstlichen Grenzen! Nicht urteilen, wenn man nicht weiß wovon man spricht!
Sie erzieht NICHT Laisses-faire !

Regeln
sieht jeder anders. Für mich sind auch Regeln, dass zu bestimmten Zeiten gemeinsam gegessen wird und sich an den Tisch gesetzt wird. Auch, dass das Kind zu einer bestimmten Zeit schlafen geht. Dies sind für mich unter anderem Regeln und diese gibt es bei ihr nicht. So habe ich es gemeint.

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15. Januar 2016 um 22:46

Nein
Meiner meinung nach funktioniert erziehung nur mit erpressung aber mit 2j hätt ich das auch noch nicht gesagt..mach wie du es für richtig hältst ^^

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15. Januar 2016 um 22:56
In Antwort auf chichi210812

Regeln
sieht jeder anders. Für mich sind auch Regeln, dass zu bestimmten Zeiten gemeinsam gegessen wird und sich an den Tisch gesetzt wird. Auch, dass das Kind zu einer bestimmten Zeit schlafen geht. Dies sind für mich unter anderem Regeln und diese gibt es bei ihr nicht. So habe ich es gemeint.

Ja
dir ist das wichtig zu bestimmten Zeiten zu essen und zu schlafen. Du brauchst also diese Regeln, aber braucht sie das Kind?
Bei uns gibt es z.b. flexible Zeiten - in der Woche anders als am Wochenende. Angepasst an die Zeiten, wenn meine Kinder Hunger haben. Es kann Mittag also 11:30 Uhr geben oder auch 15 Uhr und meine kleine Maus isst sogar meist zweimal Mittag- vor und nach dem Mittagsschlaf. Ich glaube nicht, dass die Kinder dabei einen Schaden bekommen. Zumindest kommt die Große im Kindergarten und inzwischen in der Schule auch mit festen Zeiten klar.
Ich glaube, dass feste Regeln und Zeiten für viele Eltern wichtig sind , um zu planen. Die Kinder essen am liebsten, wenn sie Hunger haben und schlafen, wenn sie müde sind .

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15. Januar 2016 um 23:01
In Antwort auf elisabennet

Ja
dir ist das wichtig zu bestimmten Zeiten zu essen und zu schlafen. Du brauchst also diese Regeln, aber braucht sie das Kind?
Bei uns gibt es z.b. flexible Zeiten - in der Woche anders als am Wochenende. Angepasst an die Zeiten, wenn meine Kinder Hunger haben. Es kann Mittag also 11:30 Uhr geben oder auch 15 Uhr und meine kleine Maus isst sogar meist zweimal Mittag- vor und nach dem Mittagsschlaf. Ich glaube nicht, dass die Kinder dabei einen Schaden bekommen. Zumindest kommt die Große im Kindergarten und inzwischen in der Schule auch mit festen Zeiten klar.
Ich glaube, dass feste Regeln und Zeiten für viele Eltern wichtig sind , um zu planen. Die Kinder essen am liebsten, wenn sie Hunger haben und schlafen, wenn sie müde sind .

Ja natürlich
mir ist es wichtig und ich gebe meinem Kind weiter was ich auch wichtig finde. Ich sage ja jeder soll es machen wie er möchte, ich kann es mir eben nicht vorstellen.

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15. Januar 2016 um 23:03
In Antwort auf chichi210812

Ja natürlich
mir ist es wichtig und ich gebe meinem Kind weiter was ich auch wichtig finde. Ich sage ja jeder soll es machen wie er möchte, ich kann es mir eben nicht vorstellen.

Zudem heißt
dies nicht, dass es keine Ausnahmen gibt. Aber trotzdem müssen für mich gewisse Regeln sein. Egal ob das essen am Tisch ist, Bitte und Danke sagen usw.

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15. Januar 2016 um 23:03

Ich finde diese
Art von Erziehung irgendwie total steif und verkopft. Mal abgesehen dass diese Erziehungskonzepte lange nicht auf jedes Kind anwendbar sind (an meinem Großen hätte Jasper Juul sich die Zähne ausgebissen) nimmst du deinem Kind die Chance dich als authentische Person und soziales Gegenüber zu erleben und dir selber die an der Praxis zu wachsen und aus Fehlern zu lernen. Irgendwann merkst du vielleicht es klappt nicht und wirfst dann alles über Bord um bei null anzufangen anstatt dir eine solide Basis zu schaffen auf der du zusammen mit deinem Kind aufbauen kannst. Was wird das dann für eine Erfahrung für dein Kind? Ich finde es schade und auch oft unfair den Kindern gegenüber sich so zu verstellen, in schwierigen Situationen überspitzt dargestellt schnell nachzulesen wie in einer Bedienungsanleitung anstatt individuell und ehrlich auf das Kind einzugehen. Wozu? Um immer alles richtig zu machen? Warum sollten unsere Kinder uns nicht als Menschen erleben dürfen die eben auch mal Fehler machen, genervt sind und eben auch einen gewissen Plan verfolgen müssen damit alles hinhaut?
Irgendwie stellen sich mir die Nackenhaare auf wenn ich lese dass aus den und den Gründen die in dem und dem Buch voll logisch klingen (entgegen dem eigenen Impuls) nicht gelobt wird. In meinen Augen eine seltsam entfremdete und unlockere Art mit Kindern umzugehen.
Sorry falls ich da jemandem zu nahe trete.

