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Besuchsrecht entziehen

5. November 2009 um 13:55

Ich habe eine Frage, ich habe vor vier Monaten meine Tochter bekommen und habe mich noch davor vom Vater getrennt. Er hat die Vaterschaft anerkannt und zahlt monatlich hundert Euro Unterhalt. Das Problem ist, dass ich nicht möchte das er Kontakt zu der Kleinen hat, da er regelmäßig Drogen nimmt. Er hatte während der Schwangerschaft versucht aufzuhören doch als ich am fünften Monat war und schlafend im Wohnzimmer lag kiffte er im KINDERZIMMER!! fröhlich vor sich hin. Als ich das herausfand war natürlich Schluß. Er schreibt mir jetzt ständig er will seine Tochter sehen und was auch immer aber ich weiß das er immer noch der selbe ist wie vor ein paar Monaten. Kann ich ihm den Umgang verbieten? Ich will ihn nicht mehr hier haben und schon gar nicht in der Nähe von der Kleinen.

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7. November 2009 um 17:34

..
Also

Ih denke mal wenn er eh gerne kifft wird es ihm schnell egal sein ob er sein Kind sieht oder nicht ich meine hat er denn gesagt er will dir das Kind wegnehmen und hat sich da beim Jugendamt erkundigt
... aber es spricht ja nix dagegen das du dich mal mit ihm Triffst und ihm die Kleine mal zeigst es ist ja schon so das er der Vater ist und halt sein Kind sehen möchte.
Du musst ihm die Kleine ja nicht gleich über das wochenende geben oder so.
Denke aber schon das jeder sein Kind auch mal sehen darf.

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9. November 2009 um 21:49

Ich denke, dass du sicherlich ganz gute Karten hast...
...wenn du seinen Drogenkonsum beim Amt entsprechend darstellst.

Ganz ehrlich: Ich würde mir das dennoch gut und reiflich überlegen. Dass du Hass auf ihn schiebst und ihn am liebsten komplett aus deinem Leben haben willst, kann ich sehr gut verstehen.
Aber er ist der Vater deiner Tochter und irgendwann wird sie sich dafür interessieren, wer er ist.
Er mag in deinen Augen ein erbärmlicher Vater sein, auf den du dankend verzichten kannst- aber ich an deiner Stelle würde alle Hebel in Bewegung setzen, damit deine Tochter sich später mal ihr eigenes Urteil zu ihm bilden kann.
Einen Elternteil nicht zu kennen ist für Kinder unglaublich hart und die allermeisten Menschen prägt das bis ins Erwachsenenalter. Es ist generell nicht einfach, als Trennungskind aufzuwachsen- aber fast jeder Kontakt ist besser (Ausnahmen gibt es natürlich!), als gar nichts von der einen Hälfte seiner Herkunft zu kennen.
Sicherlich kann dein Ex sich keine Drogen einfahren, wenn er beim Kind ist. Und sicherlich musst du ihm ein so kleines Kind nicht unbeaufsichtigt geben. Aber er hat es anerkannt und Interesse an ihm bekundet- zu wenig für dich, aber du entscheidest jetzt für zwei.

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10. November 2009 um 10:44
In Antwort auf miran_12177138

Ich denke, dass du sicherlich ganz gute Karten hast...
...wenn du seinen Drogenkonsum beim Amt entsprechend darstellst.

Ganz ehrlich: Ich würde mir das dennoch gut und reiflich überlegen. Dass du Hass auf ihn schiebst und ihn am liebsten komplett aus deinem Leben haben willst, kann ich sehr gut verstehen.
Aber er ist der Vater deiner Tochter und irgendwann wird sie sich dafür interessieren, wer er ist.
Er mag in deinen Augen ein erbärmlicher Vater sein, auf den du dankend verzichten kannst- aber ich an deiner Stelle würde alle Hebel in Bewegung setzen, damit deine Tochter sich später mal ihr eigenes Urteil zu ihm bilden kann.
Einen Elternteil nicht zu kennen ist für Kinder unglaublich hart und die allermeisten Menschen prägt das bis ins Erwachsenenalter. Es ist generell nicht einfach, als Trennungskind aufzuwachsen- aber fast jeder Kontakt ist besser (Ausnahmen gibt es natürlich!), als gar nichts von der einen Hälfte seiner Herkunft zu kennen.
Sicherlich kann dein Ex sich keine Drogen einfahren, wenn er beim Kind ist. Und sicherlich musst du ihm ein so kleines Kind nicht unbeaufsichtigt geben. Aber er hat es anerkannt und Interesse an ihm bekundet- zu wenig für dich, aber du entscheidest jetzt für zwei.

