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Buchtipps Junge 8 Jahre

4. November um 20:48

Hallo!

Ich war lange nicht hier. Aber ich dachte mir, ich schau mal, ob hier immer noch viele lesebegeisterte Muttis bzw. Muttis von lesebegeisterten Kindern unterwegs sind.

Mein Großer ist jetzt fast 8 Jahre alt und geht in die 2. Klasse. Er liest schon relativ gut alleine, zur Zeit aber fast ausschließlich Comics. Deshalb dachte ich es ist mal wieder Zeit für neues Lesefutter. Bis vor kurzem mochte er den kleinen Drachen Kokosnuss sehr gerne, was aber aber nun plötzlich blöd findet. Bücher von Astrid Lindgren mag er eigentlich auch gerne, aber zur Zeit ist das irgendwie auch nicht das richtige für ihn. Ganz wichtig ist, dass das Buch nicht zu gruselig bzw. zu aufregend ist. Er ist da wirklich sehr empfindlich. Märchen gehen bei ihm z.B. gar nicht. Man kann mit ihm auch fast keinen Film anschauen, ohne das er Albträume bekommt. An Harry Potter, Michael Ende, Cornelia Funke oder ähnliches traue ich mich daher noch nicht ran. Er mag vor allem lustige Geschichten.

Ich freue mich auf eure Tipps!

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4. November um 21:26

Mein 8jähriger steht voll auf Gregs Tagebücher

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4. November um 22:27

Hm, sind da die drei ??? und 5 Freunde auch zu gruselig oder ist er da noch zu jung? Oder TKKG, ider das Tiger Team, das waren so die Sachen, die ich früher total toll fand. Oder aber Was ist Was Sachbücher, da lernt man ja auch noch richtig was! Liest mansolche Bücher heute eigentlich noch?
Wenn ihm weibliche Protagonisten nix ausmachen, Dolly, Hanni und Nanni etc sind wirklich ganz ungruselig! 
Und Harry Potter und co würde ich vor 12/13 sowieso nicht lesen. Die höheren Bände verstehen Kinder doch noch gar nicht in dem Alter.

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4. November um 22:31

"Wir Kinder aus dem Möwenweg" ist toll. Die Kinder sind in seinem Alter. Und "der kleine Nick" ist auch schön

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4. November um 22:58

Danke euch!

Gregs Tagebücher ist denke ich noch nichts für ihn.
An 5 Freunde oder TKKG hatte ich auch schon gedacht. Ich denke wir leihen erst mal etwas aus der Büchrei aus und schauen, ob das was für ihn ist. Bei "Hanni und Nanni"  und "Wir Kinder aus dem Möwenweg" wird ihm wahrscheinlich stören, dass es sich um weibliche Protagonisten handelt.
Sachbücher lesen wir auch gerne. Aber ich suche gerade eher einen Roman oder eine Roman-Reihe, die ihn so richtig fesseln könnte.

 

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4. November um 23:15

Meine Ideen wären noch:

Fliegender Stern von Ursula Wölfel (habe ich als Kind sehr gerne gelesen)
Die kleine Hexe von Ottfried Preußler (wobei er das wieder zu mädchenhaft finden könnte)

 

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4. November um 23:23

Hallo.
Ich habe heute die Reihe "Die Schule der magischen Tiere" entdeckt. Selbst gelesen haben wir es aber noch nicht. Die Bücher haben sehr viele sehr gute Rezensionen und es gibt einige Bände. Die Inhaltsangabe klingt wirklich schön. 

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5. November um 2:18

Wenn es lustig und kindgerecht sein soll, dann die Vater-und-Sohn-Bücher von Erich Ohser alias E. O. Plauen.
Das sind aber Bildergeschichten und damit fast Comics. Die sind klasse, aber zu lesen gibts da eigentlich nur die Überschriften.
(https://de.wikipedia.org/wiki/Vater_und_Sohn
Leseprobe: https://www.bod.de/booksample?json=http%3A%2F%2Fwww.bod.de%2Fgetjson.php%3Fobjk_id%3D2218997%26hash%3D47a7761c8c147378cf5940bd2634298f
Leseprobe: https://www.fischerverlage.de/media/fs/308/LP_978-3-596-52076-3.pdf
Leseprobe: https://www.fischerverlage.de/media/fs/308/LP_978-3-7335-0106-8.pdf 

Wie wäre es mit irgendwelchen Sachbüchern für Kinder, in großer Schrift und schön bebildert? ZB die "Was Ist Was"-Reihe vom Tessloff-Verlag?
Beispiel: Was Ist Was - Der Regenwald: https://books.google.de/books?id=BmnnBaYkvAIC

Oder: Ernst H. Gombrich: Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser?

