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Bitte helft mir- ich bin im Moment extrem genervt

21. November 2013 um 23:26

Hallo Ihr
Ich weiss einfach nicht weiter....
Mir geht es richtig Mies!!!!
Zur Situation
Ich hab 2 Kinder (1 jahr und 3 Jahre)
Ich gehe teilzeit arbeiten als Erzieherin.
Und ich kann nicht mehr...
Ich wollte in der Erziehung meiner Kinder immer alles perfekt machen!!
Im Moment läuft alles den Bach runter.
Als ich nur meine tochter hatte lief es soweit gut.
Ich war geduldig und hab so viel positive zeit mit meiner tochter verbracht....
Ich bin im Umgang mit meinen kindern eigentlich sehr liebevoll und ich hänge sehr an meinen kindern.
Andererseits bin ich etwas cholerich.
Ich bin ziemlich schnell genervt und wütend.
das war schon immer so da meine eltern auch so waren.
Ich will immer alles perfekt machen.
es ist schon fast zwanghaft....
Ich geh arbeiten und möchte dort 100 Prozent geben.
Ich hole meine kinder mittags direkt nach der arbeit ab und möchte für sie da sein.
Ich führe einen perfekten Haushalt.
Sobald unordnung ist könnte ich ausflippen.
Wäsche muss direkt gemacht werden.
Ich bin auch bei meiner tochter im elternbeirat und lerne gitarre.
Und nun kann ich nicht mehr
Ich bin so sehr genervt
Ich flippe ständig nur noch aus und schreie meine kinder an. Ich bin kaum noch voll und ganz für sie da. Ich nehme mir vor was mit drn kindern zu unternehmen und dsnn bin ich nur genervt. Gestern beim kuchen backen mit meiner tochter hab ich meine tochter aus der küche verwiesen.
Heute als wir mit rasierschaum gematscht haben wsr ich so wütend dass ich ihr eine geklatscht hab
Das ist mir noch nie passiert und es darf nie wieder passieren!!!!!!!!!!!!
Ich weiss dass das absolut nicht sein darf und ich bin schockiert von mir!!!!!!!
Im Kindergarten sagen die erzieher dass meine tochter plötzlich ganz ruhig und schüchtern gewordrn ist
Da hab ich das Resultat meines verhaltens!!!!
Mein sohn fängt jetzt auch an bockig zu werden.
Ich habe versagt. Ich war mal eine gute mutter aber seit ich 2 kinder habe versage ich total.
Ich hatte bisher nie richtig zeit für meinen sohn.
als er 4 monate alt war hatte ich 2 tageskinder bei mir. Jetzt arbeite ich wieder und er läuft immer nur nebenher da meine tochter die meiste Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Sie ist so anders geworden.
Mir ist es schon oft passiert dass ich vor ihr geweint habe nachdem ich mit ihr geschimpft habe.
ich habe nun richtig angst sie dadurch kaputt zu machen.
Es ist zusätzlich auch schwer vormittags fremde und nachmittags die eigenen kunder zu betreunen.
Jetzt vor weihnachten steht so viel an...
Der vertrag meiner arbeitsstelle läuft im märz aus und ich muss mir was neues suchen.
Naja andere schaffen das auch...
aber ich kann nicht mehr!!
Ich war damals nicht so zu meiner tochter!!!!
Ich mache sie kaputt durch meine gereiztheit und habe echt angst davor!!!
Ich schaffe es nicht mehr geduldig zu sein.
sie ist so frech geworden. .. zu hibbelig...
so war sie vorher nicht!!!
Sie war immer ein Engel und ich erkenne sie nicht mehr wieder!!!!
Ich weiss nicht wie ich es schaffen kann gelassener zu werden!!!
ich schaffe es einfach nicht und ich mache meine familie damit kaputt
Bitte sagt mir was ich tun kann!!!!!!!!!!!!

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22. November 2013 um 6:32

...
Wäre das vielleicht eine Indikation für eine Mutter-(Kind)-Kur? Hier gibt es doch Mamas die sich auskennen mit Kur. Was sagt ihr dazu?

