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Bin ich jetzt ne schlechte "Stiefmutter"?

26. Januar 2009 um 13:07

Gestern abend hat es wieder füchterlich zwischen meinem Freund und mir geknallt.

Alle zwei Wochen von Freitag bis Sonntag abend holt er seinen vierjährigen Sohn zu uns. Unser gemeinsamer Sohn ist knapp 8 Monate.

Mittlerweile ist es so, dass es mir vor dem WE, an dem er kommt wirklich graut. Das war nicht immer so aber seit Monaten ist es nun mal so.

Der Kleine hat es nicht leicht, dass weiß ich. Ich bin selbst n Scheidungskind. Alles gut und schön. Man macht und tut, nur damit er sich wohlfühlt. Alles ihm zu liebe, was ja auch in Ordnung ist.

Allerdings ist es nun so, dass wenn es nicht nach seiner Nase geht, fängt er sofort an auf die Tränendrüse zu drücken. Auch, wenn ich ihm z. B. sage, er soll irgendetwas lassen. Entweder wird geheult, oder er macht doch was er will.

Z. B Samstag beim Frühstück. Er kippelt in einer Tour mit dem Stuhl, ich sag mehrfach, dass er es sein lassen soll. Erst ganz lieb, beim dritten mal bestimmter und beim fünften mal dann nicht mehr so lieb, sondern nur noch: Jetzt hörts auf! Von meinem Freund: Du hast auch immer was. Zwei Minuten später ist er dann doch hintenüber gekippt, selbst schuld. Ich hab auch nichts getröstet, da ich ja sauer war aufgrund der Aussage meines Freundes, der mir dann in den Rücken fällt.

Oder er nimmt sich n. Bonbon und schmeißt dann das Papier unters Bett. Darauf ich: In der Küche steht der Mülleimer. Heb bitte (ja, ich sagte bitte!) das Papier auf und dann schmeiß es in den Mülleimer. Wieder ein super toller Blick von seinem Vater.

Ich resigniere dann irgendwann und sag gar nichts mehr, dann heißt es wieder mal, ich hätte nur wieder schlechte Laune, weil sein Sohn ja da ist.

Dann gestern, spielte er mit einem Aufziehspielzeug unseres Sohnes und drehte auf und auf und auf. Ich habe wohl dreimal gesagt, wenn es schwer wird nicht mehr weiter aufdrehen, sonst überdrehst du das und dann ist es kaputt. Beim vierten mal hab ich es ihm dann weggenommen. Natürlich war das auch wieder nicht richtig.

Der Hammer dann gestern abend. Immer wenn sein Sohn da ist, will unser natürlich nicht ins Bett, weil ist ja schließlich noch was los. Ich mach mir dann jedes Mal die Mühe und setz mich zu ihm ans Bett bis er schläft, da er sonst nur herumschreit. Das Geschreie geht dann natürlich auch noch, wenn sein Bruder auch schon wieder zu Hause ist, also Sonntag abends auch noch.

Gestern steht dann mein Freund auf, rennt zu unserem Sohn ins Zimmer, brüllt los, jetzt ist hier aber Schluß und knallt seine Tür zu. Ich dacht ich steh im Wald. Ich will nicht, dass er schreit bis er schläft, setz mich sonst auch nicht umsonst zu ihm ans Bett. Da bin ich dann ausgeflippt. Sein vierjähriger heult, wenn es nicht nach seinem Willen geht, schlägt und beißt dann, aber von unserem 8 Monate alten Sohn wird verlangt, dass er um Punkt 20:00 Uhr schläft, da er uns ja sonst den Abend kaputt machen würde.

Spinn ich oder wer?

Dann hab ich meine Meinung dazu gesagt, vonwegen Timo darf mit 4 Jahren rumheulen und alles und ein 8 Monate alter Junge soll immer ruhig und lieb und artig sein.

Für unseren Kleinen ist es auch jedesmal eine Umstellung, wenn sein Bruder da ist. Nicht umsonst macht er sonst abends keine Faxen.

Was soll ich denn bitte machen? Hat vielleicht jemand ne Idee?

LG

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26. Januar 2009 um 13:45

Lach
hehe da hab ich gerade an mich gedacht...

aber du kannst dich echt glücklich schätzen...weist du was ich für jedes ZWEITE WOCHENENDE geben würde?