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15. Januar 2016 um 23:08
In Antwort auf jane8113

Ich finde diese
Art von Erziehung irgendwie total steif und verkopft. Mal abgesehen dass diese Erziehungskonzepte lange nicht auf jedes Kind anwendbar sind (an meinem Großen hätte Jasper Juul sich die Zähne ausgebissen) nimmst du deinem Kind die Chance dich als authentische Person und soziales Gegenüber zu erleben und dir selber die an der Praxis zu wachsen und aus Fehlern zu lernen. Irgendwann merkst du vielleicht es klappt nicht und wirfst dann alles über Bord um bei null anzufangen anstatt dir eine solide Basis zu schaffen auf der du zusammen mit deinem Kind aufbauen kannst. Was wird das dann für eine Erfahrung für dein Kind? Ich finde es schade und auch oft unfair den Kindern gegenüber sich so zu verstellen, in schwierigen Situationen überspitzt dargestellt schnell nachzulesen wie in einer Bedienungsanleitung anstatt individuell und ehrlich auf das Kind einzugehen. Wozu? Um immer alles richtig zu machen? Warum sollten unsere Kinder uns nicht als Menschen erleben dürfen die eben auch mal Fehler machen, genervt sind und eben auch einen gewissen Plan verfolgen müssen damit alles hinhaut?
Irgendwie stellen sich mir die Nackenhaare auf wenn ich lese dass aus den und den Gründen die in dem und dem Buch voll logisch klingen (entgegen dem eigenen Impuls) nicht gelobt wird. In meinen Augen eine seltsam entfremdete und unlockere Art mit Kindern umzugehen.
Sorry falls ich da jemandem zu nahe trete.

Stimme
dir voll und ganz zu. Ich könnte mich garnicht so sehr verstellen und das wäre dann ja auch nicht mehr ich - IHRE MAMA. Wenn ich mich total mit ihr freue, klar lobe ich und bin stolz wie bolle. Und wenn sie bereits den ganzen Tag nicht hört und nur Quatsch macht, klar werde ich dann auch mal sauer und sag ihr, dass es so nicht geht. Das sind doch alles menschliche Emotionen die zu einer Person dazu gehören.

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16. Januar 2016 um 11:32

Eigentlich
hat die TE ja gar nicht gefragt, wie Leute diesen Erziehungsansatz finden... Für uns ist er nichts . Ich habe weder die Zeit noch die Geduld dafür und möchte auch nichts mit Kindern zu tun haben, die so erzogen werden. Da hätte ich Angst, sie nehmen mir die Bude auseinander. Aber ich liebe meine Kinder immer, auch wenn sie Blödsinn machen. Ich teile ihnen das dann aber mit, genauso wie ich lobe, wenn sie etwas gut gemacht haben. Und ist nicht "sich über ein Bild freuen" auch eine Wertung? Ich weigere mich aber auch strikt, Erzihungsratgeber zu lesen und bin somit ziemlich ahnungslos...

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16. Januar 2016 um 11:50

Sowas würde für mich
überhaupt nicht in Frage kommen. Jede normale Mama liebt ihr Kind bedingungslos! Und ich würde mein Kind ganz bestimmt nicht nach Büchern erziehen. Als Mama hat man doch genug Instinkte, Gefühle, usw.. Man fühlt doch wie man was richtig handhabt! Man trifft nicht immer die richtigen Entscheidungen aber das ist auch nicht schlimm und es ist niemand Perfekt und keine Eltern machen alles Perfekt. Lob finde ich überings sehr wichtig für das Kind. Und auch Konsequenzen u. Auch vernünftige Schlafzeiten! Sich nach seinem Kind zu richten macht man doch gerne. Meiner Meinung nach erzieht man nicht nach Büchern. Und dazu verstellst du dich doch auch selbst. Man sollte so sein wie man ist und das vorallem zu seinen Kindern. Die eine Mama findet TV für Ihr Kind nicht gut, die andere Mama aber schon. Wenn man selbst als Mutter TV nicht gut findet dann ist es deine Meinung! Und jeder sollte auch erziehen wie man es für richtig hält. Und da ist es wichtig auf sich zu hören. Und nicht auf ne Zeile im Buch. Zudem ja auch jedes Kind anders ist!

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16. Januar 2016 um 12:05

Das
arme Kind wirds im späteren Leben mal richtig schwer haben

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16. Januar 2016 um 12:29

Manches mache ich trotz
meines Gefühls so wie du.

Aber ansonsten habe ich damit leider keine Erfahrung.

Meine Cousine erzieht ihr Kind allerdings in einer Sache genauso. Sie lobt nicht und sie bestraft nicht. Zumindest inwieweit das möglich ist, denn ich glaube nicht, dass das machbar ist, da man ein Mensch ist und gerade in Stresssituationen einfach auch mal plötzlich reagiert.
Die Tochter ist jetzt fast 4 Jahre alt und gegen andere Kinder besonders darin auffällig, dass sie händeringend nach Bestätigung sucht. Sie ist ein tolles Kind, aber ihr Verhalten diesbezüglich finde ich für ihr späteres Leben bedenklich. Da es zu hause kein Lob gibt, sucht sie es sih gerade zu draußen. Das kann man ja auch nicht verhindern, da das Kind die Erfahrung spätestens im Kindergarten macht.
Und ich glaube auch, dass man sich so eventuell einen abgestrumpften Menschen heran zieht, der sich entweder später in sich selbst gefangen fühlt oder eben dem anderen Extrem ausgesetzt fühlt.

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16. Januar 2016 um 12:37


Ich empfinde deine Erziehung und Gedanken dazu als grauenhaft.

Punkt 1: Jedes Kind wird von seinen Eltern bedingungslos geliebt - egal welche Erziehung angewandt wird. Das erkennt man bereits dadurch, dass man seinem Kind Ärger, Lügen oder Enttäuschungen verzeiht, seinem Partner hingegen oft nicht. Vom Partner trennt man sich, vom eigenen Kind jedoch nicht. Dies ist bedingungslose Liebe! Wir knüpfen die Liebe zu unseren Kindern nicht an gutes Benehmen oder Ehrlichkeit, sondern an sie als Person. Da spielt die Erziehung keine Rolle. Dahingehend bist du also bereits auf dem falschen Dampfer.

