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Buchstaben und Zahlen ??? bin ich eine schlechte Mutter??

27. April 2013 um 13:21 Letzte Antwort: 27. April 2013 um 16:20

Hallo die Damen,

ich bin eigentlich ne stille Leserin, aber nun beschäftigt mich eine Frage schon den ganzen Vormittag.
Und zwar war mein Sohn gestern zu einem Kindergeburtstag. Der Junge wurde 4 und wir haben nicht soo viel mit ihm zu tun. Aber mein Freund und sein Vater sind gut befreundet und deshalb war er eingeladen. Mein Freund war auch bis abends dort, ich war zu Hause und hab aufs Baby aufgepasst. Abends hat er mir dann erzählt, dass das Geburtstagskind schon so Hefte hat, in denen er Zahlen und Buchstaben üben soll/muss/kann. Mein Freund fand das ganz toll und meinte, dass wir sowas für unseren Sohn (wird im Sommer 4 Jahre alt) auch kaufen sollten. Ich fand das nicht so toll, schließlich soll er doch in der Schule sowas lernen. Ich finde, seinen Namen schreiben zu können ist okay, aber das ganze Alphabet oder Zahlen?
Was meint ihr, müssen Kinder schon vor der Schule sowas können?
VG
knuffi

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27. April 2013 um 13:52

Zum
Nikolaus im kiga bekamen die kinder solche hefte geschenkt. Wir hatten logisches denken und meinem sohn hat das total spaß gemacht. Wir haben dann abends immer ein paar seiten gemacht und haben so automatisch auch aktiv beschäftigung miteinander.

Haben inzwischen einige hefte dazu gekauft und es macht ihm einfach spaß. Aber ein MUSS ist das nicht...

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27. April 2013 um 15:07

Meine
Findet Zahlen ganz toll und interessant sie ist das 2.5,ich habe ihr dann mal ein zahlenBuch 18+ gekauft,klar richtig klappen tut es noch nicht aber wenn das Interesse da ist,warum nicht? LG

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27. April 2013 um 15:10

Ein Muss ist das nicht
mein Sohn kennt Zahlen und Buchstaben vom Kiga. Er kommt im Sommer in die Schule und war jetzt ein Jahr lang in der Vorschulkinder Gruppe. Da machen die sowas automatisch mit den Kids Er kann seinen Namen schreiben und wenn man ihm was vorschreibt auch andere Namen. Wie Oma oder Mama. Er erkennt auch die Zahlen von 1-10. Als wir letztens an der Tankstelle waren,meinte er.. stimmts Mama du hast an der 7 getankt
Wir haben keine Hefte Zuhause. Wenn dann rechnen wir mal so nebenbei ein bisschen. Ich frag ihn dann wie viel ist 3+3 oder wenn er 5 Gummibärchen hat und 2 isst,wie viel hat er dann noch. Aber so wirklich hinterher bin ich da nicht. Er soll das in der Schule lernen.

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27. April 2013 um 15:16

Sowas
Gibts am kiosk?

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27. April 2013 um 16:20

Zunächst mal
Du bist KEINE schlechte Mutter

Es gibt Kinder, die interessieren sich bereits vor der Schule für Zahlen und Buchstaben - und möchten diese vielleicht auch schreiben. Dann soll es dies auch dürfen: in dem Umfang, in dem das Interesse besteht.

Aber nur, weil die Eltern wollen, dass das Kind bereits vor der Einschulung lesen/schreiben/rechnen kann oder weil ein anderes Kind solche "Übungshefte" hat, halte ich es für unangebracht. Wenn das Interesse des Kindes fehlt und es nur eine Pflichtübung darstellt, ist vermutlich niemandem damit geholfen.

Wie bereits geschrieben wurde: ich denke auch, dass Situationen im Alltag wesentlich besser geeignet sind, sich an Zahlen und Buchstaben langsam heranzutasten: "wenn du 5 Gummibärchen hast und 2 davon isst - wie viele bleiben übrig ?" oder beim Tischdecken: "wir brauchen 3 Gabeln und 3 Messer".
Ich habe beim Vorlesen am Abend versucht, die einzelnen Buchstaben in den Wörtern ganz korrekt auszusprechen: "T" als härteren Laut, "D" als weichen Laut. Ebenso mit "P" und "B".

Aus einem "T" kann man auch das Gesicht eines Tigers malen und so einen Zusammenhang erstellen....

Wir hatten ungefähr ein knappes Jahr vor der Einschulung ein Gespräch mit einer "Lernberaterin" (ich weiß die genaue Bezeichnung leider nicht mehr), die den Kindergarten besuchte und die zukünftigen "Schulkindeltern" informierte, was sich mit der Einschulung ändert, wie man sein Kind beim Lernen unterstützen kann etc.
Ein Vater hat ganz stolz erzählt, dass sein Sohn bereits lesen und schreiben kann - und war dann ganz entsetzt, dass diese Tatsache bei der Lernberaterin eher ein "oh weh!" als ein "wie toll!" hervorrief.
Sie wies darauf hin, dass bei Kindern, die bereits lesen und schreiben können, die Gefahr bestehe, sich fast das gesamte erste Schuljahr zu langweilen, weil sie nichts Neues lernen. Dies wiederum könne zur Folge haben, dass sie irgendwann nicht mehr aufmerksam sind und das eben auch dann, wenn tatsächlich was Neues kommt.
Dann kann ein Kind, das immer an der Spitze des Wissens und Könnens war, plötzlich ins Mittelfeld oder ans Ende abrutschen.
Sie hat auch ganz deutlich gemacht, dass die erste Klasse dazu da ist, Lesen und Schreiben zu lernen und es keine Voraussetzung sei, dies bereits zu beherrschen.

Kurzum: wenn dein Kleiner mitteilt, dass er Zahlen und Buchstaben kennenlernen möchte - unterstütze ihn dabei, in dem du einfache Buchstaben auswählst, ihm Zahlen zeigst (die stehen ja überall).
Wenn er von sich aus nichts sagt - dann würde ich ihm es auch nicht aufzwingen.

Liebe Grüße
Friederike



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