Mein Mann hat einen fast 7Jährigen Sohn...Oder vielmehr seine EX...ist nicht seiner,nur gefühlstechnisch...

was denkst du,was bei uns abging jedes Wochenende? Ich war echt soweit,das ich mit UNSEREM SOHN Auswandern wollte...

bis er gemerkt hat,das ich nicht ohne grunde dem bengel gegenüber ausflippe...

Hehe der kleine hats zwar nicht leicht,aber trotzdem muß er nicht alles dürfen und bekommen und unserer soll streng erzogen und ohne alle zu bekommen aufwachsen...HALLO...nee nicht mit mir und das weiß er auch...ich sehe nicht ein,das der große Jahrelang alles bekommen hat von ihm und unser quasie in abstinenz leben soll...*püh*

mittlerweile bin ich soweit,das ich dreimal was zu dem kleinen sage oder direkt zu meinem Mann und er sich drum kümmern soll...ansonsten flippe ich nur noch aus und spring vom balkon glaub ich...

sprich ihn drauf an,das er drauf achten soll,sprich das er denn Mülleimer benutzt und nicht denn boden, und halte du dich erstmal ne weile raus aus der erziehung...

und wenn er nochmal euren sohn anschreit,schreist du zurück und sagst ihm halt,das du das ja auch nicht mit seinem tust!bei uns hats gewirkt und es läuft auch wieder besser*fg*

ich halte mich immer noch raus zum größten teil,was ihm natürlich nicht gefällt,aber ich finds so besser...

das einzige was ich noch sage,immer noch mehrmals nacheinander...er soll sich die hausschuhe anziehen und sein geschirr,egal was ob teller oder tasse bitte in die küche bringen und wenn die spüli leer ist,dort rein und eben sein zeug wegräumen,damit sich unser kurzer nicht an irgendwas verschluckt...

und mittlerweile hat mein mann wieder schmetterlinge im bauch,wenn er mich nur anschaut*fg*

halt durch sei stark...und sag ihm immer wieder das du es nicht böse meinst,nur weil du ne stiefmutti bist,sondern das du ihm nur bissel anstand mit auf dem weg geben möchtest...

ich drück dir die daumen,das es bald wieder besser wird...

LG angy mit Marvin(*23.03.08) und Ü-Ei(ET 18.06.09)

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26. Januar 2009 um 20:27

Hi
richtig raten kann ich dir nicht. Ich habs nicht geschaft beides miteinander zu vereinbaren.
Meine Stieftochter ist jetzt 10 und hat "nur" 5 Jahe gebraucht bis sie uns auseinandergetrieben hatte. Ich gebe ihr ganz geziehlt die schuld am geschehen, denn mein Zukünftiger ex mann hat sie immer als ausrede benutzt. Auch hat er sich mit seiner neuen Freundin getroffen und sie war mit. NEulich hat sie mir gesagt, das die neue von Papa ja sowieso viel netter ist und sie immer was von ihr geschenkt kriegt, und überhaupt weiß sie das schon seit anfang an.Da bleibt dir doch die Spucke weg.

Ich will dir nur damit sagen das du dein Kind so erziehen sollst wie du es für richtig hälst. Im endefekt bleibst du sowieso damit alleine. Ich habe meine Maus nie!! schreien lassen und mein Mann war immer der meinung ich verhätschel sie. Dafür hat sie jetzt einfach totales vertrauen zu mir und das ist mir am wichtigsten.
Setz dich mir deinem Freund zusammen und versuche das zuklären. Es wird nicht besser. Je älter sie werden um so ausgekochter werden sie.

Viel glück

Finnchen3

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26. Januar 2009 um 20:38

Gott sei Dank
dachte schon es geht nur mir so. Bei uns war das ähnlich. Sagte ich was, musste ich mir anhören, dass ich sein Kind nicht mag usw.
Sag nur noch wenig und wenn ich fast platze, ergreif ich die Flucht. Bei uns ist es so, dass er seine Schwester sehr mag und mich total ignoriert.
Ist echt schade aber ich stell mich nicht auf den Kopf nur das er mich mag!!!
Wir hatten schon Zeiten, da stritten wir immer wenn er da war(also Abends). Da war ich auch schon so, dass ich an Trennung dachte.
Nen Rat?Keine Ahnung. Irgendwann sind sie 18!