Punkt 2: Kinder brauchen all das, was du deinem Kind verwehrst! Kinder brauchen Lob, Anerkennung, feste Strukturen und Regeln. All dies gibt ihnen Sicherheit, was ihr noch kleines, sehr frombares Selbstbewusstsein benötigt. Kinder, die mehr oder weniger unbegrenzt tun und lassen können was sie wollen werden verhaltensauffällig, weil ihnen die Sicherheit fehlt. Die Sicherheit, dass alles sicher, fest und wiederkehrend ist und Mama bleibt. Kinder brauchen einen festen Rahmen, in dem sie sich sicher bewegen können und wissen, was auf sie zukommt - einen Fels in der Brandung, der sie beschützt. Du hingegen bist ein Wackelkandidat, der mit dem Winde schwingt. Du bietest so keine Sicherheit für die empfindliche Kinderseele. Kinder wollen selbstsichere Eltern, an denen sie sich orientieren können, die wissen wo es lang geht und klare Grenzen setzen können. Kinder wollen keine Eltern, die alles durchgehen lassen und heute so und morgend anders reagieren. Damit schadest du Kindern. Und zwar allen. Natürlich nicht sofort, aber auf Dauer. Und auch du selbst wirst irgendwann auf dem Zahnfleisch gehen, weil dein Kind dir auf der Nase herum tanzen wird. Wie sagt man so schön: Kleine Kinder kleine Sorgen, große Kinder große Sorgen... Und es stimmt!

Dein Kind ist erst 2 Jahre alt. Noch konntest du nicht viel falsch machen, aber dein Kind wird irgendwann älter und damit verändern sich auch seine Ansprüche und seine Bedürfnisse - aber auch deine! Ein zweijähriges Kind reagiert doch ganz anders auf dich und seine Umwelt als ein sechs- oder achtjähriges Kind. Und stell dir erst mal die Teenagerzeit vor. Jedes Alter hat individuelle Ansprüche und Bedürfnisse, in der du deine Erziehung auch mal anpassen musst. So, wie ein Zweijähriger sich über nackte Klopapierrollen freut, so wird ein Zehnjähriger nur noch müde darüber lächeln, weil er eben andere Bedürfnisse hat.

Die Natur hat dich nicht ohne Grund mit einem Mutterinstinkt ausgestattet. Nutze ihn, alles andere ist absolut unnatürlich und falsch. Erziehungsratgeber sind ja schön und gut, aber sie berücksichtigen niemals das individuelle Kind, sondern immer nur die breite Masse. Weiterhin kenne ich kein geschätztes Buch, was von Lob und Anerkennung abrät. Kinder brauchen dies, um zu einem gesunden Selbstbewusstsein zu kommen. Du bist momentan noch die Hauptperson im Leben deines Kindes - von wem soll es denn die benötigte Anerkennung bekommen, wenn nicht von dir

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16. Januar 2016 um 12:43

Frag du dich mal ehrlich
Wer bist du denn?
Was hast du für wünsche und Bedürfnisse?
Wie lange reicht deine Kraft.

Um alles zu tun, was das Kind gerade möchte. Thema einkaufen gehen und Baustelle besichtigen.
Das machen,wir ja alle irgendwo.
Fertig spielen lassen. Ok, die,Baustelle können wir kurz gucken.

Ich erziehe echt total aus dem Bauch heraus.
Sie haben fixe .Bettgehzeiten.
Essenszeiten.
Ganz normal. Willst du wirklich immer,dein Kind fragen?
Frag mal nach Langzeit,Studien erwachsener die soetwas durchleben mussten.
Die werdens ganz schwer im Leben haben.
Und frag dein Kind ob es dich auch bedingungslos liebt und dir deine wünsche und Freiräume einräumt.
Ich kenne nur nachbars kind, sie ist jetzt 10 , die mutter Psychologin.
Ganz schlimm.
So ähnlich wie du beschrieben hast.

Die kleine macht jetzt schon was sie will.
Und im Teenager alter brechen sowieso fast alle Kinder aus.
Egal,wie du erziehst.

Das werden mal riesen Egoisten werden, die man sich erzieht.

Und ich weiß, du hast nach Erfahrungen gefragt. Sorry die habe ich nicht.
Ich habe nur ganz logisch geantwortet

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16. Januar 2016 um 12:52
In Antwort auf elisabennet

Ja
dir ist das wichtig zu bestimmten Zeiten zu essen und zu schlafen. Du brauchst also diese Regeln, aber braucht sie das Kind?
Bei uns gibt es z.b. flexible Zeiten - in der Woche anders als am Wochenende. Angepasst an die Zeiten, wenn meine Kinder Hunger haben. Es kann Mittag also 11:30 Uhr geben oder auch 15 Uhr und meine kleine Maus isst sogar meist zweimal Mittag- vor und nach dem Mittagsschlaf. Ich glaube nicht, dass die Kinder dabei einen Schaden bekommen. Zumindest kommt die Große im Kindergarten und inzwischen in der Schule auch mit festen Zeiten klar.
Ich glaube, dass feste Regeln und Zeiten für viele Eltern wichtig sind , um zu planen. Die Kinder essen am liebsten, wenn sie Hunger haben und schlafen, wenn sie müde sind .

Ja, braucht es!
JEDES Kind braucht Regeln und Grenzen. Je kleiner die Kinder sind desto enger müssen diese Grenzen sein.