Oder die "Leselöwen ...geschichten"-Bücher vom Loewe-Verlag. (Ich hatte da in dem Alter zB die "Autogeschichten" und die "Weihnachtsgeschichten".)

Und natürlich die Bücher mit Geschichten von Piggeldy und Frederik bzw mit Geschichten von Petterson und Findus.

Und sowieso die Bücher von Janosch. (Tiger, Bär, Tigerente. http://www.kinder-klassiker.de/Buecher-und-Kinderbuecher/Janosch-Buecher-Tiger-Baer-Co )

Und nicht nur das Buch Ronja Räubertochter von Astrid Lindgren, sondern auch den Fotobildband von Tage Danielsson zu den Filmdreharbeiten. (https://www.amazon.de/Ronja-R%C3%A4ubertochter-Fotobildband-Tage-Danielsson/dp/3789122335)

Wie ist es mit den Büchern von Otfried Preußler - zB "Der kleine Wassermann"?
(https://books.google.de/books?id=OgIcAwAAQBAJ)

Oder die Schnüpperle-Bücher von Barbara Bartos Höppner?
(https://books.google.de/books?id=61JrSQAACAAJ)

Was ich heute noch gerne lese:
Freda Heyden, Michael Holzach: Ich heisse Feldmann und bin ein Hund (https://books.google.de/books?id=_HiAmgEACAAJ)

Oder wie ist es mit den Sams-Büchern von Paul Maar?

Oder mit den "Meister Eder und sein Pumuckel-Büchern" von Elis Kaut?

Oder "Petah Eulengesicht" von Sigrid Heuck. Da gehts um einen Indianerjungen, der eine Brille bekommt. (https://www.lovelybooks.de/autor/Sigrid-Heuck/Petah-Eulengesicht-739351762-w/)

Nicht mit 8 aber mit 10 hab ich ein paar Bücher zu den Jugendserien von Justus Pfaue gelesen. ZB "Patrik Pacard - Entscheidung im Fjord" zum Beispiel.

Irgendwo in dem Alter hab ich auch von Howard Pyle den "Robin Hood" verschlungen.
(https://books.google.de/books?id=yHNRPgAACAAJ&dq=inauthor%3A%22Howard%20Pyle%22&hl=de&source=gbs_book_other_versions)

Und von Anna Jürgen: "Henry Spellman - Aus London entführt" 
(https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Anna-J%C3%BCrgen+Henry-Spelmann-aus-London-entf%C3%BChrt/id/A02h49Wu01ZZj)

Und die vielen Bände der "Das Neue Universum"-Reihe des Südwest-Verlags. (https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Neue_Universum; 
https://www.amazon.de/Neue-Universum-B%C3%BCcher/s?ie=UTF8&page=1&rh=n%3A186606%2Ck%3ADas%20Neue%20Universum)

Wie wäre es mit der "Rätsel um..."-Reihe von Enid Blyton? (https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%A4tsel_um)

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5. November um 2:52
In Antwort auf blaetterrascheln

Danke euch!

Gregs Tagebücher ist denke ich noch nichts für ihn.
An 5 Freunde oder TKKG hatte ich auch schon gedacht. Ich denke wir leihen erst mal etwas aus der Büchrei aus und schauen, ob das was für ihn ist. Bei "Hanni und Nanni"  und "Wir Kinder aus dem Möwenweg" wird ihm wahrscheinlich stören, dass es sich um weibliche Protagonisten handelt.
Sachbücher lesen wir auch gerne. Aber ich suche gerade eher einen Roman oder eine Roman-Reihe, die ihn so richtig fesseln könnte.

