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Bin ich nicht geeignet Mutter zu sein?

23. Oktober 2005 um 20:43 Letzte Antwort: 27. Oktober 2005 um 13:38

Ich habe einen Sohn, der nun 4 Wochen alt ist. Wir habe uns riesig auf ihn gefreut. Natürlich war uns klar, dass wir viel von unsrem alten Leben aufgebe müssen für ein Kind und freuten uns auf neue Aspekte im Leben. Nun ist er da. Erst war er superbrav im Krankenhaus. Nun wird er immer mehr zum Monster. Einmal läßt er sich tagelang tragen und schreit, wenn man ihn ablegen will. Dann will er plötzlich in der Nacht alle Stunde trinken. Kaum hat man sich auf das Eine eingelassen, dann kommt etwas anderes dazu. Er ist immer so unausgeglichen und unruhig und ich bin so verzweifelt. Ich habe wirklich keine ruhige Minute mehr. Soll das ewig so weiter gehen? Mache ich alles falsch? Zu Hause sieht es aus wie bei Hempels unterm Sofa. Ich komme zu nichts. Hilfe! Ich kann mich wirklich auf nichts verlassen oder einstellen, weil er alles anders macht. Ich bin echt am Ende und das nach nur 4 Wochen.

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23. Oktober 2005 um 21:52

Ruhig Blut
Liebe Bina,

versuche Dich zu entspannen, lass Haushalt Haushalt sein und konzentrier Dich auf Dein kleines Monster.
Es wird bestimmt besser hab Vertrauen. Unsere Tochter ist jetzt 10 Wochen alt und es wird jeden Tag besser mit Ihr.
Am Anfang ging es Sarah auch nicht gut. Wir sind mit Ihr beim Oesteopathen gewesen (morgen zum dritten und wahrscheinlich letzen Mal). Das kann ich nur empfehlen, die Behandlung hat Ihr super getan.
Hatest Du vieleicht einen Kaiserschnitt, Saugglocken oder Sturzgeburt? oder hatest Du bei der Geburt eine PDA (das war bei mir der Fall). Alles das können Ursachen für eine Art Geburtstrauma sein, sagt zumindestens unser Oesteopath. Bei Sarah fing die Queneligkeit auch erst so mit 10 Tagen an.

Aber glaub mir es wird besser und superschön mit Deinem Sohn. Diese Art Verzweifelung kennt glaube ich jede Mutter!

Kopf hoch

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24. Oktober 2005 um 11:55

Bei uns war es auch so!
Mein Sohn hat am Anfang auch viel geschrieen. Das wird besser! Gib nicht auf! Mein Sohn hat mit 7 Wochen durchgeschlafen und ist jetzt das tollste Kind der Welt!
Er ist jetzt 9 Monate und es ist einfach nur toll Mutter zu sein!
Gib deinem Baby viel Liebe und hab Geduld.
Noch ein Buchtipp, der mich echt gerettet hat!
Oje ich wachse.
Dein Kind wird immer wieder schwierige Phasen haben, weil es dann einen Spung macht.
Das Buch erklärt dir alles!
Alles Gute und schreib mal obs besser wird!

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24. Oktober 2005 um 15:35

Bitte beim Thema bleiben
Ich denke, dass das hier ein Forum ist, indem man sich gegenseitig Ratschläge geben sollte. Aber bitte nicht im Sinne von Schlagen.
Hier werden Fragen rund um die Erziehung und das Heranwachsen von Kindern gestellt und die sollten einfach beantwortet werden, ohne dass man sein eigenes "makelloses" Ideal in den Vordergrund stellt, oder andere zu verurteilt, weil sie vielleicht eine Frage zum Abstillen nach sechs Wochen haben (ein Beispiel!!).
Beleidigungen gegenseitig finde ich sehr unsozial und fehl am Platze. Danach hat hier keine gebeten.

Ich werde mich jedenfalls nicht auf das Niveau begeben, auf dem sich hier manche bewegen. Und Ludwig, verzeih, aber bitte antworte einfach auf die Fragen hier, ohne wieder mit irgendwelchen Belehrungen anzufangen.
Wenn Du Dich gerne streitest oder tiefenpsychologisch, analytiach oder verhaltenstherapeutisch vorgehen möchtest, finde ich die Idee von Tami gut, dass Du Dein Intellekt in einem anderen Forum offenbarst.

Nicole mit Jule

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24. Oktober 2005 um 20:42

Danke
Hier waren einige Beiträge, die mir wirklich Mut gemacht haben. Es tut gut zu lesen, dass es forbei geht und ich auch noch eine Person mit Bedürfnissen sein darf.
Noch eine Frage, was ist eigentlich ein Oesteopathe? Also, ich meine, was macht der genau? Es stimmt nämlich, dass unser Baby mit der Saugglocke geholt wurde und die Geburt sehr stressig war!

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25. Oktober 2005 um 9:29
In Antwort auf hildur_11941142

Danke
Hier waren einige Beiträge, die mir wirklich Mut gemacht haben. Es tut gut zu lesen, dass es forbei geht und ich auch noch eine Person mit Bedürfnissen sein darf.
Noch eine Frage, was ist eigentlich ein Oesteopathe? Also, ich meine, was macht der genau? Es stimmt nämlich, dass unser Baby mit der Saugglocke geholt wurde und die Geburt sehr stressig war!