Regen und Grenzen bieten Sicherheit für ein Kind. Oder anders gesagt: Wird ein Kind begrenzt, dann fühlt es sich sicher. Muss das Kind frei "schwingen", weil die Begrenzung fehlt, dann wird es unsicher. Und das wirkt sich auf das gesamte Verhalten des Kindes aus.

Kinder die so erzogen werden sind grenzenlos und benehmen sich auch so. Sie ecken in der Gesellschaft an, was sofort eine "Verhaltensauffälligkeit" nach sich zieht, die behandelt werden muss, damit das Kind beschulbar und sozialverträglich ist.

Es ist schön, dass Kinder essen und schlafen möchten, wann ihnen danach ist. Als Säugling ist das auch alles noch normal, aber ab einem gewissen Alter funktioniert das eben nicht mehr. Ein Schulkind kann eben nicht mitten im Unterricht den Kopf auf den Tisch legen und schlafen oder seine Brote heraus holen und essen. Das funktioniert übrigens auch nicht im Job, da hat man sich auch an Zeiten zu halten, die eben von Dritten (Chef) vorgegeben werden.

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16. Januar 2016 um 13:07

War ja klar
dass hier ganz viele schwarz- weiß- Antworten kommen.
Keine künstlichen Grenzen= Kind darf alles machen. Kein Lob= Kind bekommt keine Anerkennung. Kind wird in die Entscheidung einbezogen = wird ein Egoist. Ich glaube, viele wissen gar nicht , was die Threadstellerin wirklich meint und tut. Ihr denkt, sie macht laissez faire und richtet sich komplett nach dem Kind. Dass es noch etwas anderes gibt als Autorität oder alles erlauben könnt ihr euch nicht vorstellen.

Ich glaube, dass ein Kind eher einen Schaden bekommt, wenn es starre, feste Grenzen bekommt und unfehlbare Eltern hat , die immer die gleiche Konsequenz/Strafe ( ist ja für viele dasselbe) folgen lassen. Erwiesenermaßen werden die Kinder später eher straffällig , die sehr streng erzogen worden.
Kinder brauchen Grenzen höre ich immer wieder- Kinder haben so viele Grenzen- naturgemäß. Man muss nicht noch künstliche Grenzen dazubringen, nur um das Kind zu formen .
Was ist so schlimm daran, einen Umweg zu machen, wenn das Kind es will? Wenn es einen Termin gibt, wird das eben nicht gemacht, aber einfach so, nur um nicht nachzugeben, um die Regeln einzuhalten? Was ist schlimm daran, dem Kind etwas zu Essen zu geben, auch wenn es noch keine Mittagszeit ist? Was ist schlimm daran, mal länger wach zu bleiben, weil man noch keine Lust hat ins Bett zu gehen oder nicht müde ist? Schadet es dem Kind wirklich?
Was ist schlimm daran, nicht wegen jedem Pups des Kindes in Lobeshymnen auszubrechen, sondern einfach die Leistung anzuerkennen oder sich mit dem Kind zu freuen, weil es Spaß hat , etwas Neues kann usw.
Wieso soll es besser sein immer ernst, streng und konsequent zu sein anstelle freundliche, nachgiebig, offen.
Haltet ihr es für falsch, euch bei eurem Kind zu entschuldigen, wenn ihr etwas falsch gemacht habt?
Was ist falsch daran , IMMER zu trösten?
Vielleicht sollten einige hier nochmal überlegen , was euer Bauchgefühl wirklich ist- das was richtig ist oder das was euch selbst als Kind eingetrichtert wurde.
Wie viele Mütter nutzen Auszeiten, Strafen, schreien lassen ( nur ein kleines bisschen) zur Erziehung? Ist das euer Bauchgefühl??? Oder verzweifelter Versuch, eine Kontrolle zu behalten?

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16. Januar 2016 um 13:51
In Antwort auf elisabennet

War ja klar
dass hier ganz viele schwarz- weiß- Antworten kommen.
Keine künstlichen Grenzen= Kind darf alles machen. Kein Lob= Kind bekommt keine Anerkennung. Kind wird in die Entscheidung einbezogen = wird ein Egoist. Ich glaube, viele wissen gar nicht , was die Threadstellerin wirklich meint und tut. Ihr denkt, sie macht laissez faire und richtet sich komplett nach dem Kind. Dass es noch etwas anderes gibt als Autorität oder alles erlauben könnt ihr euch nicht vorstellen.

Ich glaube, dass ein Kind eher einen Schaden bekommt, wenn es starre, feste Grenzen bekommt und unfehlbare Eltern hat , die immer die gleiche Konsequenz/Strafe ( ist ja für viele dasselbe) folgen lassen. Erwiesenermaßen werden die Kinder später eher straffällig , die sehr streng erzogen worden.
Kinder brauchen Grenzen höre ich immer wieder- Kinder haben so viele Grenzen- naturgemäß. Man muss nicht noch künstliche Grenzen dazubringen, nur um das Kind zu formen .
Was ist so schlimm daran, einen Umweg zu machen, wenn das Kind es will? Wenn es einen Termin gibt, wird das eben nicht gemacht, aber einfach so, nur um nicht nachzugeben, um die Regeln einzuhalten? Was ist schlimm daran, dem Kind etwas zu Essen zu geben, auch wenn es noch keine Mittagszeit ist? Was ist schlimm daran, mal länger wach zu bleiben, weil man noch keine Lust hat ins Bett zu gehen oder nicht müde ist? Schadet es dem Kind wirklich?
Was ist schlimm daran, nicht wegen jedem Pups des Kindes in Lobeshymnen auszubrechen, sondern einfach die Leistung anzuerkennen oder sich mit dem Kind zu freuen, weil es Spaß hat , etwas Neues kann usw.
Wieso soll es besser sein immer ernst, streng und konsequent zu sein anstelle freundliche, nachgiebig, offen.
Haltet ihr es für falsch, euch bei eurem Kind zu entschuldigen, wenn ihr etwas falsch gemacht habt?
Was ist falsch daran , IMMER zu trösten?
Vielleicht sollten einige hier nochmal überlegen , was euer Bauchgefühl wirklich ist- das was richtig ist oder das was euch selbst als Kind eingetrichtert wurde.
Wie viele Mütter nutzen Auszeiten, Strafen, schreien lassen ( nur ein kleines bisschen) zur Erziehung? Ist das euer Bauchgefühl??? Oder verzweifelter Versuch, eine Kontrolle zu behalten?