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26. Januar 2009 um 21:01


Du musst ihn nicht lieben bzw. spielen ihn zu lieben, sondern ihn respektieren und so anzunehmen, wie er ist.
Ich kann mir vorstellen, dass er dich in vielen Situationen herausfordert um herauszubekommen, wie du in Krisenmomenten zu ihm stehst bzw. ob er sich gefühlsmäßig auf dich verlassen kann. Er braucht von euch Grenzen und Zuwendung gleichermaßen.
Es ist sicher schwer für ihn. Er wird es sich nicht bewußt denken (er ist ja erst vier), aber ich glaube er spürt oft, sowas wie fünftes Rad am Wagen ... er versucht sicher auch seine Rolle in eurer Familie zu finden.
Du kannst ihm eine Freundin sein, die auf ihn eingeht, ihn versteht und die mit ihm Spaß macht. Im Gegenzug muss er sich an deine Regeln halten.
Un natürlich musst du mit ihb zurecht weisen, wenn er sich daneben benimmt. Aber er sollte immer deine Akzeptanz spüren ...
Alles Liebe
Lordi

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26. Januar 2009 um 21:06
In Antwort auf juhee_12831668


Du musst ihn nicht lieben bzw. spielen ihn zu lieben, sondern ihn respektieren und so anzunehmen, wie er ist.
Ich kann mir vorstellen, dass er dich in vielen Situationen herausfordert um herauszubekommen, wie du in Krisenmomenten zu ihm stehst bzw. ob er sich gefühlsmäßig auf dich verlassen kann. Er braucht von euch Grenzen und Zuwendung gleichermaßen.
Es ist sicher schwer für ihn. Er wird es sich nicht bewußt denken (er ist ja erst vier), aber ich glaube er spürt oft, sowas wie fünftes Rad am Wagen ... er versucht sicher auch seine Rolle in eurer Familie zu finden.
Du kannst ihm eine Freundin sein, die auf ihn eingeht, ihn versteht und die mit ihm Spaß macht. Im Gegenzug muss er sich an deine Regeln halten.
Un natürlich musst du mit ihb zurecht weisen, wenn er sich daneben benimmt. Aber er sollte immer deine Akzeptanz spüren ...
Alles Liebe
Lordi

Ist jetzt
nicht böse gemeint. Aber ist das theorie oder praxis was du schreibst?
In der Theorie weiß ich das auch alles. Aber praktisch läuft das nicht so ab. Ich glaube, dass Kinder sehr oft (auch mit 4) schon wissen was sie tun.
Ich find es sehr schwierig.

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26. Januar 2009 um 21:14
In Antwort auf siv_12038048

Ist jetzt
nicht böse gemeint. Aber ist das theorie oder praxis was du schreibst?
In der Theorie weiß ich das auch alles. Aber praktisch läuft das nicht so ab. Ich glaube, dass Kinder sehr oft (auch mit 4) schon wissen was sie tun.
Ich find es sehr schwierig.

Hallo
da stimme ich dir zu. Vierjährige wissen was sie tun. Sie können vielleicht nicht alles abschätzen bzw. welche Folgen ihr Tun haben könnte.
Dennoch glaube ich, dass ein Kind in solch einer Situation seine Grenzen abstecken und damit sehen möchte, ob es auch Bedingungslos angenommen wird.
Für ein Kind ist es existentiell notwenig, von seinen Bezugspersonen ohne Wenn und Aber akzeptiert zu werden. Und eine Bezugsperson sollte sie ja sein, wenn sie die Frau an der Seite seines Vaters ist und er sich im Alltag in der Familie aufhält.

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26. Januar 2009 um 22:49
In Antwort auf juhee_12831668

Hallo
da stimme ich dir zu. Vierjährige wissen was sie tun. Sie können vielleicht nicht alles abschätzen bzw. welche Folgen ihr Tun haben könnte.
Dennoch glaube ich, dass ein Kind in solch einer Situation seine Grenzen abstecken und damit sehen möchte, ob es auch Bedingungslos angenommen wird.
Für ein Kind ist es existentiell notwenig, von seinen Bezugspersonen ohne Wenn und Aber akzeptiert zu werden. Und eine Bezugsperson sollte sie ja sein, wenn sie die Frau an der Seite seines Vaters ist und er sich im Alltag in der Familie aufhält.