 

Ich denke, bei TKKG wird er als Achtjähriger etliche Nuancen der Geschichten nicht erfassen. In dem Alter konte ich zB noch nichts damit anfangen, dass Tarzan und Gaby miteinander knutschen und Gabys Vater, der Komissar Glockner, das mißmutig zur Kenntnis nimmt.
Damals hab ich auch noch nicht verstanden, warum sich alle über die Verfressenheit von "Klößchen" mockieren.
Was das angeht finde ich, dass in den TKKG-Büchern beleibte und sportlich weniger begabte Menschen durch die Blume ziemlich diskriminiert werden während die Sportlichkeit des ach so tollen Tarzan immer ziemlich überhöht wird.
Anhand der Figur von Karl, dem Computer, werden in den Köpfen der Kinder Nerd-Klischees aufgebaut.
So in die Richtung "Klößchen und Karl sind ja eigentlich irgendwie bescheuert, und der tolle Hecht Tarzan, ohne den alle ja voll aufgeschmissen wären, ist ein so guter Mensch, dass er gnädig darüber hinwegsieht und trotzdem nett zu ihnen ist." Ich bezweifle, dass sich solche Heldenbilder zB auf Kinder, deren Selbstbild eh schon angekratzt ist, unbedingt immer positiv auswirken.

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5. November um 4:18

Mein Sohn (auch 2. Klasse) liest gerade "Die Schule der magischen Tiere.". Das ist ne ganze Reihe. Er hat das erste Buch bei einer Leserunde in der ersten Klasse von seiner Lehrerin erhalten und war begeistert. Er ist jetzt bei Band 4...10 gibt es.
Selbst ich mag die Geschichten und lasse mir gern daraus vorlesen. 

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5. November um 4:25
In Antwort auf skycaptain08

Ich denke, bei TKKG wird er als Achtjähriger etliche Nuancen der Geschichten nicht erfassen. In dem Alter konte ich zB noch nichts damit anfangen, dass Tarzan und Gaby miteinander knutschen und Gabys Vater, der Komissar Glockner, das mißmutig zur Kenntnis nimmt.
Damals hab ich auch noch nicht verstanden, warum sich alle über die Verfressenheit von "Klößchen" mockieren.
Was das angeht finde ich, dass in den TKKG-Büchern beleibte und sportlich weniger begabte Menschen durch die Blume ziemlich diskriminiert werden während die Sportlichkeit des ach so tollen Tarzan immer ziemlich überhöht wird.
Anhand der Figur von Karl, dem Computer, werden in den Köpfen der Kinder Nerd-Klischees aufgebaut.
So in die Richtung "Klößchen und Karl sind ja eigentlich irgendwie bescheuert, und der tolle Hecht Tarzan, ohne den alle ja voll aufgeschmissen wären, ist ein so guter Mensch, dass er gnädig darüber hinwegsieht und trotzdem nett zu ihnen ist." Ich bezweifle, dass sich solche Heldenbilder zB auf Kinder, deren Selbstbild eh schon angekratzt ist, unbedingt immer positiv auswirken.

Klingt übertrieben, aber es ist wirklich so. Ich habe die Bücher als Kind gelesen und es auch so empfunden. 
Deswegen wäre das auch keine Wahl für meinen Sohn. Mir sind die Bücher zu engstirnig. Gerade mein Sohn ist da sehr unbefangen und versteht es nicht, wenn Kinder in Schubladen gesteckt werden. 

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5. November um 6:34
In Antwort auf skycaptain08

Ich denke, bei TKKG wird er als Achtjähriger etliche Nuancen der Geschichten nicht erfassen. In dem Alter konte ich zB noch nichts damit anfangen, dass Tarzan und Gaby miteinander knutschen und Gabys Vater, der Komissar Glockner, das mißmutig zur Kenntnis nimmt.
Damals hab ich auch noch nicht verstanden, warum sich alle über die Verfressenheit von "Klößchen" mockieren.
Was das angeht finde ich, dass in den TKKG-Büchern beleibte und sportlich weniger begabte Menschen durch die Blume ziemlich diskriminiert werden während die Sportlichkeit des ach so tollen Tarzan immer ziemlich überhöht wird.
Anhand der Figur von Karl, dem Computer, werden in den Köpfen der Kinder Nerd-Klischees aufgebaut.
So in die Richtung "Klößchen und Karl sind ja eigentlich irgendwie bescheuert, und der tolle Hecht Tarzan, ohne den alle ja voll aufgeschmissen wären, ist ein so guter Mensch, dass er gnädig darüber hinwegsieht und trotzdem nett zu ihnen ist." Ich bezweifle, dass sich solche Heldenbilder zB auf Kinder, deren Selbstbild eh schon angekratzt ist, unbedingt immer positiv auswirken.