Genauso
Schwarz oder weiß, wie du es hier schreibst. Ich denke sogar, du polarisiert am meisten. Die wenigsten hier haben alles in Frage gestellt, sondern einige Dinge aus den Aufzählungen der TE. DU tust so, als würden alle alles schlecht reden. Was wohl am meisten rüber kommt ist, dass man davon abrät 1:1 aus "Erziehungsratgebern" zu erziehen, und null auch seine eigene Intuition zu hören. Wenn du es aus Überzeugung machst, ist es doch OK, du verbiegst dich ja dann dafür auch nicht. Und wie du selbst schreibst, du weißt gar nicht, ob eure Erziehungsmethoden besser sind, und demzufolge auch nicht, ob die anderen schlechter sind. Langzeitstudien scheint es wohl nicht zu geben und von Gewalt und total autoritärer Erziehung redet hier kein Mensch. Ich wäre dafür ein Kind so zu erziehen, wie es sein Charakter braucht. Ich wünsche dem Kind der TE und der TE selbst, dass es in dieses Muster passt. Ansonsten glaube ich nicht, dass es positiv endet.

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16. Januar 2016 um 14:11

Kein Bauch (Buch) dieser Welt hat ein
besseres Gefühl für dein Kind als der, der es 9 Monate unter'm Herzen trug!
Denk mal drüber nach .

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16. Januar 2016 um 14:15

Klingt
wie bei nem Arbeitszeugnis "der Arbeitnehmer war bemüht..."

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16. Januar 2016 um 14:21

Natürlich reagiere ich
Ich sage halt nur nicht nebenbei und zu allem " toll! Super!"
Die Große malt und bastelt ganz toll und ich sehe mir gemeinsam mit ihr das Bild an und frage sie etwas dazu und sage ihr , welche Dinge mir gefallen und was ich sehe. Wenn ich keine Zeit oder Lust habe, etwas von ihr anzusehen, sage ich ihr, dass ich später schau und sag nicht im Vorbeigehen "toll!"
Bei der Kleinen freue ich mich einfach mit, wenn sie z.b. zum ersten Mal schafft, alleine zu rutschen. Ich sag eben nicht " toll, was du alles kannst " sondern " Ich hab dich gesehen! Du bist ganz allein gerutscht. Macht es dir Spaß? " Oder so ähnlich. Mag jetzt für manche keinen Unterschied machen. Aber bei der ersten Variante wertet man, bei der zweiten sieht man das Kind.
Meine Große ist sehr gut in der Schule und wenn sie wieder eine 1 nach Hause bringt, frage ich, was genau dran war, ob sie sich freut, ob es schwer war oder so. Ich sag halt nicht " toll, du bist schlau"
Ich weiß nicht, ob viele den Unterschied zwischen den beiden Varianten überhaupt wahrnehmen.

Das ist so ähnlich wie mit der Positivformulierung. Der Unterschied mag für viele nicht groß sein zwischen " nicht da hoch klettern" und " bleib unten" oder " nicht so laut" und " bitte leise " Für das Kind ist es ein riesen Unterschied, denn es möchte wissen, was es tun soll, nicht, was es nicht tun soll. Nicht wird nicht wahrgenommen. Das Kind hört nur " klettern" und " laut" stattdessen. Und die Eltern wundern sich dann , warum das Kind nicht hört.

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16. Januar 2016 um 14:29
In Antwort auf flyingkat

Genauso
Schwarz oder weiß, wie du es hier schreibst. Ich denke sogar, du polarisiert am meisten. Die wenigsten hier haben alles in Frage gestellt, sondern einige Dinge aus den Aufzählungen der TE. DU tust so, als würden alle alles schlecht reden. Was wohl am meisten rüber kommt ist, dass man davon abrät 1:1 aus "Erziehungsratgebern" zu erziehen, und null auch seine eigene Intuition zu hören. Wenn du es aus Überzeugung machst, ist es doch OK, du verbiegst dich ja dann dafür auch nicht. Und wie du selbst schreibst, du weißt gar nicht, ob eure Erziehungsmethoden besser sind, und demzufolge auch nicht, ob die anderen schlechter sind. Langzeitstudien scheint es wohl nicht zu geben und von Gewalt und total autoritärer Erziehung redet hier kein Mensch. Ich wäre dafür ein Kind so zu erziehen, wie es sein Charakter braucht. Ich wünsche dem Kind der TE und der TE selbst, dass es in dieses Muster passt. Ansonsten glaube ich nicht, dass es positiv endet.

Ich hab der Einfachheit halber
einfach pauschal geantwortet und bewusst die Gegenseite dargestellt, weil sie hier kläglich untergeht. Ich denke, jeder weiß schon selbst, was ihn betrifft.
Es ist für mich schwierig, meine vielen Gedanken in wenige schriftliche Worte zu fassen. Lieber würde ich mit euch am Tisch sitzen und erst mal grundlegend Begrifflichkeiten klären.