Den kann ich jedem Baby empfehlen
Jule und ich waren auch bei einem Osteopathen. Die Osteopathie kommt ursprünglich aus Amerika, wo auch nur Ärzte das praktizieren dürfen. Dort ist es auch eine anerkannte Heilmethode. Anders hier in Deutschland. Da dürfen Masseure, Heilpraktiker und Physiotherapeuten die Osteopathie lernen. Kosten musst Du selbst übernehmen. Die sind aber im Rahmen. Ich habe 30 Euro pro Behandlung bezahlt. Wir waren dreimal da, in vier WOchen Abständen. Dann wars gut.

Die Osteopathie beschäftigt sich mit der Selbstheilung des Körpers. Die Geburt ist meist ein sehr stressiges Ereignis auch fürs Baby, und es kann zu kleinen Blockaden oder Funktionsstörungen im Körper kommen, die der Osteopath "lösen"kann. Denk jetzt nicht an das "Einrenken" das wir teilweise vom Arzt kennen. Der Osteopath arbeitet mit ganz leichten Drücken, meist am Kopf (weil von da alles gesteuert wird), die wir nicht sehen können. Er sollte allerdings auf Babys spezialisiert sein.

Frag mal bei Deinem KA nach, vielleicht kennt der einen in Deiner Nähe.

Es lohnt sich.

Liebe Grüße, Nicole
(es ist für jede Mutter anfangs stressig, glaub mir; bei denen alles Friede Freude Eierkuchen ist, ist es meist am Schlimmsten, oder die rasten später mal aus. Außerdem ist unser Körper anfangs in einem Durcheinander der Hormone, wo Ängste und Überforderungen ganz normal sind. Vertrau auf Dein Gefühl, heul ruhig mal ne Runde, gönn Dir mal eine Auszeit ohne Baby zum Baden oder so. Ich habe anfangs auch geweint und war nur müde. Ich kann Dir auch das Buch "Oje, ich wachse" empfehlen.)

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25. Oktober 2005 um 14:05

Mutmachpost
Hallo du Arme,

ich weiß, im Moment sieht es echt so aus, als würde das immer so weiter gehen. Ich kenne das Gefühl sehr gut. Nach der Geburt unserer zweiten Tochter gings mir genau so. Ich bin sogar in Tränen ausgebrochen und dachte ich kann nicht mehr. Aber es ist tatsächlich so, dass sich das alles erstmal einspielen muss.

Ich hoffe du hast einen guten Partner der dir hilft. Ich finde das besonders wichtig. Wenn mein Mann nicht gewesen wäre...
Dein Kleiner ist nunmal erst 4 Wochen alt. Bei uns hatts ab der 8. Woche angefangen so richtig zu funktionieren und alles hat langsam wieder in einen Tages- und Nachtrythmus gefunden.

Versuch vielleicht auch mal, den kleinen für ein bis zwei stunden bei deinem Partner zu lassen und leg dich zu einem Schläfchen hin um Energie zu tanken, das wirkt oft Wunder. Bitte lass den Kopf nicht hängen, und glaub mir, das ist nur die erste Zeit so stressig. Immerhin musst du bzw ihr euch erstmal dran gewöhnen, dass euer kleiner alles durcheinander wirbelt. Und auch dein Baby muss sich an die neue Umgebung gewöhnen.

Ich wünsch dir, dass sich bald alles einspielt und du diese erste wunderbare Zeit so richtig genießen kannst.

Alles liebe,

Christa

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25. Oktober 2005 um 23:35

Monsterkinder...
habe ich auch gehabt. So wie dir ging es mir mit meinen ersten dreien auch. Bis ich, in der vierten Schwangerschaft, ein wunder-tolles-klasse Buch entdeckt habe, in dem ich dieses unerträgliche Weinen (wegen dem ich manchmal versucht war, meine ersten drei Säuglinge "an die Wand zu werfen"...) endlich verstehen konnte.

Geh' auf mein Profil und lies mein Beitrag der mit "Nah am Wasser gebaut" anfängt.

Du machst nichts falsch, vielleicht interpretierst du nur manches nicht richtig... So wie ich früher...

Alles Gute für dich und dein Kind

ghellina

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27. Oktober 2005 um 13:38

Halte durch
Die ersten 4 Wochen sind superanstrengend, die Wochen 5-8 immer noch richtig anstrengend. Erst ab dem 3. Monat wird es besser.
Und dass sich täglich was ändert, ist auch normal.

Lass Haushalt Haushalt sein, konzentriere Dich auf die wesentlichen Sachen.

Was das nächtliche Trinken angeht. Hat es wirklich Hunger oder will es nur Nuckeln? Wir hatten nämlich auch zeitweise das Problem, dass unser Kind dauernd "trinken" wollte. Nach einem entsprechenden Hinweis einer Stillberaterin, dass es vielleicht nur Nuckeln will, haben wir einfach, wenn es deutlich zu früh wieder kam, den Schnuller gegeben. Und Treffer: das Kind war ruhig. Es wollte wirklich nur nuckeln. Dass es an Deiner Brust trinkt, ist kein Widerspruch dazu. Das Kind nuckelt halt und wenn dann auch noch Milch kommt, ist das für das Kind okay. Braucht es aber nicht.

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