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Betreuung KiGa/Schule - Dorf- oder Stadtding?

15. September 2015 um 11:52 Letzte Antwort: 16. September 2015 um 10:13

Hallo,
mir fällt hier im Forum auf, dass sehr viele Eltern ihre Kinder in die Betreuung geben (müssen).

Ich wohne ja ziemlich dörflich und hier ist die Betreuung für die Ganztagsschule nie ausgebucht.
Auch im Kindergarten war es so, dass nur wenige Kinder Vollzeit dort waren.
Ist das also mehr so ein "Stadtding", weil das Leben in der Stadt teurer ist und somit beide mehr arbeiten müssen (ich gehe jetzt einfach mal von Ehepaaren aus, Alleinerziehende sind ja zumeist gezwungen, viel zu arbeiten und da fehlen Möglichkeiten)?
Würde mich einfach mal interessieren.
Bei uns ist es bis jetzt so gewesen, dass mein Mann Vollzeit im Schichtdienst arbeitet, ich die ersten 3 Jahre unserer Kurzen zu Hause bleiben konnte und jetzt für 450 Euro arbeite.
Keine Betreuung für beide Kinder (9 und 6 Jahre alt).

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15. September 2015 um 12:15

Kann ich so nicht bestätigen
Wir wohnen auch eher ländlich und in unserer WunschKita um die Ecke sind die Plätze alle heiß begehrt. Unser Sohn ist im März diesen Jahres geboren und eigentlich wollten wir dass er 2017 mit 2,5 in die Kita geht, wenn ich wieder arbeite. Das geht aber nicht, die Plätze sind dann alle dicht weil so viel jüngere Kinder nachrücken die schon dort sind. Also muss er zu Beginn kommenden Schuljahres 2016 mit 1,5 starten und es ist noch nicht sicher ob wir dann einen Platz bekommen. Eine Nachbarin wollte auf Nummer sicher gehen, ihr Sohn ist im Februar geboren und er hat vor einigen Wochen mit der Eingewöhnung gestartet. Sie hatte zu viel Sorge nächstes Jahr keinen Platz zu kriegen. Es gibt noch zwei andere Einrichtungen, aber die sind für uns zu weit weg und auch nicht so gut.

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15. September 2015 um 19:48

Interessante Antworten!
Vielen Dank dafür!
Ich wollte auch niemanden etwas falsches unterstellen.
Jeder so, wie es in dessen Lebensplanung passt.
Ich habe überhaupt kein Recht darüber zu urteilen.
Ich weiß halt nur, dass unsere Große mit einer Betreuungsform irre Probleme hatte (ging mit Kopfschmerzen los und endete mit Übergeben auf dem Schulhof).
Bis heute (9 Jahre) hat sie Verlustängste.
Ich bin also froh, dass ich keine Betreuung buchen muss, sondern so klarkomme. Und alles mit meinem Partner alleine, ohne Großeltern.

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15. September 2015 um 20:08

Wir wohnen in einer kleinen Stadt -
bin allerdings auf dem Land aufgewachsen und sehe da extreme Unterschiede .

Die Gemeinden sorgen mehr dafür, dass die Mütter wieder arbeiten gehen können. D.h. dass die Betreuungseinrichtungen wirklich gut sind . Sozusagen ist der Träger mehr interessiert daran, ob es den Kindern auch gut geht und die Eltern ohne Bauchschmerzen in die Arbeit gehen können . Daher haben sie auch weitaus die besseren Konzepte - egal ob Kindergarten oder Tagesheim, oder Horte (die dann in der Grundschule zum Tragen kommen) .

Wir haben sehr schlechte Erfahrungen gemacht . So a la, wenn man etwas sagt - dann heißt es - suchen sie sich eine andere Betreuung . Einfach daher, weil sie wissen, dass es keine privaten Träger gibt und du dann einfach "durch" musst . So ist es auch passiert, dass Eltern, die nicht arbeiten Hortplätze bekommen und jene die arbeiten gehen - gehen leer aus . Ein Unding in meinen Augen .

Meine Tochter besuchte 3 Monate das Tagesheim . Dort wurde sie bedroht, geschlagen und ihre Sachen wurden durch die Gegend geworfen . Die dort angestellten Damen waren der Meinung - sie können da nicht eingreifen weil die nicht dabei waren . Meine Tochter hat erzählt, sie haben weg gesehen und haben sich ständig mit Ihresgleichen unterhalten . Der Träger - die Stadt - kann da nix machen . Letztendlich zogen wir aus ihrer Jackentasche einen gebrauchten Slip und da war dann aus . Ich habe sie unterm Jahr abgemeldet - obwohl das normalerweise gar nicht geht .

Der Hort - tja, da wurde mir gesagt, sie nehmen sie nicht - weil sei ihnen schon zu alt ist . 9 Jahre - ja, dort gehen Kinder vom 6. Lebensjahr bis zum 14. hin und werden betreut . Ich wusste gar nicht, dass man das am Alter festmacht oder dort Angestellte sich über Gesetze hinwegsetzen dürfen. Nach dem Gesetz ist es so, dass arbeitenden Eltern jedoch ein Platz zustehen würde - Pech gehabt - die Sympathie hat nicht gepasst .

