Home / Forum / Mein Baby / Bitte um Hilfe.. abstillen.. seelisch fertig...

Bitte um Hilfe.. abstillen.. seelisch fertig...

16. Juni 2007 um 21:42

Hallo zusammen,

mein Sohn ist 4 Monate alt. Bislang habe ich voll gestillt. Doch harmonisch ist unsere Stillbeziehung nicht. Wenn ich Freundinnen sehe, wie die ihre Kinder stillen, werde ich immer ganz neidisch.

Seit gut einem Monat gehts mir körperlich und seelisch ziemlich schlecht. Ich leide an Haarausfall und habe bislang an die 10 Kg verloren. Seelisch ist es schlimm. Ich weine sehr oft, bin psychisch einfach fertig.

Essen tue ich ausgewogen und regelmäßig. Ich trinke über den Tag verteilt ca. 3 Liter. Davon 3 Tassen Stilltee, Mineralwasser, Milch, Saft.

Ich würde gerne abstillen, doch sobald mein Sohn auch nur die Flasche in meiner Hand sieht, endet das in einem 20-30 minütigem Schreikonzert. Er schreit sich dabei regelrecht weg und ist nur schwer wieder zu beruhigen.

Ich kann einfach nicht mehr...

Was kann ich nur tun?

Mehr lesen

16. Juni 2007 um 22:31

Abstillen
Hallo,
wende Dich an eine Stillberaterin in Deiner Nähe. Schau unter IBCLC, afs-stillen oder La Leche Liga im Internet nach. Wenn Dein Kind bis jtzt voll gestillt wurde, ist es nicht ungewöhnlich, dass es sich nicht auf die Flasche umstellen lässt. Nimm lieber Kontakt zu einer Ernährungsberaterin auf, die Dir helfen kann, den erhöhten Kalorienbedarf auszugleichen und damit einem weiteren Gewichtsverlust vorzubeugen. Ansonsten kann Dir Dein Frauenarzt weiterhelfen.
Aus eigener Erfahrung- ich habe bei meinen Zwillingen eine Stillberatung der La Leche Liga in Anspruch genommen- kann ich Dir nur sagen, dass die Frauen dort einem wirklich zu einer harmonischen Stillbeziehung verhelfen können.
Viel Glück und Erfolg
jula

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

17. Juni 2007 um 14:24

Mach euch nicht so viel druck
Ich kenne das. So ging es mir kurzeitig genauso. Es hört sich jetzt vielleicht gemein an, aber quäl dich und dein Kind nicht in dem du jetzt alles versuchst abzustillen. Ist jetzt vielleicht leichter gesagt als getan, aber man sollte die Zeit mit den Kleinen geniesen. Nie wieder in deinem Leben wird dir eine Person so nah sein. Sei froh das du dieses Kleine Glück haben darfst.

Veränderte ein wenig deinen blickwinkel, kein o gott, jetzt muss ich das würmchen wieder stillen, sondern sei einfach dankbar für diese zeit. Ich darf mein kind trösten, und es wird sich trösten lassen. ich kann es ganz verliebt betrachten, seinen geruch einatmen, es streicheln, wiegen und es ernähren und mich daran erinnern, was für ein wunder doch dieses kleine baby ist:
aus einem zellhaufen entstanden, in meinem bauch herangewachsen zu einer kleinen persönlichkeit, die geburt, die entwicklung bis zu dieser nacht,.... und was für ein geschenk, mein kleines kind!

Ich denke da stecken bei dir noch ein paar andere Probleme hinter die dich so vertig machen (vielleicht die mangelnde Unterstützung vom Partner, Familie, ...) Doch lass dein Kind nicht darunter leiden. Denn es ist hilflos und ist auf deine Nähe angewiesen. Wenn du jemanden zum quatschen oder austauschen brauchst



Stillen führt zu Haarausfall.
Falsch! Während der Schwangerschaft ist alles auf Erhalt angelegt. Der normale Haarausfall geht dadurch zurück. Ca. drei Monate nach der Geburt wird der Haarausfall nachgeholt und die Haarmenge kann vorübergehend geringer sein. Dieses Phänomen tritt unabhängig vom Stillen ein.