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22. November 2013 um 9:05

Bist du alleinerziehend?
Dein Tag ist sehr straff geplant und du hast keine Zeit für dich.
Als erstes würde ich die Kinder nicht direkt nach der Arbeit holen, du brauchst auch mal ne Verschnaufpause...lass sie långer im Kiga, dass sie dort essen können. Dann entzerrt sich das ein bisschen.
Vllt kannst du dich in der Zeit mal hinlegen und Augen zu machen oder schon mal ne Waschmaschine anstellen.
Hast du einen Trockner? Das spart so viel Zeit!
Reduzier Dinge, die nicht sein müssen, z.B.Gitarre lernen.
Und versuch ab und an mal ne Auszeit zu nehmen...du mutest dir sehr viel zu und ich denke zu viel.
Denk dran, es ist besser, ein wenig mehr auf sich zu achten und die kinder haben etwas weniger von dir, aber dann in der Zeit richtig. Nicht so gestresst, abgespannt, überfordert.

Mal ganz abgesehen davon, vergleich dich nicht mit anderen...nicht jeder ist gleich und man ist nichts besseres, weil man mehr ab kann.
Manches sieht auch nur so toll aus bei anderen, dass sie alles schaffen, aber das muss nicht so sein.
bei vielen kommt nach Jahren erst der körperliche bzw seelische Zusammenbruch.

Es wird ne Zeit dauern, bis du dein Perfektionismus etwas runterschraubst, aber überlege dir, was wirklicj wichtig ist. Schreib dir nen Wochenplan...du musst nicht jeden Tag Grossputz machen, es reicht jeden Tag etwas und es sieht nicht aus wie beim Hempels. Kaufe für ne Woche ein und somit hast du Ruhe für den Rest der Woche.

Denk dran....Qualität geht über Quantität.
Deine Kinder brauchen ne Mama, die nicht so überfordert ist und deshalb...denk an dich, somit denkst du auch an deine Kinder!

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22. November 2013 um 9:22

Du erinnerst mich total am meine mama
Sie wollte alles perfekt haben. Haus, garten, kinder, arbeit... Es hat sie auch ziemlich fertig gemacht ich hätte mir eine mama gewünscht die zufriedener und glücklich ist als einen total sauberes und irdentliches haus. Ich denke du solltest deine erwartungen runterschrauben den du hast das wichtigste aus den augen verloren. Glücklich zu sein. Ich hatte auch mal einen anflug hier alles perfekt zu haben, habe mich aber an meine mama erinnert und gesagt, so nicht.
Das was dir da mit deiner tochter passiert ist würde ich als warnschuss nehmen um was zu ändern!

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22. November 2013 um 10:03

Vielleicht...
solltest Du Dir langfristig therapeutische Unterstützung suchen. Ich denke "Perfektionisten" wie Du (und ich) wissen eigentlich, dass es nicht realistisch ist, an allen "Fronten" jeweils 100% zu zu leisten. Aber in solchen Situationen siegt dann eben die Emotion und irgendwann geht gar nichts mehr. Ich glaube, dass einfache Tipps keine dauerhafte Lösung bringen. Über Jahre eingefahrene Muster lassen sich so schnell nicht aufbrechen und ich glaube, wenn man so "erschöpft" ist wie Du, ist es allein ungleich schwerer.

Rational betrachtet, kann nicht alles überdurchschnittlich sein. Bereits rein rechnerisch klappt das nicht mit "Vollgas" in allen Lebensbereichen. Du hast 100% Lebensenergie zur Verfügung und nicht 300%. Wie Du diese 100% "verwaltest", ist ein Stück weit eine ganz persönliche Entscheidung.

Ich musste auch Abstriche machen und ich kann sagen, es geht mir meist gut damit. Ich arbeite derzeit noch nicht (Mini ist 13 Monate) und habe ursprünglich auch an mich diesen Anspruch gehabt, alles immer tipp topp zu regeln. Nach anfänglicher Verzweiflung über mein "Unvermögen" bin ich aber zu dem Schluss gekommen, dass diese Situation ganz natürlich ist. Es wäre doch ein mageres Bild, wenn ich einen Haushalt wie ein Vollzeithausfrau ohne Kinder hätte, beruflich so erfolgreich wie ohne meine Mini wäre und ganz nebenbei noch Vollzeitmutter. Ich habe mich bewusst entschieden, notfalls gemeinsam mit Mini über "Unordnung" hinwegzusteigen...meinen kleinen Wirbelwind stört es nicht und ich kann eine gewisse Zeit gut damit leben. Ich glaube sie mag es, dass ich viel lache und lacht meistens mit. Ihr Glück hängt wesentlich von mir als ihrer Mama so wie ich bin und nicht wie ich sein solle (oder Vater oder Oma...wer immer die Bezugsperson ist) ab. Dazu kommt natürlich, wer bestimmt wie ich zu sein habe

Ich wünsche Dir viel Kraft und dass Du Deine " Freude" wiederfindest.