Den Sommer-Hort-Platz den wir ergatterten - ja, der war zum Weinen . Diktatur nenne ich es und nicht mehr . Ich hatte ein todunglückliches Kind und auch dort laufe die Kinder nebenbei . Es hat offensichtlich keiner mehr den Anstand seinen Job gut zu machen, oder sich zu bemühen . Ich wurde am ersten Tag angegangen, weil ich die Hausschuhe meiner Tochter vergessen hatte und aufgefordert diese zu holen . Dies hatte zur Folge, dass ich zu spät in die Arbeit kam

Meine Tochter durfte dann ausbaden, weil ich mich beim Träger darüber beschwerte - offensichtlich ist es wichtiger dass ein Kind Hausschuhe mithat, als dass ich pünktlich in meiner Arbeit erscheine .

Dann haben wir noch für Leistungen bezahlt, die nicht stattgefunden haben und der Ärger war vorprogrammiert .
Ich war froh, als die Wochen um waren und werde auf solche Institutionen in Zukunft nicht mehr zurück greifen . Für mich hat sich die Tatsache bewahrheitet - dass dies lediglich Aufbewahrungsstätten sind und nicht mehr und nicht weniger .

Die NICHT-erbrachten Leistungen musste ich übrigens bezahlen, da der Träger keine Lösung gefunden hat Sie können von der 0815 Abrechnung nicht abweichen
Sagt in meinen Augen schon viel aus .

Ich werde beim nächsten Beitrag in unserer lokalen Tageszeitung, wenn es passt und unsere Betreuungseinrichtungen wieder mal angepriesen werden - einen entsprechenden Leserbrief reinsetzen .

Ach ja, und mich freut es immer - wenn Eltern erzählen sie sind rundum zufrieden mit den Betreuungen . Allerdings sind die alle auf dem Land zu Hause und offensichtlich schafft es eine kleine Stadt nicht - dem Herr der Lage zu werden und offensichtlich ist kein Interesse vorhanden diese Missstände aus dem Weg zu räumen und entsprechend zu agieren .

LG

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15. September 2015 um 20:30

Könnte
mir vorstellen, dass auf dem Dorf das Leben oft traditioneller ist und viele Frauen deshalb länger mit dem Kind zuhause bleiben. Außerdem ist die Jobsituation wahrscheinlich meist schwieriger: Es gibt weniger Arbeitgeber als in der Stadt, und im Zweifelsfall müsste gependelt werden = weite Fahrzwege und das lohnt sich zeitlch und finanziell oft nicht.

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15. September 2015 um 21:01

Huhu
Also ich lebe im Randbezirk einer Großstadt und wie Jesses15 schrieb.. werde auch ich aus beruflichen Gründen mein Kind schon nach 12Monaten in die Kita geben. Einfach aus dem Grund weil mein Chef meine Position (die ich mir hart erarbeitet habe ) nicht länger frei halten kann. Ich muss immer wieder darüber nachdenken ob ich nicht doch noch ein Jahr dran hänge, weil sie mit 12 Monaten doch noch recht klein ist..meine süße Maus .. aber ich komm immer wieder zu dem Ergebnis das ich wahrscheinlich nie wieder diese Position mit dem Gehalt bekommen werde. ( Ich müsste mich definitiv woanders umsehen.. denn für mich muss arbeit auch Spaß machen).. von daher hab ich nicht wirklich ne Wahl

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16. September 2015 um 3:15

Wir
Wohnen auch ländlich. Unser kiga befindet sich quasi im Wandel seit zwei Jahren gibt es begrenzt ganztags Plätze an Ende des Jahres wird es verschiedene Zeit Module geben und natürlich der preis steigen.
Die Schule hier im Ort bietet seit letztem Jahr Hort Plätze nachmittags an.
Also der Fortschritt kommt so langsam auch aufn Dorf an

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16. September 2015 um 10:13

Wie gesagt ..wir haben nicht wirklich eine wahl
mein Chef meinte schon.. wenn ich auf Grund diverser Umstände keinen Platz finde, kann ich die Maus auch mitbringen. Aber wie will man den da arbeiten? ..ist ja nicht so das ein Kleinkind ruhig an Ort und stelle sitzen bleibt. Somal ich 2x die Woche im OP arbeite, sprich da kann sie eh nicht mit. Oder ich müsste sie bei Kollegen lassen(geht ja garnicht).. Also........ ich MUSS was finden. Bin echt gespannt. Meine Schwiegermutter meinte neulich mein Mann ist mit 8wochen in die Kita gekommen.. und da er nie was anderes kannte gabs garkeine Probleme.. von daher wirds wohl stimmen .. die Eingewöhnung wird nur schwerer.. das Mama Herz kämpft trotzdem

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