Wie du es bei deinen Freundinnen gesehen hast kann es auch anders laufen. Stillen hat nicht nur die funktion den Hunger deines Baby zu stillen, sondern auch

Stillen ist gesund und hat viele Vorteile:

Natürlicherweise enthält die Muttermilch alle notwendigen Nährstoffe für das Baby in der haargenau richtigen Zusammensetzung und Menge.
Stillen stärkt das Immunsystem und schützt gegen Allergien und Krankheiten.

Muttermilch ist leichter verdaulich und besser verträglich als andere Säugetiermilch oder künstliche Säuglingsnahrung.

Muttermilch ist gesünder: gestillte Kinder erkranken seltener an Infektionen während der ersten Lebensjahre.

Durch das Saugen an der Brust wird die Kieferformung optimal begünstigt.

Gestillte Kinder können nicht überfüttert werden.

Stillen begünstigt die Rückbildungsvorgänge und die Gesundheit der Mutter nach der Geburt und beugt Brustkrebs vor.

Stillen wirkt sich positiv auf die seelische und körperliche Entwicklung des Babys aus.

Stillen entspannt und sorgt für Ausgleich im hektischen Alltag.

Stillen ist bequem: Muttermilch ist jederzeit parat und wohltemperiert.

Stillen spart Zeit und Geld: keine Zubereitungszeit, kein Einkaufen.

Stillen tut gut: Hautkontakt für Mutter und Kind! Vorbeugung dem plötzlichen Kindstot Beispielsweise.

Kann dir wie schon empfohlen dir Hilfe zu suchen.
Die Kosten für Stillberatung oder Hilfe bei Stillproblemen durch Hebammen wird von den Krankenkassen übernommen. Die private Beratung durch Still- und Laktationsberaterinnen ist i.d..R. kostenpflichtig und muss selbst bezahlt werden.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

18. Juni 2007 um 20:45
In Antwort auf zlata_12921243

Abstillen
Hallo,
wende Dich an eine Stillberaterin in Deiner Nähe. Schau unter IBCLC, afs-stillen oder La Leche Liga im Internet nach. Wenn Dein Kind bis jtzt voll gestillt wurde, ist es nicht ungewöhnlich, dass es sich nicht auf die Flasche umstellen lässt. Nimm lieber Kontakt zu einer Ernährungsberaterin auf, die Dir helfen kann, den erhöhten Kalorienbedarf auszugleichen und damit einem weiteren Gewichtsverlust vorzubeugen. Ansonsten kann Dir Dein Frauenarzt weiterhelfen.
Aus eigener Erfahrung- ich habe bei meinen Zwillingen eine Stillberatung der La Leche Liga in Anspruch genommen- kann ich Dir nur sagen, dass die Frauen dort einem wirklich zu einer harmonischen Stillbeziehung verhelfen können.
Viel Glück und Erfolg
jula

Druck
hallo, ich finde auch, dass du dir dringend hilfe suchen solltest, denn mit so einem problem kann man sich ziemlich mies und allein fühlen. und wenn das stillen zur belastung wird, dann höre ruhig damit auf.
mein sohn ist jetzt 7 monate und ich bin grad am abstillen, weil ich mich total ausgelaugt gefühlt habe. aber ich muss sagen, dass das dauernde fläschchen machen und auswaschen und so weiter auch ganz schön stressig ist. hätte ich nicht gedacht.
vielleicht kannst du deine tochter ja langsam an die flasche gewöhnen. erst mal abpumpen und ihr die milch geben und dann langsam auf pulver umstellen. viel erfolg und halte durch. das wird schon

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

29. Juni 2007 um 18:56
In Antwort auf hedy_12063661

Druck
hallo, ich finde auch, dass du dir dringend hilfe suchen solltest, denn mit so einem problem kann man sich ziemlich mies und allein fühlen. und wenn das stillen zur belastung wird, dann höre ruhig damit auf.
mein sohn ist jetzt 7 monate und ich bin grad am abstillen, weil ich mich total ausgelaugt gefühlt habe. aber ich muss sagen, dass das dauernde fläschchen machen und auswaschen und so weiter auch ganz schön stressig ist. hätte ich nicht gedacht.
vielleicht kannst du deine tochter ja langsam an die flasche gewöhnen. erst mal abpumpen und ihr die milch geben und dann langsam auf pulver umstellen. viel erfolg und halte durch. das wird schon

Kann es sein...
... das du an einer wochenbettdepression leidest? so wie sich das bei dir anhört...? schau doch mal im net nach und guck mal, unter welchen der angegebenen symptome du leidest, denn vielleicht hat dein befinden gar nix mit dem stillen zu tun...
alles gute

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

29. Juni 2007 um 22:25

Lass Dir helfen
Oh je, Du arme! Das hört sich echt nicht gut an.

