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Bin verzweifelt: 3-jähriger Sohn leidet sehr unter unseren Streits

17. Juli 2016 um 18:50

Wir sind gerade umgezogen. Zeitgleich hat mein Mann sich selbstständig gemacht.

Der Umzug, den wir mirzuliebe gemacht haben, stellt besonders für mich und meinen Sohn eine große psychische Belastung dar. Am ehemaligen Wohnort hatten wir täglich Kontakt zu Müttern und Kindern aus der Nachbarschaft, mit denen wir viele Unternehmungen gemacht haben (Spielplatz, Kinder etc.). Die Kinder waren auch in der gleichen Kita. Ich fühle mich hier noch gar nicht angekommen. Das könnte auch daran liegen, dass hier noch nicht alles fertig ist. Wir warten z. B. Immer noch auf die neue Küche.

Dadurch, dass mein Mann nun beruflich stark eingebunden ist und ich wegen der Eingewöhnung in den Kindergarten Urlaub habe, Musste ich hier fast alles alleine machen, sprich die restlichen Renovierungsarbeiten, Möbel auf- und zusammenbauen, einräumen, sortieren und und und...

Meine Stimmung ist seit 2-3 Wochen furchtbar. Ich bin total gestresst, Mein Mann auch, Jeder mit seinen eigenen Problemen. Wir sehen uns kaum und wenn er doch mal hier ist schläft er oder wir streiten uns. Ich fühle mich schrecklich allein gelassen und überfordert. Montag muss ich auch noch wieder arbeiten.

Wir haben einen 3-jährigen Sohn und ich mag mir gar nicht ausmalen, was er gerade durchmachen muss. Er hat ja ebenso seine Freunde 'verloren', Würde aus seinem Leben gerissen, muss sich auf alles neu einstellen und hat einen Vater der kaum da ist (Er fragt auch täglich mehrmals nach ihm.) und eine Mutter, die so angeschlagen ist, dass sie ihn nicht auffangen kann. Er tut mir so Leid und ich schäme mich, dass ich ihm so etwas zumute.

Wenn mein Mann und ich streiten kommt er immer dazu und schreit. So lange, bis keiner mehr was sagt. Meistens muss ich spätestens dann weinen. Spätestens dann geht mein Mann und ich weiß überhaupt nicht mehr wohin mit allem.

Ich habe leider nicht die Möglichkeit, intensive Unterstützung von Freunden und/oder der Familie zu erhalten.

Kennt das jemand von euch? Hat evtl jemand einen Rat?

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17. Juli 2016 um 20:35

Hallo
Der Umzug kam ja nicht aus heiterem Himmel, die "Eckdaten" standen doch und könnten doch nicht echt überraschen... Arbeitsteilung: dein Mann macht das Beste in seinem neuen Job, um den zu behalten bzw. um die Probezeit zu überstehen. Du hast frei wegen der Eingewöhnung und machst das Haus/ die Wohnung fertig und abends erzählt jeder wie anstrengend es war und ihr stößt an auf die Zeit wenn' s weniger stressig ist. So einfach... Wie kindisch zu meinen, man zieht um, hat im Handumdrehen neue Bekannte, verbringt die Nachmittage zusammen und der Mann macht erst seinen Job und dann noch gutgehabt die Reste des Umzugs. Ich kann ja verstehen, dass du frustriert bist, aber dein Mann vielleicht auch. Neuer Job ist nicht so easy, auch wegen der Probezeit und dann noch eine unzufriedene Frau daheim... Na ja, vom Armen Sohni gar nicht erst zu sprechen...

