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Belastung der Muttermilch durch Pestizide ?

Letzte Nachricht: 6. Januar 2006 um 12:28
S
sera_12952514
04.01.06 um 22:46

Meine Ärztin hat gemeint, dass man nicht länger als 6 Monate stillen sollte wegen der Belastung der Muttermilch durch Umweltgifte (Pestizide etc.). Jetzt bin ich da etwas unsicher. Ich weiß, dass in den 80ern hohe Pestizidwerte gemessen wurden, aber soll sich das nicht deutlich verbessert haben ? Oder soll man nur noch Bioprodukte essen - aber wer kann das bezahlen ?

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S
svana_12919543
05.01.06 um 9:57

Hallo Monique
In den 80ern boomten die Untersuchungen von Umweltbelastungen (saurer Regen usw.), so dass die Leute schon der Meinung waren, wir würden bald nur noch mit Gasmasken rumlaufen. Inzwischen hat sich wohl alles etwas relativiert und es ist z.T. sicher auch einiges besser geworden. Damals hat man GANZ VOM STILLEN ABGERATEN!

Heute sagt man, dass sie MM zwar noch belastet ist, die Vorteile aber zumindest im ersten halben Jahr überwiegen. Grundsätzlich wird aber doch empfohlen, Bio-Produkte zu essen und nur ein halbes Jahr lang zu stillen, weil sich danach die negativen Eigenschaften (Belastung) durchstzen. Ist aber immer großes Diskussionsthema! Und wie immer sind Familien mit wenig Geld die Dummen.

Neueste Ergebnisse kenne ich leider nicht, aber frag mal deinen Ki.Arzt oder eine Stillberaterin, ob die neue Untersuchungen kennen oder wenigstens wissen, wo man nachlesen kann!

Ich persönlich habe sowieso vor, nach einem halben Jahr mit dem Zufüttern zu beginnen (Eisenspeicher sind dann aufgebraucht) und damit langsam das Abstillen zu beginnen. So stellt sich mir die Frage gar nicht. Stillmahlzeiten wird es bei mir so lange geben, wie die Umstellung dauert. Früher oder später wird mein Kind sowieso das essen, was ich esse. Und das wird z.T. auch mit irgendwas belastet sein. Leider.

LG Flauschi

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leta_12706627
05.01.06 um 10:28
In Antwort auf svana_12919543

Hallo Monique
In den 80ern boomten die Untersuchungen von Umweltbelastungen (saurer Regen usw.), so dass die Leute schon der Meinung waren, wir würden bald nur noch mit Gasmasken rumlaufen. Inzwischen hat sich wohl alles etwas relativiert und es ist z.T. sicher auch einiges besser geworden. Damals hat man GANZ VOM STILLEN ABGERATEN!

Heute sagt man, dass sie MM zwar noch belastet ist, die Vorteile aber zumindest im ersten halben Jahr überwiegen. Grundsätzlich wird aber doch empfohlen, Bio-Produkte zu essen und nur ein halbes Jahr lang zu stillen, weil sich danach die negativen Eigenschaften (Belastung) durchstzen. Ist aber immer großes Diskussionsthema! Und wie immer sind Familien mit wenig Geld die Dummen.

Neueste Ergebnisse kenne ich leider nicht, aber frag mal deinen Ki.Arzt oder eine Stillberaterin, ob die neue Untersuchungen kennen oder wenigstens wissen, wo man nachlesen kann!

Ich persönlich habe sowieso vor, nach einem halben Jahr mit dem Zufüttern zu beginnen (Eisenspeicher sind dann aufgebraucht) und damit langsam das Abstillen zu beginnen. So stellt sich mir die Frage gar nicht. Stillmahlzeiten wird es bei mir so lange geben, wie die Umstellung dauert. Früher oder später wird mein Kind sowieso das essen, was ich esse. Und das wird z.T. auch mit irgendwas belastet sein. Leider.

LG Flauschi

Das stimmt so nicht ganz
"Heute sagt man, dass sie MM zwar noch belastet ist, die Vorteile aber zumindest im ersten halben Jahr überwiegen." ... "danach die negativen Eigenschaften (Belastung) durchstzen."..."Und wie immer sind Familien mit wenig Geld die Dummen."

1. die gesundheitlichen Vorteil überwiegen über das erste Lebensjahr hinaus, denn der Antikörpergehalt steigt mit etwa einem halben Jahr und dann nochmal im zweiten Lebensjahr an - immer dann, wenn das Kind mobiler wird und mehr Kontakt mit der Außenwelt aufnimmt.
2.durch das Stillen spart man geschätzte 70-85 EURO pro Monat - Fläschchen braucht der Säugling zu keiner Zeit, wenn er gestillt wird.

Kinderärzte kennen sich leider meist nicht wirklich aus mit dem Stillen und der Zusammensetzung von MuMi - eher rate ich da zum Kontakt zur Stillberaterin.