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16. Januar 2016 um 14:48

Ich glaube nicht an das Bauchgefühl
Ich glaube, dass es keine wirkliche mütterliche Intuition gibt - das, was wir mit unseren Kindern tun, ist das Ergebnis von gesammelten Beobachtungen und Erfahrungen - also tatsächlich Erlerntes, kein Instinkt.

Mit "bedingungslos lieben" war keine Wertung gemeint, sondern der Buchtitel bzw. der Erziehungsstil. Diejenigen die es kennen, haben es auch so interpretiert. Bei den anderen entschuldige ich mich, dass es als Wertung ankam.

Ich erziehe nicht laissez faire. Vermutlich trifft es der demokratische Erziehungsstil besser. Grenzen erfährt mein Kind vor allem durch die Bedürfnisse der anderen Familienmitglieder und des sozialen Umfeldes. Natürlich sorge ich dafür, dass es sich am Klettergerüst hinten anstellt und auch der Supermarkt wird nicht ausgeräumt. Auf der anderen Seite werde ich nicht nervös, wenn ich um acht noch nicht Feierabend habe, weil mein Kind noch fit ist. Wenn es allerdings total fertig und überdreht ist, geht es natürlich ins Bett. Das meine ich mit Achtsamkeit und Aufmerksamkeit. Individuell auf die Situation angepasst.

Loben: für mich kam diese Überzeugung durch das Beispiel mit den Schulnoten. Ich war jahrelang absoluter Befürworter von Noten, die ja in gewisser Weise auch ein Bewertungs- oder auch Belohnungssystem darstellen. Auch wenn es deren Intention vermutlich nicht war, aber so habe ich bspw. nur für die Noten gelernt. Interessiert hat mich irgendwann gar nichts mehr. Das Bulimie-Lernen habe ich perfektioniert, Interessen habe ich keine. Inzwischen finde ich das Schade.
Genauso sehe ich das mit dem Loben. Ich freue mich mit meinem Kind, wenn es sich für etwas begeistern kann und ich bringe es ihm gegenüber auch zum Ausdruck. Natürlich ist das auch eine Art loben, aber was ich unbedingt zu vermeiden versuche, ist, dass es etwas tut, nur damit es ein Lob bekommt.

Bezüglich Sozialisierung: Es geht seit einem Jahr in die Krippe, 2mal die Woche zum Turnen und ich 30h/Woche arbeiten. Wir leben also nicht isoliert von der Realität.

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16. Januar 2016 um 15:11
In Antwort auf buntestreusel

Kein Bauch (Buch) dieser Welt hat ein
besseres Gefühl für dein Kind als der, der es 9 Monate unter'm Herzen trug!
Denk mal drüber nach .

Bei einem
psychisch gesunden Menschen mag das zutreffen. Aber was ist mit denen, die als Kinder angeschrien, geschlagen, ignoriert oder emotional erpresst wurden? Deren Bauchgefühl lässt sie genau das mit ihren Kindern machen, weil sie selbst keine Alternative kennen.
Ich vertraue meinem Bauchgefühl nicht immer.

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16. Januar 2016 um 15:53
In Antwort auf flyingkat

Genauso
Schwarz oder weiß, wie du es hier schreibst. Ich denke sogar, du polarisiert am meisten. Die wenigsten hier haben alles in Frage gestellt, sondern einige Dinge aus den Aufzählungen der TE. DU tust so, als würden alle alles schlecht reden. Was wohl am meisten rüber kommt ist, dass man davon abrät 1:1 aus "Erziehungsratgebern" zu erziehen, und null auch seine eigene Intuition zu hören. Wenn du es aus Überzeugung machst, ist es doch OK, du verbiegst dich ja dann dafür auch nicht. Und wie du selbst schreibst, du weißt gar nicht, ob eure Erziehungsmethoden besser sind, und demzufolge auch nicht, ob die anderen schlechter sind. Langzeitstudien scheint es wohl nicht zu geben und von Gewalt und total autoritärer Erziehung redet hier kein Mensch. Ich wäre dafür ein Kind so zu erziehen, wie es sein Charakter braucht. Ich wünsche dem Kind der TE und der TE selbst, dass es in dieses Muster passt. Ansonsten glaube ich nicht, dass es positiv endet.


Wer hat denn gesagt dass er sein Kind nicht tröstet, nicht auf seine Wünsche eingeht und künstliche Grenzen setzt?
Auch solche Sachen sagt manchen Müttern tatsächlich ihre Intuition.
Du tust ja so als würde jeder der nicht nach Schema xy erzieht sein Kind unterdrücken.
Auch ich gehe oft genug auf dem Weg vom Kindergarten nach Hause tausend Umwege und das nicht weil es mein Wunsch ist.
Was hier infrage gestellt wird ist die Erziehung nach Lehrbuch und was mir daran immer wieder aufstößt ist der leicht überhebliche Unterton vieler die nach der Lektüre diverser Erziehungsratgeber meinen das Wissen gepachtet zu haben
Ich glaube die meisten haben schon verstanden worum es hier geht ohne dass Begrifflichkeiten geklärt werden müssten.

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16. Januar 2016 um 16:21

Ähnlich
Habe ich es gemacht,
Ich ear nur unsofern konsequent, wer es besser geht, gibt nach.
Hatte ich zum Beispiel auf dem Spielplatz starke kopfschmerzen, sind wir nach Hause gegangen,
Wenn sie die Jacke nicht anzieht, friert sie eben.
Meist hat es ganz gut geklappt, sie ist sehr selbstbewusst, kümmert sich aber auch total lueb um andere, ist sehr emphatisch.
Schau einfach, mit was du leben kannst, mut was nicht, ohne dich selbst dabei aufzugeben.
LG

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16. Januar 2016 um 16:22

Ja, die diskussion ist tatsächlich abgedriftet...
natürlich gibt es keinen Mutterinstinkt.