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17. Juli 2016 um 21:16

Worüber streitet ihr euch denn genau?
Viellecht könnt ihr da noch mal schauen, was die Auslöser sind, warum ihr euch streitet, wie lassen sich die Punkte gemeinsam lösen? Was erwartet ihr von dem anderen?
ansonsten so ein Umzug ist immer eine Herausforderung, vor allem wenn nebenher noch so viele Dinge laufen.
Ich würde was den Umzug bzw. die Einrichtung angeht alles etwas ruhiger angehen und erstmal in der neuen Umgebung ankommen. Mich auf die Eingewöhnung des Kleinen konzentrieren und auf deine neue Arbeit. Und vieles nebenher einrichten.Die WOhnung rennt ja jetzt nicht weg.
Also wir haben uns damals von Zimmer zu Zimmer durchgearbeitet. Wichtig war uns, dass das Kinderzimmer soweit eingerichtet war, dass wir eine Möglichkeit haben zu schlafen und ein Platz zum kochen. Das Wohnzimmer haben wir die ersten Wochen als Abstellzimmer benutzt und dann abends gestrichen. Jeden Tag ein Zimmer. Kartons wurden nach und nach ausgepackt. WIrklich fertig mit allem waren vllt nach einem halben Jahr .
Aber wir wollten uns da kein Druck setzen, zumal mein Freund auch arbeiten musste und ich mitten im Studium war, wir zwei Kinder haben und auch keine Verwandten/Bekannten hatten die uns da unterstützen konnten.

Durch Kindergarten und Beruf ergeben sich vllt dann auch wieder neue Freundschaften.

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17. Juli 2016 um 21:40

Ich verstehe deinen Umzugs-Frust...
wir sind auch gerade mit drei Kleinkindern umgezogen, und - abgesehen vom allgemeinen Wahnsinn - nervte es mich auch sehr, dass ich über Wochen ständig im Haus sein musste, um Handwerker XY zu beaufsichtigen. Wir hatten halt den Vorteil, dass wir das Umfeld nicht gewechselt haben.
Aber du musst dir immer wieder sagen: Es wird alles besser. Bald schon. Ihr lernt Leute kennen, die Wohnung kommt in die Reihe. Schalte mal innerlich einen Gang runter. Es wird alles.
Versuch doch auch mal, das Einräumen in der neuen Wohnung ein bißchen zu genießen? Mir zumindest gefällt es schon, wenn man schnelle Erfolge sieht (Schrank zusammenbauen - einräumen - Ordnung )

Im Alter von drei Jahren dürfte dein Sohn den Umzug/die neuen Freunde-Suche übrigens leicht wegstecken. Da würde ich mir nicht so viele Sorgen machen. Meine beiden Großen haben das jedenfalls in dem Alter jeweils problemlos verkraftet. Die Freundschaften wechseln da eh oft noch sehr schnell.

Streiten vor dem Kind, wie von dir beschrieben, finde ich allerdings gruselig. Wenn mein Mann und ich uns schon mal vor den Kindern streiten (was eben manchmal doch vorkommt), versuchen wir uns an folgende Regeln zu halten: Es wird nicht geschrien. Es darf diskutiert werden, auch hitzig, aber nicht unfair. Und hinterher erklären wir den Kindern, dass man ruhig streiten darf, solange man sich hinterher wieder verträgt.

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17. Juli 2016 um 22:39

Das kenne ich
... Wir sind vor einem Jahr umgezogen und ich war recht unglücklich... Dazu waren wir erst mal in einer Übergangswohnung und sind dann in ein Haus gezogen, renoviert werden musste. Unserer Tochter und mir wurde der Alltag genommen und ich hatte echt mit mir zu kämpfen. Mein Mann und ich haben zwar nicht gestritten, aber ich war absolut unzufrieden und meine Tochter hat viel davon abbekommen...

Heute habe ich noch immer ein schlechtes Gewissen, aber ich habe nicht den Eindruck, dass sie nachhaltig gelitten hat.

Umzüge sind stressig und seine neue Selbstständigkeit macht es nicht einfacher...

Versuch deinen Anspruch an dich zurück zu schrauben und versuche hinzunehmen, dass es gerade nicht so perfekt ist, wie es war... Das braucht alles Zeit und in einem Jahr sitzt du mit neuen Freunden zusammen, während eure Kinder glücklich toben... Es braucht Zeit...

Viel Glück und Geduld mit euch wünsche ich dir!

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