LG Phyllis

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runa_12850644
05.01.06 um 11:30

Find's irgendwie unlogisch
wenn die Milch belastet ist, dann sollte man doch gerade in den ersten Wochen nicht stillen, denn in dieser Zeit sind die Kleinen doch recht anfällig.
Ich würde mir dazu keine Gedanken machen, still so lange du willst.

lg
kratzamkopp

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svana_12919543
06.01.06 um 11:20
In Antwort auf leta_12706627

Das stimmt so nicht ganz
"Heute sagt man, dass sie MM zwar noch belastet ist, die Vorteile aber zumindest im ersten halben Jahr überwiegen." ... "danach die negativen Eigenschaften (Belastung) durchstzen."..."Und wie immer sind Familien mit wenig Geld die Dummen."

1. die gesundheitlichen Vorteil überwiegen über das erste Lebensjahr hinaus, denn der Antikörpergehalt steigt mit etwa einem halben Jahr und dann nochmal im zweiten Lebensjahr an - immer dann, wenn das Kind mobiler wird und mehr Kontakt mit der Außenwelt aufnimmt.
2.durch das Stillen spart man geschätzte 70-85 EURO pro Monat - Fläschchen braucht der Säugling zu keiner Zeit, wenn er gestillt wird.

Kinderärzte kennen sich leider meist nicht wirklich aus mit dem Stillen und der Zusammensetzung von MuMi - eher rate ich da zum Kontakt zur Stillberaterin.

LG Phyllis

Danke, Phyllis
Das die Antikörper nochmal ansteigen, wusste ich gar nicht. Obwohl ich lange Zeit mit einer Stillberaterin zusammen gearbeitet habe. (!?)
Ist das denn so relevant? Kinder in dem Alter sind überwiegend geimpft, bzw. haben begonnen, ihr eigenes Immunsystem aufzubauen. Und da kommt dann halt die Frage, ob Mütter nicht lieber (relativ) unbelastete Flaschennahrung füttern sollten.

Versteh mich nicht falsch, bin ja auch für`s Stillen. Versuche nur, die Argumentation der Mediziner zu erklären.

Mit den Mehrkosten für Flaschennahrung hast du natürlich Recht. Das hatte ich gar nicht bedacht.

LG Flauschi

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leta_12706627
06.01.06 um 12:28
In Antwort auf svana_12919543

Danke, Phyllis
Das die Antikörper nochmal ansteigen, wusste ich gar nicht. Obwohl ich lange Zeit mit einer Stillberaterin zusammen gearbeitet habe. (!?)
Ist das denn so relevant? Kinder in dem Alter sind überwiegend geimpft, bzw. haben begonnen, ihr eigenes Immunsystem aufzubauen. Und da kommt dann halt die Frage, ob Mütter nicht lieber (relativ) unbelastete Flaschennahrung füttern sollten.

Versteh mich nicht falsch, bin ja auch für`s Stillen. Versuche nur, die Argumentation der Mediziner zu erklären.

Mit den Mehrkosten für Flaschennahrung hast du natürlich Recht. Das hatte ich gar nicht bedacht.

LG Flauschi

Es ist immer gut, das kindliche Immunsystem zu unterstützen
Es geht vor allem darum, sie vor Keimen zu schützen, die beim Krabbeln oder draußen-alles-anfassen-und-Finger-in-den-Mund-stec-ken in ihren Magen-Darm-Trakt gelangen - in der MuMi sind zB auch weiße Blutkörperchen enthalten, über die Hälfte sind T-Lymphozyten!
Säuglinge sind vielleicht gegen Polio, Masern sonstwas geimpft, aber nicht gegen krank machende Keime, wie Coli-Bakterien oder Listerien zum Beispiel, mit denen wir, solange die aufgenommen Keimzahl nicht zu hoch ist ganz gut fertig werden, die aber bei Kindern schwere Infektionen hervorrufen können. Das Verhältnis von aufgenommener Keimzahl zu Körpergewicht und die Reife der Darmflora sind hier ausschlaggebend.
Die in der Muttermilch enthaltenen Stoffe unterstützen nicht nur die kindliche Darmflora, sondern begünstigen auch die Ansiedlung der wichtigen Darmbakterien, somit also den Aufbau einer gesunden Darmflora.
In der Flaschennahrung sind lange nicht soviele Inhaltstoffe enthalten.
Ich habe mal gelesen, daß in einem Tropfen MuMi tausende lebender Zellen enthalten sind.
Schadstoffe gelangen aus schwindenden Fettdepots der Mutter in die Milch - frau sollte also nicht versuchen, während der Stillzeit schnell abzunehmen. Die Konzentration nimmt bei längerer Stillzeit jedoch ab und wenn man weitere Kinder stillt, nimmt die Konzentration von Kind zu Kind ab - das erste Kind bekommt sozusagen die meisten Schadstoffe ab, da die Mutter sie über Jahre in Fettdepots ihres Körper angesammelt hat, weitere Kinder profitieren von kürzeren "Sammelzeiten"

LG Phyllis

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