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Darf der Lehrer sowas?

14. Oktober 2016 um 14:48

Mein Sohn hat mir gerade erzählt, dass er in den kleinen Pausen SITZPFLICHT auferlegt bekommen hat. Er darf in den kleinen Pausen, ausser um auf Toilette zu gehen, nicht mehr aufstehen und muss die ganze Zeit sitzen. Grund dafür ist, weil er scheinbar immer mal wieder ein bestimmtes Kind geärgert hat. Mein Sohn sagt zwar, dass das nicht stimmt, aber das kann ich ja nicht nachvollziehen da ich nicht dabei war.
​Er sagt, in seiner Klasse ist noch ein Kind, was sogar Sitz- UND SCHWEIGEPFLICHT hat. Er darf in dem Pausen weder reden noch aufstehen
​Ist sowas denn erlaubt?! Ich war ehrlich gesagt etwas schockiert über solche Maßnahmen!
​Mein Sohn ist sicher kein Rüpel oder Schläger. Er ist AspergerAutist und halt eigen. Aber so eine Strafe halte ich für unangemessen!

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14. Oktober 2016 um 14:53
In Antwort auf schlaftablette

Mein Sohn hat mir gerade erzählt, dass er in den kleinen Pausen SITZPFLICHT auferlegt bekommen hat. Er darf in den kleinen Pausen, ausser um auf Toilette zu gehen, nicht mehr aufstehen und muss die ganze Zeit sitzen. Grund dafür ist, weil er scheinbar immer mal wieder ein bestimmtes Kind geärgert hat. Mein Sohn sagt zwar, dass das nicht stimmt, aber das kann ich ja nicht nachvollziehen da ich nicht dabei war.
​Er sagt, in seiner Klasse ist noch ein Kind, was sogar Sitz- UND SCHWEIGEPFLICHT hat. Er darf in dem Pausen weder reden noch aufstehen
​Ist sowas denn erlaubt?! Ich war ehrlich gesagt etwas schockiert über solche Maßnahmen!
​Mein Sohn ist sicher kein Rüpel oder Schläger. Er ist AspergerAutist und halt eigen. Aber so eine Strafe halte ich für unangemessen!

Mein Sohn ist neun Jahre und in der vierten Klasse.

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14. Oktober 2016 um 15:03
In Antwort auf schlaftablette

Mein Sohn hat mir gerade erzählt, dass er in den kleinen Pausen SITZPFLICHT auferlegt bekommen hat. Er darf in den kleinen Pausen, ausser um auf Toilette zu gehen, nicht mehr aufstehen und muss die ganze Zeit sitzen. Grund dafür ist, weil er scheinbar immer mal wieder ein bestimmtes Kind geärgert hat. Mein Sohn sagt zwar, dass das nicht stimmt, aber das kann ich ja nicht nachvollziehen da ich nicht dabei war.
​Er sagt, in seiner Klasse ist noch ein Kind, was sogar Sitz- UND SCHWEIGEPFLICHT hat. Er darf in dem Pausen weder reden noch aufstehen
​Ist sowas denn erlaubt?! Ich war ehrlich gesagt etwas schockiert über solche Maßnahmen!
​Mein Sohn ist sicher kein Rüpel oder Schläger. Er ist AspergerAutist und halt eigen. Aber so eine Strafe halte ich für unangemessen!

Diese Strafe ist sogar mehr als unangemessen. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass sie sogar gesetzeswidrig ist. Selten dämlich und erniedrigend ist sie auf jeden Fall! Auf so eine bescheuerte Idee würde ich niemals kommen und ganz sicher nicht in einer 4. Klasse, in der sich die Kinder nach 45 sitzen sowieso bewegen müssen, damit sie wieder konzentriert dem Unterricht folgen können. Sitz- und Schweigepflicht...ich fass es nicht...

Sucht das Gespräch mit dem Lehrer; vielleicht sogar mit den Eltern des anderen Kindes zusammen. Das würde ich nicht einfach so hinnehmen!

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14. Oktober 2016 um 15:18

Ich würde das Gespräch mit dem Lehrer suchen. Wenn er das einmal direkt nach dem Zwischenfall macht, vielleicht, aber als dauerhafte Regel erscheint mir das auch zweifelhaft. Weiss der Lehrer denn, dass dein Kind Apserger Autist ist?

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14. Oktober 2016 um 15:26
In Antwort auf somasu

Ich würde das Gespräch mit dem Lehrer suchen. Wenn er das einmal direkt nach dem Zwischenfall macht, vielleicht, aber als dauerhafte Regel erscheint mir das auch zweifelhaft. Weiss der Lehrer denn, dass dein Kind Apserger Autist ist?

Ja, das ist in der Schule bekannt. Man fühlt sich aber weder in der Lage noch in der Pflicht, gesondert auf ihn einzugehen. Wir kämpfen im Moment um eine Schulbegleitung, was sich aber gefühlt um Jahre zieht.

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14. Oktober 2016 um 15:37
In Antwort auf schlaftablette

Ja, das ist in der Schule bekannt. Man fühlt sich aber weder in der Lage noch in der Pflicht, gesondert auf ihn einzugehen. Wir kämpfen im Moment um eine Schulbegleitung, was sich aber gefühlt um Jahre zieht.

Dann sollen sich die Pädagogen mal das Landesschulgesetz anschauen; es würde mich doch sehr wundern, wenn Inklusion dort nicht verankert wäre; insofern sehen sie sich vielleicht nicht in der Pflicht, auf deinen Sohn einzugehen, sie sind allerdings in der Pflicht, genau das zu machen!