LG

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22. November 2013 um 10:07
In Antwort auf ora_12181445

Vielleicht...
solltest Du Dir langfristig therapeutische Unterstützung suchen. Ich denke "Perfektionisten" wie Du (und ich) wissen eigentlich, dass es nicht realistisch ist, an allen "Fronten" jeweils 100% zu zu leisten. Aber in solchen Situationen siegt dann eben die Emotion und irgendwann geht gar nichts mehr. Ich glaube, dass einfache Tipps keine dauerhafte Lösung bringen. Über Jahre eingefahrene Muster lassen sich so schnell nicht aufbrechen und ich glaube, wenn man so "erschöpft" ist wie Du, ist es allein ungleich schwerer.

Rational betrachtet, kann nicht alles überdurchschnittlich sein. Bereits rein rechnerisch klappt das nicht mit "Vollgas" in allen Lebensbereichen. Du hast 100% Lebensenergie zur Verfügung und nicht 300%. Wie Du diese 100% "verwaltest", ist ein Stück weit eine ganz persönliche Entscheidung.

Ich musste auch Abstriche machen und ich kann sagen, es geht mir meist gut damit. Ich arbeite derzeit noch nicht (Mini ist 13 Monate) und habe ursprünglich auch an mich diesen Anspruch gehabt, alles immer tipp topp zu regeln. Nach anfänglicher Verzweiflung über mein "Unvermögen" bin ich aber zu dem Schluss gekommen, dass diese Situation ganz natürlich ist. Es wäre doch ein mageres Bild, wenn ich einen Haushalt wie ein Vollzeithausfrau ohne Kinder hätte, beruflich so erfolgreich wie ohne meine Mini wäre und ganz nebenbei noch Vollzeitmutter. Ich habe mich bewusst entschieden, notfalls gemeinsam mit Mini über "Unordnung" hinwegzusteigen...meinen kleinen Wirbelwind stört es nicht und ich kann eine gewisse Zeit gut damit leben. Ich glaube sie mag es, dass ich viel lache und lacht meistens mit. Ihr Glück hängt wesentlich von mir als ihrer Mama so wie ich bin und nicht wie ich sein solle (oder Vater oder Oma...wer immer die Bezugsperson ist) ab. Dazu kommt natürlich, wer bestimmt wie ich zu sein habe

Ich wünsche Dir viel Kraft und dass Du Deine " Freude" wiederfindest.

LG

Da fehlt etwas
..."ein mageres Bild für alle anderen Frauen ohne Mehrfachbelastung"...ich hoffe, Du verstehst was ich meine

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22. November 2013 um 11:47


In dem Fall ist es leicht gesagt, dass du dich von dem Perfektionismus distanzieren sollst und dich mal hinlegst nach der Arbeit. Das wird die TE nicht schaffen, denn der Perfektionismus ist so tief verankert, dass sie sich nicht einfach auf das Sofa legen kann. Sie kann sich nicht entspannen, sie steht ständig unter Druck....

Liebe TE: geh bitte zum Hausarzt, nehm dir Unterstützung mit ( EM; Mutter etc) ! Sag ihn was du hier gesagt hast und bitte um sofortige Hilfe. Wenn es schon soweit ist, dass du deinen Druck in Form von Schlägen an deine Kinder abbaust, dann muss sofortige Hilfe her.

Schaff notfalls erstmal deine Kinder aus dem " Schussfeld" ( zu Oma oder Freunden) , damit nicht noch schlimmeres passiert. Klar weisst du , dass es nicht richtig ist und du wirst dir sagen, dass es nie wieder passiert ABER dafür kannst du in deiner momentanen Verfassung nicht die Hand für ins Feuer legen! Du brauchst erstmal Hilfe und musst dich stabilisieren!

Fang an dich auszusprechen, vertraue dich einer Freundin an, deinem Mann etc...aber bitte tu etwas ...

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22. November 2013 um 15:03

Ihr Lieben.....
Ich bin grad ganz erstaunt über die ganzen ausführlichen tollen antworten!!!!
Ihr seid ja echt super!!!!!!
Danke für eure wertvollen tipps!!!!!!!!!

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