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Brauche ein Rat

4. März 2007 um 0:57

Hallo,

ich stöbere viel im Internet rum und bin auf der suche nach Anlaufstellen für leibliche Eltern deren Kinder in einer Pflegefamilie leben. Leider finde ich in der richtung gar nichts. Ich bin selber von den Thema betroffen und würde gerne Erfahren was für rechte die Leiblichen Eltern überhaupt noch haben einfach informationen generell über das Thema sammeln.

Kann mir wer weiterhelfen und kennt wer eine gute Internetseite über das Thema?


Danke schon mal für eure Antworten.


Gruß Biggi

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8. März 2007 um 20:21

Keine Anlaufstellen
Das ist ja hart. Ich glaube, Müttern, die ihr Kind zur Adoption frei geben, geht es ähnlich. Es gibt für sie keine Selbsthilfegruppen, keine Anlaufstellen für die Zeit danach. Eigentlich schlimm, denn wer kümmert sich danach um sie, fängt sie auf? Das sollte man mal den Jugendämtern vorschlagen, dass sie etwas Ähnliches ins Leben rufen!

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9. März 2007 um 1:49
In Antwort auf zsuzsi_12346893

Keine Anlaufstellen
Das ist ja hart. Ich glaube, Müttern, die ihr Kind zur Adoption frei geben, geht es ähnlich. Es gibt für sie keine Selbsthilfegruppen, keine Anlaufstellen für die Zeit danach. Eigentlich schlimm, denn wer kümmert sich danach um sie, fängt sie auf? Das sollte man mal den Jugendämtern vorschlagen, dass sie etwas Ähnliches ins Leben rufen!

Traurig
Hallo

ich stimme dir da total zu. auf der einen seite heißt es man soll sein leben wieder in den griff bekommen damit man eine chance hat das kind wieder zu bekommen, aber auf der anderen seite findet man kein der ein hilft es zu verarbeiten wenn das kind nicht mehr zu hause lebt. Ich habe überall geguckt aber wie gesagt nichts gefunden es ist alles nur für Pflegeeltern. da sieht man mal das die leiblichen eltern wohl nicht so wichtig sind.

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9. März 2007 um 10:13
In Antwort auf evonne_11937628

Traurig
Hallo

ich stimme dir da total zu. auf der einen seite heißt es man soll sein leben wieder in den griff bekommen damit man eine chance hat das kind wieder zu bekommen, aber auf der anderen seite findet man kein der ein hilft es zu verarbeiten wenn das kind nicht mehr zu hause lebt. Ich habe überall geguckt aber wie gesagt nichts gefunden es ist alles nur für Pflegeeltern. da sieht man mal das die leiblichen eltern wohl nicht so wichtig sind.

Eigentlich unverantwortlich
Liebe Biggi,

ich habe auch den Eindruck, dass leibliche Eltern kaum Unterstützung bekommen. Ich habe viele Jugendämter und Krankenhäuser gefragt, ob sich die Mütter, wenn sie ihr Kind zur Adoption freigeben, vom Kind verabschieden können, sie das Kind noch für ein paar Stunden wenigstens behalten. Da wurde mir entgegen geschrien: Um Gottes Willen, die Frau könnte sich ja dann doch noch für das Kind entscheiden. Also wirklich, ist es nicht das Recht einer Mutter, sich gebührend vom Kind zu verabschieden, wenn sie es für richtig hält? Ist das nicht auch für das Kind wichtig? Und wenn sie sich dann doch noch für das Kind entscheidet, dann ist das doch ihre Entscheidung, die man akzeptieren sollte und alles dafür tun sollte, sie bei diesem neuen Weg zu unterstützen!

Es ist wirklich schlimm, dass jemand wie du, der so fit und engagiert erscheint, nach Hilfe sucht, sie aber nicht bekommt. Man sagt dir, du sollst dein Leben wieder in den Griff bekommen, aber niemand hilft dir dabei. Es gibt für alles Selbsthilfegruppen, aber für leibliche Eltern gibt es keine Unterstützung. Für leibliche Mütter, die ihr Kind zur Adoption freigegeben haben, gibt es wenige Selbsthilfegruppen, die habe ich gefunden, auch eine gute Internetseite, aber für leibliche Mütter, deren Kinder in Pflege leben, gibt es nichts. Außer vielen Vorurteilen, wie mir scheint.

Liebe Grüße und verlier nicht den Mut! Katrin

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9. März 2007 um 11:44

Gibt es kaum....
Hallo,
hilfe als Leibliche Mutter findet man nicht. Ich habe die Erfahrung selbst machen müssen. Das einzige was man findet sind selbsthilfegruppen, deren Kinder auch alle weg sind und denen niemand direkt sagt was sie überhaupt tun sollen damit sie die kinder zurück bekommen.
Für Pflegeeltern und Pflegekinder gibt es alle möglichen Gruppen und Anlaufstellen, aber für uns Herkunftseltern findet man gar nichts. "Helfe dir selbst" ist die devise. Und wenn man das Kind dann doch zurückbekommt wird man wieder in Stich gelassen mit der Verarbeitung des ganzen. Niemand kann einen sagen wie man das geschehene Verarbeiten soll/kann.
Niemand sagt einen während der Zeit was für Rechte man überhaupt hat. Nur regelmäßig dazu auffordern das Einkommen offenzulegen, das tun sie. Wie es einer Herkunftsmutter geht interessiert niemanden.
Wenn du wissen willst was du tun kannst, oder wie du dir selbst helfen kannst, oder einfach über deine schlimme Situation reden willst dann kannst mir eine email schreiben: Celcite.Christ@freenet.de