Danke
Ich denke du hast recht. Ich wollte ihr von Anfang an erklären warum ihr Vater nicht da ist (natürlich kindgerecht und ich werde auch vor ihr nicht schlecht über ihn sprechen) und wenn sie ihn sehen will werde ich das auch erlauben. Aber du meinst es ist besser ihn jetzt schon herkommen zu lassen? Ich bin echt hin- und hergerissen. Aber er meinte er will mindestens einmal in der Woche kommen, das ist mir zuviel! Was ist da angemessen?
Liebe Grüße

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11. November 2009 um 0:32
In Antwort auf marine_12314022

Danke
Ich denke du hast recht. Ich wollte ihr von Anfang an erklären warum ihr Vater nicht da ist (natürlich kindgerecht und ich werde auch vor ihr nicht schlecht über ihn sprechen) und wenn sie ihn sehen will werde ich das auch erlauben. Aber du meinst es ist besser ihn jetzt schon herkommen zu lassen? Ich bin echt hin- und hergerissen. Aber er meinte er will mindestens einmal in der Woche kommen, das ist mir zuviel! Was ist da angemessen?
Liebe Grüße

Ich glaube, ich würde es versuchen.
Ich sehe das so: Jedes Kind hat ein Recht auf seine Eltern, und egal, wie sehr mich mein Ex nerven würd- ich würde probieren, meinem Kind das zu erhalten. Der Vater ist vielleicht ein Riesendepp, aber er hat anscheinend ja Interesse an dem Kind- DU bist diejenige, die "oh Gott" denkt bei der Vorstellung, ihn einmal die Woche am Hals zu haben! Kann ich gut verstehen- aber wie gesagt, ich würde mir denken "ok- ich mach' das für mein Kind".
Denn natürlich wird dein Kind so oder so mitkriegen, was du vom Vater hältst. Dazu braucht es kein schlecht übereinander reden, Kids haben gute Antennen und lernen auch nach den ersten Geschichten mit Prinz und Prinzessin, zwei und zwei zusammenzuzählen.
Aber ich finde es, gerade wenn die Familie nicht "normal" (also Vater, Mutter, Kind, wie in den ganzen Kinderbüchern) ist, wichtig zu vermitteln "Du trägst keine Verantwortung dafür, dass der Papa und ich es nicht auf die Reihe bekommen miteinander. Du musst dich nicht für einen von uns entscheiden. Papa nervt mich, aber ich hab dich auch dann noch lieb, wenn du ihn toll findest. Ich bleibe da." DARUM geht es! Und das IST viel, und jedem wird das mal zu viel, du bist ja nicht die Super-Nanny.
Aber versuchen würde ich`s- einmal die Woche ist für dich in deiner jetzigen Situation gefühlsmäßig natürlich "zuviel"- aber für ein kleines Kind ist eine Woche eine riesige Zeitspanne!
Und wenn ich mir jedes Mal vorher sagen würde "eine Stunde Nerven lassen für sechs Tage Ruhe" und hinterher das dringende Bedürfnis hätte, die Wohnung zu putzen- ICH glaube einfach fest daran, dass es das wert ist.

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11. November 2009 um 0:47
In Antwort auf marine_12314022

Danke
Ich denke du hast recht. Ich wollte ihr von Anfang an erklären warum ihr Vater nicht da ist (natürlich kindgerecht und ich werde auch vor ihr nicht schlecht über ihn sprechen) und wenn sie ihn sehen will werde ich das auch erlauben. Aber du meinst es ist besser ihn jetzt schon herkommen zu lassen? Ich bin echt hin- und hergerissen. Aber er meinte er will mindestens einmal in der Woche kommen, das ist mir zuviel! Was ist da angemessen?
Liebe Grüße

...Noch eins:
...Ich meine, es ist besser, ihn herkommen zu lassen, weil es ja nicht nur darum geht, dass das Kind mal weiß, wie der Papa heißt und was der für eine Nase hat.
Ich glaube tatsächlich, dass es für das Kind gut ist, wenn der Vater eine emotionale Beziehung zum Kind hat- selbst wenn die eigene emotionale Beziehung zu ihm eher "gvhvfjxxbg!!!!" ist .
Einfach, weil das Kind weiß, da ist NOCH einer, dem ich wichtig bin, verstehst du?
Und dazu wird er es ja sehen müssen- wo er es schon nicht neun Monate mit sich rumgeschleppt hat.
Für einen selbst ist das total schwer, glaube ich. Deshalb ist angemessen wohl das, was man selbst aushalten kann... Ich wünsch dir ganz viel Kraft!

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