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Bin ich zu "Gluckenhaft?"

28. Oktober 2007 um 13:08 Letzte Antwort: 29. Oktober 2007 um 10:35

Hallo,

mein Sohn ( knapp 19 Monate) ist ein ziemliches "Mama Kind". Eine zeitlang war es sogar so schlimm, das selbst Papa kaum was mit ihm machen durfte. Seine einzige BEzugsperson ausser uns ist noch Oma, da geht er gerne hin und übernachtet auch manchmal dort. Es ist alles schon viel besser geworden, inzwischen "darf" ich sogar alleine Duschen gehen, oder mich aus dem Raum entfernen, ohne das er Theater macht

Manchmal denke ich, es liegt an mir: es fällt mir oft ziemlich schwer, "loszulassen".
Ich denke dann, wenn ich ihn anderen Leuten "überlasse", sie passen nicht richtig auf ihn auf ( was sie natürlich tun).
Da er schon 2 x die Woche bei meiner Mutter ist, will ich ihn ihr nicht auch noch am Wochenende "aufs Auge drücken" wenn wir vielleicht mal wieder ausgehen wollen. Meine Nichte und Ihr Freund ( beide 19) haben sich als Babysitter angeboten und ich weiss, ich kann den beiden voll vetrauen. Mein Sohn kennt beide auch gut und liebt sie. Allerdings weiss ich nicht, wie er reagiert, wenn sie ihn hier abends ins Bett bringen müssen etc. oder er spät nochmal aufwacht und Mama u Papa sind nicht da. Bisher war ich meisstens dabei, wenn sie etwas mit ihm unternommen haben, ausser einmal, aber da war er noch kleiner...

Was meint Ihr, einfach probieren? Stecke gerade in der Zwickmühle, merke aber auch, das ich mal wieder einen Abend, so ganz ohne Kind brauche...

LG Sandra

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28. Oktober 2007 um 22:39

Hallo...
Also wenn man das,was du machst, Glucke nennt,dann bin auch eine

Meine Tochter ist 14 Monate alt - total auf mich fixiert,kann aber auch mit Papa ( muss sie auch,weil ich ein bis zwei mal in der Woche arbeiten gehe und er hier dann alles schmeissen muss).Meine Mama bekommt sie auch 2 mal die Woche,aber nur für ca. 1-2 Stunden.Mit Oma kann sie aber super (war bis jetzt nur 2 mal zum schlafen dort)

Das mit dem Schrittweise vorgehen find ich ganz gut.Warum machste das nicht so,das Du den Kleinen ins Bett bringst,und dann deine Nichte aufpasst? Quasi,wenn er schläft? So haben wir das schonmal mit 2 Freunden gemacht.Ich hab hier alles fertig gemacht und dann sind wir abends unser Hochzeitsmenü bestellen gegangen und die beiden haben hier aufs schlafende Kind aufgepasst.Oder ihr macht es so,das deine Nichte den Kleinen mal ins Bett bringt,du aber auch "irgendwo" in der Wohnung bist - und dann guggt ihr wie es abläuft? Oder Du und deine Nicht bringt den Kleinen mal zusammen ins Bett? Kenne ja euer Ritual nicht ?!!!!

ODER Du bringst ihn EINMAL zur Oma und gehst dann weg.Nehme an das du NICHT jedes WE oder jeden abend weg gehen willst oder?!
Einfach Oma lieb fragen und dann sehen was passiert? Oder noch besser - Oma kommt einfach zu euch aufpassen? So machen wirs nächsten Samstag.Wir gehen ENDLICH mal wieder in die Disco.Ich mache Chiara Bett fertig und my Mum kommt zu uns und passt auf bis wir wieder kommen.Kenne ja eure Verhältnisse nicht (wie alt Mutter ist,Ob sie weit weg wohnt , ob dein Sohn "durchschläft ect. PP)

Ansonsten fällt mir auch nichts mehr ein.Ich finde das nicht gluckenhaft was du machst.Du bist einfach Mutter,hast dich für das Kind entschieden und bist halt für ihn da und willst ihn nicht anderen "aufdrängen" oder damit belasten oder was auch verstehst mich schon oder? Ich finde,grade mit 14 monaten,ist son kleiner Mensch,schon ganz schöööön anstrengend und hält alle auf trab.Genauso gut kann ich verstehen,das du mal "kind frei" haben willst....