Ich habe das ganze hinter mir meine Kinder sind zurück. Ich würde dir gerne beistehen wenn du willst.
LG Cel

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12. März 2007 um 14:46
In Antwort auf radena1

Eigentlich unverantwortlich
Liebe Biggi,

ich habe auch den Eindruck, dass leibliche Eltern kaum Unterstützung bekommen. Ich habe viele Jugendämter und Krankenhäuser gefragt, ob sich die Mütter, wenn sie ihr Kind zur Adoption freigeben, vom Kind verabschieden können, sie das Kind noch für ein paar Stunden wenigstens behalten. Da wurde mir entgegen geschrien: Um Gottes Willen, die Frau könnte sich ja dann doch noch für das Kind entscheiden. Also wirklich, ist es nicht das Recht einer Mutter, sich gebührend vom Kind zu verabschieden, wenn sie es für richtig hält? Ist das nicht auch für das Kind wichtig? Und wenn sie sich dann doch noch für das Kind entscheidet, dann ist das doch ihre Entscheidung, die man akzeptieren sollte und alles dafür tun sollte, sie bei diesem neuen Weg zu unterstützen!

Es ist wirklich schlimm, dass jemand wie du, der so fit und engagiert erscheint, nach Hilfe sucht, sie aber nicht bekommt. Man sagt dir, du sollst dein Leben wieder in den Griff bekommen, aber niemand hilft dir dabei. Es gibt für alles Selbsthilfegruppen, aber für leibliche Eltern gibt es keine Unterstützung. Für leibliche Mütter, die ihr Kind zur Adoption freigegeben haben, gibt es wenige Selbsthilfegruppen, die habe ich gefunden, auch eine gute Internetseite, aber für leibliche Mütter, deren Kinder in Pflege leben, gibt es nichts. Außer vielen Vorurteilen, wie mir scheint.

Liebe Grüße und verlier nicht den Mut! Katrin

Stimme dir zu
Ja es gibt sehr viele vorurteile wenn man sein Kind nicht bei sich hat. Ich habe damals mein Kind freiwillig abgegeben und es sollte auch nur für ein paar Wochen sein aber daraus sind leider 3j jetzt geworden. Keiner versteht es das mein Kind nicht zurück darf. Aber soll ich dir mal sagen was mich richtig stört!!! Ich habe das Sorgerecht und das Aufenthaltsbestimmungsrecht noch für mein Kind aber es bringt gar nichts in Deutschland das zu haben. Ich kämpfe jetzt seit 3j um meine Tochter und ich hab bald keine Kraft mehr diesen Kampf weiter zu führen. Es kostet sooo unendlich viel Kraft und geduld zu Kämpfen. Ich wünsche allen die auch in so einer Lage sind viel viel Kraft für den weiteren weg.


Gruß Biggi

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19. März 2007 um 15:52
In Antwort auf evonne_11937628

Stimme dir zu
Ja es gibt sehr viele vorurteile wenn man sein Kind nicht bei sich hat. Ich habe damals mein Kind freiwillig abgegeben und es sollte auch nur für ein paar Wochen sein aber daraus sind leider 3j jetzt geworden. Keiner versteht es das mein Kind nicht zurück darf. Aber soll ich dir mal sagen was mich richtig stört!!! Ich habe das Sorgerecht und das Aufenthaltsbestimmungsrecht noch für mein Kind aber es bringt gar nichts in Deutschland das zu haben. Ich kämpfe jetzt seit 3j um meine Tochter und ich hab bald keine Kraft mehr diesen Kampf weiter zu führen. Es kostet sooo unendlich viel Kraft und geduld zu Kämpfen. Ich wünsche allen die auch in so einer Lage sind viel viel Kraft für den weiteren weg.


Gruß Biggi

An die Medien gehen?
Hallo Biggi,

hast du dir schon mal überlegt, ein Forum über Herkunftseltern, deren Kinder in Pflege sind, selbst zu errichten? Eine Freundin von mir hat ein Baby-Forum selbst eröffnet. Es kostet sie nichts, war auch nicht so schwer. Wenn du willst, kann ich sie mal fragen, ob sie dir Tipps gibt!
Ansonsten frage ich mich bei dir und bei ein paar anderen Frauen, die hier gepostet haben, ob es vielleicht Sinn macht, mit deiner geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen. Ein sensibler Fernsehbericht über deinen Kampf um deine Tochter könnte vielleicht Druck auf das Jugendamt ausüben. Wenn du willst, dann schreib mir eine PM. Ich könnte dir den Kontakt zu einer Bekannten vermitteln, die Journalistin ist.

Alles Liebe, Nathalie

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