Aber es gibt ja die Summe der eigenen Erfahrungen - das bezeichnet der Volksmund gern als gesunden Menschenverstand oder Intuition. Sich allein darauf zu verlassen, ist etwas schwierig - gerade, wenn man bestimmte Erziehungsweisen nicht weitergeben will oder bestimmte eigene antrainierte Eigenschaften den Kindern ersparen will.

Dennoch denke ich, dass man den eigenen Hintergrund nicht auf Dauer völlig ausblenden kann/ dass selbiger sich irgendwann bahnbricht. Daher finde ich eine absoluten Abwendung von der eigenen Sozialisation weniger sinnvoll als eine gezielte Auseinandersetzung.

@ Elisabennet

ich, als Erwachsene, die nicht gelobt wurde aus ähnlichen Gründen, kann nur sagen: das ist echt fies. Das 'Ergebnis' ist tatsächlich wohl objektiv besser - ich habe IMMER ALLES mit Bestnoten in Inhalt und Haltung geschafft - aber innerlich hat mir das Lob schon sehr gefehlt.

Wir hatten stets einen respektvollen Umgang miteinander zuhause, meine Leistungen wurden wahrgenommen, aber stets nach objektiven Maßstäben bewertet.

Als 11-jährige hätte ich mich trotzdem gefreut, wenn das Siegergedicht in einem landesweiten Wettbewerb zuhause irgendwie geschätzt worden wäre und nicht vor allem hinsichtlich des unsauberen Daktylus und der etwas unreifen Metaphorik durchdiskutiert worden wäre. Rahmen wäre etwa ein Schritt gewesen, über den ich mich sehr gefreut hätte

Lob ist auch Respekt und Annehmen. So wie Du bist, bist Du toll. Die Leistung, die Du erbringst, ist toll. Lieben würden wir Dich auch ohne. Das hätte Größe und nicht, wir sind so objektiv und zeigen dem Kind, dass wir uns inhaltlich mit ihm auseinandersetzen.

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16. Januar 2016 um 16:33
In Antwort auf fusselbine


Ich empfinde deine Erziehung und Gedanken dazu als grauenhaft.

Punkt 1: Jedes Kind wird von seinen Eltern bedingungslos geliebt - egal welche Erziehung angewandt wird. Das erkennt man bereits dadurch, dass man seinem Kind Ärger, Lügen oder Enttäuschungen verzeiht, seinem Partner hingegen oft nicht. Vom Partner trennt man sich, vom eigenen Kind jedoch nicht. Dies ist bedingungslose Liebe! Wir knüpfen die Liebe zu unseren Kindern nicht an gutes Benehmen oder Ehrlichkeit, sondern an sie als Person. Da spielt die Erziehung keine Rolle. Dahingehend bist du also bereits auf dem falschen Dampfer.

Punkt 2: Kinder brauchen all das, was du deinem Kind verwehrst! Kinder brauchen Lob, Anerkennung, feste Strukturen und Regeln. All dies gibt ihnen Sicherheit, was ihr noch kleines, sehr frombares Selbstbewusstsein benötigt. Kinder, die mehr oder weniger unbegrenzt tun und lassen können was sie wollen werden verhaltensauffällig, weil ihnen die Sicherheit fehlt. Die Sicherheit, dass alles sicher, fest und wiederkehrend ist und Mama bleibt. Kinder brauchen einen festen Rahmen, in dem sie sich sicher bewegen können und wissen, was auf sie zukommt - einen Fels in der Brandung, der sie beschützt. Du hingegen bist ein Wackelkandidat, der mit dem Winde schwingt. Du bietest so keine Sicherheit für die empfindliche Kinderseele. Kinder wollen selbstsichere Eltern, an denen sie sich orientieren können, die wissen wo es lang geht und klare Grenzen setzen können. Kinder wollen keine Eltern, die alles durchgehen lassen und heute so und morgend anders reagieren. Damit schadest du Kindern. Und zwar allen. Natürlich nicht sofort, aber auf Dauer. Und auch du selbst wirst irgendwann auf dem Zahnfleisch gehen, weil dein Kind dir auf der Nase herum tanzen wird. Wie sagt man so schön: Kleine Kinder kleine Sorgen, große Kinder große Sorgen... Und es stimmt!

Dein Kind ist erst 2 Jahre alt. Noch konntest du nicht viel falsch machen, aber dein Kind wird irgendwann älter und damit verändern sich auch seine Ansprüche und seine Bedürfnisse - aber auch deine! Ein zweijähriges Kind reagiert doch ganz anders auf dich und seine Umwelt als ein sechs- oder achtjähriges Kind. Und stell dir erst mal die Teenagerzeit vor. Jedes Alter hat individuelle Ansprüche und Bedürfnisse, in der du deine Erziehung auch mal anpassen musst. So, wie ein Zweijähriger sich über nackte Klopapierrollen freut, so wird ein Zehnjähriger nur noch müde darüber lächeln, weil er eben andere Bedürfnisse hat.

