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DARF man von den Großeltern einfach nicht mehr erwarten?? Muss mich mal auskotzen

21. August 2010 um 16:38

MMhh, wo fange ich an? Mein Mann sagt immer, dass ist ihr Leben und ich muss das verstehen, wenn sie nicht wollen etc. Ich versteh das auch, aber ich bin enttäuscht und traurig... oder reagiere ich nur überempfindlich??

Aber mal von vorn: Mein Sohni ist im Juni 2009 geboren. Meine Eltern (wir wohnen gemeinsam in einem Zweifamilienhaus mit Garten) sind seit September 2009 aus unterschiedlichen Gründen schon krank geschrieben (also nix schlimmes, kein Krebs oder etwas, womit sie jetzt doll eingeschränkt wären... aber egal)
Mein Sohn ist jetzt bereits 14 Monate und ich merke zwar, dass meine Eltern - speziell meine Mutter - den Kleinen lieben, aber sie hat in diesen 14 Monaten noch nicht 1x von allein gefragt, ob sie ihn mal haben darf oder nehmen soll. - Ich muss dazu sagen (vielleicht zum besseren Verständnis, was meine Situation noch etwas verdeutlicht), dass ich im Oktober 2009 eine Fehlgeburt in der 11. Woche hatte (mit Ausschabung) und im Juni diesen Jahres am Ende des 6. Monats meine Tochter zur Welt gebracht habe, da sie nicht gesund war... Meine Eltern, speziell meine Mutter, haben auch in diesen schweren Zeiten nicht 1x gefragt, ob sie Eric, meinen Sohn, vielleicht mal 1-2 Stunden nehmen soll, um mich vielleicht zu entlasten...
Ich meine, klar haben meine Eltern schon öfters mal abends das Babyfon gehütet, wenn Eric in seinem Zimmer geschlafen hat und wir weg waren... Aber...
Anderes Beispiel: Gehe 2x die Woche mit einem Hund Gassi - seit Eric 2 Monate alt ist - und wenns dann z.B. mal gegossen hat draußen, hab ich mich doch glatt getraut, meine Mutter zu fragen, ob sie Eric für die eine Stunde mal nimmt, damit wir nicht alle pitschnass werden... naja, ab und zu hat sie es mal - mit Hängen Würgen und Betteln - gemacht... (so oft hat es ja nicht geregtnet...) manchmal konnt ich mir aber auch anhören: "Das passt mir aber jetzt nicht, wollte noch so viel im Haushalt machen etc." - Hallo? Sie ist den ganzen Tag durch Krankschreibung zuhause... hat zwischendurch vielleicht mal nen Arzt-oder Friseurtermin und kann sich die Zeit doch selbst einteilen??
Anderes Beispiel: Wenn ich mal hoch zu meinen Eltern gehe, einfach das Eric sie mal wieder 15 Min. oder so sieht (er freut sich ja auch immer, hat auch eine eigene Spielzeugkiste oben)... Dann erwarte ich doch (oder darf man das wirklich nicht erwarten?????), dass sie sich auch mal die 5 Minuten nehmen... Nein, meine Mutter fängt dann an abzuwaschen, mein Vater verschwindet woanders hin und ich sitze dann im Wohnzimmer und spiele letztendlich allein mit ihm...

Ist das normal? Ist das alles wirklich zu viel verlangt von mir??

Wie seht ihr das??

Noch was:
Sie haben in den ganzen Monaten, wo sie zuhause waren, die Zeit genutzt, um ihre Wohnungseinrichtung neu zu kaufen.. auch überall neuer Teppich, Schränke aufbauen etc. - Gönn ich ihnen ja auch alles--- solln sie machen... aber dann schenken sie Eric zum 1. Geburtstag (11.Juni) einen Gutschein für einen Buddelkasten aus Holz (Gutschein deswegen, weil zum 1. Geb. meine Mutter auf Reha war und ja nichts "aussuchen" konnte), den sie sich dann für ihn in den Garten stellen wollen (wie ziehen nächste Woche um)... naja, und jetzt sind schon 2 Monate vergangen - der Sommer bald um - und es gibt diesen Buddelkasten immer noch nicht... stattdessen basteln und tüfftlen sie an ihren eigenen Schränken etc. Ist das nicht ein bissl egoistisch?? Oder was meint ihr? Ich finds nur für Eric schade

Lg
Katharina mit Liliana tief im Herzen und Eric fest an der Hand

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21. August 2010 um 21:14

Ich würde dir...
zu einem Gespräch raten.
Zu wem von beiden hast du den besseren Draht?
Oder hattest ihn mal?

Ich kann deine Gefühle verstehen; ich habe zwar keine vergleichbare Hintergrundgeschichte wie du, aber ich habe mich auch schon etwas wütend gefragt, warum meine Mutter mich NIE fragt, ob sie und ihr Mann die Kleine mal nehmen dürfen, und das obwohl sie eigentlich eine Glucke ist, wie sie im Buche steht.

Naja, trotzdem ich dich gut verstehen kann, würde ich versuchen, dir vorher zu überlegen, wie du es formulierst, ohne, dass es vorwurfsvoll klingt, weil man ja nie weiß, was andere vielleicht für Gründe für ihr Verhalten haben.

Vielleicht fühlen sich deine Eltern durch irgendetwas selbst belastet oder haben vielleicht Eheprobleme ?