Kommt noch das überholte Frauenbild hinzu. Gabi, die blonde Komissarentochter himmelt den starken Sportler an, wird ständig nach Hause geschickt, weil eine Situation nicht für Mädchen ist, oder gerät in Gefahr. 

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5. November um 6:44
In Antwort auf blaetterrascheln

Hallo!

Ich war lange nicht hier. Aber ich dachte mir, ich schau mal, ob hier immer noch viele lesebegeisterte Muttis bzw. Muttis von lesebegeisterten Kindern unterwegs sind.

Mein Großer ist jetzt fast 8 Jahre alt und geht in die 2. Klasse. Er liest schon relativ gut alleine, zur Zeit aber fast ausschließlich Comics. Deshalb dachte ich es ist mal wieder Zeit für neues Lesefutter. Bis vor kurzem mochte er den kleinen Drachen Kokosnuss sehr gerne, was aber aber nun plötzlich blöd findet. Bücher von Astrid Lindgren mag er eigentlich auch gerne, aber zur Zeit ist das irgendwie auch nicht das richtige für ihn. Ganz wichtig ist, dass das Buch nicht zu gruselig bzw. zu aufregend ist. Er ist da wirklich sehr empfindlich. Märchen gehen bei ihm z.B. gar nicht. Man kann mit ihm auch fast keinen Film anschauen, ohne das er Albträume bekommt. An Harry Potter, Michael Ende, Cornelia Funke oder ähnliches traue ich mich daher noch nicht ran. Er mag vor allem lustige Geschichten.

Ich freue mich auf eure Tipps!

Vielleicht mag er ja Polly Schlottermotz. Lustig geschrieben und tolle Geschichten!

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5. November um 9:14

Meine Tocher liest gerade das aktuelle Buch von Petronella Apfelmus. Wir lieben diese Bücher und sie wurden regelrecht verschlungen. 

Sonst vielleicht noch die Olchis.

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5. November um 10:46

Was ich noch vergessen habe:

Antoine de Saint Exupéry: Der kleine Prinz

Roy Lornsen: Robby, Tobby und das Fliewatüüt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Robbi,_Tobbi_und_das_Fliewat%C3%BC%C3%BCt

Da gibts auch ein nettes Hörspiel von Intercord aus den 70er-Jahren dazu, das man auch auf YouTube findet.
Allerdings ist da auch die Mutter recht wenig technik-affin dargestellt ("Ach weisst du, Tobbi, von Technik verstehe ich nicht viel. Kartoffelpuffer und Frikadellen, die sind mir lieber..."
Ich fand es als Kind immer sehr interessant, Geschichten als Buch und als Hörspiel oder Film zu haben und zu vergleichen. 

Wie ist es mit Büchern in Schreibschrift, so etwas wie "Nessi geistert durch die Stadt" von Christel Süßmann?

Auch nett und angeblich fürs Alter von 8 bis 11 Jahren: Die Schwarze Sieben von Enid Blyton.

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Vielleicht auch das eine oder andere Buch von Erich Kästner, zB "Das fliegende Klassenzimmer" oder "Emil und die Detektive" oder "Das doppelte Lottchen" oder "Pünktchen und Anton", aber damit würde ich eigentlich noch etwas warten.

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Ich weiss nicht mehr genau, wie alt ich war als ich die folgen Sachen gelesen habe, aber ich denke, ich war irgendwo so zwischen zehn bis zwölf Jahre alt:

Richard Armstrong: Schiffbruch im Nordmeer (YouTube-Video mit Buchvorstellung: https://www.youtube.com/watch?v=mes1s5OSp3I)

Was ich in dem Alter auch gerne gelesen habe, waren Geschichten über Taucher und Abenteuer unter Wasser.

ZB Don Stanford: Der Schatz im Korallenriff. (Geschrieben 1957. Zwei Jungen und ein Mädchen heben an einem Riff bei den Bermuda-Inseln ein wertvolles Siegel aus dem Sezessionskrieg aus einem gesunkenen Schiff.)