Die Natur hat dich nicht ohne Grund mit einem Mutterinstinkt ausgestattet. Nutze ihn, alles andere ist absolut unnatürlich und falsch. Erziehungsratgeber sind ja schön und gut, aber sie berücksichtigen niemals das individuelle Kind, sondern immer nur die breite Masse. Weiterhin kenne ich kein geschätztes Buch, was von Lob und Anerkennung abrät. Kinder brauchen dies, um zu einem gesunden Selbstbewusstsein zu kommen. Du bist momentan noch die Hauptperson im Leben deines Kindes - von wem soll es denn die benötigte Anerkennung bekommen, wenn nicht von dir

Quatsch
Wenn man gewisse Sachen seinen kindern durchgehen lässt, deswegen tanzen sie einem nicht auf der Nase herum.
Kinder imitieren oft erwachsene, werden sie respektvoll behandelt, behandeln sie andere auch mit Respekt.
Unser auffälligstes Kind im Kindergarten war übrigens ein P.sycholigenkind.
Vielen Eltern schadet gewiss etwas mehr Gelassenheit nicht.
LG

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16. Januar 2016 um 16:34
In Antwort auf xoxoklioxoxo

Ja, die diskussion ist tatsächlich abgedriftet...
natürlich gibt es keinen Mutterinstinkt.

Aber es gibt ja die Summe der eigenen Erfahrungen - das bezeichnet der Volksmund gern als gesunden Menschenverstand oder Intuition. Sich allein darauf zu verlassen, ist etwas schwierig - gerade, wenn man bestimmte Erziehungsweisen nicht weitergeben will oder bestimmte eigene antrainierte Eigenschaften den Kindern ersparen will.

Dennoch denke ich, dass man den eigenen Hintergrund nicht auf Dauer völlig ausblenden kann/ dass selbiger sich irgendwann bahnbricht. Daher finde ich eine absoluten Abwendung von der eigenen Sozialisation weniger sinnvoll als eine gezielte Auseinandersetzung.

@ Elisabennet

ich, als Erwachsene, die nicht gelobt wurde aus ähnlichen Gründen, kann nur sagen: das ist echt fies. Das 'Ergebnis' ist tatsächlich wohl objektiv besser - ich habe IMMER ALLES mit Bestnoten in Inhalt und Haltung geschafft - aber innerlich hat mir das Lob schon sehr gefehlt.

Wir hatten stets einen respektvollen Umgang miteinander zuhause, meine Leistungen wurden wahrgenommen, aber stets nach objektiven Maßstäben bewertet.

Als 11-jährige hätte ich mich trotzdem gefreut, wenn das Siegergedicht in einem landesweiten Wettbewerb zuhause irgendwie geschätzt worden wäre und nicht vor allem hinsichtlich des unsauberen Daktylus und der etwas unreifen Metaphorik durchdiskutiert worden wäre. Rahmen wäre etwa ein Schritt gewesen, über den ich mich sehr gefreut hätte

Lob ist auch Respekt und Annehmen. So wie Du bist, bist Du toll. Die Leistung, die Du erbringst, ist toll. Lieben würden wir Dich auch ohne. Das hätte Größe und nicht, wir sind so objektiv und zeigen dem Kind, dass wir uns inhaltlich mit ihm auseinandersetzen.

Ich denke
Es ist eher gemeint, dass jeder Pups künstlich gelobt wird.
Ehrluches Lob ist bestimmt ok.
LG

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16. Januar 2016 um 16:57
In Antwort auf xoxoklioxoxo

Ja, die diskussion ist tatsächlich abgedriftet...
natürlich gibt es keinen Mutterinstinkt.

Aber es gibt ja die Summe der eigenen Erfahrungen - das bezeichnet der Volksmund gern als gesunden Menschenverstand oder Intuition. Sich allein darauf zu verlassen, ist etwas schwierig - gerade, wenn man bestimmte Erziehungsweisen nicht weitergeben will oder bestimmte eigene antrainierte Eigenschaften den Kindern ersparen will.

Dennoch denke ich, dass man den eigenen Hintergrund nicht auf Dauer völlig ausblenden kann/ dass selbiger sich irgendwann bahnbricht. Daher finde ich eine absoluten Abwendung von der eigenen Sozialisation weniger sinnvoll als eine gezielte Auseinandersetzung.

@ Elisabennet

ich, als Erwachsene, die nicht gelobt wurde aus ähnlichen Gründen, kann nur sagen: das ist echt fies. Das 'Ergebnis' ist tatsächlich wohl objektiv besser - ich habe IMMER ALLES mit Bestnoten in Inhalt und Haltung geschafft - aber innerlich hat mir das Lob schon sehr gefehlt.

Wir hatten stets einen respektvollen Umgang miteinander zuhause, meine Leistungen wurden wahrgenommen, aber stets nach objektiven Maßstäben bewertet.

Als 11-jährige hätte ich mich trotzdem gefreut, wenn das Siegergedicht in einem landesweiten Wettbewerb zuhause irgendwie geschätzt worden wäre und nicht vor allem hinsichtlich des unsauberen Daktylus und der etwas unreifen Metaphorik durchdiskutiert worden wäre. Rahmen wäre etwa ein Schritt gewesen, über den ich mich sehr gefreut hätte

Lob ist auch Respekt und Annehmen. So wie Du bist, bist Du toll. Die Leistung, die Du erbringst, ist toll. Lieben würden wir Dich auch ohne. Das hätte Größe und nicht, wir sind so objektiv und zeigen dem Kind, dass wir uns inhaltlich mit ihm auseinandersetzen.

Wenn du weiter unten nachliest
wirst du verstehen, dass das was ich mache keineswegs das ist, was du erfahren musstest. Es gibt Anerkennung und Respekt für die Kinder, es wird aber nicht gelobt, um Verhalten zu verstärken oder zu werten.

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16. Januar 2016 um 17:22
In Antwort auf strawberryfieldxxx

Ich denke
Es ist eher gemeint, dass jeder Pups künstlich gelobt wird.
Ehrluches Lob ist bestimmt ok.
LG

Nein, das ist es eben nicht.
das kind soll sich besser einordnen können, wenn es nicht gelobt/ getadelt, sondern konstruktiv beurteilt wird.

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