Oder sie fühlen sich irgendwie überfordert, wie auch schon jemand sagte, evt. durch das, was dir widerfahren ist.

Lege vielleicht einfach offen, dass es dir gut täte, zu wissen, dass sie ihren Enkel auch mal gerne nehmen würden, dass es dir sehr schlecht ging und es schade fandest, in dieser Situation niemanden gehabt zu haben, der dir etwas Luft verschafft hätte.

Vielleicht sind sie darauf gar nicht gekommen, dass das angemessen gewesen wäre, weil sie selbst so geschockt waren.

Redest du mit deinen Eltern denn grundsätzlich über Gefühle oder schwierige Situationen?


Ich lasse das jetzt erstmal so stehen mit allerbesten Grüßen
Heenie

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22. August 2010 um 11:05

Danke
für eure lieben Antworten. Eure Ratschläge sind gut und eigentlich weiß ich auch, dass ich z.B. das Gespräch suchen müsste... Aber ich kann es nicht!
Ich will jetzt mal zusammenhangslos auf ein paar Fragen von eure eine Antwort geben:
Meine Eltern sind relativ jung (definitionssache) . Mein Vater ist grad 50 geworden, meine Mutter ist 47. Ich bin Einzelkind und werde jetzt 26. - Meine Eltern sind sehr sehr viel unterwegs (oft verreisen), viel Fahrradfahren/Wandern etc. - Aber das ja meist am WE und nicht in der Woche, denn da sind ja ihre Freunde arbeiten.. d.h. also in der Woche hätten sie Eric ruhig mal für ne Stunde nehmen können...
Wir reden überhaupt nicht über Gefühle... meine Eltern hatten beide auch eine nicht grad leichte Kindheit und sie haben es auch nicht gelernt, über Gefühle zu sprechen.. wir haben uns noch nie gesagt, dass wir uns lieb haben oder uns "nur mal so" in den Arm genommen... Z.B. jetzt zum Verlust meiner Tochter - nach der Geburt hat mein Vater nicht ein Wort mir gegenüber darüber verloren!!!

Eine schrieb, es geht noch schlimmer "wollen gar nichts von den Enkeln wissen und haben auch keinen Kontakt" - Ich weiß nicht, ob das tatsächlich das Schlimmere ist... denn WIR wohnen in einem Haus und haben ansonsten ja eigentlich einen ganz guten Kontakt (wenn auch oberflächlichen...)... und da finde ich es um so schlimmer, dass sie nicht mal von alleine auf die Idee kommen, mich nach der ganzen Sache entlasten zu wollen.

Ich kann mit ihnen nicht reden... ich kann mich - zumindest ihnen gegenüber - nicht öffnen... Ich würde nur anfangen zu heulen, da in meiner Vergangenheit (Kindheit/Jugend) auch so unfaire Sachen gelaufen sind... meistens arten harmlose Diskussionen dann in Streits aus, wo mein Vater dann von eins ins andere kommt, wie schlecht ich doch allg. bin (hat mit dem eigentlichen Streit dann nix mehr zu tun...) und ich kann einfach nicht antworten, da mir die Tränen imHals stecken...

Dabei hat mein Vater speziell (weil damals freiberuflich und Zeit...) als Kind viel mit mir gemacht... viel in der Natur, Wald, Zoo etc. oder abends hat er mir immer ausgedachte Geschichten erzählt.... Ich dachte von daher immer, dass sie ihren Enkeln mal gute Großeltern sein werden... ich hoffe deshalb, dass das alles vielleicht noch kommt, wenn Eric etwas größer ist und man mehr mit ihm anfangen kann. Ich meine, irgendwann wird ja auch die Zeit kommen, wo er von sich aus mal zu Oma und Opa will und sie auch direkt fragt und dann... werden wir ja sehen...

Es ist alles schon sehr verzwickt.... Mal sehen, wie es wird, wenn wir jetzt umziehen, denn das sind wir ja nicht immer präsent.... Ziehen auch nur 400m die Straße weiter, aber dann müssen ja auch sie mal ankommen und die Initiative ergreifen, wenn sie ihren Enkel sehen wollen...

Naja egal, ich könnte hier noch ewig weiter schreiben und mich weiter auskotzen... aber das würde wohl den Rahmen sprengen---

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22. August 2010 um 11:47


Dass ihr nicht über Gefühle reden könnt ist natürlicvh traurig und dass mit deinem Vater offenbar kein sachliches Gespräch möglich ist, und sein verhalten dir gegenüber finde ich äußerst kindisch und bedauerlich.

Ich kann dir wohl nicht raten, was du tun kannst, aber wahrscheinlich würde ich ein Gespräch suchen und es drauf ankommen lassen.
Wenn mein Vater mit so einer Kacke -sorry- ankommen würde, dann würde ich ihm mal bescheid sagen, auch, wenn ich heulen müsste.
Zumindest, wenn es mir wirklich wichtig wäre, dass sich etwas tut und das scheint ja bei dir der Fall zu sein.

Nach so einem Gespräch weiß man wenigstens, woran man ist und ich kann schon sagen, dass es mir persönlich etwas gebracht hat, wenn ich mich mal mit meiner Mutter ausgesprochen habe.

Wir hatten nicht immer das beste Verhältnis zueinander und dadurch, dass ich sie zur Rede gestellt habe, hat sie auch manches eingesehen und für mich war es leichter, mit dem Vergangenen zu leben.


Alles Gute, egal, was du machst!

LG

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