Und Geschichten über Wildnis, Indianer und Trekking und Blockhäuser und solche Sachen.
Wenns nicht gruselig sein darf, dann zB "Die Fährte des grauen Bären" von Wolfgang Bittner.
(Leseprobe unter: http://laetitia-verlag.de/content/82/60/titelliste/die-faehrte-des-grauen-baeren)

Vielleicht ab zwölf, aber trotzdem auch jetzt schon einen Hinweis wert sind die biographischen/historischen Romane von Hans-Otto Meissner über die großen Entdecker,
zB
- In Alaska bin ich Zar (Baranow)
- Mein Leben für die weiße Wildnis (Amundsen)
- Spähtrupp durch die Rocky Mountains (Lewis und Clark)

Und auch Bücher von Zoolog/inn/en und Naturschützer/inn/en,
zB von Bernhard Grzimek:
   - die Tierenzyklopädie "Grzimeks Tierleben"
   - Kein Platz für wilde Tiere
   - Serengeti darf nicht sterben
zB von Diane Fossey: Gorillas im Nebel.

Solche Sachen, wie gesagt, aber vielleicht noch nicht mit acht, sondern frühestens so ab zwölf.
 

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5. November um 10:51
In Antwort auf bernadotte2punkt0

Kommt noch das überholte Frauenbild hinzu. Gabi, die blonde Komissarentochter himmelt den starken Sportler an, wird ständig nach Hause geschickt, weil eine Situation nicht für Mädchen ist, oder gerät in Gefahr. 

Diesen Aspekt habe ich damals eher als ein Darauf-Aufmerksam-Machen aufgefasst, dass es solche Frauenbilder auch gibt.
Da meine Mom und meine Oma und meine Tanten und Cousinen alles andere als schutzsuchende Pflänzchen waren/sind, und ich öfter mal auch am eigenen Leib erlebt hab, wie zB Mitschülerinnen kräftig austeilen und zuhauen, hab ich dieses pseudo-ritterliche Getue damals immer eher als -äh- doofe Schnulzerei empfunden .

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5. November um 11:44
In Antwort auf bernadotte2punkt0

Kommt noch das überholte Frauenbild hinzu. Gabi, die blonde Komissarentochter himmelt den starken Sportler an, wird ständig nach Hause geschickt, weil eine Situation nicht für Mädchen ist, oder gerät in Gefahr. 

Wobei allerdings nicht von der Hand zu weisen ist, dass starke Sportler angehimmelt werden. 

(Ich finde, man darf einem Jungen schon auch rechtzeitig, und nicht erst wenn er unwissend und unglücklich zuschauen muss, wie um ihn herum all die Mädels von den anderen Jungs weggeschnappt werden, näherbringen, wie er seine Chancen erhöht.)

Und immerhin ist in den TKKG-Büchern irgendwo auch der Versuch, den Tarzan/Tim nicht nur als sportlich, sondern irgendwie schon auch als um Sozialkompetenz bemüht darzustellen, und so Sozialkompetenz als etwas erstrebenswertes zu propagieren.

(Als ich acht Jahre alt war, hat meine Mom mich zum Schwimmverein und in den Turnverein geschickt.
Es war gut, das recht früh anzufangen, denn so war ich von den körperlichen Voraussetzungen her für den sportlichen Vergleich mit den Alterskollegen von Anfang an vorbereitet.
Das hatte aber nicht nur Vorteile. Sondern zB den Nachteil, dass ich dann in der Schule im Sport auch immer in Positionen gesteckt worden bin, in denen ich mich besonders abdackeln musste – im Fußball musste ich zB fast immer einen der Frontrunner/Stürmer machen, was ich gehasst habe. Dieses harte Herumbolzen mit dem Ball mochte ich eigentlich nicht, aber als Mann, der hart zu sein hat weil die Sportlehrer ihn als eine der Galeonsfiguren instrumentalisieren, auf die alle anderen schauen, darf man sich solche Gefühle ja nicht anmerken lassen. 
Beim Staffellauf musste ich immer auf Position Zwei und damit die längste Strecke rennen und dabei für möglichst viel Vorsprung sorgen.
Die Sportlehrer hatten mich in der Schublade derjenigen, die sie für sportlich halten und von denen sie deshalb auch ganz viel Männlichkeit und Machotum und mehr Leistung als von anderen erwarten. Dabei wollte ich eigentlich nur meine Ruhe vor ihnen.
Als Trotz- und Rebellionsreaktion hab ich dann – wir Schüler durften in der Mittelstufe beim Sport oft die Musik fürs Warmlaufen aussuchen – als Warmlaufmusik nichts Martialisches ausgesucht, sondern Sachen wie "Probier's mal mit Gemütlichkeit" von Balu dem Bären, aus der Disney-Verfilmung von Rudyard Kipplings Dschungelbuch. 