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14. Oktober 2016 um 15:39

Finde ich echt schlimm. Besonders wenn der Schulleiter so agiert. Mir tut das so leid, dass mit eurem Sohn trotz Handicap so umgegangen wird Sowas ist natürlich auch für "ganz normale" schon schwer wegzzstecken. Sitz- und Schweigegebot

Ich frage mich bei solchen Erziehungsmethoden immer, was genau das Kind nun daraus lernen soll. Wahrscheinlich gar nix, Hauptsache es ist Ruhe.

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14. Oktober 2016 um 16:01

Das schlimme an der Sache: Mein Sohn hat es sowieso schon schwer, richtigen Kontakt mit Mitschülern aufzunehmen. Er weiß nicht, wie das geht. Aber es gibt zwei Junga in seiner Klasse, das sind richtige AK's. Die schubsen Kinder die Treppe runter, verstecken Ranzen, etc. Für die zwei ist mein Sohn ein tolles Opfer. Die nehmen sein Mäppchen in der SITZPFLICHT weg und wenn er dann aufsteht, um es sich wieder zu holen, gehen die zwei petzen, dass er aufgestanden ist. Und wer bekommt den Ärger!?

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14. Oktober 2016 um 18:51

Jeder Lehrer wird es kennen, mit störenden, ärgernden, nervenden Kindern konfrontiert zu sein. Der Umstand, dass das ärgernde Kind ein Asperger Autist ist, ändert daran erstmal überhaupt gar nichts. Die Maßnahme der Sitz- und Schweigepflicht ist selten dämlich, pädagogisch wertlos, unangemessen und eventuell sogar illegal; völlig von den Baustellen des Jungen abgesehen.Mir fehlt jedes Verständnis dahingehend für den Lehrer...

Es verlangt auch niemand von den Lehrern, von heute auf morgen die perfekten Kenntnisse über den Umgang mit förderungswürdigen Kindern zu haben, aber Inklusion verlangt, dass sich Lehrer gefälligst damit auseinandersetzen müssen, jetzt auch Kinder mit ADHS, Autismus und anderen Baustellen in ihren Klassen sitzen zu haben. Es mangelt nämlich an allen Ecken und Enden an der Bereitschaft, sich mit Neuem auseinanderzusetzen; das ist das Problem vieler Kollegen.

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14. Oktober 2016 um 19:11

Das ist es, also schwierig!  Von einem Lehrer erwarte ich aber, dass er wenigstens die Bereitschaft dazu hat, dazuzulernen. (allein auf dieses Exemplar vom Sohn der TE bezogen.)

Scheißtag gehabt? Denk dir, ab JETZT ist Wochenende und die Welt kann dich mal am Pöppes lecken!
Wenn du magst, erzähl, was dir da heute passiert ist; manchmal hilft es, sich auszuen.
 

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14. Oktober 2016 um 21:24

Gute Idee, wobei ich nicht glaube, dass es Sinn macht, dem Lehrer Vorschläge zu machen; die Art der regelrechten Disziplinierung spricht eher dagegen, dass er Vorschläge annimmt. 
Einen Versuch ist es aber wert...
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, mit "Störenfrieden" umzugehen. Wir hatten in einer Schule ein Token-System eingeführt, welches "gutes" Verhalten belohnt und bei "schlechtem" Verhalten zu einer Bestrafung in Form einer "Nichtbelohnung" führt. Die Schüler konnten so Smilies sammeln (und verlieren), die zu einer Art Währung wurden. Bei einer vorher festgelegten Anzahl Smilies gab es eine Belohnung aus dem "Schatzkästlein". (Ein Buch, ein Spielzeug, eine Wunschstunde, ein Hausaufgabengutschein usw). Ich bin kein Fan dieser Systeme, aber besser als diese Sitzplatzpflicht ist es allemal.

Dann gibt es die Möglichkeiten zur Selbstreflektion durch Nachfrage. Es werden Regeln, die die Klassengemeinschaft fördern gemeinsam erarbeitet. In was für einem Umfeld möchte ich lernen; wie soll mir begegnet werden; wie begegne ich meinen Mitschülern und den Lehrern usw.
Diese Regeln werden gut sichtbar aufgehängt und wenn ich einen Schüler habe, der zB einen anderen Schüler stört, frage ich ihn, gegen welche Regel er gerade verstößt und, dass er damit aufhören soll. Kaum zu glauben, aber das bewusst machen des "ich störe gerade und missachte eine Regel, die ICH aufgestellt habe" fruchtet in den meisten Fällen. Wenn nicht gibt es, je nach Personal, Raumverteilung usw eine Auszeit. Die Möglichkeit zu einer beaufsichtigten Auszeit gibt es in jeder Schule und wenn es ein Stuhl im Sekretariat ist.

Der Punkt ist aber auf jeden Fall, dass diese Bestrafung in der Pause zu gar nichts führt außer zu noch mehr Unmut und der weiteren Möglichkeit, den sowieso schon bestraften Schüler weiter zu bestrafen durch seine Mitschüler; das geht nicht. Wenn ich die TE außerdem richtig verstehe gilt die Bestrafung für jede kleine Pause; nicht nur für eine Pause; absolut unangemessen. 

Wenn alle Stricke reißen wäre eine solche Maßnahme für EINE Pause MIT Aufsicht durch den Lehrer im Rahmen; in jeder Pause ( bis auf weiteres) ohne Lehrer (was ich daraus schließe, dass andere Schüler ihn dazu bringen, aufzustehen und dieses dann zu Petzen) geht in keinem Fall.
 

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