Vielleicht konnte ich dir helfen!

Rina mit Chiara Janice

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29. Oktober 2007 um 9:57

Hallo!
Nee, bist du nicht und wenn doch, dann ich auch

Loslassen ist nie einfach und muss auch gelernt werden, ich mache diesen Prozess ja gerade durch, wie du weisst Es ist völlig normal, das wir schlecht loslassen können, denn über 2 Jahre lang, wenn man die SS mitzählt, war der kleine Wurm immer um uns herum und man will ja auch auf ihn aufpassen und es soll ihm ja immer gut gehen. Aber du gibst ihn doch schon 2x die Woche bei deiner Mum ab, ich zB hatte diese Möglichkeit ja nie und Babysitter, hm... Verwandte und gute Freunde find ich auch kein Problem und für 2-3 Std ging das auch mal immer wieder, war bei uns bloss nie regelmäßig der Fall.
Ich würde auch schrittweise vorgehen, die Nichte und ihr Freund sind doch schon mal ein Anfang! Du wirst es einfach mal ausprobieren müssen, evtl. wenn du dir nicht sicher bist, bleibt einfach mit da und tu so, als ob du nicht da bist. Kannst ja den stillen Beobachter spielen und siehst dann ja, wie er auf eure Abwesenheit reagiert, wenn er aufwacht. Sei dir aber sicher, dass er dann genau NICHT aufwacht
So ein Abend ohne Kind täte uns auch mal wieder gut, mal sehen, wie wir das mal realisieren, erstmal müssen wir mit der Kita klarkommen und die Einschlafprobleme lösen

Grüssle
Nazila mit Luca

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29. Oktober 2007 um 10:35

Irgendwie sind doch alle Glucken.
Ich gehöre auch dazu. Kjell ist ist Dein Kind und da darfst Du Glucke sein!!!

Ich habe es mit dem Babysitter so gemacht: Habe die Beiden sich "beschnuppern" lassen. Als ich beim ersten mal schon merkte, daß Nele die Babysitterin mag, haben wir es ausprobiert. Wir haben sie abends, vor dem Abendritual kommen lassen. Wir haben sie selbst ins Bett gebracht, da wir das ganze erstmal langsam angehen lassen wollten. Wir dachten es wäre besser, wenn Nele die Babysitterin vor dem Zubettgehen sieht, damit sie nicht überrascht ist, wenn diese plötzlich nachts beim Aufwachen vor ihr steht. Irgendwann dann haben wir unsere Babysitterin Nele ins Bett bringen lassen und sind dann aber vorher gegangen. Sie traute es sich zu und lenkte Nele nach unserer Verabschiedung gut ab. Nele weinte kurz, lies sich aber schnell ablenken.

Ich glaube, man muß als Elternteil den ersten Schritt wagen, so schwer es auch fällt. Nur so stärkt es den Kleinen ihr Vertrauen darin, daß Mama und Papa wieder kommen. Außerdem ist man im Zeitalter des Handies jederzeit erreichbar, was ja auch ungemein beruhigt.

In der Zwischenzeit kann ich Nele bei meinen Eltern, meiner Schwester und meinen Schwiegereltern problemlos übernachten lassen. Das erstemal bei allen war etwas problematisch, doch nun hat sie sich daran gewöhnt und geht gerne dorthin. Dies gibt mir wiederrum ein gutes und sicheres Gefühl.

Ich glaube den wenigsten Müttern fällt es leicht mal loszulassen und sei es nur mal für einige Stunden. Doch denke ich, daß es eine wichtige Erfahrung für Eltern und Kind ist!

Lesen uns im Thread.
Liebe Grüße von Prof. Dr. Dr. Dr. Psychotante-Juddl

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