Den Turnverein hab ich in der Schule natürlich nie an die große Glocke gehängt, weil Turnen irgendwo ja schon auch mit dem Image des Mädchenhaften verbunden ist, was dazu geführt hat, dass ich ab und zu, wenn es doch zur Sprache kam, Sticheleien abbekommen habe. Außerdem wollte ich einen Lebensbereich für mich haben, wo mir die Gestalten aus der Schule nicht dumm dreinreden.

Aber als wir dann in der Schule, wo im Sport eigentlich immer nur Ball gespielt worden ist, in der Mittel- und Oberstufe hin und wieder ausnahmsweise an den Barren und an die Ringe und ans Reck mussten, und die lieben Klassenkameraden dann ohne Körperbeherrschung wie nasse Säcke herumzappelten, sah die Sache ganz anders aus, und mit dem Herumsticheln von wegen "Turnen ist was für Mädchen" war es mir gegenüber plötzlich vorbei...

Als Junge wäre ich übrigens gerne ins Ballett gegangen. Nicht, weil ich gerne ein tanzendes Mädchen sein wollte, sondern weil ich die Mädchen niedlich, und ab der Pubertät auch ganz ansehnlich fand, die dort hingegangen sind, und mir deshalb die Vorstellung gefallen hat, mit ihnen Freundschaft zu schliessen, neben ihnen im selben Raum an der Stange zu stehen und gar vielleicht mit ihnen zu tanzen. Hab mich damals aber nicht getraut... 

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5. November um 12:38

Oh, vielen Dank!
Jetzt habe ich aber zu tun mir das alles anzuschauen, aber ich habe ja gefragt.

TKKG habe ich tatsächlich nie selbst gelesen. Tatsächlich finde ich die Vermittlung von Werten anhand von Büchern nicht ganz unwichtig. Das Selbstwertgefühl meines Großen (übrigens Sportmuffel ) ist ja auch nicht das stabilste. Deshalb vielen Dank für die Hinweise!

Wir haben bzw. kennen bereits diverse Bücher über Petterson und Findus, Piggeldy und Frederik, die Olchis, Bücher von Janosch und "Das kleine Gespenst" von Ottfried Preußler.

Den Rest werde ich mir heute abend zu Gemüte führen...

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5. November um 15:36
In Antwort auf kasperleja

Hallo.
Ich habe heute die Reihe "Die Schule der magischen Tiere" entdeckt. Selbst gelesen haben wir es aber noch nicht. Die Bücher haben sehr viele sehr gute Rezensionen und es gibt einige Bände. Die Inhaltsangabe klingt wirklich schön. 

Die Schule der magischen Tiere ist toll, meine Tochter, fast 9, verschlingt sie förmlich. Sehr zu empfehlen!!

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5. November um 16:27
In Antwort auf blaetterrascheln

Hallo!

Ich war lange nicht hier. Aber ich dachte mir, ich schau mal, ob hier immer noch viele lesebegeisterte Muttis bzw. Muttis von lesebegeisterten Kindern unterwegs sind.

Mein Großer ist jetzt fast 8 Jahre alt und geht in die 2. Klasse. Er liest schon relativ gut alleine, zur Zeit aber fast ausschließlich Comics. Deshalb dachte ich es ist mal wieder Zeit für neues Lesefutter. Bis vor kurzem mochte er den kleinen Drachen Kokosnuss sehr gerne, was aber aber nun plötzlich blöd findet. Bücher von Astrid Lindgren mag er eigentlich auch gerne, aber zur Zeit ist das irgendwie auch nicht das richtige für ihn. Ganz wichtig ist, dass das Buch nicht zu gruselig bzw. zu aufregend ist. Er ist da wirklich sehr empfindlich. Märchen gehen bei ihm z.B. gar nicht. Man kann mit ihm auch fast keinen Film anschauen, ohne das er Albträume bekommt. An Harry Potter, Michael Ende, Cornelia Funke oder ähnliches traue ich mich daher noch nicht ran. Er mag vor allem lustige Geschichten.

Ich freue mich auf eure Tipps!

Bücher von Christine Nöstlinger und Ursula Wölfel, die Olchis und einfach mal in der Bücherei stöbern und finden lassen.
Henning Mankell hat auch schöne Kinderbücher geschrieben, etwas anderes vielleicht mal.
Sebastian Menschenmoser kann ich noch empfehlen.
Die Wolf- Reihe ist einfach zum Tränen lachen.

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Von: missesq
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13. November um 10:12

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