Das ist
alles richtig was du schreibst aber warst du schon in dieser Situation?Ich hab auch immer gedacht, dass alles Zeit braucht und er mich irgendwann akzeptiert.
Leider und ich meine das ernst, leider nimmt er mich überhaupt nicht an. Ich hab echt viel probiert und die Situation besteht schon über Jahre. Irgendwann ist man mit seinem Ideen am Ende.
Du sagst, es ist für das Kind notwendig, akzeptiert zu werden. Da stimm ich dir zu. Was machst du aber, wenn es kein Verlangen hat von dir akzeptiert zu werden?
Das ist soo schwierig und es wird nicht leichter

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27. Januar 2009 um 12:55

Vielen lieben Dank
für die Hoffnung, die ihr mir macht.

Ich will dem Kleinen wirklich nichts böses und weiß natürlich auch, das er es schwer hat. Seine Mutter ist nun 25 Jahre und hat nach ihm noch zwei Kinder mit einem 56 jähren Mann, welcher bereits aus vorherigen Beziehungen - soweit ich weiß - fünf oder sechs weitere ältere Kinder hat.

Seine Mutter ist total überfordert mit allem, war sie aber schon, als sie nur ihn hatte. Ständig kam er mit zu kleinen oder total verdreckten Klamotten, im Winter ohne Strumpfhose und mit viel zu kurzem Unterhemd usw.

Der Junge tut mir eigentlich nur leid!

Mich kotzt das einfach nur an, das ich überhaupt nichts sagen darf. Wenn wir bei der Familie meines Freundes sind, kommt dieses Thema auch oft auf den Tisch.

Letztens meinte er dann, dass er seinen Jungen irgendwann zu sich holen will. Da konnte ich dann meinen Mund aber auch nicht mehr halten und meinte, dass er das gerne machen könnte. Sollten wir allerdings zusammen bleiben muß er nicht meinen, dass er mir irgendwann einen total verzogenen Teenager ins Haus holen kann, dass ich das nicht mitmachen würde.

Die Familienverhältnisse seines Sohnes sind wirklich meines Erachtens untragbar. Das Jugendamt hat sich bereits selbst eingeschaltet. Von dort wird allerdings nicht viel unternommen. Der Stiefvater dealt, dessen 12-jähriger Sohn liegt schwer verletzt im KH, da dieser in den hiesigen OBI-Markt nächtens eingebrochen ist und dort schwer gestürzt ist. ... So geht das in einer Tour weiter.

Und ich darf mir dann anhören, dass der Kurze zu Hause ja auch nichts hat und dass mein Freund ihn halt am WE, wenn er denn da ist nur verwöhnen will.

Aber wenn der Kleine zu Hause schon keine Werte vermittelt bekommt oder mit vier Jahren das Spiel Super Mario am Nintendo DS lite so durchspielen kann, dafür aber keine Farben auseinanderhalten kann, find ich es echt nur zum heulen.

Ich sorg dann bei uns für sein Alter entsprechendes Lernspielzeug, koche oder backe mit ihm und hinterher bin ich dann doch wieder nur diejenige, die nur alles falsch macht.

Ich weiß auch nicht mehr.

Aber danke, dass ihr mir so viel Vertrauen entgegenbringt und mir eure Geschichte erzählt habt. Ich dachte schon wirklich, das ich evtl. doch alles falsch machen würde.

LG Tanja

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27. Januar 2009 um 13:22
In Antwort auf siv_12038048

Das ist
alles richtig was du schreibst aber warst du schon in dieser Situation?Ich hab auch immer gedacht, dass alles Zeit braucht und er mich irgendwann akzeptiert.
Leider und ich meine das ernst, leider nimmt er mich überhaupt nicht an. Ich hab echt viel probiert und die Situation besteht schon über Jahre. Irgendwann ist man mit seinem Ideen am Ende.
Du sagst, es ist für das Kind notwendig, akzeptiert zu werden. Da stimm ich dir zu. Was machst du aber, wenn es kein Verlangen hat von dir akzeptiert zu werden?
Das ist soo schwierig und es wird nicht leichter

Versteh dich
auch wenn ich die Situation nicht am eigenen Leib erfahren habe.
Wie alt ist denn das besagte Kind inzwischen?

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