Warum ist eure Stillbeziehung nicht harmonisch? Was passiert denn beim Stillen?

Ich kann sehr gut nachfühlen, wie es Dir geht. Ich hatte auch eine Stillkrise, als mein Sohn vier Monate alt war. Er hat beim Stillen ständig geweint, ganz schlecht getrunken oder komplett die Brust verweigert. Dazu war er noch ziemlich dünn und ich hatte ständig Angst, dass er nicht genug zu trinken bekommt. Meine Hebamme hat damals geraten, zuzufüttern, unser kleiner Schlumpf wollte aber (glücklicherweise) nichts von Hipp&Co wissen.

Ich war damals ähnlich fertig und habe sehnsüchtig anderen Frauen zugeschaut, deren Kinder einfach friedlich an der Brust lagen. Mit dem Stillen hat es nicht geklappt, mit dem Abstillen auch nicht und ich habe mich als totale Versagerin gefühlt.

In meiner Verzweiflung habe ich mich dann an eine Stillberaterin der La Leche Liga gewandt. Wir hatten ein recht langes Telefongespräch und das war wirklich klasse, weil mir die Beraterin im Gespräch geholfen hat, den Ursachen unseres Stillproblems auf den Grund zu gehen und meinen Zwerg wieder besser zu verstehen. Ich habe auch wirklich gute Tipps bekommen, was ich beim Stillen noch tun kann und es hat funktioniert! Ich habe unseren Kleinen dann doch ganze 8 Monate voll gestillt.

Falls das für Dich auch in Frage kommt, kannst Du unter www.lalecheliga.de eine Stillberaterin in Deiner Nähe finden oder die Email-Beratung nutzen (Deine Anfrage dann an eine Stillberaterin in Deiner Nähe weitergeleitet).

Mich hat damals Charlotte beraten, ihre Kontaktdaten findest Du unter www.stillgruppe-neckartenzlingen.de.
Die kannst Du auf jeden Fall auch kontaktieren, unabhängig davon ob Du dort wohnst oder nicht. Und Du kannst Dir sicher sein, dass dort keine dogmatische Stillberaterin sitzt, die Dir Vorwürfe macht oder sagt, Du hättest dies oder jenes falsch gemacht. Sie hört einfach nur zu und versucht, gemeinsam mit Dir herauszufinden, woran es liegt und Lösungen aufzuzeigen.

Also Du, ich wünsche Dir und Deinem Sohn von Herzen, dass es bald besser wird und ihr wieder glücklich beim Stillen werdet.

Alles Liebe,

Mimi

P.S.: Viel wichtiger als Stillen ist, dass es euch beiden miteinander gut geht...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

8. Juli 2007 um 21:56

Flasche..
babys riechen die milch... wenn du es in deinem arm hälst und dann versuchst die flasche zu geben protestieren sie einfach schon mal... vielleicht sollte jemand anderes anfangen dein baby an die flasche zu gewöhnen... und auch aus der flasche trinken muss geübt werden... da ist vielleicht stillen praktischer... nichts warm machen usw.

viel glück.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

8. Oktober 2007 um 22:06

Update...
Hallo,

seit gut einem Monat habe ich nun abgestillt. Es ging von heut auf morgen und innerhalb einer Woche habe ich ihn gar nicht mehr gestillt. Ich fühle mich unglaublich befreit und bin überglücklich! Jetzt liebe ich ihn sogar noch ein bischen mehr.
Fürs Stillen muß man einfach geboren sein und ich bereue es bis heute, es getan zu haben, so hart sich das auch anhört. Schade, dass man hierzulande fast dazu gezwungen wird. Und wenns mans nicht tut, muß man sich meistens blöde Blicke und Kommentare gefallen lassen. Die meisten sagen

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Teste die neusten Trends!
experts-club

Das könnte dir auch gefallen